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Alt 23.04.07, 00:12   #1
digger
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Sammel-Thread Sonstige Bauprojekte

So dann will ich mal etwas weiter "spamen"

Diesmal möchte ich euch ein kleineres Bauprojekt im Mannheimer Norden vorstellen.

Im Stadtteil Sandhofen wird derzeit gebaut was das Zeug hält

Fangen wir mit dem sogenannten Stich an. Hierbei Handelt es sich um ein Stück im Stadtzentrum von Sandhofen, genauer gesagt um die Haltestelle und Endschleife der Stadtbahn Linie 3, sowie alter Brachliegender Industrieflächen der Firma SCA Hygiene Products. Auf der Brachfläche in Mitten der Stadt befanden sich bis Anfang diesen Jahres noch alte Bahnanlagen (Rangierbahnhof) Lagerhallen etc.) diese wurden bereits abgerissen.

Dort soll ein neues Wohn und Gewerbegebiet entstehen. Die ehem. Endschleife wird verlegt - dort entsteht ein Stadtplatz mit Grün. Die Haltestellen werden an anderen Stellen neu errichtet, sowie die Streckenführung komplett geändert. Derzeit befindet sich das Gebäude für Gewerbe und Betreutes Wohnen im Bau. Im 2.ten Bauabschnitt kommen dann Eigentumswohnungen etc. dran.

Das Baugebiet liegt zwischen den Straßen- Sandhoferstr. und Leinen - Spinnereistr.
Die jetzige Streckenführung der Stadtbahn - Sandhoferstr. rein und raus wird geändert. Künftig fährt sie über die Leinen und Spinnereistr. und über die Sandhofer wieder zurück. Sie Umfährt also das neue Baugebiet.

Hier mal eine kleine Dokumentation mit Bildern:

http://www.opb.de/fileadmin/bilder/p.../14115_1_d.pdf

Ab Mai beginnt dann die RNV und die Stadt mit den Umbauarbeiten der Straßen und Stadtbahnlienen.

Hier der Bericht der RNV:

http://www.rnv-online.de/page.php?pa....html&navid=25

Wen es interessiert hier die Ausführliche Beschlussvorlage, dort sind auch einige Bilder enthalten (aber viel Text!)

http://web.mannheim.de/webkosima/web...n/509_2005.pdf

So und direkt am Stich wird derzeit das sogenannte Haas Buisness Center gebaut. Der Rohbau Steht, vor 2 Tagen wurde es eingerüstet Das Haus dominiert ziemlich da es etwas höher ist als die beiden Nachbarhäuser. Mal sehen wie es in Natura aussieht, bei der Dokumentation kann ich mich nicht entscheiden ob mir die Fassade gefällt oder nicht.

Hier wieder die Bilder etc.

http://www.gewerbeverein-sandhofen.d...enter_haas.pdf

Das ganze wird durch die

http://www.langendorf-architekten.de...rmen/02/02.htm

verwirklicht.

Als letztes ist noch das Baugebiet Groß Gerauer Straße am nördlichen Rand von Sandhofen zu erwähnen. Dort entsteht derzeit ein neues Wohn- und Gewerbegebiet. Leider kann ich momentan keine weiteren Angaben machen, muss mir erst noch die Daten aus dem Netz suchen... wird aber nachgeliefert. Wenn ich daheim bin.
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Alt 06.03.09, 08:58   #2
kato2k8
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Mannheim: Kleinere Projekte

Haupteingang Luisenpark

Der Luisenpark erhält derzeit ein neues Eingangsgebäude.
  • zweistöckig mit Dachterrasse
  • erste Veränderung des Haupteingangs seit der BuGa 1975
  • integrierte Verkaufsbereiche und Bistro
  • Investition 1 Million Euro
  • täglich durchschnittlich 33.000 Besucher, am Wochenende bis 50.000
  • Fertigstellung Juli 2009

Bildquelle: Luisenpark Mannheim
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Alt 06.03.09, 16:54   #3
digger
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Wird denke ich auch Zeit das da mal wieder etwas gemacht wird. Bin mal gespannt wie es am Ende ausschaut.
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Alt 06.03.09, 17:02   #4
digger
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wo wir bei kleineren Projekten sind,

Im Stadtteil Waldhof auf dem ehemaligen Geländer der Draiswerke baut die Deutsche Reihenhaus AG für ca. 25 Mio. Euro - 141 Reihenhäuser.

Dabei handelt es sich um erschwinglichen Wohnraum für junge Familien - in der Nähe befinden sich auch die Benzwerke, ideale Zielgruppe.
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Alt 06.03.09, 17:55   #5
kato2k8
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Das is doch das Gelände bei dem neuen Kreisel nördlich vom Daimler-Werk, oder?


Bildquelle: Amtsblatt Mannheim

Bildquelle: AS&P

Mal grad nachgeschaut, es sollen wohl 40% des 3 Hektar großen Geländes überbaut werden. Für Reihenhäuser is das m.M. relativ viel... und kommt auf dem Bild vom Architekten nicht wirklich rüber. Gerade für ne Gegend, in der es null Grün in der Umgebung gibt, alle 5 Minuten ein ICE vorbeirauscht und keine 100m weg ein bald 100 Hektar großes Industriewerk ist.
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Alt 06.03.09, 18:11   #6
digger
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Genau die Ecke ist das.
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Alt 15.06.10, 21:02   #7
Robinium
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Umbau Sandhofen gut gelungen

Hallo,

ein kleines Update von einem Sandhöfener und Nicht-Architekten:
Sandhofen ist ein relativ abgelegenes, historisch gewachsenes 10.000-Seelen-Städtchen, das zu Mannheim eingemeindet wurde aber sich noch recht autark fühlt und eine gute Autobahn- und Straßenbahnanbindung hat, sowie nette Einwohner, viele Einheimische, viele italienische Kleinbürger, einige Zugezogene aus Mannheim und sonstwoher. Leider haben fast alle ihre Altbauten verputzt (grrr). Trotzdem hat Sandhofen einen fast dörflichen und traditionellen Charakter bewahrt, mit Bauernhöfen, Äckern, schrägen Dächern (meine nicht flach, sondern so die typisch dörfliche Form) usw. Hier kannste auch noch bei Bauern direkt einkaufen, morgens, und dat is lecker!!!

Das Zentrum bildet der kleine Platz um die Endstelle, der sich wiederum in einer von Autos auf Kaff-Niveau frequentierten Verkehrsinsel befindet. Die Verkehrsinsel am Hauptplatz, dem Herz von Sandhofen, hat nicht nur eine Straßenbahnhaltestelle, sondern auch drumherum Läden in den Straßen drumherum, oft in gemütlichen Altbauten, und wird zum Einkaufen und Plaudern gut und gerne frequentiert (Bäckerei, Penny, Apotheke, Gemüseläden, Metzgerei, zwei Bankenfilialen usw.), und einen kleinen Taxistand, der aber nicht immer belegt ist.

Zum Projekt in Sandhofen muss ich sagen, es ist wirklich gelungen!
Und vorher waren an diesem wichtigen Platz die brachliegenden Schienen und direkt an der Straßenbahnhaltestelle noch ein oder zwei verlotterte Toilettenhäuschen, die aussahen, wie von einer 70er Jahre-Autobahn reingebeamt (ich war nie dort drin weils schon von außen so abschreckend und bazillig aussah, egal wie gut geputzt). Ziemlich viel Graffitis auch am Straßenbahnhäuschen, genauer gesagt Tags (leider die banalste Form der Straßenkunst). Ansonsten war der Platz soweit ich mich erinnere einfach nur lieblos geteert, vielleicht noch mit ein paar hingeklatschen Alibi-Vergrünungs-Hecken, aber ich weiß es nicht mehr so genau, wirkte einfach mistig, elend, wenn auch nicht so schlimm wie Ludwigshafen/Hauptbahnhof. Auf dem Platz haben sich die Sandhofener eigentlich nur dann aufgehalten, wenn sie auf die Straßenbahn gewartet haben oder wenn dort Markt war.

Nachts hab ich mich wohl wegen der Graffiti, der kühl-neonartigen und nicht sehr hellen oder zu kühlen (weiß nicht mehr) so-la-la-Alibi-Beleuchtung und dem durch die Toilettenhäuschen eingeschränkten Sichtfeld nicht so sicher gefühlt, wenn ich auf die Straßenbahn gewartet habe, obwohl Sandhofen eher ein beschauliches Nest als ein sozialer Brennpunkt ist. Diese Ecke sah aus, als hätte sich eine Endhaltestelle der Bronx in das Zentrum von Sandhofen reingebeamt. Das war richtig schade, weil Sandhofen ansonsten recht behaglich ist und gerade das Zentrum davon so verschandelt. Woanders in Sandhofen weiß ich von keinen Graffiti-Problemen - also ein Beleg dafür, dass feindlich wahrgenommene Architektur oder Stadtplanung bzw. deren Urheber zu Respektlosigkeit gegenüber dem Bau/Platz, Rebellion oder verzweifelten Verschönerungsreflexen führen kann oder die Ausmaße davon verstärkt (Graffiti). Ich sag nur, Pruitt-Igoe.

Jetzt ist das ganz anders. Das triste Toilettenhäuschen ist weg, und auf dem Platz ist ein kleines rundes Gebäude aufgebaut mit einem italienischen Restaurant, rundum verglast, irgendwie modern aber vom Stil her an die Umgebung angepasst statt auffällig "rumschreiend". Ich würde da nicht gerne drin essen, wäre mir zu ungemütlich, ringsum von draußen beobachtet werden zu können. Aber genug andere Leute gehen da wohl gerne hin. In einem Kaff ist es anscheinend noch attraktiv genug, abends auf dem Hauptverkehrsplatz zu dinieren (da hat man was zum Gucken).

Für mich als Straßenbahnfahrgast find ich das Restaurant gut, es macht abends ein sympathisches Licht (warm, teilweise auch von den Kerzen) bis zur neuen Haltestelle rüber, und man fühlt sich auch abends von den Besuchern beobachtet auf dem Weg von der Haltestelle in die kleinen Straßen rein. (Im positiven Sinne - also man fühlt sich sicher beobachtet, falls mal Mist passiert.) Der Platz kriegt außerdem Abends nicht nur Licht von der Straßenbeleuchtung, sondern auch von dem Restaurant. In den kleinen Straßen Sandhofens fühl ich mich eh nicht "bedroht", wie gesagt, Sandhofen ist ein kleines beschauliches Nest. Übrigens ist auch die Platzbeleuchtung jetzt freundlicher (vorher war das kaltes Neon oder so, und die Plätze für die Lichtquellen nicht so gut ausgewählt). Geniale Lösung mit dem Restaurant (falls es sich hält). Und nicht wundern, ich war mal Opfer eines Gewaltanschlags auf der Straße und habe seitdem ein stärkeres Sicherheitsbedürfnis auf der Straße als andere Leute. Aber vielen Frauen wirds wohl genauso gehen. Jedenfalls war die Lösung mit dem Restaurant-Aquarium genial.

Die Begrünung (ein paar Bäume) ist noch arg spärlich, muss aber ja auch noch wachsen. Es ist trotz Bäumen noch Platz genug für den Markt da, und es gibt einen sympathischen und beleuchteten Brunnen, der Atmosphäre schafft, obwohl er sehr schlicht gestaltet ist. Der Boden ist gepflastert mit teils hellem blassgelbem hartem weißnichtwas, teils hellem Kies auf dem Weg, passt zum dörflichen Ambiente. Parkbänke sind auf dem Platz angelegt, ein paar Parkplätze auch (20 oder so).

Der Platz bietet Rundumsicht auf die Hauptstraße und die zweite belebtere Straße von Sandhofen, und tags wie abends sehe ich da oft alte Leute und Teenager, ältere Frauen mit Einkaufstüten, ältere Männer usw. herumsitzen oder -stehen und plaudern oder sich entspannen und die Umgebung genießen. Die Sandhofener suchen gerne den Platz auf. Obwohl viele davon Italiener aus den südlichen Provinzen sind und die Ausgestaltung des ganzen Platzes irgendwo zwischen Moderne und Beschaulichkeit, also weniger passt als ein traditioneller deutscher Platz (bitte steinigt mich nicht, bin kein Profi). Der Markt findet nach wie vor hier statt, aber in besserem Ambiente weil die Klohäuschen weg sind und der Rundbau mit dem Restaurant nett aussieht (tagsüber leuchtet der aber nix aus). Vorher gingen die Leute hier nicht wegen Markt + Platz hin, sondern nur wegen dem Markt.

Die neue Straßenbahnstelle hat bislang keine Graffitis und sieht gepflegt aus. Vielleicht, weil Leute nicht so gerne Graffitis an netten Plätzen machen (wo sie außerdem von den Restaurantgästen und der Bedienung dabei beobachtet werden können).

Das Gebäude mit dem beträuten Wohnen ist modern, aber sie haben sich immerhin etwas Mühe gemacht, sich ins Ortsbild einzufügen und das ist meinem Empfinden nach insgesamt gelungen.

Einziger Wermutstropfen: ein komischer Klotz mit Glasfassade und rausguckenden komischen farbigen "O"s östlich des Platzes, wo sich der Billigklamottenanbieter Tik einquartiert hat, ist irgendwie weißnicht wie man den Stil nennt, aber fügt sich nicht gut ins Straßenbild ein und eckt optisch unangenehm an, wenn man sich auf den Bänken entspannen will. Er passt auch nicht zum Rest des Platzes.

Eine etwas biederere Gestaltung hätte hier besser gepasst, besonders weil hier viele einheimische Dörfler und mittlerweile auch viele Italiener wohnen, die in Sandhofen am Ehesten das deutsche ländliche Pendant zu ihrer süditalienischen Kleinstadt gefunden haben für Mannheimer Verhältnisse. Und weil Mannheim und noch mehr Ludwigshafen ohnehin genug modernistische Schock-Ästhetik bieten. Das ist aber auch das einzige Problem. Insgesamt ist die Umgestaltung immer noch supernett, und solange man da keine weiteren aufmerksamkeitsheischenden Glasklötze reinbaut, bleibt der Platz sympathisch und ein Wohlfühlort.

Wenn dieser Platz statt dessen Ludwigshafener Stadtplaner in den 70ern in die Hände gefallen wäre, sie hätten den Ort endgültig ruiniert - und das bei bestem Wissen und Gewissen und im Glauben an die Zukunftsträchtigkeit und den Menschen von Morgen (also sie hätten Altbauten abgerissen, für noch mehr kühle Beleuchtung gesorgt, kalte Betonklötze überall hingestellt usw.).

Also: RESPEKT für eine insgesamt sehr intelligente, menschenfreundliche und behutsame Erneuerung der Endhaltestelle! Das Flair der Kleinstadt wurde nicht durch eine Anordnung von aufdringlichen, kalt, arrogant, egozentrisch und abweisend wirkenden Stahl-Beton-Glas-Klotzen kaputtgemacht, die für einen "interessanten Kontrast zwischen Vergangenheit und Zukunft" sorgen sollten, wobei Otto-Normalbürger vom Sinn hinter dem Kontrasteffekt nix mitbekommen hätte. Sondern er hätte nur gemerkt, die Bauten passen nicht zu einander und es hätte ihn sehr gestört, in seinem Geschmacksempfinden und seinem Behaglichkeitsempfinden. Und weil darauf Rücksicht genommen wurde, ist der Platz jetzt eine Attraktion geworden - was will man mehr. Diese Art von Architektur funktioniert.

Während viele supermoderne, geschichtslos konzipierte Plätze einfach leerstehen und die Einwohner zum Wohlfühlen dann zu Rothenburg o. d. Tauber, Heidelberg oder sonstwohin fliehen. Sorry, wenn ich auf solchen Selbstverständlichkeiten so herumpoche, aber vielen in der Gilde der Architekten ist und war sowas nicht klar. Und darunter habe ich sehr gelitten (ich komme aus Ludwigshafen und da wurden wir wiederholt mit kontraproduktiven visionären architektonischen und stadtplanerischen Visionen und ihrer Ausführung geplagt... die die Stadt auf Dauer superhässlich und fast unbewohnbar gemacht haben...).

Geändert von Robinium (15.06.10 um 22:21 Uhr)
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Alt 16.06.10, 01:09   #8
digger
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Hi Robinium

Dein erster Beitrag hier - also erstmal ein Willkommen.

Zu deinem Bericht, generell bin ich deiner Meinung das der Umbau gelungen ist. Zumindest wenn man den vorherigen Zustand kannte.

Der alte Platz wurde nur wegen der Haltestelle besucht. Der Wochenmarkt fand damals immer am Mönchsplatz statt. War ja auch kein wirklicher Platz an der Endstelle. Das neue Beleuchtungskonzept ist deutlich besser, wobei es bei der ersten Nächtlichen vorbeifahrt auch etwas an ne Landebahn oder Fussballstadion erinnerte. (Weil es so Hell ist).
Die Hohen anthrazitfarbenen Leuchten gefallen mir ganz gut. Das Helle (gelbliche) Plaster strahlt natürlcih auch mehr Licht ab als dunkler Beton und Waschbetonplatten.

Nachteil des hellen Pflasters ist das es schnell schmutzig wird.

Das Platzhaus oder vielmehr der Italiener ist nicht neu, er ist lediglich von der anderen Straßenseite aus umgezogen. War selbst noch nie da, aber er hat einen sehr guten Ruf. Das alte Restaurant war zu klein, daher bot sich das an. Ich denke auch das er sich hält.

Das Haas Haus welches du angesprochen hast finde ich garnicht so schlecht. Es ist sehr auffällig, das stimmt. Aber die beiden Nachbargebäude sind banale Nachkriegsbauten. Bilder habe ich noch irgendwo muss ich mal schauen.

Wenn dann die Bäume angewachsen sind wird das denke ich noch mal etwas angenehmer.
Der Platz an sich wird wirklich gut angenommen, hätte ich nicht gedacht. Es sitzen bei schönem Wetter immer Leute auf den Bänken und unterhalten sich, während die Kinder in diesem kleinen Plansch *äh Brunnen spielen.

Die Baumscheiben waren bis vor kurzem mit Kieselsteinen aufgefüllt, da diese aber immer über den ganzen Platz verteilt lagen wurde das geändert.

Der Bau des Pflegeheimes und betreuten Wohnens mit der halbrunden Seite in Richtung Platz hätte man meines Erachtens auch einen Stock höher machen können. Ich finde das ganze wirkt etwas flach. Der Neubau der Eigentumswohnungen der gerade im Bau ist bekommt auch ein Stockwerk mehr.

Zu wünschen wäre es wenn sie den Straßenausbau / Neubau noch weiterziehen. Also die Schönauerstraße und die Domstiftstraße.
Schönauerstraße hört die neue Straße nach dem Penny Markt /Sparkasse auf. Domstiftstr. ist ja auch nur ein Teil vorne neu.
Ggfl. auch noch die Kalthorststraße - dort befinden sich ja auch noch einige Geschäfte. Bei der Finanzlage von Mannheim wird das aber nichts^^

Seit einer Weile ist ein verstärkter Zuzug von neuen Einwohnern festzustellen. Das liegt natürlich nicht nur an der Platzneugestaltung
Allerdings wird es immer schwieriger eine gescheite und bezahlbare Wohnung zu finden. Im alten Ortskern werden immer mehr alte Scheunen zu Wohnhäusern umgebaut, auch hochwertig - vielleicht wird es ja bald besser.





Bilder hatte ich mal eingestellt in einem anderen Beitrag. (sind aber schon über 1 Jahr alt die Bilder)

http://http://www.deutsches-architektur-forum.de/forum/showpost.php?p=224116&postcount=43

Geändert von digger (16.06.10 um 04:25 Uhr)
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Alt 16.06.10, 15:09   #9
Robinium
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Hallo digger,

Zitat:
Zu deinem Bericht, generell bin ich deiner Meinung das der Umbau gelungen ist. Zumindest wenn man den vorherigen Zustand kannte.
Oh ja. Habe selten einen Platzumbau gesehen, der so einen extremen Unterschied macht und so gut funktioniert, d. h. von den Leuten angenommen wird. Auch wenn man vielleicht das eine oder andere noch hätte besser machen können, die Wirkung hätte kaum besser werden können. Und genau darauf kommt's ja an.
Zitat:
Der Wochenmarkt fand damals immer am Mönchsplatz statt.
Oh, da hatte ich es falsch in Erinnerung. Wohne auch noch nicht so lange hier. Danke für die Richtigstellung.

Zitat:
Der Platz an sich wird wirklich gut angenommen, hätte ich nicht gedacht. Es sitzen bei schönem Wetter immer Leute auf den Bänken und unterhalten sich, während die Kinder in diesem kleinen Plansch *äh Brunnen spielen.
Der Brunnen hat mich am meisten verblüfft. Ich dachte zuerst, oje, warum bauen die da ein Teil hin, das aussieht, als würde ein Gulli überlaufen. Aber genau das ist das Geniale an dem Teil: es ist nicht nur ein Brunnen, sondern er ist klasse zum Spielen und auch für kleine Kinder ungefährlich (keine glitschigen Kanten zum Knieaufschlagen). 10 % der belebenden Wirkung des neuen Platzes hängt mit diesem Brunnen zusammen, schätz ich mal. Unglaublich, was sowas ausmacht.

Den nächsten neuen Brunnen in Mannheim oder sonstwo können sie daher meinetwegen gerne aussehen lassen wie einen Hydranten, denn auch wenn das nicht so "hübsch" ist, Hauptsache den Kindern gefällts und sie spielen gerne damit.

Zitat:
Das neue Beleuchtungskonzept ist deutlich besser, wobei es bei der ersten Nächtlichen vorbeifahrt auch etwas an ne Landebahn oder Fussballstadion erinnerte. (Weil es so Hell ist).
Glaube, gerade das Helle macht auch viel von der Wirkung aus, denn wenn man erst mal auf dem Platz sitzt, wirkt das angenehm und "sicherer" als wenn es nicht so hell wäre. Mit einer kalten Lichtfarbe hätte das aber nicht so geklappt.

Zitat:
Das Haas Haus welches du angesprochen hast finde ich garnicht so schlecht. Es ist sehr auffällig, das stimmt. Aber die beiden Nachbargebäude sind banale Nachkriegsbauten. Bilder habe ich noch irgendwo muss ich mal schauen.
Ich finde, er wirkt zu arg großstädtisch für das Städtchen und den restlichen Platz, irgendwie wie reingebeamt. Wobei stimmt, es hätte von der Ästhetik her auch schlimmer sein können (Aachener Uniklinik oder so), und die Bauten daneben sind langweilig.

Zitat:
Der Bau des Pflegeheimes und betreuten Wohnens mit der halbrunden Seite in Richtung Platz hätte man meines Erachtens auch einen Stock höher machen können. Ich finde das ganze wirkt etwas flach. Der Neubau der Eigentumswohnungen der gerade im Bau ist bekommt auch ein Stockwerk mehr.
Mich stört die Höhe nicht, sieht vielleicht für den Bau isoliert betrachtet nicht so optimal aus, aber ich finde, so fügt sich das Pflegeheim besser ins Stadtbild und hat nicht die Wirkung "Klotz erschlägt Stadtzentrum". Gerade die halbrunde Seite Richtung Platz hätte bei einem Stockwerk mehr womöglich zu aufdrängelnd gewirkt.

Zitat:
Seit einer Weile ist ein verstärkter Zuzug von neuen Einwohnern festzustellen. Das liegt natürlich nicht nur an der Platzneugestaltung
Stimmt, ich bin einer von ihnen Und sicher liegt es nicht nur an der Platzneugestaltung, aber ein schönes belebtes Ortszentrum wirkt einfach einladender und für einen potentiellen Zuzügler attraktiver als der triste Zustand vorher.

Geändert von Robinium (16.06.10 um 15:24 Uhr)
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Alt 18.06.10, 23:15   #10
kato2k8
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Kommen mittlerweile eigentlich die Busse - v.a. Linie 50 - da wieder raus, ohne womöglich mit Fahrgästen im Dreieck zu wenden? (hab ich da auch schon durchaus erlebt)
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Alt 19.06.10, 00:24   #11
digger
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Wie meinst du das?

Soweit ich weiß fahren die Busse von der Schönauer oder Domstiftstr. aus kommend zur Endstelle, dann die Leinenstraße ein Stück runter und um den Neubau herum wieder zurück in Richtung Stich. Sie umfahren also den Neubaukomplex, über diese neu angelegte Straße (weiss gerade nicht wie die heißt)
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Alt 25.01.12, 19:53   #12
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Mannheim: Boulevard Kaiserring (geplant)

Auf dem Kaiserring, dem Ringabschnitt zwischen Hauptbahnhof/Willy-Brandt-Platz und Wasserturm/Friedrichsplatz drängen sich derzeit die Fußgänger auf den Gehsteigen neben bis zu sechs Fahrspuren, drei Gleisen und zwei Parkspuren. Durch die Überfüllung mit Verkehrsinfrastruktur sowie die uneinheitliche Optik hat dieser Raum derzeit praktisch keine Aufenthaltsqualität und enthält u.a. in Form einer Fußgängerunterführung auch Angsträume.

Im Rahmen einer großräumigen Umgestaltung soll sich dies nun ändern. Hierfür soll die Anzahl der Fahrspuren für den MIV durchgehend reduziert, die Gleise in der Mitte des insgesamt 54 Meter (!) breiten Boulevards zu Rasengleisen umgestaltet, die Fußgängerbereiche an den Seiten zu Flanierbereichen verbreitert sowie entlang des gesamten Ringabschnitts aufgeforstet werden.

Mit einbezogen wird auch der angrenzende Tattersall, ein Straßenbahnknotenpunkt östlich des Kaiserrings, der mit diesem funktional verbunden ist.

Das Projekt wurde im letzten Jahr ausgeschrieben und resultierte in einer Mehrfachbeauftragung von drei Teams aus Verkehrsplanungs- und Landschaftsarchitekturbüros. Von allen drei Büros werden Elemente in die Endplanung einfließen. Die Entwürfe unterscheiden sich hauptsächlich in Detailfragen; bedeutender Unterschied ist teilweise jedoch der Rückbau der denkmalgeschützten Haltestellenanlage des Tattersalls.

Derzeit ist die Planung im Ausschuss für Umwelt und Technik Thema, der die Endplanung festlegen und beauftragen soll.

Im folgenden kommen die im Rahmen des Wettbewerbs entstandenen Perspektiven, hier beispielhaft mal die des zweiten Siegers, des Landschaftsarchitekturbüros club L94 aus Köln.

Flanierbereich


Kaiserring vom Bahnhofsvorplatz


Tattersall


Zusammenfassung
Projekt: Umgestaltung des Kaiserrings und des Tattersall
Budget: 9 Millionen Euro
Gesamtfläche: ca 2,2 Hektar
Bauzeit: ab 2015

Bildquelle alle Bilder: club L94, Köln
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Alt 13.08.12, 11:56   #13
MAKanak169
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Weiß einer eigentlich von euch irgendetwas über die Bauvorhaben im P5 Fressgasse? Da soll ja noch ein Abriss stattfinden um eine moderneren und funktionelleren Gebäude Platz zu schaffen.
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Alt 17.08.12, 18:53   #14
mojoma
 
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Hat von euch jemand eine Ahnung, was in der Neckarauer Straße neben dem McFit entstehen soll?
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Alt 28.02.13, 02:53   #15
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Mannheim Inter Zentrale

Die Inter Versicherungsgruppe hat vor, ihren Standort in Mannheims Luxusviertel Oststadt radikal zu sanieren und ihre zweiteiliges Gebäude aufzustocken. Jedoch beschweren sich die Bürger und sind strickt dagegen. Sie befürchten, dass dadurch mehr Gewerbe in dem Viertel sich ansiedeld ("theoretisch ist es unmöglich, weil die Stadtteil voll mit luxuriösen Stadtvillen befüllt ist). Aber so ist halt der Mensch!

Anbei noch ein Link über das Projekt:
http://www.morgenweb.de/mannheim/man...er-zu-1.931932

Geändert von MAKanak169 (28.02.13 um 10:25 Uhr)
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