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Alt 04.12.18, 10:16   #91
bauigel
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Mir ist unverständlich, dass die Nürnberger Stadtspitze die Chance zur Rekonstruktion der Vorderfassade nicht ergreift.
...vielleicht, weil die Nürnberger Stadtspitze den Denkmalschutz ernst nimmt? Könnte doch sein, oder?
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Alt 04.12.18, 10:31   #92
Saxonia
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Das wäre mal was Neues.
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Alt 04.12.18, 15:11   #93
nothor
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bauigel: Streng genommen ist das natürlich richtig, die Stadt Nürnberg ist verantwortlich für den Schutz im Sinne des Denkmalschutzgesetzes. Deswegen ist ein Schlüssel für den Wiederaufbau des Pellerhauses den Denkmalschutzstatus zu überwinden.

Spannenderweise gibt es in Nürnberg durchaus Beispiele, in denen Denkmale abgebrochen worden sind, z.B. das Milchhofgelände, das Verwaltungsgebäude des Großkraftwerks Franken, oder das Bahnverwaltungsgebäude, nur um einige Abbrüche aus jüngerer Zeit zu nennen die ich selbst mitbekommen habe.
Und hier ging es garnichtmal darum, dass eine Initiative eine Ikone der Baukunst rekonstruieren wollte, sondern oft wurden einfach nur Parkplätze eingerichtet. Gemäß dem Grundsatz "keine Gleichheit im Unrecht" kann das keine Abrissgenehmigung erzeugen, aber erklären muss man es den Altstadtfreunden trotzdem erstmal, wieso man ein Denkmal abreißen darf um einen Parkplatz einzurichten, aber nicht, wenn man stattdessen ein wesentlich bedeutenderes Bauwerk nach alten Plänen wieder errichten möchte. Mindestens die Diskussion darüber ist erforderlich.

Ich glaube schon, dass es in Nürnberg wieder mal zu Fällen kommen wird, wo einem Denkmal der Status als Denkmal aberkannt werden wird. Das ist in der Praxis garnicht mal so selten, z.B. weil es irgendwie dann doch kunsthistorisch nicht so wertvoll ist, oder weil die Denkmalschützer gesehen haben dass daran zwischenzeitlich viel verändert wurde. Oder eben auch, weil es wirtschaftlichen Interessen im Wege steht oder die Erhaltung zu teuer ist. Letztlich lassen sich diese Praktiken auch auf den Bücherturm des Pellerhauses beziehen. Oder warum gerade hier nicht?
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Alt 05.12.18, 11:41   #94
Dexter
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Dexter braucht man einfachDexter braucht man einfachDexter braucht man einfachDexter braucht man einfachDexter braucht man einfachDexter braucht man einfach
Ich oute mich erneut als Rekonstruktionsbefürworter beim Pellerhaus. Und ich denke die Chancen stehen da auch gar nicht schlecht.

Was den Abriss von Denkmälern betrifft: Die Beispiele von nothor waren allesamt nicht in städtischem Besitz und standen meist einer angekündigten privatwirtschaftlichen Investion im Wege.
Was diese Bauten aber mit dem Pellerhaus gemeinsam hatten: Es hieß stets das eine wirtschaftliche Sanierung nicht möglich sei und die Gebäude modernen Nutzungsanforderungen nicht mehr genügen würden.
Natürlich muss die Stadt streng genommen mit ihren eigenen Denkmälern besonders vorsichtig umgehen, den es handelt sich um den Besitz der Bürger. Im Falle des Volksbades wurde immerhin über 20 Jahre diskutiert bevor man zu einer Lösung kam.

Daher kommt es jetzt sehr auf einen nachvollziehbaren öffentlichen Willensbildungs- und Entscheidungsprozess an der nicht nur von Politikern und Amtsträgern geführt wird.

Meine Argumentationslinie sähe wie folgt aus:
  • Eine denkmalgerechte Sanierung des Bestands kostet die Stadt Nürnberg die Summe X. Eine anschließende Nutzung des Pellerhauses ist aufgrund des Gebäudecharakters und heutiger Vorschriften als Lager möglich, lediglich das 1. Obergeschoss kann über das Imhoffhaus erschlossen und mitgenutzt werden. (sehr hohe Kosten für öffentlichen Haushalt, kein echter Nutzen)
  • Ein Neubau mit anschließender, denkmalgerechter Rekonstruktion der Fassaden im Stil der 1950er Jahre kostet die Stadt Nürnberg die Summe X. Eine flexible öffentliche Nutzung wäre dann möglich. Die Fensteraufteilung der Fassade führt zu einer Zusammenlegung bisheriger Archivgeschosse mit dem Ziel nutzbare Raumhöhen zu erreichen (hohe Kosten für öffentlichen Haushalt, Verlust Denkmalstatus, geringer Nutzen)
  • Ein Neubau mit denkmalgerechter Rekonstruktion der Fassaden im Stil des ursprünglichen Pellerhauses kostet die Stadt Nürnberg die Summe X, davon entfallen die Summen X für den städtischen Haushalt und X auf die Altstadtfreunde. Eine flexible öffentliche Nutzung wäre dann möglich. Die Rekonstruktion ermöglicht die Verbindung der Räume mit dem fertiggestellten Innenhof. (geringe Kosten für öffentlichen Haushalt, Verlust Denkmalstatus, hoher Nutzen)

Durch Verschränkung der Pellerhaus- mit der Pilatushaus-Frage könnte sich noch mehr erreichen lassen. Schließlich „spart“ ein Engagement der Altstadfreunde hier dem öffentlichen Haushalt weitere Millionen.

d.
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Alt 31.12.18, 15:33   #95
nothor
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Ak aus Privatsammlung

Dann hoffen wir mal auf weiter gute Nachrichten für den Egidienplatz und die Rekonstruktion des Pellerhauses zum neuen Jahr!

Das letzte Puzzleteil für die Aufwertung des Platzes fand am Fuß des Platzes statt, wo man die Altglas- und Müllcontrainer entfernt hat und das Kunstwerk "Das schlafende Nashorn" installierte:



Die Nashornplastik an sich finde ich gar nicht schlecht, sie gefällt mir schon sehr:





Aber die Präsentation ist nicht so überzeugend finde ich. Das ist eher nach dem Motto "Ist das Kunst oder kann das Weg", denn die Plastik ist ja auch noch aus Kunststoff. Heute war ich wieder vor Ort um zu sehen wie es ausschaut. Noch sieht es gut aus, es ist nicht beschmiert würden, die Ohren sind noch dran usw... Ich hätte eher befürchtet dass es Randalierern zum Opfer fallen könnte.

Und im Hintergrund das architektonisch verunglückte Pellerhaus, dass ich wie ein Fanal wahrnehme. Wie soll sich der Platz mit diesem Lagerhaus an dessen wichtigster Stelle entwickeln können?
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Alt 06.01.19, 12:07   #96
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Und los geht es, zum neuen Jahr wiedereinmal eine Umfrage in der NN-Online:

http://www.nordbayern.de/region/nuer...?searched=true

Langfristig soll wohl damit abgetastet werden, inwieweit eine Bürgerbefragung hier Klarheit schaffen könnte. Da 2020 wieder Kommunalwahlen anstehen wäre das ein guter Zeitpunkt dafür.

Leider ist der Text ziemlich knapp und informiert jene, die sich mit dem Thema nicht befassen, nur mangelhaft. Es entsteht z.B. der Eindruck, als würde die Rekonstruktion des Pellerhauses den gesamten Gebäudekomplex vernichten, was natürlich nicht stimmt. Genauer gesagt muss man erkennen, dass bei einer Rekonstruktion des Pellerhauses wohl genau so viel vom heutigen Denkmalkomplex bestehend aus Pellerhaus und Imhoffhaus-Neubau erhalten bliebe als wenn man das jetzige Gebäude sanieren würde - bis auf die Mayersche Lagerhausfassade. Denn es wird halt auch verschwiegen, dass eine Sanierung des heutigen Pellerhaus-Imhoffhaus-Komplexes gerade beim Pellerhaus kaum etwas so bliebe wie es heute ist und der Denkmalwert stark beeinträchtigt würde. Es fehlen Fluchtwege, Deckenhöhen und technische Erschließungen. Würde man das alles ein- und anfügen, bliebe nur noch eine Fassade der 50'er Jahre übrig, die wäre dann wohl weniger authentisch als ein rekonstruiertes Pellerhaus in der Qualität, wie es die Altstadtfreunde i.d.R. abliefern.

Am Egidienplatz gibt es heute noch das Tucherpalais, das Melanchtongymnasium und die Egidienkirche als kunsthistorische Dominanten am Platz. Zu behaupten, ein rekonstruiertes Pellerhaus würde hier nicht hinpassen weil alles 50'er Jahre sei ist natürlich auch Quatsch.

Wer sich für das Thema interessiert und die Altstadtfreunde unterstützen möchte, sowie ebenso viele Handwerkerinnen und Handwerker, die Nürnberg mit ihrer traditionellen Arbeit so einzigartig machen (Steinmetze, Spengler, Tischler, Fassadenmaler, Fensterbauer etc.) der möge einen Leserbrief schreiben und sich für eine Rekonstruktion aussprechen:

nn-leserbriefe@pressenetz.de
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Alt 06.01.19, 16:29   #97
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...

Wer sich für das Thema interessiert und die Altstadtfreunde unterstützen möchte, sowie ebenso viele Handwerkerinnen und Handwerker, die Nürnberg mit ihrer traditionellen Arbeit so einzigartig machen (Steinmetze, Spengler, Tischler, Fassadenmaler, Fensterbauer etc.) der möge einen Leserbrief schreiben und sich für eine Rekonstruktion aussprechen:

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Alt 07.02.19, 13:41   #98
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NZ-Dialogveranstaltung am 12. März geplant


Quelle: Altstadtfreunde Nürnberg, Visalisierung: Theo Noll

Wie die NZ heute titelt, soll es am 12. März eine von ihr organisierte Dialogveranstaltung geben, um die Rekonstruktion des Renaissance-Pellerhauses zu diskutieren. Im Raum steht ja immernoch der Vorschlag der Altstadtfreunde, mit der Transparent-Vorhanglösung in die Öffentliche Diskussion zu gehen und das Thema so zu ent-theoretisieren. Dieser Vorschlag wird vom Bürgermeister jedoch abgelehnt und entsprechend verschleppt, sprich es gibt noch keinen Termin, zu dem der Vorschlag im Stadtrat diskutiert werden könnte. Taschenspielertricks.

Als Diskutanten sind für die Altstadtfreunde deren Vorsitzender, Hr. Enderle vorgesehen, seinen Standpunkt kennt man. Von der Stadtverwaltung kommt der parteilose (!!!) Baureferent Daniel Ulrich, der sich als Kritiker des Rekonstruktionsvorhabens bereits mehrfach geäußert hat. Weiterhin kommen mit Hrn. Stephan Sohr und Hrn. Dr. André Fischer die Chefredakteure der Nürnberger Zeitung. Ihre Standpunkte kenne ich nicht wirklich, ich hoffe mal dass es keine einseitige 3 : 1 - Diskussion wird, das wäre dann noch unterhalb des Niveaus der Nachmittagstalkshows aus den 1990'ern.



Die Veranstaltung wird in der Scharrer-Schule stattfinden, das ist die Betonbrutalismusschule hinter dem Pellerhof, am 12. März um 19:00 Uhr, Eintritt 12 EUR, mit Abonnentenkarte 8 EUR.
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Alt 07.02.19, 19:39   #99
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Die Veranstaltung wird in der Scharrer-Schule stattfinden, das ist die Betonbrutalismusschule hinter dem Pellerhof, am 12. März um 19:00 Uhr, Eintritt 12 EUR, mit Abonnentenkarte 8 EUR.
Kurzes "Meyerhaus"-Off-Topic: Brutalismus ist wirklich ein sehr treffender Begriff für diesen Architekturstil. Über Schönheit und Geschmack lässt sich zwar immer streiten. Aber dass man ausgerechnet Kinder und Jugendliche in der prägendsten Zeit ihres Lebens in so ein deprimierend-abweisend-hartes Gebäude pfercht, ist schon ein echter "Kopfschüttler".
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Alt 07.02.19, 21:02   #100
nothor
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Naja soweit würde ich nicht gehen, könnte nämlich sein dass den Schülern die Schule durchaus gefällt. Brutalismus bezieht sich halt auf das Äußere, das man eigentlich in der Altstadt so nicht dulden sollte. Was für eine Altstadt soll das sein, in der die öffentliche Hand so ein Gebäude hinstellt.
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Alt 07.02.19, 22:43   #101
hyper-zorro
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Nürnberg ist nicht mehr die Altstadt von vor 1940. In die heutige "Altstadt" passt dieses Gebäude. Das ist doch harmlos. Richtiger Brutalismus das ist z.B. die Norishalle.
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Alt 07.02.19, 23:59   #102
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^^
Sag das mal denen die hier den Chistkindlesmarkt-Tourismus gestalten. Zu Begriffen wie "Altstadt, Flair, Historisches Stadtbild, gelungener Wiederaufbau, Baukunst" usw. will dieses Schulhaus nicht so recht passen.
Die Norishalle wiederum finde ich nicht so verkehrt, sie ist schonwieder originell. Und gottseidank recht bescheiden. Aber stimmt, das ist mehr Brutlismus.
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Alt 09.02.19, 17:57   #103
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Tatsächlich, hier sehen wir wie die Stadt Nürnberg auch mit ihren Denkmälern, hier das Aktenzeichen D-5-64-000-2464, umgehen kann. Eigentümer ist die Stadt selbst, es kann also auch nicht irgend einem Investor in die Schuhe geschoben werden, der hier in einer Nacht-und-Nebel-Aktion zur Tat geschritten sei.







Das in der Pellerhausdebatte oft vorgebrachte Argument des "Rechtsbruch" ist hier buchstäblich zu einem Schutthaufen geworden und ist damit wohl verbrannt. Aus diesem Dillemma kommt doch der Denkmalschutz nur noch heraus, wenn man den Denkmalbegriff erweitert und vom bloßen Festhalten an Substanz abkoppelt. Der Denkmalbegriff sollte m.E. mehr umfassen als Ziegelsteine, Holzbalken und Eisennägel. Geht es nicht vielmehr um die Ideen, den schöpferischen Geist der Menschen jener Epochen und das handwerkliche Können, dass diese Ideen materialisieren kann? Wenn man so an den Denkmalbegriff herangeht erscheint es auch logisch, dass Kopien vergangener Jahre, wie der schöne Brunnen am Hauptmarkt oder das Sebalder Chörlein unter Denkmalschutz stehen. Und es ermöglicht eine sachliche Diskussion zum Thema Rekonstruktionen, die an vielen Stellen längst Realität geworden sind und die hier absolut geboten ist.
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Alt 13.02.19, 10:58   #104
nothor
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Foto aus Privatsammlung, ca. 1920

Am 09. Februar war in der Presse zu lesen, dass auch die Nürnberger FDP die Pläne der Altstadtfreunde unterstützt, ein Plakat vor das Pellerhaus zu hängen. Darin heißt es, man solle die Diskussion darüber nicht unterdrücken, das wäre "am schlimmsten". Der Druck steigt also.

In einem aktuellen BR-Beitrag kommen sowohl Altstadtfreunde als auch die Kulturreferentin zu dem Plakat-Vorschlag zu Wort:

https://www.br.de/mediathek/video/st...0e6700188c452c

Interessant ist hier dass Fr. Lehner wieder das Rechtsbruch-Argument bemüht, dass ja derzeit wiedereinmal wiederlegt wird und damit eigentlich obsolet ist. Ich vermute das wird beim Pellerhaus noch richtig hoch hergehen, wenn einst belastbare Zahlen zur Sanierung auf dem Tisch liegen, oder, wenn man das Gefühl bekommen kann das an diesen frisiert worden ist.
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Alt 24.02.19, 20:54   #105
rekonpel
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rekonpel hat die ersten Äste schon erklommen...
Der Steingiebel der Nordfassade im Hof des Pellerhauses hat mich mit seiner Schönheit wie viele andere Besucher sehr beeindruckt. Den ersten Anblick wird keiner mehr vergessen.

Keine Kritik: Der Giebel hängt ohne das frühere Dach des Rückgebäudes (mit den beiden Dachfenstern) leider etwas in der Luft. Deshalb gestaltete ich ein 3-er-Panorama, das den jetzigen Bauzustand mit der "fehlenden" Baumasse zeigt. Neben der Geldfrage verhinderte wohl auch der mangelnde Platz bzw. Abstand zum "Scharrer-Gymnasium" eine Blend-Dachfassade. Es gibt einen schönen Blick in die Zukunft. Das fehlende Dach baute ich farbig ein. Zuerst der Blick vom 1. Stock auf die Nordfassade. Weiter unten dann die Optik vom 2. Stock aus.

Die Farbe der Dachziegel übernahmen wir von den eingedeckten Arkaden. Die hässliche Betonfront des "Scharrer-Gymnasiums" verschandelt etwas den Blick. Der Giebel rechts vom früheren Imhoff-Rückgebäude würde bei einer Rekonstruktion wegfallen.

So eng ist der Platz zwischen dem Giebel und dem angrenzenden Gymnasium gar nicht - geschätzt sind es 8-9 Meter. Ganz rein theoretisch könnte man hier eine Dachschräge als "Kulisse" noch anbauen. Die eigentlichen Schulzimmer liegen wohl weiter nach Norden. Direkt am Giebel liegt nur ein Anbau mit kleinen Fenstern (siehe Foto). Denkbar wäre auch eine mobile, leichte und kostengünstige (Holz-)Konstruktion, die windstabil die frühere Dachschräge zum Hof hin abbildet



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