ÖPNV: Stadtbahn Ludwigsburg

  • Hallo Pumpernickel,


    Zerstört euer Stadtbild nicht mit diesen schrecklichen Hochflurhaltestellen.


    bevor du mit derartigen Aussagen um dich wirfst beschäftige dich doch bitte mal eine Sekunde mit der Situation in Ludwigsburg wenn du schon hier postest.
    Noch einmal für dich: in Ludwigsburg soll vor allem eine bereits existierende Bahnstrecke reaktiviert werden. Außerdem soll eine neue Strecke über die Felder sowie durch Pattonville (eine ehemalige US Kasere mit entsprechender Architektur) gebaut werden.
    Dazwischen werden noch ein paar Haltestellen in der Stadt Ludwigsburg errichtet, unter anderem am Bahnhof. Keine dieser Haltestellen liegt in der Altstadt. Der geplante Linienverlauf führt insgesamt auch nicht unbedigt durch die schönsten Ecken Ludwigsburgs, mal vorsichtig ausgedrückt ;).
    In Anbetracht dieser Tatsachen als mit dem "Stadtbild" zu argmuentieren ist meiner Meinung nach großer Mumpitz.


    Zudem gibt es noch weitere zu beachtende Rahmenbedinungen wie dass die SSB eine Niederflurbahn nur nach eine Ausschreibung betreiben darf (die sie erstmal gewinnen müsste) und keine durchgängigen Verbindungen mehr nach Stuttgart möglich sind. Das System in Ludwigsburg wird ja eben gerade nicht "auf der grünen Wiese" errichtet sondern grenzt unmittelbar an das Stuttgarter an. Zusätzlich wäre das Niederflurnetz in LB recht klein, was zu Lasten der Wirtschaftlichkeit geht.


    Versteht das bitte trotzdem nicht falsch: könnte man in Ludwigsburg komplett unabhängig planen wäre Niederflur sicher eine interessante Option. Das ist jedoch nicht der Fall!
    Bin ich also generell gegen Niederflur? Sicher nicht. Ich sehe eben nur Argumente die in Ludwigsburg eher für Hochflur sprechen. Und einige davon erschließen sich aus deiner fernen Berliner Perspektive vielleicht nicht auf den ersten Blick.

  • Meine Erfahrung ist einfach, dass Städte von der Größe Ludwigsburgs oder Ulms, sobald sie einmal Blut geleckt haben, über einen weiteren Ausbau ihrer Straßenbahn diskutieren. Wenn im ersten Bauabschnitt auch noch keine Innenstadtstrecke geplant sein mag, die sich natürlich ÖPNV-technisch aber auf kurz oder lang in jeder Stadt anbietet, dann heißt das ja nicht, dass es so bleiben muss. Eine annähernd 100.000 EW Stadt kann sich durchaus ein eigenständiges Tramnetz leisten, siehe Ulm. Ich habe gerade einmal nach der Einwohnerprognose gegoogled, man erwartet, dass Ludwigsburg die 100.000er Marke in Zukunft noch überschreiten wird. Wachsende Bevölkerung braucht wachsende Verkehrsinfrastruktur, spätestens dadurch wird ein Ausbau dieses ersten Schritts in ein Tramnetz dann zum Thema werden. Und dann hast du das Dilemma, dass diese Bahn nicht nur an Zweckbauten vorbeiführt, sondern mitten durch euer hübsches Zentrum - oder man findet die Zumutung dadurch zu groß und verzichtet auf den Ausbau.


    Ich denke, in das Dilemma sollte man sich gar nicht erst bringen. Und umgekehrt lässt sich selbstverständlich auch eine bestehende Eisenbahnstrecke nach der Umrüstung auf BOStrab (auch für Stuttgarts Hochflur-"Stadtbahn" der relevante Standard) mit Niederflurfahrzeugen bedienen.

  • Die Erweiterungsmöglichkeiten sind in Ludwigsburg eher begrenzt, da alle umliegenden größeren Gemeinden bereits mit der Stuttgarter S-Bahn, der Stuttgarter-Stadtbahn, oder ans Stadtbahnnetz Karlsruhe (Streckenlänge 573,5 km) angebunden sind.

  • Laut Freien Wählern ist ein Kompromiss möglich:
    http://remseck.freiewaehler.de…s-ist-moeglich/#more-3568


    Warum aber wieder von einer absurden Teilung dort die Rede ist? Hat noch keiner gemerkt, dass wenn man des Westast nicht mit dem Ostast verbindet die Bahnen des Westasts weder in die Depots noch in die Werkstatt kommen genausowenig wie die Sonderfahrzeuge umgekehrt auf die Weststrecken kommen können.
    Wenn man dort einen getrennten Betrieb machen will hat man doch die gleichen Probleme wie bei einem reinen Niederflurbetrieb (Reservefahrzeuge, eigene Depots usw...).

    • Nachhaltige Entlastung der Stadt vom PKW-Verkehr.

    Schön wär's. Wird wohl eher so enden wie in Stuttgart, wobei dort durch die fast flächendeckende Stadtbahn tatsächlich eine Entlastung stattfndet. Vermutlich dürften die zusätzlichen Wartezeiten und Engpässe durch reduzierten MIV-Verkehrsraum per Saldo mehr Belastung als Entlastung bringen, aber schön daß das Modewort "nachhaltig" untergebracht wurde. Ist natürlich nur meine subjektive Einschätzung, die allerdings recht plausibel sein dürfte.


      Längere Lebensdauer der Fahrzeuge (30+ Jahre) im Vergleich zu Bussen (10 Jahre)

    Wieviele Stadtbahnbetriebshöfe betreibt die SSB nochmal? Und da ist die Strecken-/Schienenwartung noch gar nicht enthalten.


    War bisher nachweislich ein Freund jeder SSB-Streckenerweiterung bis auf Dürrlewang. Doch diese LB-Strecke sehe ich recht skeptisch:

    • Stadtbild 1: in S verläuft die Hochbahnsteigbahn im Zentrum größtenteils unterirdisch und nicht bspw. auf der Königstraße.
    • Stadtbild 2: Oberleitungen. Ja, Oberleitungen. Gerade einen gelegentlich fotografierenden und/oder genießenden Architekturfreund können diese erheblich stören. man versucht sie aus dem Bild zu bringen, was nicht immer gelingt. Überhaupt: Daß die üblichen Verdächtigen sich hier nicht vor Elektrosmog in relativer Bodennähe fürchten... Kampf gegen den MIV scheint offenbar wichtiger.
    • Wirtschaftlichkeit: Hier wird zwar ein KNF von > 1 angegeben. Nur wie wirtschaftlich ist dieser tatsächlich? Bekanntlich wird kein Stadtbahnsystem in der gesamten BRD kostendeckend gefahren. Warum sollte dies ausgerechnet in LB bei einem relativ kleinen System (eine Linie) der Fall sein?
      Gut zwar, daß hier Synergiepotentiale mit der SSB v.a. im Bereich Betriebshöfe bestehen. Diese sind jedoch nicht zu überschätzen, sondern dürften sich im wesentlichen in der Wartungshalle sowie marginal noch zu verbessernder Lager- und Einkaufslogistik erschöpfen.
    • Nachhaltigkeit :lol::Mit steigender Elektromobilität und Schadstoffreduzierung wird der ökologisch-politische Vorteil des Schienensystems weiter sinken. Je nach Preisentwicklung auch der Betriebsstoffpreisvorteil hoch besteuerter Kraftstoff vs. niedrigbesteuerter Strom.


    Von daher stellt sich durchaus die Frage, welche Zukunftsfähigkeit ein neu zu errichtendes starres Nahverkehrssystem auf Eisenrädern gegenüber einem flexiblen "Niederflursystem auf Gummireifen und Bestandsinfrastruktur" noch haben wird. Erst recht in zehn Jahren, wenn mit ersten Fahrten zu rechnen ist. Die Schnellbusse sollten hingegen wesentlich früher verkehren können. Warum eigentlich nicht diese einfach testen und vernünftig evaluieren? Ach ja wir leben ja in der Staatswirtschaft 4.0 (Feudalismus, Rechtssozialisten, Linkssozialisten, Ökosozialisten). Und daher wird v.a. gebaut, weil es einen der vielen Umvertelungstöpfe (hier GVFG) gibt, dessen Inhalt irgendwie vom Himmel zu regnen scheint.


  • [LIST]
    Daß die üblichen Verdächtigen sich hier nicht vor Elektrosmog in relativer Bodennähe fürchten...


    (...)
    [*]Nachhaltigkeit :lol::Mit steigender Elektromobilität und Schadstoffreduzierung wird der ökologisch-politische Vorteil des Schienensystems weiter sinken. Je nach Preisentwicklung auch der Betriebsstoffpreisvorteil hoch besteuerter Kraftstoff vs. niedrigbesteuerter Strom.


    Offensichtlich sind deine "üblich Verdächtigen" aufgeklärter als du denkst. Seltsam dass du das gleiche Argument bei einem Elektroauto nicht vorbringst. Dort sind die Spannungen ähnlich - und nur wenige Zentimeter unter deinem Hintern.



    [*]Wirtschaftlichkeit: Hier wird zwar ein KNF von > 1 angegeben. Nur wie wirtschaftlich ist dieser tatsächlich? Bekanntlich wird kein Stadtbahnsystem in der gesamten BRD kostendeckend gefahren.


    Nochmal zur Aufklärung: es lohnt sich nochmal den Unterschied zwischen volkswirtschaftlich und marktwirtschaftlich nachzuschlagen.


    Denn wenn das so wäre wie du das hier gerne hättest, dann sollte man den Engelbergtunnel gar nicht mehr sanieren - diesser hat seit seiner Eröffnung nicht eine müde Mark eingebracht. Eine Stadtbahn deckt zumindest noch einen hohen Anteil seiner marktwirtschaftlichen Kosten selbst.

  • ad 0: Nicht alles bierernst.
    ad 1: Bin ja auch kein üblicher Verdächtiger ;) Mache mir nämlich weder vor Elektrosmog noch CO2 noch Tiefbahnsteigen noch Staub in die Hose. Und Hochspannung kann ganz wunderbar sein.
    ad 2: Diskussion hatten wir schon zigmal. Allein Mineralölsteuer+MWSt+Maut. Da braucht man mit Abstand noch nicht mal weichere Nutzenoren wie Transportleistung, Entlastung , Fahrzeitverkürzung oder auch heimische Autoindustrie anführen. Der Engelbergtunnel dürfte eher einen deutlich zweistelligen als einstelligen KNF haben.
    Wegen mir könnte man ihn zwecks Beweisführung gerne einen Monat sperren. Gibt ja genügend Alternativen in der so autogerechten Region und Stadt. Äh. Nein.

  • Ludwigsburg kann sich laut StZ wohl nicht so bald auf eine Lösung einigen und scheint lieber bis zum St. Nimmerleinstag weiter diskutieren zu wollen :nono:


    Das Hauptproblem ist einfach, dass die Stadtbahnbefürworter weiterhin über das bessere System streiten statt dafür zu sorgen dass überhaupt eine Bahn gebaut wird. Ich kann vor allem nicht verstehen warum sich z.B. der VCE (Link) oder der BUND so deutlich für die Niederflur-Lösung einsetzen. Gerade als Naturschützer sollte man generell für den Ausbau des ÖPNV sein und das nicht von einer bestimmten technischen Umsetzung abhängig machen.


  • [*]Stadtbild 2: Oberleitungen. Ja, Oberleitungen. Gerade einen gelegentlich fotografierenden und/oder genießenden Architekturfreund können diese erheblich stören. man versucht sie aus dem Bild zu bringen, was nicht immer gelingt. Überhaupt: Daß die üblichen Verdächtigen sich hier nicht vor Elektrosmog in relativer Bodennähe fürchten... Kampf gegen den MIV scheint offenbar wichtiger.


    Zu den Oberleitungen: Ich bin selbst einer, der gerne fotografiert und Architektur genießt. Und Oberleitungen stören mich nicht, da sie eine gewisse Urbanität ausdrücken. Ludwigsburg ist nicht gerade eine Kleinstadt, und die Nähe zur Metropole Stuttgart sollte ein gewisses urbanes Flair rechtfertigen. Straßen-/Stadtbahnen verbreiten eine geschäftige Atmosphäre...IMHO. Der Elektrosmog kann übrigens nachgewiesenermaßen mit Aluhüten bekämpft werden :lach:


    Im übrigen sind die architektonischen Perlen Ludwigsburgs sowieso nicht von der Bahn tangiert. Der Marktplatz und das Schloss bleiben uns ungetrübt erhalten :daumen:

  • Nun, die höhere Personendichte die der ÖV erreicht bleiben auch bei 100%-E-Auto Anteil erhalten. Man kann einfach in einer dichten sTadt mehr in der gleichen Zeit erledigen, und eine dichte Stadt keht mit Auto wegen des zu hohen Flächenbedarfs des Autos halt nicht. 1+1 ergibt halt nicht 5.
    Von dem her sollte Ludwigsburg zügig in die Gänge kommen. Statt sich endlos zu streiten.

  • Landrat stellt Spec bei Stadtbahn ein Ultimatum

    http://www.stuttgarter-zeitung…d4-a900-764b006e7f75.html


    Schade schade - aber leider ist es notwendig. Die Verteidigung von LB ist erbärmlich. Für all diese nicht vorliegenden Gutachten sind sie selber verantwortlich. Schon Anfang 2016 hatte Hr. Ilk vom Gemeinderat den Auftrag bekommen alle diese Gutachten erstellen zu lassen und zwar bis September 2016 sollten diese fertig sein. Aber im Oktober waren diese noch nicht einmal beauftragt! Im Frühjahr hatte Hr Ilk verkündet sich den Hut aufzuziehen und das Projekt zu treiben - nix davon hat er gemacht. Und das sich der eigentliche Mann (Hr. Spec) der den Fuß vor der Tür hält jetzt gar nix sagt ist wirklich ein Armutszeugnis.


    Ich finde in diesem Thema ist es wirklich an der Zeit neue Wege zu gehen. Die vorgeschlagene Idee auf bestehenden Bahnstrecken ohne Streckenbau in Ludwigsburg weiter über die Schusterbahn verspricht meiner Einschätzung ebenfalls sehr hohe NKF. Denn letztendlich zehrten die Streckenabschnitte in der Stadt LB sowieso nur von dem hohen NKF der Strecke nach Markgröningen. Bei solch einem regionalen Projekt kommt es kaum noch auf die Meinung von LB an. Wenn das der einzig gangbare Weg ist - muss das wohl so sein.

    Einmal editiert, zuletzt von luchs ()

  • Wollen kann man ja viel. Es gibt für die Nierderflur-Variante aber kaum Chancen, da helfen auch ein paar nette Fotocollagen nichts.

  • Wollen kann man ja viel. Es gibt für die Nierderflur-Variante aber kaum Chancen, da helfen auch ein paar nette Fotocollagen nichts.


    Auch die Hochflurvariante ist alles andere als sicher. Schon alleine die technischen Schierigkeiten sind noch lange nicht gelöst.


    Dazu kommt, dass die Hochflur"Stadtbahn" gar nicht wirklich in die Stadt fahren soll und die Verkehrsbedürfnisse von Ludwigsburg keine Rücksicht nimmt.

  • Die Hochflur-Variante könnte man aber Problemlos ans Netz der Stuttgarter-Stadtbahnen anschließen. Die Niederflur-Variante müsste die Stadt Ludwigsburg hingegen selbst betreiben, müsste alle Wartungen usw. übernehmen und eine Infrastruktur unterhalten die sich in einer Stadt mit unter 100.000 nur schwer kostendeckend betreiben lassen wird. Man darf auch nicht vergessen das eine gewisse Konkurrenz in Ludwigsburg durch die S-Bahn gegeben ist. Mir persönlich würde die Niederflur-Variante auch wesentlich besser gefallen, sie würde sich aber erst mit mindestens 2 - 3 Linien rechnen.

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    Viel Verkehr in Ludwigsburg verläuft in Ost-West-Richtung, da mit Ossweil und Oststadt große Wohngebiete mit wenig Arbeitsplätzen existieren, während sich letztgenannte vor allem zwischen Bahnhof und Pflugfelden befinden. Eine Stadtbahn kann auf dieser Achse konkurenzlos zur S-Bahn agieren, da diese nur Verkehr abfägt der LB verlässt.


    Das Niederflurnetz in LB soll mindestens 2 Linien erhalten. Zugegebenermaßen ist das damit schon an der unteren wirtschaftlichen Grenze. Die Unterhaltung der Gleise könnte man von der SSB zukaufen.


    Bei der großen Hochflurlösung würde es übrigens eine neue Linie LB - Markgröningen geben, da die U14 dann weiter nach Ossweil verlängert würde. Je nach gesetzesinterpretation müsste diese Linie so oder so ausgeschieben werden und die SSB dürfte sich noch nicht mal bewerben. Ein Bau einer Ossweiler Linie wäre also so gut wie unmöglich (zudem sieht man die Hochbahnsteige in LB eh nicht so gern). Dabei wird Ossweil aktuell von 4 Buslinien angebunden, 2 davon im 10 Minuten Takt. Bedarf für eine Bahn ist also vorhanden.

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    Ähnlich wie man in Stuttgart den störrischen Gemeinderat in Stgt-Vaihingen beim IBM-Campus in den Griff bekommen muss. Muss man wohl den auf Extrawurst gebürsteten OB Speck einfangen.


    Ich finde das eine subventionierte Investition vom Land/Bund, wie eine Stadtbahn sie immer sein wird, egal ob sie privat betrieben oder mit der SSB ein stimmiges Bild abgeben muss. Das die SSB sich für einzelne Linien nicht bewerben darf, würde ich nicht als Naturgesetz akzeptieren. Hier wird sich eine sinnvolle Sonderregelung finden.


    Nicht nur Kosten sind hier ein Argument, wir sind eine Metropolregion, die anders als Köln, es verpasst hat, die umliegenden großen Zentren einzugemeinden.


    Gute Zeichen waren, die gemeinsame Werbung der 3 herausragenden Weihnachtsmärkte in ES/LB und S in diesem Jahr.


    Kleinproporz und leben auf Kosten anderer, sollte in unserer Region keine zusätzliche Nahrung bekommen.

  • Das die SSB sich für einzelne Linien nicht bewerben darf, würde ich nicht als Naturgesetz akzeptieren. Hier wird sich eine sinnvolle Sonderregelung finden.


    Die Regel ist ganz einfach:
    Entweder es wird an ein eigenes Unternehmen direkt vergeben, oder an ein Unternehmen dass sich überall in seinen Einflussgebiet den EU-weiten Wettberwerb stellt.
    Da aber die Stadt Stuttgart bestimmt nicht riskieren will, dass die SSB nach einer Ausschreibung aufgelöst werden muss, wird man es garantiert nicht zulassen, dass man sich auf Teufel komm raus an einer Ausschreibung beteiligt.
    Ich erinnere nur mal am Pforzheim, wo der gesammte städtische Stadtverkehrsbetrieb recht spektakulär (u.A. mit Dauerstreick) beerdigt werden musste.


    die anders als Köln, es verpasst hat, die umliegenden großen Zentren einzugemeinden.


    Köln ist übrigens auch so eine Region wo Hoch- und Niederflur friedlich miteinander koexistieren.

  • Köln ist übrigens auch so eine Region wo Hoch- und Niederflur friedlich miteinander koexistieren.


    Warum auch nicht, durchgebundene Linien von S-HBF bis LB-HBF machen wenig Sinn, wenn die S-Bahn das in einem Fünftel der Zeit fährt. Wesentlich ist nur eine direkte Umsteigemöglichkeit ohne mit der Kuh ums Dorf fahren zu müssen.


    Bei Wartung dasselbe, erst hat Stuttgart die großen Zentral-Depots aufgelöst und in kleine Wartungsdepots entlang der einzelnen Linien aufgesplittet, nun soll es ein enormer Vorteil sein, alle Bahnen von LB zum Ein- und Ausrücken leer bis nach Stuttgart zu schicken und die dezentralisierten SSB-Depots zu erweitern um sie mehr zu zentralisieren?
    Ich denke eher, dass LB auch mit Hochflurbahnen ein eigenes Depot bekäme und weil es wie erwähnt wenig Sinn macht, Stuttgarter Linien kreuz und quer durch LB zu weben anstatt über Umsteigepunkte z.B. Remseck(-Pattonville-Bf) und Stammheim(-Kornwestheim-Bf) anzubinden, ist die Entscheidung Hoch- zu Niederflur tatsächlich eher ein stadtplanerische. Gerade wenn man sich die Gegend um den Marktplatz in LB ansieht, lässt sich der Niederflur zwischen Blühendem-Barock und Bahnhof wesentlich besser und billiger anbinden, eine Linie durch Eglosheim durch erst recht.