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Alt 17.02.17, 23:23   #196
RianMa
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Neubauvorhaben Markt 29 und Markt 30

Nachdem an der Südwest-Ecke des Marktes in der zweiten Jahreshälfte 2016 ein beeindruckendes Gerüst die Blicke auf sich zog, welches die erhaltengebliebene, historische Fassade des Gebäudes Markt 30 abstützte, ist Anfang des Jahres die Konstruktion abgetragen worden (zuletzt in Post #180). Durch die Fertigstellung des gesamten Rohbaus Ende 2016 konnte man nunmehr die neuen Zwischendecken mit der Bestandsfassade statisch verankern. Die schwarzen Fensteröffnungen lassen das Gebäude momentan etwas unwirklich und düster aussehen. In Kürze soll ein neues Baugerüst aufgestellt werden, damit zunächst ein Gutachter die Art der Sanierung beurteilt, ehe mit der eigentlichen Sanierung begonnen werden kann.

Auch der sich anschließende Neubau Markt 29 ist verglichen mit den Aufnahmen des letzten Beitrags wie ein Pilz aus dem Boden geschossen. Es ist deutlich zu erkennen, wie viel größer das Haus im Gegensatz zum Vorgängerbau ausfallen wird. Dies ergibt sich durch das zusätzlich eingefügte Vollgeschoss.

Da ich seit langem mal wieder auf den Turm der Pfarrkirche gestiegen bin, kann ich zu Beginn der Bilderreihe auch ein aufschlussreiches Luftbild liefern. Wunderbar zu erkennen ist hier auch das Gebäude aus dem vorangegangenen Beitrag Domstraße 21 mit dem großen Ziegeldach und dem mittig gelegenen Bogengiebel im Grünen Winkel.
Ein Blick auf die beiden Neubauten verrät, dass die Holzkonstruktionen der neuen Dachlandschaft größtenteils fertiggestellt werden konnten. Zwischen den beiden Satteldächern versteckt sich der Aufzug, dessen Überfahrt gut zu sehen ist.



Der Eindruck aus einiger Entfernung auf die gerettete Fassade von Markt 30:



Im Erdgeschoss hat man wohl aus statischen Gründen die bisherige Öffnung zunächst verschlossen. Ich gehe davon aus, dass hier langfristig wieder ein Geschäft Einzug finden wird. Interessant ist generell die neue Eingangssituation. Aufgrund des geplanten mittigen Treppenhauses, das beide Gebäude erschließen soll, wird man wohl zukünftig nur einen Eingang am Markt finden.





Der reine Neubau an der Ecke zum Grünen Winkel ist noch sehr stark durch einen Sichtschutz verhüllt, welcher nur wenig von der zukünftigen Fassade preisgibt. Erkennbar ist jedoch bereits an der Hauptfassade eine symmetrische Fensterausbildung, was mir sehr zusagt. Der spitze Giebel wird den späteren Gesamteindruck definitiv dominieren.





Auf der Rückseite wurden große Balkone für die einzelnen Wohnungen angebracht, um den zukünftigen Bewohnern großzügige, private Außenräume bereitstellen zu können, die in der Innenstadt natürlich sehr beliebt sind.





In Abhängigkeit von den Witterungsbedingungen hofft man, dass bereits im Sommer die ersten Mieter einziehen können. Somit sollte bei meinem nächsten Rundgang schon viel neues zu sehen sein.
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Alt 17.02.17, 23:23   #197
RianMa
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Sanierung Güstrower Renaissance-Schloss

Im letzten Dezember fand für die anstehende Sanierung des Güstrower Schlosses (zuletzt Thema vor einem Jahr in Post #166) eine Informationsveranstaltung statt, bei welcher der genaue Sanierungsablauf den interessierten Teilnehmern vorgestellt werden konnte.

Insgesamt acht Bauabschnitte sollen bis zum Jahr 2023 durchgeführt werden, die grundsätzlich alle Fassaden des Schlosses und der dazugehörigen Nebenbauten betreffen. Der zeitliche Rahmen wurde damit also deutlich weiter ausgedehnt, als man es vor einem Jahr geplant hatte. Diese Splittung des Gesamtvorhabens auf acht Abschnitte ergibt sich aufgrund einer Vereinbarung zwischen der EU und der Landesregierung. Zukünftig werden durch die Europäische Union nur noch Vorhaben mit einem bestimmten Investitionsvolumen gefördert. Größere Vorhabens können nicht berücksichtigt werden. Hierdurch ergab sich die Notwendigkeit, die einzelnen Bereiche des Schlosses sukzessive anzupacken und zu sanieren. Es werden insgesamt 23 Millionen Euro investiert, von denen 75 Prozent durch die EU gefördert werden. Der Restbetrag wird durch das Land Mecklenburg-Vorpommern aufgebracht.

Das Jahr 2017 soll dazu dienen, die Planungsleistungen für das Wirtschaftsgebäude voranzutreiben. Nach dessen Sanierung folgt die Sanierung der Grundstücksmauern, die das Gelände umgeben, und der Südterrasse, die bei der damaligen Sanierung des Schlossgartens nicht inbegriffen war. Im Anschluss daran geht es an die eigentlichen Schlossfassaden (Südflügel, Westflügel) und an die Schlossbrücke und das Torhaus. Die Investitionen betreffen lediglich die äußeren Teile des Schlosses. Die prunkvollen Räume des Residenzschlosses könnten, wenn überhaupt, erst frühstens ab 2023 restauriert werden.





Der Vorteil der schrittweisen Sanierung liegt nun zumindest darin, dass das Schlossmuseum während der Bauarbeiten nicht geschlossen werden muss.
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Alt 17.02.17, 23:23   #198
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Sanierung Gleviner Straße 1

Nun ist es offiziell: die Gleviner Straße 1 soll nach mehr als 20 Jahren des Leerstands endlich saniert werden!
Die Schelfbauhütte Schwerin (Architekt Ulrich Bunnemann) hat das Renaissance-Gebäude kürzlich der Stadt Güstrow abgekauft und möchte nun zügig mit der umfassenden Sanierung beginnen. Jahrelang hatte der ehemalige Eigentümer das Haus seinem Schicksal überlassen. Auf Drängen der Stadt ist 2012 ein Sanierungskonzept erarbeitet worden. Eine Baugenehmigung und ein Fördermittelbescheid lagen bereits vor, doch daraufhin wurde es erneut still um die Immobilie, bis die Stadt das Grundstück samt Gebäude zurückkaufte und nun mit der Schelfbauhütte einen zuverlässigen Käufer gefunden hat.



Es handelt sich bei dem Gebäude um einen der größten Renaissance-Bauten in Güstrow. Der neue Eigentümer möchte so viel wie möglich von der bestehenden Struktur erhalten, auch wenn niedrige Deckenhöhen ab dem 2. Obergeschoss ein Problem darstellen würden. Zunächst soll aber ein neuer Bauantrag eingereicht werden, sodass man im besten Fall im Frühjahr/Sommer dieses Jahres mit der Sanierung starten könnte.
Für die Stadt hat die Rettung dieses Gebäudes in jedem Fall eine immense Bedeutung. Ich freue mich auf die Fertigstellung.
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Alt 17.02.17, 23:23   #199
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Großbrand Gleviner Straße 3

Wie ich bereits zu Beginn im ersten Beitrag dieses Rundgangs angekündigt habe, hat es in der Nacht vom 10. zum 11. Februar in unmittelbarer Nähe zu dem oben vorgestellten Sanierungsvorhaben gebrannt. Das historische Opfer ist in diesem Fall die Gleviner Straße 3, die zum großen Unglück komplett ausgebrannt ist. Die Feuerwehr konnte die Ausbreitung des Brandes auf die benachbarten Häuser verhindern. Teile des Gebäudes sind jedoch auf die Gleviner Straße 2 gestürzt, die dadurch stark in Mitleidenschaft gezogen wurde. Die Gleviner Straße 4 ist ebenfalls nicht mehr bewohnbar, da durch die Hitze des Feuers und das Löschwasser die Brandwand und die angrenzenden Räume verwüstet worden sind.
In den letzten Tagen haben Statiker das Haus in der Gleviner Straße 3 untersucht. Es besteht eine akute Einsturzgefahr. Aus diesem Grund hat nun die Bauaufsicht des Landkreises die komplette Sperrung der Straße veranlasst, um mögliche Gefahren für Passanten zu verhindern.

Nach der Einschätzung des Statikers muss das Gebäude abgebrochen werden. Für die Stadt ist es ein erneuter herber Verlust. Das denkmalgeschützte Gebäude stammt aus dem 17. Jahrhundert und ist rückwärtig teilweise im Originalzustand erhalten. Im Jahr 1916 wurde die Fassade dem Zeitgeist entsprechend überformt.
Ich hoffe sehr, dass ein teilweiser Erhalt noch möglich ist. Das Gebäude war in der Tat etwas sehr besonderes und mit seiner mittigen Loggia einmalig in der Gleviner Straße.









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Alt 27.07.17, 18:02   #200
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Sanierung Am Berge 2, "Alte Schmiede"

Ein äußerst erfreuliches Bild zeigte sich dieser Tage am historischen Ziegenmarkt in der Straße Am Berge 2. Die Sanierung eines der letzten stark gefährdeten, aber äußerst bedeutenden Häuser hat begonnen! Der Güstrower Bürgermeister, dessen Familie in der Baubranche tätig ist und der sich selbst seit seinem Amtsantritt vor über zehn Jahren die Altstadtsanierung als Hauptziel auf die Fahnen geschrieben hat (ein großes Dankeschön an dieser Stelle für das Engagement und die unglaubliche Entwicklung der letzten Jahre), ist vor einiger Zeit in einer öffentlichen Ausschreibung als neuer Eigentümer der denkmalgeschützten Immobilie hervorgegangen und möchte bis ins kommende Jahr hinein das zweigeschossige Fachwerk-Traufenhaus aus dem 18. Jahrhundert komplett sanieren.

Ich möchte zunächst ein Foto aus der Zeit vor der Sanierung zeigen, damit man sich ein Bild von dem Objekt machen kann. Auf der Seite zur Baustraße hin ist das Fachwerk offengelegt und offenbart die Höhe des mächtigen Mansarddachs. Zum Ziegenmarkt hin ist das Gebäude um etwa 1800 mit einer sehr schlichten, klassizistischen Putzfassade verändert worden. Die repräsentative Eingangstür stammt ebenfalls aus dieser Zeit. Im Ursprung handelt es sich übrigens um zwei Gebäude, was am leichten Fassadenknick ablesbar ist. Diese historische Teilung möchte der Eigentümer im Zuge der Sanierung wieder herausarbeiten. Es sollen zwei Stadthäuser mit jeweils einem separaten Eingang entstehen. Hierzu wird der südliche Teil eine neue Tür erhalten, was auf der weiter unten abgebildeten Bauplane sehr gut zu erkennen ist.

Der Annexbau in der Baustraße, der erst später als Durchfahrtshaus errichtet worden ist, soll abgetragen werden, um dem kleinen Grundstück einen offeneren und helleren Hof bieten zu können. Die Lücke soll anschließend wieder mit einem kleineren Zwischenbau geschlossen werden. Gerade in diesem Bereich wird sich das Bild in den nächsten Monaten sehr stark wandeln und dem Eingang in die Baustraße ein ganz neues Gesicht geben. Die geplante Farbgebung für die klassizistische Hauptfassade lässt das Bauschild bereits erahnen. Eine Überraschung bleibt damit die Fassade und der Neubau in der Baustraße.



Die folgenden Bilder zeigen den aktuellen Zustand des Hauses. Hinter den Gerüsten werden die momentan durchgeführten Arbeiten deutlich. Das Mansarddach hat bereits seine Abdeckung verloren. Auch das einzige, tief in die Mansarde eingeschnittene Dachfenster ist somit Geschichte. Geplant sind mehrere, sich an der darunterliegenden Fassadenrhythmik orientierende Dachgauben.



Der Blick aus südlicher Richtung zeigt, dass im Umfeld des Objektes bereits alle Bauten saniert worden sind. In der angrenzenden Baustraße selbst haben einige Kandidaten jedoch noch eine Sanierung nötig.



Der Name "Alte Schmiede am Ziegenmarkt" wurde übrigens gewählt, da sich einst in dem Gebäude lange Zeit eine Schmiede befand. Im späteren Verlauf sollten auch Schlachtermeister, Schuhmacher, Barbiere, Schneider und Seiler in dem Gebäude untergebracht sein. Das Bauschild präsentiert die zukünftige Fassadenoptik des Denkmals. Ich freue mich schon jetzt auf die Fertigstellung.



In der Baustraße ist der oben erwähnte Annexbau bereits fast komplett verschwunden. Zu sehen ist auf dem nachfolgenden Bild auch der historische Nachbar mit dem, wie man mir vor vielen Jahren mal erzählte, ältesten Fenster Güstrows.





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Alt 27.07.17, 18:02   #201
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Neubau- und Sanierungsvorhaben Klosterhof/Armesünderstraße

Bei dem Großprojekt der Allgemeinen Wohnungsbaugenossenschaft Güstrow-Parchim (AWG) am Klosterhof und in der Armesünderstraße sind nun nach Monaten der Planung erste, deutlich sichtbare Zeichen erkennbar (zuletzt in Post #192). Die ersten Aktionen betrafen das historische Bestandsgebäude an der Baustraße, das nach langem Ringen mit der Stadt zum Glück saniert werden soll. Rückwärtige Nebenanlagen samt hoher Grenzmauer und auch der zweigeschossige, seitliche Anbau sind jedoch abgebrochen worden. Auf diese Weise ist das Hauptgebäude und der Rest des Grundstücks mit seinen 3400 m² Fläche vorbereitet für die geplante Neugestaltung.

In Bezug auf die Bestandsimmobilie ist eine hochwertige Sanierung immens wichtig. Dieser Posten war für die AWG bisher schwer einschätzbar, da das Unternehmen historische Gebäude in der Vergangenheit noch nicht so häufig saniert hat. Etwa 9 Millionen Euro werden investiert in die genannte Sanierung sowie in den Bau von vier weiteren Neubauten. Einen Anteil von 2,5 Millionen erhält das Projekt aus der Städtebauförderung von Bund, Land und Stadt. An der benachbarten Armesünderstraße, an welcher der Bauherr vor drei Jahren bereits den "Sonnenhof" realisierte, sollen drei Bauten mit einer modernen Architektursprache entstehen. Am östlich gelegenen Klosterhof wird ein Bau entstehen, der einer eher klassischen Bauweise folgt. Die einzigen Hinweise auf die Architektur bietet das vor Ort aufgestellte Bauschild, das die Ansicht der Armesünderstraße zeigt. Ich erahne hier leider eine Architektur, die sich an dem benachbarten Sonnenhof orientiert, den ich zu gegebener Zeit hier im Strang als nicht stadtbildverträglich bewertet hatte. Ich möchte aber kein vorschnelles Urteil abgeben und warte auf die Fertigstellung der ersten Bauten. Dies wird wohl Ende des kommenden Jahres der Fall sein, so die Aussage der AWG.

Zunächst starten jedoch die umfangreichen Ausgrabungsarbeiten, die dazu dienen, die Geschichte des gesamten Klosterhofareals näher beleuchten zu können. Vor fast 800 Jahren wurde dieses Gebiet bereits besiedelt. Man hofft auf bedeutende Funde unterhalb der Erdoberfläche.





Der Blick auf die Rückseite verrät, wo der Bestandsbau durch die Abrissbagger "angeknabbert" worden ist. In diesem rückwärtigen Bereich muss sich vor dem Beginn der Baumaßnahme ein verwildeter Garten befunden haben, der jahrelang nicht betreten worden ist. Nun ist also alles planiert worden. Im Vordergrund, wo auf dem Foto die Autos geparkt sind, standen vor einigen Jahren noch hässliche Flachbauten und Garagen.



Den nachfolgenden Blick wird man nicht mehr lange haben, da entlang der Armesünderstraße drei freistehende Bauten angedacht sind, die den Durchblick auf das Güstrower Finanzamt und einzelne Wohnbauten in ein paar Monaten verdecken werden.



Die rot gekennzeichnete Fläche auf dem Bauschild präsentiert die Fläche des bald startenden Vorhabens "Klosterhof". Rechts davon in grün ist der "Sonnenhof" realisiert worden.

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Alt 27.07.17, 18:02   #202
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Sanierung des Rathauses

Seit April dieses Jahres ist das Güstrower Rathaus komplett in Planen verhüllt. Der Grund dafür liegt in der Absicht, diverse Risse und Putzabplatzungen, insbesondere im Bereich des Gebäudesockels, zu sanieren. Die Bauaufträge sind im März vergeben worden. Ein Schadensgutachten, das zuvor erstellt worden war, hatte ergeben, dass nicht der gesamte, bestehende Fassadenputz abgenommen werden muss, sondern dass eine punktuelle Ausbesserung der Schadstellen durchgeführt werden kann. Im Anschluss daran werden die Fassaden und auch die Fenster und Türen mit einem gänzlich neuen Anstrich versehen. Im Oktober sollen die Arbeiten zum Abschluss gebracht werden. Insgesamt investiert die Stadt 500 000 Euro in die Sanierungsarbeiten. Der Großteil des Geldes wird über die Städtebauförderung eingebracht, 66 000 Euro muss die Stadt aufbringen.

Das Rathaus hat eine lange Geschichte hinter sich. Es wurde nach dem großen Stadtbrand 1503, welchem etliche Gebäude zum Opfer fiel, errichtet und besteht aus vier zusammenhängenden Giebelhäusern. Erst Ende des 18. Jahrhunderts erhielt der Gebäudekomplex seine beeindruckende, klassizistische Fassadengestaltung unter dem damaligen Baumeister David Anton Kufahl. Zuletzt wurde das Rathaus von 2000 bis 2002 komplett saniert worden.





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Alt 27.07.17, 18:02   #203
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Neubauvorhaben Markt 29 und Markt 30

Einen gewaltigen Schritt vorwärts hat das Doppelvorhaben an der Ecke des Marktes zur Domstraße, Nummer 29 und 30, in den vergangenen Monaten gemacht. Im letzten Beitrag in Post #196 waren beide Häuser noch mit einem Baugerüst samt Plane oder in kahlem, unsaniertem Zustand zu sehen. An der Ecke plante der Bauherr nach dem Brand vor zwei Jahren, bei dem das historische Eckhaus unwiederbringlich verloren ging und das Nachbarhaus bis auf die Fassade abgetragen worden war, zwei Neubauten, wobei die bedeutende Fassade von Markt 30 erhalten blieb. Der Neubau an der Ecke ist nun freigelegt worden. Zum Vorschein gekommen ist ein heller, aufragender Giebelbau, dessen Fenster an der Schaufassade und an der Seite zum Grünen Winkel farblich zusammengefasst sowie durch Gesimse verbunden werden. Im Erdgeschoss, in welchem ein Geschäft Platz findet, öffnet sich das Haus durch große Fensterflächen zum öffentlichen Raum. Auf der Südseite ist der Bau deutlich geschlossener, was ich persönlich etwas abweisend finde. Hier hätte ich mir dafür eine stärkere Gestaltung gewünscht, um auf der großen, kahlen Fläche mehr Abwechslung erreichen zu können.
Der benachbarte Bau ist noch eingerüstet, scheint jedoch auch in Kürze fertiggestellt zu werden. Durch die Planen erkennt man rote Fenster sowie eine rosé-farbene Fassade.





Einigermaßen enttäuscht bin ich in Bezug auf die rückwärtige Fassadenkonzeption. Hier hat man meines Erachtens versäumt, die klare, symmetrische Grundgestaltung der Hauptfassade auf die andere Giebelwand zu übertragen. Die Notwendigkeit ergibt sich allein durch das Spitzdach selbst. Nun sind die Balkone, die für sich betrachtet bereits nicht zur vorderen Fassadenoptik passen, außermittig platziert und auch die Fenstergrößen und -positionen folgen keiner gestalterischen Logik. Das ist sehr schade, da durch die Schaffung des Hofes diese Fassaden ebenfalls zu sichtbaren Schaufassaden geworden sind, aber der Lage letztlich nicht gerecht werden.



In der Straßenabfolge der Domstraße bis zum Markt fügt sich das hohe Giebelgebäude harmonisch ein. Ich bin gespannt auf das Endergebnis in Zusammenspiel mit der sanierten Nachbarfassade.

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Alt 27.07.17, 18:02   #204
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Sanierung Domstraße 14

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Alt 27.07.17, 18:02   #205
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Sanierung Schlossstraße 6

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Alt 27.07.17, 18:02   #206
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Sanierung Güstrower Renaissance-Schloss

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Sanierung Kerstingstraße 1

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Alt 27.07.17, 18:02   #208
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Sanierung Domplatz 11/12

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Alt 27.07.17, 18:02   #209
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Sanierung Domplatz 13

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Neubauvorhaben Domplatz 18

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