MITTE - Westend quo vadis?

  • MITTE - Westend quo vadis?

    Stadtpark West


    In der Sitzung des Ausschusses für Arbeit, Wirtschaft und Grundstücke wurde ein neues Konzept presentiert, welches zeigt, wie der Westpark in Bochum attraktiver gestaltet werden kann.
    So soll wie geplant, ein Parkhaus nahe der Jahrhunderthalle errichtet werden.
    Die alten Industriegebäude, wie der kleine Wasserturm oder die Turbinenhalle und die Dampfgebläsehalle sollen saniert werden.
    Zudem stehen zwei große Flächen für die Gewerbe-, Dienstleistungs- und Bürobranche zu verfügung. Diese sollen an private Investoren vermamarktet werden.
    Darüber hinaus gibt es Pläne mehr Grün und Wohnflächen zu errichten.


    Quelle: Ruhr-Nachrichten

  • Bochum: Westend - quo vadis? [Sammelthread]


    Quelle: Pressedownloads - Metropole Ruhr


    Am Mittwoch 21.11.2007 um 19.00h findet im Museum Bochum eine Neuausgabe der Stadtgespräche statt. Unter dem Motto: "Innenstadt- West- Westpark- Westend. perspektivischer Inkrementalismus" referieren Dr. Rolf Heyer (Geschäftsführer LEG, Dortmund) und Prof. Thomas Sieverts über den aktuellen Stand der Dinge.
    Vielleicht erhält man dort endlich konkrete Aussagen über die seit langem angekündigte Wohnbebauung auf dem Westparkgelände.
    Weiss da jemand jetzt schon genaueres über den aktuellen Projektstand?
    MfG
    nikolas

  • Schon wieder Wohnbebauung.
    Schon wieder setzt man sich irgendwelche Projektblockierer in ein Areal in dem man (und das ist ja schon selten genug) mal aussergewöhnliche Architektur verwirklichen könnte.


    Neue Wohngebäude schön. -aber sollte man dann nicht auch die alten Schandflecke mal abreissen?
    Die Einwohnerzahlen sinken kräftig. Die Leerstände müssen schon enorm sein.
    Immerhin wird so der Mietspiegel weiter sinken.
    -Dafür muss man aber auch in einer uninteressant zugeballerten Wohnstadt vegetieren.

  • Laut Ruhr Nachrichten ist an der Alleestraße und auf dem Stahlwerksplateau eine rund 20000 Quadratmeter große Fläche vorhanden auf der Büros, Wissenschaft und Technik sowie Wohnungen angesiedelt werden sollen.


    Des Weiteren steht ein rund 27000 Quadratmeter großes Areal für Gewerbe-, Dienstleistungs- und Büroflächen zur Verfügung die an private Investoren vermarktet werden können.


    Dann gibt es noch den Vorschlag der Verwaltung das geplante Parkhaus in der nähe der Jahrhunderthalle mit einem Hochhaus zu überbauen.
    Doch ob das verwirklicht wird, sei erstmal dahingestellt.



    Q: Ruhr Nachrichten

  • Da die Wohnungen eher realisiert werden denke ich, kann man sich ein HH in der "Nähe" wohl abschminken.
    -das gleiche wird wohl auch auf dem Gebiet der "Seven Stones" passieren, auf dem man sich schon freiwillig im Vorfeld wegen der Wohnbebauung auf max. 16 Geschosse beschränkt hat.

  • zur Info


    Jahrhundertpark Bochum Quelle: Pressedownloads - Metropole Ruhr Foto: Go Between


    Der aktuelle Stand der Dinge:
    - Es wird definitiv keine Wohnbebauung auf dem Gelände geben.
    - Die 20 000qm an der Alleestraße, sowie die 27 000qm an der Gahlenschenstraße werden komplett als Gewerbegebiet ausgewiesen. Ein neuer Bebauungsplan wird dazu erstellt.
    - Das Parkhaus soll kommen. Vom Hotel war keine Rede mehr.
    Zusammenfassend: Es wurden gestern keine verbindlichen Zusagen getroffen!
    Also: Nichts genaues weiß man. Das ist alles in allem schon entäuschend!

  • Das mit der Wohnbebauung wundert mich jetzt schon etwas.
    -das sind ja mal GANZ andere Töne aus der Verwaltung....


    Aber das es jetzt ("wenigstens") komplett als Gewerbegebiet zugebaut wird, war unvermeidlich, da fahren sie definitv in ihrer alten Schiene...


    Warscheinlich wird es irgendwann nur noch Gewerbe-Wellblech (oder bestenfalls) rote Stein-Glaskästen (a la "Jahrhunderthaus)" und (Reihen)-Wohnklötze in der Stadt geben.
    -dann hätte man sich endgültig an Herne angepasst...


    Mann!


    Hoffentlich wird wenigstens der innere Park davon nicht irgendwie in Mitleidenschaft gezogen.
    Wenn man im Moment noch Abends da spazieren geht, ist man gleich in einer anderen (abgeschiedenen) Welt. -wäre ein reiner Terrorakt wenn man diesen Ruhepol in der Stadt ebenfalls "zugewerben" würde...

  • @ Wohnklotz


    Quelle: Mein Bild


    Da kann ich dich beruhigen. Im inneren des Parkes soll nur der kleine Wasserturm, sowie die Kompressorenhalle instand gesetzt werden. Zudem soll das leerstehende Gebäude gegenüber der Wasserwelt zu gastronomischen Zwecken ertüchtigt werden. Es sind also keine Neubauten im inneren des Westparkgeländes beabsichtigt.
    Für die Bebauung auf der Alleestraße und Gahlensche möchte man gewisse "Qualitätsstandarts" berücksichtigen. Das Jahrhunderthaus wurde hierfür als vorbildlich angesehen. Insofern wirst du mit deiner Befürchtung schon recht haben.
    Zudem war angedacht, das Gelände durch neue Wegführungen näher an die Stadt heranzuführen.
    Für sämtliche Vorhaben konnten jedoch keine verbindlichen Zusagen gemacht werden. Was nach 12 Jahren Planung, Überplanung, Neuplanung... schon ein sehr mageres Ergebnis darstellt.

  • Krupp-Hochhaus

    Die Agentur Qudrei, die im Auftrag eines großen internationalen Stromanbieters tätig ist, wird voraussichtlich rund 1400 qm im erst 2004 gebauten ehemaligen Entwicklungszentrum von Thyssen-Krupp-Automotive anmieten.


    Später soll das angrenzende ehemalige Krupp-Hochhaus weitere 12000 qm Fläche für Erweiterungen bieten.


    Man will zunächst 244 neue Arbeitsplätze schaffen. Langfristig sollen aber bis zu 2600 neue Arbeitsplätze im Bereich der Dienstleistung entstehen.


    Hier ein Foto vom ehemaligen Krupp-Hochhaus, welches bald nicht mehr leer stehen wird.


    Update: Der Investor hat sich zurückgezogen, es werden keine neue Arbeitsplätze entstehen.


    Quelle: WAZ

    2 Mal editiert, zuletzt von Kostik ()

  • Abriss des Wasserturms hat begonnen


    in der WAZ mit gestrigem Datum wurde mitgteilt, dass der Wasserturm ab der Essener Strasse abgerissen wird.
    http://www.derwesten.de/nachri…news-82381854/detail.html
    Hinweis der Moderation: Die Einbindung des Zitats wurde editiert. Grund: Unerlaubtes Pressezitat.
    Bitte künftig auf die Richtlinien für das Einbinden von Texten achten. Vielen Dank.
    (WAZ vom 09.10.08)::sensenman


    @konny
    Hallo konny,
    :europa:Das Interesse kommt automatisch wen man sich für längere Zeit im "Ausland" aufhält.
    Ich versuche aus allen nur denkbaren Quellen Infos über Bochum zu bekomenund. Bin so auf dieses Forum gekommen.


    Ich muss sagen hier kann man einige gute Einblicke bekommen. So auch z.B. über das Excenterhaus an der Universitätsstraße und über das Westend.
    Außerdem bis ich beruflich auch mit solchen Themen beschäftigt.

  • Gegenüber dem Westpark an der Wattenscheiderstr befindet sich dieser Hochbunker.


    Man könnte ja das Konzept des Exzenterhauses auch hier anwenden und den Bunker mit einem Hochhaus überbauen und als Hotel oder für Büros nutzen.


    Es würde mit einer ansprechenden Architektur sehr gut in das Gebiet um die Jahrhunderhalle passen, hinzu kommt noch, dass dort die gesamte Fläche als Gewerbegebiet ausgewiesen worden ist, wodurch genug Freiraum für ähnliche Projekte wäre.

  • @ Konny
    ... mein Junge, du spielst mit dem Feuer! Willst du das gleich der maehler um die Ecke kommt und die Denkmalschutzkeule schwingt? :lach:
    Bekanntlich hebt sich dieser Bunker, aufgrund seiner Viereckigkeit und seiner Stahlbetonbauweise gegenüber allen anderen Bunkern in Deutschland des Baujahres 1937 hervor, und verfügt in seinem Inneren zudem über eine Treppe mit Stufen...
    Nachdem die Anwohner über eine ähnliche Sozialstruktur wie die an der Universitätsstraße verfügen, werden sie genug Zeit und Muße finden die Bürgermeisterin wegen der drohenden Verschattungsproblematik, Veränderung des Mikroklimas,drohenden Bergschäden sowie der Errichtung innovativer Architektur in Bochum zu verklagen.
    Nein jetzt mal ernsthaft!
    Solange die gegenüberliegenden 27 000 qm + 20 000 Gewerbeflächen (am Westpark) und das ehem. Krupp Gebäude nicht voll vermarktet sind, wird es auf diesem Bunker keine Bebauung für gehobene Nutzungsansprüche geben. Dafür ist die Ecke noch zu weit ab vom Schuss! (Stadtteil mit besonderem Erneuerungsbedarf ??? )
    Was ich mir hingegen ganz gut vorstellen kann, ist ein Nutzungskonzept a la [http://www.Bastion.de]. Also eine Verbindung von Stadtteilkultur, Jugendzentrum, Nachhilfe ("Bildungsbunker" ha ha), Übungsräume, Stadtteilbüro, Integrationszentrum und ähnliches mehr

  • nikolas


    :hammerlol
    Sehr treffend und lustig....



    Desweiteren denke ich auch, dass die Gegend noch auf LANGE Zeit zu "schmuddelig" bleiben wird.
    -Zumindest am Rande der "Erneuerungszone" dort wo der Bunker steht.
    Im Kerngebiet des Jahrhunderthallengeländes wird es wohl demnächst anders aussehen...
    Selbst wenn dann grössere Um- bzw. neubaumaßnahmen erfolgen, wird sich die "Sozialstruktur" (ein gewohntes Manko, dass es auch dort überhaupt IRGENDEINE gibt -abermals Blockierungsprädestiniert) und das "Wohlfühlflair" derselbigen nicht ändern.
    Solange die Wohnhäuser nicht etwas gepflegter aussehen, oder besser gleich abgerissen werden, wird sich wohl kein teures Hotel oder ähnliches ansiedeln wollen.

  • Auf jeden fall wäre es schön, wenn man den Bunker irgendwie nutzen würde, wenn nicht als Hochhaus, dann als Kultureinrichtung wie nikolas schon angedeutet hat.


    Später wenn Bedarf besteht, könnte man sich dann was anderes vorstellen.


    Denn so wie jetzt kann es nicht weiter gehen, die Ecke dort sieht wirklich öde aus, da muss sich was ändern.

  • Noch ein Bunker der sich zum Überbauen abietet? Das wäre ne klasse Sache und Bochum bekäme den Ruf, alte Bunker mit modernen Bauwerken zu überbauen und aufzuwerten :booze:


    Hier war doch die Rede von einem möglichen Hochaus mit 16 Geschossen, oder?
    Das lässt mich doch wieder mal aufhorchen. Gibt es dazu mittlerweile irgendwas Neues?

  • @ DartHito


    Die EGR wird wahrscheinlich in diesem Jahr mit dem Bau des Parkhauses beginnen.


    Wenn man einen Investor findet wird dann das Parkhaus mit einem mind. zehngeschossigen Büroturm überbaut.


    Q: RN

  • Neugestaltung der Grünfläche am Bunker



    Planergruppe Oberhausen / Stadt Bochum


    Die Grünfläche am Bunker an der Wattenscheider Straße soll im Laufe des Jahres neu gestaltet werden.
    Die Planung ist als ein Baustein der Rahmenplanung für den Bereich Wattenscheider Straße zu verstehen.
    In unmittelbarer Nachbarschaft befinden sich die Jahrhunderthalle und der Westpark,
    deren Anbindung an den Stadtteil verbessert werden wird. In absehbarer Zeit wird ein Grünstreifen mit Fuß- und Radwegen
    quasi als „Grüner Rahmen“ entlang der Wattenscheider- und Gahlensche Straße entstehen und für Goldhamme ein attraktives Tor zum Westpark bilden.


    Weitere Informationen hier

    2 Mal editiert, zuletzt von Kostik ()

  • 30 Mio für den Westpark

    Bis Mitte 2010 werden fast 30 Mio Euro in den Westpark investiert.
    Ins Gesamt werden 13 Projekte verwirklicht.
    So soll z.B das Pumpenhaus bis Sommer 2010 umgebaut und saniert werden.
    Dort soll neben Küche- und Cateringbereich für die Jahrhunderthalle
    auch Toiletten und ein Besucherzentrum für die Route der Industriekultur sowie
    eine Infolounge zur Kulturhauptstadt untergebracht werden.
    Weiterhin sind der grüne Rahmen und die Übergänge von Seiten der Alleestraße in Planung.
    Auch das geplante Parkhaus wird vor Sommer 2010 gebaut.
    Bisher liegen zwei Entwürfe vor, die noch verfeinert werden müssen.


    Quelle: Ruhrnachrichten