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Alt 24.02.13, 07:23   #16
harher
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Viele bei der Stadt und auch manche Denkmalschützer sind ja der Meinung, dass Objekte, die im Krieg beschädigt wurden eben schlicht und einfach verloren sind. Eine Wiederherstellung wird quasi als unhistorischer Kitsch abgetan. Das gleiche Thema gab es ja auch zum Pellerhof. Teilweise wird ja auch politisch argumentiert: Deutschland hat den Krieg begonnen und die Zerstörungen sind eben die Folge davon - sozusagen selbst schuld!
Aber das ist doch völliger Quatsch. Wenn man so nach dem Krieg gedacht hätte, dann wären Kirchen, Burg, Rathaus, Dürerhaus usw. nicht mehr wieder aufgebaut worden. Was wäre das für ein Verlust für die Stadt gewesen! Dann würde Nürnberg aussehen wie Gelsenkirchen & Co.! Die Geschichte einer Stadt besteht ja schließlich aus Jahrhunderten, nicht nur aus kurzen tausend Jahren Nazizeit.
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Alt 24.02.13, 11:47   #17
nothor
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Jap, die Argumentationskette ist mir vertraut. Das macht aber aus unserer Landeskultur ein Universalmuseum, in dem jeder neuer Baustein der Geschichte sich abbilden soll. Das macht aber den Denkmalschutz irgendwie überflüssig bzw. beschränkt seine Funktion auf den Kampf gegen die natürliche Erosion an der Substanz. Denn Kunstwerke entstehen und manchmal verändern sie sich auch im Zuge notweniger Renovierungen. Das bedeutet ja, dass die heutige Generation sich ebenso mit Fassadenverunstaltungen verewigen können darf, wie unsere Väter, die singend in den Krieg gezogen sind. Ich meine nur...

Hier geht es um die Gegenüberstellung von historischen Aussagen. Ist der 2 WK negiert und verleumdet, wenn man die Ausmalung wiederherstellt? Ist der zweite Weltkrieg nicht noch an genug anderen Orten in unserer Stadt erfahrbar? Was ist mit dem Zeppelinfeld, ist das nicht Aussagekräftig genug?
Und was ist mit der Dürerstadt Nürnberg, die außerhalb von Souvenierläden eigentlich erbärmlich wenig Dürer aufweisen kann? Was bedeutet das für uns, und unsere Jugend, womit sollen sie sich identifizieren können?

Wer in der Welt würde es uns Nürnbergern missgönnen, die Ausmalung zu rekonstruieren? Hat nicht zuletzt die Dresdner Frauenkirche oder der Goldene Saal in Augsburg gezeigt, wie groß das Interesse daran ist? Und das auch international unbedingte Zustimmung dazu besteht? Ist die Kunst Dürers überhaupt etwas, das wir Nürnberger durch politisches Kleinklein der Welt vorenthalten dürfen? Ist es nicht auch ein Erbe der Menscheit insgesamt?

Eine Kopie von der Kopie von der Kopie.... na und? Es bleibt die Idee Dürers, der Einfluss Pirckheimers, und dazu das handwerkliche Geschick der 2010'er Jahre-Künstler, die das wieder an die Wand zu bringen verstanden haben. Welch ein grandioses Ergebnis würde das sein!!!
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Alt 26.02.13, 06:20   #18
harher
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Genau, ich verstehe nicht, warum man gerade in Nürnberg in dem Punkt so verkrampft ist. Beispiele aus anderen Städten zeigen doch, dass eine Wiederherstellung sich positiv auf die Stadt auswirkt - z.B. Augsburg, Frankfurt, Dresden, Hildesheim ...
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Alt 08.05.13, 10:57   #19
nothor
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Rathaussaal Ausmalung - Podiumsdiskussion am 07. Mai

Gestern abend fand im Rathaussaal die Podiumsdiskussion statt. Ich war zwar nicht dabei, aber der aktuelle Newsletter der Altstadtfreunde hat einen kurzen Abriss über den Ablauf des Abends gegeben. Der war vermutlich so auch auch vom Veranstalter, dem Nürnberger Kulturreferat beabsichtigt, in dem man die Diskutanten so ausgewählt hat, dass der Konsens vorhersehbar und auf Amtslinie liegen musste: NEIN zur Ausmalung. Insofern entstand in meinem Kopf das Bild einer RTL-16:00 Uhr Talkshow, in der die Teilnehmer ja stets so ausgewählt wurden, dass die Veranstalter bekamen was sie wollten. Ich bin nun noch gespannt auf das Presse-Echo, aber scheinbar ist in Nürnberg das "Weg ist Weg"-Dogma besonders etabliert.
Nun bleibt eigentlich nur zu hoffen, dass das tatsächlich nur ein vorgeschobenes Kunsttheoretisches Argument für den Unwillen ist, das Projekt nicht anpacken zu wollen. Denn so könnte ein sich ändernder Politischer Wille auch ein anderes Ergebnis erzeugen. Wenn aber das "Weg ist Weg"-Dogma allgegenwärtig ist, dann sehe ich leider schwarz, und das nicht nur für die Kultur. Denn auch viel von unserer Natur ist weg. Wälder zum Beispiel.... "Weg ist weg" kann nicht ernsthaft eine Leitlinie für Kulturschaffende sein, nicht für eine Gesellschaft und auch nicht für die Politik.
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Alt 09.05.13, 08:53   #20
harher
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Ich war dort.
In der Tat waren die meisten geladenen Experten der Meinung des einladenden Veranstalters (Stadt Nürnberg, Kulturreferat).
Man sah die Datenlage für eine Rekonstruktion unzureichend. Dabei scheint aber klar zu sein, dass z.B. die existierenden Fragmente noch gar nicht richtig untersucht wurden.
Am extremsten formulierte der oberste Denkmalpfleger Greipl die Sache: "Weg ist weg!" Eine Rekonstruktion wäre angesichts der fehlenden Mittel für den Erhalt allein der staatlichen Objekte (1 Mrd. fehlt) ein Skandal.

Da frägt man sich schon, ob der Mann in dem Amt am richtigen Platz sitzt.

Erstens schafft er es offenbar nicht, seinen Job zu erledigen und für den Erhalt der Denkmäler zu sorgen.
Zweitens wurde - natürlich besonders nach dem Krieg - ja tatsächlich vieles rekonstruiert. Ansonsten gäbe es in Nürnberg keine Burg, keine Kirchen, kein Dürerhaus und auch kein Rathaus mehr. Es gäbe keine Würzburger Residenz, keinen Kölner Dom ....
Man bräuchte dann auch eigentlich kein Denkmalamt und keinen arroganten Chef Greipl mehr, denn es wäre ja nicht mehr viel da gewesen, was zu erhalten gewesen wäre.
Übrigens, wie ist es denn eigentlich, wenn ein Objekt durch einen Brand zerstört wird, wie z.B. die Bibliothek in Weimar. Wird das dann auch einfach abgeschrieben?

Das Dogma "Weg ist weg" scheint mir weitgehend politisch zu sein. Deutschland hat den Zweiten Weltkrieg angefangen und was dann zerstört wurde ist eben weg - selbst schuld!
Ich finde dieses Argument abartig, denn was können zerstörte Gebäude für die Taten der Nazis? Das ist ungerecht gegenüber den Generationen, die Kunstwerke errichtet haben und auch gegenüber zukünftigen Generationen, denen die Werke vorenthalten würden.
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Alt 10.05.13, 13:04   #21
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In der gestrigen Ausgabe der Nürnberger Nachrichten (Printausgabe) gibt es einen großen Artikel auf Seite 3 zum Rathaussaal. Überraschend neutral hält sich die Zeitung da, die ich sonst eher als SPD-nah erlebe. Nur der letzte Absatz verwundert mich doch ziemlich, in dem die Wiederaufbauleistung des Augsburger Goldenen Saals als Peinlichkeit bezeichnet wird, die man sich in Nürnberg besser erspare.

Nanu? Woher kommt denn diese herablassende Art? Ich bin erstaunt wieso sich ausgerechnet Nürnberg so eine Arroganz zu leisten einbildet. Vor allem wenn man bedenkt, dass die Verantwortlichen - allen voran unsere Kulturreferentin Frau Lehner - die sämtliche Rekonstruktionsleistungen verunglimpft, es sich aber nicht nehmen lässt vor all diesen privaten Projekten in der Altstadt (Pfeiffersgasse, Handwerkerhäuser) strahlend abfotografiert zu werden. Das finde ich wiederum peinlich.

Außerdem frage ich mich, ob diese Betrachtungsweise hier die richtige ist, denn eine Rekonstruktion intendiert eigentlich niemals die perfekte Kopie des Originals, sondern eine möglichst nahe am Original liegende Neuschöpfung. Diese ist m.E. die würdigste Erinnerung an das was gewesen ist. Wer Rekonstruktionen peinlich nennt, dem ist ganz Nürnberg peinlich. Dem ist auch die Dresdner Frauenkirche peinlich, dem sind Denkmäler peinlich.

Das Ergebnis dieser Diskussion ist aus meiner Sicht höchst unbefriedigend, da sie den Kern der Fragestellung nicht erreicht hat. Eine dauerhaftere Antwort wäre gewesen: "Ja, schön wäre es, leider ist die Datenlage aus diesen oder jenen Gründen nicht gut genug, weshalb ein unbefriedigendes Ergebnis zu befürchten ist". Mit "weg ist weg" jedoch kann man davon ausgehen, dass die Frage immer wieder kommen wird, denn das ist eine zu subjektive Sichtweise. Dass sie von mehreren Leuten aus dem gleichen Stall getragen wird, macht das Argument ja nicht besser.
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Alt 11.05.13, 07:50   #22
harher
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Bei der Podiumsdiskussion wurden tatsächlich die Dresdner Frauenkirche und der Augsburger Rathaussaal als abschreckende Beispiele hingestellt.
Jedenfalls von den anwesenden "Experten". Ich möchte mal wetten, dass es genug Fachleute gibt, die das ganz anders sehen. Nur, die waren eben nicht eingeladen, weil diese Meinung von der Stadt Nürnberg schlicht und einfach nicht gefragt ist.

--------

Die vorhandenen Farbdias seien völlig unzureichend von Auflösung und Farbigkeit. Da frägt man sich, ob die tatsächlich mal mit moderner Technik analyisert wurden. Mit gutem Willen kann man heute da schon noch einiges herausholen.
Die Aussage, die Daten hätten nur Bierdeckelformat klingt nicht besonders wissenschaftlich.
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Alt 11.05.13, 14:47   #23
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Diese Podiumsdiskussion wird hoffentlich schon aufgrund ihrer Einseitigkeit und Oberflächlichkeit kaum geeignet sein, die Diskussion zu beenden. Schließlich haben 17.000 Leute gesehen, was allein durch ein paar Projektionen möglich ist, ohne irgend eine tiefgreifendere Auswertung der Daten.
Witzigerweise ist das Argument der "Peinlichkeit" eigentlich auch auf den Tagungsort, den Wolffschen Bau zu beziehen, der konsequent weitergedacht eigentlich abgerissen werden müsste aufgrund seiner Kunsthistorischen Peinlichkeit. Ich müsste daher ab sofort eigentlich jeden Nürnberg-Besucher drum herum führen damit er diese Groteske nicht sehen muss.
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Alt 18.01.14, 23:13   #24
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Daumen hoch Altstadtfreunde: Paukenschlag!

Mit einem "Paukenschlag" gehen die Nürnberger Altstadtfreunde wieder an die Öffentlichkeit. Die Art, wie das Thema im letzten Jahr von den verantwortlichen Akteuren sozusagen einfach unter den Teppich gekehrt worden ist, kann nicht befriedigen und musste logischerweise wieder an die Oberfläche geraten. Diesen Schuh ziehen sich die Altstadtfreunde an, und wollen nun die Bürger mittels Bürgerbegehren entscheiden lassen. Nachdem die Entscheidungsplattform zunächst für Experten am 7. Mai letzten Jahres bereit gestellt wurde, diese aber nicht im Stande waren, eine Lösung anzubieten, war auch klar, dass das Thema noch nicht durch sein kann. Nun also die Bürger.

Link Bayerischer Rundfunk: http://www.br.de/nachrichten/mittelf...uerer-100.html

NN: http://www.nordbayern.de/region/nuer...ruck-1.3401396

Auch der Focus berichtet: http://www.focus.de/regional/nuernbe...d_3550526.html

Link zu den Altstadtfreunde mit dem komplett Plan zur Vorgehensweise: http://altstadtfreunde-nuernberg.de/...ukenschlag.pdf

Die Unterschriftensammlung, die bei 19.000 Unterschriften von Nürnberginnen und Nürnbergern der Stadt ein Volksbegehren, also eine plebiszitäre Entscheidung abverlangt, wird sich vor allem auf den Wahltag für die Kommunalwahlen in Nürnberg am 16. März konzentrieren. Dort werden sich die Altstadtfreunde mit ganzer Men- und Womenpower in unmittelbarer Nähe auf Stimmenfang machen.

Ich freue mich sehr, dass die Alstadtfreunde hier ihr gesamtes Gewicht in die Waagschale werfen, und Verantwortung übernehmen für die kulturelle und geschichtliche Weiterentwicklung der Stadt. Denn wenn allerorts weisse Wände entstehen, sollte man doch das Rathaus mal endlich fertig rekonstruieren.
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Alt 21.01.14, 10:28   #25
nothor
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Die Printausgabe der heutigen Nürnberger Nachrichten widmen dem Rathaussaal eine ganze Seite 9. Darin macht die Stadt Stimmung dafür den Saal so zu belassen wie er ist, da er äußerst beliebt sei, sich gut vermiete und die weissen Wände hervorragend geeignet seien um sie als neutrale und unaufgeregte-ruhige Kulisse für Veranstaltungen aller Art zu benutzen.

Dem gegenüber fragte die Zeitung Passanten nach ihrer Meinung zum Thema Ausmalung, und darin überwiegen die Meinungen für eine Ausmalung. Interessant.

Ich denke Konsens ist aber, dass der Vorstoß der Altstadtfreunde, die Bevölkerung mittels Entscheid abstimmen zu lassen, ein probates demokratisches Mittel ist, um eine langfristig wirksame Entscheidung zu treffen, denn an sonsten kommt das Thema immer wieder.

Ich selbst kann mit der oben dargestellten Meinung der Stadt nicht mitgehen, denn wie dort beschrieben lässt sich jeder halbwegs repräsentative Saal, sei es der Fabersaal im ehem. Gewerbemueum, der Konferenzsaal in der ehem. Südkaserne oder vermutlich weitere unzählige Säle in Hotels und Museen beschreiben. Der Rathaussaal als die Nummer 1 in der Stadt mit 500 Jahre Geschichte sollte sich schon deutlich nach oben abheben im Reigen der anmietbaren Veranstaltungsräume in Nürnberg. Hier allein praktisch zu denken ist m.E. zu kurz gegriffen und auch unwürdig. Mal sehen was die Bürger meinen...Ich denke ja dass die Bürger eher als Besucher den Saal sehen, und weniger als pragmatisch denkende Veranstalter, die irgendwas feiern wollen...
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Alt 21.01.14, 10:51   #26
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Zitat:
Zitat von nothor Beitrag anzeigen
Die Printausgabe der heutigen Nürnberger Nachrichten widmen dem Rathaussaal eine ganze Seite 9. Darin macht die Stadt Stimmung dafür den Saal so zu belassen wie er ist...
Das kennen wir doch nun schon seit 12 Jahren - die Stadt vermeidet es sich Mühe zu machen, da das Leben für die Verantwortlichen dann ja viel einfacher ist

Könnte mir aber vorstellen, dass sich Herr Maly zu einer Denkpause von ca. 6Jahren umstimmen lässt
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Alt 21.01.14, 11:24   #27
Saxonia
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Ich kenne mich mit der Situation in Nürnberg nicht wirklich aus. Wir hatten aber im APH vor einiger Zeit auch mal darüber diskutiert. Die Stelle finde ich auf die schnelle nicht wieder aber mich dünkt, irgend so eine "Kunsthistorikerin" hatte auf so einer Podiumsdiskussion geäußert, sie würde die 1943/45 von den Nazis angefertigten Farbfotografien für eine mögliche Rekonstruktion schon aus Prinzip nicht nutzen.Wie soll man gegen so etwas logisch oder gar nur mit Herzblut für seine Heimatstadt argumentieren?

Wurden die Aufnahmen hier schon mal verlinkt? Wenn ja dann einfach überlesen

http://www.zi.fotothek.org/Bauwerke?ort=N%C3%BCrnberg
Stichpunkt "Altes Rathaus" wählen.
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Alt 21.01.14, 13:16   #28
nothor
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@ MB NUE: Tja, was mich dabei halt besonders irritiert, ist die Haltung der stadt aus dem Artikel herauslesen zu können. Und das finde ich sehr bedauerlich.

@ Saxonia: Ja eben, mit Sachlichkeit hat die Diskussion oftmals wenig zu tun. Die Autobahnen, Gleisanlagen und Flugplätze, ja sogar die Verwaltungsgebäude aus dieser Zeit werden ja auch benutzt, also wieso nicht die Dias. Dieses Argument war damals besonders ulkig.
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Alt 21.01.14, 19:39   #29
harher
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Das Argument, Dias aus der Nazizeit könne man grundsätzlich nicht verwenden, zeugt ja von geradezu unglaublicher Borniertheit.
Übrigens, war Hitler nicht Vegetarier? Sind dann alle Vegetarier Nazis?

Nochmals zu der Qualität der Dias. Mag ja sein, dass die nicht perfekt ist. Immerhin war die Qualität aber ausreichend für die Projektion vor zwei Jahren, wie sich viele Besucher damals überzeugen konnten.

Wenn man sich vor Augen führt, wie man z.B. Den Rathaussaal in Augsburg oder das Spiegelkabinett in Würzburg rekonstruiert hat, dann sollte das in Nürnberg auch machbar sein

Bin immer mehr der Meinung, dass die Stadt Nürnberg nichts , aber auch gar nichts die Reihe bringt, ob es sich nun um Schneeräumen, um den Frankenschleichweg, um das Volksbad, oder eben um den Rathaussaal handelt.
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Alt 25.01.14, 18:25   #30
pagmamahal
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pagmamahal sitzt schon auf dem ersten Ast
Nunja, anscheinend bringt die Politik ja doch mal etwas in Bewegung. Herr Brehm nahm zum Rathaussaal und Volksbad Stellung und Herr Maly verkündete ein Ratsbegehren einleiten zu wollen.

http://www.nordbayern.de/region/nuer...l-an-1.3412071
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