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Alt 07.05.14, 23:45   #91
DrZott
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@ LE Mon. hist.: Treffer & versenkt. Um den eigentlichen Bau scheint es immer weniger zu gehen. Ich vermute Absicht. Nicht, daß das Projekt - mit anderen Gründen und Parteien - den UNISTER-WEG geht. Wäre schade ...
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Alt 19.05.14, 08:45   #92
LE Mon. hist.
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Mittlerweile gab es nun doch Neuigkeiten:

LVZ-Online, 12.05.2014
Architekturwettbewerb für Leipziger Moschee geplant – Muslime hoffen auf Baubeginn 2015
http://www.lvz-online.de/leipzig/cit...-a-238482.html

BILD, 12.05.2014
Islamische Gemeinde hofft auf Baubeginn 2015 für Leipziger Moschee
http://www.bild.de/regional/leipzig/...9574.bild.html

MDR, 12.05.2014
Muslime wollen Moscheebau 2015 beginnen
http://www.mdr.de/sachsen/leipzig/mo...nfrage100.html

Die Bauvoranfrage sei nun noch einmal in überarbeiteter Form eingereicht worden und es haben weitere Gespräche zwischen der Stadtverwaltung und dem künftigen Bauherren stattgefunden. Baubürgermeisterin Dorothee Dubrau unterstrich einmal mehr, dass einer grundsätzlichen Genehmigung nichts im Wege stehe. Abdullah Uwe Wagishauser, der Bundesvorsitzende der AMJ, hofft nun auf einen Baubeginn im kommenden Jahr. Er geht davon aus, dass ein Bescheid zur Bauvoranfrage in zwei bis drei Wochen von der Stadt zu erwarten sei. Das ABD meinte, dass die Bearbeitung der Bauvoranfrage weit fortgeschritten sei. Nach der Präzisierung der Pläne könne der positive Vorbescheid der Stadt "sicherlich sehr zeitnah erfolgen". „Derweil bereiten wir uns auf den eigentlichen Bauantrag vor", sagte Wagishauser.

Dubrau erklärte am Montag auf Anfrage des Blattes, dass es vor dem Bau AMJ-Moschee einen Architekturwettbewerb geben wird. "Ich freue mich, dass der Bauherr meinen Vorschlag aufgreift und einen Architekturwettbewerb ausloben will". Außerdem sollen auch Leipziger Student_innen im Rahmen einer Studienarbeit Vorschläge für das künftige Aussehen des Gebäudes vorlegen.
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Alt 22.05.14, 11:16   #93
LE Mon. hist.
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In der gestrigen Stadtratssitzung antwortete Baubürgermeisterin Dorothee Dubrau auf die umseitig vorgestellte Anfrage der CDU-Fraktion zur geplanten Moschee in Gohlis. Ein Bebauungsplanverfahren sei nicht nötig, da sich die Moschee ohne Probleme in das Umfeld einpassen würde. Im Wohngebiet sei eine kirchliche (gemeint ist wohl religiöse) Einrichtung grundsätzlich zulässig. Die von der CDU vermuteten „bodenrechtlichen Spannungen“ , also Unruhen, seien bereits mit der Bauvoranfrage per Gutachten geprüft worden. Das Gebot der nachbarschaftlichen Rücksichtnahme steht dabei im Mittelpunkt, genauso wie Untersuchungen zum Thema Lärmschutz. Somit gäbe es rechtlich keine Handhabe für ein Bebauungsplanverfahren.

Die CDU meldete ebenfalls Bedenken an, dass der geplante Neubau von den Baufluchten des Viertels erheblich abweichen würde, weil es abgewinkelt und zurückgesetzt auf dem Eckgrundstück entstehen soll. Dubrau stellte klar, dass sich das Gebäude nach Art und Nutzung in die Umgebung einfügt und nicht in einer geschlossenen Gründerzeitbebauung errichtet wird, sondern sich „östlich an die frühgründerzeitliche Bebauung anfügt“. Eine einheitliche Linie sei an der vorderen Georg-Schumann-Straße durch Zerstörungen im zweiten Weltkrieg und zahlreiche Neubauten sowieso kaum noch erkennbar.

Damit bestehe ein Rechtsanspruch für die AMJ auf Erteilung einer Baugenehmigung. Einen formalen Bauantrag hat die Gemeinde jedoch noch nicht eingereicht.

Die Baubürgermeisterin trat erneut für eine hohe Qualität des Gestaltungswettbewerbs ein und gab bekannt, sie habe zwei prominente Architekturbüros aus Deutschland für die Teilnahme gewinnen können. „Das werde ich der Ahmadiyya-Gemeinde jetzt mitteilen."

LVZ-Online, 21.05.2014
Moschee in Leipzig: Dubrau sieht keinen Ansatz für Bebauungsplan - "Gebäude fügt sich ein"
http://www.lvz-online.de/leipzig/sta...-a-239695.html

L-IZ, 21.05.2014
Der Stadtrat tagt: Noch ein bisschen Moscheebau vor der Wahl
http://www.l-iz.de/Politik/Leipzig/2...ahl-55391.html


LF, 22. Mai 2014
Wichtige Stadtratsentscheidungen vor der Wahl
http://www.leipzig-fernsehen.de/Aktu...-vor-der-Wahl/
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Alt 22.05.14, 12:14   #94
DrZott
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Wobei der Teil der Begründung, nachdem eine abweichende Bauflucht genehmigt wird, weil die gründerzeiltiche Randbebauung nicht mehr vorhanden sei, ein wenig nachdenklich stimmt - sind solche Regelungen doch dazu da, auch Zerstörtes wiederherzustellen. Indem man jetzt diese "abweichende Bauflucht" genehmigt, zementiert man nicht nur eine städtebaulich unbefriedigende Situation, sondern verstärkt diese noch.
Meines Erachtens wäre eine die Baufluchten und Höhen aufnehmende Moschee (ja, mehr Baumasse) ein idealer Start für eine Stadtreparatur an dieser Stelle.
Doch leider werden solche Chancen in letzter Zeit verpaßt - wie am Connewitzer Kreuz, am neuen ALDI-Markt Delitzscher Straße und und und ...
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Alt 22.05.14, 12:49   #95
LE Mon. hist.
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Die Aufnahme der Bauflucht ist schon allein wegen der Quibla, der Gebetsrichtung, schwierig. Die Frontfassade müsste dann schräg zu den Wänden der Gebetsräume verlaufen oder diese müßten unregelmäßige Grundrisse aufweisen. Bei einem rechteckigen Grundriß ergäben sich eigenartige dreieckige schmale Nebenräumchen, die kaum nutzbar sind. Und da ist dieses Baugrundstück noch eines der geeigneteren, an anderen Bauflächen ergäben sich noch größere Probleme mit der Quibla. Vor geraumer Weile hatte ich dazu schon mal mehr geschrieben: http://www.deutsches-architektur-for...d.php?p=400344 .

Allgemein sind "gerne haben" und "dazu zwingen können" bei der Baugesetzgebung zwei unterschiedliche Schuhe.

Geändert von LE Mon. hist. (22.05.14 um 13:06 Uhr)
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Alt 22.05.14, 16:25   #96
DrZott
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Wem erzählen Sie das? Ich habe hier meine Meinung geäußert und benötige dazu keine redundante Erklärung, worin sich diese von einem Gesetzestext unterscheidet.
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Alt 22.05.14, 19:01   #97
LE Mon. hist.
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Dann verlege ich mich mal auf Fragen: Welche Auflagen bezüglich Größe und Ausrichtung eines Gebäudes kann eine Stadtverwaltung einem Bauherren machen, wenn sein Bauvorhaben grundsätzlich genehmigungsfähig ist und ein Rechtsanspruch auf Erteilung einer Baugenehmigung besteht?

Welchen Grund hat eine kleine Gemeinde mit etwa 80 bis 100 Mitgliedern, ein Gebetshaus zu errichten und zu erhalten, das ihren Raumbedarf und ihre finanziellen Möglichkeiten deutlich übersteigt. Sie plant im Moment mit einer Investitionssumme von rund einer halben Millionen Euro und einer Bruttogeschossfläche von max. 340 m².
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Alt 22.05.14, 19:29   #98
Boxcutter
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Sicherlich fügt sich der Bau, wie er jetzt von vielen erwartet wird, nicht (optimal) in die Blockrandbebauung ein. Warum das aber auf einmal so viele Leute interessiert, bleibt mir ein kleines Rätsel. Beim Neubau von Stadthäusern z.B. gab es aus der Bevölkerung auch selten nachhaltigen Protest, die hat man eben so hingenommen.
Zumal es sich bei der vorderen Georg-Schumann-Straße keinesfalls um ein hippes Gebiet mit Wohnungsknappheit handelt.
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Alt 22.05.14, 23:09   #99
DrZott
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@ Boxcutter: Sie vermischen hier etwas: die städtebauliche mangelnde Einordnung wird sowohl bei den Stadthäusern als auch bei der Moschee diskutiert und kritisiert - nämlich hier im Forum.
In der "Bevölkerung" ist die Rahmenhandlung "Blockrandbebauung" im Kontext des Moschee-Baus gar kein Thema - wie bei den Stadthäusern. Was also wollen Sie uns sagen?
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Alt 22.05.14, 23:53   #100
Cowboy
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^ Inwieweit gibt es vor Ort eine einheitliche Bebauung, so dass sich die geplante Moschee negativ ins Stadtbild einfügen würde? Die Bebauung der vorderen Schumann-Straße ist unterschiedlich, darüberhinaus von Verfall, Leerstand und kriegsbedingten Baulücken geprägt. Für meine Begriffe ist jede Gartenlaube ein Gewinn für das dortige Stadtbild, wenn damit Wildwuchs, Hundekackwiesen und illegale Müllplätze für immer verschwinden würden.
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Alt 23.05.14, 04:54   #101
Boxcutter
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@ DrZott
Hier im Forum wird alles disutiert, klar.
Mit der Hauptkritikpunkt aber, den man auch aus der Bevölkerung heraushört, ist meines Erachtens eben diese mangelhafte "Eingliederung".
Für mich ist der Baukörper der erwarteten Moschee schon mit einem Stadthaus vergleichbar. Da regt sich aber eben selten wirklich ein Anwohner in der Öffentlichkeit drüber auf.
Meine Vermutung ist also, dass hier eigentliche Kritikpunkte aus der Bevölkerung mit diesem Argument überdeckt werden. Gut möglich, dass das nicht voll der Wahrheit entspricht, mir ist das in diesem Zusammenhang nur sehr aufgefallen.

Persönlich teile ich Cowboys Meinung, aber das ist eine andere Sache.
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Alt 23.05.14, 09:18   #102
DrZott
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Ich würde sogar noch weiter gehen. In vielen Teilen von Politik & Bevölkerung wird die Moschee mit allen möglichen Gründen abgelehnt - den Grund einer beim Projekt fehlenden Blockrandbebauung bemüht man dabei nicht einmal.
Ich erlaube mir hier lediglich, die Lösung "Gartenlaube mit Minarett" für zweitklassig zu halten anhand der theoretischen Möglichkeit, dort mehr Baumasse zu realisieren.
@ Cowboy: natürlich gibt es vor Ort keine einheitliche Bebauung. Aber das ist ja kein zwingender Grund eine Wiederherstellung geschlossener Blockrandstrukturen von vornherein auszuschließen.
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Alt 31.07.14, 19:46   #103
Altbaufan_
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Altbaufan_ ist einfach richtig nettAltbaufan_ ist einfach richtig nettAltbaufan_ ist einfach richtig nettAltbaufan_ ist einfach richtig nettAltbaufan_ ist einfach richtig nett
^
Die Al-Rahman Moschee hat bei der Stadt Leipzig eine Bauvoranfrage für zwei - man halte sich fest - 50 (!) m hohe Minarette gestellt. Sähe sicher komisch aus, die Moschee residiert bekanntlich in einem unsanierten Plattenbau in der Roscherstraße und wird vom Verfassungsschutz beobachtet.

Dagegen ist das geplante Minarett in Gohlis-Süd geradezu winzig.

LVZ:
"Die Bild-Zeitung hatte berichtet, Dabbagh wolle seine Moschee in der Roscherstraße mit zwei bis zu 50 Meter hohen Minaretten ausstatten."
http://www.lvz-online.de/leipzig/cit...-a-249060.html

In der Print-Ausgabe vom 01.08. steht nun allerdings 10 m.

Geändert von Altbaufan_ (01.08.14 um 14:28 Uhr) Grund: Link ergänzt
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Alt 07.09.14, 10:57   #104
LE Mon. hist.
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LE Mon. hist. braucht man einfachLE Mon. hist. braucht man einfachLE Mon. hist. braucht man einfachLE Mon. hist. braucht man einfachLE Mon. hist. braucht man einfachLE Mon. hist. braucht man einfach
Moschee an Georg-Schumann-Str. - Bauvoranfrage positiv beschieden

Die allermeisten hier werden es bereits mitbekommen haben, da das Thema mal wieder recht präsent im öffentlichen Diskurs ist:

Pressemitteilung Stadt Leipzig, 04.09.2014
http://www.lvz-online.de/leipzig/cit...-a-253431.html

Zitat:
Moschee an Georg-Schumann-Straße: Bauvoranfrage positiv beschieden

Die von der Ahmadiyya Muslim Jamaat Gemeinde beabsichtigte Errichtung einer Moschee am Standort Georg-Schumann-Straße 27 ist planungsrechtlich grundsätzlich zulässig. Das Amt für Bauordnung und Denkmalpflege hat die von der Gemeinde eingereichte Bauvoranfrage – ob eine Moschee mit Kuppel und zwei Zierminaretten an diesem Standort planungsrechtlich zulässig ist – geprüft und positiv beschieden.
Entwurf für geplanten Neubau einer Moschee in der Georg-Schumann-Straße.

Der Gemeinde ist der Vorbescheid zugestellt worden.

Damit kann sie nun die weiteren Schritte zur Erlangung einer Baugenehmigung unternehmen. Die Gemeinde beabsichtigt die Durchführung eines kleinen Wettbewerbs zur Architekturfindung und exakten Einordnung der Moschee sowie der wenigen nötigen Stellplätze auf dem Grundstück. In Folge des Wettbewerbs ist dann mit der Erarbeitung und Einreichung eines konkreten Bauantrages durch die Gemeinde zu rechnen, dessen positive Bescheidung wiederum die Voraussetzung für eine tatsächliche Realisierung der Moschee wäre.

Hintergrund

Derzeit leben in Leipzig schätzungsweise 9.000 bis 10.000 Einwohnerinnen und Einwohner muslimischen Glaubens (das Entspricht einem Anteil an der Bevölkerung von unter zwei Prozent), die ihren Glauben in sieben Moscheen und Gebetsräumen ausüben.

2013 beteiligten sich vier der die Moscheen bzw. Gebetsräume tragenden Vereinigungen am bundesweiten Tag der offenen Moschee (3. Oktober). Seit 1997 existiert auf dem städtischen Ostfriedhof auch ein eigenes Grabfeld zur Bestattung verstorbener Muslime.

Als alte Messe- und Handelsstadt hat Leipzig eine lange Tradition der Weltoffenheit und Pluralität. Derzeit sind in der Stadt etwa 25 religiöse Gemeinschaften von Migrantinnen und Migranten aktiv. Seit 2006 gibt es in Leipzig einen Interreligiösen Runden Tisch mit führenden Repräsentanten der evangelischen, katholischen und russisch-orthodoxen Kirchen, der jüdischen, muslimischen und vietnamesisch-buddhistischen Gemeinden und der Bahá'í. Auch Vertreter anderer Religionsgemeinschaften nehmen oft als Gäste teil.
In dem Artikel in der

LVZ-Online, 04.09.2014
Moschee in Leipzig-Gohlis kann gebaut werden – Architekturwettbewerb im Herbst
http://www.lvz-online.de/leipzig/cit...-a-253431.html

wird am Ende auch die Bauvoranfrage für Erweiterungen der Moschee der Al-Rahman-Gemeinde in der Roscherstraße gestreift. Baubürgermeisterin Dubrau bestätigte, dass eine solche Bauvoranfrage vorliegen würde. Demnach will die Gemeinde offenbar einen fünf bis sechs Meter hohen Werbeturm errichten - also nicht die im Beitrag darüber genannten beiden 50 Meter hohen Minarette. Dubrau weiter: „Es handelte sich dabei allerdings um einen sehr schlichten Antrag. ... Es war im Prinzip eine eher kindliche Zeichnung“. Da müsse noch stark nachgebessert werden und die die Hilfe von Fachkräften sei angeraten, um es überhaupt bis zur einer entscheidungsfähigen Voranfrage zu bringen. Unklar ist bisher, wofür der geplante Werbeturm an der Al-Rahman-Moschee gedacht sein könnte. „Ein Minarett wurde zumindest nicht beantragt“, so Dubrau am Donnerstag.

Die BILD macht weiter Stimmung:

BILD, 4.9.2014
Grünes Licht in Gohlis
Leipziger Moschee darf gebaut werden
http://www.bild.de/regional/leipzig/...2516.bild.html

BILD, 5.9.2014
Dezernentin Dubrau über die Baugenehmigung
Es ist doch nur ein Moscheechen!
.... und was die Leipziger dazu sagen
http://www.bild.de/regional/leipzig/...9056.bild.html

Die Welt, 04.09.14
Neubaupläne für Moschee in Leipzig nehmen erste Hürde
http://www.welt.de/regionales/sachse...te-Huerde.html

MDR, 4. September 2014
Bauvorbescheid erteilt
Grünes Licht für Moscheebau in Leipzig
http://www.mdr.de/sachsen/leipzig/gr...oschee100.html

L-IZ, 4.9.2014
Ahmadiyya-Moschee an der Georg-Schumann-Straße: Stadt Leipzig hat die Bauvoranfrage der Gemeinde positiv beschieden
http://www.l-iz.de/Politik/Brennpunk...tiv-57058.html

L-IZ, 5.9.2014
Dialoge für Gohlis: Deutsches Baurecht gilt für alle Bürger dieses Landes
http://www.l-iz.de/Melder/Melder/201...des-57081.html

L-IZ, 6.9.2014
Die AfD auf Dummenfang: NPD und AfD bei Moscheebau
Seit an Seit gegen das Grundgesetz
http://www.l-iz.de/Politik/Brennpunk...etz-57108.html
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Alt 06.01.15, 09:01   #105
LE Mon. hist.
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LE Mon. hist. braucht man einfachLE Mon. hist. braucht man einfachLE Mon. hist. braucht man einfachLE Mon. hist. braucht man einfachLE Mon. hist. braucht man einfachLE Mon. hist. braucht man einfach
Grundsteinlegung im Frühjahr, Baustart im Sommer

Die BILD listet "15 Termine, die 2015 für Leipzig wichtig sind. Politik, Kultur, Baustellen – das erwartet uns dieses Jahr" auf:

http://www.bild.de/regional/leipzig/...7504.bild.html

Darunter steht an achter Stelle die Moschee an der Georg-Schumann-Straße. Im Frühjahr soll die Grundsteinlegung sein. Bauherr und Vorsitzender der Ahmadiyya-Gemeinde, Abdullah Uwe Wagishauser (64): „Wir sind zurzeit dabei, den Architektur-Wettbewerb vorzubereiten und erstellen den Bedarfsplan: wie viele Stockwerke, Räume und die Größe der Moschee. Baustart ist voraussichtlich im Sommer.“ Die Kosten sollen unter 1 Mio. Euro betragen.

Die Leser_innenschaft des Blattes darf sich freuen und läuft sich demnächst schon mal warm.
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