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Alt 09.09.17, 17:35   #61
Planer
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Das sieht schon sehr gut aus. Leider werde ich mir eine Wohnung mit Dachterasse nicht leisten können...

Nach den Infos auf der Internetseite verbleiben in einem Gebäude Büro- und Ladenflächen.
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Alt 25.04.18, 21:15   #62
nothor
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verunglückte Fassadensanierung Laufertorgraben 6

Die knapp zweijährige Sanierung des Gebäudes Laufertorgraben 6 ist zwischenzeitlich beendet und das Ergebnis sichtbar:



Die Schaumstofffassade mit den einfachen Plastefenstern sticht fortan deutlich negativ aus dem bislang eigentlich harmonischen Ensemble der Geschäftshäuser aus der Vorkriegs- und Nachkriegszeit heraus. Bei allen anderen Gebäuden hält man sich an Maßstäbe für hochwertige Fassadengestaltung, indem durchweg auf Natursteinverkleidungen und hochwertige Fensterrahmen z.B. aus Metall setzt. Das setzt sich durchweg bis zum Rathenauplatz fort.

Dies ist m.E. auch geboten angesichts der exponierten Lage gegenüber der Altstadtmauer, die fortwährend durch die Stadt Nürnberg rekonstruiert und saniert wurde, das Thema hatten wir bereits hier. Zusätzlich ist leider auch gleich eine sehr markante Landmarke des Laufertorgrabens verschwunden, an diesem Haus befand sich nämlich bislang der als Lichtband ausgeführte Spruch „Die Natur schafft von allem was möglich ist nur das Beste“, hier ein älteres Bild:



Die einzige deutlich sichtbare Ausnahme davon bildet das ehemalige Postscheckamt, welches aktuell eine ebenso fade Ansicht bietet:



Das hat früher natürlich auch etwas anders ausgesehen, insbesodnere durch filigranere Fenster (https://www.sugarraybanister.de/nuer...bild-im-wandel). Und wer genau hinsieht erkennt im 2. OG neue, anders geteilte Fenster. In diesen Räumen dürfte das in Nürnberg platzierte Landesamt für IT-Sicherheit residieren.

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Alt 25.04.18, 23:05   #63
Planer
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Ich bin letzte Woche auch an dem Haus vorbeigekommen: war "entsetzt" und wollte nur noch weg. Da hat die Umweltbank kräftig daneben gegriffen... Der alte Fassadenspruch - ich vermisse ihn nun doppelt.

Selbst im Industriegebiet Schmalau würde diese Fassade noch auffallen.
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Alt 26.04.18, 23:02   #64
nothor
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Ach ja richtig, darin residiert ja die Umweltbank!
Im Kontext der aktuellen Mikroplastik-Problematik, die ja quasi täglich irgendwo aufgegriffen wird, ist es schon fast skandalverdächtig wenn eine Einrichtung, die sich dem Dienst an der Umwelt verschrieben hat und dies auch stolz im Namen trägt, dann so ein Bild nach Außen abgibt. Eine Fassade aus Plastik, mit sog. "Kunststoffvergütetem" Oberflächenputz anstatt einer Natursteinfassade, und das zugunsten kurzfristiger Energieeinsparungen hat in meinen Augen mit Umweltbewusstsein nicht direkt etwas zu tun. Aber wie auch immer, das Ergebnis ist hässlich.
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Alt 07.02.19, 13:32   #65
nothor
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Abriss eines Denkmals: Rädda Barnen

In Nürnberg wird schonwieder ein Denkmal abgerissen. Als ich vor fast genau 2 Jahren darüber hier schrieb, war mir garnicht mal so klar dass es sich dabei um denkmalgeschützte Häuser handeln würde.

Wie der Stadtanzeiger bereits am 31. Januar schrieb, habe sich die Stadt für den Abriss der ehemaligen Jugendhäuser entschieden, da eine Sanierung mit veranschlagten Kosten von 215.000 EUR zu teuer sei. Klingt wie ein Schreibfehler, denn 215.000 EUR Sanierungskosten für ein Denkmal mit geschätzt 400 - 800 qm Nutzfläche erscheint mir eher ein Schnäppchen. Wie dem auch sei, vor dem Hintergrund der Pellerhausdiskussion ist das natürlich schwer nachvollziehbar, dass man hier wiederum vom Dogma "ein Denkmal dürfe nicht abgerissen werden" leichtfertig abrückt. Zumal die Rädda Barnen-Gebäude ein Geschenk aus Schweden gewesen sein sollen, um ein Heim für Kinder in der kriegszerstörten Stadt Nürnberg zu sein. Geplant ist ein Neubau, der wohl aber nichts mit dem bisherigen Ort zu tun haben dürfte.
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Alt 07.02.19, 18:54   #66
SteffenSetzer
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eine paar Fotos dazu http://dernuernberger.blogspot.com/2...vor-einer.html
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Alt 07.02.19, 19:52   #67
nenntmichismael
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Ich gebe jederzeit zu, dass das völlig unspektakuläre Rädda Barnen Gebäude mit der Bedeutung des Pellerhauses und selbst des "Meyerhauses" für das Stadtbild nicht mithalten kann. Aber in der Tat ist es irritierend, wie locker flockig das beim "Meyerhaus" hochgehaltene Argument "Ein Denkmal ist ein Denkmal und bleibt ein Denkmal und ist unantastbar" außer Kraft gesetzt wird, wenn man Lust dazu hat.

Beim "Meyerhaus" sollte die Stadtspitze wenigstens ehrlich sein und sagen: Wir WOLLEN diesen Nachkriegsbau unbedingt erhalten. Wir WOLLEN keine Rekonstruktion, nicht mal wenn wir sie kostenlos und geschenkt und vom Bürger durch Spenden bezahlt bekommen.

Ich hoffe (und nehme an), Enderle ist für die Diskussion am 12.03. entsprechend präpariert und packt den Baureferenten bei seinen eigenen inkonsistenten Haltungen und Entscheidungen.

(P.S. Beim Neubau anstelle des Rädda Barnen sage ich Folgendes voraus: Das wird ein Wohngebäude mit viel Glas und Ausblick Richtung Cramer Clett Park, während der Bau zur Straße hin und damit gegenüber der Stadt seine "Hinterseite" zeigen wird: schmucklos, funktional, keine Fenster. Auch so eine architektonische Unsitte unserer Zeit.)
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Alt 17.02.19, 11:53   #68
nothor
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Abriss und Neubau: Bartholomäusstraße 54

Das erst kürzlich in Folge eines Rechtsstreits umbenannte Bauunternehmen "Bauwerke - Liebe und Partner" wird Studentenappartments in Wöhrd errichten. Dafür wird eines der letzten alten Vorstadtsiedlungshäuser abgerissen, das zugegebenermaßen schon seit vielen Jahren den Eindruck machte als würde es genau darauf warten:



Besonders charakteristisch war das an der Fassade angebrachte Mosaik mit den Vögeln, vermutlich Reiher.



Das Bauunternehmen wird hier den Blockrand schließen und ein 7-geschossiges Appartmenthaus unter dem Projektnamen "B54" errichten, die Vermarktung hat bereits begonnen:


Quelle: bauwerke - liebe & partner, Nürnberg

Bedauerlich ist in diesem Zusammenhang leider das fortschreitende Verschwinden von Stadtgrün. Denn die Visualisierung zeigt noch einen Zustand voller Straßenbäume auf der gegenüberliegenden Seite, den es bereits seit 2 Jahren nicht mehr gibt. Damals (Beitrag Nr. 53) hatte die Stadt Nürnberg die Bäume abholzen lassen um die Fläche zu asphaliteren. Jetzt geht es auch dem kleinen Garten hinter dem alten Haus an den Kragen. Naja, solange im Reichswald noch Bäume stehen, oder in Sibirien...

Zum Neubau an sich kann ich nicht viel sagen, die Gegend ist architektonisch eh vergleichsweise reizlos, da vermag der Neubau sogar noch mit etwas zeitgemäßen Schick zu glänzen. Der denkmalgeschützte Friedhof sollte kein Problem darstellen, denn das eher hässliche Landeskirchliche Archiv gegenüber war vor etwa 5 Jahren auch kein Problem:

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Alt 17.02.19, 21:30   #69
Scritch
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Die angrenzende Bebebauung hat 4 bzw 5 Vollgeschosse zzgl Dachgeschoss.
Gibt es in der Gegend keinerlei Bauvorschriften, die einen Neubau mit 7 Vollgeschossen unterbindet?

Ich fürchte, dass Gebäude wird mit seiner Baumasse die Umgebung erschlagen.
Mir ist es zu groß.
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Alt 19.02.19, 00:26   #70
nothor
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Es gibt im Denkmalschutzgesetz das Prinzip der "Denkmalnähe", danach darf ein Bauwerk in der Nähe eines Denkmals dessen Wirkung nicht beeinträchtigen. Diese Regelung hat nun wenig Biss, ist schwammig und provoziert eine Geschmacksfrage. Dass diese nicht wirken kann sieht man ja oft, auch hier rund um den Wöhrder Friedhof.

Die allgemeinen Bauvorschriften lassen ein Gebäude bis zur Traufhöhe zu, das sagt nichts über die Anzahl der Stockwerke aus. Offenbar scheint das hier eingehalten zu sein, sieben Etagen sind also möglich in so einem Bienenstock. Also: Nein.
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Alt 19.02.19, 15:41   #71
SteffenSetzer
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SteffenSetzer befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
das typische Nürnberger Stadteil-Chaos ... Der Friedhof heißt Bartholomäusfriedhof, wird aber von der Bevölkerung gerne Wöhrder Friedhof genannt und liegt dabei im Stadtteil Veilhof. Nürnberg hat es nicht so recht mit Stadtteilen. Die statistischen Bezirke sind über eine puren Verwaltungsgliederung hinaus wenig hilfreich, genausowenig wie die offiziellen Gemarkungen.
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Alt 19.02.19, 19:48   #72
Goho_live
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Goho_live hat die ersten Äste schon erklommen...
Und für wen oder warum ist das jetzt ein Problem bzw. einen Post wert? Sorry, aber versteh ich jetzt einfach nicht.

Der Friedhof heißt halt nach der Kirche und nicht nach dem Stadtteil. Is ja gängige Praxis.

Geändert von Goho_live (19.02.19 um 19:49 Uhr) Grund: Ergänzungen
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Alt 19.02.19, 21:14   #73
SteffenSetzer
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Ja und? Warum muss ich schon wieder von dir schräg von der Seite angemacht werden? Soll ich mal deine Posts auf Sinnhaftigkeit untersuchen? Du bist doch mir gegenüber stets auf Krawall gebürstet. Ich ziehe mich also wieder aus diesem Forum zurück. Ich hätte nicht mehr zurückkommen sollen, solange du dich hier herumtreibst.
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Alt 19.02.19, 21:36   #74
Scritch
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@Nothor: Danke für die Erklärung. Die Frage nach dem genauen Wert für die Traufhöhe in Nürnberg verkneife ich mir mal an der Stelle. Wir schon passen. :/
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Alt 19.02.19, 21:44   #75
nothor
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SteffenSetzer hat schon Recht, der historische Friedhof hat einen festen Eigennamen, und den hat er genannt. Meine Bezeichnung war falsch. Allerdings ist das für das Nachvollziehen des Gesamtzusammenhangs nicht wirklich relevant, vielmehr ist die angesprochene Problematik eine eigene Diskussion wert: Als Berliner bin ich nämlich ziemlich klare und nachvollziehbare Stadtteilgrenzen gewöhnt. Sie werden dort immer von einem Bahndamm, einer großen Ausfallstraße, einem Gewässer oder soetwas klar begrenzt. In Nürnberg dagegen ist für mich völlig unklar wo ein Stadtteil beginnt und der andere aufhört. Und obwohl ich einen riesigen Katasterplan der Stadt, Stand 2004, im Flur an der Wand habe bin ich oft zu faul dahin zu laufen um zu schauen in welchem Stadtteil genau irgendwas ist. Denn die Grenze bilden in Nürnberg oft einfach nur Grundstücksgrenzen oder Hauswände, Straßen dagegen sind selten Stadtteilgrenzen, und wenn dann nur wenige Meter weit. Letztlich habe ich es aufgegeben zu versuchen, das nachzuvollziehen weil es im Stadtbild nicht ablesbar ist und auch niemand aus dem Stehgreif berichtigen könnte.

Im Übrigen ist es nicht sinnvoll, einen Beitrag mit vermeintlich wenig Informationen durch einen mit gar keiner Information zu kommentieren, insbesondere dann wenn er eine provokante Note hat. Sich nicht provozieren zu lassen wäre aber auch eine Überlegung wert.
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