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Alt 06.02.19, 18:59   #496
Baukörper
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Baukörper braucht man einfachBaukörper braucht man einfachBaukörper braucht man einfachBaukörper braucht man einfachBaukörper braucht man einfachBaukörper braucht man einfach
Warum sollte man Dogmen aufstellen? Welchen Sinn ergibt es, jetzt eine weitgehende Vollrekonstruktion anszustreben und dadurch das Procedere nur zu verzögern. Es fehlt zur Zeit leider noch ein Konzept, welches die wichtigste Frage klärt: Was will man mit der Bauakademie erreichen?

Wenn sie nur das Stadtbild bereichern soll, reicht eine Fassadenrekonstruktion völlig aus. Soll sie aber wieder eine Institution werden, muss man natürlich das Innere auch planen. Anzunehmen, dass bei einer modernen Nutzung, z.B. als Bauakademie, eine Innenraumrekonstruktion zweckmäßig sein kann, ist ein Trugschluss. Ich schätze mal, dass selbst das Treppenhaus nur mit Einschränkungen rekonstruiert werden kann. Es muss also ein Mittelweg gefunden werden, wenn man ein lebendiges Gebäude erhalten will.

Was muss, was kann rekonstruiert werden, um dieses Ziel zu erreichen?
Vielleicht erhalten wir schließlich keine Vollrekonstruktion, sondern wieder einen Hybriden, der dann aber einen guten Nutzen bietet.
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Alt 07.02.19, 00:59   #497
Taxodium
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Das Kameleon Tagesspiegel hat gestern ein sehr aufschlussreicher Beitrag vom Bernhard Schulz zur Frage der Rekonstruktion der Schinkelschen Bauakademie gebracht: https://www.tagesspiegel.de/kultur/w.../23952528.html

Äußerst interessant Schinkels eigene Reflexionen vom 1835 über das Historische und das Poetische, die wie eine Mahnung an die o so fleißige modernistische Architekten in ihren Kampf gegen die Rekonstruktion klingen.
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Alt 07.02.19, 09:40   #498
Baukörper
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^ Tja, sind wir dann doch wieder bei der Frage: Wie würde Schinkel heute bauen?

Wohl nicht die Bauakademie, so wie sie war.

Aber schließlich muss es in der Gegenwart entschieden werden. Wollen wir die Bauakademie als Stadtbildergänzung, als "Urform" preussischer und damit deutscher Industriearchitektur, sozusagen als Museum oder soll es wieder eine Institution werden. Dann müssen wir aber damit rechnen, dass es keine Vollrekonstruktion wird, eventuell sogar, mit außen sichtbaren, modernen Anteilen, so wie beim Humboldtforum.

Geändert von Baukörper (07.02.19 um 11:44 Uhr) Grund: Rechtschreibfehler korrigiert
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Alt 07.02.19, 09:48   #499
ElleDeBE
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^^ Danke, äußerst lesenswert! Sehr interessant z.B. der sozio-ökonomische Hintergrund der Bauakademie als "ein Vorzeigeobjekt für die preußische Industrie" hinsichtlich der damals in Berlin dominierenden Zweige der Metall- und der Ziegelindustrie.

Der Aspekt, den Du hervorhebst, ist auch wichtig: Dass Schinkel den Weg einer "rein radikalen Abstraktion", in der die ganze Komposition für ein bestimmtes Werk der Baukunst "aus seinem nächsten trivialen Zweck allein und aus der Konstruktion" entwickelt würde, als Irrweg ansah, weil dadurch etwas "Trockenes, Starres" entstünde, "das der Freiheit ermangelte" und "das Historische und das Poetische" als "zwei wesentliche Elemente" ganz ausschlösse.

Wenn diese Selbstkritik (auch) auf die Bauakademie gerichtet war, wie der Artikel nahelegt, dann allerdings scheint mir Deine Konklusion ["Mahnung an (...) modernistische Architekten in ihren Kampf gegen die Rekonstruktion"] gerade mit Bezug auf die Bauakademie nicht zwingend. Warum sollte man etwas rekonstruieren, das der Architekt selbst als Irrweg ansah und das man als frühen Ausdruck einer gescheiterten funktionalistischen Verengung der Architektur betrachten kann?

Ironischer Weise können sich in der Frage der Rekonstruktion der Bauakademie leicht die Fronten vertauschen: Wer die funktionalistische Moderne gut findet, kann in diesem Fall ausnahmsweise für die Rekonstruktion eines Prototyps der Moderne sein, während der Rekonstruktionsbefürworter, der der funktionalistischen Moderne ablehnend gegenüber steht, in diesem Fall ausnahmsweise gegen eine Rekonstruktion sein müsste.
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Geändert von ElleDeBE (07.02.19 um 10:20 Uhr)
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Alt 07.02.19, 12:26   #500
jan85
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@ElleDeBe: Die "funktionalistische" Gestaltung mag aus damaliger Sicht eine Provokation und einen Stilbruch dargestellt haben. Aus heutiger Sicht ist es mE zwar immer noch ein etwas schlichteter Kontrastbau zu Schlossfassaden und Dom aber zugleich definitiv kein störender. Vielmehr ist es eine bedeutsame und zugleich ästhetisch ansprechende Ikone der großen Berliner Industriezeit, die im Herzen Berlins mE nicht weniger identitätsstiftend wirken wird als besagte Prunkfassaden. Ich verbinde Berlin jedenfalls sogar mehr mit alter Industriestadt als mit Preußentum und Monarchie. Natürlich hat in Schinkel auch letzteres seinen Anteil am Bauwerk.
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Alt 07.02.19, 13:10   #501
ElleDeBE
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^ Ich hoffe, ich war nicht missverständlich. Auch ich bin für eine Rekonstruktion. V.a. fände ich es gut, wenn mit ihr das spezifisch Neue dieses Baus veranschaulicht und erfahrbar gemacht werden könnte, und zwar der Konstruktion selbst, (ließe sich diese rekonstruieren und zugleich ausstellen, als Konstruktion sichtbar machen?), aber auch, z.B. qua (Dauer-)Ausstellungen.

Ich denke jedenfalls, dass sich die Bauakademie ganz besonders gut als Architekturmuseum eignet, weil sie als Bau selbst Architekturgeschichte geschrieben hat, weil sie am Rande der Museumsinsel steht, weil an ihr die Baugeschichte der frühen Moderne gut nachvollzogen werden kann, einschließlich ihrer politischen und sozio-ökonomischen Dimensionen, aber auch die Geschichte Berlins im Übergang zum Industriezeitalter und selbst grundlegende achitektonische Fragen wie eben auch die nach Stärken und Schwächen des Funktionalismus und damit einer architektonischen Richtung, die noch heute die Gemüter erregt und entzweit.
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Alt 12.02.19, 21:19   #502
Architektenkind
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Zitat:
Zitat von jan85 Beitrag anzeigen
Vielmehr ist es eine bedeutsame und zugleich ästhetisch ansprechende Ikone der großen Berliner Industriezeit, die im Herzen Berlins mE nicht weniger identitätsstiftend wirken wird als besagte Prunkfassaden.
Der Witz ist: Als die Bauakademie (ab 1832) entstand, konnte von Industrie in Berlin noch kaum die Rede sein. Das ging erst Jahrzehnte später richtig los. Die Akademie war stilprägend für einen Gebäudetypus, der noch gar nicht existierte, als Schinkel sie entworfen hat. Sie war ihrer Zeit um mindestens 20 Jahre voraus – und wer weiß, wie Berliner Fabriken ausgesehen hätten, wenn die Akademie nicht gebaut worden wäre? Andersherum gedacht: Schinkel hatte bestimmt nicht die Berliner Fabriklandschaft von 1890 im Hinterkopf, als er um 1830 seine Akademie gegenüber dem Schloss entwarf – er selbst lebte ja noch in einer vorindustriellen, wesentlich aristokratisch geprägten Gesellschaft.

Solche vielfältigen, widersprüchlichen Bezüge machen die Bauakademie interessant und rechtfertigen ihre Rekonstruktion. Rein optisch findet man ähnliche Fassaden z.B. an zahlreichen Schulgebäuden, die in der wilhelminischen Ära gebaut wurden. Schinkel hat es natürlich in vielen Details besser gemacht – aber das erkennt nur, wer genau hinsieht und sich nicht vom "Ornament" blenden lässt.
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Alt 13.02.19, 00:38   #503
Konstantin
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Exakt. Deshalb muss sie orginialgetreu wiederaufgebaut werden.
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(C) für Abbildungen, soweit nicht anders angegeben, bei mir
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Alt 13.02.19, 13:13   #504
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Da wirst Du von mir keinen Widerspruch hören.
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Alt 14.02.19, 12:51   #505
Baukörper
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Baukörper braucht man einfachBaukörper braucht man einfachBaukörper braucht man einfachBaukörper braucht man einfachBaukörper braucht man einfachBaukörper braucht man einfach
Um es direkt zu sagen, ich wäre nicht gegen eine optische Vollrekonstruktion.
Aber, es könnte etwas besseres geben!

Als Beispiel möchte ich das Zeughaus und die Dresdner Frauenkirche anführen.

Das Zeughaus ist einerseits hervorragend erhalten, renoviert und rekonstruiert, andererseits enthält es auch modernen Ergänzungen, die es m.E. sogar besser machen als das Original. Am auffälligsten ist dabei die Überdachung des Innenhofs und der moderne Anbau, der mit dem Verbindungsgang in die Struktur des Altbaus eingreift ohne zu stören.
Wir haben also ein Original, welches modern weiterentwickelt wurde und erhielten dadurch ein besonders schönes Gebäude.

Die Dresdner Frauenkirche wiederum war fast vollständig zertsört und wurde unter Verwendung von Originalteilen so exakt und durchdacht wiederaufgebaut, dass sie heute statisch stabiler und optisch perfekt dasteht. Man kann die Zerstörung und das 50 Jahre fehlende Gebäude bedauern, aber heute ist sie besser als das Original je war.

Für die Bauakademie wünsche ich mir daher mehr als eine originalgetreue Rekonstruktion der Fassade, bzw. Teile des Inneren. So könnte ich mir eine teilweise gläserne Südfassade vorstellen, um das Innere sichtbar zu machen. Auch ein Wintergarten auf dem Dach oder eine Installation, die als Aussichtspunkt dient, wäre denkbar. Für einen Anbau wie beim Zeughaus gibt es leider keinen Platz.

Ein Gebäude, das schließlich nur das wieder wird, was es schon 1832 war, wäre für mich eine vertane Chance

Geändert von Baukörper (14.02.19 um 15:54 Uhr)
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Alt 14.02.19, 19:15   #506
Architektator
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Es wäre doch völlig absurd, solche Fehler wie das Dachrestaurant oder die Ostfassade am Schloss ausgerechnet bei der Bauakademie zu wiederholen. Als ob es etwas Besseres gäbe als Schinkels Original! Sicher werden im Innern moderne Anpassungen erforderlich sein, beispielsweise Aufzüge und Toiletten, aber allein schon der Respekt vor Schinkel gebietet den originalgetreuen Wiederaufbau dieses Meisterwerks!
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Alt 14.02.19, 19:41   #507
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^ Was soll an Baukörpers Vorschlägen "absurd" sein? Als "absurd" kann eher schon der Dogmatismus bezeichnet werden, mit dem persönliche Meinungen zum Dachrestaurant oder zur Ostfassade des HF einfach als "Fehler" gesetzt werden. Unfreiwillig komisch ist zudem die Fetischisierung von Schinkels Bauakademie als unantastbares, unüberbietbares Meisterwerk, obwohl Schinkel selbst hier offenbar selbstkritischer war.
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Heraklit
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Alt 14.02.19, 20:03   #508
Baukörper
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Absurd? Das würde ja bedeuten, dass alles andere als eine Vollrekonstruktion dem gesunden Menschenverstand widerspricht. Dem ist bestimmt nicht so.

Was spricht gegen einen von Anfang an geplanten Dachaufbau?
Wenn z.B. ein Aufzug eingebaut werden muss, bedeutet das unmittelbar, dass es auch einen modernen Dachaufbau geben wird, nämlichen das bere Ende des Aufzugschachts. Wenn man das direkt vernünftig plant kann man z.B. diesbezügliche Fehler wie beim HF vermeiden kann. Ein optisch anspruchsvoller bzw. zum Gebäude passender Dachaufbau, ich nenne ihn Wintergarten, kann gleich mehrere Vorteile haben. Er verdeckt den Aufzugschacht, er überdacht den Innenhof und er bringt zsätzliche Nutzfläche. Es mus ja kein Restaurant sein.
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Alt 14.02.19, 21:40   #509
Taxodium
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Zitat:
Zitat von Baukörper Beitrag anzeigen
Wenn z.B. ein Aufzug eingebaut werden muss, bedeutet das unmittelbar, dass es auch einen modernen Dachaufbau geben wird, nämlichen das bere Ende des Aufzugschachts.
Das Höhenthema eines Aufzugs kann man heutzutage sehr schonend lösen. Die meiste Aufzüge haben mittlerweile einen sog. maschinenraumlosen Antrieb. Der Antrieb befindet sich oberhalb der Kabine und fährt mit. Dadurch entfällt der Aufbau für den Maschinenraum oberhalb des Schachtes. Der rechtlich notwendigen Luftraum für die Wartung oberhalb der Kabine beträgt ca. 2,50 m. Kabine und Luftraum zusammen benötigen deshalb 5,00 m roundabout. Das lässt sich in den historischen Geschosshöhen und hinter den historischen Attiken üblicherweise problemlos unterbringen.

Geändert von Taxodium (15.02.19 um 08:07 Uhr)
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Alt 16.02.19, 16:39   #510
Kieselgur
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Man sollte der wiederaufgebauten Bauakademie mit Sicherheit nicht gleich ein Staffelgeschoss verpassen, aber schon bei einer Umkehrung der Dachneigung würde man viel zusätzlichen Platz gewinnen, ohne dass dies aus der Straßenansicht negativ zu Buche schlüge, weil es faktisch unsichtbar wäre.

Die Bauakademie hatte ja zum Treppenhof abfallende Dächer. Würde man diese beim Wiederaufbau stattdessen mit leichter Neigung zum Innenhof ansteigen lassen und den Innenhof mit flacher Kuppel verglasen wird das Gebäude dadurch nicht entstellt und ragt dadurch auch nicht negativ heraus, weil Dächer mit solcher Neigung auch bei den älteren Umgebungsbauten Normalität sind.
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