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Alt 24.06.16, 08:33   #496
DAvE LE
Dave Tarassow
 
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GLOBUS-Werke: Dachstuhl brannte

Zum Bauprojekt "GLOBUS-Werke" gab es beim Eckhaus in der Limburger-/Gießerstraße einen Dachstuhlbrand, dabei war das Dach schon ausgebaut.


Blick von der Limburger Straße aus. Foto: Peter G.
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Alt 01.07.16, 10:13   #497
miumiuwonwon
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Sanierungsvorhaben Leipziger Großbuchbinderei "Buchwerk"

Die Leipziger Großbuchbinderei "Buchwerk" in der Albert-Schweitzer-Straße (Standort) im Stadtteil Reudnitz soll zu modernen Wohnungen umgebaut werden. Bauherr ist die hiesige Firma Stadtbau Wohnprojekte GmbH. Nähere Informationen folgen.






© Andreas M. Gärtner u. Oliver A. Christ GbR Architekturdarstellung
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Alt 26.07.16, 07:47   #498
DAvE LE
Dave Tarassow
 
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Gießerei-Gebäude Nonnenstraße 13

Wie bereits im Strang "Leipziger Wohnungsbau" berichtet, muss das Industriegebäude Nonnenstraße 13 an der Weißen Elster weichen. Es ist das letzte Gebäude, das an den industriellen Gießerei-Ursprung in der Nonnenstraße erinnert. Heinrich Hirzel begann dort 1873 mit einer chemischen Fabrik, daneben startete Ludwig Jerrmann 1873 mit einer Eisengießerei. Hirzel übernahm 1884 Jerrmanns Gelände und betätigte sich dann auch als Gießer. Danke für die historischen Infos, Auenschreck! Vom ABD habe ich bis jetzt keine Infos zum Gebäude erhalten. Parallel fragte ich das Restaurant Thiseas an. Das Restaurant wurde am 24. Juli 2016 geschlossen und wird zurzeit ausgeräumt und zieht ab Oktober 2016 in die Holbeinstraße 28a nach Schleußig. Die Bireme - griechisches Kriegsschiff - wird zum neuen Standort umziehen. Mitte August 2016 soll der Abriss starten.


Die Bireme, die seit 2008 als Freisitz genutzt wird.


An der Weißen Elster im Jahr 2015.
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Alt 02.08.16, 19:01   #499
LE Mon. hist.
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Ausstellung vom 11.-14.8. im ehemaligen VEB Polygraph, Leutzsch

Wer noch nicht im ehemaligen VEB Polygraph, Georg-Schwarz-Str. 185, in Leutzsch war, hat am übernächsten Wochenende die Möglichkeit dazu:

Im letzten Jahr stellte "If Paradise Is Half As Nice", ein zehnköpfiges Kollektiv von niederländischen und deutschen Künstler_innen, bereits zum Tag der Industriekultur Leipzig im Atelierhaus Frank-Flemming-Str. 9 aus. Auch in diesem Jahr kommen sie wieder nach Leutzsch.

Nachdem sie einen Monat lang in der leerstehenden Fabrik zwischen den beiden Georg-Schwarz-Brücken an ortsspezifischen Kunstinstallationen gearbeitet haben, wird das Gelände am Wochenende vom 12. bis 14. August für ein weiteres Publikum geöffnet. Ergänzend gibt es Vorträge und Führungen zur Architektur und Geschichte des ehemaligen VEB Polygraph:

Eröffnung: Donnerstag, 11.8., 18:00 Uhr
Multimediale Ausstellung / Performances / Tanz / Musik / Getränke

Geöffnet:
Fr, 12.08., 13:00 - 20:00
Sa, 13.08., 13:00 - 23:00
So, 14.08., 13:00 - 18:00

Führungen:
Täglich 13:00 und 16:00 Uhr und spontan bei hoher Anwesenheit

Vorträge zum Gebäude:
Sa, 13.08., ab 14 Uhr Kunsthistoriker Guus Vreeburg / Bernd Sikora

http://www.ipihan.com/
https://www.facebook.com/ifparadiseishalfasnice/

Vielleicht erfährt man dort ja auch neues zu den Zukunftsplänen mit dem Gebäude.

4. Tage der Industriekultur Leipzig
http://www.industriekulturtag-leipzig.de/
https://www.facebook.com/TagDerIndus...ipzig/?fref=ts
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Alt 03.08.16, 08:30   #500
DAvE LE
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Zitat:
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Gießerei-Gebäude Nonnenstraße 13

Das Restaurant wurde am 24. Juli 2016 geschlossen und wird zurzeit ausgeräumt und zieht ab Oktober 2016 in die Holbeinstraße 28a nach Schleußig. Die Bireme - griechisches Kriegsschiff - wird zum neuen Standort umziehen. Mitte August 2016 soll der Abriss starten.
Seit letzter Woche steht die Bireme am neuen Standort Holbeinstraße 28a.
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Alt 06.08.16, 13:24   #501
DrZott
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Hinterhof Hans Poeche Straße 2(?) an der Hofburg
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Alt 29.08.16, 13:12   #502
C. S.
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C. S. könnte bald berühmt werden
Beim Bleichert-Projekt in Gohlis geht es optisch gut voran, von der S-Bahn aus ist der jüngste äußerlich fast fertige Teilbereich gut zu sehen, das Langhaus ist in weiten Teilen intensiv "in Arbeit", so dass absehbar hier ein Schmuckstück zu sehen sein wird.
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Alt 31.08.16, 15:45   #503
indautxu
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indautxu sorgt für eine eindrucksvolle Atmosphäreindautxu sorgt für eine eindrucksvolle Atmosphäreindautxu sorgt für eine eindrucksvolle Atmosphäre
In der alten Leimfabrik in der Angerstraße 24-28 wurde die Tiefgarage mittlerweile fertig gestellt.

Am vorderen Teil zur Straße hin sieht es noch ein wenig wild aus.



In der Erich-Köhn-Straße 9 ist aus einem vormals leer stehenden Bürokomplex dieses Haus im "Grünen" ent standen.
Vorderseite:

Rückseite zur Luppe:

Geändert von indautxu (31.08.16 um 19:55 Uhr) Grund: Link geändert
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Alt 01.09.16, 21:12   #504
Cowboy
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Cowboy genießt höchstes AnsehenCowboy genießt höchstes AnsehenCowboy genießt höchstes AnsehenCowboy genießt höchstes AnsehenCowboy genießt höchstes AnsehenCowboy genießt höchstes AnsehenCowboy genießt höchstes AnsehenCowboy genießt höchstes AnsehenCowboy genießt höchstes AnsehenCowboy genießt höchstes AnsehenCowboy genießt höchstes Ansehen
^ Der 2. BA der Pelzmanufaktur in der Angerstraße dauert ungewöhnlich lange. Nach meinem Eindruck seit über zwei Jahren, obwohl die Baustelle nie ruhte. Der 1. BA, die Sanierung der nördlichen Gebäude und jene an der Angerstraße, ging dagegen recht zügig.

Als erstes, wenn man in besagtes Gelände guckt, fällt die Tiefgarage mit ihrer riesigen Einfahrt sowie der Belüftungsanlage negativ auf. Auf den Visualisierungen hingegen muss man sie suchen. Aber mal abwarten, bis alles fertig ist.




Die ehemaligen Fabrikgebäude wurden nicht nur verputzt, darunter wurde auch eine dicke Dämmschicht aufgetragen. Wenn man davor steht, wirken die Gebäude irgendwie "künstlich" alt.





An diesen Gebäuden links vom Schornstein brauchte man gefühlt auch eine Ewigkeit.
Bilder: Cowboy
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Alt 05.09.16, 10:27   #505
indautxu
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Die Trikotagenfabrik in der Lützner Straße im Nachmittagslicht. Wenn man sich die Situation 2008 ansieht, wird einem erst einmal bewusst, wie viel sich in der Lützner Straße seither verändert hat.

Und Richtung Westen mit der Gärtnerei der Annalinde im Hintergrund.

Dieser Fabrikbau entlang der Engertstraße wird nun anscheinend auch in Angriff genommen. Zumindest steht ein Schuttcontainer vor der Tür.


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Alt 07.09.16, 10:22   #506
DrZott
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Wir unterbrechen kurz für einen aktuellen Blick auf die Bleichert-Werke




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Alt 16.09.16, 15:19   #507
indautxu
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Notendruckerei C. G. Röder

Die Bauarbeiten am Erweiterungsbau für die Notendruckerei C. G. Röder in der Ludwig-Erhard-Straße gehen voran.

Die Fensteröffnungen in der Brandmauer lassen vermuten, dass hier kein geschlossener Blockrand entsteht.
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Alt 09.10.16, 23:24   #508
Altbaufan_
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Ein paar Eindrücke aus den Bleichertwerken:





Es ist noch viel zu tun ...


Das große Gebäude links ist wohl nicht (mehr?) CG-Bestand...
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Alt 10.10.16, 09:07   #509
LE Mon. hist.
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Fortuna-Lichtspiele/Kino der Jugend, Eisenbahnstr. 162

Sollte der Beitrag eurer Meinung nach besser zu "Gebäude f. Wissenschaft, Kultur, Medizin, Bildung, Sport" passen, dann verschiebt ihn bitte. Noch ist aber nicht klar, was aus dem Gebäude werden soll. Aber ein Industriedenkmal, mit dem in den letzten 100 Jahren sehr unterschiedlich umgegangen wurde, ist es auf jeden Fall.

Kurz zur Geschichte der Fortuna-Lichtspiele/des Kinos der Jugend, Eisenbahnstraße 162:

1865 errichtete der Gasbeleuchtungs-Aktien-Verein Reudnitz-Sellerhausen an der Wurzner Straße eine kleine Gasanstalt, die 1872 von der Thüringischen Gasgesellschaft erworben und in der Folge ausgebaut wurde. 1928 zog in die ehemalige, 1890 erbaute Generatorhalle ein Kino. Das Gebäude erhielt seine markante Art-déco-Fassade. Der alte Name „Fortuna Lichtspiele“ wurde zu DDR-Zeiten in „Kino der Jugend“ umgewandelt. In den 1980er Jahren fanden hier viele große Rock-Konzerte statt. Vor 1989 zog die Abteilung Stadtbeleuchtung auf das Gelände und kümmert sich von hier aus um die komplette Beleuchtung der Stadt, während das ehemalige Kino seit 1987 verfällt.

Mehr zur Geschichte des Hauses und einer möglichen Zukunft unter http://ig-fortuna.de/ .

Ein klein wenig näher gekommen ist man diesen Überlegungen mittlerweile, da nach längerem Insistieren vor allem der IG Fortuna/Kino der Jugend das Gebäude im Besitz der Stadt nun zunächst provisorisch vor weiterem Verfall geschützt, notgesichert und "für eine Veräußerung mit Konzeptvorgaben" ausgeschrieben werden soll.

Vorlage - VI-A-02140-VSP-03
https://ratsinfo.leipzig.de/bi/vo020...OLFDNR=1004719

Betreff: Notsicherung der Liegenschaft Eisenbahnstraße 162, "Kino der Jugend"
Status: öffentlich (Vorlage freigegeben)
Vorlage-Art: Verwaltungsstandpunkt
Einreicher: Dezernat Wirtschaft und Arbeit
Bezüglich: VO VI-A-02140
https://ratsinfo.leipzig.de/bi/vo020...OLFDNR=1004719

Zitat:
Sachstandsbericht / Alternativvorschlag:

1. Die Ratsversammlung nimmt zur Kenntnis, dass Sicherungsmaßnahmen i. H. v. bis zu 70.000,00 € netto (83.300,00 € brutto) zur Gefahrenabwehr und Wiederherstellung der Begehbarkeit des Gebäudes „Kino der Jugend“ gemäß Vorschlag des Punktes II der Begründung veranlasst sind. Die Finanzierung erfolgt durch Übertragung der Mittel der Arbeitsgruppe „Verwahrloste Immobilien“ an das Liegenschaftsamt (PSP 1.100.11.1.3.05).

2. Das „Kino der Jugend“ ist für eine Veräußerung mit Konzeptvorgaben auszuschreiben.
Zitat:
Begründung

I. Sachstandsbericht
Das seit Ende der 80iger Jahre des vorigen Jahrhunderts ungenutzte ehemals als „Kino der Jugend“ bekannte Backsteingebäude Eisenbahnstraße 162 wurde 1890 errichtet. Zur damaligen Zeit war es Bestandteil der zwischen der Riesaer Straße und Eisenbahnstraße ansässigen Gasanstalt.
Nach Schließung der Gasanstalt erfolgte 1928 erstmals die Nutzung des Gebäudes als Kino, seinerzeit „Fortuna-Lichtspiele“ genannt. Weder die in den 50/60iger Jahren durchgeführte Vergrößerung, der vor der Leinwand befindlichen Bühne, noch die Umstellung auf Breitfilmformat konnten die Einstellung des Spielbetriebes im Jahr 1987 verhindern.
Das denkmalgeschützte Gebäude konnte seit der Schließung vor fast dreißig Jahren keiner Nachnutzung zugeführt werden.
Da das unmittelbar angrenzende städtische Grundstück der Stadtbeleuchtung als Fachamtsliegenschaft dient, wurde in Erwägung gezogen, das in Rede stehende Gebäude als Verkehrsmanagementzentrale herzurichten und zukünftig als Fachamtsliegenschaft zu nutzen. Dieses Vorhaben wird jedoch nicht mehr verfolgt.
Die beteiligten Fachämter verständigten sich dahingehend, dass die Sicherung des Daches als dringlichste Maßnahme vorzunehmen ist. Für die Dachsicherung sollte eine über die Notsicherung hinausgehende Ertüchtigung in Erwägung gezogen werden. Laut vorliegendem Fachgutachten ist die Standsicherheit des Gebäudes für eine ordentliche Dachinstandsetzung gegeben. Die auszuführenden Arbeiten wurden im Detail mit der Abteilung Denkmalpflege des ABD abgestimmt und würden die Neueindeckung des Daches sowie Arbeiten am Dachstuhl und den angrenzenden Bauteilen, die der Sicherung der Funktionsfähigkeit dienen, umfassen.
Die Finanzierung der Dachinstandsetzung sollte ursprünglich über entsprechend beantragte Fördermittel des Denkmalschutzes (die Förderquote hätte bis zu 50% der Gesamtmaßnahme betragen können) sowie aus Haushaltsmitteln der AG Verwahrloste Immobilien sichergestellt werden.
Das Landesamt für Denkmalpflege teilte nunmehr im Juli 2016 mit, dass bei der Gewährung der Denkmalschutzfördermittel das Vorhaben „Kino der Jugend“ keine Berücksichtigung fand.
Das bürgerschaftliche Engagement, welches dem Verwaltungshandeln vorausging, zielte zwar im ersten Schritt auf die Sicherung, speziell auf die Dachsicherung, des Gebäudes ab, meint aber die Rettung und Wiederbelebung des Gesamtgebäudes. Die Gründungsmitglieder des Vereins IG FORTUNA – Kino der Jugend möchten sich genau dieser Aufgabe widmen.

Der übergeordneten Planung (INSEK) entsprechend, ist das denkmalgeschützte Gebäude für Nutzungen geeignet, welche die „Zentrenfunktion“ der Eisenbahnstraße stärken. Dazu zählen u. a. Schank- und Speisewirtschaft, zentrenkonformer Einzelhandel oder Anlagen für kulturelle, soziale, gesundheitliche und/oder sportliche Zwecke sowie nicht störende gewerbliche Nutzung.

II. Vorschlag zur weiteren Verfahrensweise
Das Gebäude befindet sich insgesamt in einem sehr schlechten baulichen Zustand. Die Dachhaut sowie Teile des Dachstuhles sind dringend sanierungsbedürftig. Die Wand- und Deckenkonstruktionen sind stark geschädigt und in Teilbereichen bereits eingestürzt. Ein gefahrloses Betreten des Gebäudes ist derzeit nicht möglich. Zusätzlich schreitet die Verschlechterung des Gebäudezustandes ständig voran und treibt somit die erforderlichen Sanierungskosten weiter in die Höhe.

Auszug aus dem erstellten Kurzgutachten vom Amt für Geoinformation und Bodenordnung
Zitat: “Das Gebäude ist also so marode, dass ihm kein Wert mehr beigemessen werden kann.“

Im Rahmen der Gebäudesicherung werden nach erneuter Prüfung des Bauzustandes u. a. folgende Sofortmaßnahmen erforderlich:
• Absturzsicherung der eingestürzten Bereiche im Fußboden des Erdgeschosses
• Sicherung der eingestürzten Kellerdecke
• Herstellung einer gefahrlosen Begehbarkeit des Gebäudes
• Bergung loser Dachsteine und defekter Bauteile des Dachstuhles und des Deckentragwerkes
• Aufbringen einer temporären wetterfesten Folie zur Minderung des weiteren Verfalls
• Herstellung einer notdürftigen Dachentwässerung
• Rückbau der einsturzgefährdeten Unterhangdecke
• Schuttberäumung und Entsorgung

Die Maßnahmen zur Gebäudesicherung werden bis zu einem Maximalwert von 70.000,00 € netto (83.300,00 € brutto) durchgeführt. Zur Finanzierung sind die bereits vorgesehenen Mittel der Arbeitsgruppe „Verwahrloste Immobilien“ einzusetzen. Dies wird zunächst den weiteren Verfall eindämmen und gleichzeitig eine Begehbarkeit des Gebäudes absichern. Die Verwaltung bereitet bereits Maßnahmen zur Gebäudesicherung vor.
Da die Finanzierung sich notwendigerweise anschließender Sanierungsmaßnahmen nicht gesichert ist und da die Verwaltung selbst keine Verwendung für das Objekt hat, wird nach Durchführung der Sicherungsmaßnahmen eine Veräußerung des Objektes im Rahmen einer öffentlichen Ausschreibung mit Konzept angestrebt. Dazu sind unter Einbeziehung der betroffenen Fachämter der Dezernate IV und VI die Zielstellungen zu erarbeiten und dem zu bildenden Beteiligungsgremium gemäß Ratsbeschluss A-00058/14 vorzulegen.
Eine Ausschreibung zur Bestellung eines Erbbaurechts wird im Rahmen einer öffentlichen Ausschreibung mit Konzept ebenfalls geprüft. Hierbei ist das Risiko eines späteren Notleidens für die Stadt Leipzig abzuwägen.
Sollte im Ergebnis der Ausschreibung eine Kultureinrichtung entstehen, kann der neue Eigentümer/ Nutzer fachlich begleitet werden. Im Rahmen des neu beantragten „Soziale-StadtGebietes“ im Leipziger Osten wird seitens der Verwaltung geprüft, ob Fördermittel für die Modernisierung und Instandsetzung des Gebäudes als Magistralenzentrum für kulturelle, soziale und/oder gemeinwesenorientierte Angebote eingesetzt werden können.
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Alt 12.10.16, 10:26   #510
DaseBLN
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Seifenfabrik Georg Klinger Sternwartenstr. 21 / Seeburgstr. 20

M.E. hier noch nicht vermeldet: laut heutiger LVZ wird die denkmalgeschützte Seifenfabrik von Georg Klinger (Bruder des berühmten Bildhauers und Malers Max Klinger) mit den beiden Flügeln in der Sternwartenstrasse 21 und der Seeburgstrasse 20 (zuletzt vom Institut für Psychologie II der Universität Leipzig genutzt) von der Casa Concept saniert. Während die Grünfläche in Richtung Ringcafé wohl dauerhaft bleibt - das Gebäude hat dort bereits jetzt Fenster, die auf Raumhöhe aufgeweitet und mit Balkons versehen werden sollen - wird die Baulücke Seeburgstrasse 22 durch einen ergänzenden Neubau geschlossen. Für sieben Millionen Euro sollen insgesamt 33 Wohnungen und vier Gewerbeeinheiten entstehen. Die Visualisierung des Gebäudes an der Sternwartenstrasse zeigt, dass das vermutlich später aufgesetzte Obergeschoss zurückgebaut und sich die Sanierung mit dem rekonstruierten Jugendstil-Dachgiebel (vermutlich) am Original orientiert (vgl. heutiger Zustand):



Visualisierung: Casa Concept
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Alle Bilder, soweit nicht anders angegeben, von mir.

Fotos im DAF: Moskau
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