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Alt 19.02.18, 08:48   #16
jan85
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@Bau-Lcfr: Es soll doch auch eine Bäckerei im Erdgeschoss geben oder habe ich das falsch verstanden? Generell bin ich ja auch dafür, dass sich möglichst viele Gebäude im Erdgeschoss für die Stadt öffnen aber bei solchen Bürogebäuden ist das leider absolut nicht die Regel. Oft genug gibt es da gar keine entsprechenden Flächen. Zudem muss man hier ja nicht alle Erwartungen auf ein Gebäude abwälzen. Ein großer Supermarkt und eine Bäckerei bringen sicher etwas Belebung. Wenn die Bäckerei klug/ ambitioniert ist, kann sie ja auch Bistrotische aufstellen und ggf Eis und guten Kaffee anbieten. Das muss man abwarten. Ansonsten wird es bei entsprechender Nachfrage halt anderswo ein Angebot geben.

Die Formensprache ist sicher Geschmacksache. Es ist nun einmal zunächst EIN langer Riegel - eine bewusst geschlossene Gebäudeeinheit. Dafür finde ich den Entwurf nicht mal so schlecht. Immerhin gibt es ein paar Kniffe, die es auflockern. Kleinteilig oder gar heimelig sieht natürlich anders aus. Aber das hatte ich hier auch nie wirklich erwartet.
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Alt 19.02.18, 10:43   #17
Theseus532
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Theseus532 ist im DAF unverzichtbarTheseus532 ist im DAF unverzichtbarTheseus532 ist im DAF unverzichtbarTheseus532 ist im DAF unverzichtbarTheseus532 ist im DAF unverzichtbarTheseus532 ist im DAF unverzichtbarTheseus532 ist im DAF unverzichtbarTheseus532 ist im DAF unverzichtbar
Das Bauvorhaben macht bestimmt Sinn und wird hoffentlich zeitnah umgesetzt.
Allerdings hält sich meine Begeisterung in Grenzen, sicherlich kein fürchterlicher Bau aber, ich hätte mir keinen so langen und doch recht langweiligen Riegel gewünscht.
Vielleicht ein oder zwei Hochpunkte mehr und ebenso eine stärkere Gliederung des Gebäudes und der Fassaden hätte ich besser gefunden.
Ich mag auch keine langen Gebäuderiegel, die sich mäanderartig entlang schlängeln, lieber klare Formen mit einem oder zwei akzentuierten Knicks.
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Alt 19.02.18, 13:20   #18
Bau-Lcfr
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Bau-Lcfr genießt höchstes AnsehenBau-Lcfr genießt höchstes AnsehenBau-Lcfr genießt höchstes AnsehenBau-Lcfr genießt höchstes AnsehenBau-Lcfr genießt höchstes AnsehenBau-Lcfr genießt höchstes AnsehenBau-Lcfr genießt höchstes AnsehenBau-Lcfr genießt höchstes AnsehenBau-Lcfr genießt höchstes AnsehenBau-Lcfr genießt höchstes AnsehenBau-Lcfr genießt höchstes Ansehen
^^ Das EG könnte durchgehend für Nicht-Büros-Gewerbe vorgesehen werden. Ich kenne Bürogebiete, wo zuwenig Gastronomiefläche eingeplant wurde und allerlei "Burgertrucks" sowie ähnliche Buden rumstehen, was nachteilig wirkt. Sollten Mieter für alle EG-Flächen ausbleiben, gäbe es noch Optionen wie eine kleine KiTa - ich kenne KiTas in den EGs der Neubau-Bürobauten (für die Angestellten ganz praktisch). Oder ein Fitness-Studio. Notfalls kann man immer noch die Räume in Büros umfunktionieren, doch mit anderen EG-Funktionen wirken Gebäude lebendiger - besonders wichtig, wenn es sich um derart lange Bauriegel handelt.

Geändert von Bau-Lcfr (19.02.18 um 14:00 Uhr)
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Alt 23.02.18, 00:39   #19
Hallole
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Ein 3-minütiger "Abendschau"-Beitrag beleuchtet die Entwicklung der Rummelsburger Bucht: https://www.rbb-online.de/abendschau...rge-bucht.html
Demnach lebten dort vor der Wende nur 350 Menschen, heute über 4000 Haushalte. Das Ende von Zwischennutzungen z.B. durch Clubs sei beendet.
Laut Bezirksbaustadträtin flossen 70 Mio. Euro in die Sanierung der verseuchten Industrie-Brachen und des Rummelsburger Sees. Eine zufällig vorbeikommende Passantin kritisiert die fehlende Nahversorgung, obwohl "jeder Quadratmeter" bebaut würde.
Der britische Metropolenforscher Charles Landry äußert sich zur Gentrifizierung.

Der Boden des Sees ist unverändert voller Schadstoffe: https://www.tagesspiegel.de/berlin/b.../20221190.html
"Baden verboten"-Schilder stehen demnach auch an zwei Stellen des Paul-und-Paula-Ufers - also dort, wo jenes "Haus des Wassers" entstehen soll.
Lichtenbergs Umweltstadtrat meint, lediglich die Sedimente auf dem Boden des Sees seien "verunreinigt", nicht jedoch das Wasser. Und im Übrigen sei der Bezirk für die Prüfung der Wasserqualität "nicht zuständig".

Tickt da eine (chemische) Zeitbombe?

Geändert von Hallole (23.02.18 um 01:32 Uhr)
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Alt 23.02.18, 08:19   #20
jan85
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^Die Verunreinigung der Bodensedimente ist doch nicht neu, sondern leider inzwischen ein ewiges Thema. Es gab zig Analysen und Lösungsansätze. Die Kosten und die Zuständigkeiten haben bislang alle wirkungsvollen Anstrengungen verhindert. Das Haus des Wassers ist da aber kein Widerspruch. Es soll ja gerade auf den nachhaltigen Umgang mit der Ressource Wasser und Ökosystemen am und im Wasser aufmerksam machen. Da gehört dann auch die unmittelbare Nachbarschaft dazu.

Zur Nahversorgung wurde ja bereits einiges geschrieben. Es entstehen ja zeitnah ein Ärztehaus, ein großer Supermarkt, ein Bioladen, eine Bäckerei und ein Café komplett neu. Dazu ist das Wohngebiet ja verkehrstechnisch großartig erschlossen. Die hohe Bebauung, die statt des Wasserhauses erst geplant war, wollte man auch nicht. Aber selber so nah an der Innenstadt großzügig wohnen wohl schon. Man kann es auch übertreiben mit der Anspruchshaltung. Oder für gelegentliche Freizeitaktivitäten und Arztbesuche mal ein paar Meter laufen/ fahren, ohne zu jammern. Das ist in vielen anderen Wohngebieten nicht anders. Das ist zudem bei der Wohnortwahl schon absehbar gewesen, dass hier keine großen EKZ oder sonstige große Nahversorgungsknoten entstehen, sondern primär eben Wohnungen, Büros o.ä. und dafür eben dicht daneben und leicht erreichbar alles andere. Jetzt entstehen schon einige zusätzliche Angebote und nebenbei noch ein schöner kleiner Park direkt am Wasser - und immer noch wird gemeckert (aber auch über jedes Projekt was womöglich hätte entstehen können). First World Problems...
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Alt 23.02.18, 08:31   #21
Camondo
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^^ Die Kernaussage des Abendschau-Beitrags war doch, dass die SPD-Baustadträtin bewusst Gentrifizierung inkaufgenommen hat um die Investoren an der Sanierung des Gewässers beteiligen zu können. Für was also wurden diese 70 Mio ausgegeben wenn es nicht möglich ist das Gewässer zu sanieren? Interessant doch auch die Einlassung einer älteren Bewohnerin, dass es im gesamten Neubaugebiet weder, Einkaufsmöglichkeiten, Bank oder medizinische Versorgung gibt. Es bleibt ja jedem selbst überlassen wo er sich eine Wohnung zulegt aber anscheinend verblendet eine spiegelnde Wasseroberfläche nicht nur den > Bon Sens <

Geändert von Camondo (23.02.18 um 08:58 Uhr)
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Alt 23.02.18, 10:27   #22
Hallole
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http://asbestsachverstaendiger.de/ge...rteile-asbest/
--> BGH, Urteil vom 27.03.2009 AZ: V ZR 30/08
Demnach kann ein Verkäufer einer Immobilie unter Umständen vom Käufer haftbar gemacht werden, wenn der Verkäufer verschweigt, dass in der zu verkaufenden Immobilie Asbestplatten verwendet wurden. Es stelle rechtlich einen Sachmangel dar, einen potentiellen Käufer im Vorfeld nicht darüber aufzuklären - arglistiges Verschweigen könnte auch infrage kommen.

Ich bin kein Jurist, aber stellt sich hier - im Fall des Rummelsburger Sees - nicht auch die Frage der Haftung
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Alt 23.02.18, 10:34   #23
jan85
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^Wer soll hier denn arglistig getäuscht worden sein? Jeder weiß, dass dort im Laufe von vielen Jahrzehnten alles mögliche und unmögliche in das Wasser gekippt wurde. Da das meiste davon auf dem Grund liegt, stört es zumindest die idyllische Oberflächenoptik nicht. Und träumen kann man natürlich auch davon, dass es irgendwann mal doch saniert wird und man dann eine "große Badewanne" vor der Tür hat, wie es ein Anwohner in irgendeinem Beitrag mal formulierte.
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Alt 23.02.18, 11:06   #24
Hallole
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^ Für mich war's jedenfalls neu.
Aus einem anderen Thread - der wohl "eingeschlafen ist": http://www.deutsches-architektur-for...&postcount=119

Fazit für mich:
Es entsteht also ein "Haus des Wassers" an einem See, in dem auf lange Sicht nur illegal gebadet werden kann.

"First World Problems" bzw. gewissermaßen "Solutions" / Lösungsansätze, kann man so machen..
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Alt 23.02.18, 11:21   #25
jan85
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^OT: Hast Du Dir da ein Haus gekauft? Falls ja sieht es wohl weniger gut aus mit evtl Rechtsansprüchen. Es sei denn Dir wurde explizit ein Badesee versprochen und Du kannst das belegen. Im übrigen finde ich den Status ökologisch auch alles andere als optimal aber jeder normal tickende Mensch wird sich über so etwas informieren, bevor er dort hin zieht. Das Haus des Wassers hat daran ja wohl auch keine Schuld, soll es doch vielmehr bei der Vermittlung der Thematik und der Entwicklung von Lösungsansätzen helfen. Ich verstehe nicht, wo da ein Problem oder Widerspruch liegen soll.

First World Problems bezog sich auf die Anspruchshaltung, am untersten Zipfel einer Halbinsel am besten gleich noch ein EKZ vor der Nase zu haben. Ich habe mal eben im Navi nachgesehen. Vom unteren Ende sind es 15-25 Minuten per ÖPNV und 5+x Min per Auto/ Fahrrad zu Lidl oder Kaufland, vom oberen Ende +-500m oder 5-10 Minuten zu Fuß (künftig dann noch etwas weniger). Dann ist man aber auch fast schon am Ostkreuz, hat zig Verbindungen und auch Angebote in der näheren Umgebung. Man hat also die Wahl, wie wichtig einem Abgeschiedenheit und Naturidyll vs fußläufige Supermärkte sind.
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Alt 24.02.18, 15:44   #26
Haufen
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Haufen könnte bald berühmt werdenHaufen könnte bald berühmt werden
Eigentlich dachte ich, dass die Zeiten von solchen - nicht nur in akustischer Hinsicht - isolierenden Gebäuderiegeln vorbei sei, dass man verstanden hätte dass man damit der Stadtentwicklung keinen Gefallen tut. Grundsätzlich ist es gut dass etwas gebaut wird, aber mit diesem Projekt kann ich mich nicht anfreunden.
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Alt 24.02.18, 20:18   #27
Akustiker
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Akustiker könnte bald berühmt werdenAkustiker könnte bald berühmt werden
Zitat:
Zitat von Haufen Beitrag anzeigen
Eigentlich dachte ich, dass die Zeiten von solchen - nicht nur in akustischer Hinsicht - isolierenden Gebäuderiegeln vorbei sei[...]
Und ich dachte im Gegenteil, dass geschlossene Blockränder und anderen Gebäuderiegel fast der Normalfall sind, u.a. gerade wegen der Abschirmung gegen Lärm. Was ist denn dagegen einzuwenden?
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Alt 24.02.18, 23:59   #28
Haufen
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Haufen könnte bald berühmt werdenHaufen könnte bald berühmt werden
^ Die Größenordnung. Wo bitte ist die „Normalfall“?
Erinnerung: Wir reden in diesem Zusammenhang von lediglich 1 Gebäude...

Geändert von Haufen (25.02.18 um 00:14 Uhr)
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Alt 25.02.18, 08:57   #29
Rotes Rathaus
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Der Riegel gefällt mir gut. Entlang der Gleise macht der Bau Sinn. Er hat strukturell Ähnlichkeit mit dem Allianzkomplex oder dem Komplex der Rentenversicherung nordöstlich des Ostkreuz im Kaskelkiez. Die Eingliederung großer Bürokomplexe in Wohnkieze um Wohnen und Arbeiten zu durchmischen, ist ein Kennzeichen klugen Städtebaus.

Hier und überall in Berlin besteht jedoch ein enormer Bedarf den öffentlichen Raum zu qualifizieren und zu pflegen. Scherbenübersähte Wege gelten inzwischen wohl auch als alternativ und saubermachen als spießig. Gerade in der inzwischen bürgerlichen Umgebung in Stralau und Rummelsburg ist der Kontrast merkwürdig.
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Alt 25.02.18, 12:32   #30
Haufen
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Wüsste nicht was daran merkwürdig sein sollte. In Stralau gibt es kein Nachtleben, keine Bars, Cafes usw. Das Saubermachen hält sich dort also in Grenzen. Mir ging es auch nicht um die Nutzung der Immobilie, sondern um dessen Gestaltung. Eine lange Wand im 90° Winkel zur Halbinsel aufzustellen halte ich nicht für klug, auch wenn parallel dazu die S-Bahn Trasse verläuft.
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