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Alt 01.04.12, 10:35   #91
Mikhail
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Zitat:
Zitat von hiTCH-HiKER Beitrag anzeigen
Dort wo in den letzten Jahren gebaut wurde, waren zuvor praktisch immer abgewrackte Viertel (z.B. die Bahnflächen) oder brachliegende Industrie- bzw. Ruinenflächen (z.B. das zukünftige Viertel zwischen Schwere-Reiter und Dachauer Straße).
Mikhail kann also nur ein paar vereinzelte Bausünden meinen oder mahnt hier die zukünftige Entwicklung an.
Meine Erfahrung der letzten 20 Jahre zeigt allerdings eher, dass sich die Leute bedeutend mehr Gedanken über ein lebensfreundliches Umfeld machen als früher.
Bei 1.2 Mio Einwohner ist die münchenner Infrastruktur ganz OK. Wenn an der Schwere-Reiter und Dachauer Straße die Wohnungen entstehen dann wird jeder zweite ein Auto haben. Aber der Mittlere Ring kann nicht breiter gemacht werden => mehr Staus, weniger Lebesqualität.
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Alt 01.04.12, 10:41   #92
Isek
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Isek ist essentiellIsek ist essentiellIsek ist essentiellIsek ist essentiellIsek ist essentiellIsek ist essentiellIsek ist essentiellIsek ist essentiellIsek ist essentiellIsek ist essentiell
Gehör ich dann vielleicht zu einem der Einwohner der über der 1.2 Millionen eine Nummer gezogen hat? Mit Platz 1.200.001 muss ich nun wegziehen aus München, da ja die Infrastruktur nicht mehr für mich reicht.

Nur mal um die Hysterie etwas zu bremsen ein paar Daten:

Zitat:
Absolute yearly growth of the metro areas from 1999 to 2008 (for European metro areas) and from 2000 to 2010 (for US metro areas):
- Los Angeles: +150,338 per year
- Madrid: +137,043 (but only +41,201 per year since 2008)
- Dallas: +124,337
- Houston: +123,623
- Atlanta: +107,001
- Washington-Baltimore: +100,038
- Phoenix: +94,100

- Paris: +83,251
- New York: +72,344
- Barcelona: +70,820 (but only +3,941 per year since 2008)
- Orlando-Deltona-Daytona Beach: +62,704
- Las Vegas: +58,697
- Miami: +55,664
- Seattle: +49,216
- Denver: +46,091

- Randstad (Amsterdam-The Hague-Rotterdam-Utrecht): +42,280
- Sacramento: +39,248
- Tampa-St. Petersburg: +38,723
- San Francisco Bay Area: +37,579
- Valencia: +37,572 (but -773 per year since 2008)
- Chicago: +37,345
- Minneapolis: +34,400
- Philadelphia: +32,645
- San Diego: +28,148
- Boston-Worcester-Manchester: +26,035

- Munich: +25,069
- Toulouse: +20,564
- Lyon: +19,391

- Brussels: +18,749
- Stockholm: +18,453
- Hamburg: +16,202
- Oslo: +13,639
- Zurich: +13,329
- Marseille: +13,083
- St. Louis: +12,395
- Helsinki: +12,343
- Bordeaux: +11,859

- Berlin: +11,344
- Copenhagen: +10,911
- Geneva (French + Swiss parts): +10,777
- Rhine-Main (Frankfurt-Mainz): +9,841
- Stuttgart: +9,488
- Nantes: +8,809
- Rennes: +8,739
- Naples: +8,515
- Nice: +7,762
- Montpellier: +6,984
- Luxembourg: +6,272
- Antwerp: +5,327
- Geneva (French part only): +5,025
- Strasbourg (French part): +4,750
- Toulon: +4,596
- Nuremberg: +3,954
- Grenoble: +3,789
- Rhein-Neckar (Mannheim-Ludwigshafen-Heidelberg): +3,391
- Ghent: +2,619
- Lille (French part): +2,192
- Hannover: +1,936
- Rouen: +1,742
- Liège: +1,140
- Douai-Lens: -840

- Cleveland-Akron: -6,375
- Leipzig-Halle: -6,572
- Pittsburgh: -7,833

- Rhine-Ruhr (Cologne-Düsseldorf-Essen): -10,826
- Detroit: -13,857
- New Orleans: -14,551



Relative yearly growth of the metro areas from 1999 to 2008 (for European metro areas) and from 2000 to 2010 (for US metro areas):
- Las Vegas: +3.55% per year
- Phoenix: +2.57%
- Orlando-Deltona-Daytona Beach: +2.55%
- Houston: +2.31%
- Madrid: +2.16% (but only +0.57% per year since 2008)
- Atlanta: +2.14%

- Geneva (French part only): +2.12%
- Dallas: +2.06%
- Toulouse: +1.87%
- Sacramento: +1.75%
- Valencia: +1.64% (but -0.03% per year since 2008)
- Denver: +1.63%
- Tampa-St. Petersburg: +1.51%

- Geneva (French + Swiss parts): +1.47%
- Barcelona: +1.42% (but only +0.07% per year since 2008)
- Rennes: +1.43%
- Luxembourg: +1.39%
- Montpellier: +1.39%
- Oslo: +1.25%
- Seattle: +1.25%
- Washington-Baltimore: +1.25%

- Bordeaux: +1.13%
- Nantes: +1.09%

- Zurich: +1.07%
- Miami: +1.06%
- Munich: +1.05%
- Helsinki: +1.00%
- Minneapolis: +1.00%
- Stockholm: +0.99%
- Lyon: +0.96%
- San Diego: +0.96%
- Los Angeles: +0.88%

- Nice: +0.80%
- Brussels: +0.79%
- Marseille: +0.79%
- Toulon: +0.79%
- Paris: +0.71%
- Strasbourg (French part): +0.65%
- Grenoble: +0.59%

- Randstad (Amsterdam-The Hague-Rotterdam-Utrecht): +0.57%
- Hamburg: +0.52%
- San Francisco Bay Area: +0.52%
- Philadelphia: +0.51%

- Copenhagen: +0.48%
- Antwerp: +0.45%
- Ghent: +0.45%

- St. Louis: +0.44%
- Chicago: +0.39%

- Stuttgart: +0.36%

- Boston-Worcester-Manchester: +0.35%
- New York: +0.33%

- Nuremberg: +0.28%
- Rouen: +0.27%
- Rhine-Main (Frankfurt-Mainz): +0.25%
- Berlin: +0.23%

- Liège: +0.19%
- Lille (French part): +0.19%
- Naples: +0.19%
- Rhein-Neckar (Mannheim-Ludwigshafen-Heidelberg): +0.18%
- Hannover: +0.13%
- Rhine-Ruhr (Cologne-Düsseldorf-Essen): -0.09%
- Douai-Lens: -0.15%
- Cleveland-Akron: -0.22%
- Detroit: -0.26%
- Pittsburgh: -0.31%
- Leipzig-Halle: -0.45%
- New Orleans: -1.12%
http://www.skyscrapercity.com/showpo...postcount=5490
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Alt 01.04.12, 10:58   #93
Jilib
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Jilib könnte bald berühmt werdenJilib könnte bald berühmt werden
Zitat:
Zitat von Mikhail Beitrag anzeigen
Eben - anstatt München zuzubauen sollte die Politik daran arbeiten die bundesweiten Wirtschaftsungleigewichete zu beheben. Das habe ich in diesem Forum auch schon öfters ewähnt.

dadurch dass du dich ständig wiederholst wirds auch nicht richtiger. Wie gesagt wirtschaftliche und gesellschaftliche Zusammenhänge müssen verstanden werden, ansonsten macht die Diskussion mit dir kein Sinn. Du kapierst nicht wie das System funktioniert und bastelst dir eine Traumwelt aus Zuzugsbegrenzung und flächendeckend Wirtschaftsungleichgewichte durch Umsiedlung zu beheben.

Das ist nicht nur naiv sondern auch realitätsfern und nicht machbar.
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Alt 01.04.12, 11:04   #94
Mikhail
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Zitat:
Zitat von Jilib Beitrag anzeigen
dadurch dass du dich ständig wiederholst wirds auch nicht richtiger. Wie gesagt wirtschaftliche und gesellschaftliche Zusammenhänge müssen verstanden werden, ansonsten macht die Diskussion mit dir kein Sinn. Du kapierst nicht wie das System funktioniert und bastelst dir eine Traumwelt aus Zuzugsbegrenzung und flächendeckend Wirtschaftsungleichgewichte durch Umsiedlung zu beheben.

Das ist nicht nur naiv sondern auch realitätsfern und nicht machbar.
Genau umgekehrt - anfangen die Wirtschaftsungleichgewichte zu beheben, der Rest passiert von allein. Ist es so schwer zu verstehen?

Weil Du mich missvertehst and mir Schmarn unterstellst nochmal:

1. Die Bundesregierung fängt an das zu machen was sie von PIGS will - die Wettberebsfähigeit von den strukturschwachen Regionen zu erhöhen.
2. Dadurch entstehen Jobs anderswo in D.
3. Dadurch ziehen die Menschen wg. Arbeit nicht nur nach München sondern auch z.B. nach Bochum
4. Und München entlasten.

Ist es jetzt klar oder soll ich jeden Punkt genauer beschreiben?

In München sollte die Gewerbesteuer etwas erhöht werden, dadurch werden die Stadtkassen profitieren und der Bewölkerugswachtumsdruck abnehmen.

Was meinst Du mit "wirtschaftliche und gesellschaftliche Zusammenhänge müssen verstanden werden", kannst Du bitte ein Link empfehlen?

Ich habe bei Dir das Gefühl dass Du Dich zwar für einen Experten für die "wirtschaftliche und gesellschaftliche Zusammenhänge" hälst, die Gesamtsituation aber sehr einseitig siehst, und gar nicht das Ganze, die Alterativen und die Konsequenzen begreifst, wie man sagt "Kannst nicht weiter als Deine eigene Nase sehen" und kommst immer wieder mit dem einfachen und primitiven Reflex "die Wohnungen in München fehlen - dann bauen wir so lange bis keine mehr fehlt". Aber denkst gar nicht daran:
1. wie viele gebaut werden müssen
2. ist es überhaupt realistisch
3. welche Konsequenzen das mit sich bringt
4. wieso kommt es zu dieser Situation
5. was sind die Alternativen

Und nochmal - wer zwingt die Menschen nach München zu ziehen? Die Arbeitsplätze gibt es auch anderswo in Deutschland, vielleicht weniger bezahlt und weniger qualifiziert aber es ist alles relativ, dafür sind die Presie niedriger. Es ist doch einfach dumm wenn man nach München zieht - d.h. eine bewusste Entscheidung trifft und und dann feststellt "oh, hier sind aber die Mieten teuer und eine eigene Wohnung kann ich mir nicht leisten". Selber schuld! Die Aufgabe der Politik ist die anderen Standorte bundesweit attraktiv zu machen. Es ist eine viel bessere Lösung als in München 1 Mio. Wohnugen zu bauen um alle die sich für München entscheiden es zu ermöglichen - weil sie sich eben nicht mehr für München entscheiden werden.

Geändert von Mikhail (01.04.12 um 19:53 Uhr)
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Alt 01.04.12, 18:36   #95
Jaro_E
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Jaro_E wird schon bald berühmt werdenJaro_E wird schon bald berühmt werden
Es geht eben vor allem um Lebensqualität und Stadtkultur, die man in Bochum anscheinend nicht findet.
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Alt 01.04.12, 18:57   #96
Mikhail
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Mikhail befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Zitat:
Zitat von Jilib Beitrag anzeigen
In einem Ballungsraum wie München allerdings sollte es bezahlbaren Wohnraum für die breite Masse geben, dh. auch die Mittelschicht sollte in der Lage sein eine Familie zu unterhalten und eine Wohnung zu mieten/abzubezahlen ohne sich dabei finanziell zu ruinieren.
So ein Quatsch, man kriegt in München problemlos eine günstige Wohnung, hier sind die Preise vor wenigen Wochen, und die Wohnungen sind verfügbar:

Messestadt-Riem, Neubau, Kwf 70, 100m von der U-Bahn, ruhige Seitenstrasse - 3700 pro qm

Neuperlach oder Aubing, 70er Jahre Bau, 2200 pro qm.

Also wo liegt das Problem? Wie viel möchtest Du ausgeben und wo darf die Wohnung sein? Hast Du Altstadtring erwähnt?

Geändert von Mikhail (01.04.12 um 19:39 Uhr)
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Alt 01.04.12, 20:03   #97
lotz86
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Zitat:
Zitat von Mikhail Beitrag anzeigen
Wenn man in München morgen 1 Mio. Wohnungen bauen würde dann werden am nächsten Tag wieder 1 Mio. Wohnungen fehlen - begreift es endlich, es ist ein Aufwärtsspirale. Als Folge wird unsere schöne Stadt verschandelt. Wann ist genug genug? Bei 1.4 Mio. Einwohner, bei 2 Mio. oder bei 5 Mio? Ich hätte eher gesagt bei 1.2 Mio.
1805 waren die meisten Münchner bestimmt auch unzufrieden mit der planmäßigen Erweiterung der Stadt durch den bayerischen König Maximilian I. Joseph. Die Stadtfläche wurde durch die nach ihm benannte Max"Vorstadt" mehr als verdoppelt.

1794 : 34.277 Einwohner
1824 : 62.290 Einwohner

Vergleich mal diese Zahlen mit denen von Isek!
Wann ging deiner Meinung nach die Lebensqualität in München verloren? 1805? 1972? 2010? oder vielleicht doch erst 2020?
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Alt 01.04.12, 22:55   #98
iconic
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Nur mal so als kleiner Input zur Diskussion:

Zitat:
IVD: Ballungsräume wachsen an den Rändern
22.03.2012
2011 insgesamt 21,7 Prozent mehr Wohnungen als 2010 genehmigt - Weiterhin starker Nachfrageüberhang in den Ballungsgebieten

Trotz der gestiegenen Baugenehmigungszahlen im Jahr 2011 befindet sich der Mietwohnungsneubau nach Analyse des Immobilienverbands IVD insbesondere in Ballungsgebieten weiter unter Bedarf. Die vom statistischen Bundesamt veröffentlichten Zahlen zeigten, dass der Mietwohnungsneubau überproportional in den kleinen Städten stattfindet. So haben sich die Baugenehmigungen in Städten mit einer Einwohnerzahl zwischen 30.000 und 50.000 nahezu verdreifacht und in Städten mit 50.000 bis 100.000 Einwohnern fast verdoppelt. In Städten mit mehr als einer halben Million Einwohner betrug der Anstieg der in Mehrfamilienhäusern genehmigten Wohnungen allerdings nur noch rund ein Drittel. „In den Ballungszentren mit positiver Bevölkerungsbilanz besteht ein besonders großer Nachfrageüberhang“, erklärt IVD-Präsident Jens-Ulrich Kießling. Die Zahlen des Statistischen Bundesamtes zeigen hingegen, dass das Neubaupotenzial nicht in den gesuchten Lagen der Großstädte selbst verwirklicht werde, sondern in den kleineren Städten im Umfeld der Metropolen. Nach Einschätzung des IVD ist die vergleichsweise geringe Neubautätigkeit in den Großstädten unter anderem darauf zurückzuführen, dass sich gegen die Bauprojekte häufig Protest auf lokaler Ebene formiert. „Immer wieder machen wir die Erfahrung, dass Neubaupläne in den Großstädten auf den Widerstand der Nachbarn stoßen“, sagt Kießling. „Immer öfter positionieren sich Bürgerinitiativen gegen Neubauvorhaben und versuchen, diese zu verhindern.“ Auf diesem Weg werde die Wohnungsknappheit in den nachgefragten Lagen der Städte nicht behoben.

Unter den fünf Städten mit dem größten absoluten Zuwachs an neu genehmigten Geschosswohnungen befänden sich zwar München (+2.676 Genehmigungen, insgesamt: 6.805), Berlin (+1.459 Genehmigungen, insgesamt: 3.520), Frankfurt (+1.298 Genehmigungen, insgesamt: 3.270) und Hamburg (+759 Wohnungen, insgesamt: 3.358). Setzt man diese Zahlen jedoch ins Verhältnis zur Größe dieser Städte, zeigt sich, dass hier noch weit mehr getan werden muss. In Berlin kommen beispielsweise nur 10,1 und in Hamburg lediglich 18,7 genehmigte Wohnungen auf 10.000 Einwohner. „Der Trend verdeutlicht sich: Auch in Zukunft wird nicht jeder Wohnungswunsch erfüllt werden können“, so Kießlings Resümee.

Insgesamt wurden 2011 in Deutschland 228.400 Wohnungen genehmigt. Dies seien 40.700 Wohnungen oder 21,7 Prozent mehr als 2010. Von den genehmigten Wohneinheiten entfielen 84.913 auf Wohnungen in Mehrfamilienhäusern. Dies entspreche einem Anstieg von 26,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Bei Wohnungen in Ein- und Zweifamilienhäusern sei der Anstieg der Genehmigungen mit 19,6 beziehungsweise 7,3 Prozent geringer ausgefallen. Insgesamt habe sich der positive Trend des vergangenen Jahres fortgesetzt und sich im Laufe des Jahres 2011 deutlich gesteigert.
Quelle: http://www.ivd.net/der-bundesverband...-raendern.html

Und hier noch eine etwas populistische Stellungnahme der Münchner CSU, wenn ich das richtig verstehe als Reaktion auf die oben bereits erwähnte Umzugsmotive-Studie der Stadt. Demnach meint die CSU, dass Familien mit Kindern ein Haus mit Garten brauchen:
http://www.sueddeutsche.de/d5Z38b/54...-Familien.html

Ich seh das ein bissal anders. Ich bin davon überzeugt, dass Kinder auch ohne eigenen Privatgarten hervorragend aufwachsen können.
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Alt 01.04.12, 23:30   #99
nikolas
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nikolas ist essentiellnikolas ist essentiellnikolas ist essentiellnikolas ist essentiellnikolas ist essentiellnikolas ist essentiellnikolas ist essentiellnikolas ist essentiellnikolas ist essentiell
In der Tat; populistische Schwadronage der Heimatschutzpartei!

Ich zitiere aus dem SZ-Artikel: "Die vielen Familien, die einen eigenen Garten wollen, ins Umland abzuschieben, sei eine Absage an familienfreundlichen Wohnungsbau und fördere die Gentrifizierung, bekräftigt Fraktionschef Josef Schmid."

Grober Unfug für den Stammtisch! Erst der Flächenverschleiß durch Einfamilienhausquatsch mit Pantoffelgrünbeilage sorgt für Gentrifizierung. Wo man sonst Familien auf fünf bis sechs Etagen stappeln könnte, ist nach den realitätsfernen Träumereien eines Herrn Schmid, dann eben nur noch Platz für eine Familie + Sandkasten + Kinderschaukel und Carport da. Bei begrenzter Fläche - und sie ist nun mal begrenzt - und gleichbleibend hoher Nachfrage würde diese Verschwendung die Grundstückspreise weiter in die Höhe treiben. Leisten kann sich das dann nur wer viel mehr Geld hat als die anderen. Ergo Gentrifikation!

Schon schmerzhaft, wie diese Wald- und Wiesenideologen immer wieder versuchen ihre rustikalen Provinz- und Ordnungsvorstellungen in die Stadt (!) zu tragen. Was in Straubing, Altötting und Bad Aibling funktionieren mag, taugt für eine Millionenmetropole wie München nur bedingt bis gar nicht.
Man kann nicht zeitgleich das eine und das andere wollen. Urbane Dichte, mit all dem was lebenswert ist und gleichzeitig abgeschiedene Ruhe im Eigenheimidyll.
Lasst doch München München sein und begnügt euch mit dem Rest von Bayern. Hinter Moosburg sind sicher noch ein paar Äcker frei, für diese ideologischen Eigenheimspielchen mit Waldblick.
__________________
Ein Leuchtturm ohne Meer ist eine Bauruine!
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Alt 02.04.12, 08:08   #100
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Isek ist essentiellIsek ist essentiellIsek ist essentiellIsek ist essentiellIsek ist essentiellIsek ist essentiellIsek ist essentiellIsek ist essentiellIsek ist essentiellIsek ist essentiell
Nochmal ein internationaler Vergleich: In Deutschland werden pro Jahr zwischen 200.000 und 250.000 fertig gestellt. In den 90er Jahren waren es mal über 400.000 pro Jahr und das über mehrere Jahre. Zum Vergleich dazu veranschaulichen die Zahlen aus Europa (Frankreich 350.000, Spanien immer noch 280.000), wie sehr man in Deutschland auf die Verknappung von Wohnraum setzt!
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Alt 02.04.12, 08:43   #101
Jilib
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Zitat:
Zitat von Mikhail Beitrag anzeigen
1. Die Bundesregierung fängt an das zu machen was sie von PIGS will - die Wettberebsfähigeit von den strukturschwachen Regionen zu erhöhen.
2. Dadurch entstehen Jobs anderswo in D.
3. Dadurch ziehen die Menschen wg. Arbeit nicht nur nach München sondern auch z.B. nach Bochum
4. Und München entlasten.

Ist es jetzt klar oder soll ich jeden Punkt genauer beschreiben?

......

Was meinst Du mit "wirtschaftliche und gesellschaftliche Zusammenhänge müssen verstanden werden", kannst Du bitte ein Link empfehlen?

Deine Theorie ist klar, aber eben leider falsch da nicht richtig durchdacht.

Es ist nicht möglich ein ganzes Land auf einen einheitlichen Standard zu heben. Der Trend geht hin zu Clusterbildung, was ich persönlich begrüße, da so die komplette Zersiedlung der Landschaft zurückgeht, sich aber große urbane Zentren bilden. Wege werden kürzer, das kulturelle Angebot vielfältiger und das gesellschaftliche Leben interessanter. München ist momentan einer der dynamischsten Ballungsräume Europas. Das hat Zuzug zur Folge. In einem freien Land lässt sich Zuzug nunmal nicht begrenzen, er würde aber abnehmen, wenn München weniger attraktiv wäre.

hier mal ein Denkanstoß, da du ja nach einem Link gefragt hast:

gib bei google: "porter´s competetive advantage of nations pdf" ein und schau dir danach das Diamond Model an. Denke es wird dir helfen zu verstehen warum Clusterbildung in der Natur unserer Marktwirtschaft liegt und warum es keinen Sinn macht gegen laufende Dynamiken anzukämpfen.
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Alt 02.04.12, 11:50   #102
Martyn
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Martyn ist im DAF berühmtMartyn ist im DAF berühmt
Mikhail

Zitat:
Zitat von Isek Beitrag anzeigen
Anscheinend sitzt du auf einem sehr dicken Geldbeutel. Mit 32 Jahren ist deine Argumentationskette schon erstaunlich.
... stimmt, und der aufmüpfige rechthaberische Tonfall nervt auch wie Sau!
Martyn ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.04.12, 12:22   #103
iconic
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Interview mit Lisl Merck über das 'Handlungsprogramm Wohnen in München V'. Darin greift sie auf die üblichen Phrasen zurück...

http://www.sueddeutsche.de/75S38b/58...-Mischung.html
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Alt 20.04.12, 12:28   #104
Isek
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^^

Auch durch das ständige Wiederholen der Informationen über längst bekannte und fertig geplante - aber in ihrer Realisierung stockende - Projekte wird das Wohnraumdesaster in München nicht besser. Mir ist Merck schon vielzusehr Politikerin! Konsequente und vor allem zügige Weiterarbeit in der Stadtplanung sieht anders aus.
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Alt 25.05.12, 12:55   #105
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Erding will raus aus der Planungsregion 14 und sich stattdessen mit Landshut und Mühldorf zusammenschließen, die momentan noch nicht in der 14 drin sind. Schade, eher sollte man doch versuchen, die Region eben um MÜ und LA zu erweitern. Bei dieser extrem starken Verflechtung müssen gemeinsame Planungsanstrengungen her, keine Konkurrenz zwischen den verschiedenen Unterrregionen innerhalb des Ballungsraums.

http://www.sueddeutsche.de/muenchen/...htig-1.1341462
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