Zurück   Deutsches Architektur-Forum > Architektur, Städtebau und Bauwesen: Überregionale und internationale Themen > Deutschland, Österreich und Schweiz

Antwort
 
Themen-Optionen Ansicht
Alt 05.03.13, 17:11   #16
libero
Markenarchitekt
 
Registriert seit: 15.11.2004
Ort: Berlin
Alter: 52
Beiträge: 664
libero ist ein wunderbarer Anblicklibero ist ein wunderbarer Anblicklibero ist ein wunderbarer Anblicklibero ist ein wunderbarer Anblicklibero ist ein wunderbarer Anblicklibero ist ein wunderbarer Anblicklibero ist ein wunderbarer Anblick
^^

Studie, Quelle: Regiokontext
Download Vollstudie pdf: Hier zum Dowload
libero ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.03.13, 18:35   #17
Jaro_E
Senior-Mitglied

 
Registriert seit: 03.10.2008
Ort: KA/MOS
Alter: 34
Beiträge: 298
Jaro_E wird schon bald berühmt werdenJaro_E wird schon bald berühmt werden
Wo findet man Indikatoren zu möglichst allen deutschen Großstädten wie Mietniveau, Anteil Eigentum, fehlende Wohnungen etc..?
Jaro_E ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.03.13, 18:53   #18
libero
Markenarchitekt
 
Registriert seit: 15.11.2004
Ort: Berlin
Alter: 52
Beiträge: 664
libero ist ein wunderbarer Anblicklibero ist ein wunderbarer Anblicklibero ist ein wunderbarer Anblicklibero ist ein wunderbarer Anblicklibero ist ein wunderbarer Anblicklibero ist ein wunderbarer Anblicklibero ist ein wunderbarer Anblick
^^ Statista ist nicht endlos kostenfrei und Statistisches Bundesamt ist nur teilweise nachvollzieh- /auffindbar aber vor allem Ramsauers Bauministerium [Direktlink zum Download Report 2011/12]... Bitteschön :-)

Anmerkung: Das ist aber alles Schnee von gestern. Was heute ist oder in den nächsten Jahren sein wird, da gibt es keine verlässliche bzw. zu viele verschiedene Quellen.

Geändert von libero (06.03.13 um 12:54 Uhr)
libero ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.03.13, 11:06   #19
hfrik
Goldenes Mitglied

 
Registriert seit: 16.12.2010
Ort: Leinfelden
Beiträge: 1.457
hfrik ist essentiellhfrik ist essentiellhfrik ist essentiellhfrik ist essentiellhfrik ist essentiellhfrik ist essentiellhfrik ist essentiellhfrik ist essentiellhfrik ist essentiell
Also Keller sind sicherlich keine relevanten Preistreiber - im Mehrgeschossbau sowiso nicht, da dort die Fundamente so oder so ausreichend tief liegen müssen.
Dafür sind Stellplatzverordnungen die Tiefgaragen mit zum Tiel mehreren Geschossen erzwingen vermeidbare Preistriber. Hier sollte man es auch ein stück weit dem Markt überlassen ob man Wohnungen mit Garage braucht, oder ob die Bewohner Carsharing ÖV oder andere Verkehrsmittel nutzen wollen. Da sind heute Begrenzungen nach oben statt wie in der Reichsgaragenordnung nach unten angesagt.
Energieeinsparungen / Wärmedämmungen wenn sowiso gebaut wird sind sinnvoll, und nicht die super Preistreiber. Preistreiber sind erzwungene geringe Flächenausnutzungen. Setzt man über Bebauungspläne in ÖV-Affinen Gebieten über grosse Flächen die möglichen Bebauungsdichten hoch sinken die Grundstückspreisanteile an den Wohn und Büroflächen ab - weil weniger qm Grundstück je Einheit gebraucht werden. Dadurch können die Wohnungen potentiell billiger werden. Mancht man das nur punktueill, schiessen punktuell die Grundstückspreise in die Höhe. Macht mand as systematischer, werden Wohnungen billiger. Und das Gleichgewicht mit dem Speckgürtel tariert sich neu aus. Aber die dann stärker verdichtete Bebauung muss man akzeptieren. Im Sinne eines friedlichen Zusammenlebens sollte es möglich sein, für solche (Nach-) Verdichteten Gebiete erhöhte Schallschutzanforderungen zwischen den Wohneinheiten und nach Draussen stellen zu dürfen. Wer sich nicht ständig unfreiwillig gegenseitig auf die Nerven geht, wohnt viel friedlicher beieinander. Das kostet bei Neuerstellung auch recht wenig, spart dem Staat aber auf Dauer viel Geld wenn er nicht nachträglich durch externe Eingriffe die zerrüttelten Verhältnisse wieder flicken muss.
hfrik ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.03.13, 23:59   #20
Kleist
Goldenes Mitglied

 
Benutzerbild von Kleist
 
Registriert seit: 22.09.2010
Ort: Berlin
Beiträge: 1.578
Kleist genießt höchstes AnsehenKleist genießt höchstes AnsehenKleist genießt höchstes AnsehenKleist genießt höchstes AnsehenKleist genießt höchstes AnsehenKleist genießt höchstes AnsehenKleist genießt höchstes AnsehenKleist genießt höchstes AnsehenKleist genießt höchstes AnsehenKleist genießt höchstes AnsehenKleist genießt höchstes Ansehen
^ Ich sehe die Wohnungsmarktsituation nicht so dramatisch.Ausserhalb weniger Kernbereiche in einigen Ballungsgebieten und ehedem edlen Lagen findet sich noch genügend bezahlbarer Wohnraum.Wobei bezahlbar ein dehnbarer Begriff ist.Für einen Geringverdienerhaushalt sind 800 € für eine 80-85m² 3 Zimmer Wohnung sicher schon deutlich zuviel.

Meiner Meinung nach müssten mehr Baugebiete ausgewiesen werden,sowohl durch die Städte selbst,als auch durch nachgefragte Umlandgemeinden.
Und es sollte nicht am Markt vorbei geplant werden.Sprich.Es wird mehr Bauland für Einfamilien und Reihenhäuser in städtischen Lagen benötigt. Viele Städte haben genügend Platz,es gibt keine deutsche Stadt,die bevölkerungstechnisch "explodiert". Das bedeuted,dass es für neue Großsiedlungen ala Gropiusstadt keinen ausreichenden Bedarf gibt,bestenfalls für punktuelle Ergänzungen solcher Siedlungen. Geschoßwohnungsbau im innerstädtischen Bereich als Lückenfüller und einige kleinere neue Viertel,dass reicht aus demografischer Sicht.Den Rest richten die Bauherren,die sich den Traum des Eigenheimes verwirklichen.

Wenn man sich die Eigenheimsiedlungen der letzten 30 Jahre ansieht,so kommt man zu dem Schluß,dass dort nichts mehr verdichtet werden muss.
Noch enger geht es kaum noch.
Kleist ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.03.13, 01:07   #21
Bau-Lcfr
Diamant-Mitglied

 
Registriert seit: 20.11.2010
Ort: Rheinland
Beiträge: 12.860
Bau-Lcfr genießt höchstes AnsehenBau-Lcfr genießt höchstes AnsehenBau-Lcfr genießt höchstes AnsehenBau-Lcfr genießt höchstes AnsehenBau-Lcfr genießt höchstes AnsehenBau-Lcfr genießt höchstes AnsehenBau-Lcfr genießt höchstes AnsehenBau-Lcfr genießt höchstes AnsehenBau-Lcfr genießt höchstes AnsehenBau-Lcfr genießt höchstes AnsehenBau-Lcfr genießt höchstes Ansehen
Zitat:
Zitat von Kleist Beitrag anzeigen
Für einen Geringverdienerhaushalt sind 800 € für eine 80-85m² 3 Zimmer Wohnung sicher schon deutlich zuviel.
Da ich im Traumsystem mancher User hier aufwachsen durfte, hatten wir nur 64 Qm einer Plattenbauwohnung und selbst das war schon ganz gut. Ohne Kinder leisten uns - meine Frau und ich - noch weniger Fläche. So darf man fragen, wieso ein Geringverdiener meint, ein Anrecht auf eine riesengroße Wohnung zu besitzen. Kann er sich mit solcher wie meine begnügen - frühe Nachkriegszeit, zwei Zimmer, wenig gehobene Gegend, knapp über 200 EUR Kaltmiete.

Zitat:
Meiner Meinung nach müssten mehr Baugebiete ausgewiesen werden,sowohl durch die Städte selbst,als auch durch nachgefragte Umlandgemeinden.
Und es sollte nicht am Markt vorbei geplant werden.Sprich.Es wird mehr Bauland für Einfamilien und Reihenhäuser in städtischen Lagen benötigt.
Man kann nicht oft genug erinnern, dass solche Wohnform überdurchschnittliche Infrastrukturkosten pro Kopf bedeutet - es ist kein "Markt", da es nur gejammert wird, was die Großherrschaftlichen EFH-Residenzen kosten, ohne Bereitschaft, derer Kosten selbst komplett zu übernehmen. Es ist ständiges Jammern, jemand (die Gesellschaft, "der Staat") möge einem den Wunsch nach dem Zubetonieren möglichst großes Stückes Natur sponsern. Die bankrotten Städte und Länder können sich solche Großzügigkeit längst nicht mehr leisten.
In Düsseldorf werden großflächige Ausweisungen ganz bewußt abgeleht - kein Zufall, dass es in einer der wenigen schuldenfreien Städte geschieht. Mit verdichteten Wohnformen kann man genügend Wohnfläche schaffen und wenn jemand meint, ohne eines geräumigen Privatgartens nicht leben zu können - soll er doch den aktuellen Marktpreis einer Villa bezahlen.
Bau-Lcfr ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.03.13, 10:43   #22
Kleist
Goldenes Mitglied

 
Benutzerbild von Kleist
 
Registriert seit: 22.09.2010
Ort: Berlin
Beiträge: 1.578
Kleist genießt höchstes AnsehenKleist genießt höchstes AnsehenKleist genießt höchstes AnsehenKleist genießt höchstes AnsehenKleist genießt höchstes AnsehenKleist genießt höchstes AnsehenKleist genießt höchstes AnsehenKleist genießt höchstes AnsehenKleist genießt höchstes AnsehenKleist genießt höchstes AnsehenKleist genießt höchstes Ansehen
^ ..dann sind jetzt Einfamilienhäuser schuld an der Finanzmisere der Städte ?
Dann sind Orte,die vorwiegend aus Reihen und Einfamilienhäusern bestehen finanziell besonders gebeutelt ?
In dezentralen Bereichen gibt es überhaupt keinen ausreichenden Bedarf für großformatigen Geschoßwohnungsbau. Wer will denn in Kladow ein typisches Berliner Mietshaus in Traufhöhe bauen ? Niemand.

Und warum soll man Leuten vorschreiben,wie sie zu wohnen haben ? Dann ziehen die Leute vor die Tore der Stadt.Zahlen dort ihre Steuern und die Vorortgemeinde erhält die einwohnergebundenen Zuschüsse.

Nicht zu vergessen,dass es in den meisten deutschen Regionen keinen Mangel an Wohnraum gibt. Ob Chemnitz oder Wuppertal,Pforzheim oder Osnabrück,Berlin-Hohenschönhausen,überall dort ist es überhaupt kein Problem Durchschnittswohnungen zu finden
Kleist ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.03.13, 12:06   #23
kato2k8
Platin-Mitglied

 
Registriert seit: 04.05.2008
Ort: Heidelberg
Alter: 40
Beiträge: 2.247
kato2k8 ist im DAF unverzichtbarkato2k8 ist im DAF unverzichtbarkato2k8 ist im DAF unverzichtbarkato2k8 ist im DAF unverzichtbarkato2k8 ist im DAF unverzichtbarkato2k8 ist im DAF unverzichtbarkato2k8 ist im DAF unverzichtbarkato2k8 ist im DAF unverzichtbar
Zitat:
Zitat von Kleist Beitrag anzeigen
Ob Chemnitz oder Wuppertal,Pforzheim oder Osnabrück,Berlin-Hohenschönhausen,überall dort ist es überhaupt kein Problem Durchschnittswohnungen zu finden
Also: Mittelstadt im Osten, darbende Industriebrache im Pott, stagnierende Kleinstadt in den Bergen, Mittelstadt in the middle of nowhere, Stadtrandviertel, das hauptsächlich aus Platte besteht.
Wenn das deine Maßstäbe sind, wundert mich deine Aussage auch nicht.

Versuchs mal mit München, Stuttgart, Frankfurt, Köln, Hamburg, Heidelberg. Da fehlen die "Durchschnittswohnungen". Zumindest zum mieten, in einem lebenswürdigen Standard (gut, den hat man bei Mietwohnungen in Berlin auch nicht unbedingt immer). Und zu einem Preis, den man sich leisten kann.

Zitat:
Zitat von Kleist Beitrag anzeigen
Und warum soll man Leuten vorschreiben,wie sie zu wohnen haben ?
Im Grunde isses mit den Infrastrukturinvestitionen doch ganz einfach. Stichwort Erschließungskosten. Das was bei der Stadt hängenbleibt sind aber die Betriebskosten für die überhöht angelegte Infrastruktur.

Die Lösung ist also offensichtlich. Wir modifizieren die Wasser, Elektrizität, Gas, Fernwärme, Abwasser-Preise um einen abzudrückenden Erschließungssatz, der entsprechend der individuellen Wohnform bzw. deren Erschließungskosten gestaffelt wird. Für die Wohnung im innerstädtischen Geschoßwohnungsbau zahlt man also meinetwegen 5 Euro im Jahr, für das abgelegene Häuschen im Grünen 5 Euro am Tag. Die Verbrauchsabgaben werden entsprechend abgesenkt. Dann sortiert sich das ganz schnell von selbst. Und keiner kann von "vorschreiben" oder "sozialpolitischer Wohnungsmarktpolitik" reden.

Zitat:
Zitat von Kleist Beitrag anzeigen
Noch enger geht es kaum noch.
Och, dichter geht immer. Die letzten 30 Jahre wurden eigentlich kaum echte Reihenhaussiedlungen hochgezogen.
kato2k8 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.03.13, 12:30   #24
Kleist
Goldenes Mitglied

 
Benutzerbild von Kleist
 
Registriert seit: 22.09.2010
Ort: Berlin
Beiträge: 1.578
Kleist genießt höchstes AnsehenKleist genießt höchstes AnsehenKleist genießt höchstes AnsehenKleist genießt höchstes AnsehenKleist genießt höchstes AnsehenKleist genießt höchstes AnsehenKleist genießt höchstes AnsehenKleist genießt höchstes AnsehenKleist genießt höchstes AnsehenKleist genießt höchstes AnsehenKleist genießt höchstes Ansehen
Hamburg,München,Stuttgart,Frankfurt ,Heidelberg,Düsseldorf .... haben zusammen weniger als 5 Mio.Einwohner.Von über 83 Millionen. Deutschland ist auch im Wohnbereich sehr förderal.Natürlich gibt es Engpässe in den Innenbereichen der angesagten Großstädte.Aber nicht in der Fläche.
Wenn es diesen Bedarf nach Geschoßwohnungen ausserhalb der Innenstädte gebe,würde viel mehr solche Wohnungen gebaut werden.Es gibt aber offensichtlich nicht das große Interesse an Geschoßwohnungsbau ausserhalb der Innenstadt ,weder in den Hamburger Aussenbezirken noch sonstwo in Deutschland. Es gibt aber ein reges Interesse an Eigenheimen.


Wir sind hier auch nicht in Lagos oder Jarkarta.Keine deutsche Großstadt wird ihre Einwohnerzahl innerhalb der nächsten Jahrzehnte auch nur annähernd verdoppeln.Sobald in Südeuropa die Konjunktur wieder anspringt,schmelzen die derzeitigen Wanderungsgewinne dahin + Rückwanderungswelle.

Ein mit vier Personen bewohntes Einfamilienhaus ist auch nicht Ressourcen fressender als eine mit zwei Personen bewohnte gleichgroße Etagenwohnung.
Kleist ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.03.13, 12:37   #25
Saxonia
Diamant-Mitglied

 
Benutzerbild von Saxonia
 
Registriert seit: 26.08.2011
Ort: Altenburg
Beiträge: 3.268
Saxonia kann im DAF auf vieles stolz seinSaxonia kann im DAF auf vieles stolz seinSaxonia kann im DAF auf vieles stolz seinSaxonia kann im DAF auf vieles stolz seinSaxonia kann im DAF auf vieles stolz seinSaxonia kann im DAF auf vieles stolz seinSaxonia kann im DAF auf vieles stolz seinSaxonia kann im DAF auf vieles stolz seinSaxonia kann im DAF auf vieles stolz seinSaxonia kann im DAF auf vieles stolz seinSaxonia kann im DAF auf vieles stolz sein
Mit welchen Argumenten sollte man dann eine weitere Zersiedlung des Umlandes befürworten wenn, wie du richtig fest stellst, die Bevölkerung nicht gerade explodiert? Auch wenn das etwas plump klingt, kann man was das angeht nur auf die abschreckenden US-amerikanischen Beispiele verweisen. So einen Weg sollte man bei einem vergleichsweise kleinem Land wie Deutschland gar nicht erst einschlagen. Priorität hat meiner Meinung nach eindeutig der Geschosswohnungsbau und die Nachverdichtung von Quartieren.
Saxonia ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.03.13, 13:39   #26
Schwabenpfeil
Noch nicht bestätigt!
 
Registriert seit: 23.08.2010
Ort: DB
Beiträge: 998
Schwabenpfeil ist einfach richtig nettSchwabenpfeil ist einfach richtig nettSchwabenpfeil ist einfach richtig nettSchwabenpfeil ist einfach richtig nettSchwabenpfeil ist einfach richtig nett
Zitat:
Zitat von Kleist Beitrag anzeigen
Es gibt aber ein reges Interesse an Eigenheimen.
Da redest Du hier gegen eine Wand an. Ist zwecklos. Dass wir in jeglicher Hinsicht von US-amerikanischen oder asiatischen Verhältnissen entfernt sind, interessiert hier niemanden. Der Bau von großen Klötzen hat entscheidende Vorteile für die Immobilienwirtschaft: Er hält duch die Größe der notwendigen Investitionen lästige Konkurrenz des privaten Häuslesbauer fern und er bringt den Serviceunternehmen im Immobilienbreich zusätzlichen Umsatz für lästige oder rechtlich erzwungene Dienstleistungen. Und das kann man unter dem Deckmantel der Umweltverträglichkeit sehr gut verkaufen.

Ich habe manchmal den Verdacht, dass man in Teilen Ostdeutschlands näher an den Bedürfnissen der Menschen ist, als in westdeutschen Ballungsräumen. Die Leute dort mußten nämlich dafür zu lange auf zu vieles verzichten. Und auch in vielen mittelgroßen Städten bis vielleicht 200.000 Einwohner geht man wesentlich entspannter mit dem Thema um. In und um Stuttgart mit dessen engen Stadtgrenzen kann man das teilweise beobachten. Da gibt es nämlich Nachbarorte, die fröhlich solches Wohngebiete ausweisen, wie Du Dir sie offenbar vorstellst. In bestimmten Stuttgarter Kreisen schreit man dann Zeter und Mordio, hat aber keine rechtlichen Möglichkeiten den Nachbarn das zu verbieten. Die Leute fahren dann dort morgens kurz an die nächste Endhaltestelle des VVS, parken dort und mit der S-Bahn geht es weiter in die Stadt. Gleichzeitig wohnen sie aber im schönen EFH mit ordentlichem Garten und treiben so manchem Foristen die Zornesröte auf die Stirn.
Schwabenpfeil ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.03.13, 15:24   #27
kato2k8
Platin-Mitglied

 
Registriert seit: 04.05.2008
Ort: Heidelberg
Alter: 40
Beiträge: 2.247
kato2k8 ist im DAF unverzichtbarkato2k8 ist im DAF unverzichtbarkato2k8 ist im DAF unverzichtbarkato2k8 ist im DAF unverzichtbarkato2k8 ist im DAF unverzichtbarkato2k8 ist im DAF unverzichtbarkato2k8 ist im DAF unverzichtbarkato2k8 ist im DAF unverzichtbar
Zitat:
Zitat von Kleist Beitrag anzeigen
Es gibt aber offensichtlich nicht das große Interesse an Geschoßwohnungsbau ausserhalb der Innenstadt
In Süddeutschland gibt es durchaus "Platte" in Kleinstädten in urbanen Speckgürteln. Gerade im von Schwabenpfeil benannten Speckgürtel Stuttgarts.

Zitat:
Zitat von Kleist Beitrag anzeigen
Keine deutsche Großstadt wird ihre Einwohnerzahl innerhalb der nächsten Jahrzehnte auch nur annähernd verdoppeln.
Wenn die persönliche Wohnraumexpansion weiter geht wie bisher benötigen wir aber trotzdem in manchen Regionen in 30 Jahren das doppelte an Wohnfläche, das wir derzeit haben. Und diese Wohnraumexpansion ist eben primär auf Kleinhaushalte in EFH zurückzuführen (es gibt noch sekundäre Faktoren, z.B. dass alte Leute in Ein-Personen-Haushalten auf 100m²-Altbauwohnungen sitzen, oder dass die hippe junge Elite heutzutage bitte allein oder zu zweit in 160m²-Lofts wohnen will und dergleichen).

Zitat:
Zitat von Schwabenpfeil Beitrag anzeigen
In bestimmten Stuttgarter Kreisen schreit man dann Zeter und Mordio, hat aber keine rechtlichen Möglichkeiten den Nachbarn das zu verbieten.
Hat man schon, es wird nur nicht wirklich wahrgenommen, dass da durchaus was zu machen ist und auch gemacht wird. Die expansiven Flächennutzungspläne von Gemeinden und Verwaltungsverbände im Speckgürtel Stuttgarts werden aktiv vom Verband Region Stuttgart bekämpft, wobei diese Gemeinden im Regelfall klein beigeben schon bevor das Ganze vor Gericht kommt.
Beispiel Deggingen/Ditzenbach
kato2k8 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.03.13, 16:38   #28
Schwabenpfeil
Noch nicht bestätigt!
 
Registriert seit: 23.08.2010
Ort: DB
Beiträge: 998
Schwabenpfeil ist einfach richtig nettSchwabenpfeil ist einfach richtig nettSchwabenpfeil ist einfach richtig nettSchwabenpfeil ist einfach richtig nettSchwabenpfeil ist einfach richtig nett
Zitat:
Zitat von kato2k8 Beitrag anzeigen
Hat man schon, es wird nur nicht wirklich wahrgenommen, dass da durchaus was zu machen ist und auch gemacht wird. Die expansiven Flächennutzungspläne von Gemeinden und Verwaltungsverbände im Speckgürtel Stuttgarts werden aktiv vom Verband Region Stuttgart bekämpft, wobei diese Gemeinden im Regelfall klein beigeben schon bevor das Ganze vor Gericht kommt.
Das Gebiet, an welches ich denke, ist nicht Teil der Region Stuttgart. Die Stuttgarter können da rein gar nichts machen und das wurmt sie gewaltig, wie hin und wieder in der Zeitung zu lesen ist. Selbst wenn, wird z.B. in der Böblinger Gegend nichts dagegen unternommen. Jedenfalls kann man das anhand der Neubaugebiete dort nicht erkennen, dass dem so wäre. Und auch in dem von Dir angeführten Beispiel ist es ja keineswegs so, dass keine Flächen ausgewiesen werden würden. Sie sind jetzt halt nur etwas kleiner als zuvor.

Wenn die Berliner, um bei Kleist zu bleiben, nach Brandenburg direkt an die Grenze zu Berlin ziehen, dann können die Berliner denen auch nichts anhaben, falls sie das denn überhaupt wollten. Zum Beispiel in Großbeeren: http://commons.wikimedia.org/wiki/Fi...Großbeeren.pdf

Geändert von Schwabenpfeil (16.03.13 um 17:23 Uhr)
Schwabenpfeil ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.03.13, 19:10   #29
Bau-Lcfr
Diamant-Mitglied

 
Registriert seit: 20.11.2010
Ort: Rheinland
Beiträge: 12.860
Bau-Lcfr genießt höchstes AnsehenBau-Lcfr genießt höchstes AnsehenBau-Lcfr genießt höchstes AnsehenBau-Lcfr genießt höchstes AnsehenBau-Lcfr genießt höchstes AnsehenBau-Lcfr genießt höchstes AnsehenBau-Lcfr genießt höchstes AnsehenBau-Lcfr genießt höchstes AnsehenBau-Lcfr genießt höchstes AnsehenBau-Lcfr genießt höchstes AnsehenBau-Lcfr genießt höchstes Ansehen
Zitat:
Zitat von Kleist Beitrag anzeigen
Es gibt aber offensichtlich nicht das große Interesse an Geschoßwohnungsbau ausserhalb der Innenstadt ,weder in den Hamburger Aussenbezirken noch sonstwo in Deutschland.
Deswegen heisst der seit Jahren beobachtete Trend zurück in die City - er reicht für kräftige Einwohnerzahlzunahmen der größten Metropolen. Es gibt genug zahlungskräftige zuziehende Leute, die mit schicken ETWs geringe Infrastrukturkosten verursachen und Steuern zahlen - keine vernünftige Stadt hat einen Grund, Leute quasi zu bezahlen, dass sie irgendwo wohnen (es gibt US-Untersuchungen, nach den unterhalb einer bestimmten EW-Dichte die Infrastruktur mehr kostet als die Bewohner überhaupt Steuern bringen). Solchen Unfug hat man sich im Ruhrgebiet erlaubt, damit man bloß nicht schneller Einwohner als der Nachbar verliert - jetzt ächzen die am meisten bundesweit verschuldeten Gemeinden unter nicht zu stemmenden Infrastrukturkosten.
Dass unverbaute Natur auch etwas wert ist, kommt zusätzlich hinzu.

Es gibt übrigens genügend Villen auf dem Markt - mich nervt dieses ständige Jammern, manche möchten gerne wie englische Lordschaften residieren aber bitte möglichst zum Sozialwohnung-Preis. Es gibt gewisse Grenzen, was die Gesellschaft einem gönnen kann, diese wurden überall in Europa erreicht oder überschritten. (Deswegen kommen auch so viele Spanier usw. in die deutschen Städte - vor der wirtschaftlichen Überschuldungskatastrophe fliehend, die gerade dadurch verursacht wurde, dass Politiker Wahlgeschenke auf Pump verteilt haben. Das sollte man so nicht nachmachen - angefangen bei den Wohnverhältnisse-Versprechungen.)

Zitat:
Ein mit vier Personen bewohntes Einfamilienhaus ist auch nicht Ressourcen fressender als eine mit zwei Personen bewohnte gleichgroße Etagenwohnung.
Bereits der Flächenverbrauch pro EW ist um das Mehrfache größer. Nur ein Beispiel des (erzwungenen) Quersponsern - in der Rechnung meiner Wasserwerke sind u.a. die Infrastrukturkosten enthalten. Jahrelang wurden sie pro Hausanschluss berechnet - schließlich kostet das Buddeln und Verlegen das Meiste, etwas mehr Durchmesser hingegen nur Groschen. Seit ein paar Jahren rechnet man pro WE - obwohl zehn EFH-Anschlüsse garantiert weit mehr als einer für ein MFH mit 10 Wohnungen kosten. Ich vermute, dass die dortigen Chefs selber in EFHs wohnen.

Zitat:
Dass wir in jeglicher Hinsicht von US-amerikanischen oder asiatischen Verhältnissen entfernt sind
Diese Verhältnisse verden von den meisten Stadtplanern als desaströs betrachtet. Man muss nicht selber in bereits bekannte Katastrophe rennen, man kann von den schlechten Erfahrungen der Anderen lernen und rechtzeitig zurückrudern.
Bau-Lcfr ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.03.13, 20:07   #30
Schwabenpfeil
Noch nicht bestätigt!
 
Registriert seit: 23.08.2010
Ort: DB
Beiträge: 998
Schwabenpfeil ist einfach richtig nettSchwabenpfeil ist einfach richtig nettSchwabenpfeil ist einfach richtig nettSchwabenpfeil ist einfach richtig nettSchwabenpfeil ist einfach richtig nett
Zitat:
Zitat von Bau-Lcfr Beitrag anzeigen
Es gibt übrigens genügend Villen auf dem Markt - mich nervt dieses ständige Jammern, manche möchten gerne wie englische Lordschaften residieren aber bitte möglichst zum Sozialwohnung-Preis.
Vielleicht im Rheinland. Wenn bei euch eine Doppelhaushälfte mit 300 m² bis 350 m² Grund eine Millionen Euro kosten würde, dann würdest Du das evtl. auch anders sehen. Und trotzdem wird immer noch nach mehr Verdichtung geschrien. Irgendwann kommt's dann zur Kernfusion. Dann geht's nicht mehr dichter.

Zitat:
Zitat von Bau-Lcfr Beitrag anzeigen
Diese Verhältnisse verden von den meisten Stadtplanern als desaströs betrachtet. Man muss nicht selber in bereits bekannte Katastrophe rennen, man kann von den schlechten Erfahrungen der Anderen lernen und rechtzeitig zurückrudern.
Wir sind aber Lichtjahre davon entfernt. Jedenfalls im Südwesten.
Schwabenpfeil ist offline   Mit Zitat antworten
Antwort

Themen-Optionen
Ansicht

Forumregeln
Es ist Ihnen nicht erlaubt, neue Themen zu verfassen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, auf Beiträge zu antworten.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Ihre Beiträge zu bearbeiten.

BB-Code ist an.
Smileys sind an.
[IMG] Code ist an.
HTML-Code ist aus.



Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 12:57 Uhr.


Powered by vBulletin (Deutsch)
Copyright ©2000 - 2019, Jelsoft Enterprises Ltd.
©2003 - 2019 Deutsches Architektur-Forum