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Alt 05.08.04, 03:01   #31
el mariachi
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el mariachi ist einfach richtig nettel mariachi ist einfach richtig nettel mariachi ist einfach richtig nettel mariachi ist einfach richtig nettel mariachi ist einfach richtig nett
500.000€ für den Hektar. Der Kaufpreis ist eigentlich eine Schweinerei, aber ich freue mich, daß die Messe endlich gebaut werden kann.
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Alt 05.08.04, 05:56   #32
Max BGF
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Zitat:
Zitat von JinStuttgart
500.000€ für den Hektar. Der Kaufpreis ist eigentlich eine Schweinerei, aber ich freue mich, daß die Messe endlich gebaut werden kann.
Wir sind halt eine Konsensgesellschaft. Aber ich halte es auch für besser mit den Nachbarn in Frieden zu leben, was mit den höheren Preisen besser gelingen dürfte.

Bezeichnender finde ich folgendes:
Zitat:
b) Darüber hinaus wird eine Strukturkommission eingesetzt, die gemeinsam mit den Landwirten Perspektiven für die langfristige Sicherung der Existenz der Landwirtschaft auf den Fildern erarbeiten soll.
Ständig dieser Halbsozialismus. "Strukturkommission". In Deutschland sollen derzeit pro Tag 1000 Menschen ihren Arbeitsplatz verlieren. da werden keine 200 Strukturkommissionen einberufen. Was muß man so einen Aufwand für 5 Landwirte treiben, die allein durch die Flächenerlöse liquide Mittel in Millionenhöhe erhalten dürften.

Ein Kernwesen unserer Demokratie: Gerechtigkeit nicht an Gleichmäßigkeit oder objektiven Maßstäben orientiert, sondern wer am meisten meckert, protestiert, schreit, bekommt am meisten. Antiautoritäre Erziehung im Großen

Geändert von Max BGF (05.08.04 um 06:00 Uhr)
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Alt 19.08.04, 16:02   #33
goschio1
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aus der IZ:
http://www.immobilien-zeitung.de//ht...=11513&rubrik=

Zitat:
Erster Spatenstich für Neue Messe Stuttgart am 14. September
Nachdem die Proteste der Filderbauern beendet sind, hat die Stuttgarter Messe- und Kongressgesellschaft den Termin für den ersten Spatenstich für die neue Landesmesse genannt: Am 14. September beginnen die Bauarbeiten für das 806 Mio. EUR schwere Vorhaben in unmittelbarer Nachbarschaft zum Stuttgarter Flughafen. Im Frühjahr 2007 soll die Einweihung erfolgen. Die Messe erhält sieben Standardhallen à 10.000 qm und eine Hochhalle mit 25.000 qm Ausstelltungsfläche. Darüber hinaus sind ein Kongresszentrum, zwei Parkhäuser für insgesamt 4.000 Pkw-Stellplätze sowie eine Tiefgarage mit weiteren 1.000 Parkplätzen geplant.
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Alt 27.08.04, 01:00   #34
Max BGF
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Durchbruch perfekt

Endlich! Landwirte und Stadt LE ziehen Klagen zurück. Jetzt ist das Ding 99,99 %ig, morgen werden die Verträge unterschrieben:
Zitat:
Leinfelden-Echterdingen - Der Weg für den Bau der Neuen Messe auf den Fildern ist frei: Der Gemeinderat von Leinfelden- Echterdingen (Kreis Esslingen) stimmte am Donnerstagabend dem Verkauf von städtischen Flächen für den knapp 800 Millionen Euro teuren Ausstellungskomplex mit großer Mehrheit zu. Auch alle Klagen sollen zurückgenommen werden. Zuvor hatten die Abgeordneten im Gemeinderat ein weiteres Mal kontrovers über den Verkauf diskutiert.

Am Mittwochabend hatten die fünf klagenden Landwirte ihren Widerstand gegen die geplante Landesmesse endgültig aufgegeben...
(Quelle: http://www.stuttgarter-zeitung.de/st...ail.php/788526)
Und StN: http://www.stuttgarter-nachrichten.d...ail.php/788493

Jetzt wird interessant zu beobachten, ob überregionale Medien auch über diese fast Milliarden-€-Investition berichten, wenn sie "nur" von einem Land & Stadt getragen wird und weder in Berlin, Neue Länder noch den Medienstädten München, Köln und Hamburg stattfindet.
Wahrscheinlich nicht, aber ich lasse mich gerne positiv überraschen. Ein schönes Zeichen für ein Deutschland, in dem sich noch was bewegt, ist es allemal.
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Alt 27.08.04, 03:04   #35
Max BGF
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Kommentar

Weitere Artikel: Gegenleistungen für die Bauern

Zustimmung durch Gemeinderat Leinfelden-Echterdingen ; Dort steht zu lesen:
Zitat:
Nur die Grünen lehnten den Verkauf der Grundstücke strikt ab. Sie bezeichneten den Messebau und das Verfahren als "Schande für unser Land".
War da nicht was?
Ach so, ja genau, solche Sätze haben früher immer ganz andere gesagt

Aber daß einzelne Grüne diesem Land inzwischen ein "unser" voranstellen können, ist löblich revolutionär. Oder ist es doch mehr possessiv gemeint und sie tun das nur solange Grün im Bund regiert?


Nun denn, ich möchte mit einem sehr trefflichen Kommentar aus der EZ schließen, der den Nagel aber auch sowas von auf den Kopf trifft:
Zitat:
Spatz in der Hand

Von Markus Bleistein

(...) Die betroffenen Bauern werden entschädigt; sie werden es verstanden haben, ihr Schäfchen ins Trockene zu bringen.

Damit ist der über zehn Jahre währende Streit um die Neue Messe auf den Fildern zu Ende. Die juristische Situation war zum Schluss an Eindeutigkeit nicht mehr zu überbieten. Von Mal zu Mal hatten die Messeplaner ihre Prozesse in allen Instanzen gewonnen - und das mit für die Messegegner teilweise beschämenden Begründungen. Wer in einer solchen Situation an der Unabhängigkeit der Justiz zweifelt, offenbart ein hohes Maß an Realitätsverlust. Zudem ist im Landtag mehrfach über die Messe abgestimmt worden. An der demokratischen Legitimität kann nicht gezweifelt werden.
(...)
Wer der Landesregierung übergroße Härte vorwirft, lebt im Wolkenkuckucksheim. Projekte wie eine neue Messe werden in Deutschland nur mit Härte durchgesetzt werden können. Im übrigen haben auch die Messegegner alle juristischen Kniffe ausgenutzt, um die Messe zu verhindern. Andere europäische Länder spotten über deutsche Genehmigungszeiten.

Das Land hat sich zum Schluss großzügig gezeigt und zahlt den höheren Schätzpreis von 53 Euro pro Quadratmeter. Zufrieden werden Bauern und Stadt nicht sein. Doch jetzt sollte Frieden einkehren.
(Quelle: http://www.ez-online.de/ueberregiona...tikel40380.cfm)
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Alt 27.08.04, 08:56   #36
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Härte?

Ob das Landesmesse-Gesetz legal ist, ist noch nicht geklärt. Die Landesregierung war sogar sehr stolz darauf mit diesem Kunstgriff die Klageberechtigung der Stadt LE zu verzögern. Ich halte dies für kein demokratisches Verfahren.
Ob es sinnvoll ist, eine lokale Messe neben einen internationalen Flughafen zu setzen, ist auch noch offen. Die Anfahrt mit Auto oder Bahn ist teurer und dauert länger. Selbst aus dem Süden oder Osten fährt die Bahn einen Riesenumweg über Bad Cannstatt.
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Alt 27.08.04, 09:13   #37
Alf
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Zitat:
Aus EZ (Max BGF)

Projekte wie eine neue Messe werden in Deutschland nur mit Härte durchgesetzt werden können.
....
Andere europäische Länder spotten über deutsche Genehmigungszeiten.
Klingt fasst wie "Dem Pöbel muss man zeigen wo es lang geht". Glücklicherweise hatte man Schuster unter viel Mühen beigebracht, dass in er in Sachen Härte beim Trump Tower auf eine Wand auffährt. Er hat jetzt noch an den Folgen zu knabbern (Verhandlungstermin 13.10.04).

Tatsächlich sind die langen Genehmigungszeiten ein Grundübel. Ob ein Projekt durchgeführt werden darf oder nicht, sollte sich sehr viel schneller entscheiden. Die lange Hängepartie kostet nur unnötig Geld und Nerven. Der neuen Messe war es jedoch letztendlich dienlich, hat es doch von der Finanzierungsfrage völlig abgelenkt. Auf den Seiten SPD Stadtratsfraktion in Stuttgart findet man noch die ursprüngliche Kalkulation. Mit gerade mal 50 Mio. DM (nicht Euro) wäre die Stadt dabei. Nicht nur der kalkulierte Gesamtpreis war da noch geringer, auch die zahlreichen Zuschüsse haben sich in in der aktuellen Kalkulation nicht bewahrheitet und die Zuschüsse der Wirtschaft sind zu Krümeln (5 Mio. Euro bisher in Aussicht) geworden.

http://www.spd-fraktion-stuttgart.de...se.php?navid=8
(Kostenaufstellung ganz unten)

Geändert von Alf (30.08.04 um 10:11 Uhr)
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Alt 27.08.04, 11:39   #38
el mariachi
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Daß man für die 5 betroffenen Bauern auch noch eine Strukturkommission einrichtet ist wirklich ein Unding.

In Mannheim hat kürzlich jemand zu hoch gepokert. Sein bescheidenes Heim stand unmittelbar neben einem Autobahnzubringer und sollte für eine Lärmschutzwand abgerissen werden. Der Verkehrswert wurde auf lediglich 60.000€ geschätzt, dennoch bot man dem Besitzer am Ende 750.000€. Als er aber auch dieses Angebot ablehnte entschied man sich, die Wand genau zwischen Schnellstraße und Grundstück zu bauen, auf seiner unmittelbaren Grundstücksgrenze. Wer selbst mehr als das 12-fache des Verkehrswertes ablehnt ist selber schuld.
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Alt 27.08.04, 12:48   #39
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Schnell und einfach

Wenn man eine ehrliche Lösung hat geht es schnell.
Eine Messe ist mir wichtig, ich habe als Stadt die Planungshoheit und das Land gehört mir, dann kann es auch in Deutschland schnell gehen und die Antwort ist JA. Diese Voraussetzungen sind in Stuttgart erfüllt. Im Bereich Stuttgart21 gibt es genug Flächen. Die Frankfurter und Kölner Messe sind zu Fuß vom Hauptbahnhof erreichbar. Denen waren diese Flächen nicht zu schade.
Wenn mir aber die eigenen Wiesen zu schade sind, mir Bürobauten auf den eigenen Grundstücken mehr wert sind und mehr Gewerbesteuer und Arbeitsplätze sichern, dann brauche ich mich nicht zu wundern, wenn meine Nachbarn den Schwarzen Peter auch nicht wollen.
Wenn ich also einen unwirtschaftlichen Betrieb auf anderer Leute Markung und andrer Leute Land bauen will, dann kann es in einem Rechtsstaat nur eine nur eine Antwort geben: NEIN.
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Alt 27.08.04, 13:10   #40
Alf
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Für eine Messevorhaben sind die Flächen hinter dem Bahnhof zu klein. Man muss ja nicht nur Hallen bauen, man muss auch Parkflächen haben und an die Verkehrsverbindung denken. Jede größere Messe würde dort den Innenstadtverkehr Stuttgarts zu Öffnungs- und Schließungszeiten lahmlegen. Da es ja eine Landesmesse ist und keine Stadtmesse, ist der Standort außerhalb Stuttgarts legitim. Köln und Frankfurt konnten in der Innenstadt ihre Messen ansiedeln, als Grundstücke noch zur Verfügung standen und auch bezahlbar waren. Heute würde es keiner Stadt mehr gelingen. Das würde nur in China funktionieren, wo das Zentralkomitee per Dekret ein Stadtviertel niederwalzen lassen kann.
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Alt 27.08.04, 13:12   #41
el mariachi
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Die Messe unmittelbar neben dem Flughafen und an der Autobahn anzusiedeln ist schon sinnvoll.
Die Stuttgart 21-Flächen stehen jetzt auch noch nicht zur Verfügung, es ist sogar nach wie vor fraglich, ob der neue Tiefbahnhof überhaupt realisiert wird.
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Alt 27.08.04, 16:31   #42
Max BGF
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Zitat:
Zitat von derstuttgarter
Im Bereich Stuttgart21 gibt es genug Flächen. Die Frankfurter und Kölner Messe sind zu Fuß vom Hauptbahnhof erreichbar. Denen waren diese Flächen nicht zu schade.
Heißt das, Du könntest Dir die Neue Messe auf S21-Areal vorstellen? Und zwar auf jetzt schon verfügbarem Areal, also A1 oder C1. Schließlich ist Zeitdruck angesagt, auch wenn manche Messegegner selbst dem widersprechen...
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Alt 27.08.04, 16:49   #43
Alf
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Dann könnte die Messe gleich da bleiben wo sie jetzt schon ist. Rechnet man zu der jetzigen Hallenfläche die der Parkflächen und Parkhäuser am Killesberg hinzu, dürfen keine astronomischen Unterschiede in der nutzbaren Fläche herauskommen, es sei denn man kalkuliert die Messebesucher verteilen sich auf die Innenstadt-Parkhäuser, aber dann "Prost Mahlzeit"
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Alt 27.08.04, 17:55   #44
Max BGF
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Zitat:
Zitat von JinStuttgart
Daß man für die 5 betroffenen Bauern auch noch eine Strukturkommission einrichtet ist wirklich ein Unding
Wenn´s dem Frieden dient und nicht teurer wird als permanente Sitzblockadenauflösungen...
Als Optimist erhoffe ich mir jetzt einfach bis zum Beweis des Gegenteils etwas Positives hinsichtlich Naturraum-Gesamtkonzept Filder.

Zitat:
Zitat von Alf
Klingt fasst wie "Dem Pöbel muss man zeigen wo es lang geht".
Jetzt unterstellst DU! Der "rechtlose" Pöbel hatte Demonstrationsrecht, Unterstützung der Stadt LE und v.a. die Chance zu einer Serie von Gerichtsverfahren bekommen. Der Kommentar deutet berechtigterweise darauf hin, daß die Messegegner ALLE Mittel ausgeschöpft haben und relativiert in dieser Hinsicht die Härte des Landes, wobei CDU, FDP UND SPD im Landtag für die Messe waren. Soviel zur demokratischen Legitimierung.

Man sollte auch nicht vergessen, daß eine Messeplanung heute nicht mit einer Messeplanung gestern vergleichbar ist: Wettbewerbe, Umweltschutzbelange, Berücksichtigung weiterer externer Effekte, Ausgleichsmaßnahmen. All das ist schon in mehreren Runden in den Plänen berücksichtigt. Auf dieser Basis (die früher wahrscheinlich als Maximalerfolg des kommunalen Widerstands verkauft worden wäre) nun müssen sich die Berufsbedenkenträger ein neues Betätigungsfeld suchen. Da blieb für die Einen in diesem Falle nichts mehr als eigentlich zwanghaft-sinnloser Protest. Für die Anderen (Grundbesitzer) trat das zu erwartende Ergebnis ein...

Alf, versteh mich nicht falsch. Ich kenne Deine Kritik bzgl. Finanzierung. Ansonsten akzeptierst Du ja das Konzept der Neuen Messe, insbes. Standort. Wir sind uns hpts. darin uneins, ob man dieses Risiko eingehen sollte oder - aus meiner Sicht - ob man das Risiko eingehen sollte, die Neue Messe nicht zu bauen. Dazu bedarf es einer langfristigen Analyse von Kosten UND Nutzen. Für Stuttgart und uns Bürger spielt diesbezüglich auch die Killesberg-Nachnutzung eine Rolle. Das wird spannend, ein Wettbewerb ist schon ausgeschrieben

Ich frage mich schon auch, ob Deutschland alle 150 km eine Großmesse braucht. Leider sind die Anreizsysteme in D so, daß es speziell für Gebietskörperschaften besser ist, Geld auszugeben und anschließend mit nackter Hose dazustehen. Ansonsten kommen irgendwann Begehrlichkeiten nach dem Motto. "Da ist noch was zu holen", "Wie können die eine neue Messe bauen, während andere die Sozialhilfe nicht mehr fristgerecht auszahlen können, wie unsolidarisch". Das Ende vom Lied ist dann, daß der Sparsame der Dumme ist und für Investitionen andernorts spart.

Wußtest Du, daß Baden-Württemberg als einziges Land jedes Jahr in den Länderfinanzausgleich einbezahlt hat und als eigentlich topographisch benachteiligtes Land bei den Bundesmitteln für Verkehr unterdurchschnittlich! berücksichtigt wurde. Wir haben eben ein Talent, uns mit "Wir sind die Besten" als unsympathischer Großkotz zu gerieren, wenn es aber um konkretes Geld geht, den dummen Finanzier zu geben.

Es kann nicht angehen, daß B-W trotz seines Reichtums stehen bleibt und Wettbewerbsfähigkeit verliert, weil sich seine Investitionen betriebswirtschaftlich "sicher" rechnen müssen, während andernorts der Bund das Risiko trägt oder ein risikobereiteres - gar von B-W subventioniertes - Land seine Messe bezuschußt. Eigentlich schade, insgesamt suboptimal, aber bittere Realität für die hiesige Messegesellschaft. Natürlich ist ein Subventionswettkampf ein denkbar schlechtes Argument für einen Messeneubau. Jedoch halte ich gerade die Neue Landesmesse für sehr wettbewerbsfähig wegen:
- einzigartiger Standort direkt am Flughafen + Billigflieger-Boom
- angemessene Größe
- messeorientierte Industrie vor Ort
- Ballungsraum, Bevölkerungsmenge
Bei diesen Punkten geht es nicht darum, daß sie einfach nur vorliegen, sondern daß sie tatsächlich Vorteile gegenüber einigen anderen Messen darstellen!

Zudem ist die Attraktivität der verbrauchten Fläche zw. Flughafen, A8 & B27 äußerst gering.

Du sieht, ich bin wirklich recht optimistisch und würde angesichts der positiven indirekten Effekte auch gut mit einem erträglichen jährlichen Betriebsverlust von z.B. 2,7 Mio € leben können.

----------------------
Zitat:
Zitat von Alf
Glücklicherweise hatte man Schuster unter viel Mühen beigebracht, dass in er in Sachen Härte beim Trump Tower auf eine Wand auffährt. Er hat jetzt noch an den Folgen zu knabbern (Verhandlungstermin 16.10.04).
Das verwirrt jetzt aber etwas, hier noch Trump-Tower unterzubringen. Das war ja auch nicht Schuster alleine, wie Du wissen müßtest. Und ein jetzt evtl. schon fertiggestellter Trump-Tower wäre sicher nicht der Untergang des Stuttgarter Städtebildes.

Heute würde wohl nicht mal mehr der Fernsehturm, auf den nun alle in kuscheliger Eintracht so stolz sind (weil nicht mehr verhinderbar?) gebaut werden können. Oder vielleicht ohne diesen häßlichen Glaskorb ?
Max BGF ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.08.04, 18:25   #45
derstuttgarter
 
Beiträge: n/a
Rechtsweg nicht ausgeschöpft

Der Beitrag wurde gelöscht, da er für einige hier zu hoch war und deshalb mißverstanden wurde.

Geändert von derstuttgarter (28.08.04 um 09:54 Uhr)
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