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Alt 19.08.10, 14:17   #1
Schmittchen
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Bauvorhaben in Oestrich-Winkel

Seit 1980 hat die EBS Business School ihren Sitz im Schloss Reichartshausen in Oestrich-Winkel im Rheingau. Im Jahr 2008 wurde das Rheingau-Palais in Wiesbaden-Schierstein zum Hauptsitz der Hochschule. Mit Gründung der EBS Law School als zweite Fakultät im Juni 2010 wurde Universitätsstatus erlangt, künftig nennt sich die Hochschule EBS Universität für Wirtschaft und Recht.

Nicht nur für ihren rechtswissenschaftlichen Fachbereich in Wiesbaden, sondern für ihren Standort Oestrich-Winkel hat die EBS Pläne. Wie das Wiesbadener Tagblatt heute berichtet, ist auf weiteren 2,2 Hektar ein "Rheingau-Campus" geplant. Investitionen von gut 75 Millionen Euro sind vorgesehen, öffentliche Mittel sollen allerdings nicht beantragt werden. Die Universität sucht nach einem privaten Investor.

So sieht es bisher aus - links das Hörsaalgebäude ("Walther Leisler Kiep Center"), 2000 fertig gestellt, Architekt Prof. Christoph Mäckler (weitere Fotos), und rechts das Schloss Reichartshausen:


Bild: The elephant (mit cc-by-sa-Lizenz)

Der Masterplan sieht zunächst den Bau eines Studentenwohnheims mit Wohnungen für 150 bis 200 Studenten vor. Später soll als Kernstück eine völlig neue Campusmitte mit Zentralgebäude folgen. Außerdem eine neue Sporthalle mit turnierfähigem Tennisplatz samt Tribüne für 500 Zuschauer auf dem Dach. Schließlich ist ein Parkdeck mit 400 Stellplätzen für Autos und 300 Stellplätzen für Fahrräder vorgesehen.

Es existieren bereits erste Planungen und Modelle für den Rheingau-Campus. Die Entwürfe sind vom Büro Mühlhause, Freimuth & Partner, Oestrich-Winkel. Auf deren Website sind unter anderem die Abbildungen unten zu sehen.

Bedauerlicherweise lassen diese Entwürfe, anders als Mäcklers Hörsaalgebäude, jegliche Einfühlsamkeit vermissen. Sie passen weder in die liebliche Landschaft des Rheingaus, noch harmonieren sie auch nur ansatzweise mit dem Bestand. Schroffe aufgeständerte Boxen mögen anderswo ihren Platz haben - in den Rheingau gehören jedenfalls nicht. Wie man eine vergleichsweise große Nutzfläche einigermaßen schonend in einem Weinberg unterbringen kann, dafür kann etwa die neue Steinberg-Kellerei (Info) im benachbarten Eltville als Vorbild dienen.







Bilder: Mühlhause, Freimuth & Partner
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