Ruhrstadtgeflüster

  • DLF: Lebenswerte Städte der Zukunft

    Ende Januar gab es eine vom Deutschlandfunk veröffentlichte Diskussion über den Städtebau, die ich hier zusammenfasse, obwohl die Aussagen nicht nur für das Ruhrgebiet gültig sind. Der bekannte Professor Meinhard Miegel meinte, die schrumpfenden Städte können nicht so tun, als ob sie lediglich eine Durststrecke zu überwinden hätten, nach der sie wie gehabt agieren können. Neben den Boomstädten Bonn, Düsseldorf, Köln und Münster gebe es dauerhaft schrumpfende. Professor Christa Reicher von der Uni Dortmund meinte, man solle die weitere Ausdehnung der Einfamilienhausgebiete ganz bewusst verhindern durch Planungs- und Baurecht "um zurückzuführen auf die Innenstädte". Keine Expansion in die Fläche am Stadtrand, sondern Nachverdichtung. Ein Denkwerk Zukunft postulierte im Herbst (wieder mal, da es keinesfalls eine neue Idee ist) die kompakte Bürgerstadt, eine Stadt der kurzen Wege mit Nutzungsmischung, also das Konzentrieren.


    Zur sozialen Durchmischung meinte Prof. Reicher, dass sie nie vollständig sein könne, weil jeder sich eine Nachbarschaft suche, die zu einem passe. Der sog. "Luxusgettoisierung" könne man nur ein Stück weit entgegentreten.


    Ganz im Osten sollen wie in Mündelheim und Serm Grünflächen für Wohnbebauung aufgegeben werden.


    Die liegen aber sehr weit von der S1/U79 - dieses Aufgeben sollte auf jeden Fall schleunigst aufgegeben werden. Duisburg gehört eindeutig zu jenen Städten, die auf Dauer schrumpfen. Wenn die Stadtwerke schon jetzt mit verzweifelsten Mitteln nach Geld suchen, sollte Duisburg weitere Folgekosten in die Fläche gedehnter Infrastruktur tunlichst vermeiden.

  • Kunst am Bau

    Öffentliche Threads für Rhein-Ruhr oder ganz NRW gibt es nicht, daher verlinke ich hier diesen gestrigen WAZ-Artikel über die Kunst am Bau. Bis 2001 galt die Regelung, nach der 1% der Investitionssumme öffentlicher Bauten für Kunst reserviert werden sollte - derzeit sind es in NRW nur noch 400.000 EUR jährlich (in Baden-Württemberg sind es immerhin 8 Millionen). Da die Landesregierung das Kulturetat 2013 um 12 Millionen EUR kürzen will, können auch die Mittel für Kunst am Bau gekürzt werden.
    Peter Landmann vom Landesministerium für Kultur versprach dennoch kürzlich, "die Kunst am Bau wieder zum Thema zu machen". Der Präsident der Architektenkammer NRW regt eine frühzeitige Zusammenarbeit von Künstlern und Architekten an, die bisher eher selten sei. Einige Mittel wurden zum letzten Mal wahrscheinlich vor mehr als hundert Jahren verwendet. Warum, kann ich erklären - ungefähr damals verkündete einer, Fassadenkunst sei "Verbrechen" - und so richtig wurde immer noch nicht zurückgerudert.

  • Essens Bewerbung um die "Grüne Hauptstadt Europas"

    ^^
    Zur Ergänzung verlinke ich hier einen ausführlichen Artikel über das im WAZ Artikel erwähnte Symposium "Kunst am Bau".


    Die Stadt Essen will sich nun im Alleingang um den Titel "Grüne Hauptstadt Europas 2016" bewerben.


    • Als Stärken Essens hat die für die Bewerbung verantwortliche Umweltdezernentin die Klimawerkstatt, den Emscherumbau, die "Neuen Wegen zum Wasser" sowie die hohe Dichte an Energieunternehmen und Forschung ausgemacht.
    • Schwachstellen Essens finden sich bei Verkehr, Luftqualität und Lärbelästigung.


    Erklärtes Ziel einer erfolgreichen Bewerbung ist natürlich Fördertöpfe für Umwelt- und Stadtumbauprojekte abzugraben. [Quelle: WAZ]


    Meinung:


    • Essen ins Feld schicken heißt hier den Bock zum Gärtner machen! Die ins Feld geführten "Pluspunkte" sind banal und werden so ähnlich in jeder anderen Stadt auch umgesetzt. Umweltpolitisch hat Essen überhaupt kein Profil. Produzenten erneuerbarer Energietechnologien? In Essen totale Fehlanzeige! Mit den oben zitierten Energieunternehmen E-ON und RWE sitzen die resistentesten Umweltschutzverweigerer in dieser Stadt. Ein schlecht ausgebauter ÖPNV und eine autofreundlichste Infrastruktur sorgt dafür, dass Essen nach Dortmund bundesweit die Großstadt (über 500 000 EW.) mit den meisten PKW/ pro Einwohner ist. Die oben erwähnten Schwachstellen bei Verkehr, Luftqualität und Lärbelästigung sind somit hausgemacht!
    • Einziger Pluspunkt der ThinkTank KWI mit seinem Forschungsschwerpunkt KlimaKultur sitzt in Essen.


    Fazit: Zurück auf Los!


    Andererseits... Hamburg war auch schon mal Umwelthauptstadt Europas.

  • Westfalen-Initiative kritisiert Pläne des Regionalverbandes Ruhr

    PM: "Die Westfalen-Initiative plädiert gegen eine "Sonderstellung" des Regionalverbandes Ruhr (RVR). Die Initiative befürchtet, dass eine Änderung des RVR-Gesetzes die nicht im RVR organisierten Städte und Gemeinden sowie die Landschaftsverbände benachteiligen würde. Der RVR will künftig mehr Aufgaben für seine Mitglieder, die Ruhrgebietskommunen, wahrnehmen. Zusätzlich zur Verbandsumlage soll der RVR die Möglichkeit erhalten, Zuweisungen aus dem Gemeindefinanzierungsgesetz zu empfangen. Außerdem sollen die Mitglieder der RVR-Verbandsversammlung direkt gewählt werden. Diese Punkte sieht ein Positionspapier von Ruhr SPD, Ruhr CDU und den Grünen im Ruhrgebiet vor, das an den Landtag als Gesetzgeber weitergeleitet wird.
    Die Westfalen-Initiative befürwortet eine stärkere Vernetzung der Ruhrgebietskommunen. Jedoch kritisiert die Initiative, die westfälische Interessen bündelt und vertritt, eine direkte Wahl der Vertreter in der RVR-Versammlung. Diese würde dem Verband eine stärkere Legitimation und Sonderstellung gegenüber den Landschaftsverbänden verschaffen. "Das könnte auch finanzielle Auswirkungen auf die Kommunen außerhalb des RVR haben. Denn wenn der RVR Zuweisungen aus dem Gemeindefinanzierungsgesetz erhält, dann müssen dies andere Städte und Gemeinden zahlen", erklärt Wolfgang Schäfer, Geschäftsführer der Westfalen-Initiative."


    Quelle: http://www.westfalen-heute.de/mitteilung.php?30676


    Kommentar: Schön das der Verein in Münster sitzt und den Konsolidierungsbemühungen "des Ruhrgebiets" wie so häufig von außen reinredet.

  • Einwohnerdichte

    PM: "Die Stadt Herne hat die höchste Einwohnerdichte in NRW. Das geht aus einer aktuellen Statistik des Landesamtes IT.NRW hervor. In der Ruhrgebietsstadt kommen durchschnittlich 3.018 Einwohner auf jeden Quadratkilometer (Stichtag: 9. Mai 2011). Damit liegt Herne vor den Städten Oberhausen (2.727 Menschen pro Quadratkilometer), Düsseldorf (2.697) und Essen (2.692).
    Die Metropole Ruhr ist mit 1.141 Einwohnern pro Quadratkilometern durchschnittlich so dicht besiedelt wie die Stadt Kaarst (1.120). Im Land NRW leben durchschnittlich 514 Einwohnern je Quadratkilometer. Im Schnitt liegt die Einwohnerdichte in ganz Deutschland bei 225 Einwohnern je Quadratkilometer.
    Die Berechnung basiert auf den beim Zensus 2011 ermittelten Einwohnerzahlen, die ins Verhältnis zur Flächengröße der jeweiligen Gebietseinheit gesetzt wurden."


    Quelle: idr
    Infos unter www.it.nrw.de

  • Pendlerstatistik Metropole Ruhr

    PM: "Die Zahl der Berufspendler in der Metropole Ruhr hat sich in den letzten 20 Jahren kontinuierlich erhöht. Lagen 1991 für "nur" knapp 40 Prozent der Berufstätigen im Ruhrgebiet Wohn- und Arbeitsort in unterschiedlichen Städten, so mussten 2012 fast 55 Prozent der mittlerweile 1,6 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten pendeln.


    In der Metropole Ruhr gibt es unter den rund 2,2 Millionen Erwerbstätigen mehr Auspendler (1,1 Millionen) als Einpendler (1,07 Millionen). Von den Einpendlern wohnen 27 Prozent außerhalb der Metropole Ruhr, vor allem in Düsseldorf (15.644), Wuppertal (11.675) und Iserlohn (8.893). 29 Prozent der Auspendler verlassen das Ruhrgebiet, um zum Arbeitsplatz zu kommen. Für die allermeisten, nämlich 64.803 Menschen, ist Düsseldorf das Ziel.
    Mit knapp 300.000 Arbeitsplätzen, das sind 13,5 Prozent aller Stellen im Ruhrgebiet, gibt es in Essen die meisten Jobs. Dementsprechend weist die Stadt das höchste Pendlersaldo (52.196) auf. Auch Bochum, Dortmund, Duisburg, Gelsenkirchen, Hagen und Mülheim haben positive Pendlersalden, während in Bottrop, Oberhausen, Hamm und Herne mehr Menschen aus- als einpendeln."


    Quelle: idr
    Weitere Informationen: www.statistik.metropoleruhr.de

  • 2. Zukunftsforum Metropole Ruhr

    PM: "Die Zukunft der Metropole Ruhr neu denken und neue Perspektiven ent*wickeln ist das Ziel des "Ideenwettbewerbs Zukunft Metropole Ruhr". Gesucht werden Ideen, die gewöhnliche Erwartungen durchbrechen und Anreize zum Meinungsaustausch schaffen. Im Rahmen des Ideenwettbewerbs sollen diese Visionen, Leitbilder, Ziele, Konzepte und Zukünfte im regionalen Kontext diskutiert werden. Es geht um nicht weniger als eine gesamtregionale Entwicklungsperspektive für Raum und Region. Die Zukunft der Metropole Ruhr anders denken, neue Perspektiven aufzeigen und den Blickwinkel durch Impulse von außen zu weiten, "querzudenken" - das sind die Ziele des Ideenwettbewerbs Zukunft Metropole Ruhr.


    In den Zukunftsforen des "Ideenwettbewerbs Zukunft Metropole Ruhr" steht der Austausch der fünf international besetzten Planungsteams sowohl mit der Fachöffentlichkeit als auch der allgemeinen Öffentlichkeit im Mittelpunkt. Das 2. Zukunftsforum wird den Fokus insbesondere auf die wissenschaftliche und zivilgesellschaftlichen Auseinandersetzung mit der Metropole Ruhr legen.


    Der erste Veranstaltungstag widmet sich gezielten Kommentaren aus der Wissenschaft. Dazu werden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus der Region zu den vier übergeordneten Themengebieten ökonomische Prosperität, soziale und räumliche Integration, Umwelt- und Lebensqualität sowie kulturelle Vielfalt Statements abgeben und in die Diskussion einführen. Gemeinsam mit den eingereichten Projektideen des Aufrufes "RuhrWissen" werden die Clusterthemen vertieft und gezielt auf die Erfordernisse der Metropole Ruhr geprüft.Der erste Veranstaltungstag (11. Septmber 2013) ist öffentlich. Eine separate Anmeldung ist nicht erforderlich."


    2. Zukunftsforum des "Ideenwettbewerbs Zukunft Metropole Ruhr"
    Mittwoch, den 11. September 2013 von 13:00 - 17:30 Uhr
    Forum Castrop-Rauxel / Stadthalle, Europaplatz 6 - 10 in 44575 Castrop-Rauxel


    Quelle: http://www.imorde.de/
    Programm: http://www.deutsches-architekt…um/showthread.php?t=11347

  • Studie: Südwestfalen und Ruhrgebiet sollten mehr koopererieren

    PM: "Die Regionen Südwestfalen und Ruhrgebiet sind mehr denn je aufeinander angewiesen. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie von Wissenschaftlern der Ruhr-Universität Bochum (RUB), die vom Unternehmensverband Westfalen-Mitte und dem Initiativkreis Ruhr unterstützt wurde.
    Die Sozialwissenschaftler Prof. Dr. Jörg Bogumil und Prof. Dr. Rolf G. Heinze haben jetzt die Ergebnisse ihrer Studie unter dem Titel "Zukunftsweisend. Chancen der Vernetzung zwischen Südwestfalen und dem Ruhrgebiet" veröffentlicht.

    Südwestfalen als führende Industrieregion in Nordrhein-Westfalen und das Ruhrgebiet als Wissenschaftsregion würden demnach voneinander profitieren, wenn sie mehr kooperieren würden als bisher. Denn während Südwestfalen besonders im produzierenden Sektor erfolgreich ist, verfügt das Ruhrgebiet über eine Vielzahl an Hochschulen. Von diesen jeweiligen Stärken hätten beide Regionen Vorteile: So könnten beispielsweise arbeitslose Fachkräfte aus dem Revier einen Job in Südwestfalen finden, während das südliche Westfalen von den "Wissensströmen" an der Ruhr zehrt.

    Voraussetzung für eine bessere Kooperation wäre aber, dass die Pendlerverbindungen zwischen dem östlichen Ruhrgebiet und Südwestfalen ausgebaut werden, stellen die RUB-Wissenschaftler in ihrer Studie fest."


    Quelle: http://www.westfalen-heute.de/mitteilung.php?32520
    Weitere Informationen: http://www.klartext-verlag.de/…px?ISBN=978-3-8375-1043-0

  • Landesentwicklungsplan für das Ruhrgebiet wird präsentiert

    PM: "Die NRW-Landesregierung hat im Sommer den Entwurf eines neuen Landesentwicklungsplans (LEP) beschlossen. Am 17. September, 14 Uhr, werden die Inhalte des LEP speziell für die Metropole Ruhr interessierten Bürgern in der Weststadthalle in Essen vorgestellt. Die Präsentation ist eine von insgesamt sechs Informationsveranstaltungen im ganzen Land.
    Die Info-Tage sind Teil des Verfahrens zur Beteiligung der Öffentlichkeit am Landesentwicklungsplan. Der LEP enthält Vorgaben für alle räumlichen Planungen und Maßnahmen, insbesondere für die Regionalpläne, die Bauleitpläne der Kommunen und Fachplanungen wie die Landschaftsplanung.
    Bereits am 16. September wird der LEP-Entwurf in einer Sondersitzung dem Planungsausschuss des Regionalverbandes Ruhr (RVR) vorgestellt. Der RVR ist im Ruhrgebiet für die Regionalplanung zuständig."


    Quelle: idr

  • Machbarkeitsstudie für Internationale GartenBau-Ausstellung

    PM: "Der Regionalverband Ruhr (RVR) plant die Internationale GartenBau-Ausstellung (IGA) 2027 in die Metropole Ruhr zu holen und erstellt in einem ersten Schritt für die Bewerbung eine Machbarkeitsstudie. Den entsprechenden Beschluss fasste am 11. Oktober die RVR-Verbandsversammlung in Essen. Auf Grundlage der Ergebnisse will die Verbandsversammlung dann im kommenden Jahr entscheiden, ob die Metropole Ruhr sich um die Ausrichtung bewirbt.


    Der Emscher Landschaftspark als größter Regionalpark Europas soll den Rahmen der dann dezentralen IGA 2027 bilden. In der Broschüre "Wie wollen wir morgen leben? IGA 2027 Metropole Ruhr" sind erste Überlegungen dargelegt, wie auch innovative Ideen aus den Bereichen Wohnen, Verkehr und Energie Teil der Bewerbung sein können. Die Broschüre dient zur weiteren Diskussion und als Grundlage für die Machbarkeitsstudie."


    Broschüre "Wie wollen wir morgen leben? IGA 2027 Metropole Ruhr" unter www.rvr.metropoleruhr.de
    Quelle: idr

  • Neuer Imagefilm über das Ruhrgebiet


    Die Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur präsentiert einen neuen Kurzfilm über das Ruhrgebiet. „Weltweit einzigartig. Zollverein und die industrielle Kulturlandschaft Ruhrgebiet" ist m.E. ein ganz sehenswerter Streifen, der relativ unverstellt die essentiellen Eigenschaften der Region ganz gut herausstellt.


    Gedreht wurde der Imagefilm im Auftrag der Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur unter finanzieller Mitwirkung des Ministeriums für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr/ NRW, des Regionalverbandes Ruhr sowie der beiden Landschaftsverbände.


    Zum Download: hier klicken!

  • Metropole Ruhr wieder mit positivem Wanderungssaldo

    PM: "Im Jahr 2012 zogen wieder mehr Menschen in die Metropole Ruhr als sie verließen. 216.891 Menschen verlegten ihren Wohnsitz in die Region, 203.759 Ruhrgebietsbürger verließen sie. Damit weist das Ruhrgebiet zum dritten Mal in Folge einen positiven Wanderungssaldo aus. Das haben die Statistik-Experten des Regionalverbandes Ruhr (RVR) errechnet.
    Gegenüber dem Vorjahr stieg der Zuwanderungsgewinn sogar noch um rund 5.600 Personen, was einer Steigerungsrate von 75,3 Prozent entspricht.
    Der Großteil der Neubürger kam aus dem Ausland (50.512), weitere 44.022 Personen zogen aus dem übrigen NRW ins Ruhrgebiet. Aus Süddeutschland kamen rund 13.500 neue Ruhrgebietsbewohner, gefolgt von Norddeutschland mit rund 8.800."


    Quelle: idr
    Infos unter www.statistik.metropoleruhr.de

  • Einwohnerzahl sinkt in der Metropole Ruhr

    PM: "Die Einwohnerzahl in der Metropole Ruhr ist im ersten Halbjahr 2013 weiter zurückgegangen. Im Juni lebten knapp 5,04 Millionen Menschen im Ruhrgebiet, rund 7.440 weniger als zum Vorjahresende. Auch in Gesamt-NRW sank die Bevölkerungszahl - um 0,05 Prozent auf 17,5 Millionen. Die Zahlen des Statistischen Landesamtes IT.NRW stammen aus der Fortschreibung der Ergebnisse des Zensus 2011.
    Größte Stadt im Ruhrgebiet und drittgrößte Kommune in NRW nach Köln und Düsseldorf ist Dortmund (572.572), gefolgt von Essen (566.744). Dortmund kann auch als einzige Stadt in der Metropole Ruhr einen Einwohnerzuwachs verzeichnen."


    Quelle: idr
    Infos: www.it.nrw.de

  • die Ruhrtriennale als kulturelles Flagschiff des Strukturwandels

    DIE WELT hat unlängst einen schönen Artikel über die Ruhrtriennale "als kulturelles Flagschiff des Strukturwandels" im Ruhrgebiet veröffentlicht. Der Ruhrtriennale liegt vor allem der Wunsch zu Grunde eine internationale Imagewirksamkeit durch die regionale Bündelung und Ausrichtung der veranstalteten Kulturformate zu erreichen. Passend hierzu noch ein älterer Hintergrund-Text von mir:


    Industriekultur als Kultur im Industrieraum


    Die Ruhrtriennale/ Kultur Ruhr GmbH ist 1997 im Kontext der IBA Emscher Park (1989-1999) entstanden. Gegenstand der Kultur Ruhr GmbH war die Planung, Vorbereitung und Durchführung von kulturellen Projekten im gesamten Ruhrgebiet. Alle Projekte hatten eine regionale Ausrichtung mit überregionaler Bedeutung und dienten ausschließlich der Förderung von Kunst und Kultur als Beitrag zur ökologischen, ökonomischen und sozialen Erneuerung der Region. Gesellschafter waren der KVR (51%), der Verein „pro Ruhrgebiet“ sowie die IBA Emscher Park GmbH (23%).
    Auf diese Weise sollte ein zusätzliches operatives Marketinginstrument geschaffen werden, um die Region im kulturellen Sektor stärker zu profilieren und so als identifizierbare Kulturregion nach außen besser bewerben zu können. Die Landesregierung stellte zu diesem Zweck bis zum Jahr 2000 knapp 20. Mio. DM aus Mitteln des Gemeindefinanzierungsgesetztes zur Verfügung.[1] Mit dem schmalen Budget der regionalen Kulturförderung ließen sich jedoch nur wenige Impulse von herausragender Qualität verwirklichen. Vergleichbar mit den Projekten der IBA wurden unter dem Leitthema „Industrie, Kultur und die Menschen von Morgen – Ein neues Profil für die Kulturregion Ruhrgebiet – Kunst, Kultur und Wirtschaft im Strukturwandel des Ruhrgebietes auf dem Wege in die Zukunft“[2] in erster Linie Kulturevents im Industrieraum, Theater- und Musikereignisse sowie historisch inspirierte Ausstellungen gefördert. Die Arbeit der Kultur Ruhr GmbH sollte auch paradigmatischen und „didaktischen“ Charakter für die Region haben. So erhoffte man sich mittelfristig von einer erfolgreichen Programmgestaltung einen „Vorführeffekt“, der die Kommunen zur Bündelung ihres Kulturangebots auf ein regionales Leitbild in Form interkommunaler Kooperation motivieren sollte.[3]

    [1] Die Vorstellungen der Landesregierung zur Förderung der regionalen Kulturpolitik ist in der Koalitionsvereinbarung zwischen der SPD und Bündnis90/DIE GRÜNEN von 1995 folgendermaßen zusammengefasst: „Die Regionen werden beim Aufbau eines regionalen Kulturmanagements und bei der Entwicklung regionaler Kulturentwicklungskonzepte nachhaltig unterstützt. Dabei sollen die Bereiche Kultur, Freizeit, Sport, Tourismus, Stadtentwicklung, Denkmalpflege und Wirtschaftsentwicklung stärker untereinander vernetzt werden.“ (vgl. Jahrbuch 96/97 S. 182)
    [2] Nellen, Dieter: „Kultur Ruhr GmbH“ als Motor einer neuen regionalen Kulturpolitik; in: Bourée, Manfred, Claßen, Ludger (Hrsg.): Standorte : Jahrbuch Ruhrgebiet 1996/97, Essen 1997, S. 194.
    [3] Vgl. ebd. S. 190.

  • PM: "Die Einwohnerzahl in der Metropole Ruhr ist im ersten Halbjahr 2013 weiter zurückgegangen. Im Juni lebten knapp 5,04 Millionen Menschen im Ruhrgebiet, rund 7.440 weniger als zum Vorjahresende. Auch in Gesamt-NRW sank die Bevölkerungszahl - um 0,05 Prozent auf 17,5 Millionen. Die Zahlen des Statistischen Landesamtes IT.NRW stammen aus der Fortschreibung der Ergebnisse des Zensus 2011.
    Größte Stadt im Ruhrgebiet und drittgrößte Kommune in NRW nach Köln und Düsseldorf ist Dortmund (572.572), gefolgt von Essen (566.744). Dortmund kann auch als einzige Stadt in der Metropole Ruhr einen Einwohnerzuwachs verzeichnen."


    Quelle: idr
    Infos: www.it.nrw.de



    Mit Statistiken ist das immer so ein Sache. Auf DerWesten.de erscheint aktuell eine etwas andere Meldung über die Einwohnerentwicklung der Stadt Essen. Herausgeber der Statistik ist der Regionalverband Ruhr. Dort heißt es, dass in Essen derzeit 572.365 Menschen leben. Damit kann die Stadt den höchsten Stand seit 2010 verbuchen und ist im regionalen Vergleich Primus. Das Zahlenwerk weist für das Ruhrgebiet bereits zum dritten Mal in Folge Wanderungsgewinne aus und die höchsten der Region dabei in Essen.


    572.365 Menschen - Einwohnerzahl in Essen auf höchstem Stand seit 2010 | WAZ.de - Lesen Sie mehr auf:
    http://www.derwesten.de/staedt…8598584.html#plx882017978

  • Bevölkerungsentwicklung

    Dort heißt es, dass in Essen derzeit 572.365 Menschen leben. Damit kann die Stadt den höchsten Stand seit 2010 verbuchen und ist im regionalen Vergleich Primus. Das Zahlenwerk weist für das Ruhrgebiet bereits zum dritten Mal in Folge Wanderungsgewinne aus und die höchsten der Region dabei in Essen.


    Der von dir verlinkte Artikel sagt was anderes. Essen ist Primus in der positiven Bilanz bei der "Bevölkerungsbewegung" nicht jedoch in der "Bevölkerungsentwicklung" (= Saldo Bevölkerungsbewegung + Saldo Geburt- Sterberate). Im regionalen Vergleich wird bei der Bevölkerungsentwicklung Dortmund knapp vorne liegen.