Güterverkehrszentrum

  • AIV-Wettbewerb - Empfangsterminal

    Letztens fand der 18. Architekten- u. Ingenieurverein AIV Wettbewerb im Sommer 2004 in Kooperation mit der GSO-FH Nürnberg statt. Ich habe leider nur Photos von dem 2. Preis, weil diesr am besten visuell dargestellt wurde.


    Wie vielleicht manche Wissen verfügt Nürnberg über einen Hafen, der seit dem Bestehen des Rhein-Main-Donau Kanals existiert. Mittlerweile stellt dieser, Süddeutschlands größtes Logistikzentrum mit einer jährlichen Umschlagsleistung von über 9 Millionen Tonnnen dar. Damit aber nicht genug, so hat mittlerweile der Bau des ersten Moduls einer trimodalen Anlage für den Kombinierten Verkehr auf einer Gesamtfläche von 75.000 Quadratmetern begonnen. Das Terminal erhält zunächst drei Ladegleise à 700 Meter für eine Kapazität von rund 125.000 Ladeeinheiten jährlich. Im Rahmen der Baumaßnahmen wird auch das Dritte, 20.000 Quadratmeter große Hafenbecken weiter ausgebaut.


    Im zweiten Bauabschnitt legt die Bahn Ihren Containerbahnhof von Gostenhof (mitten in der Stadt) ebenfalls zum GVZ (Güterverkehrszentrum).


    Leider wird jedoch die Personenschiffahrt leider ein bisschen Stiefmütterlich behandelt. Was sich daran äußert, dass es gerade mal ein paar Parkplätze und ca. 3 Anlagestellen gibt (mit einem kl. Imbiss). Für den zunehmenden Personenschifffahrtsverkehr, der Kreuzfahrten von Rotterdam bis zum Scharzen Meer ermöglicht, soll deshalb ein attraktives Empfangsgebäude gestaltet werden. Leider stellt dies also nur ein Wettbewerb dar, der anscheinend leider nicht realisiert wird. Ich wollte es Euch dennoch nicht vorenthalten! Was denkt Ihr darüber bzw. wie findet Ihr es?

  • ;););) Über dieses Terminal lässt sich vielleicht noch ein bisschen streiten, aber es stimmt, für einen Binnenhafen ist so ein Wettbewerb echt schon eine gute Sache. Mich würdemal die anderen Vorschläge interessieren. Gibt es da einen Link? ;););)

  • Zitat von JinStuttgart

    Erstaunlich!


    9 Mio. Tonnen ist nicht wenig. Der Stuttgarter Hafen hat nur einen Güterumschlag von 2,5 Mio. Tonnen und ist nicht klein.


    Ich glaube nicht, daß das Gebäude realisiert wird. Es wäre auch eine erstaunliche Investition in die Personenschiffahrt, die in Nürnberg ja nur sehr bescheidene Ausmaße hat.
    Der Entwurf ist ansprechend.


    Ich glaube auch nicht, dass es gebaut wird (vorallem weil es ja auch nur ein Studentenwettbewerb war). Aber schön wäre es natürlich schon. Ich denke auch, dass sich die Investition rechnen würde, neben einem guten "Eintrittstor" in die Stadt, wäre die Erste Ebene komplett für eine Diskothek vorgesehen. Was natürlich im Hafen Sinn machen würde (zur Erinnerung: Früher gab es dort eine Disco, war ein Boot, wo du von 22 Uhr bis 15 Uhr weg gehen konntest, weil es keinen gestört hat) und noch ein Restaurant.... und für die Büroräume gäbe es sicherlich auch Interessenten bei diesem 1A Standort.


    Zitat von arnd

    ;););) Über dieses Terminal lässt sich vielleicht noch ein bisschen streiten, aber es stimmt, für einen Binnenhafen ist so ein Wettbewerb echt schon eine gute Sache. Mich würdemal die anderen Vorschläge interessieren. Gibt es da einen Link? ;););)


    Es gibt leider keinen Link, ich habe noch ein paar Photos und habe mir auch das Ausstellungsheft gekauft, wenn es dich interessiert, kann ich es (Photos) gerne online stellen. Aber wie gesagt, der 2te Platz war eindeutig am besten visualisiert.

  • Dieser Entwurf gefällt mir sehr gut und das Design ist wirklich abgefahren :)
    ...allerdings werden in Nürnberg doch wohl kaum großere Personenschiffe vorbeikommen.

  • Zitat von Jai-C

    Dieser Entwurf gefällt mir sehr gut und das Design ist wirklich abgefahren :)
    ...allerdings werden in Nürnberg doch wohl kaum großere Personenschiffe vorbeikommen.


    Hmm, was meinst du mit größeren Personenschiffe? Also laut einer Statistik waren es 2003 ca. 37% Fahrgastschiffe auf dem Main-Donau-Kanal. Darunter sind natürlich Tagesausflüge aber auch Schiffsreisen theoretisch von Rotterdam bis zum Schwarzen Meer möglich. Strecken von Köln über Nürnberg nach Österreich oder Budapest sind buchbar.


    Das sind dann Schiffe mit zwei Decks, Restaurant und Bar und auf dem Unterdeck die Kabinen (Dachterasse nicht miteingerechnet).

  • Habe nochmals genauere Zahlen gefunden, hinsichtlich Personenschiffahrt.
    Zitat Anfang>>
    Immer mehr Flusskreuzfahrtschiffe machen während ihrer Touren Halt in Nürnberg. Heuer sind es 50.000 vor allem ausländische Gäste, die über den Wasserweg in die Stadt kommen.
    ...Das hätten sich die Planer kaum träumen lassen. Noch bevor der Kanal fertig war, schätzten sie, dass jährlich maximal sieben Schiffe festmachen, um Besucher in die Stadt zu bringen. Doch schon 1993 waren es 34, ein Jahr später sogar 100, und heuer werden bis Jahresende über 300 Schiffe in Nürnberg festgemacht haben, schätzt man im Amt für Wirtschaft. Jährliche Steigerungsraten von bis zu 30 Prozent lassen selbst Tourismus-Experten staunen.
    <<Zitat Ende


    Der ganze Artikel ist hier zu lesen:
    NN Artikel

  • Überrascht mich auch sehr, dass die Personenschiffahrt so "brummt". Bin vor gut zwei Jahren oder so mal am Hafen gewesen, da machte das Ganze einen recht einsamen Eindruck.


    Wäre schon toll, wenn man den Reisenden einen angemesseneren Empfang bieten könnte. Der Entwurf gefällt mir ganz gut..passt wunderbar ans Wasser!

  • hier noch 2 Modellfotos vom gleichen Entwurf, den ich für sehr gelungen halte.
    Schade, dass aus dem Potential solcher Studentenwettwerbe nicht mehr Nutzen gezogen wird und die Entwürfe in der Regel in der Schublade verschwinden.
    Dass es auch anders geht zeigt der neue U-Bahnhof Fürth-Klinikum (siehe dortigen Thread)



  • Der Entwurf gefällt mir auch gut. V.a. das zweite Bild hat große Ähnlichkeit mit einem Flugzeugträger.


    Zum Tonnage-Vergleich mit dem Stuttgarter Hafen: Ich halte die Nürnberger Zahlen nicht für unrealistisch, wenn Nürnberg es geschafft hat, der Hafen am RMD-Kanal zu werden, was anscheinend so ist. Beim Stuttgarter Hafen wird ja nur ein Teil des Neckarguts umgeschlagen, in nächster Nähe sind der Esslinger und der Plochinger Hafen. Und etwas flußabwärts kommt schon der m.E. größere Heilbronner Neckarhafen. Überdies dürfte der RMD-Kanal das größere Volumen haben - trotz Balkankrise.

  • Zitat von sebastian c

    Ist der Bau nicht eigentlich völlig überdimensioniert? Womit sollte man soviel Fläche füllen?


    Es war ja nur ein AIV Wettbewerb, also wird er wahrscheinlich niemals realisiert. Hinsichtlich der Fläche: Die Planung sah vor, eine Disko u.a. einzubauen. Weil am Hafen dafür natürlich ein geeigneter Platz war und ist (Es gab damals das Boot am Hafen, welches von 22 Uhr bis 15 Uhr offen hatte!) Des weiteren ist ein trimodaler Umschlagsplatz geplant:


    Auf insgesamt ca. 85.000 m² Fläche entsteht ein leistungsfähiges Umschlagsterminal, welches die Verkehrsträger Straße, Schiene und Wasser in optimaler Weise verknüpft. Mit vier Ladegleisen je 700 m Nutzlänge, zwei Kranen und einem Stichbecken für den wasserseitigen Umschlag hat dieses Terminal eine Umschlagskapazität von bis zu 155.000 Containern oder LKW-Einheiten pro Jahr.


    Die Deutsche Bahn hat ebenfalls beschlossen Ihren Containerbahnhof von Gostenhof in das GVZ zu verlagern.


    Also ich kann mir schon vorstellen, dass es da Bedarf geben würde. Es gibt ja auch Dienstleister in diesem Bereich, die eher Büroräume benötigen als Gewerbeflächen.


    Noch ein Statement vom GVZ:
    Das GVZ Hafen Nürnberg mit 337ha Fläche, ca. 260 Unternehmen und 5.300 Arbeitsplätzen sowie 9,2 Mio. Tonnen Güterumschlag pro Jahr ist bereits heute das bedeutendste Logistikzentrum im süddeutschen Raum.


    PS: Werde demnächst mal einen eigenen Thread für das GVZ erstellen mit sämtlichen geplanten Bauten usw.

  • so ein landmark-gebäude würde ich mir für den frankfurter osthafen wünschen. toll. würde sich auch gut als wohnturm machen.

  • Güterverkehrszentrum

    Hallo,


    wollte Euch über das Güterverkehrszentrum in Nürnberg informieren. Wir haben dies ja bereits bei dem Thema "AIV-Wettbewerb - Empfangsterminal für Personenschiffe an der Kanallände (Nürnberg)" angeschnitten. Neben den aktuellen Artikel, habe ich noch die Artikel der letzten Monate hinzugefügt. Werde in den nächsten Tagen noch versuchen Photos zu liefern. Weiß denn einer, welche die anderen 4 großen GVZ´s sind? Meinungen usw. sind natürlich immer Willkommen!;)


    Ausbau Hafen: Nürnberg wird zur Güter-Drehscheibe


    Zeitungsartikel der NZ vom 19.11.2005 - Zitatanfang:
    Auf dem Hafengelände Nürnberg-Roth werden in den nächsten drei Jahren über 75 Millionen Euro in Infrastrukturmaßnahmen gesteckt. Damit wird der Güterumschlagplatz zum fünftgrößten seiner Art in ganz Europa. Wichtigster Teil der Neubauten ist das „trimodale Güterumschlagzentrum“, das die Verkehrsträger Straße, Schiene und Wasser direkt miteinander verknüpft, und das im April 2006 eingeweiht werden soll.


    Eigentlich hat Hafen-Geschäftsführer Harald Leupold überhaupt keine Zeit. Eine neue Betriebsgesellschaft für das trimodale Güterverkehrszentrum mit einmal 70 Arbeitsplätzen wird gegründet und der Bau der Güterumschlaganlage muss überwacht werden. Schließlich hat sich die Vergrößerung der Hafenkapazitäten mit ihren neuen wirtschaftlichen Möglichkeiten schon auf der ganzen Welt herumgesprochen: Firmen klopfen an, im Sommer war eine Spezialisten-Delegation aus China in Nürnberg, Graz will eine direkte Güterzugverbindung mit dem Nürnberger Hafen, italienische Gruppen aus Verona und Mantua lassen sich von Leupold in die Verknüpfung der Verkehrsträger von Wasser, Schiene und Straße einweihen: Bald wird auch der Po zur Wasserstraße.


    Solche Logistikzentren, wie es am Nürnberger Hafen im Entstehen ist, sollen dafür sorgen, dass möglichst viele Container mit der Bahn oder mit Schiffen transportiert werden. Dazu ist es aber nötig, dass die Fracht-Behältnisse ohne großen Zeitverlust umgeladen werden können. Wenn das neue Güterumschlagzentrum (2006) und die bimodale Anlage der Bahn (2008), siehe nebenstehenden Artikel, in Betrieb sind, dann können 365 000 Container im Jahr umgeladen werden. Ein drittes Hafenbecken, acht 700 Meter lange Gleise, Lagerflächen und sieben Krananlagen stehen dann neu zur Verfügung. „Wir schaffen das Verlagerungspotenzial hin zur Schiene und zum Wasser“, so Leupold.
    [...]
    Wenn im Februar 2006 das neue Zollamt fertig und der Zoll vom Kohlenhof in den Hafen gezogen ist und das Güterumschlagterminal seine Arbeit aufgenommen hat, dann wird es im ersten Schritt neue Container-Züge nach Bremerhaven, Rotterdam und Hamburg geben. In einem zweiten Schritt kommen Verbindungen nach Graz, Budapest, Triest und Rostock hinzu. Die Verbindung ins österreichische Graz ist für die nordbayerischen Auto-Zulieferer besonders wichtig, denn mit Magna-Steir sitzt dort ein großer Autohersteller mit 9000 Beschäftigten, der für unterschiedliche Firmen Fahrzeuge baut. Mehrere Züge werden dann pro Woche Autoteile von Nürnberg aus direkt nach Graz liefern. „Die Straßen werden damit entlastet“, so Leupold.


    Den kompletten Artikel können Sie unter folgender Adresse nachlesen:
    Zeitungsartikel der Nürnberger Zeitung


    Neues Stichbecken für Containerschiffe im Hafen geflutet


    Pressemitteilung des Nürnber Hafens vom 13.06.2005 - Zitatanfang:
    Heute fand im GVZ Hafen Nürnberg ein wichtiges Ereignis auf der Großbaustelle der trimodalen Containerumschlagsanlage statt.
    Das neue 116 Meter lange und 25 Meter breite Stichbecken wurde geflutet. Nach einer Bauzeit von nur 3 Monaten wurden die Trennspundwände zwischen dem bestehenden zweiten Hafenbecken und dem neuen Becken entfernt. Innerhalb von nur 15 Minuten füllte sich das Stichbecken mit ca. 10 Millionen Liter Wasser aus dem Main-Donau-Kanal. Das Stichbecken ist Teil der im Bau befindlichen trimodalen Containerumschlags-anlage mit einem gesamten Investitions-volumen von 31 Mio. € der Hafen Nürnberg-Roth GmbH und gewährleistet die schiffsseitige Anbindung an das künftige Terminal.
    Die intensiven Bauarbeiten der gesamten Anlage verlaufen nach Plan, so dass die Inbetriebnahme im Frühjahr 2006 erfolgen kann. Auf insgesamt 85.000 m² Fläche entsteht ein leistungsfähiges Umschlagsterminal, welches die Verkehrsträger Straße, Schiene und Wasser in optimaler Weise verknüpft. Mit einer Umschlagskapazität von jährlich 155.000 Ladeeinheiten sichert diese Anlage die Wachstumspotenziale im Containerverkehr und schafft Verlagerungsmöglichkeiten von LKW-Transporten auf die umweltfreundlicheren Verkehrsträger Bahn und Schiff. In einem weiteren Ausbauschritt plant die Deutsche Bahn AG ihren verkehrsungünstig gelegenen Containerbahnhof in der Austraße bis voraussichtlich Ende 2007 in den Hafen zu verlegen.
    Die Finanzierung dieses weiteren Projektes in Höhe von 25 Mio. € aus Infrastrukturmitteln des Bundes ist zwischenzeitlich gesichert.
    Das GVZ Hafen Nürnbergist mit 337 ha Fläche, 260 Unternehmen und 5.300 Arbeitsplätzen sowie 9,8 Mio. Tonnen Güterumschlag pro Jahr bereits heute das bedeutendste Logistikzentrum Süddeutschlands.


    Den Artikel mit einem Photo können Sie unter folgender Adresse nachlesen:
    Pressemitteilung des Nürnberger Hafens


    Grünes Licht für Containerbahnhof


    Zeitungsartikel der NZ vom 9.06.2005 - Zitatanfang:
    Die Deutsche Bahn wird bereits Ende 2007 den Containerbahnhof von der Austraße ins Güterverkehrszentrum im Hafen verlagern.
    [...]
    Der Bau des Container-Terminals, der im zweiten Bauabschnitt geplant ist, hatte sich wegen fehlender Investitionsmittel immer wieder verzögert. Bisher rechnete man im Rathaus damit, dass das Bauvorhaben frühestens 2009 beendet sein würde, was wiederum die Nutzung des Geländes für das Regio-Werk an der Austraße verzögert und zu einer weiteren Verkehrsbelastung geführt hätte. Mit dem Regio-Werk werden mehrere hundert Arbeitsplätze der DB Regio Mittelfranken gesichert. Daneben werden die „Ausziehgleise“ am Kohlenhof nicht mehr benötigt. Damit kann die Neuplanung für das Areal Hauptgüterbahnhof/Kohlenhof, die Entlastung vom Lkw-Verkehr für Gostenhof und die neue Stadteinfahrt vom Frankenschnellweg über die neue Kohlenhofstraße angegangen werden.


    Den kompletten Artikel können Sie unter folgender Adresse nachlesen:
    Zeitungsartikel der Nürnberger Zeitung


    Neuer Containerbahnhof - Bund gibt doch Geld


    Zeitungsartikel der NZ vom 3.06.2005 - Zitatanfang:
    Das jahrelange Tauziehen um den Bau eines Containerterminals im Hafen von der Bahn AG, der die Verlagerung des Containerbahnhofs von der Austraße in den Hafen möglich macht, scheint ein Ende zu haben. Die Bundesregierung beschloss gestern, den Zuschuss für den Bau des Containerterminals in Höhe von 25 Millionen Euro frei zu geben, wenn die Bahn eine optimierte Gesamtplanung vorlegt.


    Das Geld ist Teil eines zwei Milliarden Euro schweren Gesamtpakets, mit dem die Bundesregierung Verkehrsinfrastrukturmaßnahmen voranbringen will. 25 Millionen der benötigten 31 Millionen Euro will der Bund von den Baukosten für das neue Containerterminal übernehmen.


    Damit kann zwar nicht in diesem Jahr mit dem Bau des Containerterminals begonnen werden, wohl aber im nächsten Jahr, so der SPD-Bundestagsabgeordnete Horst Schmidbauer. Die Verlagerung des Containerbahnhofs ist außerdem Voraussetzung für den Bau eines modernen Regio-Werks in der Austraße für die Wartung von S-Bahnzügen.


    Den kompletten Artikel können Sie unter folgender Adresse nachlesen:
    Zeitungsartikel der Nürnberger Zeitung


    Neuer Containerterminal am Hafen Nürnberg bleibt das Ziel


    Zeitungsartikel der NN vom 21.05.2005 - Zitatanfang:
    In die Frage eines zweiten „Moduls“ für das Güterverkehrszentrum am Nürnberger Hafen - nämlich eines neuen Containerterminals - ist Bewegung gekommen.


    Nach einem Besuch vor Ort versprachen Angelika Mertens, die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesverkehrsministerium, sowie Dagmar Haase, Mitglied der Geschäftsführung der DB Netz AG, laut einer Mitteilung aus dem Büro des Nürnberger SPD-Bundestagsabgeordneten Horst Schmidbauer, eine Lösung zu suchen, mit der eine Finanzierung des zweiten Moduls im Jahr 2008 greifen könne. Bislang ist dieses Modul nicht in der Investitionsplanung bis 2008 enthalten, die zwischen dem Ministerium und der DB abgestimmt wurde.


    „Die Metropolregion Nürnberg muss ihre Chance wahren, zur wichtigsten Güterverkehrs-Drehscheibe für den mittel- und südosteuropäischen Raum zu werden“, bekräftigte Schmidbauer selbst das Interesse am Ausbau. Deshalb müsse nun auf politischer Ebene ein Weg zur Finanzierung des Neubaus des Containerterminals im Hafen gefunden werden.


    Den kompletten Artikel können Sie unter folgender Adresse nachlesen:
    Zeitungsartikel der Nürnberger Nachrichten


    Hafen Nürnberg: Weiter auf Erfolgskurs


    Zeitungsartikel der NN vom 4.03.2005 - Zitatanfang:
    Die so genannte trimodale Umschlaganlage, welche die Verkehrsträger Lkw, Bahn und Schiff miteinander verknüpfen soll, geht im Frühjahr 2006 in Betrieb. Als „Schlüsselprojekt“ seit dem Bau des Hafens im Jahr 1972 bewertet Leupold die trimodale Umschlaganlage mit vier Ladegleisen, zwei Portalkränen zum Umschlag von Containern und Lkw-Aufbauten sowie dem Ausbau des dritten Hafenbeckens. Damit lassen sich die Kapazitäten enorm steigern. „Alle Möglichkeiten sind gegeben, um eine Erfolgsstory zu schreiben“, sagt der Geschäftsführer, „wir tun unseren Teil dazu.“
    [...]
    Doch auch auf der Schiene sieht Fleck große Probleme, nachdem die Bahn ihre Pläne zum Nürnberger Güterverkehrszentrum in Abstimmung mit dem Bund auf die lange Bank geschoben hat: „Das ist für die Stadt nicht akzeptabel, dagegen müssen wir massiv angehen.“ Er hofft, Nürnberg zumindest noch in eine Nachrücker-Position zu bringen, falls sich eines der von der Bahn bevorzugten Projekte verzögern sollte.


    Den kompletten Artikel können Sie unter folgender Adresse nachlesen:
    Zeitungsartikel der Nürnberger Nachrichten
    Zeitungsartikel der Nürnberger Zeitung

  • Das gibt einen ganz schönen Impuls, denke ich. Ursprünglich waren doch drei Hafenbecken geplant, davon nur eines gebaut. Behält man sich die zwei übrigen planerisch vor oder bleibt es bei dem einen Becken (ich glaube letzteres)?
    Noch mehr Auswirkungen hat die Verlagerung wohl im Stadtzentrum. Ich dachte eigentlich, das Gelände am alten Containerbahnhof in Gostenhof wird verschachert. Die Grundstücke dürften doch für Wohnbebauung ziemlich lukrativ sein, so zentrumsnah ist doch sonst nichts mehr frei! Warum dann dort eine Werkstätte bauen, die man doch auch irgendwo außerhalb errichten könnte?

  • Hallo baukunst-nuernberg:


    Hinsichtlich dem Hafenbecken: Das ist in der Tat etwas verwirrend, ich habe gerade nochmals auf den Stadtplan der Stadt Nürnberg geschaut, siehe hier:
    http://www.nuernberg.stadtplan-region-nuernberg.dewww.nuernberg.stadtplan-region-nuernberg.de


    Wenn du den Hafen aufrufst, wirst du sehen, dass es bereits zwei Becken gibt. Einmal den waagerechten und einmal den senkrechten.
    Angeblich soll noch ein drittes Hafenbecken gebaut werden, womit, so habe ich das zumindest verstanden, nicht das neue Stichbecken gemeint ist.


    Hinsichtlich Gostenhof (GoHo):
    Ja, das finde ich auch ziemlich schade für GoHo! Es wurden ja bereits von der FH Pläne erarbeitete, wäre sicherlich für GoHo sehr interessant gewesen. Aber anscheind wollte man Arbeitsplätze sichern. Evtl. sollte so ein RegioWerk auch in der Nähe eines Hbf sein, dies ist aber nur eine Vermutung. Na ja, auf jeden Fall besser als einen Containerbahnhof vor der Tür zu haben.


    Weiß nun einer, wer die anderen großen GVZ´s sind?

  • Wie versprochen nun ein paar Bilder von der Baustelle des GVZ. Ich denke die drei Bilder verdeutlichen ganz gut um was für eine Fläche es da geht. Auf dem ersten Bild sieht man schon die Containerterminals (Kräne?, weiß leider nicht wie man diese genau nennt)


    Bild 2: Hinten Rechts kann man die beiden Containerterminalkräne sehen (vom ersten Bild)



    Bild 3: Von der gleichen Position wie Bild zwei nur in die andere Richtung


  • Wird richtig groß. Interessant dürfte auch die Betriebsentwicklung Schnittstelle Bahn-Schiff werden. Denn andere größere GVZ liegen nicht am Wasser.


    Gibt es Pläne und genaue Termine?

  • Max BGF:


    Pläne habe ich leider keine!


    Die trimodale Umschlaganlage soll im Frühjahr 2006 in Betrieb gehen.
    Die bimodale Anlage der Bahn soll 2008 in Betrieb gehen.
    Wann das dritte Becken fertig sein wird, weiß ich nicht.


    Sie wollen sogar eine Zugstrecke von Nürnberg nach China untersuchen, was angeblich etliche Tage weniger brauchen würde als über See.


    Mal sehen!