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Alt 12.03.19, 16:23   #31
Schneemann
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Schneemann hat die ersten Äste schon erklommen...
Liebe Leute, wir sind hier immer noch in Kreuzberg - und was das leider bedeutet, stellt Grünen-Baustadtrat Florian Schmidt gleich mal auf Twitter klar: https://twitter.com/f_schmidt_BB/sta...96416401293312

Was ist das nur schon wieder für eine Einstellung, die da hervorschimmert...Freude über eine Rückkehr dieses architektonischen Juwels? I wo! Bremsen, Blockieren, Verzögern? Aber klar doch!
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Alt 12.03.19, 17:48   #32
Theseus532
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Theseus532 ist im DAF unverzichtbarTheseus532 ist im DAF unverzichtbarTheseus532 ist im DAF unverzichtbarTheseus532 ist im DAF unverzichtbarTheseus532 ist im DAF unverzichtbarTheseus532 ist im DAF unverzichtbarTheseus532 ist im DAF unverzichtbarTheseus532 ist im DAF unverzichtbar
Ich kann das auch nicht nachvollziehen. Anstatt das Ganze grundsätzlich positiv anzugehen, muss er erst mal klarstellen, dass er hier das sagen hat.
Ein totaler Profilierungsneurotiker.
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Alt 12.03.19, 18:28   #33
Rotes Rathaus
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Rotes Rathaus hat eine wundervolle ZukunftRotes Rathaus hat eine wundervolle ZukunftRotes Rathaus hat eine wundervolle ZukunftRotes Rathaus hat eine wundervolle ZukunftRotes Rathaus hat eine wundervolle ZukunftRotes Rathaus hat eine wundervolle ZukunftRotes Rathaus hat eine wundervolle ZukunftRotes Rathaus hat eine wundervolle ZukunftRotes Rathaus hat eine wundervolle ZukunftRotes Rathaus hat eine wundervolle ZukunftRotes Rathaus hat eine wundervolle Zukunft
Schmidt fordert eine Kompensation für die Aufwertung. So denkt man im realexistierenden Sozialismus Berlins.

Zumindest in diesem Bezirk hat man die Stadtentwicklung regelrecht als Geisel genommen um Investoren zu erpressen. Aufwendige Gestaltung kann dabei auf keinen Fall herauskommen, da jeder zusätzliche Euro abgepresst werden muss um die Aufwertungsverlierer zu entschädigen.

Ich befürchte, dass vielversprechende, architektonisch sogar großartige Projekt ist tot.
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Alt 12.03.19, 19:02   #34
Ostkreuzblog
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Ostkreuzblog hat eine wundervolle ZukunftOstkreuzblog hat eine wundervolle ZukunftOstkreuzblog hat eine wundervolle ZukunftOstkreuzblog hat eine wundervolle ZukunftOstkreuzblog hat eine wundervolle ZukunftOstkreuzblog hat eine wundervolle ZukunftOstkreuzblog hat eine wundervolle ZukunftOstkreuzblog hat eine wundervolle ZukunftOstkreuzblog hat eine wundervolle ZukunftOstkreuzblog hat eine wundervolle ZukunftOstkreuzblog hat eine wundervolle Zukunft
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Karstadt kann alternativ ja auch die Mitarbeiter am Standort entlassen und sich dann auf den Standort Alexanderplatz konzentrieren.
Vielleicht gefällt das dem Herren ja besser und entspricht mehr seiner politischen Einstellung.
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Alt 12.03.19, 20:01   #35
Architektator
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Ich bin von dem Chipperfield-Entwurf absolut begeistert, er kommt dem Originalbau sehr nahe und wird den Hermannplatz zu einer echten Sehenswürdigkeit machen! Dass die Ökosozialisten das Projekt verhindern wollen, ist mal wieder typisch. Aber wer so eine ideologische Partei wählt, ist selber schuld, wenn am Ende alles beim Alten bleibt und aussieht wie nach 40 Jahren Planwirtschaft.
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Alt 12.03.19, 20:35   #36
Baukunst
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Baukunst braucht man einfachBaukunst braucht man einfachBaukunst braucht man einfachBaukunst braucht man einfachBaukunst braucht man einfachBaukunst braucht man einfach
Ebenso wie ishish eine Seite zuvor habe ich mich gefragt, ob da echt der angrenzende Altbau in der Hasenheide abgerissen wird. Ich kann es mir jedoch bei bestem Willen nicht vorstellen. Ich denke eher, dass man bei der Visu etwas geschlampt hat in dem Bereich oder sich die Arbeit erleichtert hat. Natürlich ist der Wunsch hier Vater des Gedankens.

Dass die X-Berger Grünen dagegen sind: wen wundert das? Ihre Wählerschaft beziehen sie aus dem großstädtischen, gut situierten, akademischen Gentrifizierer-Milieu, machen aber moralisch überhöht (und allein damit komplett arrogant) einen auf Milieuschutz, Anti-Großstadt und günstige Mieten. Wasser fürs Gewissen predigen aber Wein trinken.
Ich sehe hier keine Logik, sondern nur einen pawlowschen Abwehrreflex gegen alles Neue - auch wenn es in altem Gewande daherkommt. Ein Ähnlicher Abwehrreflex wie die schlimmsten Schwarzen (politisch gesehen) auf dem Land in den BRD-1950er und -60er Jahren, erstickend geradezu...! Liberale zogen in die Städte, um frei zu sein. Heute muss man vor einengendem Spießermief bald aufs Land fliehen, um wieder atmen zu können Mein "besonderer Dank" also an solche Politiker wie diesen Kreuzberger Grünen (anderes Berliner Parteipersonal ist sooo viel besser auch nicht), die alles dafür tun, Berlin zu provinzialisieren, zu bremsen und Bullerbü daraus zu formen - darum bin ich vor 20 Jahren in die Stadt gekommen! Endlich holt mich provinzielles, enges, beschränktes und vor allem antiliberales Denken ein

Nach etwas Hin- und Herschwanken würde es mir mittlerweile sogar besser gefallen, wenn sich die Neubaufassade farblich leicht von den drei Alt-Achsen abhebt. Kein Hau-Drauf-Kontrast, sondern ein feiner Wink an die Kenner und Interessierten, die damit weiterhin die Geschichte des Ortes (von der SS bei Kriegsende gesprengt!) erkennen und nachvollziehen können. In etwa wie bei der Dresdner Frauenkirche, wo ich die (noch) farblich abgesetzten neuen Steine extrem reizvoll finde - man sieht noch, wie die Ruine aussah. Gibt dem ganzen eine Schicht mehr Tiefe.

Neben dem Berliner Schloss ist der Karstadt am Hermannplatz für mich "der" Meilenstein an Rekos in Berlin. Der beste Vertreter der "amerikanischen" Architektur, die nur ein kurzes, aber umso intensiveres Gastspiel in Berlin zwischen ca. 1925 und 1932 hatte.

Ein brilliantes, edles, repräsentatives, ikonenhaftes Großstadtgebäude - ich freue mich wahnsinnig drauf! Wer da ins Bier heult, ablehnt, mäkelt, moralisiert und jammert ist bescheuert und als Bewohner Berlins eigentlich unwürdig. Dann geh doch zu Netto / aufs Kuhdorf!

Geändert von Baukunst (12.03.19 um 20:51 Uhr)
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Alt 12.03.19, 20:39   #37
Backstein
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Backstein genießt höchstes AnsehenBackstein genießt höchstes AnsehenBackstein genießt höchstes AnsehenBackstein genießt höchstes AnsehenBackstein genießt höchstes AnsehenBackstein genießt höchstes AnsehenBackstein genießt höchstes AnsehenBackstein genießt höchstes AnsehenBackstein genießt höchstes AnsehenBackstein genießt höchstes AnsehenBackstein genießt höchstes Ansehen
Einige müssen hier natürlich wieder ihr übliches peinliches Gepolter auf Stammtischniveau bringen.
Es dürfte klar sein, dass so ein Projekt diverse planungsrechtliche Hürden nehmen muss.

Und auch ich bin mehr als skeptisch, ob das Projekt jemals realisiert werden kann - das hat aber nichts mit X-Berg zu tun. Auch in Zehlendorf wäre das mehr als fraglich.

Ja, auf den Bildern zumindest sieht es recht schick aus. Ob die äußerliche Anlehnung an die Vorkriegsikone in Beton am Ende wirklich gut wird, muss man sehen (falls es dazu kommt). So richtig sauber und ansprechend (wie auf den idealisierten Visus) sieht Beton nur bei wirklich sehr guter Qualität aus.

Ich würde mich freuen, wenn's was wird, würde die Realisierungswahrscheinlichkeit aber nur mit 5 - 10 % ansetzen.
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Alt 12.03.19, 20:54   #38
Baukörper
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Baukörper ist ein LichtblickBaukörper ist ein LichtblickBaukörper ist ein LichtblickBaukörper ist ein LichtblickBaukörper ist ein LichtblickBaukörper ist ein Lichtblick
Ich kann aus dem Tweet nicht rauslesen, das Schmidt oder die Grünen grundsätzlich gegen das Vorhaben sind. Er beschreibt halt nur wie es ist. Alle tatsächlich Betroffenen, also Nachbarn und Anwohner werden das bestimmt ähnlich sehen und auch der Investor wird keinen Schnellschuss wollen.

Das Original war eine faszinierendes Gebäude, aber auch eins, welches die Gegend dominiert hat. Wenn die Fassade mit modernen Kunststein jetzt sogar heller wird, wie die Visu nahe legt, wird die Dominanz noch deutlicher. Es ist klar, dass man das nicht durchwinken wird. Dafür wird es detaillierte Planung bezüglich der Stadtverträglichkeit geben müssen.
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Alt 12.03.19, 21:01   #39
Baukunst
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Baukunst braucht man einfachBaukunst braucht man einfachBaukunst braucht man einfachBaukunst braucht man einfachBaukunst braucht man einfachBaukunst braucht man einfach
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Stimmt, Backstein, hat nichts direkt mit Kreuzberg zu tun. Verhinderungsmentalität und Abwehrreflexe gibt es leider überall. Hier kräht halt der Bezirkspolitiker, anderswo, z.B. in Zehlendorf gäbe es eine wohl organisierte Bürgerinitiative. Ich finde, das sind traurige Verhaltensweisen für eine 4-Millionen-Stadt und (sehr bald) größte Stadt der Europäischen Union. Sind Londoner oder New Yorker auch so oder ist denen bewusst, wie geil eine Weltstadt mit ihrem Tempo ist? Shanghaier nenne ich gar nicht erst...

So pessimistisch wie Backstein sehe ich die Realisierung bei weitem nicht. Ich gebe ihr satte 80%. Irgendwann kriegt der Baustadtrat eine von oben verpasst und gibt Ruhe, aber er hat seine Rolle ja gespielt. Was ich indes glaube, ist dass eeeewig rausgezögert wird. Tja, vermietet der Eigentümer seine Läden eben später und teurer - besser wird die Welt dadurch nicht. Fertigstellung bis 2029 ist angepeilt...
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Alt 12.03.19, 22:54   #40
Camondo
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... ich gehe mal davon aus, dass der Baustadtrat Schmidt hier eifrig mitliest und somit einen weisen Entschluss treffen wird ... ähnlich dem den er auch am Hafenplatz getroffen hat, nachdem wir hier ein wenig Rabatz gemacht haben ;-)
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Alt 13.03.19, 00:19   #41
Odysseus
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Wer diesen Bau verhindet, ist selbst schuld. Es ist meiner Meinung nach eines der spannendsten und bemerkenswertesten Projekte der letzten 20 Jahre in Deutschland. Wer so ein Angebot ausschlägt, dem ist nicht mehr zu helfen.

Klar, der Investor ist jetzt kein Gutmensch, der die Stadt mit etwas beschenken will, sondern er verfolgt knallharte wirtschaftliche Interessen. Aber es gibt so Projekte, wo es trotzdem eine win-win-win Situation für alle ist.

Der Investor bekommt mehr Fläche, die Bewohner ein breites Angebot an Waren und Dienstleistungen und die Stadt ein architektonisches Unikum.

Wenn man das wirklich jetzt zerredet, dann verzweifel ich langsam an unserem Land.
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Alt 13.03.19, 10:24   #42
UrbanFreak
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... ich gehe mal davon aus, dass der Baustadtrat Schmidt hier eifrig mitliest und somit einen weisen Entschluss treffen wird ... ähnlich dem den er auch am Hafenplatz getroffen hat, nachdem wir hier ein wenig Rabatz gemacht haben ;-)
Der gute Stadtrat ist eher dafür bekannt das er sich auf Twitter dafür hämisch freut, dass die neue "überflüssige" Shopping Mall "Eastside" keinen Zugang für Fußgänger von der Warschauer Brücke bekommt.

Was will man von so jemanden denn erwarten?
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Alt 13.03.19, 10:36   #43
Capriccio
 
Beiträge: n/a
Wenn ich den oben verlinkten Tweet zeichnerisch ausdrücken müsste, dann würde ich einen Politiker mit verschränkten Armen, hängenden Mundwinkeln und einer hochgezogenen Augenbraue zeichnen.

Politik hat nach meinem Demokratiebegriff die Aufgabe zu moderieren, zu vermitteln und allen dabei gleichermaßen zu dienen. Nicht nur Privatpersonen oder Klientelen, sondern auch der Wirtschaftsentwicklung und Unternehmen. Repräsentative Demokratie eben.

Das ist es was wir von Politikern immer neu einfordern müssen.

Wenn ein Lokalpolitiker nach erfolglosen Versuchen der Moderation die Arme verschränkt und ablehnend reagiert, dann ist das etwas ganz anderes. Aber von vorneherein ist das nicht akzeptabel.

In Berlin habe ich oft das Gefühl, dass die Lokalpolitik sehr wohl weiss, wie prekär es um den Wirtschaftsstandort Berlin steht. Und aus Trotz wird das dann überspielt, als könne man es sich leisten Investoren abzuweisen um zu beweisen wie souverän man politisch doch sei. Selbst zu der gigantischen Investition von Siemens in der Siemensstadt äußerte sich die Politik nicht begeistert, sondern musste sich von einer ungeduldigen Öffentlichkeit dazu drängen lassen dem Projekt wenigstens nicht von Anfang an verschränkte Arme zu zeigen, sondern Siemens die Investition andienen zu lassen. Dass man von Siemens nicht erwartet hat, dass der CEO vor laufenden Kameras auf Knien rutschend darum bettelt Geld in Berlin investieren zu dürfen war auch alles. Dass das Rote Rathaus die Siemensstadt zur Chefsache machte hielt man scheinbar auch lange für "unter dem Niveau" des Regierenden. Da gibt's doch wichtigeres in Berlin. Der Eindruck wurde zumindest öffentlich vermittelt und auf den ersten Eindruck kommt es bzgl. Investitionsklima an. Und dann jammert Berlin wieder, dass vor 100.000 Jahren Siemens nach München abgewandert sei und halt historisch Pech hatte und deswegen bis in alle Ewigkeit Milliarden Finanzausgleich aus Bayern verdient habe, wir armen können ja nichts für unser hartes Schicksal an der Spree...jetzt habe ich mitgepoltert. Dankeschön.

Und wie ist eigentlich Bürgerteilhabe, Kompensation, Aufwertung Wohnumfeld + Auswirkungen auf Gewerbe + Ökologie gedient, wenn am Ende die Investition ausbleibt und am Bestand eine Sparlösung umgesetzt wird, für die es keine politische Unterstützung braucht? Pinselrenovierung, der Karstadt wird trotzdem mit Trockenmauern im Bestandsbau verkleinert und in die unattraktiven Räumlichkeiten des Bestandsgebäudes kommen dann halt Wettbüros und 1 Euro Shops?! Die Grundhaltung muss doch sein, dass diese Investition ein Grund zum Feiern für diesen Bereich ist. Städtebaulich und wirtschaftlich.
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Alt 13.03.19, 11:36   #44
jan85
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jan85 hat eine wundervolle Zukunftjan85 hat eine wundervolle Zukunftjan85 hat eine wundervolle Zukunftjan85 hat eine wundervolle Zukunftjan85 hat eine wundervolle Zukunftjan85 hat eine wundervolle Zukunftjan85 hat eine wundervolle Zukunftjan85 hat eine wundervolle Zukunftjan85 hat eine wundervolle Zukunftjan85 hat eine wundervolle Zukunftjan85 hat eine wundervolle Zukunft
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Einige müssen hier natürlich wieder ihr übliches peinliches Gepolter auf Stammtischniveau bringen.
Es dürfte klar sein, dass so ein Projekt diverse planungsrechtliche Hürden nehmen muss.
Das sehe ich gemischt. Manche der Kommentare sind durchaus etwas flach. Den Tweet von Herrn Schmidt sehe ich jedoch auch bereits als "Poltern auf Stammtischniveau" und als Stein des Anstoßes. Nein, er MUSS nicht klarstellen, wo das Planungsrecht liegt. Er WILL - und das mE völlig unnötig. Hinzu kommt, dass er einen ebenso unnötig aggressiven Duktus benutzt (ohne ... geht hier gar nichts). Oder dass er nur Hürden aufzählt (teils offensichtliche wie einen B-Plan, teils plausible wie die Abstimmung mit dem Umfeld/ restlichen Einzelhandel und teils etwas merkwürdige bzw schräg formulierte wie "Kompensation"). Das klingt nun wirklich nicht sachlich, neutral, ergebnisoffen - um mal nur das Mindestmaß des Erwartbaren zu nennen. Eine gewisse Begeisterung für derartig ambitionierte Investorenpläne kann man natürlich nicht erzwingen. Im benachbarten Neukölln ist man aber trotz vieler Hürden vor Freude im Dreieck gesprungen, als Streletzki seine Pläne mitgeteilt hat. Da hängt ja auch für die normale Bevölkerung immer eine Menge an Wirtschaftseffekten dran, von Bauarbeitern, Putzfirmen usw. bis hin zu zusätzlicher Frequentierung von Imbissen, Kiosken etc. Solche Projekte binden bspw auch Kaufkraft (u.a. durch Tourismus, was volkswirtschaftlich wie ein Export wirkt).

Man muss letztlich nur dafür sorgen, dass die vielen arbeitslosen Menschen in dem Umfeld auch daran partizipieren (z.B. indem sie qualifiziert werden). Inzwischen sieht man, wie die Mieten selbst in einfachen Lagen immer weiter steigen und die Politik mit allen Maßnahmen machtlos dagegen scheint. Im Gegenteil wirken sie oft regelrecht wie in Starre oder voll Trotz und versuchen, überall die Käseglocke drüber zu halten. Die Strategie wird mE scheitern. Die gesamte Haltung ist in meinen Augen schon völlig falsch, weil man den Menschen damit nur Illusionen macht und eine Stärke vermittelt, die man gar nicht besitzt. Und die Mittel, die man tatsächlich hätte, um Menschen wirklich mitzunehmen und soziale Härten abzufedern (allem voran eine starke Bildungspolitik aber auch eine kluge, offensive Baupolitik), bekommt die Politik seit Jahren, teils Jahrzehnten nicht gebacken.

Zitat:
Ich würde mich freuen, wenn's was wird, würde die Realisierungswahrscheinlichkeit aber nur mit 5 - 10 % ansetzen.
Mit der Einstellung der Politiker sehe ich die Wahrscheinlichkeit eher gegen Null tendieren (wobei es vielleicht auch nur ein Sturm im Wasserglas als Profilierung vorm Wähler war oder eine vermeintlich strategisch günstige Positionierung vor den Verhandlungen á la Trump). Auch das Estrel-Projekt hätte es unter solchen Politikern niemals gegeben...
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Alt 13.03.19, 12:16   #45
Ostkreuzblog
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Ist dieser Baustadtrat denn überhaupt schon ein mal mit irgendetwas positiv-neutral in Erscheinung getreten.

Bisher entnimmt man stets nur provozierende und "Investorenfeindliche" Statements über die sich lediglich eine kleine Minderheit hämisch freut, jedoch ne Menge Aufmerksamkeit erzeugt. Im Marketingsprech -> Reichweite.
Das war's dann aber auch schon. Denn diese Reichweite ist in der heutigen digitalen Zeit ja sehr schnelllebig.

Das Schlimme ist: selbst wenn der Senat die Zuständigkeit an sich reissen würde...die dafür zuständige Senatorin dürfte einen ganz ähnlichen Vorbehalt haben.
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