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Alt 20.02.15, 16:04   #1
hiTCH-HiKER
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hiTCH-HiKER ist im DAF berühmthiTCH-HiKER ist im DAF berühmt
Luftreinhalteplan und daraus abgeleitete Maßnahmen

Da München laut heutigem SPON-Artikeln traurigerweise zu den schmutzigsten Städten Deutschlands und Europas zählt, möchte ich das Thema "Luftreinhalteplan" hier zur Diskussion stellen.
Letztendlich ist jeder der aus verhältnismäßig nichtigen Gründen Feinstaub produziert, sei es mit seinem Auto oder seiner Heizung, für das Leid und den Tod vieler Menschen in München, Deutschland, Europa und weltweit mitverantwortlich. Weltweit sind es nach neuesten Studien über 2 Millionen Menschen, die alleine durch Feinstaub getötet werden, die Zahl der Erkrankten ist um ein Vielfaches höher.

Den Luftreinhalteplan der Stadt München kann man hier einsehen:
Luftreinhalteplan - Verbesserung der Luftqualität

Mittlerweile existiert die fünfte Fortschreibung des initialen Plans:

Quelle: Fünfte Fortschreibung des Luftreinhalteplans

Für München hauptsächlich relevant ist die Luftverschmutzung durch denjenigen motorisierten Liefer- und Individualverkehr (MIV), der Giftgase produziert, was im Jahr 2015 leider immernoch auf den weitaus größeren Anteil der Fahrzeuge zutrifft. Zum kleineren Anteil sind noch veraltete Heizungsanlagen am aktuellen Grad der Luftverschmutzung beteiligt.

Die Zahl der Überschreitungen schwanken witterungsabhängig von Jahr zu Jahr, sind aber konstant auf sehr hohem Niveau und das obwohl bereits Werte unter den Grenzwerten stark gesundheitschädlich sind:

Quelle: Fünfte Fortschreibung des Luftreinhalteplans

Folgende Einzelmaßnahmen sind als Konsequenz der Messungen in der neuesten Fortschreibung festgelegt worden:

Maßnahme Nr.
M01 - Tempo 50 Landshuter Allee mit strenger Überwachung
M02 - Machbarkeitsstudien zur Verbesserung der Luftqualität und Lärmbelastung am Mittleren Ring
M03 - Ausweitung des Parkraummanagements auf Gebiete außerhalb des Mittleren Rings
M04 - Fortführung des Optimierungsprogramms für Grüne Wellen
M05 - Entwicklung und Simulation von Verkehrssteuerungsmaßnahmen für das Umweltorientierte Verkehrsmanagement
M06 - Weiterentwicklung des Mobilitätsmanagements zur Verminderung des KFZ-Verkehr
M07 - Verstärkte Förderung der Nahmobilität unter besonderer Berücksichtigung des Fuß- und Radverkehrs
M08 - Weitergehende Förderung des Radverkehrs
M09 - Lieferverkehr (Citylogistik) stadtverträglich, effizient und klimaschonend
M10 - Verringerung des Motorisierten Individualverkehrs (MIV) durch eine verstärkte Förderung des ÖPNV
M11 - Fortschreibung Integriertes Handlungsprogramm Klimaschutz in München (IHKM) - Klimaschutzprogramm 2013
M12 - Projekte zur Elektromobilität
M13 - Beschaffung modernster Antriebstechnologien für den städtischen Fahrzeugpark
M14 - Unterstützung neuer flexibler Car Sharing Systeme
M15 - Weitere Verschärfung der Münchner Brennstoff-Verordnung
M16 - Optimierung der Umweltzone (Kontrolle, Anpassung, weniger Ausnahmen)
M17 - BAB 96 - Planung einer Verkehrsbeeinflussungsanlage (VBA) mit intelligenter Verkehrssteuerung
M18 - BAB 96 - Befristete Herabsetzung der Geschwindigkeit bis zur Realisierung der Verkehrsbeeinflussungsanlage (Maßnahme 17)
M19 - Netzbeeinflussung an der A 96 AS M.-Laim und AS M.-Sendling sowie an der A 95 AS M.-Kreuzhof (Wechselwegweisung A 95, A 96 und Mittlerer Ring im Bereich Luise-Kiesselbach-Platz und Heckenstallertunnel (Tunnel Südwest))
M20 - Entwicklung des Untersuchungsdesigns für eine Machbarkeitsstudie zur Einhausung der A 96 im Stadtgebiet München


Weitere diskutierte Maßnahmen ohne Bewertung (mögliche Themen für die 6. Fortschreibung):

AM 1 - Verschärfung (Ausweitung) der Umweltzone, City Maut
AM 2 - Behandlung von Strassenoberflächen (u.a. CMA, Nassreinigung, Titandioxid)
AM 3 - Einführung von planunabhängigen Verkehrsbeschränkungen an der Landshuter Allee
AM 4 - Förderung der Elektromobilität, Nutzervorteile für E-Fahrzeuge
AM 5 - Erhöhung der Gebühren für das Parkraummanagement
AM 6 - Nachrüstung der MVG-Busflotte mit SCRT-Filtern
AM 7 - Untersagung des Betriebs von Laubbläsern
AM 8 - Nachrüstung von Baumaschinen mit Partikelfiltern
AM 9 - BAB 96-Verlängerung der Lärmschutzwände im Bereich der Fürstenriederstraße
AM10 - BAB 96-Herabsetzung der Geschwindigkeit und Planung einer Verkehrsbeeinflussungsanlagestadtau swärts
AM11 - BAB 96-Einhausung des Streckenabschnitts der A 96 zwischen Stadtgrenze und dem Mittleren Ring

Da sind einige interessante Maßnahmen dabei (Details siehe im PDF zur fünften Fortschreibung), zum Teil schon umgesetzt, zum Teil in Arbeit, aber leider auch einiges was durch den Widerstand rückwärtsgerichteter Politiker unnötig verzögert wird.
Viele Münchner verhalten sich bereits vorbildlich was die Vermeidung giftiger Abgase angeht, leider liegt aber noch ein weiter Weg vor uns, um auch all die anderen von der Sinnhaftigkeit sauberer Luft im Lebensraum der Münchner Stadtbevölkerung zu überzeugen.
Selbst wenn einzelne Maßnahmen der maßlosen Bequemlichkeit des Individuums entgegenstehen, so sind die allermeisten doch dringend notwendig um weiteres Leid in Zukunft zu reduzieren.
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Alt 20.02.15, 17:09   #2
MiaSanMia
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Zur Studie:

Was mich wundert, dass im Raum Manchester / Liverpool keine erhöhten Werte erwartet werden. London, mit kaum vorhandenem Individualverkehr im Zentrum könnte ich mir vorstellen, im grauen Bereich zu liegen, obwohl es aufgrund der Größe eigentlich abstrus klingt. Ansonsten sind fast alle großen und wirtschaftlich halbwegs wichtigen Städte in Europa im Sorgenbereich.
Inwiefern nun Wind, Meer und sonstige Naturfaktoren eine Rolle spielen, geht aus der Studie leider nicht hervor (z.B. wäre dies bei GB als Insel interessant).

Zu den Maßnahmen:

Gelegentlich sehe ich noch LKW aus den 80ern und frühen 90ern herumfahren. Ich bin eigentlich kein Mensch, der sich über stinkende Autos aufregt, aber diese LKW sollten umgehend verschrottet werden und die Halter angezeigt werden. Diese wandelnden Schadstofffabriken prusten richtig schwarzen Rauch raus, stinken noch nach 2min den gesamten Gehweg voll und sind höchst Krebserregend. Ein Diesel ohne jeglichen Filter und sonstige moderne Technik heute noch auf unseren Straßen zu erleben ist ein Witz. Da sollte schnellstmöglich gehandelt werden.
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Alt 20.02.15, 19:25   #3
Endokin
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Na in London hast Du einfach die Superluft die von der Nordsee direkt via Themsemündung reingeblasen wird, und dazu ganz im Süden Englands die Norther Hights. Das ist ne Art flaches Mittelgebirge. Die schwingen die Westwinde auf und lassen sie frisch und zackig nach London und natürlich über London hinweg gleite. Hab da mal was zu gelesen. Ein klarer Vorteil. Shanghai z.B. liegt ähnlich wie London, ähnlich gross, aber da gibts keine Hügel oder sonst was. Deswegen wird dort der Smog zusätzlich zu den ganzen mensch gemachten Dingen konzentriert. aber kein Individualverkehr in London ich bitte Dich^^

Zu den Maßnahmen für München. Busfilter für den MVG sind da nicht mal ein halber Tropfen auf den heissten Stein. Das bringt überhaupt nichts.
Man muss viel stärker auf Elektroautos oder zumindest effiziente Hybride setzen. Da muss angesetzt werden. Aber das verschläft Deutschland momentan total. In München wird sich die Situation in absehbarer Zeit sowieso nichts verbessern. Das dauert einfach länger. Da kommt einfach alles zusammen. Dichte, Föhn via Alpen, zentrale Struktur der Stadt, grosse Ring-Schneisen, wie angesprochen alte Fahrzeuge, wenig moderne Technologien, sprich Elektroauto + Hybride....
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Alt 20.02.15, 20:53   #4
MiaSanMia
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@Endokin:

Es liegt nicht daran, dass es zu wenig Hybriden bzw. Elektroautos gibt, sondern dass der Markt in Deutschland einfach zu wenig Interesse daran zeigt. Die deutschen Hersteller setzen darauf, bestehende Modelle mit E-Antrieben auszurüsten, Fernost baut sogar eigens für E-Antriebe konzipierte Fahrzeuge.

Preislich ist mittlerweile bei Hybriden fast jede Klasse besetzt. Trotzdem ist der Anteil an Hybriden hierzulande sehr gering. Bei reinen Elektrofahrzeugen sind Herstellerübergreifend sind Kosten zu hoch, sowohl bei der Entwicklung als auch bei der Produktion. Von heute auf morgen bekommt man das Speicherproblem nicht gelöst. Was nutzt es, wenn ich die Technik habe, diese aber so teuer ist, dass sich die Menschen diese nicht leisten können?
Elon Musk leistet hier sicher hervorragende Arbeit, nur eben zu zu hohen Preisen. Noch. Von einem Verschlafen Deutschlands kann also keine Rede sein (vgl. BMW i)

Die Reichweite als Manko aufzuführen ist ein Alibi. Mehr als 40 Prozent aller Autofahrer, benutzen ihr Mobil zu über 90 Prozent in gut mit ÖPNV erschlossenen Gebieten, sprich in Städten. Eine Reichweite von knapp Hundertkilometer würde jedem Fahrer damit mehr als ausreichen. Natürlich ist man derzeit weit darüber hinaus. Bei Hybriden spielt dieser Aspekt sowieso keine Rolle.

Investiert wird viel. Die Nachfrage in Deutschland ist gering, dies liegt aber nicht am fehlenden Angebot. Die Westküste der USA verzeichnet z.B. mittlerweile höhere Zulassungszahlen an Hybriden und E-Fahrzeugen als an Benzinern und Dieselvierrädern. Klar, ein solcher Fzg. kostet etwas mehr, aber schaut man sich an, wie viel sich die Deutschen ihr Neufahrzeug kosten lassen, ist dieser Mehrpreis auch schon egal, bzw. könnte man der Umwelt zu liebe auch auf eine Sitzheizung und einen Spurhalteassistenten verzichten und lieber zur Stromunterstützung greifen.

Naja, von was rede ich hier, bis zur massentauglichen Brennstoffzelle ist es wirklich noch ein sehr weiter Weg.


London hat übrigens im Zentrum sehr wohl wenig Individualverkehr. Das meiste sind Taxen, Busse und Araber
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Alt 20.02.15, 21:07   #5
Endokin
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Naja die Lieferwahren kommen dann per Drohne oder?
Sogar ich hatte mal in London in meinen 4 Monaten dort ein kleines Auto für knapp 1 Monat. Also das ist ein reines Gerücht.

Das mit den Arabern stimmt. Und Russen.
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Alt 20.02.15, 22:01   #6
r.f.t.schiller
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Zitat:
MiaSanMia,Gelegentlich sehe ich noch LKW aus den 80ern und frühen 90ern herumfahren. Ich bin eigentlich kein Mensch, der sich über stinkende Autos aufregt, aber diese LKW sollten umgehend verschrottet werden und die Halter angezeigt werden. Diese wandelnden Schadstofffabriken prusten richtig schwarzen Rauch raus, stinken noch nach 2min den gesamten Gehweg voll und sind höchst Krebserregend. Ein Diesel ohne jeglichen Filter und sonstige moderne Technik heute noch auf unseren Straßen zu erleben ist ein Witz. Da sollte schnellstmöglich gehandelt werden.
Immer nur das ältere von der Straße holen kann aber auch nicht unser Ziel sein, wenn nicht garantiert wird das sie zerlegt und recycelt werden.
Es ist ja bekannt wie viel Alte Schrott Kisten jeden Tag über Übersee gehen und dann dort noch 50 Jahre stinken dürfen. Das ist doch verantwortungslos. Bei uns alles sauber,was geht mich die Luft in Afrika an.
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Alt 20.11.15, 09:35   #7
iconic
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http://www.sueddeutsche.de/muenchen/...soll-1.2745173

Mithilfe eines Vollstreckungsverfahren beim Verwaltungsgericht will die Deutsche Umwelthilfe die Stadt und den Freistaat zu Luftreinhaltemaßnahmen zwingen. Unter anderem beinhalten diese Maßnahmen:
- City-Maut
- Umstellung der Taxis von Diesel- auf Gas-, Elektro- oder Hybridantriebe
- Ein-Euro-pro-Tag-Tickets im MVV

Die Stadtverwaltung hat die Vorschläge bereits als "unverhältnismäßig, unsozial und rechtswidrig" abgelehnt. Stattdessen wolle man die Luftreinhaltung mit E-Autos und mit der Erweiterung von Fußgängerbereichen in den Griff bekommen.
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Alt 20.11.15, 20:48   #8
hiTCH-HiKER
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Mit E-Autos? Das heißt man will die nächsten Jahrzehnte noch untätig zusehen wie die Luft verschmutzt wird.
Ist denen nicht bewusst wie gefährlich Feinstaub und Stickoxide sind oder was steckt hinter dieser ablehnenden Haltung?
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Alt 21.11.15, 11:09   #9
Monaco
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Und die andere Seite legt mehr wert auf Publicity als einen Erfolg, wenn sie z.B. eine blaue Plakette fordert, die die Antragsgegner gar nicht umsetzen können.
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Alt 21.11.15, 13:00   #10
hiTCH-HiKER
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Von Plaketten halte ich auch nichts, das ist purer Aktionismus.
Man muss einfach die Elektromobilität massiv fördern und den konservativen Bürgern die Vorbehalte gegenüber dieser überlegenen Zukunftstechnologie nehmen. Jeder der sich mal mit den aktuellen Entwicklungen auf dem Markt intensiver beschäftigt, der wird keinen Zweifel daran haben, dass die tödliche Verbrennertechnologie zum Glück bald ausgesorgt hat.
Solange viele nur technisch veraltete Elektromobile kennen, mit geringer Leistung, geringer Reichweite und langen Ladezeiten, wird es halt schwierig die Menschen zu überzeugen.

Aber diese Förderung kommt ja nun und spätestens wenn die ersten erschwinglichen Mittelklasse-Elektromobile (z.B. Tesla Model 3 oder Bolt EV) erscheinen mit Reichweiten von 400-500km, mit Leistungsdaten sowie Fahrspaß eines Sportwagens und schnellen Ladezeiten, dann werden gerade in wohlhabenden Städten wie München, wo vielen das sinnlose Sterben um sie herum nicht egal ist, die meisten Autofahrer umsteigen.
Nicht zuletzt werden wir dann Schritt für Schritt unabhängiger von Rohstoffen, durch die Schurkenstaaten reich werden und mit dem Geld Terroristen finanzieren. Wir würden also gleichzeitig mehrere tausend Todesopfer, die pro Jahr konkret an Autoabgasen sterben, vermeiden als auch die Angst vor der abstrakten Gefahr terroristischer Anschläge aktiv bekämpfen durch Trockenlegung der Finanzierungsquellen dieser Organisationen. Und das bei einem Fahrspaß der neue Dimensionen erreicht und Preisen die in ein paar Jahren selbst ohne Förderung unter die der klassischen Automobile fallen werden, geht es denn noch besser?
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Alt 21.11.15, 13:38   #11
MiaSanMia
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Bei einem reinen Elektroauto kommt bei mir absolut null Fahrspaß auf, genauso wenig wie ich dafür Emotionen empfinden kann. Der fehlende Sound und das nicht mehr mögliche selbstständige Herumbasteln am Motor, kurz das warum das Auto für viele zur Leidenschaft geworden ist, sind für mich ein Grund kein Elektroauto zu kaufen.

Für die meisten Menschen trifft dies natürlich nicht zu, von A nach B zu kommen, reicht dem Großteil. Sollten E-Autos also ihren derzeit größten Nachteil, den hohen Preis, hinter sich lassen können, sehe ich ähnliches Potential wie du, hitch-Hiker.

Zitat:
Solange viele nur technisch veraltete Elektromobile kennen, mit geringer Leistung, geringer Reichweite und langen Ladezeiten, wird es halt schwierig die Menschen zu überzeugen.
Derzeit gibt es auf dem Markt kein Produkt, was den durchschnittlichen Kunden überzeugen könnte, gleich beim nächsten Kauf ein E-Auto anzuschaffen. Solange die vielversprechenden Modelle nur auf dem Papier bzw. als Prototyp existieren, überzeugt das keinen und steuert nicht zur höheren Akzeptanz dieser Antriebstechnologie bei. Leistung, Reichweite und Ladezeit können noch so gut sein, solange der Preis nicht auf dem Niveau eines klassischen Verbrennungsmotors liegt (d.h. konkret: ein E-Golf darf nicht mehr kosten als ein 1.4l TSI Golf mit 150Ps) wird der große Run ausbleiben.

Zitat:
Nicht zuletzt werden wir dann Schritt für Schritt unabhängiger von Rohstoffen,
Zumindest Deutschland wird nie unabhängig von Rohstoffexporteuren sein.
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Alt 21.11.15, 23:26   #12
hiTCH-HiKER
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Meld dich bitte da mal kostenlos an (das ist in der Blumenstraße 17) und danach sag mir hier nochmal, dass lärmende Autos mit toxischen Abgasen noch irgendeine Relevanz auf diesem Planeten in Zukunft haben werden:
http://www.teslamotors.com/de_DE/models/drive

Den "Sound" kannst du dir auch über eine gescheite Anlage mit Erdbeben-Lautsprechern unter den Sitzen reinziehen, da musst du nicht uns lärmempfindliche Menschen mit nötigen. Mir wäre aber neu, dass irgendeiner der sich so ein Zukunftsauto zugelegt hat das tatsächlich danach vermisst hätte.
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Alt 22.11.15, 06:10   #13
LugPaj
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Zitat:
Zitat von hiTCH-HiKER Beitrag anzeigen
Man muss einfach die Elektromobilität massiv fördern
Davon halte ich gar nichts. Die deutsche Automobilindustrie muss selbst die großflächigen Einsatz von alternativen Antrieben mit aller eigener Macht wollen, oder sie werden in Zukunft definitv weniger Marktanteile haben oder zu Übernahmekandidaten werden.
Das Geld und Know-How haben sie dafür.
Eine staatliche Förderung würde hier nur kontraproduktive Kräfte freisetzen. (Jeder verliert jede Eigeninitative und wartet auf das Geld vom Staat)

Wenn VW & Co die Zukunftstechnologien hier nicht besetzen, werden es die Amerikaner / Chinesen oder Toyota sein.
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Alt 22.11.15, 10:41   #14
merlinammain
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Zitat:
Zitat von MiaSanMia Beitrag anzeigen
... und das nicht mehr mögliche selbstständige Herumbasteln am Motor ...
Bei den Autos, die in den letzten 10 Jahren auf den Markt kamen, kann man am Motor doch nicht wirklich rumbasteln. Und wenn man es doch macht, kann man uU seine Gewährleistungs- und Garantieansprüche verlieren. Nicht umsonst klagen gerade die kleineren Werkstätten, dass sie zunehmend sehr teures Spezialwerkzeug und Equipment (dazu gehört zunehmend auch Software & EDV-Hardware) kaufen müssen, um manche Modelle überhaupt erst checken zu können.

Was die anderen Teile (ausser des Motors) betrifft, so gibt es sehr viele auch bei den Elektroautos, angefangen vom Scheibenwischer über die Scheinwerfer bis hin zu den Stoßdämpfern.

Dennoch bin ich auch noch skeptisch was Elektroautos angeht. Aufgrund der ungelösten Akkuprobleme (zu geringe Reichweite, zu schwer und zu teuer), sehe einen Durchbruch erst langfristig.

Hingegen sehe ich großes Potential bei der Wasserstofftechnologie. Riesige Speicher hätten wir dank den Erdgasspeichern und dem Ergasnetz (tausende Kilometer an Leitungen). Damit könnte man auch das zukünftige Problem der Überkapazitäten beim Ökostrom (schon heute an manchen Tagen) recht elegant und relativ günstig lösen.

Geändert von merlinammain (22.11.15 um 10:57 Uhr)
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Alt 22.11.15, 11:37   #15
MiaSanMia
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@Hitch-Hiker:

Etwas enttäuscht bin ich aufgrund deiner Antwort schon. Du bewegst dich dort auf der Ebene "Schwarz oder Weiß" und verdrehst dabei meine Worte.

Zitat:
sag mir hier nochmal, dass lärmende Autos mit toxischen Abgasen noch irgendeine Relevanz auf diesem Planeten in Zukunft haben werden:
Wo habe ich das geschrieben? Ich lese in meinem Beitrag genau das Gegenteil davon.

Zitat:
Den "Sound" kannst du dir auch über eine gescheite Anlage mit Erdbeben-Lautsprechern unter den Sitzen reinziehen, da musst du nicht uns lärmempfindliche Menschen mit nötigen.
Für mich ist das Auto eine Leidenschaft, da gehören Emotionen dazu. Wie sollen die bei generierten Motorengeräuschen aufkommen? Du hast hier andere Ansichten, akzeptiere ich. Umgekehrt scheinst du das nicht zu können, sonst würdest du nicht vorschnell mit Nötigung daherkommen. Nicht jeder, der sein Auto gerne akustisch erleben möchte, dreht ihn bei jeder Gelegenheit bis zum Begrenzer hoch. Es geht auch dezent. Wer in einer Großstadt lebt, muss das in einem gewissen Rahmen hinnehmen können.

Zitat:
Mir wäre aber neu, dass irgendeiner der sich so ein Zukunftsauto zugelegt hat das tatsächlich danach vermisst hätte.
Eben. Diejenigen die sich ein E-Auto zugelegt haben. Bei mir ist das aber eben ein wichtiger Grund, mir keines zuzulegen.
Mein persönlicher Geschmack ist nicht gleichzusetzen mit meiner Einschätzung über die Zukunft von Elektrofahrzeugen bzw. die der Verbrennungsmotoren.


Zitat:
Zitat MerlinamMain:
Bei den Autos, die in den letzten 10 Jahren auf den Markt kamen, kann man am Motor doch nicht wirklich rumbasteln.
Richtig. Ohne solides Verständnis von Elektronik im Automobil und ohne den zahlreichen aber notwendigen Spezialwerkzeugen (wird schnell teurer als das Auto selbst) ist es schwierig. Daher bastle ich auch an einem alten BMW E30. Herrlich unkompliziert.

Sehr langfristig gesehen vermute ich auch die Brennstoffzelle als Antriebskonzept der Zukunft.
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