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Alt 15.04.19, 20:02   #1
Adama
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Notre-Dame brennt



Foto: antonstädter, aus diesem Beitrag


Notre Dame in Paris brennt lichterloh. Sehr traurig.

Geändert von Adama (15.04.19 um 21:07 Uhr)
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Alt 15.04.19, 21:16   #2
Baukörper
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Baukörper braucht man einfachBaukörper braucht man einfachBaukörper braucht man einfachBaukörper braucht man einfachBaukörper braucht man einfachBaukörper braucht man einfach
Möglicherweise habt ihr schon erfahren, dass die weltberühmte Kathdrale von Paris Notre Dame in Flammen steht. Es sind gerade wirklich erschütternde Bilder in den Nachrichten zu sehen. Hoffen wir, als Architektur- und Kulturliebhaber, dass das Gebäude nicht vollständig zerstört wird. Zum Glück sind bislang, soweit bekannt, keine Menschen zu schaden gekommen.










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Alt 15.04.19, 21:38   #3
Architektenkind
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Architektenkind braucht man einfachArchitektenkind braucht man einfachArchitektenkind braucht man einfachArchitektenkind braucht man einfachArchitektenkind braucht man einfachArchitektenkind braucht man einfach
^ Ja, könnte heulen. Dachstuhl und Vierungsturm sind verloren. Hoffentlich hält das Gewölbe – sonst wird das die größte kunsthistorische Katastrophe, die Europa seit dem Krieg erlebt hat.
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"In einer Welt, die verrückt spielt, ist nur ein Irrsinniger wahrhaft geisteskrank." H. Simpson
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Alt 15.04.19, 21:48   #4
Baukörper
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Ich bin sehr schockiert. Der Wiederaufbau wird Jahre dauern. Vive la France!
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Alt 15.04.19, 22:41   #5
Adama
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Sieht nicht gut aus, darf man nur hoffen das die Aussenwände stehen bleiben:



Foto: Polizei Paris (Drohne)
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Alt 15.04.19, 22:58   #6
miumiuwonwon
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Schöne Erinnerung an die Notre-Dame de Paris.


Von mir.
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Alt 15.04.19, 23:12   #7
tyset
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Wirklich furchtbar. Mich hat diese Nachricht heute sehr erschüttert. Hoffen wir das es nicht noch schlimmer kommt als es eh schon ist.
Aktuell sagen die Nachrichten dass das Dach zwar eingestürzt ist, aber die Feuerwehr optimistisch sei dass die Struktur selbst gerettet sei.
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Alt 16.04.19, 08:25   #8
antonstädter
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antonstädter ist essentiellantonstädter ist essentiellantonstädter ist essentiellantonstädter ist essentiellantonstädter ist essentiellantonstädter ist essentiellantonstädter ist essentiellantonstädter ist essentiellantonstädter ist essentiell
Es ist ja nicht irgendeine Kirche, sondern das historische, kulturelle, literarische Herz der Stadt Paris, wenn nicht ganz Frankreichs. Wenn der Eiffelturm zusammenfallen würde wäre das nicht halb so dramatisch wie diese Katastrophe.

Es scheint zumindest so, als ob ein Großteil der Gewölbe standgehalten hätte, ebenso wie alle Außenmauern. Man wird sehen, wie die Innenausstattung insgesamt davongekommen ist. Die wichtigsten Kunstschätze wurden wohl geborgen. Bislang gibt es aber zum Beispiel noch keinerlei Aussagen zum Zustand der historischen Glasfenster, insbesondere der drei Fensterrosetten im Querschiff und am Westwerk. Zumindest die im Querschiff dürften wohl verloren sein.

Ohne den Einsatz der Feuerwehrleute wären die Schäden mit Sicherheit noch erheblich gravierender gewesen, so wurde stundenlang um den nördlichen Turm (beffroi nord) gekämpft, der ebenfalls Feuer gefangen hatte. Wäre es zu einem Zusammenbruch des hölzernen Glockenstuhls und des Absturzes der Glocken gekommen, wäre der Einsturz wohl nicht vermeidbar gewesen.

Und dennoch steht die Aussage von Emmanuel Macron aus dieser Nacht:

« Cette cathédrale, nous la rebâtirons! »

Der Wiederaufbau wird schnell vonstatten gehen, dessen darf man sich angesichts der Bedeutung des Bauwerks wohl sicher sein. Äußerlich wird ziemlich schnell nichts mehr an die Katastrophe erinnern.

Der kulturhistorische Verlust wird dennoch immens bleiben, besonders den Dachstuhl aus dem 13. Jahrhundert kann nichts ersetzen. Bei franceinfo äußerte ein Architekt der Monuments historiques schon, dass man sich eine Lösung wie in Reims vorstellen könnte, wo der im Ersten Weltkrieg zerstörte Holzdachstuhl durch Stahlbetonelemente ersetzt wurde.
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Cependant, qui sait? La terre a des limites, mais la bêtise humaine est infinie! (Gustave Flaubert)
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Alt 17.04.19, 18:42   #9
antonstädter
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La flèche

Wer sich noch einmal zu dem pulverisierten Dachstuhl und den Dachreiter Viollet-le-Ducs etwas näher informieren will: Die offizielle Webseite von Notre-Dame de Paris bietet (noch) entsprechende lesenswerte Artikel.

Für die nicht der französischen Sprache mächtigen Interessierten vielleicht folgende inhaltliche Kurzfassung:

La forêt, der Wald, wurde umgangssprachlich die mächtige hölzerne Dachkonstruktion des Haupt- und Querschiffs genannt. Original aus dem 13. Jahrhundert stammten dabei die Konstruktionen über dem Chor und dem Mittelschiff. Der Dachstuhl des Querschiffs wurde unter Viollet-le-Duc MItte des 19. Jahrhunderts erneuert.


http://www.notredamedeparis.fr/la-ca.../la-charpente/

Auf dem Dachstuhl lag die bleierne Dacheindeckung aus 1326 Bleiplatten von 5 Millimetern Dicke, insgesamt von einem Gewicht von 210 Tonnen. Da sich das Blei wohl kaum in Luft aufgelöst haben dürfte, wird die Entfernung der Bleischmelze sicher eine der schwierigeren Aufgaben des Wiederaufbaus werden.



Die flèche aus dem 19. Jahrhundert stützte sich nicht auf "la forêt", sondern wurde auf einer oktogonalen Plattform errichtet, die wiederum auf den Vierungspfeilern aufsaß. Eine Erklärung für die dortigen Gewölbeschäden? Interessant dürften auch noch die im Artikel angegebenen Basisdaten des verlorenen Türmchens sein, das in der Realität die beiden nie fertiggestellten beffrois der Westfassade deutlich überragte:

500 Tonnen Holz
250 Tonnen Blei
93 Meter Höhe

http://www.notredamedeparis.fr/la-ca...ure/la-fleche/

Nach Aussagen des Premierminsters Eduard Philippe ist ein Architektenwettbewerb zur Wiederherstellung geplant, der insbesondere den Dachreiter betrifft. Es ist also nicht auszuschließen, dass hierfür eine "zeitgenössische" Lösung gewählt wird. In meinen Augen eine eher besorgniserregende Vorstellung...

Der Verlust ist also allein der Dachlandschaft wegen nicht zu beschreiben, auch wenn die eigentliche Struktur der Kathedrale in Anbetracht der Umstände recht gut davongekommen zu sein scheint.

Mit etwas Abstand kann man die Dinge nun etwas besser einordnen. Mich persönlich hat die Katastrophe sehr getroffen, verbinde ich mit Notre-Dame de Paris doch eine ganze Menge persönlicher Erinnerungen und habe die Kirche viele Male besucht, auch als man für eine Besichtigung noch nicht Schlange stehen musste. Ich teile daher die überschäumenden Gefühle der meisten Franzosen, auch wenn hierzulande eher die typisch teutonisch-nüchterne Einstellung "Es ist ja nur eine Kirche" oder "Die sollen sich nicht so haben" oder "Das passt dem Macron ja sehr gut ins Kalkül" vorzuherrschen scheint.

Es gibt in ganz Deutschland jedoch nicht ein einziges Bauwerk, dessen emotionale Bedeutung auch nur annähernd an das heranreicht, was Notre-Dame für die Pariser und für alle Franzosen bedeutet.

Fluctuat nec mergitur !
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Alt 17.04.19, 20:40   #10
Saxonia
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Der Verlust des Dachstuhles ist in jedem Fall sehr tragisch. Ich wüsste nicht, ob es in Deutschland überhaupt noch einen vergleichbaren Dachstuhl aus dem 13. Jahrhundert gibt. Mir fallen nur die (natürlich kleinere) Elisabethkirche in Marburg und die Predigerkirche in Erfurt ein, die zumindest überm Chor einen Dachstuhl aus dieser Zeit besitzt.
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