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Alt 15.06.19, 09:42   #31
Ben
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Ben ist essentiellBen ist essentiellBen ist essentiellBen ist essentiellBen ist essentiellBen ist essentiellBen ist essentiellBen ist essentiell
Hier noch mal ein gratis Artikel zu dem Thema.

Neulich gabs auch was zum Tunnel am Bundesplatz im rbb. Allerdings steht da nichts spannendes.

Hier noch mal zu beiden Plätzen und deren Umbau.

In beiden Fällen sage ich, je eher je besser.
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Alt 17.06.19, 23:22   #32
Bau-Lcfr
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@Breitenbachplatz

^Wnn ich richtig die Ausführungen zum Breitenbachplatz verstehe, es ginge nicht nur um die Brücke am Platz, sondern um den ganzen Schnellstraßen-Ast bis zur A100 inklusive des berühmten Tunnels unter den Wohnblöcken? Ich wäre neugierig, was man dann aus dem unnütz gewordenen Tunnel machen könnte.

BTW: Sind es Schrebergärten in der Nähe, mit U-Bahn-Anschluss? Da hätte ich eine Idee, was man angesichts des Berliner Wohnraumbedarfs tun könnte... Besonders wenn anstelle der Schnellstraße Parks oder so entstehen könnten.
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Alt 19.06.19, 09:00   #33
Ben
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Den Tunnel ganz aufzugeben fände ich sinnlos. Auffahrt und Tunnel sind nun mal schon da und schaden dort dem Stadtbild nicht mehr. Die die Hochstraße würde ja auch auf dieser Höhe verschwinden und die Auffahrt beginnt ja erst "im Block".

Was würde es bringen, die ganze Strecke aufzugeben? Der Verkehr würde sich dann eine Alternative durch die Schlangenbader und die Binger Str. (beides Wohnstraßen) zum Heidelberger Platz suchen. Ich glaube nicht, dass die wirklich gewünscht ist. Hinter der "Schlange" kommt dann Gewerbegebiet. Auch nicht gerade attraktiv für z.B. Wohnbebauung.

Die Schlange wäre ohne die Autobahn auch nicht mehr dasselbe. Diese Kombination ist sicher mit der Grund, wieso das ganze unter Denkmalschutz steht. Sonst wärs ja nur ein riesiger Wohnkomplex.

Die Schrebergärten wären eine sinnvollere Alternative als Standort für neue Wohnungen. Da gibts nicht nur ne U-, sondern auch ne S-Bahn. Sind zwar ne schöne Sache, aber wenn man mal von oben schaut, ist die Fläche schon krass. Muss ja nicht alles weg.
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Alt 19.06.19, 13:05   #34
TwistedRoad
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Zitat:
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Die Schrebergärten wären eine sinnvollere Alternative als Standort für neue Wohnungen. Da gibts nicht nur ne U-, sondern auch ne S-Bahn. Sind zwar ne schöne Sache, aber wenn man mal von oben schaut, ist die Fläche schon krass. Muss ja nicht alles weg.
Sehe ich generell auch so. Wenn man ausserhalb des S-Bahn Rings den Schrebergärtnern Alternativen anbieten könnte, würde das vermutlich auch zur Akteptanz beitragen...
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Alt 19.06.19, 21:59   #35
Rainer Tee
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^Die Gärten sind bereits außerhalb des S-Bahn-Ringes.
Falls die Brücke über den Breitenbachplatz nicht bald aufgegeben wird kann man hoffen dass sich eine Sanierung nicht mehr lohnt.
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Alt 19.06.19, 22:25   #36
TwistedRoad
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Ah sorry, Du hast Recht! Dann geht's nach noch weiter draussen. Zumindest müsste man den Schrebergärtnern Ersatz anbieten falls die Flächen wegfallen sollten.

Auch ein Paradoxon: Die Schrebergärten sollen weg, gleichzeitig wird Dachbegrünung angestrebt um der Versiegelung des Bodens entgegen zu wirken.
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Alt 19.06.19, 22:49   #37
Bonteburg
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Bonteburg sitzt schon auf dem ersten Ast
So paradox finde ich das gar nicht. Begrünte Dächer usw. sind ja allen Bewohnern eines Hauses zugänglich, wobei Schrebergärten sehr exklusiv sind.

Als Fan von Nachverdichtung (politisch und ästhetisch) und jemand, der (aufgrund von Wohnsituation) keinen Schrebergarten benötigt und sein Privileg erkennt, bin ich gespalten in der Frage.

Gut finde ich die Idee, Schrebergärten außerhalb des S-Bahn-Ringes zu schaffen.

A besten drückt es vielleicht der (sinngemäße) Schlußsatz in einem Tagesschau24-Bericht neulich aus: Viele haben Verständnis dafür, dass Wohnraum geschaffen werden muss, aber der eigene Schrebergarten soll's lieber nicht sein...

Marco
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Alt 19.06.19, 23:35   #38
Baukörper
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Baukörper braucht man einfachBaukörper braucht man einfachBaukörper braucht man einfachBaukörper braucht man einfachBaukörper braucht man einfachBaukörper braucht man einfach
Als Gartenfreund und Naturliebhaber widerstrebt es mir enorm, Schrebergärten in Großstädten wie Berlin zu überbauen obwohl ich auch die Wohnraumproblematik sehe. Hier gilt es, eine sorgfältige Interessenabwägung zu betreiben, bevor gehandelt wird. Möglicherweise wäre die Akzeptanz bei bestimmten Wohnprojekten höher als bei anderen. Luxuswohnungen statt Schrebergärten erreichen dies bestimmt nicht.

Auch muss man jeden Einzelfall betrachten. Schrebergärten platt zu machen aber den Supermarktflachbau mit großem Parkplatz an der nächsten Ecke zu belassen, führt auch nicht zum Ziel.

Gerade wenn man einen Autobahnabschnitt abreißen möchte um Platz für Wohnraum und anderes zu schaffen und die Gesamtsituation im Kiez dadurch verbessern will, sollte beachtet werden, was für Auswirkungen eine weitere Verdichtung hat.
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Alt 20.06.19, 21:32   #39
Gutmensch
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Zitat:
Zitat von Ben Beitrag anzeigen
Die Schlange wäre ohne die Autobahn auch nicht mehr dasselbe. Diese Kombination ist sicher mit der Grund, wieso das ganze unter Denkmalschutz steht. Sonst wärs ja nur ein riesiger Wohnkomplex.
Warum steht diese Ausgeburt des Futurismus unter Denkmalschutz, aber die Volksbank am Olof-Palme-Platz kann einfach so abgerissen werden?

Wenn die Autobahn da weg ist, kann man sich schöne neue Dinge für die Bewohner dieses Komplexes ausdenken. Ich befürworte den Abriß am Breitenbachplatz, weil das ja ein schöner, repräsentativer U-Bahnhof ist. Den Platz sollte man auch genießen können. Die Autobahn ist eine typische Fehlplanung aus der Zeit, als man noch ziemlich angenebelt war von den technischen Möglichkeiten, aber die ästhetischen Auswirkungen unterschätzte.

Natürlich wird sich der Verkehr neue Wege suchen. Man muß aber auch die Zunahme des Radverkehrs und der E-Mobilität mit einkalkulieren. Den Radverkehr wird man jedenfalls nicht steigern, wenn man die Relikte des Auto-Zeitalters unter Denkmalschutz stellt.

Wenn man so sehr an futuristischen Bauten hängt, sollte man sich viel lieber um das ICC kümmern. Das gehört wirklich unter Denkmalschutz und ist als Westberliner Original nicht zu unterschätzen.
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Alt 20.06.19, 23:30   #40
HarrySeidler
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Zitat:
Zitat von Gutmensch Beitrag anzeigen
Warum steht diese Ausgeburt des Futurismus unter Denkmalschutz [...]?
Die Begründung für den Schutz als Baudenkmal lässt sich hier nachlesen. Mit Futurismus hat die Überbauung wenig zu tun, eher schon mit Archigram, Constant, Superstudio oder Archizoom.

Zitat:
Zitat von Auszug aus der Pressemitteilung der Senatsverwaltung für Kultur und Europa
Das monumentale Hügelhaus mit den begrünten Höfen und Freiflächen gehört zu den größten Wohnbauten in Europa. Es ist zudem die einzige Anlage, der es gelang, einen großstädtischen Verkehrsweg tatsächlich für Wohnungsbau zu nutzen. Dabei gab es seit dem 19. Jahrhundert in der ganzen Welt spektakuläre Projekte von „Roadtowns“, die aber bis auf die Berliner Autobahnüberbauung unverwirklicht blieben. Auf einer Länge von 600 Metern folgt sie dem geschwungenen Verlauf der Stadtautobahn und bildet mit einer Höhe von 46 Metern eine prägnante Landmarke im Südwesten der Stadt. Das terrassierte ‚Wohngebirge’ mit der als ‚Höhenrücken’ ausgebildeten Hochhausscheibe ist über Berlin hinaus eines der wichtigsten Zeugnisse der Megastrukturen, die in den 1960er und 1970er Jahren die internationale Stadtplanung bestimmten.
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Alt 21.06.19, 07:37   #41
Ben
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Zitat:
Wenn man so sehr an futuristischen Bauten hängt, sollte man sich viel lieber um das ICC kümmern. Das gehört wirklich unter Denkmalschutz und ist als Westberliner Original nicht zu unterschätzen.
Wieso ist das ICC ein Original und die Schlange nicht? Beide sind ja optisch im Großen und Ganzen nichts anderes. Die Lage an der bzw. um die Autobahn herum geben beiden noch das gewisse Etwas. Das muss ja nicht zwangsläufig etwas positives sein. Das ICC wirkt dadurch noch monumentaler, der Schlange gibt es etwas wohl einmaliges. In beiden Fällen würde der Wegfall der Autobahn die Wirkung beeinflussen. Was schlägst du denn als alternative Nutzung für die Bewohner vor, Gutmensch?

Zitat:
Man muß aber auch die Zunahme des Radverkehrs und der E-Mobilität mit einkalkulieren. Den Radverkehr wird man jedenfalls nicht steigern, wenn man die Relikte des Auto-Zeitalters unter Denkmalschutz stellt.
Auch E-Mobilität sorgt für eine hohe Frequentierung. Es geht Anwohnern in solchen Fällen sicher nicht nur um Abgase oder Lärm. Ich wüsste nicht, wieso man diesen nun auch nicht allzu großen Umweg eher mit dem Rad als mit dem Auto machen sollte. Das Rad kann man ja jetzt schon nutzen.

Zitat:
Viele haben Verständnis dafür, dass Wohnraum geschaffen werden muss, aber der eigene Schrebergarten soll's lieber nicht sein...
Mal wieder typisch Nimby eben...

Zitat:
Auch muss man jeden Einzelfall betrachten. Schrebergärten platt zu machen aber den Supermarktflachbau mit großem Parkplatz an der nächsten Ecke zu belassen, führt auch nicht zum Ziel.
Das Ziel ist mehr, idealerweise bezahlbarer Wohnraum, sei es auf der Fläche der Gärten oder des Supermarktes. Dieser ist durch seine Größe ein lokaler Hotspot der Versorgung. Ja, es wäre schade um die einst auch nur als provisorische Platzhalter entstandenen Gärten. Aber deren Lage wäre für Wohnraum ergiebiger, als die schmalen Fläche der Autobahn und die Nähe zum Rüdi attraktiver, als die Mecklenburgische. Ob es nun Luxuswohnungen oder welche "für alle" macht ja in dem Punkt keinen Unterschied.
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Alt 21.06.19, 11:23   #42
Baukörper
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^ Ich hatte gar keinen konkreten Fall im Sinn. Es ging aber darum, besser zuerst bereits versiegelte Flächen weiterzuentwickeln, als statdökologisch wertvolle Gärten zu beseitigen. Zumal der Supermarkt anschließend weiterbesteht, die Gärten aber nicht.

Wenn man die Autobahn bis südlich des Wohnkomplexes Schlangenbader Straße abbaut, wird dort doch kaum auf der unmittelbarn Fläche Wohnraum entstehen, sondern erstmal eine anderen Verkehrsführung die dann hoffentlich auch mehr Platz für Fahrräder etc. bietet.

Es würde mich auch nicht überraschen, wenn es demächst Vorschläge für eine Straßenbahntrasse dort gibt, erst recht, wenn ein längerer Abschnitt der Autobahn wegfallen sollte und der Tunnel frei wird.
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