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Alt 07.02.14, 11:41   #16
Schmittchen
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Realisierungswettbewerb gestartet

Der oben erwähnte Architekturwettbewerb wurde jetzt ausgelobt. Die Besetzung des Preisgerichts und natürlich besonders die Liste der 15 Teilnehmer lässt gewisse Tendenzen erahnen, denke ich. Aber warten wir das Ergebnis ab. Das sind die wesentlichen Einzelheiten (Quelle):
Wettbewerb Goethehöfe/Romantikmuseum Frankfurt/Main
Auslober: Frankfurter Aufbau AG, ein Unternehmen der ABG FRANKFURT HOLDING GmbH
Betreuung ANP – Architektur- und Planungsgesellschaft mbH, Kassel
Preisrichter: Jürgen Braun, Olaf Cunitz, Thomas Eckert, Ferdinand Heide, Prof. Nikolaus Hirsch, Prof. Silvia Malcovati, Prof. Gesine Weinmiller, Carl-L. von Boehm-Bezing, Prof. Dr. Anne Bohnenkamp-Renken, Dr. Horst Claussen, Frank Junker, Prof. Dr. Felix Semmelroth, Dr. Heinrich Wefing, Kirsten Worms

Gegenstand des Wettbewerbs sind der Neubau eines Museums, von Wohnungen und ggf. einiger standortverträglicher Nutzungen. Zur Teilnahme aufgefordert sind:

-Braun & Schlockermann, Frankfurt/Main
-Diezinger Architekten, Eichstätt
-Dirschl federle architekten, Frankfurt/Main
-dreibund architekten, Bochum
-Holzer Kobler Architekten, Zürich/Berlin
-Jan Kleinhues, Berlin
-jo franzke architekten, Frankfurt/Main
-kadawittfeldarchitekten, Aachen
-Landes + Partner, Frankfurt/Main
-Lederer Ragnarsdóttir Oei, Stuttgart
-Morger + Dettli, Basel
-Prof. Christoph Mäckler Architekten, Frankfurt/Main
-Staab Architekten, Berlin
-Turkali Architekten, Frankfurt/Main
-Woerner und Partner, Frankfurt/Main

Ausgaben der Unterlagen: 28.01.2014
Kolloquium: 25.02.2014
Abgabe Pläne: 11.04.2014
Abgabe Modell: 29.04.2014
Preisgerichtssitzung: 28.05.2014
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Alt 26.06.14, 11:15   #17
Schmittchen
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Drei zweite Preise im Realisierungswettbewerb vergeben

In dem im vorstehenden Beitrag geschilderten Wettbewerb sind erste Entscheidungen gefallen. Das Preisgericht vergab drei zweite Preise und empfiehlt die Überarbeitung der prämierten Entwürfe. Preisträger sind Staab Architekten, Landes & Partner sowie Prof. Christoph Mäckler Architekten.

Auszüge aus einer Pressemitteilung von heute:
Im Wettbewerb für das Deutsche Romantik-Museum in Frankfurt am Main hat die Jury drei zweite Preise vergeben und die Überarbeitung der Entwürfe empfohlen. Die Preise dachte das Gremium dem Berliner Büro Staab Architekten und den beiden in Frankfurt am Main ansässigen Büros Landes + Partner sowie Prof. Christoph Mäckler zu. Sie hatte die unabhängige Jury unter fünfzehn Beiträgen ausgesucht. Ihre Bewertung stellte die Jury am Donnerstag im Goethemuseum vor.

Mit dem Auszug des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels und des Volkstheaters von Liesl Christ ergab sich die Chance, das Goethe-Haus und die Gemäldegalerie der Goethezeit um das „Deutsche Museum der Romantik“ zu ergänzen. Gleichzeitig sollte der Eingangsbereich zum Goethe-Haus und zum Museumsneubau gestaltet werden. Auf 3.000 Quadratmetern will die ABG Frankfurt Holding Wohnungen errichten.

Es war den Wettbewerbsteilnehmern freigestellt, den Baubestand ganz oder teilweise zu erhalten und für die Umsetzung des Raumprogramms zu nutzen. Eine Ausnahme blieb der Cantate-Saal, der zwar nicht unter Denkmalschutz steht, jedoch laut Aussage des Denkmalamtes der Stadt denkmalwürdig ist. Dort spielt künftig das Theater „Fliegende Volksbühne“ von Michael Quast. Das innerstädtische Grundstück für den Wettbewerb ist etwa 2.500 Quadratmeter groß.

Ausgeschrieben hatte den Wettbewerb „Goethehöfe“ die ABG Frankfurt Holding in Abstimmung mit Bund, Land, Stadt und Freiem Deutschen Hochstift. Zu dem Architekturwettbewerb eingeladen waren insgesamt fünfzehn Büros. Der Jury gehörten neben Prof. Dr. Anne Bohnenkamp-Renken, Direktorin des Freien Deutschen Hochstifts/Frankfurter Goethe-Museum, auch Carl-L. von Boehm-Bezing, Vorsitzender des Verwaltungsausschusses des Freien Deutschen Hochstifts, Bürgermeister Olaf Cunitz und Frank Junker, der Vorsitzende der Geschäftsführung der ABG Frankfurt Holding, auch die Architekten Ferdinand Heide und Nikolaus Hirsch an.

[...]

„Nach dem Abschluss dieses Wettbewerbs wollen wir möglichst zügig die Goethehöfe realisieren“, sagte ABG-Geschäftsführer Frank Junker am Donnerstag: „Wir werden jetzt unverzüglich mit den drei Büros in die Optimierungsphase eintreten, damit in der zweiten Jahreshälfte 2015 der Bauantrag für das spannende Projekt eingereicht werden kann.“

Die Arbeiten der Wettbewerbsteilnehmer werden bis 13. Juli 2014 im Arkadensaal des Freien Deutschen Hochstifts, Großer Hirschgraben 23-25, gezeigt.

Ansichten jeweils der Straßenseite zum Großen Hirschgraben, demnach immer rechts im Bild das Romantikmuseum und links die Bauteile mit anderweitiger Nutzung. Originalauflösungen sowie weitere Ansichten und Grundrisse können hier heruntergeladen werden.

Der Entwurf von Staab Architekten:


Grafik: Staab Architekten

Ein zweiter Preis für den Entwurf von Prof. Christoph Mäckler Architekten:


Grafik: Prof. Christoph Mäckler Architekten

Der Entwurf von Landes & Partner:


Grafik: Landes & Partner

Nicht zu den Preisträgern gehört das Büro Turkali Architekten. Der Entwurf wird demnach nicht weiterentwickelt, eine Anerkennung hat er allerdings erhalten:


Grafik: Turkali Architekten
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Alt 26.06.14, 12:01   #18
sipaq
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sipaq ist jedem bekannt und beliebtsipaq ist jedem bekannt und beliebtsipaq ist jedem bekannt und beliebtsipaq ist jedem bekannt und beliebtsipaq ist jedem bekannt und beliebtsipaq ist jedem bekannt und beliebtsipaq ist jedem bekannt und beliebt
Irgendwie einer schlimmer als der andere

Am besten gefällt mir noch der Mäckler-Entwurf, wobei mich dort besonders der zweistöckige Eingang im linken Gebäudeteil stört. Dieser wirkt total deplaziert.
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Alt 26.06.14, 13:56   #19
merlinammain
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merlinammain hat die Renommee-Anzeige deaktiviert
^
Ganz deiner Meinung.

Eine Frechheit ist auch die Anerkennung für Turkali, dessen Entwurf ganz klar für die Tonne ist ... man könnte ebenso gut Schiffscontainer übereinander stapeln, miteinander verbinden und braun anmalen.
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Alt 26.06.14, 13:56   #20
Beggi
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Gerade habe ich nochmal den Titel des Themenstrangs nachgelesen. Würde er "Luftschutzbunker neben dem Goethe-Haus" heißen, wäre ich nicht verwundert. Dass Museen im Normalfall wenig Fenster benötigen, ist unumstritten, ansprechendere Fassaden sind aber dennoch möglich. Ausgerechnet dem Deutschen Romantikmuseum ein so unromantisches Äußeres zu verpassen, ist schon eine Zumutung. Caspar David Friedrich hätte vermutlich bei diesem Anblick auf dem Absatz kehrtgemacht. Insbesondere der Entwurf von Staab Architekten ist eine Qual für das Auge. Wie so etwas einen zweiten Preis erhalten kann, ist mir ein Rätsel.
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Alt 26.06.14, 14:19   #21
skyliner
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^Du (wir) hast (haben) ja die anderen Entwürfe noch nicht gesehen...

Ganz klar: Staab geht garnicht, der Entwurf ist wirklich eine Beleidigung für das Auge. Da fragt man sich, wieviele Stunden dafür verwendet wurden...

Von den Vieren gefällt mir einzig der Landes-Entwurf. Hier hoffe ich inständig, daß dieser gewinnen möge! Dieser besitzt eine ordentliche Materialität, Fenster/Glasfronten, eine gewisse Abwechslung und Eleganz. Der herausstechende, grosse "Romantik-Museum"-Schriftzug gefällt! Dieser Entwurf fällt zumindest nicht negativ auf, mir persönlich gefällt er sogar recht gut.

Ich bin auf die Ausstellung gespannt, mal schauen was die 7 anderen Entwürfe hergeben. Hoffentlich keinen besseren, sonst müßte ich mich vielleicht doch noch ärgern.

Geändert von skyliner (27.06.14 um 23:05 Uhr) Grund: Entwurfszahl geändert, von 15 hatten nur 11 Entwürfe eingereicht
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Alt 26.06.14, 16:06   #22
AndoBrando
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AndoBrando sorgt für eine nette AtmosphäreAndoBrando sorgt für eine nette AtmosphäreAndoBrando sorgt für eine nette Atmosphäre
Ich will mal eine Lanze für den Staab Entwurf brechen.
Er erinnert mich zwar erstmal auch eher an das Revolutionsdenkmal von Mies van der Rohe, oder an Nachkriegskirchen in deutschen Vorstädten, oder ganz einfach an die Rückwand zum Hinterhof einer Mietskaserne, und er ist schon sehr "skulptural" gestaltet.
Aber ich denke, er interpretiert das Thema Romantik schon recht treffend. Romantik ist ja mehr als nur Casper David Friedrich. Hängen nicht auf der anderen Seite des Goethehauses die düsteren Gemälde von Füssli? Muss nicht auch die Schauerliteratur und die dunkle Seite der Romantik gewürdigt werden?
Ich denke, Staab sind deswegen prämiert worden, weil sie eben keinen "schönen" sondern einen "ergreifenden" Entwurf vorgelegt haben.
Ich verstehe unter Romanitk zunächst tiefe Symbolik, Melancholie und Empfindsamkeit. Und diese nackte Backsteinwand, ist der einzige der gezeigten Entwürfe, dem ich es zutrauen würde eine Emotion, eine Empfindung in mir auszulösen - nicht nur gute und glückliche, aber immerhin eine Emotion!
Wer es nicht mag, stelle sich den Bau vielleicht zur Hälfte mit Efeu überwachsen vor... vielleicht hilft das, das Urteil zu mildern.

Das riesen Problem bei diesem Entwurf ist natürlich, dass das Goethehaus damit endgültig in der Luft hängt. Rechts ein Hof, links eine Backsteinwand, die zwar die Staffelung als architektonisches Thema dezent aufnimmt, aber darüber hinaus der Architekturgeschichte die kalte Schulter zeigt. Nach dem Motto: Was interessiert mich die Architekturgeschichte, ich bin Künstler!
Auch wirkt die Lücke zur neuen Wohnbebauung unglücklich und rätselhaft.

Mäckler geht das Romantik-Thema ganz anders an. Er versucht, wie überall, den architektonischen Bruch möglichst gering zu halten und wo andere mit ihren Entwürfen im wahrsten Sinne des Wortes "klotzen", da versucht Mäckler mit dem Bestand zu versöhnen. ...Das Ergebnis ist eben selten spektakulär.
Sein Museums-Entwurf sieht irgendwie aus, als habe da ein James Stirling mitgewerkelt... es wirkt sehr sehr sehr 80s... Postmodern... Mäckler versucht scheinbar ein 'pitoreskes Ensemble' (mit dem Goehtehaus) zu ergänzen. Denn, wer auf das Goethehaus sieht, so denkt womöglich Mäckler, will in der Vergangenheit schwelgen und für einen Moment die Härte aus Stahl und Glas, die diese Stadt beherrscht vergessen. Diesen romantischen Blick will uns dieser Entwurf wohl erhalten. Ein Erker am Museum als architektonischer Verweis an die Vergangenheit, ist darüber hinaus alles, was dem Gebäude an Romanik zugestanden wird.
Der Entwurf wirkt auf mich trotz allem zu kontrolliert, zu geplant und damit irgendwie unromantisch. Das ist mir zu nüchtern.
Allerdings bleibt die Materialität offen. Die könnte den Eindruck noch nachhaltig ändern.

Außerdem halte ich den Großen Hirschgraben für zu sehr mit Nachkriegsarchitektur durchsetzt, als dass man dort noch so etwas wie ein historisierendes Ensemble um das Goethehaus aufbauen könnte. Das Goethehaus wirkt in dieser Straße eher wie ein Fremdkörper, um nicht zu sagen "musealisert". Und bis auf Mäckler, versuchen alle anderen Entwürfe diesen Charakter eher zu verstärken.

Der Landes Entwurf lässt mich kalt, wie das viele Glas, das seine Fassade prägt.

Zum Turkali Entuwrf:
(Einen Tag vor der Abgabe)
Mitarbeiter: Chef, wir wollten doch noch an dem Goethehaus-Museums-Ding teilnehmen.
Chef: ... Ja, was haben wir denn?
Mitarbeiter: ... Ahhhh noch nichts...
Chef: Oh... hmmm... ja dann nehmen wir halt was anderes. Da ist doch noch der Entwurf: "Bürokomplex für Vorstadt" den wir für alle Fälle da haben. Mach den ein wenig kleiner und reich es ein - vielleicht reicht es ja.
Mitarbeiter: Das hat aber wohl zu große Fensterflächen ...
Chef: Jaaa, dann nimm halt alle raus, bis auf ein paar wenige Rechtecke. Ruhig total beliebig, das sieht immer nach Kunst aus und kommt bei diesen Jurys bombe an!
Mitarbeiter: Das kaufen die uns Niemals ab... Aber wird gemacht!

No offence! Aber so sieht's halt aus.
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Alt 26.06.14, 19:39   #23
Irrlicht
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Irrlicht ist im DAF berühmtIrrlicht ist im DAF berühmt
Schon seltsam: Sollte ein Museum der Postmoderne oder des Expressionismus gebaut werden, würden alle sagen: "Klar muss dieses Museumsgebäude postmodern bzw. expressionistisch aussehen."

Hier soll nun aber ein Museum der Romantik entstehen. Da sagt interessanterweise aber keiner: "Klar muss dieses Museumsgebäude romantisch aussehen."

Ich erwarte keine Miniausgabe von Neuschwanstein und keinen architektonischen Kitsch, aber ein paar mehr klassische und historische Gestaltungselemente, ein richtiges Dach und natürliche Materialien dürften es nach meinem Geschmack für ein Romantikmuseum schon sein.
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Alt 26.06.14, 20:53   #24
Schmittchen
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Wenn kein erster Preis vergeben wird, dann mache ich mich immer schon auf das Schlimmste gefasst. Potential hat für mich alleine Landes' Entwurf. Auch weil ich daran glaube, dass das Büro so etwas eigentlich kann und eine Überarbeitung zu deutlichen Verbesserungen führen wird. Eine herbe Enttäuschung ist für mich Mäcklers Vorschlag, der ohne Idee beim Museum und beim Büroteil uninspiriert-schlicht im Stil der Sechziger daherkommt. Der Rest ist Schweigen.

Unzufrieden äußerte sich auch das Preisgericht. Die drei Architekturbüros sollen ihre prämierten Entwürfe radikal überarbeiten, schreibt die FAZ soeben. Dafür wurden zwei Monate Zeit eingeräumt, im September soll dann endgültig entschieden werden.
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Alt 27.06.14, 06:44   #25
Xalinai
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Das Problematische des Landes-Entwurfs ist gleichzeitig der Grund warum er gefällt:
Er bietet für einen Museumsbau zu viel Fensterfläche und mit der schönen, großzügigen Lobby wird "wertvoller Ausstellungs und Lagerraum verschenkt".

Geht mal wieder zum Thread für die Erweiterung des Jüdischen Museums, da haben wir die Grundlagen schon mal diskutiert.

Außerdem ist seit Senckenberg klar, dass der Touristendialog in Frankfurt zukünftig so abläuft:
Er: "Was'n das für'n hässlicherr Bau da hinten?" -
Sie: "Oh, lass uns hingehen, das muss ein Museum sein!"
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Alt 27.06.14, 07:25   #26
Cowboy
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Der Landes-Entwurf verkörpert im Prinzip das, was man sich heute unter "Goethehöfe" vorstellt: eine innerstädtische Shopping Mall. Dazu passt dann auch diese peinliche Büste im (Schau-)Fenster. Und Mäckler bleibt sich einmal mehr treu. Wie schon beim Goethe Plaza (das darf doch nicht wahr sein) wirkt auch hier der Neubau wie ein Umbau des Bestands.
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Alt 27.06.14, 09:06   #27
frank353
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Mir gefällt der Staab-Entwurf, vor allem das rote Museumsgebäude. Wenn es tatsächlich mit Kletterpflanzen versehen wird, sieht es sogar etwas romantisch aus.

Auch das Geschäfts- und Wohngebäude daneben ist unaufgeregte klare Architektur.

Der Mäcklerentwurf erinnert mich auch (@ Cowboy) an den Goetheplatz. Etwas mehr Eigenständigkeit und Beschäftigung mit dem historisch bedeutsamen Standort wäre wünschenswert.

Er kann es ja.

Am Mäcklerentwurf stören mich vor allem das klotzige Museumsgebäude und die Balkone am Wohnhaus, die sehr an die auch dort unangebrachten 50er-Jahre Wohnhäuser in der Altstadt erinnern.

Bin ich der einzige, der sich wundert, dass für ein Romantikmuseum, zudem noch neben dem Goethehaus in einer engen Gasse, kein historisierender Entwurf dabei ist, der das Goethehaus besser einpassen würde?
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Alt 27.06.14, 09:20   #28
Querido
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Ich finde den Staab-Entwurf auch nicht so schlecht. Die beiden Geschäftshäuser gefallen mir sogar richtig gut. Dagegen wirkt Mäckler hier ziemlich uninspiriert und auch Landes ist kaum besser. Bei Turkali geht das gar nicht: das sieht aus wie ein ganz übler 70er-Jahre Wohnblock.
Das Museum selbst ist bei Staab sicher noch verbesserungswürdig. Das Problem mit den nicht gewünschten Fenstern bei Museumsbauten (vielleicht war das ja sogar Wettbewerbsvorgabe?) führt immer dazu, dass die Gestaltungsspielräume der Fassade etwas eingeschränkt sind. Von daher ist der Ansatz mit der Klinkerfassade, die ja immer etwas Heimeliges hat und ein bisschen altertümlich wirkt, nicht soo schlecht. Bin auf die Überarbeitung gespannt.
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Alt 27.06.14, 19:10   #29
Beggi
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Entschuldigung, Querido, ich kann bei Staab Architekten gar keinen richtigen Entwurf bezüglich des Romantikmuseums erkennen. Viele Baumassenstudien anderer Projekte sind einfallsreicher und detaillierter. Ich erkenne da nur eine erschlagende, dunkle Wand, die auch mit gefälligen Fassadenmaterialien nicht schöner wird.

Am Großen Hirschgraben riecht es förmlich nach Abriss. Außer im Bereich des Cantatesaals wirken die Gebäudeflügel leergeräumt, so als würden weitere Ereignisse kurz bevorstehen.

Das Goethehaus mit massivsten Brandwänden, dahinter die Abrisskandidaten:



Von der anderen Seite:



Geschlossen:



Der weiter südlich liegende, nicht zum Areal gehörende Gebäudekomplex an der Berliner Straße ist ebenfalls leergeräumt. Es würde mich nicht wundern, wenn auch hier ein Abriss mit Neubebauung erfolgt. Links angeschnitten der Komplex:

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Alt 27.06.14, 19:35   #30
Rohne
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Bei diesen unterirdischen Entwürfen hätte ich nicht mal zweite Preise vergeben. Da hat gar keiner selbst nach radikaler Überarbeitung das Potential was halbwegs brauchbares abzuliefern. Da ist selbst der graue eintönige Bestand besser als alles was man aus den Entwürfen machen könnte. Bei Mäckler wird die Diskrepanz zwischen dem was er großteils richtigerweise erkennt und fordert und dem was er selbst entwirft immer größer, und wie kommt ausgerechnet ein Landes, von dem man bisher recht qualitätvolle Entwürfe gewohnt war, dazu hier ein klotzig-klobiges Etwas direkt neben das Goethehaus abzuladen?
Bischen historisierend sollte es an dieser Stelle schon sein, bei den Entwürfen aber wirkt das Goethehaus noch "deplatzierter" als gegenwärtig schon. Fensterlose Fassade (oder gar Flachdach wie bei Landes) geht hier gar nicht, auch nicht bei Museumsnutzung.
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