Linksrheinisch (außer Oberkassel)

  • Die unter #36 erwähnte Baugrube hier blieb auch heute im selben Zustand, wie ich sie vor einigen Wochen gesehen habe - ausgegraben, ein wenig betoniert und verlassen. An einer Hauswand an der Schiessstraße habe ich eine große Tafel gesehen, die den Bau eines Gebäudes mit 14.000 Qm Bürofläche verkündet - von der Ferne konnte ich nicht herausfinden, auf welchem der freien Felder der Umgebung. Persönlich hätte ich an der Meerbuscher Stadtgrenze lieber Wohnungsbau gesehen.


    Die neue Baugrube in den Heinrich-Heine-Gärten hat bislang den betonierten Boden und einige Wände - wenig Fortschritt in mehreren Wochen. So kann man immer noch nicht sagen, ob über der TG noch etwas entstehen wird. Die Bagger-Ansammlung südlich davon lässt vermuten, dass bald weitere Baugruben ausgehoben werden - mein heutiges Foto:



  • Richtfest in den Heinrich-Heine-Gärten

    Die RP berichtete gestern über das Richtfest in den Heinrich-Heine-Gärten, auch ein fast dreiminütiges Video ist dort verlinkt. Von den insgesamt 130 Eigentumswohnungen und 183 Mietwohnungen sei in der ersten Etappe ungefähr die Hälfte gebaut worden. Etwa 20% dieser Eigentumswohnungen seien verkauft, die Vermietung der Mietwohnungen beginne gerade - für 12,50 bis 14 EUR pro Qm.
    Die 120 Bäume für die Gärten seien bereits angeliefert.

  • B-Plan Am Heerdter Krankenhaus (5077/056)

    Dieser B-Plan ist derzeit aktuell ausgelegt, die textuelle Begründung dazu. Insgesamt soll die existierende Bebauung um 41.500 Qm weiterer Geschossfläche ergänzt werden, vorwiegend als Wohnungsbau - darunter ein Wohnhochhaus mit 7.500 Qm Wohnfläche und ein Ärztehaus mit 6.000 Qm Fläche. Es sollen ein Quartiersplatz und ein Parkhaus entstehen - die angestrebte Anzahl von 1,25 Stellplätzen pro WE finde ich etwas übertrieben, aber wenn sie frei mietbar sind, wird keiner zum Finanzieren der Stellplätze unabhängig vom Bedarf gezwungen.


    Verwirklicht soll der Entwurf Rheinkilometer 740 des Büros ASTOC. Etwas merkwürdig finde ich die Anordnung des Parkhauses zwischen dem Quartiersplatz und dem kleinen Park östlich vom Areal, wo Wohnungen besonders begehrt werden könnten - an der Pariser Straße im Norden könnte es als Lärmschutz dienen. Der Blockrandbebauung an der Kribbenstraße könnte gerne neu errichtete gegenüberstehen - der Plan setzt stattdessen auf Punkthäuser, die keine klar definierte Räume schaffen und zu sehr an unbeliebte Großsiedlungen erinnern.


    # Google-Karte des Areals

  • ^^^ Vielen Dank für Deinen Post! Der Entwurf gefällt mir gut. Allerdings hätte ich mir etwas mehr "Verdichtung" bzw. "Urbanität" gewünscht.


    Was ich wirklich nicht verstehe:


    Warum wird hier - bei einem ganz neuen Bauprojekt - der Großteil der Wohnhäuser lediglich mit 5 Etagen, also einschließlich einem 4. OG, gebaut? Wieso werden die geplanten Wohnhäuser nicht mit einem 5., 6. oder 7. OG gebaut?


    Wir haben doch in Düsseldorf angeblich einen so hohen Bedarf an Miet- und Eigentumswohnungen. Wieso werden keine höheren Häuser gebaut?


    Auch auf dem Areal des ehemaligen Güterbahnhofs in Derendorf hätte man ohne Probleme überall zwei, drei oder vier Etagen höher bauen können...


    Wieso dürfen eigentlich die dort geplanten drei Wohnhochhäuser lediglich eine Höhe von 62 m ausweisen?

  • ^ An der Kribbenstraße gibt es durchgehend zwei Geschosse + Dachgeschoss (siehe Google Live Map), daher soll die Geschossigkeit von 3 im Westen auf 4-5 und gar 7 am Quartiersplatz steigen - dieses Prinzip an sich halte ich für keinesfalls falsch, es beachtet existierende Strukturen. Ich würde sogar noch die Achse der Baldurstraße verlängern und sie im eleganten Bogen zum Quartiersplatz führen - im ASTOC-Entwurf gibt es einen kleinen Sprung dieser Achse (auf der verlinkten ASTOC-Seite kann man auf den Pfeil klicken und zwei Bilder weiter zur Karte scrollen - dazwischen sieht man noch fünfgeschossige Wohnbauten).


    Über die Höhe des Wohnhochhauses schreibt weder der ASTOC-Text noch die städtische Vorlage Konkretes - dem Rahmenplan nach sollte sie jedoch die des Krankenhauses übersteigen, siehe die 3D-Visualisierung und die Schattenlänge auf der Karte.

  • Herzlichen Dank für Deine Antwort!


    Ich dachte, auf Grund der 2. Visualisierung, dass alle Gebäude lediglich bis zum 4. OG reichen würden und lediglich das Eckgebäude mit dem Wohnhochhaus (siehe Überflugperspektive) höher ausfallen wird.


    Wo sind denn jetzt genau auf der 1. Visualisierung (Überflugperspektive) die "höheren" Wohnhäuser mit bis zu 7 Etagen zu sehen?

    Einmal editiert, zuletzt von Qualle1 ()

  • @ Qualle1:
    Du und Bau-Lcfr habt da wohl aneinander vorbei geredet:
    Er klärt dich nicht über die von dir falsch angenommenen 3 Wohnhochhäuser auf und verwirrt dich noch etwas damit,
    da er nur von der verschiedenen Geschossigkeit der Häuser spricht.


    Von einer 7 geschossigen Bebauung lese ich weder auf der ASTOC-Seite, noch in der Begründung des städtebaulichen Bebauungsplanes
    (dort ist nur von einer 4-6 geschossigen Bebauung entlang der Pariser Straße die Rede).


    Richtig ist, dass nur ein "hohes" Haus geplant ist (siehe dazu die 3. Visualisierung auf der ASTOC-Seite), in der linken unteren Ecke.
    Dort soll ein Ärztehaus mit einem Wohnhochhaus (also auf dem Ärztehaus) kombiniert werden.
    Von mehr ist nicht die Rede.


    Die Höhe von 62 m habe ich (wie auch Bau-Lcfr) nirgendwo gefunden.
    In der 3. Visusalisierung auf der ASTOC-Seite sind allerdings Geschossanzahlen angegeben:
    - entlang der Pariser Straße 4 (IV), bis auf das Ärztehaus, dort 5 (V), das Wohnhochhaus darüber 17 (XVII),
    wobei damit vermutlich die Gesamthöhe mit dem Ärztehaus gemeint ist,
    sonst wäre die Gesamthöhe 22 Geschosse, im Vergleich hierzu, dass Krankenhaus hat 12 Geschosse
    - dahinter im Hauptbereich der Wohnbebauung zwischen Kribbenstraße, Rheinallee, Krankenhaus und Parkhaus 4+ (IV+)
    - Parkhaus 4 (IV)


    Bau-Lcfr:
    Die Anordnung des Parkhauses an der Stelle macht schon Sinn.
    Wie auch in der von dir verlinkten Begründung des städtebaulichen Bebauungsplanes (vor allem Seite 10) beschrieben:
    - Bündelung des ruhenden Verkehrs
    - Verbindung zwischen Krankenhaus und Ärztehaus
    - Lärmschutz für die Wohnbebauung
    Die von dir kritisierte Anzahl der Stellplätze ("die angestrebte Anzahl von 1,25 Stellplätzen pro WE finde ich etwas übertrieben") kann ich nicht nachvollziehen. :confused:
    Finde ich noch zu wenig, wo der Bebauungsplan doch darin bereits Besucher mit einrechnet,
    aber zum Glück nicht von der Höchstzahl der Stellplätze sondern von der Mindestanzahl spricht.
    Gerade in der Klientel, die sich diese Wohnung leisten kann, dürfte der Trend eher zum Dritt- statt Zweitauto gehen.
    Komm mir jetzt nicht mit irgend welchem Öközeug, von wegen, in 30 Jahren gibt es keine Autos mehr.... :D

  • Vielen Dank für Deinen Post, DUS-Fan!


    Vielleicht habe ich mich ja als Laie nicht deutlich genug ausgedrückt...


    Es ging mir darum, dass ich es nicht verstehe, warum bei solchen Neubauprojekten in der Regel immer nur eine so geringe Geschossanzahl gebaut wird.


    Das Areal ist sehr groß, da hätte man sicher direkt an der Pariser Straße sowie innerhalb des weitläufigen Areals höher bauen können. Das an der Kribbenstraße nicht so hoch gebaut wird, ist auf Grund des gegenüberliegenden Altbestandes nachzuvollziehen.


    Meine Aussage mit den leider nur 62 m hohen Wohnhochhäusern bezieht sich ganz klar auf das Gebiet rund um den Güterbahnhof Derendorf. Hier könnte man doch ohne Probleme viel höhere Wohnhochhäuser errichten, wenn man etwas mehr Mut und Vision hätte!


    Erst durch Dich ist mir übrigens aufgefallen, dass man auf dieser Visualisierung tatsächlich die voraussichtliche Geschossanzahl ablesen kann:


    http://www.astoc.de/index.php?lan=&p=p&s=2&id=182&t=7#


    17 Geschosse sind in dieser Lage ja schon ganz ordentlich!


    Vielen Dank dafür!

  • Meine Aussage mit den leider nur 62 m hohen Wohnhochhäusern bezieht sich ganz klar auf das Gebiet rund um den Güterbahnhof Derendorf.


    Manchmal ist man einfach blind, hab ich glatt überlesen!:bash:
    Da kann ich dir nur beipflichten, ein paar Geschosse mehr hätten es ruhig werden können.


    Am Heerdter Krankenhaus finde ich auch, dass entlang der Pariser Straße 6-Geschossig gebaut werden sollte, um nicht zuviel Platz zu verschwenden.
    Im Innenbereich halte ich die geplanten Höhen für akzeptabel, da mehr Höhe auch mehr Verschattung bedeuten würde,
    zudem müsste dann auch das Parkhaus mehr Geschosse haben, um die Lärmschutzfunktion zu erfüllen.




    Damit wäre die Gefahr von Offtopics blendend illustriert. Ec

  • Heerdt

    Gerade in der Klientel, die sich diese Wohnung leisten kann


    Über die Anzahl der Autos pro Haushalt in X Jahren werde ich hier nicht diskutieren, allerdings interessant finde ich die Frage, welchen Marktsegment dieses Projekt eigentlich anpeilt. Der Immobilien-Kompass zeichnet alle Siedlungen des Stadtteils als einfache Wohnlage, die gute gibt es ein Stück weiter östlich in Oberkassel. Die Quelle erwähnt bereits die darüber diskutierte Investition und beziffert die Anzahl der Wohnungen (Miete, Eigentum, betreutes Wohnen) mit 250 - das Preisniveau sei noch völlig offen.


    Der Kompass erwähnt noch eine Investition in Heerdt - die Umwandlung eines Bunkers an der Pariser Straße in Wohnungen. Zum Thema ergoogelte ich diesen RP-Artikel vom 07.02.2012, der hier noch nicht verlinkt wurde. Er nennt die Anzahl von 25 Wohnungen - in den derzeit 6 Etagen (17 Meter Höhe) werden künftig 5 Geschosse eingerichtet, darauf werden zwei weitere Geschosse gebaut. Das Flachdach wird begrünt.
    Dem Vorhaben haben in der Bezirksvertretung fast alle Parteien begeistert zugestimmt - bis auf eine, die mal siebengeschossige Bauten zu Hochhäusern erklärt und mal sich wundert, wieso das Wohnen in locker bebauten Stadt soooo teuer wird. Angeblich sollten sieben Geschosse nicht städtebaulich verträglich sein.
    Die im Artikel genannte Fläche von 30.000 Qm kann unmöglich stimmen, es sollen wohl 3.000 Qm sein.

  • Heinrich-Heine-Gärten am 13.07.2012

    Nach zwei Monaten (#41) habe ich heute ein neues Foto gemacht. Auf mehreren Häusern wird derzeit Retro angebracht. Die Frage nach der Baustelle im Vordergrund klärt sich ebenfalls - rechts im Bild ragt schon was aus der Erde:



  • Da kann ich nur den Kopf schütteln!
    Wie kann man die Häuser so dicht nebeneinander bauen?!? :confused:
    Da kann man von einem Balkon auf den anderen spucken!
    Da sind ja kaum 5 m zwischen. Wo bleibt da die Privatsphäre?
    Und das in diesem Preissegment.... :nono:

  • ^ Man hätte auf die Lücken zwischen Einzelbauten verzichten können, dann hätte man normale Blockrandbebauung um Höfe, die nicht kleiner sind als jene in LeFlair (Quartier Central). Aus irgendwelchen Gründen wollte man die Bebauung durch die Spalten auflockern - dadurch wird sie ja nicht weniger geräumig, sondern umgekehrt. Die Fenster zu den größeren Höfen bieten nicht weniger Privatsphäre als wenn es die Spalten nicht gäbe - und die zu den Spalten kann man bei Wunsch abdecken.
    Persönlich kann ich das Bedürfnis nach einem Balkon nicht nachvollziehen, da ich ohne lebe - so oft welche in Immobilienexposes erwähnt werden, wird wohl nach diesen gefragt. Anscheinend spielt die Weite des Blicks daraus keine große Rolle und außerdem - in einer Metropole kann man eh nicht realistisch auf einen Weitblick vom Balkon hoffen (es sei denn, man wohnt teuer am Flussufer oder entsprechend hoch).

  • [...] Aus irgendwelchen Gründen wollte man die Bebauung durch die Spalten auflockern - dadurch wird sie ja nicht weniger geräumig, sondern umgekehrt.


    Sehr richtig! Das komplette Gegenteil wird erzielt! Aber: Für mich muss ein Balkon nicht immer weite Sicht haben, aber draußen frühstücken oder abends en lecker Dröppke wär schon schön - wohlgemerkt nicht in einem Bau wie oben zu sehen!

  • Heinrich-Heine-Gärten am 26.07.2012

    Heute habe ich das erste Stadthaus fotografiert, von dem Baugerüste abgenommen wurden. Die Konstruktion neben der Tiefgarage vom letzten Foto ist kaum gewachsen, daher kein neues Bild.



  • Die alte Tankstelle/Autowerkstatt an den Heinrich-Heine-Gärten wird nun abgerissen und macht Platz für das 12. Gebäude des ersten Bauabschnittes. Die anderen 11 werden bereits im Herbst fertig gestellt sein.
    Der zweite Bauabschnitt beginnt bereits im Frühjahr 2013, was auf deinem guten Verkaufsstand hindeutet. Das Gesamtprojekt in das Frankonia 160 Millionen Euro investiert, soll Ende 2014 ganz fertig sein.


    RP

  • Heinrich-Heine-Gärten

    Heute habe ich zwei neue Fotos gemacht. Die Stümpfe auf dem ersten Foto vorne wirken, als ob weiter nach oben gebaut werden sollte:





  • Heerdt: Erdrückte Tankstellenromantik

    ^ Zum Hochhaus gibt es bereits einen eigenen Thread - dort las ich, dass das Hochhaus gemeinsam mit dem Krankenhaus den historischen, niedrig bebauten Ortsteilkern bedrücken würden. So begab ich mich heute dorthin und habe zuerst den Umbau des Krankenhauses fotografiert:





    Gegenüber befindet sich nur ein einziges Gebäude, nämlich diese historische Tankstelle, die bereits jetzt nicht nur vom Krankenhaus bedrückt wird, sondern auch vom benachbarten Vodafone-Hochhaus:





    Wenige Schritte weiter westlich gibt es den Bunker, der aufgestockt werden und die Tankstelle noch zusätzlich bedrücken soll:







    Die Ortsteilmitte mit der Kirche...:





    ...neben der weitere historische zwei- bis dreigeschossige Bauten stehen:





    Das dörflich anmutende Haus im Vordergrund rechts halte ich für recht belanglos - am im Umbau befindlichen dahinter zählte ich 6 Etagen. Hinter den Häusern gibt es eine Hochstraße wie der Tausendfüßler:





    Im ganzen Ortskern habe ich nur ein einziges Baudenkmal gesehen (bitte auf einem der Fotos finden) - rundum werden seit dem frühen 20. Jahrhundert Bauten errichtet, die auf keinen Fall als harmonisches historisches Ensemble betrachtet werden können. Weiter als 200 Meter von der Kirche kann man nichts kaputtmachen.
    Alle Fotos von mir

  • Du hast den gesamten Bereich rund um die Kirche Richtung Rhein ausgelassen - zudem war von einem geschlossenen historischen Ensemble nie die Rede!
    Somit fast reine Polemik, der Post. Und doch, das Hochhaus wird Einfluss auf den eben genannten Dorfbereich haben.
    Aber das ist hier ein freies Forum, jeder darf seine ihm eigene Meinung behalten.