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Alt 13.02.19, 14:05   #2386
tunnelklick
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B-Ebene zumauern?

Die B-Ebene ist ein problematisches Bauwerk, sie ist aus der Zeit gefallen.

1. Vermietung an Gastronomie erweist sich aus baulichen Gründen zunehmend als problematisch, weil in die Abwasseranlagen nur unter allergrößtem Aufwand Fettabscheider eingebaut werden können. Die Abwasserleitungen sind alt und von zu geringem Durchmesser um mehr Abwasser aus der Gastronomie zu bewältigen, der Einbau von Toiletten geht eigentlich gar nicht. Sie können auch nicht ohne weiteres erneuert werden, weil die Durchlässe durch Decken und Wände zu klein sind. Man könnte also nur zu kleine alte Leitungen durch zu kleine neue Leitungen ersetzen. Jede andere Lösung erforderte teure Betonbohrungen im verwinkelten Bestand.

2. Vermietung an nicht-gastronomische Betriebe scheitert z.T. an der mangelhaften Andienungsqualität. Um diese zu verbessern ist der VGF der Einbau eines zeitgemäßen Lastenaufzugs genehmigt worden (Rossmarkt, etwa Höhe Rossmann). Ob und wann der eingebaut wird, wisse mer net. Durch ihn erhoffte sich die VGF, vor allem die ehemals zur Kaufhalle/Sportarena gehörigen Ladenflächen am Westende (also zwischen Steinweg und Sportarena) aufwerten und besser vermarkten zu können.

3. Aber all das kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass das Konzept der unterirdischen Ladenpassagen aus den 60er Jahren nicht mehr stimmt. Gebaut wurde ein Verkehrsbauwerk (Kreuzungsbahnhof), dessen Resträume und -flächen irgendwie vermarktet wurden. Das funktioniert nicht mehr, Änderungen in den Einzelhandelskonzepten, geänderte Fußwegebeziehungen und was sich sonst noch in den letzten 50 Jahren verändert hat, sind an den einbetonierten Verhältnissen da unten vorbeigegangen. Das ist auch kein Frankfurter Phänomen, sondern in allen Städten zu beobachten.

Eigentlich könnte man die reinen Zugangswege zu den Verkehrsstationen aufwerten ohne Rücksicht auf Läden und den Rest einfach zumauern oder zur self-storage-Anlage umbauen, Gastronomen würden sich freuen, ihre Sommer-Möbel in der Nähe über den Winter zu bringen. Die B-Ebene ist Murks und bleibt es auch, selbst wenn man noch so viel Geld reinsteckt; ein Umbau muss einfach zu viele bauliche und statische Zwangspunkte berücksichtigen.

Und je attraktiver die Stadt oben wird, desto unattraktiver wird der Untergrund.
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Alt 19.02.19, 18:01   #2387
sipaq
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Aktuelle Bevölkerungszahl zum 31.12.2018

Die aktuellen Bevölkerungszahlen mit Stand zum 31.12.2018 wurden vor kurzem veröffentlicht.
  • Der Bevölkerungsaufbau bremst sich gegenüber den Vorjahren etwas ab. Gegenüber dem Vorjahr wuchs die Einwohnerzahl um 6.755 Personen. In 2017 war es noch ein Einwohnerzuwachs von 11.469 Personen. Grund für den schwächeren Bevölkerungsaufbau waren vor allem melderechtliche Vorgänge rund um die OB-Wahl im Februar 2018. Insgesamt wurden deshalb 9.250 Einwohner abgemeldet, die vermutlich aus Frankfurt weggezogen sind, ohne die Meldebehörde zu informieren. Es handelt sich hier überwiegend um EU-Bürger
  • Seit 2000 ist die Bevölkerungszahl um 122.686 gestiegen.
  • Seit 2010 ist die Bevölkerungszahl um 91.424 gestiegen.
  • Seit 2014 ist die Bevölkerungszahl um 39.305 gestiegen.
  • Der Ausländeranteil stieg leicht um 0,2% auf jetzt 29,8%. Die Zahl der Deutschen wuchs um 2.909 (+0,6%) und die Zahl Ausländer um 3.846 (+1,7%).
  • Am meisten wuchs die Bevölkerung in den Stadtteilen im Gallus (+1.120), Kalbach-Riedberg (+868) und Bockenheim (+802).
  • Noch mehr Einwohnerzuwachs gab es in Niederrad (+1.240). Dies liegt aber in einem Verschieben der Stadtteilgrenze hin zur A5 begründet auf Kosten Schwanheims.
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Alt 20.02.19, 10:03   #2388
sweet_meat
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Nur der Vollständigkeit halber:
die aktuelle Bevölkerungszahl ist 747.848 (Stand 31.12.2018)
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Alt 20.02.19, 17:10   #2389
epizentrum
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... und um die Meldungskaskade abzurunden: Seit vorgestern haben wir auch die Marke von 750.000 Einwohnern geknackt. (Q)
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Alt 20.02.19, 17:11   #2390
sipaq
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Danke @sweet_meat.

Außerdem hat die Stadt Frankfurt vor zwei Tagen vermeldet, dass man am 18.02.2019 die 750000er Marke überschritten hat. Seit dem Tiefstand im Jahr 2002 ist damit die Einwohnerzahl um 130.000 Einwohner (das entspricht grob 6,5mal dem Riedberg) gestiegen. Mitte der 2020er Jahre erwartet man nun das Erreichen der 800000er Schwelle.
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Alt 20.02.19, 19:04   #2391
tunnelklick
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Vielleicht dazu noch noch ein Blick in den Rückspiegel. Nach Erreichen des historischen Einwohnerhöchststandes von rd. 691.000 EW etwa zur Zeit der Volkszählung 1963 sank die Einwohnerzahl bis 1986, also in 23 Jahren um rund 99.000 EW auf etwa 592.000 EW.

Seit 1986 ist die Einwohnerzahl um rd. 158.000 auf jetzt 750.000 gestiegen. Der bisherige Einwohnerhöchststand von 691.000 EW ist irgendwann im Laufe des Jahres 2013 eingestellt worden, d.h. es hat weitere 27 Jahre gebraucht, den Exodus der 60er-80er Jahre auszugleichen. Seit Einstellung des Einwohnerrekords von 691.000 ist die Einwohnerzahlung um weitere 59.000 gestiegen.
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Alt 21.02.19, 17:03   #2392
Volker Thies
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Insolvenzantrag Magnus Kaminiarz

Gegen das Vermögen des realtiv bekannten örtlichen Architekten Magnus Kaminiarz ist Mitte Januar die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens beantragt worden. Das lässt sich in den Insolvenzbekanntmachungen des Amtsgerichts nachlesen. Wir berichten, meinses Wissens exklusiv, ebenfalls darüber.
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Alt 04.03.19, 16:34   #2393
sipaq
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Frankfurt ist die jüngste Großstadt Frankfurts

Die FAZ berichtet aus einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW). Der typische Frankfurter ist 40,6 Jahre alt und somit ein bis zwei Jahre jünger als in den anderen sogenannten A-Städten (z.B. München, Köln, Stuttgart, Hamburg, Berlin und Düsseldorf). Im Vergleich zum Durchschnittsdeutschen ist der typische Frankfurter sogar vier Jahre jünger.

Auch in anderer Hinsicht liegt Frankfurt vorne: Nirgendwo in Deutschland sinkt das Durchschnittsalter schneller als in Frankfurt. Lag es 2007 noch bei 41,9 Jahren, waren es zehn Jahre später knapp 16 Monate weniger. Das unterscheidet Frankfurt von München, Köln, Hamburg und Düsseldorf, wo das Durchschnittsalter nur um etwa einen Monat sank und vom "hippen" Berlin, wo das Durchschnittsalter gar nicht sank.

Zu einem gewissen Teil ist die Verjüngung Frankfurts durch eine statistische Besonderheit zu erklären. Frankfurt hat ein relativ kleines Stadtgebiet. Das wirkt sich auf den Altersdurchschnitt aus, weil junge Erwachsenen zwischen 18 und 30 Jahren in die Innenstadt ziehen. Wenn diese dann älter werden ziehen sie in Berlin und München lediglich in die Außenbezirke, in Frankfurt aber oft in die eigenständigen Landkreise vor der Stadt.
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Alt 19.03.19, 14:03   #2394
sipaq
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Kein Zweckentfremdungsvebot & Teil-Aufhebung der Mietpreisbremse

Der hessische Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) ist drauf und dran, seinen Frankfurter Parteimitgliedern und auch Planungsdezernent Josef ein richtiges Ei ins Nest zu legen.

Das Frankfurt Journal berichtet, so will der hessische Wirtschaftsminister kein Verbot der Zweckentfremdung und außerdem die Mietpreisbindung in Hausen, Praunheim, Bergen-Enkheim, Eckenheim, Nieder-Erlenbach und Sindlingen aufheben, da dort die Mieten ein solches regulatorisches Mittel nicht hergeben.

Das sieht die Gegenseite natürlich völlig anders, wie z.B. hier nachzulesen ist. Interessant an diesem Artikel ist zum Beispiel, dass diesmal die Kritik am Mietpreisspiegel von der SPD kommt, die diesen sonst immer gegen die Immobilienbranche in Schutz nimmt. Grund ist, dass in Sindlingen die Mieten von 9,60€/qm in 2016 auf 8,86€/qm im Jahr 2017 gefallen sein sollen.
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Alt 19.03.19, 15:10   #2395
tunnelklick
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^ In dem vom Journal Frankfurt verlinkten FR-Interview mit Al-Wazir, spricht der Minister davon, den Kommunen die Möglichkeit einzuräumen, die Umwandlung in Wohnungseigentum zu untersagen.

Zitat:
"Jede Wohnung, die unnötig leersteht, ist ein Ärgernis. Das gilt vor allem, wenn damit spekuliert wird. Dagegen müssen die Städte im Ballungsraum vorgehen – und zwar konsequent. Dazu werden wir ihnen ein rechtliches Instrument an die Hand geben, das sehr schnell und sehr gut wirkt: Städte mit besonders angespanntem Wohnungsmarkt sollen die Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnungen untersagen können. Wenn Frankfurt das dann konsequent nutzt, entfällt der Grund für den spekulativen Leerstand."
Da dürfen wir gespannt sein, wie er das machen will, weil es dafür m.W. derzeit keine Rechtsgrundlage gibt. Es müsste das Wohnungseigentumsgesetz geändert bzw. ergänzt werden um eine entsprechende Verordnungsermächtigung für die Länder einzufügen, unter bestimmten Voraussetzungen ein solches Verbot gebietsweise auszusprechen. Ich habe bisher von keinem diesbezüglichen Gesetzgebungsvorhaben gehört. Ich wüsste daher nicht, wie die Hessische Landesregierung das konkret ins Werk setzen könnte.

Ein früherer Versuch der Städte, bei der Umwandlung von Altbauten die Abgeschlossenheitsbescheinigung zu versagen mit der Begründung, eine Wohnung, die hinsichtlich Schall- und Brandschutz nicht den im Zeitpunkt der Umwandlung gültigen Bauvorschriften entspreche, sei nicht abgeschlossen, ist an der Rechtsprechung des Gemeinsamen Senats der Obersten Bundesgerichte gescheitert: das WEG enthalte keinen Verweis auf bauordnungsrechtliche Anforderungen, die bei der Teilung erfüllt sein müssten, folglich sei die Verweigerung der Abgeschlossenheitsbescheinigung rechtswidrig; das war Anfang der 90er Jahre.
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