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Alt 25.07.10, 18:29   #1
Bordstein
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Bordstein sitzt schon auf dem ersten Ast
Heidenheim: Plouquet-Gelände

Für ein Mittelzentrum wie Heidenheim an der Brenz (Ostwürttemberg) hat sich durch den Wegzug der Firma Ploucquet im Jahr 2006 eine Chance geboten, wie sie einer ca. 50'000-EW-Stadt nur alle hundert Jahre bietet: Es wurde ein innenstadtnahes, ca 2,5 ha großes Gelände frei, welches durch eine Veränderungssperre zunächst vor unerwünschter Entwicklung geschützt und dann auch von der Stadt gekauft wurde.

Dieses Gebiet wird mittlerweile im Rahmen das Programms "Stadtumbau West" gefördert.
Hier ist weitere Information zu finden.

Lange gab es nur vage Aussagen was sich die Stadt vorstelle, allein ein Fraktionsmitglied der DKP im Stadtrat stellte eine Ideenskizze vor lange bevor man hörte was dort wirklich passieren solle.

Im März 2010 gab es schließlich einen Workshop Nach 4 Jahren!!
Die Ergebnisse wurden der Öffentlichkeit bei einer Ausstellung präsentiert.
Heraus kam aber nur ein Rahmenplan mit Ideen, kein städtebaulicher Entwurf der unmittelbar in einen Bebauungsplan münden könnte. Der Vorteil daran ist sicherlich daß man sich eine hohe Flexibilität bewahrt.

Längst jedoch war als einzelne Idee ein Gesundheitshaus entstanden; sicherlich sinnvoll, offenbar besteht Bedarf, aber anscheinend wurde nie das Areal als Gesamtheit gedacht (außer von dem DKP-Stadtrat).

Man wundert sich schon wie die Stadtplaner der Stadt die Politiker beraten bzw. fragt sich ob diese vielleicht beratungsresistent sind. Ein absolutes Sahnestück für eine Stadt wie Heidenheim hätte nach einem Jahr einen Ideenworkshop mit der Öffentlichkeit gebraucht und darauf aufbauend mit weiteren Studien (z.B. Einzelhandel etc.) in einen städtebaulichen Wettbewerb münden müssen der dann von der Stadt in einen Bebauungsplan umgesetzt worden wäre. In diesem Rahmen hätte das Gesundheitshaus mit eingebunden werden können, auch als gedachter Kick-Start für die Neubebauung des Areals, anstatt diesen Bereich heraus zu nehmen.

Ich hoffe sehr daß ich mich irre und meine Wahrnehmung aus der Ferne wichtige Elemente herausfiltert, aber ich befürchte daß es bei aller Zuschußdiskussion verpaßt wurde, ein schlüssiges Gesamtkonzept welches Nutzungsfragen, Gestaltungsfragen, räumliche Anordnung, Verkehrs- und Energiefragen etc. abdeckt zu erarbeiten. Dieser Fehler könnte sich über hundert Jahre rächen. Es ist Mittelmaß zu befürchten.

Und man hat das Gefühl, es könnte beim WCM-Gelände in Heidenheim genauso gehen.
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