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Alt 04.05.19, 16:36   #256
nothor
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Randbebauung Hans-Sachs-Platz

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ah, es geht also endlich los.

Ich hatte zuletzt im Januar 2016 dazu was geschrieben: Klick, Beitrag 146

Bereits seit 2016 gibt es hier konkrete Pläne der ESW, der die meisten Nachkriegsbauten am Rand des Hans-Sachs-Platzes gehören. Die Häuser sollen energetisch saniert und dabei aufgestockt werden. Überraschenderweise gab es daran recht wenig Kritik, ist doch der Platz durchaus wichtig im Altstadtgefüge und in jede Veransatltung in irgend einer Weise eingebunden. Auf der ESW-Website habe ich dazu nur eine schlanke Umzugsmeldung gefunden.
Jedenfalls, nach den Bauarbeiten soll der Platz insbesondere durch Außengastronomie belebt werden, und Parkplätze werden wegfallen. An sich schon positiv.



Die auf diesem Foto sichtbaren Blumeninseln fallen allerdings weg, was ich schade finde. Die ghören irgendwie zur Platzgestaltung dazu.

Wie genau es hinterher aussehen soll weiß ich nicht. Die Spuren haben sich aufgrund der in totale Diskretion und Investorenschutz zurückgezogenen BKB-Aktivitäten verloren. Vom BKB geht leider keine wirksame Öffentlichkeitsarbeit im Sinne von Teilhabe und Information mehr aus. Sehr bedauerlich und einem fruchtbaren Diskurs wohl wenig zuträglich.
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Alt 04.05.19, 16:43   #257
nothor
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Dachwiederaufbau Luitpoldstraße 16

Das Projekt ist wirklich enttäuschend gelaufen. Ich hatte mich schon sehr auf das Ergebnis gefreut, ist die kurze Luitpoldstraße doch eine der prächtigsten in der Altstadt und noch immer weit unter ihren Möglichkeiten.

Man sieht dem Haus leider immernoch an, dass der Eigentümer wohl keinerlei Lust hat das Haus aufzuwerten und darin zu investieren. Das Dach wurde einfachst wieder aufgebaut, lediglich die Mindestanforderungen des Denkmalschutzes dürften eingehalten worden sein. Aber an die Qualität der anderen Projekte in der Straße, die in den letzten 2 Jahren umgesetzt wurden, reicht das bei Weitem nicht heran. Billige Styroporfassaden an den beiden Giebeln, die Fenster sind m.E. auch nicht richtig proportioniert und der gesamte Rest der Fassade ist unangetastet geblieben - man hätte sie ja mal reinigen können. Zusammen mit den übrigen hässlichen Fenstern mit hässlichen Rolläden usw. ist es noch immer der architektonische Tiefpunkt der Straße. Ich hatte deswegen bisher echt keine Lust ein Foto zu entwickeln, der Kasten wird uns wohl so erstmal erhalten bleiben.
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Alt 05.05.19, 22:08   #258
unland
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unland hat die ersten Äste schon erklommen...
Die Unterlagen des Stadtplanungsausschusses geben einige Hinweise zur Umgestaltung des Hans-Sachs-Platzes.
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Alt 20.07.19, 10:59   #259
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Jakobstraße 34

Bei dem verwahrlosten mittelalterlichen Bürgerhaus in der Jakobstraße 34 steht nun ein Gerüst, es scheint also mit der Rettung eines der ganz wenigen verbliebenen mittelalterlichen Häuser in der Lorenzer Altstadt voran zu gehen:



Im rückwärtigen Bereich werden Mauern wieder aufgerichtet, mehr ist wegen der Plane aber erstmal nicht zu erkennen.



Auf dem Bauschild zeichnet das Architekturbüro Conn und Giersch für die Planung und restauratorische Fachbetreuung verantwortlich. Laut Denkmalatlas geht der Kern des Gebäudes auf das Jahr 1448 zurück (Aktennummer E-5-64-000-1).

Bisheriges Erscheinungsbild, dem sich das Ergebnis wohl wieder sehr annähern wird, mit gefälligerem Farbkonzept und passenden Fenstern:



Es hieß mal, dass die restaurierung dieses Gebäudes mit der Nutzung des brachliegenden Nachbargrundstücks verknüpft wird. Sollte alsod a neu gebaut werden kann man nur hoffen, dass dies die restauratorischen Annstrengungen gestalterisch nicht zunichte macht, z.B. in dem man einen falsch verstandenen "Kontrast" errichtet. Der Kontrast ist bereits da, weit udn breit steht kein vergleichbares Bürgerhaus mehr. Es gilt also angepasst zu bauen, so wie man es beim Nachbarhaus rechts es versucht hat.
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Alt 21.07.19, 00:30   #260
Hans Ebert
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Hans Ebert könnte bald berühmt werden
Jakobstraße 34

Links neben der Jakobstraße 34 stand bis zum Zweiten Weltkrieg ein dreigeschossiges, traufseitiges Haus mit Vollsandsteinfassade und Mansarddach. Es handelte sich höchstwahrscheinlich um einen Bau des 19. oder frühen 20. Jahrhunderts. Ein kleiner Rest des Bauwerks "klebt" noch an der Brandwand der Nr. 34. Es wäre sicher nicht das Schlechteste, orientierte man sich bei dem geplanten Neubau am historischen Vorgänger.
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Alt 26.07.19, 13:03   #261
Dexter
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Dexter braucht man einfachDexter braucht man einfachDexter braucht man einfachDexter braucht man einfachDexter braucht man einfachDexter braucht man einfach


Inzwischen laufen an der Breiten Gasse 71-73 die Vorbereitungen für den Abriss.

Die Pläne für den Neubau finden sich hier:
https://www.newportre.com/projekte/

d.
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Alt 26.07.19, 18:04   #262
KurushiX
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KurushiX sitzt schon auf dem ersten Ast
Am fast benachbarten Ludwigsplatz zwischen Wöhrl und SportScheck gehts auch bald los. Gestern wurden die Bauzäune gestellt. Ein Banner der Firma Reithelshöfer hängt auch schon oben am Gebäude.
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Alt 20.08.19, 10:57   #263
harher
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Laufer Torturm

Heute ist in der NZ ein Artikel über den Zustand des runden Laufer Torturms. Das Gebäude bröckelt und so ist seit 8 (!) Jahren ein Gerüst ringsum aufgebaut gegen fallende Teile.
Die Stadt hat kein Geld für eine Renovierung.
Man muss sich langsam schon fragen, was die Stadt Nürnberg überhaupt noch auf die Reihe bekommt. Da war schon das Problem mit dem Pilatushaus, die Zukunft des Pellerhauses ist auch unsicher, ebenso das Volksbad.
Wenn sich überhaupt irgend etwas bewegt, dann müssen Altstadtfreunde oder München einspringen.
Armutszeugnis für eine Möchtegern-Kulturhauptstadt!!!
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Alt 20.08.19, 16:37   #264
nothor
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Um die Millionen, die aktuell mit der Bewerbung zur Kulturhauptstadt verballert werden, ist es wirklich schade. Damit hätte man in Nürnberg deutlich mehr erreichen können.

Nürnberg ist im Vergleich zu den Konkurrenzstädten durchaus international aufgestellt und als Top-Messestandort auch gut besucht. Gestern lief im TV eine Reportage über das Bulgarische Plovdiv, das EU-Kulturhauptstadt 2019 ist. Darin wird deutlich, was wohl der Anspruch dieses Titels ist, in meinen Augen ist es unentdeckte Kulturperlen ins Rampenlicht zu rücken. Wer kannte bis heute Plovdiv? Nürnberg hat das eigentlich nicht nötig.

Auch interessant sind die zahlreichen Interviews mit Kunst- und Kulturschaffenden zum Thema Kulturhauptstadtbewerbung, die in der NZ abgedruckt sind. Bisher habe ich kein einziges Interview gelesen, in der derjenige der Bewerung positiv-euphorisch gegenüber stand. Durch die Bank weg wird beklagt, dass man die hiesige Kultur nicht mitnehmen würde, dass die Stadt schlecht kommuniziere und nur Leuchtturmprojekte haben und fördern will, Großveranstaltungen und Hochglanzprojekte. Gestern hieß es von einem Nürnberger Künstler, er sehe Magdeburg bei der Bewerbung vorne. Das habe ich nun schon von verschiedenen Seiten gehört, Magdeburg ist auch eine andere Liga, wer die Stadt kennt weiß sie steckt voller Potenzial.

Ich jedenfalls finde es schade, dass trotz dieses ambitionierten Ziels keinerlei Aufbruchstimmung in der Nürnberger Kulturlandschaft zu spüren ist. Das Gegenteil ist der Fall, die Künstler werden aus ihren Quartieren wie Quelle verdrängt, niemand weiß wohin, was zeigt dass es in Nürnberg kaum mehr "Subkultur" oder freie Kunstorte gibt. Man ist eigentlich überfordert damit. Orte, die man dafür hätte widmen können wurden kurzerhand beseitigt (Umladehallen) oder Leute wie ich, für die Architektur zu Kunst und Kultur fest dazu gehört, werden durch den aktuellen Abriss des Fränkischen Überlandwerkes (Bauhaus) verstimmt. Ich nehme kein Mehr an Kulturverständnis, keine Aufbruchstimmung wahr, und auch nicht, dass das Vorhandene verstärkt geschützt und gefördert wird.

Der Zustand des Laufertorturms am Rathenauplatz passt da zwar gut rein, aber als großes Problem sehe ich ihn eher nicht. Die Baustelle an der Marientormauer ruht ja auch schon ewig und die ist deutlich sichtbar im Stadtbild. Beim Pellerhaus sollte man m.E. die Altstadtfreunde machen lassen, und das gesparte Geld ins Volksbad investieren. In beiden Fällen hängen starke Vereine dahinter, die man damit im Sack hätte, und schon könnte sich die Stimmung pro Kulturhauptstadt drehen.
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