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Alt 27.04.18, 18:58   #691
lguenth1
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Die Sommer-Auktion der SGA hat folgendes Chemnitz Objekt zu bieten (Katalog). Richtige Schnäppchen finden sich nach wie vor auch noch in den ländlichen Regionen. Wer schon immer mal ein Herrenhaus sein eigen nennen wollte, kann mit etwas Glück in Langenleuba-Niederhain für 1.000 Euro eines erwerben. Anderswo gibt es denkmalgeschützte Wohn- und Geschäftshäuser für Mindestgebote unter 10.0000 Euro oder Fachwerkhäuser für wenige tausend Euro.

Zwickauer Straße 316 (Luftbild), Schönau, Mindestgebot 55.000 Euro

Wohnhaus mit 260 m² Wohn-/Nutzfläche, Verkäufer ist der Freistaat Sachsen.

Richtige (Kaufpreis-)Schnäppchen finden sich nach wie vor noch in den ländlichen Regionen. Wer schon immer mal ein Herrenhaus sein eigen nennen wollte, kann mit etwas Glück das in Langenleuba-Niederhain für 1.000 Euro erwerben.
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Alt 16.06.18, 08:54   #692
lguenth1
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Ergebnis der Sommer-Auktion der SGA:

Zwickauer Straße 316 (Luftbild), Schönau, Mindestgebot 55.000 Euro

Wohnhaus mit 260 m² Wohn-/Nutzfläche, Verkäufer ist der Freistaat Sachsen. Verkauft für das Mindestgebot von 55.000 Euro.
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Alt 13.08.18, 16:55   #693
lguenth1
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Die Stadt verkauft ein weiteres Grundstück im Gewerbegebiet Rottluff-West, welches direkt östlich der AS Chemnitz-Rottluff an der Kalkstraße liegt (Beschlussvorlage). Eine 8.100 m² große Fläche geht für 277.000 Euro an die SLT Invest e. K., die dort für 5,5 Mio. Euro eine Produktionshalle mit Bürotrakt errichten wird. Die Fertigstellung ist bis Ende 2019 vorgesehen.
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Alt 07.09.18, 19:07   #694
lguenth1
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Ein zwischen Information und Immobilienanzeige schwankender Artikel in der Freien Presse gibt einen Einblick in das oberste Niveau des Chemnitzer Immobilienmarktes (Link). Für die Villa Chemnitzer Straße 18 wird nämlich aufgrund des Wegzugs des Eigentümers ein Käufer gesucht - der schlappe 2,7 Millionen Euro bezahlen soll. Das Haus ist aber wirklich wunderschön, während das Anwesen kaum von außen einsehbar ist. Falls jemand jetzt einen Kauf erwägt, liefere ich gerne den Link zum Exposé mit, wo man auch dutzende Fotos geboten bekommt. Ob das Rennauto im Preis inbegriffen ist, weiß ich aber nicht.

Natürlich habe ich davon ein Foto zu bieten. Das ist durchs Eingangstor fotografiert, also aus dem öffentlichen Verkehrsraum, aber ich hatte dabei schon das unangenehme Gefühl, das sich jederzeit mehrere Bodyguards auf mich stürzen könnten:

Eigenes Bild
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Alt 19.10.18, 19:37   #695
lguenth1
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Die GGG hat ihr Investitionsprogramm für 2018 vorgestellt (Pressemeldung GGG, Freie Presse). Investiert werden sollen 51,8 Mio. Euro (im Vorjahr waren es 41,5 Mio. Euro). Erstmals seit langem werden keine Vorhaben an Altbauten verkündet.

Zentrum, Zwickauer Straße 10/12 (Luftbild, Projektvorstellung)

Sanierung von Fassaden, Bädern und Versorgungsleitungen des Plattenbaus im bewohnten Zustand (4,6 Mio. Euro laut Freier Presse. Das ist immens wichtig, weil dieses Gebäude am wichtigsten Einfallstor zur Stadt bisher eine wirklich abschreckende Optik hatte.

Markersdorf, Plattenbau Arno-Schreiter-Straße 83 (Luftbild, Projektvorstellung)

Für rund 4,7 Mio. Euro sind die Erneuerung der Fenster, der Haustechnik sowie der Aufzugsanlagen geplant. Die Fassade erhält eine neue Gestaltung, die Balkone werden saniert und der Brandschutz wird auf den aktuellen Stand der Technik gebracht.

Zentrum, Altneubau Gustav-Freytag-Straße 1–5 (Luftbild, Projektvorstellung)

Balkonanbau für 125.000 Euro.

Morgenleite, Plattenbau-Gebäudezeile Bruno-Granz-Straße 56–66 (Luftbild, Projektvorstellung)

Sanierung der Gebäudezeile für rund 3,4 Mio. Euro. Die Aufzugsanlagen werden erneuert, und der Einstieg wird barrierefrei auf Erdgeschossniveau abgesenkt.

Bernsdorf, Plattenbau Am Bernsdorfer Hang 2–10 (Luftbild)

Laut Freier Presse 4,7 Mio. Euro teuren Sanierung des Nachblockes 12-20.

Kapellenberg, Altneubau Neefestraße 41–53 (Luftbild, Projektvorstellung)

5,7 Mio. Euro teure Sanierung. Vorgesehen sind die Erneuerung der Fenster, des Daches und der Sanitär- und Haustechnik und die Neugestaltung der Fassade sowie der Treppenhäuser und Hauseingangsbereiche. Der Anbau von Balkonen, die Schaffung von Erkern und der Anbau von Aufzügen an zwei Hauseingängen werten das Gebäude zusätzlich auf. Mit Fördermitteln des Freistaates Sachsen (Richtlinie Seniorengerecht Umbauen) entstehen zudem insgesamt zehn barrierearme Wohnungen.




Quelle: GGG
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Geändert von lguenth1 (20.10.18 um 08:44 Uhr)
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Alt 19.10.18, 22:05   #696
Hannes Kuhnert
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Hannes Kuhnert sitzt schon auf dem ersten Ast
Sanierung Kapellenberg

Zitat:
Zitat von lguenth1 Beitrag anzeigen
Die GGG hat ihr Investitionsprogramm für 2018 vorgestellt (Pressemeldung GGG). […]

Kapellenberg, Altneubau Neefestraße 41–53 (Luftbild, Projektvorstellung)
[…]

Quelle: GGG
Na toll! Ich hatte hier längerfristig auf einen Abriss oder einen Generalumbau mit Ausbildung von Eckgebäuden gehofft.
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Alt 15.11.18, 18:31   #697
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Die Winter-Auktion der Karhausen AG hat folgendes Chemnitzer Objekt zu bieten (Katalog):

Brühl 57, Zentrum, Mindestgebot 395.000 Euro

Komplett leerstehend, denkmalgeschützt, 19 Wohneinheiten, 2 Geschäftseinheiten. Es besteht eine aktuelle Baugenehmigung für die Sanierung. Die Freie Presse hat sich anlässlich der bevorstehenden Versteigerung mal im Gebäude umgesehen: Link. Das Interesse bei der Besichtigung deutet darauf hin, dass das doch reichlich heruntergekommene Gebäude auch für den stattlichen Preis einen Käufer findet.


Foto: (dwt).
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Alt 01.12.18, 08:45   #698
lguenth1
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Die wichtigsten Inhalte aus dem aktuellen Geschäftsbericht der GGG zum Jahr 2017 (Link) nachfolgend zusammengefasst:

- Der Jahresüberschuss der GGG betrug 20,9 Millionen Euro (Vorjahr 9,5 Mio. Euro). Das Ziel von 7,5 Mio. Euro wurde also deutlich übertroffen, vor allem durch Neubewertungen der Immobilien. Nur 575.000 Euro werden an den Haushalt der Stadt Chemnitz abgeführt.
- Für das Geschäftsjahr 2016 wird mit einem positiven Ergebnis in Höhe von 9,3 Millionen Euro gerechnet.
- 28.356 Einheiten im Bestand, inklusive Geschäftseinheiten, Garagen und Stellplätzen (111 weniger als im Vorjahr).
- Leichte Steigerung der durchschnittlichen Wohnungsmieten, die jetzt bei 4,89 Euro/m² liegen (Vorjahr 4,75 Euro/m²).
- Am 31. Dezember 2016 hielt die GGG 24.284 Wohnungen (114 weniger als im Vorjahr) und 650 Gewerbeeinheiten (25 weniger als im Vorjahr) in ihrem Bestand.
- Es wurde ein positiver Vermietungssaldo von 50 Wohnungen erzielt (Vorjahr + 378 Vermietungen).
- Der Leerstand für Wohnflächen verrringerte sich auf 8,96 % (Vorjahr 9,32 %), der Gewerbeleerstand auf 11,89 % (Vorjahr 14,98 %). Der marktaktive Wohnungsleerstand beträgt zum Stichtag 31. Dezember 2017 rund 7,9 %. Ich bin mir nicht sicher, ob das identisch mit der Angabe des "monetären Leerstandes" in früheren Geschäftsberichten ist (2016: 8,88 %; 2015: 10,57 %; 2014: 11,08 %).
- Reduzierung der Verbindlichkeiten der GGG gegenüber Kreditinstituten auf 373,9 Mio. Euro (Vorjahr 378,7 Mio. Euro).
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Alt 11.12.18, 18:47   #699
lguenth1
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Ergebnis der letzten Karhausen-Versteigerung (Ergebnisliste):

Brühl 57, Zentrum, Mindestgebot 395.000 Euro

Komplett leerstehend, denkmalgeschützt, 19 Wohneinheiten, 2 Geschäftseinheiten. Es besteht eine aktuelle Baugenehmigung für die Sanierung. Verkauft für 410.000 Euro.

In der Freien Presse kann man noch ein paar Details zur vorliegenden Baugenehmigung nachlesen (Link):

- Vorgesehen sind zwei Gewerbeeinheiten mit 326 m² und 19 Wohnungen mit 1000 m².
- Das frühere Waschhaus darf abgerissen werden.
- Das originale Dachtragwerk muss erhalten werden, es dürfen aber neue Naturschiefer-Dachsteine aufgetragen werden.
- Die Klinkerfassade soll in einem Mikrowirbelungsverfahren schonend gereinigt werden.
- Für die Schaufensterzone ist der Ersatz der DDR-Metallrahmen durch drei hohe Einzelfenster erlaubt.
- Hauseingangstür ebenso wie die Geländer und Terrazzobeläge der Treppen im Hausinneren müssen erhalten werden.
- Am Giebel in Richtung der Grundschule soll eine außen liegende, offene Fluchttreppe als zweiter Rettungsweg angebaut werden.
- Die voraussichtlichen Sanierungskosten betragen rund eine Million Euro.
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Alt 11.12.18, 19:18   #700
KMS1983
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KMS1983 hat die ersten Äste schon erklommen...
Sinnlos

Hohe Anforderungen an den Denkmalschutz aber an den Giebel darf eine Feuertreppe. Sinnlos
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Alt 13.12.18, 23:15   #701
Joseph
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Joseph könnte bald berühmt werden
So hoch sind die Anforderungen doch gar nicht - geht es doch im Grunde nur um die Aussenhülle und das Treppenhaus. Eigentlich Standard bei denkmalgeschützten Gebäuden. Mir fehlt bei der Fassade die Wiederherstellung, dort fehlen meiner Erinnerung nach einige Bossensteine an den Ecken und ich meine auch das untere Gurtgesims wurde mal überarbeitet / abgeschlagen / verändert - ist jetzt aber wirklich aus dem Gedächtnis, kann sein dass ich das falsch in Erinnerung habe.

Das mit dem Fluchttreppenhaus finde ich nicht schlimm, da treffen einfach unterschiedliche Bauvorschriften aufeinander und beide müssen irgendwie durchgesetzt werden. Es wird schlussendlich eine Frage der Gestaltung sein - so ein Fluchttreppenhaus kann man auch elegant anfügen. Aber das wird die Genehmigungsbehörde wahrscheinlich am Ende nicht interessieren - siehe die zahllosen und hässlichenBalkonanbauten im gesamten Stadtgebiet.

Bleibt also zu hoffen, dass der neue Eigentümer sich da Mühe gibt.

Hoffentlich wird bei dem "Mikrostrahlverfahren" was schonend eingesetzt werden soll die Fassade nicht so kaputt gemacht wie bei dem schönen Haus der Brühlpioniere. Dass das nicht gestoppt wurde... da hat die Denkmalpflege wohl wieder gepennt. Andernorts hätte das sofort ein Baustopp eingebracht.

Ja, mir ist schon bewusst, dass es sehr schonende Strahlverfahren gibt, in der Regel werden die aber nicht eingesetzt, da zu teuer. Man könnte dort auch chemisch reinigen, wäre wahrscheinlich günstiger und das Ergebnis könnte sich genau so sehen lassen. Übrigens: Trotz Wasserglasanstrich wäre eine chemische Reinigung der Fassade Brühl-Pioniere möglich gewesen, eine Probefläche war schon lange vor der Sanierung angelegt worden. Jetzt sind die Steine halt alle kaputt...
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Alt 26.01.19, 08:22   #702
lguenth1
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Das FOG-Institut für Markt- und Sozialforschung hat seinen "Wohnungsmarkt-Report Chemnitz 2019" vorgelegt (Freie Presse). Die Auswertung hat ergeben, dass der Quadratmeter Wohnfläche durchschnittlich 5,10 Euro kalt und damit nur knapp zehn Prozent mehr als zehn Jahre zuvor kostet. Damit liegt Chemnitz 40 % unter dem bundesdeutschen Mittelwert. Wegen einiger Neubauprojekte (und dem anhaltenden Rückgang der deutschen Bevölkerung) hat sich der Leerstand sogar wieder erhöht. Schlusslichter sind der Sonnenberg und Harthau mit Leerständen über 25 %, gefolgt von Lutherviertel (25 Prozent), Morgenleite und Rottluff (je 24 Prozent). Der marktaktive Leerstand liegt in der Stadt bei acht bis neun Prozent.

Da auch die Zahl der in Chemnitz lebenden Personen mit asylbezogenem Hintergrund meines Erachtens perspektivisch nicht mehr ansteigen, sondern sehr bald wohl wieder sinken wird, sollte man meines Erachtens durchaus darüber nachdenken, das Wohnungsangebot durch Abrisse von Plattenbauten wieder zu reduzieren. Viel wichtiger wäre es aber, endlich mal alle Energie in die Belebung der Chemnitzer Wirtschaft zu stecken. Chemnitz ist diesbezüglich mittlerweile der kranke Mann Sachsens, was man auch an der Entwicklung von Arbeitsplatz- und Arbeitslosenzahlen sehen kann. Irgendwann gab es mal eine Stadtratsanfrage, wie viele der Pressemeldungen der Stadt sich eigentlich mit Wirtschaftsthemen befassen - offensichtlich war auch dort der Eindruck entstanden, dass das Thema stiefmütterlich behandelt wird.
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Alt 27.01.19, 12:08   #703
KMS1983
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KMS1983 hat die ersten Äste schon erklommen...
Bei den Leerständen würde mich allerdings mal interessieren ob damit pauschal Wohnungen gemeint sind oder Quadratmeter. Denn wenn man die anderen Statistiken hernimmt, Gerät, Geburten, Arbeitslosenquote, Durchschnittseinkommen, Nachfrage nach großem Wohnraum, findet ja jetzt nur eine Verlagerung statt. Die Leute ziehen zusammen und gebären mehr Kinder. Klar, dass dann mehr kleine Wohnungen frei werden. Und 2 40qm Wohnungen sind in der Statistik dann natürlich doppelt so stark vertreten, wie 1 110qm Wohnung. Obwohl der Leerstand in qm damit statistisch sinken würde. So lange man nicht wieder der Meinung ist Gründerzeitgebäude abzureißen, darf die nöchste Rückbauwelle gern kommem. Jede Platte weniger tut der Stadt gut. Und da fallen mir allein im Zentrum 2 ein, die sofort weg könnten. Da kann man sich die Millionen in die Sanierung gleich sparen und auf einen Schlag 200 Wohnungen vom Markt nehmen. Aber da bin ich zu sehr Kapitalist, als das das mit unserer GGG zu machen wäre. Das dies aber dem gesamten Erscheinungsbild zu gute kommt und letztlich auch der GGG helfen würde, wenn sie mit teureren Mieten sozialen Wohnraum querfinanzieren könnte, sehe wohl nur ich.
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Alt 07.02.19, 19:38   #704
lguenth1
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Seit die ganz großen GGG-Verkaufswellen von Altbauten vorbei sind, muss ich ganz schön aufpassen, keinen der Immobilienkataloge zu verpassen. Die SGA-Frühjahrsauktion ist mir nicht durch die Lappen gegangen (Katalog), diesmal ist das Angebot eher etwas für Familien auf der Suche nach einem Objekt in den dörflichen Vororten der Stadt:

Dickensstraße 4a (Luftbild), Adelsberg, Mindestgebot 90.000 Euro

Wochenendbungalow mit 80 m² Wohnfläche und 1500 m² Grundstücksgröße.

Goethering 10 (Luftbild), Kleinolbersdorf-Altenhain, Mindestgebot 175.000 Euro

Einfamilienhais mit 100 m² Wohnfläche und 1220 m² Grundstücksgröße. Zudem gibt es auch eine teilüberdachte Terrasse, einen Garten und eine Garage.

Eigentumswohnung in der Straße der Nationen 111 (Luftbild), Schloßchemnitz, Mindestgebot 39.000 Euro (bei monatlicher Bruttomiete von 406 € und 174 € Hausgeld = 2784 € Überschuss per anno)

54 m² Wohnfläche. Normalerweise ignoriere ich die Eigentumswohnungen, aber die Sanierung dieses Kulturdenkmals für mich damals fast so etwas wie die Verkörperung der Trendwende hin vom Abriss von Altbauten zu deren Sanierung. Zudem dürfte das Auktionsergebnis ein paar Rückschlüsse auf den Chemnitzer Immobilienmarkt an sich geben. Den Jahresüberschuss finde ich erschreckend gering, sogar bei einer Selbstnutzung ist trotz des attraktiven Mindestgebotes das hohe Hausgeld ein erheblicher Kostenblock. Das Hausgeld als zu kalkulierende Position war mir bisher gar nicht so bewusst, findet sich in ähnlichen Höhen aber auch bei anderen Eigentumswohnungen im Katalog.
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Alt 07.02.19, 19:54   #705
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Auch Karhausen hat etwas aus Chemnitz im Angebot (Katalog):

Clausstraße 74 (Luftbild), Gablenz, Mindestgebot 89.000 Euro

MFH mit 633 m² Wohnfläche, aber stark sanierungsbedürftigem Zustand.
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