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Alt 21.12.17, 11:28   #1
tunnelklick
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Bundesbank-Zentrale: Erweiterung zum Campus & Sanierung (geplant)

Die Bundesbank plant bekanntlich, ihren preisgekrönten Zentralbau aus den frühen 70er Jahren grundhaft zu sanieren; die Auslagerung der Dienststellen ins FBC war hier Thema.



Bilder: Deutsche Bundesbank hochauflösende Bilder
Luftbild: © Stadtvermessungsamt Frankfurt am Main, Stand 12.2017 © Hessische Verwaltung für Bodenmanagement und Geoinformation

Inzwischen werden in einer ersten Ausschreibung von bestimmten Planungsleistungen Details zur Sanierung bekannt:

Zitat:
Der Campus der Zentrale der Deutschen Bundesbank soll in den nächsten Jahren revitalisiert und erweitert werden, um zukünftig die Mitarbeiter der Deutschen Bundesbank an einem Standort in Frankfurt am Main, dem Campus Ginnheim, zu vereinen, von heute ca. 2 500 Mitarbeitern auf zukünftig bis zu ca. 5 000 Mitarbeiter.
Das bestehende Hochhaus, Inbetriebnahme 1972, entspricht kapazitativ und technisch nicht mehr den Anforderungen, ebenso weitere Bestandsgebäude auf dem Campus.
Unter anderem soll das Haupthaus (HH) der Deutschen Bundesbank mit einer Gesamtfläche von ca. 47 000 m² BGF o.i., plus 10 800 m² u.i. bis auf den Rohbau rückgebaut und gänzlich technisch revitalisiert werden zur Bereitstellung moderner, zeitgemäßer und flexibler Büroflächen.
Aufgrund des Errichtungszeitraums der von den Baumaßnahmen betroffenen Gebäude in den 1960er/1970er Jahren bzw. in der 1990er Jahren (Probauten 1 - 4) ist das Vorhandensein von schad - und gefahrstoffhaltigen Verwendungen zu erwarten.
Die Leistungen des Auftragnehmers beziehen sich auf die Konzeptplanung, Ausführungsplanung, Übergabe der Baustellenbereiche sowie Abnahmen nebst der erforderlichen Infrastruktur. Der Auftragnehmer wird mit den Leistungen der Baustellenlogistik beauftragt. Es erfolgt eine stufenweise Beauftragung.
Das wirft natürlich sofort die Frage auf: was wird aus der Kunst? Wohin mit dem Vasarely?

https://www.frankfurter-stadtevents..../20012097b.jpg
Bild: frankfurter-stadtevents.de
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Alt 28.06.18, 10:27   #2
tunnelklick
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Bundesbank schreibt Machbarkeitsstudie für Campus-Konzept aus

Die Deutsche Bundesbank möchte eine Machbarkeitsstudie erarbeiten lassen und sucht dafür 3-10 Planungsbüros in einem Teilnahmewettbewerb. Im Rahmen dieses Verfahrens soll die Leistung Erstellung eines "Gestaltungskonzepts Campus" als Basis für gesichertes Baurecht und die Durchführung eines Realisierungswettbewerbs für den Campus der Zentrale der Deutschen Bundesbank in Frankfurt a. M. vergeben werden.

Zitat:
Im Teilnahmewettbewerb sollen mindestens 3, max. zehn geeignete Bieter für den Entwurf einer Machbarkeitsstudie ausgewählt werden. Im Verlauf der Verhandlungsphase erarbeiten die Bieter auf Grundlage detaillierter Projektinformationen einen vergütungspflichtigen Entwurf für das Gestaltungskonzept Campus. Dieser wird in mindestens zwei Kolloquien dem Gestaltungsbeirat der Deutschen Bundesbank Zentrale in Frankfurt präsentiert und im Dialog weiterentwickelt. Mit Abschluss der finalen Überarbeitungsrunde entscheidet der Vorstand der Deutschen Bundesbank über den siegreichen Entwurf. Dieser soll abschließend zu einer städtebaulichen Rahmenplanung ausgearbeitet werden, die die Basis für die Erlangung eines gesicherten Planungs- und Baurechts sowie die Basis des folgenden Realisierungswettbewerbs bildet.
Der Ausschreibung sind auch ein paar weitere Details für das Gesamtvorhaben zu entnehmen:
Zitat:
Die Deutsche Bundesbank Zentrale in Frankfurt am Main beschäftigt am Standort Wilhelm-Epstein-Straße 14 derzeit rund 2.300 Mitarbeiter. Weitere ca. 2.000 Mitarbeiter der Bundesbank Zentrale in Frankfurt sind auf verschiedene Standorte im Stadtgebiet verteilt. Zukünftig werden alle Mitarbeiter der Zentrale an einem Standort zusammengeführt. Als zentraler Standort der Deutschen Bundesbank Zentrale Frankfurt soll die Liegenschaft an der Wilhelm-Epstein-Straße 14 dienen, die umfänglich saniert, revitalisiert und restrukturiert werden soll, um den zukünftigen Anforderungen an einen modernen und attraktiven Campus gerecht werden zu können.

Der gesamte Liegenschaftskomplex wird als Projekt CAMPUS bezeichnet. Alle mit diesem Vorhaben verbundenen Maßnahmen sind in dem Projekt CAMPUS gebündelt. Die Inbetriebnahme des neuen Campus ist im Jahre 2027 geplant.
Das Projekt Campus besteht derzeit aus 15 Bestandsbauten, die in einer teils parkartigen, teils parkplatzartigen Umgebung platziert sind. Ein Teil der Bestandsbauten kann nicht erhalten werden. Die in Abbruchgebäuden verorteten Funktionen sowie die zusätzlichen Arbeitsplätze (ca. 3.230 AP) und Sonderbedarf sind mit einer gesamten BGF von mehr als 100.000 m2 auf dem Zentralcampus in Neubaulösungen abzubilden. Darüber hinaus sind insgesamt ca. 1.540 Stellplätze (erhaltenswerter Bestand zzgl. zukünftiger Bedarf) auf dem Campus nachzuweisen. Zur Beratung wird ein Verkehrsplaner seitens der Dt. Bundesbank zur Verfügung gestellt. Dabei sind die Belange des Sicherheitskonzeptes in die Planung zu integrieren.

Das Hauptgebäude im Stil des Brutalismus bildet das zentrale Element des Ensembles und muss als Bau mit hoher symbolhafter Bedeutung für die Einrichtung im zukünftigen Campus in vergleichbarer Funktion und Anmutung in die Gesamtgestaltung integriert werden. Die Erhaltung und Betonung der Sichtachse von der Wilhelm-Epstein-Straße zum Hauptgebäude ist auf dem neu geordneten Campus zu beachten.
Die Einfügung des Campus in den umgebenden Stadtteil soll in der Planung Berücksichtigung finden. Für die Verortung des ruhenden Verkehrs sind 2 definierte Szenarien zu untersuchen. Die Integration eines funktionalen, wirtschaftlichen Logistikkonzeptes für die Warenandienung sowie -verteilung auf dem Campus wird erwartet.
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Alt 01.08.18, 09:54   #3
tunnelklick
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Wir hatten die Frage nach der Raum-Kunst von Victor Vasarely aufgeworfen, die Bundesbank beantwortet sie:

Derzeit wird die Kunst demontiert, um sie vom 26.9.2018 - 13.1.2019 im Städel zu zeigen ("Victor Vasarely. Im Labyrinth der Moderne‘ "). Danach wird sie an eine Vasarely-Ausstellung in Paris ausgeliehen (6.2. - 6.5.2019, Centre Pompidou). Anschließend wird sie eingelagert und kehrt nach Abschluss der Sanierungsarbeiten in ihren urspünglichen Raum zurück.

Q: Pressenotiz der Deutschen Bundesbank v. 31.7.2018

(Ein großes Foto ist in der heutigen FAZ zu sehen (RMZ, S. 33))
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Alt 21.08.18, 08:45   #4
m.Ro80
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Das Handelsblatt berichtet ist seinem heutigen "morning briefing" über beginnende Schwierigkeiten beim BuBa-Umbau.

https://www.handelsblatt.com/finanze...ebgBy6GtG9-ap2


Das Ganze scheint bereits jetzt ziemlich spannend zu werden …


PS:
Sorry, ich sehe gerade, dass zum Lesen des ganzen Artikels eine Registrierung beim Handelsblatt-newsletter nötig ist. Das ist aber kostenfrei und im Übrigen durchaus empfehlenswert ;-)

-----------------
Mod: Nicht jeder müsste sich registrieren, wenn Du so freundlich wärst, kurz den wesentlichen Inhalt in Deinen Worten wiederzugeben. So wie es in der Richtlinien steht.


^
Sehr gerne kurz wie folgt:
Die wichtigste Meldung steht bereits in der Überschrift (für jeden noch sichtbar): Trennung der BuBa vom bisherigen Projektleiter (Ursachen und Hintergründe bleiben im Artikel unklar bzw. vage).
Desweiteren zeichnen sich Verzögerungen beim Herrichten des IBC als Übergangsquartier ab. Insgesamt scheint bereits jetzt der Zeitplan für den Abschluss des Gesamt-Projektes bis 2027 sehr fraglich. In diesem Zusammenhang wird erwähnt, bei den rund 2000 Jobs, die im Ergebnis auf den BuBa-Stammsitz mit umgesiedelt werden, sowie die ganzen Zwischenverlegungen, handele es sich um die grösste Verlagerung von Arbeitsplätzen in der Geschichte der Stadt.
Zum Thema "Hochhaus" sagt das Handelsblatt, hier gebe es Stimmen seitens der Stadt, die ein HH dort kritisch sehen. Möglicherweise ist das Handelsblatt hier nicht aktuell oder die wissen (umgekehrt) mehr als die Öffentlichkeit, denn die Stadt hat zu einem Hochhaus dort ja bekanntlich klar "Nein" gesagt.
Das Hauptgebäude solle in seinem betonbrutalistischem Stil erhalten bleiben - als Symbol für Sachlichkeit und Stabilität habe es Symbolcharakter.
So, das ist das Substrat dieses Artikels. Im Übrigen gibt es gerade in diesem Artikel viel zum "zwischen den Zeilen lesen". Aber dafür braucht man leider das Original.
Mein persönlicher Eindruck "zwischen den Zeilen": Hier wird es noch viele Überraschungen / Veränderungen geben und das Projekt ist ja bekanntlich erst ganz am Anfang.

Geändert von m.Ro80 (21.08.18 um 10:25 Uhr)
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Alt 21.08.18, 11:34   #5
sipaq
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sipaq ist ein Lichtblicksipaq ist ein Lichtblicksipaq ist ein Lichtblicksipaq ist ein Lichtblicksipaq ist ein Lichtblicksipaq ist ein Lichtblicksipaq ist ein Lichtblick
Anbei mal eine etwas vollständigere Zusammenfassung:
  • Die Trennung vom Campus-Umbau Projektleiter ist erfolgt. Grund für die Trennung sollen unterschiedliche Herangehensweisen an eine solche Projektdurchführung in der Privatwirtschaft (aus der der Projektleiter stammte) und dem öffentlichen Sektor sein. Ein Nachfolger soll aber bereits gefunden sein.
  • Die Trennung wird voraussichtlich zu Verzögerungen im Projektablauf führen.
  • Der Umzug der 2000 Mitarbeiter ins FBC und dann wieder zurück ist eine der größten Personalverlagerungen in Frankfurt seit dem 2. Weltkrieg.
  • Das Projekt gestaltet sich insgesamt sehr komplex, nicht nur aufgrund der Menge an betroffenen Mitarbeitern, sondern auch aufgrund der baulichen Situation in Bockenheim (verbaute Giftstoffe, Gold-Tresor soll in Bockenheim bleiben, etc.). Es müssen viele Teilprojekte ausgeschrieben, Baugenehmigungen eingeholt und ein Gestaltungs- und Architektenwettbewerb initiiert werden.
  • Mittlerweile wird auch der Einzug ins FBC Ende 2019 als kritisch gesehen. Die Umbauarbeiten im FBC kommen aus Bundesbanksicht wohl nicht schnell genug voran, was der FBC-Eigentümer aber dementiert.
  • Die Fertigstellung des neuen Campus in Bockenheim inkl. der Sanierung der BuBa-Zentrale wird mittlerweile nur noch im Optimalfall in 2027 erwartet.
  • Der Umbau der BuBa-Zentrale soll das äußere Erscheinungsbild des Gebäudes nicht verändern. Innen bleibt aber wohl kein Stein auf dem anderen.
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Alt 21.08.18, 13:19   #6
tunnelklick
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Den Umzug organisiert die Bundesbank natürlich nicht selbst, vielmehr wurde das Umzugsmanagement Ende Juli an einen renommierten Dienstleister vergeben, die Firma CML Gesellschaft für Planung u. Projektmanagement mbH in Mannheim.

Zitat:
Gegenstand der Beschaffung sind Leistungen des Umzugsmanagements für das Projekt "Campus". Dieses Projekt betrifft die Liegenschaft der Zentrale der Deutschen Bundesbank in Frankfurt a.M. Im Rahmen der Sanierung dieser Liegenschaft werden rund 2 300 Arbeitsplätze und Sondereinrichtungen in ein Übergangsquartier im Stadtgebiet Frankfurt am Main verlagert. Die Leistungen des Umzugsmanagements beinhalten die Planung, Steuerung und Überwachung des Umzugsvorhabens, einschließlich der Erstellung von Vergabeunterlagen und der Mitwirkung an Vergabeverfahren, u. a. für die Beschaffung von Transportleistungen.
Mir scheint, das Umzugsprojekt liegt in guten Händen.
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Alt 19.12.18, 12:37   #7
Micha81
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Sieger des Konzeptwettbewerbs zur Erweiterung der Flächen auf dem bestehenden Gelände sind Ferdinand Heide Architekten, mit 3 neuen Baukörpern, die die Höhe des Bestandsbaus aufgreifen. Unsere Hoffnungen auf ein Hochhaus an dieser Stelle dürften somit vorerst vom Tisch sein.
Aufgrund der recht hohen Informationsdichte zitiere ich an der Stelle die Pressemeldung der Stadt Frankfurt:

Zitat:
Bundesbank beauftragt Ferdinand Heide Architekten mit der Planung ihrer Frankfurter Zentrale

(ffm) Der Vorstand der Deutschen Bundesbank hat in Abstimmung mit der Stadt Frankfurt beschlossen, parallel zur Sanierung des Hauptgebäudes an der Wilhelm-Epstein-Straße in Frankfurt zusätzliche Büroflächen auf dem Gelände zu schaffen. Für die Gestaltung des künftigen Campus hat der Vorstand Ferdinand Heide Architekten mit der Entwicklung eines Gesamtkonzeptes beauftragt. Das Frankfurter Architekturbüro schlägt in seiner Machbarkeitsstudie auf dem Gelände der Zentrale unter anderem drei ergänzende Bürogebäude in der Höhe des bestehenden Haupthauses vor. „Das Gestaltungskonzept von Ferdinand Heide Architekten besticht durch eine kompakte, markante Bebauung und großzügige Freiflächen“, sagt Johannes Beermann, im Vorstand der Bundesbank unter anderem zuständig für den Bereich Bau.
„Die Bundesbank gehört zu Frankfurt. Deshalb freut uns das Bekenntnis der Bundesbank zum Standort. Das nun gefundene Konzept passt sich gut in die Umgebung ein, bewegt sich im Rahmen des bestehenden Bebauungsplans und wertet das Quartier im Norden der City und des Unicampus sichtbar auf“, sagt Planungsdezernent Mike Josef. „Damit gelingt eine gute Balance zwischen dem markanten Stadtbild des Bestandsgebäudes der Bundesbank und den Anforderungen an einen zukünftigen Büro- und Arbeitsstandort.“

Ferdinand Heide Architekten gingen als Sieger aus einem Konzeptwettbewerb hervor, den die Bundesbank im Mai 2018 im Rahmen eines europaweiten Verhandlungsverfahrens initiiert hatte. Sechs Büros hatten daraufhin Lösungsvorschläge für städtebauliche Gestaltungskonzepte eingereicht. Ab Mitte Januar 2019 zeigt die Bundesbank die Entwürfe in einer Ausstellung in ihrer Zentrale der interessierten Öffentlichkeit.

Im nächsten Schritt wird Ferdinand Heide Architekten den vorliegenden Entwurf zu einem ausdifferenzierten Gesamtkonzept fortentwickeln. Dabei werden insbesondere funktionale Anforderungen sowie bauordnungsrechtliche und planungsrechtliche Aspekte vertiefend betrachtet. Das Gesamtkonzept dient dann als Grundlage für eine planungsrechtliche Bauvoranfrage bei der Stadt Frankfurt. Parallel wird ein Architekturwettbewerb vorbereitet und formal abgestimmt.

Die Bundesbank bekennt sich mit der bevorstehenden Revitalisierung ihres Anfang der 1970er Jahre bezogenen Hauptsitzes und den ergänzenden Bauvorhaben zu ihrem traditionellen Standort. Für bis zu 5000 Mitarbeiter wird ein modernes Arbeitsumfeld entstehen, das flexibel an sich wandelnde Anforderungen angepasst werden kann.
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Alt 19.12.18, 13:49   #8
epizentrum
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Das ist eine tendenziell gute Nachricht. Ein von vielen hier erhofftes Hochhaus ist zwar nicht wahrscheinlich, dafür wird je nach Anordnung der drei neuen, recht hohen Baukörper (50-60 Meter) die Sichtbarkeit der Bundesbank im Umfeld deutlich erhöht, ohne die Balance der Hochhaus-Cluster zu stören. Vielleicht wird einer der ergänzenden Bauten ja ein kleiner Hochpunkt auf dem Campus, um den jetzigen Riegel-Charakter der Bebauung aufzubrechen.

Dass Heide "Campus kann", hat er mit dem benachbarten Campus Westend der Goethe-Uni bewiesen. Trotz der lockeren Bebauung wirkt das großzügige Gelände wie aus einem Guss bebaut, an jeder Stelle gibt es spannende Blickachsen und Orientierungspunkte, man fühlt sich dort wohl und keinesfalls verloren. Möge ihm das auf dem kompakteren BB-Areal ebenfalls gelingen!

(Möchte jemand mitwetten, ob der Masterplan auch hier die Fassadenmaterialität festschreiben wird - in diesem Fall bspw., hm, Sichtbeton?)
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Alt 19.12.18, 18:05   #9
m.Ro80
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Bevor zur Art der Buba-Neubebauung die endgültige Entscheidung fällt, sollte man zumindest die für das Jahr 2019 groß angekündigte "Städtebau-Debatte" für Ffm. abwarten und austragen. link:https://www.immobilien-zeitung.de/10...e-in-frankfurt

Neben den bereits diskutierten Aspekten könnte ein weithin sichtbares Buba-Hochhaus auch symptomatisch für einen dringend indizierten Paradigmenwechsel im Ffm-Städtebau werden:
Mehr dezentrale Standorte schaffen bzw. stärken, anstatt alles "Sichtbare" in die jetzt schon viel zu volle City zu packen. Echte europäische Metropolen sind polyzentrisch und nicht (wie Ffm.) monozentrisch. Alleine dieser Aspekt ist doch geradezu ein Blockbuster-Argument für ein Buba-HH.

Auf ein paar Monate Zeitversatz kann es jetzt beim besten Willen nicht ankommen. Dazu ist das Buba-Projekt viel zu wichtig und die "Städtebau-Debatte" für Ffm. viel zu grundsätzlich.

In dem o.g. Artikel (Immobilienzeitung vom 21.11.2018 - online-Newsletter) wird Martin Hunscher wie folgt zusammengefasst: "...[Hunscher]rief dazu auf, bei Büro- und Gewerbeimmobilien Fragen ergebnisoffener zu stellen". Direktes Zitat aus dieser Meldung: "Wollen wir die City weiter stärken oder eher alternative Standorte, wie es früher die Bürostadt Niederrad oder die City West waren ?", nannte er ein Beispiel.

Von "Ergebnisoffenheit" kann ich beim derzeitigen Stand der Buba-Planung jedenfalls rein gar nichts erkennen.
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Alt 20.12.18, 18:44   #10
Äppler111
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Äppler111 wird schon bald berühmt werdenÄppler111 wird schon bald berühmt werden
Andere echte Europäische Metropolen sind aber viel großer als Frankfurt und können die Innenstädte meiden. Die haben ganz andere Probleme. Finde mal z.B. in Paris in den Arrondissements 1 bis 7 eine Fläche für ein Hochhaus. In Frankfurt müssen Hochhäuser nicht auf die Außenbezirke ausweichen.

Wenn ich denke, dass in den 70ern z.B. das Shell-Hochhaus nur das erste einer ganzen Kette von Hochhäusern in den Außenbereichen der Stadt hätte werden sollen graust es mir richtig.
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Alt 02.01.19, 15:01   #11
regulator
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regulator könnte bald berühmt werden
Zitat:
Alle eingereichten Entwürfe werden der interessierten Öffentlichkeit in einer Ausstellung im Foyer des Haupthauses präsentiert.
An folgenden Tagen wird eine Führung angeboten: 16.1., 18.1., 19.1., 21.1., 25.1., 26.1.

Eine Voranmeldung ist obligatorisch: https://www.frankfurter-stadtevents....bank_20012624/
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Alt 03.01.19, 15:10   #12
tunnelklick
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Sanierung Hauptgebäude 2019-2027

Während das Büro Ferdinand Heide den städtebaulichen Entwurf für die Neubauten überarbeitet, geht die Sanierung des Hauptgebäudes in die nächste Runde. Aus den Vergabeunterlagen für die Projektsteuerung entnehmen wir weitere Details.

Zitat:
Die Deutsche Bundesbank Zentrale in Frankfurt am Main beschäftigt rund 5 000 Mitarbeiter, die derzeit auf verschiedene Standorte im Stadtgebiet verteilt sind. Als zentraler Standort der Deutschen Bundesbank Zentrale Frankfurt soll die Liegenschaft an der Wilhelm-Epstein-Straße 14 dienen, die umfänglich saniert, revitalisiert und restrukturiert werden muss, um den zukünftigen Anforderungen zu begegnen. Die Inbetriebnahme des revitalisierten Haupthauses einschließlich der zugehörigen Gebäudeteile ist für das Jahr 2027 geplant.

Der derzeitige Campus besteht aus 15 Bestandsbauten, die in einer teils parkartigen, teils parkplatzartigen Umgebung auf der Liegenschaft platziert sind. Im Rahmen der Umsetzung der "Ein-Standort-Strategie" wird auch das Haupthaus vollständig saniert und modernisiert. Neben der Maßnahme Sanierung Haupthaus wird die gesamte Liegenschaft modernisiert, so dass parallel weitere Planungen und Baumaßnahmen stattfinden und teilweise bestehende Gebäude im Betrieb bleiben, wie z. B. die Hauptkasse und das Geldmuseum. Es erfolgt daher eine übergeordnete Steuerung der gesamten Maßnahmen durch die Deutsche Bundesbank unter Beteiligung weiterer Projektsteuerer.

Maßnahme "Sanierung Haupthaus" (Auftragsgegenstand):

Das Haupthaus im Stil des Brutalismus mit hoher symbolhafter Bedeutung steht als zentrales Element auf dem zukünftigen Campus. Die Maßnahme "Sanierung Haupthaus" umfasst die vollständige Sanierung und Modernisierung des genannten Gebäudes inklusive nachfolgend beschriebener Gebäudeteile.

Beim Haupthaus (ca. 220 m lang, 20 m breit und 60 m hoch) handelt es sich um ein Hochhaus mit ca. 47 000 m2 BGF o. i. und ca. 10 800 m2 BGF u. i., dem Kasino (Großkantine) mit ca. 3 835 m2 BGF, der Fahrbereitschaft mit Werkstätten mit ca. 4 400 m2 BGF u. i und dem Verbindungsbau (inkl. Heizhaus mit Öltanklager) mit ca. 525 m2 BGF o. i. und 4 000 m2 BGF u. i.

Die bauliche Umsetzung erfolgt in 2 Stufen (Vorabmaßnahmen und die Hauptmaßnahme). In den Vorabmaßnahmen erfolgt der Rückbau bis auf das Tragwerk (Rohbau) inklusive der vollständigen Schadstoff- und Betonsanierung.
...
Der Auftrag betrifft Projektsteuerungsleistungen der Projektstufen 1 bis 5 (Projektvorbereitung, Planung, Ausführungsvorbereitung, Ausführung und Projektabschluss) in den Handlungsbereichen: Organisation, Information, Koordination und Dokumentation (A), Mengen und Qualitäten (B), Kosten und Finanzierung (C), Termine und Kapazitäten (D) und Verträge und Versicherungen (E) gemäß § 2 AHO-Schriftenreihe Nr. 9, Stand 2014. Grundlage des Auftrags wird ein überarbeitetes AHO-Leistungsbild (einschließlich Besonderer Leistungen und Leistungen zur Planungsmethode BIM).

Der Beginn der Leistungserbringung ist für Mitte 2019 vorgesehen. Die Bezugsfertigkeit für das Gebäude ist inklusive Nachlauf für Ende 2027 geplant.
Die Sanierung des Hauptgebäudes wird demnach über sieben Jahre beanspruchen; gut möglich, dass dann auch die Neubauten schon fertig sind. Die Einstufung des Haupthauses als "Gebäude mit hoher symbolhafter Bedeutung" und "zentrales Element auf dem zukünftigen Campus" würde ich als zarten Hinweis darauf deuten, dass es unter den Neubauten kein Hochhaus geben wird, das das symbolhafte Hauptgebäude deklassiert; könnte heißen: nichts über 60 m. Mal sehen...
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Alt 03.01.19, 16:01   #13
m.Ro80
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Wenn man das zitierte Lastenheft wirklich ernst nimmt, dann kann man die Dinge eigentlich nur um 180 Grad gegenteilig deuten und zwar genau so wie es auch beim EZB-Neubau gemacht wurde:

Nur ein echtes Hochhaus ermöglicht durch die relativ geringe neue Grundfläche des neuen Baukörpers einen möglichst freien Blick auf die alte Liegenschaft als "Gebäude mit hoher symbolhafter Bedeutung" bzw. "zentrales Element auf dem zukünftigen Campus".

Im Gegenteil: Genau dieses zitierte Anforderungsprofil ist mit einer "Campus-Lösung" für zusätzliche Neubauten von immerhin rund 100 t qm BGF doch gar nicht zu machen - wo soll man die ganze Bausubstanz in der Breite denn hinstellen ohne das Stammhaus von "hoher symbolischer Bedeutung" vollkommen zuzubauen ?!. Man stelle sich eine solche "Campus-Lösung" mal für die neue EZB vor . Auch dort war das Anforderungsprofil bezüglich der historischen Halle ja sehr ähnlich.

Aber gut: Wir werden sehen ... .
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Alt 15.01.19, 17:29   #14
robb*
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Heute wird laut PM der Bundesbank die in #11 genannte Ausstellung eröffnet, in der die Entwürfe präsentiert werden. Diese sind nach Anmeldung ab morgen auch für die Öffentlichkeit vor Ort einsehbar.

Hier sind auch alle Ansichten der Entwürfe mitsamt Erklärungen online zu finden.
Wir können gespannt sein auf das voraussichtliche Ende der Bauarbeiten 2027.
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Alt 15.01.19, 17:41   #15
epizentrum
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Einen klugen, ruhigen und erhabenen Entwurf hat Heide da abgeliefert. Er hält eine 90 Meter breite Achse frontal zum 17. geschossigen Bestandsriegel frei, legt sie parkähnlich an und platziert links und rechts davon drei Hochhäuser gleicher Höhe (und wohl auch Tiefe) parallel zueinander, aber orthogonal zum Bestand. Zwei schmalere und ein breites. Das schafft ein sehr kraftvolles Ensemble, das als solches klar erkennbar ist und eine Verneigung vor dem brutalistischen Bau darstellt. Die bestehende Tiefgarage bezieht er ein, eventuell auch andere Flachbauten, das erschließt sich mir nicht ganz. (Einige müssen auf jeden Fall weichen). Im Prinzip entsteht um die Parkachse herum eine Landschaft aus miteinander verbundenen Flachgebäuden, auf denen die drei neuen Hochhäuser stehen. Die flachen Gebäude haben vor allem gemeinschaftliche und halböffentliche Funktionen - Kantine, Presse, Zufahrten, Rampen etc.

Interessant ist auch, dass die Verdichtung im nördlichen Bereich, also zur Wilhelm-Epstein-Straße, stattfinden soll. Den derzeit zu einem Teil zugebauten Grünbereich (mit angrenzendem Teich) zur Miquelallee will er fast gänzlich freiräumen - bis auf den neuen Gastro-Pavillon im Südosten.

(Ungewöhnlich witzig übrigens das Vorstellungsvideo zu diesem "Projekt Campus".)
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