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Alt 02.09.13, 20:38   #16
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Daher wieder ein paar Bilder aus der Stadt:







Detail im Straßenbild:



Typischer Hauseingang:



Prachtbauten am Donauufer:



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Alt 02.09.13, 20:55   #17
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Ich finde an diesem Detail sieht man auich gut, dass man in der Stadt schon Wert legt auf ein ansprechendes Stadtbild. Eine schmuddelige Ecke des U-Bahnbereichs kurz vor dem Ausgang.



Der Metro-Ausgang auf der Ofener Seite der Stadt am Kopf der Margarethenbrücke ist videoüberwacht. Per Schild macht man auch darauf aufmerksam, und das wie ich finde dem Stil des Bahnhofs bestens angepasst. Bei uns wäre hier ein Plastikschild. Man würde diese Lösung als zu teuer strikt ablehnen. Hier scheint das zu funktionieren:



Solche kleinen angenehmen Details überraschen immer wieder.
Ein paar meter weiter sind wir zum Lukas-Bad, einer der Schwefelthermen gegangen, für die Budapest bekannt ist.
Das Bad befindet sich direkt neben einem Sanatorium:




Blick in den Eingangsbereich:



Das Gebäude beherbergt auch eine kleine Apotheke:



Im Bad selbst hat einen auch niemand am fotografieren gehindert. Völlig ungewohnt. Schlussendlich ist man aber selbst pietätvoll, fotografiert niemanden in Unterhose und packt schließlich die Cam weg. Durch den als öffentlichen Park angelegten Hof geht es Richtung Eingang:








Berühmtheiten aus aller Welt haben Dankplaketten für die erfolgreiche Genesung an der Hofwand hinterlassen:




Im Innern, das wohl letzte original erhaltene Holzfenster. An sonsten war das bad ansprechend saniert, mit Holzsprossen-Isolierglasfenstern ausgestattet und sehr sauber.



Überall waren Leute wischend und Putzend unterwegs. Ich hatte keine Badelatschen mit, aber das war dort auch kein Problem, die Sauberkeit war wirklich bestechend. Der Eingangsbereich mit den Kassen:



Zu den Etagen mit den Umkleiden:



in der Umkleide:




In einem Außenbereich mit Sprudelwhirlpool (33°C) und Swimmingpool mit 25-Meter-Bahnen gibt es dort auch mehrere Thermalbecken mit 24 - 40 °C Wassertemperatur. Da lässt es sich wirklich stundenlang aushalten. Allerdings ist das Bad recht schlecht beschildert bzw. nur auf ungarisch, und etwas labyrinthisch aufgebaut. Man läuft ersteinmal ein bisschen orientierungslos durch die Gänge, bis man die Badebereiche findet.
Bilder aus der direkten Umgebung des Lukas-Bades. Hier stehen auch noch einige ältere Gebäude aus der zeit vor 1850.




Diese Edelstahlkaminzüge, die bei Sanierungen in die Essen eingezogen werden, sind in Budapest sehr häufig zu finden.



Mit der Tram geht es zurück zur Margarethenbrücke...



Und nach entspannenden 3 Stunden im Thermalbad (in der 72-Stunden Budapestcard inklusive) noch einen Absackerkaffee im "Book-Cafe" trinken. Das Cafe ist ein ehemaliger Casinosaal und wurde in ein neueres Kaufhaus integriert. Der Saal liegt nun hinter einem Buchladen.




Die Integration eines solchen saals in ein Einkaufszentrum funktioniert bestens. Leider hat es in Fürth / By nicht geklappt, bzw. war man unfähig dazu, einen ähnlich historischen Festsaal zu erhalten und in ein Neubau-EKZ zu integrieren... tztz. Aus Deutschland muss man echt zu oft neidisch ins Ausland schauen.
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Alt 02.09.13, 22:32   #18
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Den Touristen wird oft gesagt, sie sollen mal die Andrassy ut entlang flanieren. Ein Straße in Stil eines großen Boulevards mit prachtvoller Bebauung. Das haben wir auch getan, allerdings auch durch das angrenzende Viertel und die Nebenstraßen....





Hier wird ein Palais neu errichtet. Die historische Fassade wird teilrekonstruiert. Ich fand das bemerkenswert, da die Stadt nun wirklich nicht arm an solchen Fassaden ist:



Direkt daneben einer der seltenen Neubauten der Stadt, die sich sehr unauffällig und dennoch qualitätvoll geben. Man erkennt sie erst wenn man direkt davor steht. Ich finde an dieser Stelle konnte man erkennen, welche Prioritäten die Stadt setzt: Man will das gründerzeitliche Stadtbild pflegen und nicht leichtfertig hergeben, wie es andere europäische Metropolen zu oft taten.



Gegenüber:




Das rege Rein und Raus an diesem Hauseingang machte uns neugierig. Was issn da, was wird dort verschenkt?



Das von außen unscheinbare Haus entpuppte sich als Markthalle. Freilich nicht so pompös wie die großen Markthallen im Süden der Stadt, aber dennoch reizvoll:







wieder draußen....



Blick zurück:




Durch die hohen Decken, die jedes der alten Häuser aufzuweisen hatte, gibt es in Budapest natürlich eine ausgeprägte Kronleuchter- und Lüsterkultur, die abends ihren Reiz entfaltet. ABER: Interessanter Weise haben die wenigsten Wohnhäuser auch Stuckdecken. Mein Erklärungsversuch dazu wäre, dass (Armut als bester Denkmalschützer) die Entstuckung in den Wohnräumen nur eine Leiter, einen Hammer und ein paar Eimer erfordert. Eine Fassadenentstuckung benötigt dagegen ein Gerüst, Container und einige Arbeiter. Früher sicherlich unerschwinglich, und heute ein Segen für das Stadtbild. Viele der Häuser haben seit 100 Jahren kein Baugerüst mehr gesehen.




Wieder am Boulevard Andrassy Ut, das "Haus des Terrors", eine Gedenkstätte für die Verfolgung während des 2. WK durch den mit Nazideutschland kolaborierenden ungarischen Sicherheitsapparat, der hier sein Hauptquartier und seine Verhörräume hatte:



Blick in Seitenstraßen:




Einer der Paläste an der Andrassy Ut, noch unrestauriert und mit der Patina der letzten Dekaden:


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Alt 02.09.13, 22:53   #19
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Ein Blick aus dem Hotelzimmer in einen Innenhof. Die enge Bebauung hatte ich ja schoneinmal angesprochen. Die gegenüberliegende Bebauung sind die typischen Brandwände der Nachbarhäuser, die sichtbar werden wenn es irgendwo eine Baulücke gibt. Man kann gut erkennen, dass die Kamine durch eingezogene Edelstahlrohre modernisiert wurden. Man kann ebenfalls gut erkennen, dass so hintenliegende Räume sehr bescheiden belichtet sein müssen, wenn der Block komplett bebaut ist. Teilweise sind die Höfe nur noch zu Lichtschächten geschrumpft, die vielleicht 3 x 3 Meter messen. Soetwas kenne ich auch aus Wien, aber nicht aus Berlin oder Nürnberg. Die von epizentrum und cowboy angesprochene OBI-fizierung ist auch hier erkennbar:



Beim Besuch im Cafe Auguste hat mich nicht nur das Cafe interessiert....



.. in dem wir Platz nahmen auf der Empore...




... sondern auch die versteckten Ecken. Zum Beispiel der Innenhof, einer von hunderten dieser Art in der Stadt:



... wo eine Kellertüre offenstand...



...und der weitläufige, geräumige Kellergang zugänglich war....



... und an dessen Ende eine Plane hing, hinter der Licht war. Das untere Ende eines der oben gezeigten Lichtschächte:



Diese Lichtschächte... ich weiss eherlich gesagt nicht wass ich davon halten soll. Sie sollen ja die Befensterung von an sonsten fensterlosen Räumen ermöglichen, z.B. Bädern. Aber will man so ein fenster? Ist das am Ende nicht ein zugiger, lärmender Schacht, wenn z.B. eine Lüftung installiert wird von der Küche eines Restaurants im Erdgeschoss? Überhaupt ist mir aufgefallen, das die meisten Höfe, auch wenn sie größer waren, nicht mit Fahrzeugen zugänglich waren. Sprich wie geht hier die Feuerwehr bei einem Hinterhausbrand vor? Vielleicht gab es ja in jedem Haus einen hydranten, der mir nur stets verborgen geblieben war....
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Alt 02.09.13, 23:06   #20
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Naja, hier siehst du authentisch die Verhältnisse der späten Kaiserzeit in explosionsartig gewachsenen Städten wie Hamburg oder Berlin. Solche Bilder vor Augen haben maßgeblich zur Entwicklung der modernen Architektur beigetragen. Die Idee von Plattenbauten in Riegelbauweise mit viel Grün dazwischen, die dann nach dem Krieg entweder in Trümmerwüsten oder mit der Abrissbirne durchgesetzt wurde (bspw. in Ex-Ost-Berlin) kommt genau von sowas. Freilich wie wir heute wissen genauso eine Utopie wie der Glaube, mit dekorierten Fassaden das Elend dieser Hinterhöfe verbergen zu können.

Hervorragende Bilddoku mit ungewohnten Einblicken, nochmal vielen Dank! Manche der gezeigten Bauten sind schon echt krass, ich hätte nicht erwartet, dass man sowas außerhalb Wiens ein zweites Mal findet. Berlin oder Dresden *hatten* sowas freilich auch zu bieten.
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Alt 03.09.13, 23:19   #21
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Ja, wenn man sich die Verzierungen an den Fassaden wegdenkt bleibt nicht viel. Bzw. kann man sich ja vor allem in Berlin gut ansehen, wie abgestuckte Gründerzeit aussieht. Ein paar Aufnahmen dazu hab ich auch noch zu bieten, die zeigen, wie diese Pracht aufgebaut ist. An dieser Halbsäule an einer ziemlich prächtigen Fassade sieht man, wie sie aus vorgefertigten Stuckelemten aufgebaut ist, die einfach auf das Mauerwerk aufgeklebt sind. Wenn sie sich lösen und herunterstürzen geben sie den Blick auf das mauerwerk frei, das nach meinem Dafürhalten manchmal schon etwas "kreativ" aussieht:



An diesem prächtigen Gründerzeitpalast in der Andrassy Ut ist das wuchtige Traufgesims komplett abgebrochen. Man sieht nun gut die Armierungsstäbe, die man damals für dessen halt eingezogen hatte:



Hier sieht man, dass die Rustika komplett aufgeputzt wurde. Als Nürnberger kenne ich von hier nur massiv in Sandsteinquader ausgeführte Rustiken (die allerdings auch nicht an jeder Straßenecke zu finden sind).



Auch hier: Putz auf Putz auf Putz.... Klar dass das schnell blättert und bröckelt...



Aber es wird eben auch saniert und rekonstruiert, und man hält sich sehr nah am Original:



Der Eingangsbereich noch hinter der Bauplane:

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Alt 04.09.13, 19:06   #22
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Mehr vom Stadtbild auch abseits der Touristischen Highlights, ein kurzer Spaziergang zur Budaer Burg, den Berg wieder hinab und durch die Wohnviertel zurück zur Donau.

Als Start dient hier eine weitere der historischen Donaubrücken, die direkt am Fuße des Burgberges liegt:





Diese Seuche mir den Vorhängeschlössern ist dort noch nicht so arg grassiert - oder man knipst sie schnell genug wieder ab:



Durch den Burgberg wurde im 19. Jahrhundert ein Tunnel gebohrt, der heute den Autoverkehr in die westlichen Stadtteile aufnimmt. Direkt davor liegt ein Kreisverkehr, für den man scheinbar ein Eckgebäude abgerissen hat womit der Blick auf einen Hinterhof möglich wurde:



Der Tunneleingang ist im Stil des 19. Jahrhunderts geschmückt:




Anscheinend Torwächterräume beidseits des Tunnelportals:



Da an der Seilbahn Schlangestehen angesagt war sind wir zu Fuß den Berg hoch. Die Treppenstufen waren äußerst wackelig und keineswegs für Ältere Leute oder Spaziergänger ohne festes Schuhwerk geeignet. Wenn die Stufen "nur" gebrochen waren, dann war das sogar noch gut. Ganze Stufenteile waren den hang hinab gerutscht:



Das Burgviertel gilt als das Stadtviertel, in dem sich als einziges in nennenswertem Maße Bebauung aus der Zeit vor dem Historismus erhalten hat. Dennoch zeige ich davon hier mal keine Bilder, die kann man sich auch in Tourismusportalen ansehen.

Dieses zauberhafte Haus hat eine kleine Terasse mit Blick über die Donau auf die Pester Stadtlandschaft:



In Buda gibt es noch Gasbeleuchtung:



Durch enge Gassen geht es hinab in die dicht bebaunten Wohnviertel Budas...




... in der sich ein Hauch von Balkancharme einstellt...







... doch der Abend beginnt im Pester Cafe Astoria:



Die Kaffeehäuser waren stets ziemlich schlecht besucht, obwohl der Kaffe stets hervorragend war. Auch die Kuchenauswahl war delikat und schmeckte super. Die Preise sind aus deutscher Sicht natürlich moderat. Für die Einheimischen ist das entweder zu teuer, oder die Kaffeehauskultur ist nicht mehr Mode. Möglicherweise waren die späten nachmittage auch nicht unbedingt die beste Zeit dafür. Mich hats gefreut, waren so einige gute Innenaufnahmen möglich.
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Alt 04.09.13, 21:36   #23
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Und zum Abschluss meiner Bilderserie noch ein zielloser Spaziergang durch das sog. "Palastviertel". Es heisst so, weil es dort die Palazzi der früher reicheren Gesellschaft entstanden. Gleich vorweg, ich habe davon wenig egsehen. Anscheinend sind wir die falsche Richtung gelaufen. Gefallen hat mir das Viertel trotzdem. Auf gehts:




eine kleine Platzanlage mitten im eng bebauten Stadtviertel mit etwas venezianischem Flair. Der Platz wird gastronomisch genutzt und war sehr gut besucht, daher habe ich den Blick nach oben gehalten.





...weiter der Nase nach...



... ein Fabrikgebäude....



offene Türen, Werkstätten und Verkaufsräume innen ...rein...






leider hat sich uns nicht erschlossen was man da treiben könnte. Geschäfte zu, und ein Fahrrad hatten wir gerade nicht dabei das man hätte tunen können ^^
also wieder raus und weiter. Dürfte bekannt sein, das Kunstgewerbemuseum:





wir lassen es (leider) links liegen und wandern weiter durch das Viertel. Links die Effizienz des Bauens der Neunziger...


an einer kleinen Straßenkreuzung...



gegenüber ein Schulgebäude, orginal erhalten oder original rekonstruiert. Alle Details stimmen:







wir steuern nun quer durch das Wohngebiet die Markthallen an, die in den Touristenguides empfohlen werden...





wo mir das einzige abgestuckte Haus in Budapests Innenstadt aufgefallen war:



Dieser Wohnblocktyp war häufiger in diesem Viertel:



Anstatt die Blockkante zu schließen, wurde ein über die volle Grundstückstiefe gezogener Hofbereich angelegt, der von zwei Seitenflügeln eingerahmt wird. Die Hoffläche wird leider nur als Parkplatz genutzt, aber da diese eh recht rar sind in der Stadt Dies, zuzüglich zu den überwiegend anständig belichteten Wohnungen, macht diese Wohnanlangen vermutlich ziemlich attraktiv, denn sie wirken heller und freundlicher als die engen Hinterhöfe der anderen Zinshaustypen.



...weiter...





ein verstohlener Blick in ein Hauseingang...




Hinterhof, mit ziemlich brutal hineingezimmerten Fahrstuhlschächten:



und plötzlich steht man wieder mitten drin im Getümmel der Großstadt.






Diese lokale Art, Straßenumbenennungen im Stadtbild nachzuvollziehen, fand ich sehr bemerkenswert. Das war mir auf dem Burgberg schon einmal begegnet:



wieder mit schöner, abschließender Pause im "Café Central":

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Alt 04.09.13, 22:31   #24
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bis wir schließlich bei den Markthallen ankamen:




Das solls soweit gewesen sein.

Bewusst habe ich bei der Auswahl der Bilder auf Nebensächlichkeiten Wert gelegt, und die Hauptattraktionen, wie den Blick über die Stadt bei Nacht, die Burg, Die Stefansbasilika, die Matthiaskirche, das Parlament usw. ausgelassen, um vielleicht Lust auf mehr bzw. auf einen eigenen Trip an die Donau zu machen. Mich hat die Stadt jedenfalls nicht nur positiv überrascht, sie hat mich auch ziemlich beeindruckt. Eine so prächtige Stadt in so konsequent erhalten gebliebenem Historismuskleid hätte ich nicht erwartet. Man hatte tatsächlich stets das Gefühl, dass all die Kriegsverluste deutscher Städte nach Budapest verbracht wurden. Ich hatte den Eindruck ein weitgehend heiles Stadtbild zu erleben und habe das als sehr angenehm empfunden. Wer allerdings moderne Architektur in Budapest sucht, der wird vermutlich nicht mehr als einen Tag benötigen, denn dort gibt es eher wenig mondernistische Gebäude und keine Hochhäuser. Mir wurde erklärt, dass in Budapest keine Gebäude höher als 96 Meter sein dürfen, was in etwa der Höhe der Türme der großen Kirchen und des Parlaments entspricht. Mir ist aber erst nach 3 Tagen aufgefallen, dass es keine Hochhäuser gibt, sie fehlen auch nicht. Und sie machen eine Stadt auch nicht lebendiger oder lebenswerter.
Budapest möchte ich wieder besuchen, und wenn es nur für einen Tag im Thermalbad ist :-)
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Alt 09.09.13, 22:25   #25
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Ganz, ganz und aufschlussreiche Bilderserie, nothor! Deine Begleittexte waren auch super interessant zu lesen.

Immer wenn ich Bilder von Wien, Budapest oder Prag sehe, werde ich ganz neidisch, dass wir sowas in Deutschland nicht mehr haben... Allerhöchstens in Leipzig oder Hamburg kommt man dem im kleineren Maße noch nahe. Ich liebe den Charme der großen Metropolen um 1900. Großartig!
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