Was ich noch zu sagen hätte ... quer durchs Beet

  • Nur mal am Rande erwähnt sei, dass die B-plan-mäßige MK-Ausweisung jede Wohnnutzung verbietet und nicht mal ausnahmsweise zulässt.


    Plan-AS => B-Plan B851 Gateway Gardens => Textteil => Art der baulichen Nutzung => Nicht zulässig sind: Wohnungen.


    Ok, aber die Ausweisung als MK-Gebiet alleine heißt nicht, dass keine Wohnungen erlaubt sind. In Ausnahmefällen, z.B. wenn dies aus städtebaulichen Gründen erforderlich erscheint, sind Wohnungen im MK möglich. Beispiel: Die Frankfurter Innenstadt/Bankenviertel.

  • Es gibt wohl Überlegungen, auf den kleinen Baufeldern im Norden, die derzeit durch den S-Bahn-Bau noch unzugänglich sind, ein oder zwei Longstay-Objekte zu verwirklichen. Ob die rechtlich Wohnungen oder Hotels wären, kann ich allerdings nicht sagen.

  • Das wären "Beherbungsbetriebe". Auch solche können als Wohnungen gelten. Die Abgrenzung ist recht schwierig; das Bundesverwaltungsgericht stufte einen Betrieb mit Zweibett-Zimmern für Montagearbeiter in einer Entscheidung von 1992 als Wohnnutzung ein. In anderer Ausgestaltung dürfte dies anders zu beurteilen sein.

  • Die BauNVO bestimmt, dass im MK-Gebiet nur Betriebswohnungen (z.B. für Hausmeister, Betriebsleiter, Bereitschaftspersonal) zulässig sind und solche, die ausdrücklich festgesetzt werden, werden sie hier aber nicht (§ 7 Abs. 2 BauNVO).


    Ausnahmsweise kann der B-Plan auch andere Wohnungen zulassen (§ 7 Abs. 3 Nr. 2 BauNVO). Aber von dieser Öffnungsmöglichkeit macht der B-Plan 851 keinen Gebrauch, im Gegenteil, er schließt die die Ausnahme ausdrücklich aus. Also: keine Wohnungen, nur Beherbergungsbetriebe.


    Im Unterschied dazu lassen die B-Pläne für Bhf-Viertel und das Bankenviertel (B 526, B 702Ä) Wohnungen oberhalb des 1. OG ausdrücklich zu, eine völlig andere Situation also. Damit im MK-Gebiet Wohnung zulässig sind, muss der B-Plan das ausdrücklich zulassen.

  • Es ging mir auch weniger um die rechtlichen Details als um die Ausgangsfrage, wie es mit Belebung und Kundenfrequenz ist. Und da dürften eventuelle Longstay-Nutzer eine gewisse Rolle spielen.

  • Das 1970 fertig gestellte Gebäude Goldsteinstraße 130 wird revitalisiert und zu einer Mikroapartment-Anlage umgebaut (PM). Gelegen ist das Wohnhaus unmittelbar östlich der Rewe-Filiale (Street View).


    Sind die beiden Gebäude zwischen REWE und ALDI nicht aktuell Monteursunterkünfte? Die werden sich bedanken wenn plötzlich aus dem 10 Betten Großraumschlafsaal nichts mehr wird.


    Rund 150 Mikroapartments mit insgesamt 3.000 m² Wohnfläche sollen entstehen. Entwickler ist Cube Real Estate, der dafür 18 Millionen Euro investieren möchte. 2020 ist die Fertigstellung geplant.


    Also so langsam sollte es doch aber mal gut sein mit diesen ganzen Mikroapartements. Oder soll das jetzt die Zukunft sein für Alleinlebende egal welchen Alter? Wer mehr m2 will muss mit einer zweiten Person zusammen einziehen. Ich warte schon auf die ersten 5 m2 Käfige wie sie schon im TV zu sehen wachen.

  • Also so langsam sollte es doch aber mal gut sein mit diesen ganzen Mikroapartements.


    "Gut" ist aus Entwicklersicht erst, wenn ich keinen Investor/Bestandshalter mehr finde, der mir die Dinger zu einem interessanten Preis abkauft. Genaugenommen ist es erst dann "gut" damit, wenn dieser Punkt verstrichen ist und auch noch alle Objekte gebaut bzw. Bauruinen sind, die ich nicht mehr rechtzeitig umsteuern konnte.


    "Gut" ist aus Bestandshaltersicht erst dann, wenn ich nicht mehr erwarte, für ein Projekt, das ich (in welcher genauen Konstellation auch immer) kaufe/vorfinanziere, ausreichend viele und ausreichend zahlungsbereite Nutzer zu finden. Und selbst dann kann ich immer noch drauf spekulieren, dass die Mitbewerber vor mir zu Grunde gehen oder dass ich einen Dümmeren finde, der mir das Ding noch zu einem akzeptablen Preis abkauft. Hauptsache, die Handgranate explodiert nicht bei mir.


    Das "erwarte" ist deshalb gefettet, weil die Mikroapartments natürlich ein Stück weit eine Wette auf die Zukunft sind: weiter steigende Beschäftigung, weiter steigende Studentenzahlen (habe die Prognosen für Frankfurt nicht präsent, insgesamt ist der Peak aber wohl erreicht), Brexit-Pendler


    Ich warte schon auf die ersten 5 m2 Käfige wie sie schon im TV zu sehen wachen.


    In einigen chinesischen Städten durchaus schon vorhanden. Habe auch schon von Einheiten mit 6 qm Grundfläche und zwei Bewohnern gelesen.

  • Mod: Beitrag verschoben, bezieht sich auf diese Fotos.
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    Zu den aussagefähigen Bildern von Epizentrum:


    An dieser Ecke würde eine Neugestaltung des roten "Eintracht"-Hauses sehr helfen. Diese Ecke würde von eine Rekonstruktion durch die langen Sichtachsen besonders profitieren.


    Da ist wahrscheinlich wenig zu erwarten.


    Allerdings könnte die Stadt die Betonfussgängerbrücke und die Hochbeete ansprechender gestalten.


    Es würde schon helfen den Beton mit einem schönen Sichtmauerwerk zu verblenden und die Grünanlage zu pflegen.

  • ^ Zum öffentlichen Raum im Bereich Theatertunnel/Bundesrechnungshof gibt es einen Vorplanungsbeschluss aus dem Jahr 2002. Darin steht:


    Die bestehende Fußgängerbrücke wird zurückgebaut. Etwas weiter westlich hat der Fußgänger in Zukunft die Gelegenheit, über einen gegenüber heute versetzten Fußgängerüberweg und über die ebenerdig verlängerte und baulich veränderte Tunneldecke von der nördlichen Bethmannstraße in die südliche Bethmannstraße und umgekehrt zu gelangen. – Die verbleibende Fläche zwischen der Berliner Straße und der südlichen Bethmannstraße kann stadträumlich gestaltet werden.


    Q: M 239/2002


    Ein anderer Teil der darin erwähnten Maßnahmen, nämlich die Verengung der sich trichterförmig öffnenden Tunnelrampe und Herstellung einer Parallelfahrbahn vor den Kornmarkt-Arkaden, sind im Vollzug. Wir dürfen deshalb davon ausgehen, dass die andere Maßnahme ebenso kommt, wie die Neugetaltung des Platzes vor dem Karmeliterkloster und die Einrichtung einer neuen Straßenbahnhaltestelle.

    2 Mal editiert, zuletzt von tunnelklick () aus folgendem Grund: Quelle korrigiert und Link gesetzt

  • Dafür hast Du Deckenhöhen von voraussichtlich 4 Metern, Fenster bei denen Du zum Putzen (lassen) ein Gerüst stellen musst...
    Ich warte schon mal auf einen Wäscheständer auf dem Balkon im 4. Stock. Oder so eine gasbetriebene Raucherheizung. Im Neubau hier gegenüber, nur 5k€/qm, hat einer so ein Teil aufgestellt. Mal sehen, was die Styropordämmung dazu sagt.

  • Der Asta hielt es nämlich für richtig, bei der Planung von den geltenden Gestaltungsvorgaben für den Campus abzuweichen


    Für diejenigen, die möglicherweise mit der politisch-linksextremen Ausrichtung des AStA nicht vertraut sind:


    Hier fordert der AStA anstelle des Wiederaufbaus des Goethe-Turms den AfE-Turms wiederaufzubauen, hier wird gegen die "staatlichen Organe" gehetzt usw. - ließe sich jetzt seitenweise fortsetzen...

  • Mod: Beiträge aus dem Thread "Brexit und die Folgen für Frankfurt" hierher verschoben.


    In der Tat fehlt mir (generell) ein Selbstverständnis, wie es Metropolen wie Berlin, Hamburg, München an den Tag legen. Angesichts der Geschichte Frankfurt als freie Reichsstadt und der Erfolge dieser Stadt ist das unverständlich.


    Ja, absolut. Es fehlt ein "Wir-Gefühl".
    Das hat sicherlich auch damit zu tun, dass Ffm. eine enorm hohe Fluktuation bei den Einwohnern hat. Schon vor über 10 Jahren hiess es, dass jährlich ca. 70.000 Menschen zuziehen und ca. ebenso viele p.a. wieder weg (der Wegzug ist etwas weniger, weil wir ja per Saldo Einwohner-Wachstum haben). Der Durchlauf ist jedenfalls enorm.
    Hier im Nordend, wo wir wohnen, spürt man das besonders stark. Die Gegend ist als Wohnort zwar gefragt. Eine wirkliche "Kiez-Kultur" (wie v.a. in Hamburg oder Berlin) in der die Menschen "heimisch" sind bzw. werden, kann ich hier nicht erkennen. Dazu ist das Nordend viel zu sehr von besagtem Durchlauf geprägt.


    "Heimisch" wird man allerdings auch nicht in Nachverdichtungs-Wohnungen hinter irgendwelchen Bahndämmen oder in ehemaligen Schmuddel-Ecken. Dort kann man eigentlich nur solche Menschen stapeln, die wegen des "Job" eine unvermeidbare Zwischenstation in ihrem Leben bei uns in Ffm. einlegen. Für "heimisch" würde es eine ganz andere Art von Wohnraum benötigen: Zwar stadtnah, aber eben wesentlich stärker in die Fläche bauend. Das können wir mit dem herrschenden Grüngürtel-Dogma (d.h. scharfes Trennen von "Wohnen" und "Natur") vollkommen vergessen.

    5 Mal editiert, zuletzt von m.Ro80 ()

  • "Heimisch" wird man allerdings auch nicht in Nachverdichtungs-Wohnungen hinter irgendwelchen Bahndämmen oder ehemaligen Schmuddel-Ecken.


    So was wie z.B. Holbein-Viertel, Palais Holbein, Hedderich 81+ und alles, was entlang des Sachsenhäuser Bahndamms gebaut wurde? Ich denke, mit deinem Befund liegst du komplett falsch. Seit Jahrzehnten erklären uns die Stadtforscher, dass es die hohe Zahl der 1-Personen-Haushalte ist, die den Drehtüreffekt bewirkt, während Familien mit Kindern verhältnismäßig sesshaft sind. Man könnte deshalb auch vertreten, Mikroappartments und daraus abgeleitete Formen des betreuten Wohnens wie Boardinghäuser, serviced Appartments und dergl. sind von Übel, nicht das Bauen an konfliktbelasteten Standorten. Andererseits sind es vor allem die 1-Personen-Haushalte, die die Gastronomie mehr stärken als Familien mit Kindern.

  • So was wie z.B. Holbein-Viertel, Palais Holbein, Hedderich 81+ und alles, was entlang des Sachsenhäuser Bahndamms gebaut wurde?


    Ja, ich denke genau an solche Quartiere.
    Speziell das "Hedderich 81" ist für die Stadtentwicklung natürlich ein Gewinn, weil es eine alte hässliche Lücke schliesst. Als "Investor" hingegen habe ich genug Erfahrung dort NIEMALS eine ETW zu kaufen. Das geht als Vermietungs-Objekt ein paar Jahre ganz gut (solange der Super-Boom noch läuft und die Butze taufrisch ist). Sobald sich die Marktlage entspannt - glaube mir, so was gab es auch schon (weder selten noch kurzweilig)- wird es schon deutlich schwieriger, speziell solche Lagen "adäquat" zu vermieten. Ein Verkauf hingegen in einer solchen NoGo-Lage geht im Abschwung nur mit deutlichem Abschlag - wenn überhaupt !
    Wer dort für 750 t€ plus eine 4ZKB jetzt kauft, der wird noch sein garstiges Erwachen erleben ...
    Sprechen wir uns in 5 Jahren mal wieder - speziell über das "Hedderich 81".

  • ^ Die Leute, die dort jetzt einziehen, denken aber nicht wie Investoren, die denken wie jemand, der in stadtnaher Lage eine moderne Wohnung mit Aufzug ind TG will, möglichst alles andere in fußläufiger Entfernung; das sind Leute, die vorher in der Schweizer Str. im Altbau ohne Aufzug gewohnt haben, die vom Berg runtergezogen sind, vermutlich überweigend eher Leute, die schon in der Gegend gewohnt haben. Wenn du das als no-go-Lage bezeichnest, scheinen dir irgendwie die Begriffe verrutscht zu sein. Bist du je dort gewesen? Ich denke, mit deinem Befund liegst du immer noch falsch, noch viel falscher sogar.

  • ... vermutlich überweigend eher Leute, die schon in der Gegend gewohnt haben.


    Ist das Deine Vermutung, oder hast Du belastbare Belege / Gewissheit.


    Ich sage Dir mal meine Vermutung:
    Nicht einmal im wirklich gelungenen Deutscherrnviertel scheint ein spürbarer Anteil von "Alteingesessenen Frankfurtern" zu leben.
    Gehe mal Samstag Nachmittag in den kleinen REWE an der Hauptstrasse. Dort siehst Du dermassen viele Einkäufer aus allen Herren Ländern (Amerikaner, Asiaten, Inder etc. etc. - keine Touries, ganz sicher Bewohner des angrenzenden Deutscherrnviertel) dass diese Fremde selbst auf sehr aufgeschlossene Menschen ziemlich bedrückend wirkt. "Alte Frankfurter" sieht Du dort jedenfalls nicht.
    Ich denke mal, im (viel weniger schön gelegenen) "Holbein 81" dürfte die Zusammensetzung der Bewohner nicht anders sein bzw. werden (sobald das Gebäude eben nicht mehr taufrisch ist)


    Ja, ich kenne diese Gegend sehr gut, habe im 300 Meter Umkreis Richtung Schweizer Platz sogar eine Immobilie.
    Meine Erfahrung: Die "Alteingesessenen" tippen die dortigen (Miet-)Wohnungen zu einem grossen Teil direkt an ihre Bekannten durch (egal ob aus der Gegend oder eben Zuzügler, die diese Leute wiederum kennen). Sehr viele annehmbare Wohungen (Ruhiglage, anständiger Zustand, relativ fairer Preis) gehen auf diese Weise schon unter der Hand weg. So bleibt das Viertel rein faktisch sehr stark in "Deutscher Hand" - sorry, klingt schrecklich, meine ich aber nicht so. Ohne "Konnektions" jedenfalls kommt man an diese Kuschelecken in Sshsn oder Nordend überhaupt nicht ran - oder eben nur zu irrsinnigen Preisen in den Portalen oder eben in diesen weniger schönen Projekten (z.B. "Bahndamm" und offenbar wohl sogar "Deutschherrnviertel").
    Letztlich führt das Ganze dazu, dass keine wirkliche Vermischung der Bewohner in Ffm. stattfindet.


    These: Weil der Neubau speziell in Ffm. vielfach suboptimal ist, verteidigen die Alteingesessenen ihre Kuschelecken, wogegen die (nicht vernetzten) Zuzügler die "zweite Wahl" an Wohnungen nehmen müssen. Langfristig steigt auf diese Weise die Gefahr von Ghettobildungen hier in der Stadt.
    Wesentlich entspannter könnte es sein, wenn man auch im Neubau ansprechende neue Quartiere schaffen würde, in denen auch alteingesessene Frankfurter gerne leben würden. Und solche Quartiere schafft man mit Sicherheit nicht hinter dem Bahndamm und eben auch nicht in jeder ehemaligen Schmuddelecke.

    4 Mal editiert, zuletzt von m.Ro80 ()

  • Was ist das für eine komische Diskussion. Als ob man mit dem Wohnungsbau steuern könnte wer und wie lange in einer Stadt wohnt. Das bestimmen idr immer noch Arbeitsplätze, und Frankfurts Internationalität geht nun mal mit der hohen Bevölkerungsfluktuation einher. Die meisten Japaner z.B. sind Expats inkl. Familie, die ein paar Jährchen hier leben und dann durch andere ersetzt werden. Das ist auch der Grund dafür warum Japaner in Frankfurt wohl zu den am wenigstens integrierten Ausländergruppen zählen. Ist einfach nicht notwendig. Dazu kommt noch dass Frankfurt entgegen seines Rufes sehr wohl auch eine Studentenstadt ist. Und die bleiben idr auch nicht hier und kommen auch zum Großteil nicht von hier. Andere Firmen beschäftigen Leute aus allen Herren Ländern, die ziehen aber irgendwann weiter je nach Karrierepfad, egal wie schön Frankfurt ist. Es gibt eben auch andere schöne Städte in der Welt. Und wenn das neue Milieu der internationalisierten Weltbürger (von denen Frankfurt eben eine Menge hat) irgendwo anders etwas findet, zieht es sie dort hin.
    Mir scheint es, diese komische Forderung nach einem "Wir-Gefühl" rührt aus einer piefigen etwas veralteten Heimatromantik her, die man vielleicht noch bei den nationaldenkenden Land- und Kleinstadtbewohnern und älteren Großstadtbewohnern findet, aber in dem oben angesprochenen Milieu nur für eine hochgezogene Braue sorgt.

  • ^^ Was ist die "Deutsche Hand"? Und wer ist alteingesessen? Wer ist ein Frankfurter? Nur hier Geborene (am besten vor mehr als 60 Jahren)? Was heißt es angesichts dessen, im Holbein 81+ oder im Deutschherrnviertel keine "Alteingessenen" zu finden? Dann halt "Neueingesessene"! Was besagt das und wofür? Das ist - mit Verlaub - eine verschrobene, chauvinistische Terminologie. Angefangen hat es ja mit deiner These von der no-go-Area, der Verelendungsthese, weil Zugereiste mit Wohnungen zweiter Wahl vorlieb nehmen müssten, und jetzt noch getopt von der Entdeckung von Kuschelecken. Nix für ungut, aber mir scheint, die Leute im Holbein 81+ können sich glücklich schätzen, dich nicht zum Miteigentümer zu haben.


    Im Übrigen ist @cardiac^ nichts hinzuzufügen.

  • ... weil Zugereiste mit Wohnungen zweiter Wahl vorlieb nehmen müssten ...


    Jedenfalls in der Tendenz ist es genau so - ob Dir das passt oder nicht.
    Ich beobachte dieses Phänomen seit Jahrzehnten - bei meiner eigenen Vermietung und mehreren Hausverwaltungen für die ich seit vielen Jahren in Ffm. rechtsberatend tätig bin. Wie es in anderen Deutschen Metropolen ist, vermag ich nicht zu sagen. In München dürfte es ähnlich zugehen, in Berlin sicherlich etwas entspannter - jedenfalls wenn man ein "geregeltes", mindestens durchschnittliches Einkommen hat.
    Nochmals: Ohne "Mund-zu-Mund-Propaganda" hast Du in den angesagten Ecken in Ffm. beim Anmieten einer Wohnung ganz schlechte Karten (egal wie die Konjunktur ist), oder eben ein Einkommen, wo es vollkommen egal ist, wie teuer die Miete kommt.


    Gewisse Besserung könnte nur dadurch geschaffen werden, wenn in grossem Stil neue Wohngebiete vom Typ Sachsenhausen Nord oder Nordend Ost geschaffen würden. Die Idee des "Innovationsquartier" östlich der FriedbergerLStr. geht da in die richtige Richtung. Aber es bräuchte mindestens ein halbes Dutzend solcher neuen Baugebiete (Typ: stadtnah, tendenziell Blockrand, variantenreiche bauliche Gestaltung), damit eben auch "Zugereiste" mit normalen Einkommen die Chance haben, stadtnah und ansprechend wohnen zu können.


    Bzgl. der Hedderich 81 und ähnlich Investierten, wünsche ich den dortigen Miteigentümern alles Gute - Ganz ehrlich und aufrichtig. Dort sollen Menschen leben, wo andere nicht mal einen PKW-Platz mieten würden (Gefahr von Lackschäden durch Eisenabrieb der Bahn bei längerer Standzeit im Freien; von der sog. "Nagelfäule" im Bereich von an Bahndämmen gebauten Schiefer-Dächern hast Du grosser Immoprofi wohl auch noch nie was gehört ?!). "Immissionen" nennt man so etwas auch. Passt aber nicht in eure Gebehtsmühlen. Also gut ... .

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