Binz: Wohnhochhaus Rügen (104m) geplant

  • Binz: Wohnhochhaus Rügen (104m) geplant

    Investor Jürgen Breuer plant auf der Insel Rügen ein Wohnhochhaus mit 27 Geschossen und rund 100 Wohnungen mit einer Gesamthöhe von 104m.
    Es soll circa 500m weit entfernt vom Strand, ganz in der Nähe der Prora Nazi-Bauten entstehen.
    Sollte der Turm verwirklich werden, wäre es das höchste Wohngebäude Mecklenburg Vorpommerns.


    Momentan sind die Meinungen der Anwohner zwiegespalten, einige seien dafür um Prora auch ein neues Gesicht zu geben, ein neues Wahrzeichen, andere sehen sich an Wachtürme erinnert.
    Kritik kommt vor allem von der ansässigen Hotellerie und vom Tourismusverband.


    Investor Breuer bietet der Gemeinde eigenen Angaben zufolge 3,5 Millionen Euro für das 13.000 Quadratmeter Grundstück.
    Ein lohnendes Geschäft angesichts des angespannten Immobilienmarkts in Rügen bei Quadratmeterpreisen zwischen 3600 und 8000 Euro.


    Allerdings sagt Breuer das er das Projekt nur verwirklichen möchte falls es genügend Rückhalt in der Gemeinde gebe.


    Lage:



    Bild: Goole Maps



    Bild: Drebing Ehmke Architekten



    Bild: Drebing Ehmke Architekten

  • Es wird nun wohl einen Bürgerentscheid in der Gemeinde Binz geben, ob der Turm gebaut werden darf oder nicht.
    Termin und Art des Entscheids stehen noch nicht fest.


    ostsee-zeitung.de


    Ich hoffe der Entscheid fällt negativ aus.
    Zum einen sagt mir die Architektur nicht zu und zum anderen zerstört ein derart hoher Solitär das Gesamtbild der schönen und flachen Naturlandschaft. Man kann dort weit gucken und somit beeinträchtigt der Turm ein riesiges Gebiet.

  • Ich hoffe, dass genügend Menschen begreifen, dass Natur und eine noch überwiegend intakte Kulturlandschaft das einzige Kapital von Rügen sind.


    Mit dem Betonklotz würde Rügen einen großen Schritt abwärts in Richtung der weitgehend in den 70ern verbauten Schleswig-Holsteinischen Ostseeküste machen.

  • Ich teile in diesem Fall die Ansicht meiner 2 Vorredner. 104 Meter sind auf Rügen entschieden zu viel. Rügen sollte frei von solchen Gebäuden bleiben und sein "Kapital" nicht dadurch entwerten! So eine betonlastige Ostseeküste wie in SH kann hier niemand wollen. Ist außerdem nicht noch genügend Platz in den Prora-Blöcken vorhanden, in denen man sich ja auch ziemlich frei austoben kann was den Innenausbau angeht?! Sollte es tatsächlich zu einem Bürgerentscheid kommen, so rechne ich mit einer deutlichen Ablehnung.

  • Gute Entscheidung.


    Und Dank an den Investor, dass er das Projekt von vornherein unter den Vorbehalt der Zustimmung im Ort zu stellen bereit war. So eine Haltung ist absolut ungewöhnlich und verdient Respekt.