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Alt 04.10.13, 15:17   #16
LE Mon. hist.
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Natürlich nicht, was haben Ahmadis aus Pakistan oder Bangladesch denn mit konservativ-sunnitischen Türken zu tun, die mehr oder weniger direkt der dauerhaften Leitung, Kontrolle und Aufsicht durch den türkischen Ministerpräsidenten unterstehen? Das Verhältnis dürfte ähnlich eng sein wie das zwischen katholischen Hispanics und russisch-orthodoxen Ukrainerinnen in irgendeiner US-amerikanischen Großstadt.

Umso absurder ist es ja auch, wenn diese MDR-Reporter in irgendeine Moschee rennen, hier der DITIB, und fragen, was die Leute davon halten, dass die Vertreter einer anderen Glaubensrichtung eine eigene Moschee mit Minaretten bauen wollen. Haben die beim MDR auch die Apostolische Pfingstgemeinde gefragt, was die vom Neubau der katholischen Propsteikirche halten und ob sie auch spenden würden?

Natürlich geht das alles noch blöder, wenn etwa gefordert wird, dass die Ahmadis doch bitte ihre Moschee am Bosporus bauen sollen oder die Christen in ihrem Heimatland in Ruhe lassen.

Warum sind die MDR-Leute eigentlich nicht zu dem Imam der Leipziger Al-Rahman-Moschee, Hassan Dabbagh, in die Roscherstraße gegangen. Der hat eine klare Ansicht zur Ahmadiyya. Sozuviel dann auch zum Thema: Alle Muslime sind gleich. http://www.youtube.com/watch?v=TcdR1BM-2X0

Hier mal ein paar Gruppenbilder von Leipziger Ahmadis und ein paar Kernsätze der Ahmadiyya:
http://www.youtube.com/watch?v=p0ElWShSktE

Geändert von LE Mon. hist. (04.10.13 um 15:37 Uhr)
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Alt 10.10.13, 23:27   #17
LE Mon. hist.
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Die ersten eher schematischen Bauzeichnungen werden veröffentlicht und Leipzigs neue Baubürgermeisterin Dorothee Dubrau spricht sich für das Bauprojekt der Ahmadiyya Muslim Jamaat aus:

MDR, 10. Oktober 2013
Bauvorentscheid in Leipzig
Baubürgermeisterin unterstützt Moschee-Neubau
http://www.mdr.de/sachsen/leipzig/mo...-423b0bc6.html

In den LVZ-Kommentaren geht es heiß her und weit vom Thema ab. Mal sehen, wie lange noch.

LVZ-Online, 10.10.2013
„Kein Protzbau“: Moschee in Leipzig-Gohlis mit zwei Zier-Minaretten – Stadt wirbt um Toleranz
http://www.lvz-online.de/leipzig/cit...-a-210165.html

L-IZ, 10.10.2013
„Schnuckelige kleine Moschee“: Neubau in Gohlis mit Schmuck-Minaretten geplant – Platz für 100 Gläubige
http://www.l-iz.de/Politik/Brennpunk...ant-51459.html
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Alt 11.10.13, 09:22   #18
DrZott
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Ehrlich gesagt, finde ich es recht schade, daß die Moschee so unscheinbar werden soll. An dieser Stelle - die breite Schumannstraße, die doch recht hohen Häuser der Umgebung, die noch recht raumgreifenden Leerflächen - wäre ein größerer Baukörper besser. Wenn sich der Bau - trotz der Minarette - zu sehr versteckte, wäre dies eine vertane Chance aus städtebaulicher Sicht.
__________________
So Sie bei mir Photos sehen, sind diese von mir. Wenn Sie keine sehen, brauchen Sie eine Brille. ;)
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Alt 11.10.13, 09:43   #19
Martin Pohle
 
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Wahrscheinlich ist man sich seitens der Gemeinde auch um den "Sprengstoff" bewußt, den ein solches Projekt mit sich bringen kann. In jedem Falle zeigt sich gerade in solchen Vorhaben, wie weit es mit der oft dahingeheuchelten Toleranz in Leipzig her ist. Zudem in einer Stadt, die das Thema Religion aufgrund des weit verbreiteten Atheismus gar nicht tangieren dürfte.

Man muss sicherlich weitere, detaillierte Visualisierungen abwarten, bevor man sich ein Urteil bilden kann. In jedem Falle sollte aber der Bau der muslimischen Religionsästhetik selbstbewußen Ausdruck verleihen. Das heisst, man sollte ruhig sehen, dass es eine Moschee ist. Alles andere wäre wirklich schade.

In diesem Zusammenhang: Wie ist es denn mit dem Tempelbau in Leipzig Nordost bestellt?
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Alt 17.10.13, 15:36   #20
LE Mon. hist.
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Nun geht es wie erwartet los, es soll sich eine Bürgerinitiative gegen den Moscheebau gründen. Die sächsische NPD bzw. die örtliche Neonazi-Kameradschaft mischen fleißig mit.

Um Architektur und Städtebau geht es bei den allerwenigsten "Argumenten" gegen die Moschee. Es geht viel mehr um Christen in Saudi-Arabien oder Syrien oder sonstwo in der Welt, was auch immer das nun mit dem Bauvorhaben an der Georg-Schumann-Str. zu tun haben soll. Aber bisweilen kommt - wie ebenso bereits erwartet - der Verweis auf den Baum auf der Brache, die Schule und den Kindergarten in der Nachbarschaft und die angeblich geschlossene Bebauung aus der Gründerzeit. Die allerdings muß man an der Ecke schon suchen, da steht so alles von tatsächlich historistischen, aber überwiegend entstuckten und/oder unsanierten Bauten über Bauten der DDR-Zeit (50er und 70er Jahre) bis hin zu exquisiten Vertretern der Frühen-90er-Jahre-Investoren-Architektur alles rum, von diversen Baracken und Garagenhöfen mal ganz abgesehen.

Kreuzer online, Stadtleben, 17. Oktober 2013
Wir sind nicht rechts, aber …
In Gohlis formiert sich Widerstand gegen eine Moschee
http://kreuzer-leipzig.de/2013/10/17...medium=twitter

LVZ-Online, 17.10.2013
Moschee-Protest: Bürger-Initiative in Leipzig-Gohlis vorerst geplatzt – Neonazi-Aufmarsch
Matthias Puppe
http://www.lvz-online.de/leipzig/cit...-a-211111.html
L-IZ, 17.10.2013
Geplante Moschee in Gohlis: NPD meldet Kundgebung an
http://www.l-iz.de/Politik/Nachricht...gebung-an.html

L-IZ, 15.10.2013
Geplante Moschee in Gohlis: Rechte rufen zur Bildung von Bürgerinitiative auf
Martin Schöler
http://www.l-iz.de/Politik/Brennpunk...nitiative.html

Geändert von LE Mon. hist. (17.10.13 um 16:03 Uhr)
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Alt 17.10.13, 15:54   #21
LE Mon. hist.
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Die BILD-Zeitung hat vor einigen Tagen die Planzeichnungen veröffentlicht, die schon mal kurz in den beiden MDR-Beiträgen zu sehen waren:

Baudezernentin gibt grünes Licht für Neubau-Pläne
Moschee in Gohlis kommt!
http://www.bild.de/regional/leipzig/...4476.bild.html



Bild 3/6
Grundriss der 10 mal 17 Meter großen Moschee an der Georg-Schumann-Straße. Acht Stellplätze sind geplant

Bild: Stadt Leipzig
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Alt 18.10.13, 07:45   #22
Cowboy
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Cowboy genießt höchstes AnsehenCowboy genießt höchstes AnsehenCowboy genießt höchstes AnsehenCowboy genießt höchstes AnsehenCowboy genießt höchstes AnsehenCowboy genießt höchstes AnsehenCowboy genießt höchstes AnsehenCowboy genießt höchstes AnsehenCowboy genießt höchstes AnsehenCowboy genießt höchstes AnsehenCowboy genießt höchstes Ansehen
^ Die Moschee wird für 80 bis 90 Gläubige gebaut, die meisten davon sind m.W. Flüchtlinge aus Pakistan. Dafür lohnt kein großdimensionierter Gottesbau. Die ohnehin wirre städtebauliche Situation vor Ort wird zudem durch die kleine Moschee nicht auch noch weiter in Mitleidenschaft gerissen.
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Alt 19.10.13, 03:29   #23
DerZentrumsnahe
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DerZentrumsnahe sitzt schon auf dem ersten Ast
Naturkundemuseum

http://www.lvz-online.de/leipzig/cit...-a-211162.html

145 Seiten und ein Masterplan für das Naturkundemuseum. Wer sich durch das ganze Buch arbeitet, findet nicht nur interessante Entwürfe für den jetzigen Standort und den Bowling-Treff, sondern weiß auch, dass die Stadt in der Rudolphstraße ein Grundstück übrig hat.

Masterplan:
http://www.leipzig.de/naturkundemuse...sh&docID=18927
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Alt 19.10.13, 10:33   #24
Stahlbauer
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Zitat:
Zitat von DrZott Beitrag anzeigen
Ich kann mich nur wiederholen - das einzige, wirkliche Argument gegen DIESE Moschee ist aus meiner Sicht, daß sie eigentlich viel zu KLEIN und nahezu ängstlich geplant ist - an dieser Stelle dürfte es städtebaulich schon etwas größer und selbstbewusster sein.
...
Die Größe ist wohl nicht ganz so entscheidend. Wichtig erscheint mir, dass die Qualität stimmt. Aber wir sollten nicht die Menschen vergessen. In Deutschland besteht Religionsfreiheit. Wenn sich die Gemeinde diese Moschee bauen will und kann, ist es ihr gutes deutsches Recht dies auch zu tun.




Das der deutsche Hausmeistergeist dies nicht so recht mag, konnte ich gerade lesen. Gabriele aus Hoyerswerda meint, dass unsere muslimischen Mitbürger doch ihren Teppich in der Wohnung ausrollen könnten. Allah höre ja überall zu.

Dagegen meint Heinz aus Klipphausen, dass in Limburg ein künstlerisch hochwertiges Bauwerk entstanden sei und wir froh sein sollen, Mitbürger wie Franz-Peter Tebartz-van Elst zu haben, die sich vom Mittelmaß der Gesellschaft abheben.




Dabei fällt mir ein, man könnte doch einen Stadtverschönerungsverein gründen, der das Ziel hat landesweit die unsäglich hässlichen Garagenkomplexe abreißen zu lassen.

Geändert von Stahlbauer (19.10.13 um 21:25 Uhr)
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Alt 19.10.13, 18:46   #25
LE Mon. hist.
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Der CDU-Ortsverband Leipzig-Nord will sich natuerlich von den Nazi-Kameraden nicht die Butter vom Brot nehmen lassen und schmiert den gleichen Brei:

L-IZ, 18.10.2013
Moscheebau-Protest - Hochkonjunktur für Ressentiments: Bürgerinitiative gegründet und die CDU schaltet sich ein
Martin Schöler & Michael Freitag
http://www.l-iz.de/Politik/Brennpunk...nts-51627.html

Irgendwie alles schon mal anderswo gelesen, z.B. bei den "befreundeten" Initiativen, hinter denen u.a. in Hellersdorf und Greiz nachweislich Nazis stehen:
https://www.facebook.com/pages/B%C3%...52175001599965
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Alt 19.10.13, 20:40   #26
Saxonia
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Das "Argument" mit der Schule ist ja putzig. Es gibt etliche kirchliche Betreuungseinrichtungen für Kinder. Was nun Herr Rost?
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Alt 20.10.13, 11:39   #27
FredO
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Wie ihr wißt, bin ich eher der Leser als der Schreiber und manch einer wird sich jetzt wünschen ich solle bei dem ersten bleiben. Aber man sollte die Ängste der Bürger ernst nehmen. Schließlich wird hier kein buddistischer Tempel gebaut, sonder eine islamische Moschee. Und den Islam verbinden nun mal viele mit Hass und Terror. Das die Glaubengemeinschaft die hier bauen will, das Gegenteil predigt (also Integration und Frieden) ist nun mal den meißten nicht bekannt. Es fehlt eben an Information und viele der älteren Gegner haben nun mal kein Internet und können mal schnell nachschauen.
Mit der NPD haben diese Bürger aber nichts zu tun:-)
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Alt 20.10.13, 14:02   #28
Stahlbauer
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Ein wenig Gelassenheit im Umgang mit anderen Menschen kann dabei aber auch nicht schaden. Genau so wenig wie ein wenig Beschäftigung mit der Kultur und Historie Deutschlands. Um ein vernünftiges und friedliches Miteinander der Menschen mit ihren verschiedenen Ansichten zu gewährleisten, gibt das Grundgesetz im Artikel 4 GG vor:

(1) Die Freiheit des Glaubens, des Gewissens und die Freiheit des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses sind unverletzlich.
(2) Die ungestörte Religionsausübung wird gewährleistet.


und im Artikel 20 GG :

(4) Gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung zu beseitigen, haben alle Deutschen das Recht zum Widerstand, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist.



Außerdem sollte man den seit dem Mittelalter in deutschen Landen geltenden Grundsatz der UNSCHULDSVERMUTUNG nicht vergessen.
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Alt 20.10.13, 17:01   #29
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@ FredO: Und nun? Was soll geschehen, um "die Ängste der Bürger ernst (zu) nehmen"? Soll die Stadtverwaltung versuchen, den Moscheebau gegen das bereits genannte Grundgesetz und jegliche Baugesetzgebung zu verhindern, und dabei juristisch baden gehen?

Oder sollte die Ahmadiyya-Moschee doch gebaut werden, um den Leuten zu zeigen, dass Muslime keine kinderfressenden Monster sind, die einmal die Woche in der benachbarten Schule einfallen? Die Ahmadiyya Muslim Jamaat hat mehrfach betont, dass sie sich als offene Einrichtung verstehen und den Dialog foerdern wollen. Ueber ihr Wirken kann man sich im Internet und anderswo informieren, auch darueber, was eigentlich acht Jahre nach der grossen Protestwelle in Berlin-Heinersdorf gegen den Bau der Khadija-Moschee dort los ist.

Was ist aus der Ahmadiyya-Moschee geworden (09.06.12., Bln.)
http://www.youtube.com/watch?v=NamqcF2dMeg

> Es fehlt eben an Information und viele der älteren Gegner haben nun mal
> kein Internet und können mal schnell nachschauen.
> Mit der NPD haben diese Bürger aber nichts zu tun:-)

Aktuell 2981 Menschen, die sich auf der Facebook-Seite als Fans outen, haben kein Internet? Sie koennen Saetze wie die, dass "Muslime und homosexuelle ... auch nicht zu einer gesunden Gesellschaft (gehoeren)", "Die deutsche Kultur soll gezielt vernichtet werden! Hört auf mit eurer Liberalen Haltung!" oder "Deutschland war ohne Besatzer immer in der Lage Weltpolitik mit zu gestalten." nicht lesen? Oder sie lesen sie und wundern sich nicht, in welche Gesellschaft sie da geraten sind?

Ein weiteres Zitat von der Facebook-Seite, die jede_r, der/die dort vorbeischaut, lesen kann, auch wenn ich fast kotzen moechte: "Zum Abschluss noch ein kurzer Verweis auf die Geschichte: Erst wurde der Jude als parasitär bezeichnet (keine Hetze, neeeeein ; ) ); anschließend wollte man ihn nur loswerden; und erst zuletzt entschied man sich für die Endlösung der Judenfrage - ein Funke entfacht ein Feuer, Herr Werner." Das sind keine Nazis und die braven Gohliser_innen haben damit und der "Bürgerinitiative Gohlis sagt Nein" nichts zu tun bzw. ist Verleumdung, ihnen Naehe zu extrem rechten oder gar nazistischen Ansichten zu bescheinigen. Ich finde dort so gut wie keine Gegenrede und geloescht oder verborgen werden solche Posts auch nicht.

"Moscheen sind nun mal steingewordene Geltungsansprüche und Machtsymbole des Islams und keine Angebote des interreligiösen Dialogs!" Was sind dann eigentlich christliche Kirchen oder buddhistische Tempel?
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Alt 20.10.13, 19:31   #30
FredO
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Zitat:
Zitat von Altbaufan_ Beitrag anzeigen
^

Kurz: Ein wenig mehr Infos "vor Ort" (durch Stadt + die Gemeinde) wären sicher hilfreich, als wenn es nur durch die Medien (MDR, Bild, LVZ u.a.) geistert. Die Mehrheit der Leute ist sicher nicht grundsätzlich dagegen, sondern aus Unkenntnis und Verunsicherung.

PS: Und die Leute bei facebook - nunja, da sind sicher viele dabei, die gar nicht in der Umgebung der Moschee wohnen werden, sondern ganz einfach immer gegen alles sind oder gewissen braunen Parteien zugeordnet werden können. Der "stinknormale Bürger" oder Rentner aus Gohlis wird wohl kaum auf facebook sein und dort geistigen Blödsinn ablassen.
Danke, das war genau das was ich meinte.
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