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Alt 12.10.11, 18:26   #76
SkylineSGE
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SkylineSGE hat die ersten Äste schon erklommen...
Konkurrenz

Ich bin erst seit kurzem hier angemeldet, verfolge das Forum aber schon eine Weile. Also ich hoffe ich bin in diesem Thread richtig.

Also die Frage ist wieso in Frankfurt immer kleiner gebaut wird die Tendenz soll ja meinen Informationen nach in richtung 100m Türme gehen.
Was das Maintor/Winx und der Hotelturm des Hyatt ja auch deutlich zeigen.

Wie schafft es dann die Konkurrenz in London gleich zwei 300m Riesen zu bauen. Die beiden Projekte heißen Shard London Bridge und The Pinnacle, womit Frankfurt den Wettkampf um das höchste Gebäude in Europa bzw. in der EU verlieren wird oder so zu sagen schon verloren hat. Auch Paris hat das ein oder andere Projekt vorzuweisen. Doch in Frankfurt wird das wohl nicht so recht, seit Jahre wurde alleine die 200m markal nicht mehr durchbrochen.
Warum finden diese Städte die nötigen Ankermieter und wir nicht
Oder besteht von Seiten der Stadt auch kein Interesse?
m.M.n. sollte die Stadt sich bemühen die Skyline wachsen zu lassen weil sie für uns ein echtes Alleinstellungsmerkmal ist!!!

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Alt 12.10.11, 19:44   #77
RMA
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RMA hat eine wundervolle ZukunftRMA hat eine wundervolle ZukunftRMA hat eine wundervolle ZukunftRMA hat eine wundervolle ZukunftRMA hat eine wundervolle ZukunftRMA hat eine wundervolle ZukunftRMA hat eine wundervolle ZukunftRMA hat eine wundervolle ZukunftRMA hat eine wundervolle ZukunftRMA hat eine wundervolle ZukunftRMA hat eine wundervolle Zukunft
Beim Hochhausbau geht es in erster Linie um das Schaffen von Nutzflächen in der Vertikalen, weil die Horizontale keinen genügenden Platz mehr bietet. Keiner baut anbetrachts von Baukosten, die selbst beim einem international von den Dimensionen eher kleineren Projekt wie der EZB kaum noch unter einer Milliarde Euro zu halten sind, besonders hoch oder prächtig rein zu Zwecken der Repräsentation.

Auch sollte man nicht vergessen, dass die großen Boomjahre im Hochhausbau wohl erstmal vorbei sind, die meisten Großbanken haben in den letzten Jahrzehnten ihre Zentralen entweder modernisiert oder neu gebaut, so dass aus dieser Ecke mittelfristig kaum neue Aktivitäten zu erwarten sind, von den Auswirkungen der Finanzkrise noch ganz zu schweigen.

Und schließlich sollte man bei der Höhe auch nicht vergessen, dass es ab einer gewissen Höhe (ich meine mal sogar schon oberhalb von 350 Metern gelesen zu haben) schlichtweg ökonomischer Stuss ist, noch weiter nach oben zu gehen. In Dubai kann man sich den guten Ton eines Durchschnitts von 400 oder 500 Metern doch auch nur wegen der Dumpinglöhne leisten, für die dort gebaut wird. Was die Erschließung und Unterhaltung dieser Gebäude langfristig kostet, und was für Folgen das hat, wenn das Öl mal ausgeht, darüber hat glaube ich keiner nachgedacht und mir gruselt es ehrlich gesagt schon beim Gedanken daran. Da lebe ich doch lieber im biederen Deutschland, wo der Technikpositivismus schon überwunden ist.

Entgegen Frankfurt am Main haben das von dir genannte London und Paris bisher keine besondere Hochhauslandschaft zu bieten, insofern ist es eigentlich nachvollziehbar, dass der Hochhausbau dort nun anzieht. Anbetrachts der abartigen Immobilienpreise in den genannten Städten gibt es ja auch durchaus Gründe dafür, in die Höhe zu gehen. Allerdings braucht Paris ganz sicher keine Hochhäuser als Alleinstellungsmerkmal.

Ich sehe am ehesten in hochwertigen Wohnhochhäusern (also der Antithese zur Platte) nach New Yorker Vorbild die Chance für eine Renaissance des Hochhausbaus, wenn wohl auch nur für die oberen Zehntausend. In Frankfurt am Main dürfte damit aber auch langfristig nicht in größerer Zahl zu rechnen sein, da es einfach immer noch mehr als genug Flächen gibt, die nachverdichtet werden können. Eventuell ist auch mit dem Umbau ehemaliger Bürohochhäuser zu diesem Zweck zu rechnen (wobei die jüngeren Ereignisse in dem Zusammenhang natürlich nicht gerade Mut machen).
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Alt 12.10.11, 20:26   #78
SkylineSGE
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SkylineSGE hat die ersten Äste schon erklommen...
Also das mit dem Alleinstellungsmerkmal war jetzt garnicht auf Paris sondern eher auf Frankfurt bezogen. Aber alles in allem heißt das, dass der Bedarf für solche Bauten von europäischen oder deutschen Unternehmen gedeckt ist. Naja was den ökologischen Teil anbelangt ist mir klar das es unmengen Geld verschlingt. Auch wenn HH wie der T185 zeigen das es auch anders geht. Das heißt also das der Millenium Tower gar kein so schlechtes Projekt ist, wenn wie du sagst der Bedarf eher an exklusiven Wohnimmobilien steigt.

Geändert von SkylineSGE (12.10.11 um 22:09 Uhr) Grund: Tippfehler
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Alt 13.10.11, 08:17   #79
Wahnfried
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Zitat:
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In Dubai kann man sich den guten Ton eines Durchschnitts von 400 oder 500 Metern doch auch nur wegen der Dumpinglöhne leisten, für die dort gebaut wird. Was die Erschließung und Unterhaltung dieser Gebäude langfristig kostet, und was für Folgen das hat, wenn das Öl mal ausgeht, darüber hat glaube ich keiner nachgedacht und mir gruselt es ehrlich gesagt schon beim Gedanken daran. Da lebe ich doch lieber im biederen Deutschland, wo der Technikpositivismus schon überwunden ist.
Dumpinglöhne ist der falsche Terminus. Die Löhne in Dubai sind so wie sie sind Marktlöhne. Es wird an den Löhnen nichts subventioniert, noch verknappt, noch sonstwie manipuliert.
Wenn die Löhne nicht ausreichend wären, würden die Arbeiter, die für diese Löhne arbeiten, nach Hause gehen.
Der Grund wieso in Dubai ein solch großes Lohngefälle zwischen Niedrig-Qualifizierten Berufen (z.B. Bauarbeiter, LKW-Fahrer, Taxi-Fahrer, Handwerker, etc.) und Höher-Qualifizierten Berufen besteht ist der Markt.
Es gibt sehr viele Menschen in den umliegenden Länder (Indien, Pakistan, Nepal, Bangladesch, etc.) die für diese "niedrigen Löhne" in Dubai arbeiten wollen. Da es keine Einheimische Konkurrenz gibt, die in diesen Berufen arbeiten will, ist der Markt offen für jeden.
Ausserdem ist die Staatsquote in Dubai sehr niedrig im Vergleich zu Deutschland, wo der Staat bei jedem ausgegebenen Euro (Löhne, Material, etc.) 40% abgreift.
Schon von daher wäre der Bau eines Hochhaus wie die EZB in Dubai 35% günstiger als in Deutschland. Die Aufwendungen für die Bauvorschriften, Bau-Genemigungen und Bürokratie dürften ebenfalls ein Kostenvorteil fürs bauen in Dubai bringen.
Die Löhne der Arbeiter sind niedriger, dafür ist aber auch die Produktivität der Arbeiter schlechter, die Qualität der Arbeitsleistung ist in Deutschland wohl höher.
Für die Zeit nach dem Öl gibt es Ausweich-Pläne. Dubai und ganz Arabien ist prädestiniert für den Betrieb von Solarkraftwerken. Ähnlich wie das Desert-Tec Projekt, könnte man in Arabien Solarkraftwerke bauen und damit den Energiehunger der aufstrebenden neuen Wirtschaftsmächte in Asien stillen.
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Alt 15.10.11, 17:24   #80
daKay
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daKay befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
ich war gerade wieder auf skyscraper bissl träumen^^ da fällt mir eines auf "tower one in arbeit" oder ist das nur ein fehler? hab ich was verpasst?http://skyscraperpage.com/diagrams/?cityID=694
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Alt 15.10.11, 17:26   #81
cardiac
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cardiac ist ein Lichtblickcardiac ist ein Lichtblickcardiac ist ein Lichtblickcardiac ist ein Lichtblickcardiac ist ein Lichtblickcardiac ist ein Lichtblickcardiac ist ein Lichtblick
Ziemlich sicher ein Fehler, der vermutlich mit dem Baustart des Skyline Plaza zusammenhängt. Leider.
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Alt 16.10.11, 14:30   #82
Bau-Lcfr
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Zitat:
Zitat von RMA Beitrag anzeigen
Keiner baut anbetrachts von Baukosten, die selbst beim einem international von den Dimensionen eher kleineren Projekt wie der EZB kaum noch unter einer Milliarde Euro zu halten sind, besonders hoch oder prächtig rein zu Zwecken der Repräsentation.
Doch, für Höhenrekorde ist das der Hauptgrund. Wenn es nur um Verdichtung ginge - gilt es - verschaffen Mini-Hochhäuser um 50-60 Meter das Optimum an Baudichte und Kosten. Mit Blockrandbebauung um 8-10 Etagen, die mit Mini-Hochhäusern ergänzt wird, kann man bereits sehr viel Dichte erreichen.

Dass London im Vergleich zu Frankfurt keine nennenswerte Skyline besäße, würde ich bezweifeln. Mein persönlicher Eindruck ist, in dieser Hinsicht hat London Frankfurt bereits überholt - der Unterschied ist lediglich, dass ich Frankfurt bei einem Tagesausflug für 39 EUR erreichen kann und London nicht, sonst würde ich nach London fahren. Die Tatsache, dass zwischen den Hochhäusern der City die Londoner Altstadt viel stimmungsvoller erlebbar ist, trägt noch zu Attraktivität bei.

Zum Schluss ein gestern von mir gemachtes Abendfoto der Frankfurter Skyline:





...und ein wenige Stunden zuvor gemachtes Foto, das meiner Meinung nach die richtige Richtung symbolisiert - die Palastrekonstruktion und beide Hochhäuser sind in der gleichen Zeit entstanden:


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Alt 08.01.12, 17:15   #83
Greg0312
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Greg0312 könnte bald berühmt werden
EZB von Konstabler Wache aus

Anbei ein Blick aus der vierten Etage und durch die Fensterscheibe an Konstabler Wache / Zeil 64.
Es wird sicher interessant, ob man die Spitze des fertigen Baus von der Zeil auch vom Boden aus sehen kann.

-Bildrechte liegen bei mir-

Geändert von Greg0312 (08.01.12 um 17:35 Uhr)
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Alt 09.01.12, 16:35   #84
tunnelklick
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Zitat:
Zitat von Greg0312 Beitrag anzeigen
Es wird sicher interessant, ob man die Spitze des fertigen Baus von der Zeil auch vom Boden aus sehen kann.
Kleine Spielerei am Nachmittag:

Von der Gebäudeecke Zeil/Gr. Friedberger (McDonalds) aus wird man das EZB-Gebäude nach meiner Berechnung ab einer Höhe von 151,5 m sehen können, wenn man die Höhe des Segmüller-Gebäudes mit 18 m annimmt; wäre das 20 m hoch, würde man die EZB ab einer Höhe von 168,5 m sehen können. Die Distanz zum Fuß des EZB-Turm beträgt 1.340 m.

Geändert von tunnelklick (09.01.12 um 16:36 Uhr) Grund: Rechtschreibung
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Alt 13.01.12, 08:45   #85
Xalinai
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Leider musst Du noch die 9 Meter Höhenunterschied zwischen deinem Standort (Ecke McD, 110m ü. NN) und dem Turm (101m ü. NN.) dazu addieren - das wird knapp, da kann die Körpergröße schon zum entscheidenden Faktor werden.

Bei der Gebäudehöhe hilft der Lichtmast davor. Der trägt ein Schild mit der Auskunft "Lichtpunkthöhe 10m". (Nein, das kann man auf Street Map nicht erkennen).
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Alt 13.01.12, 21:26   #86
Greg0312
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Greg0312 könnte bald berühmt werden
Blickbeziehungen in FFM

Ich wollte keine Debatte darüber entfachen, ob man die EZB tatsächlich von dem Standort aus sieht
Ich finde es aber persönlich spannend wie die Hochhausbauten in Frankfurt, abseits der "Mainufer - Postkarten Perspektive", vor allem im Wechselspiel mit der Umgebungsbebauung aus Fussgängerperspektive wirken (z.B. Eschersheimer Tor und Palaisqartier).
Gehört aber letzlich in einen anderen Thread

-----------------
Mod: Wohl wahr
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Alt 13.07.12, 18:52   #87
Megaxel
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Skyline nur noch putzig

So betitelt die FNP einen Artikel heute: http://www.fnp.de/fnp/region/lokales...988135.de.html

In der Sache hat sie recht. Mit Skylines aus Asien und Amerika (mittlerweile auch Südamerika, etwa Panama-City) kann Frankfurt nicht mehr mithalten. Dafür fehlt es hier an Bevölkerungswachstum, wirtschaftlicher Dynamik und auch Geltungsbewusstsein.

In Europa allerdings spielt Frankfurt zusammen mit London, Moskau, Warschau, Rotterdam, Paris und Mailand (und Istanbul, wenn man es zu Europa zählt) durchaus eine Rolle.

Ferner wird die Skyline - wenn auch nur sehr langsam - weiter wachsen. Türme mit mehr als 200 m erwarte ich zwar nicht (es sein denn, ein reicher Milliardär will sich selbst ein Denkmal setzen oder ein Investor/Unternehmen aus dem Nahen Osten oder Asien möchte mit einer "Aufgepasst - jetzt komme ich"-Europazentrale mal richtig klotzen). Für kleinere Türme sehe ich dagegen Potenzial. In Deutschland erwarte ich diese aber nur in Berlin und Frankfurt. Berlin, weil es derzeit boomt. Und Frankfurt, weil hier einfach schon Hochhäuser sind. Ein potenzieller Investor oder auch Mieter wird hier einfach viel eher an ein Hochhaus denken als in München oder Hamburg. Nachteilig für Frankfurt ist dagegen, dass wir in der Finanzwirtschaft außer der Deutschen Bank keinen Global Player mehr haben. Alle anderen sind im Grunde nur noch Nationalbanken, die vereinzelt über Tochterbanken noch im europäischen Ausland tätig sind.

Geändert von Megaxel (13.07.12 um 18:54 Uhr) Grund: Fehlerkorrektur
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Alt 13.07.12, 21:44   #88
cardiac
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Ich denke, wenn sich Frankfurt noch verstärkter als internationale Business-Metropole mit sehr hoher Lebensqualität etc. (was sie alles aufweisen kann) präsentieren würde, und verstärkter versuchen würde aufstrebende Konzerne aus Fernost und sonstwo Frankfurt als Standort für Europazentralen schmackhaft zu machen, hat Frankfurt durchaus noch Potenzial. Das geht auch einher mit dem meiner Vermutung nach bisher ungenutzen Potenzial an hochklassigem Wohnraum in Hochhäusern. Mal sehen, ob das Taunustürmchen hier eine neue Entwicklung auslösen kann.
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Alt 20.07.12, 22:18   #89
Megaxel
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Mit New York konnte Ffm natürlich noch nie mithalten. Das können selbst heute nur wenige asiatische Städte. Ich hatte andere Städte im Sinn. In Europa sehe ich von der Optik und Dichte mittlerweile nur London und künftig eventuell Warschau als "Konkurrenten". Moskau zB hat jetzt die höchsten Wolkenkratzer Europas, aber die Skyline von Ffm macht mehr her.
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Alt 21.07.12, 00:25   #90
OffenbacherBub
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Richtig. Man sollte Frankfurt nicht mit den Megametropolen der Welt vergleichen. New York und viele asiatische Städte haben mehr als 10 Millionen Einwohner. Auch Moskau hat über 11 Millionen Einwohner, da ist es doch nur logisch, dass dort eine wirtschaftliche Dynamik entstehen kann, die zu höheren und irgendwann auch zu mehr Wolkenkratzern (als in Frankfurt) führen kann. Das gleiche gilt für die Millionenmetropolen London und Paris.

Was Frankfurt gegenüber Moskau, London & Paris in Europa so einzigartig macht, ist die Verteilung der Hochhäuser. In den drei erwähnten Städten sind die Wolkenkratzer fast ausschließlich in einem gesonderten Distrikt erbaut, der meist am Stadtrand zu finden und nach Feierabend menschenleer sind. In Frankfurt läuft man dagegen quasi ständig gegen ein Hochhaus. Sei es an der Messe, entlang der Mainzer, an der Oper, an der Zeil oder am Westhafen sowie (bald) im Ostend. Frankfurt ist so gesehen eine typisch amerikanische Großstadt - in Europa - und sollte auch mit diesen verglichen werden.

Berühmte Städte wie Seattle, (Detroit,) Boston, Baltimore, und San Francisco sind Städte, die von der direkten Einwohnerzahl, als auch von der Metropolregion mit Frankfurt/Rhein-Main vergleichbar sind. Zudem haben sie teilweise ähnliche Probleme. Hierzu möchte ich beispielhaft auf das Big-Dig-Projekt in Boston verweisen. Dort hat man die Stadtautobahnen, welche Boston durchschnitten für 14,6 Milliarden Dollar (!!) unter die Erde verlegt. Vergleichbar mit dem A66 verbindenden Riederwaldtunnel und einer gewünschten Einhausung der A661 sowie Tieferlegung der Rosa-Luxemburg-Straße.

Vergleicht man Adamas Fotos aus dem Flugzeug mit Luftbildern dieser Städte stellt man fest, dass die Wolkenkratzer dort ebenfalls quer durch die Stadt verstreut sind. Wie in Frankfurt sieht es von oben recht Lückenhaft aus und ist daher kein Vergleich zu New York City. Vor ein paar Monaten habe ich mal bei emporis.com recherchiert. Dabei habe ich und festgestellt, dass viele dieser und weiterer US-Großstädte im Schnitt ca. 50-60 fertiggestellte Häuser größer 100m haben (Fernsehtürme nicht einbezogen), Frankfurt ca. 30. Von daher ist bei uns also noch Luft nach oben.

Frankfurt sollte sich auch mit Altanta messen. Dessen Ballungsgebiet ist mit 5,7 Millionen Einwohner etwas größer als Rhein-Main und hat wie Frankfurt einen Weltflughafen, der als Hub dient (ebenfalls größer als unserer in Frankfurt). Wenn Frankfurt in den nächsten Jahrzehnten in Punkto Hochhäuser ab 100m (59), Einwohner im Ballungsgebiet und bei den Flughafendaten mit Atlanta gleichziehen könnte, wäre das schon gigantisch.
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Frankfurt - Your Place To Be
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