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Alt 09.05.18, 21:45   #1
LEonline
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Leipzig: Sternburg-Brauerei - neuer Wohnstandort (Sterni bleibt!)

Die ehem. Sternburg-Brauerei in Lützschena-Stahmeln soll als Wohnquartier revitalisiert werden und die noch erhaltenen Gebäude als wichtiges architekturhistorisches Zeugnis der 1920er Jahre erhalten bleiben:

https://www.focus.de/regional/leipzi...d_8904932.html
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Alt 10.05.18, 11:03   #2
Cowboy
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^ Die LVZ berichtet jetzt auch von den Plänen zur alten Sterni-Brauerei in Lützschena und verlinkt am Ende des Artikels noch einmal den tollen Multimedia-Blog zum Sternburg-Gelände.

Ich bin gespannt, welche Art Neubauten auf dem Areal gebaut werden. Das Gelände liegt ja schon sehr weit außerhalb der Stadt, aber dennoch im Norden von Leipzig, wo in den letzten 15 Jahren mehr als 30.000 neue Arbeitsplätze entstanden sind. Von daher könnte es ein sehr interessantes Neubauprojekt rund um die alten Industriegebäude werden, der Bedarf an Wohnraum gerade dort ist da. Aber wenn ich lese, dass man sich gerade mal um eine Kindertagesstätte und einen Einkaufsmarkt bemüht, dann ist das zu wenig. Dann klingt das nach einer weiteren Einfamilienhaustristesse. Ich hoffe, dass es dazu nicht kommt.

Im weit auseinander gezogenen Lützschena-Stahmeln gibt es nur eine kleine Grundschule mit zwei verschiedenen und drei Kilometer voneinander entfernten Standorten, deren Bestandsgebäude schon jetzt mehr als eine bloße Frischkur nötig haben. Da kann man schon jetzt sagen, dass die Kapazitäten dort bald nicht mehr ausreichen werden, aber reagiert wird sicher erst dann, wenn es wieder zu spät ist. Das nur als ein Beispiel.

Wenn die Pläne konkreter werden, kann ich das Thema gern in einen eigenen Thread auslagern.
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Alt 11.05.18, 03:36   #3
LE Mon. hist.
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Begründung zum Bebauungsplan Nr. 445
„Wohnquartier Zur Alten Brauerei“ (Aufstellungsbeschluss)
https://ratsinfo.leipzig.de/bi/vo020...OLFDNR=1009358

Zitat:
2017 hat die Eigentümerin das Areal der ehemaligen Sternburg-Brauerei erworben, um das Gelände einer neuen und nachhaltigen Nutzung zuzuführen. Im Vorfeld wurde dazu eine erste städtebaulicher Idee erarbeitet, die den Erhalt des denkmalgeschützten Gebäudebestandes und seiner gebietsprägenden Wirkung vorsieht. Ergänzt durch Neubauten soll eine neue Wohnanlage entstehen, die für unterschiedliche Haushaltsgrößen Wohnraum zur Verfügung stellt. Das Konzept des Wohnquartiers soll die Grundlage für die Aufstellung des notwendigen Bebauungsplanes bilden.
Um die im STEP Zentren benannte räumliche Versorgungslücke in der Ortslage Lützschena schließen zu können, soll weiterhin eine Potenzialfläche für einen Einzelhandelsstandort (unterhalb der Großflächigkeit) im südwestlichen Plangebiet auf dem städtischen Grundstück (Flurstücksnummer 66/a) vorbehalten werden.
Zusätzlich soll eine Kindertagesstätte im Plangebiet errichtet werden, die zur langfristigen Deckung der benötigten Unterbringungskapazitäten im Versorgungsraum Leipzig-Nordwest beitragen soll.
Das Plangebiet zeichnet sich durch eine verkehrsinfrastrukturell gut erschlossene Lage aus (ÖPNV-Anschluss an der Halleschen Straße; S-Bahn-Haltepunkt Leipzig-Lützschena, Bundesstraße 6 sowie Bundesautobahn 14 in nördlicher Umgebung) und ist damit für eine Nutzung als Wohnquartier geeignet.
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Alt 11.03.19, 18:52   #4
DAvE LE
Dave Tarassow
 
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Zitat:
Das Dezernat Stadtentwicklung und Bau informiert:

„Zur Alten Brauerei“: Konzept für Wohnquartier steht

Das Anfang der 1990er Jahre stillgelegte Betriebsgelände der Sternburg-Brauerei im Ortsteil Lützschena-Stahmeln soll nachgenutzt und revitalisiert werden. Auf den etwa 51.000 Quadratmetern wird ein attraktives Quartier mit etwa 350 Wohnungen, einer Kindertagesstätte, einem Lebensmittelmarkt und kleinerem Gewerbe geplant. Das Stadtplanungsamt gemeinsam mit dem Käufer Hillebrand & Partner GmbH haben fünf Planungsbüros beauftragt, ihre Konzepte einzureichen. Der mit 13.000 Euro dotierte Siegerentwurf für das Gebiet zwischen Hallesche Straße, der Straße Zur Alten Brauerei und Bahnstraße stammt von der Arbeitsgemeinschaft Schulz und Schulz Architekten I Bayer Uhrig Architekten I Franz Reschke Landschaftsarchitektur.

Baubürgermeisterin Dorothee Dubrau sagt: „Beispielgebend ist für mich, dass sich der neue Eigentümer eines Großteils der Flächen zu einem konkurrierenden Verfahren entschieden hat und jetzt auch ein mehr als zufriedenstellendes Ergebnis vorliegt. Die ausgesprochen gelungene Verbindung der historischen, ortsbildprägenden Bausubstanz mit einer modernen Ergänzungsbebauung, die Sicherung von Anteilen sozialen Wohnungsbaus und ein überzeugendes Grünkonzept, wird in Lützschena ein attraktives und den Ortsteil belebendes Wohnquartier schaffen.“

Vorgabe war unter anderem, dass Baudenkmäler des Areals behutsam in der Planung berücksichtig werden. Ein Großteil der auf dem Grundstück verbliebenen Gebäude, Keller und Luftschutzbunker sind solche Kulturdenkmäler. Sie sollen – instandgesetzt und modernisiert – Teil des Gesamtkonzeptes werden. Nach jahrzehntelangem Leerstand und Verfall soll von der Entwicklung des Gebiets auch das Umfeld profitieren. Wichtig war, dass die Freiräume in dem Areal besonders sorgfältig geplant werden und ökologische Aspekte, wie etwa der Umgang mit Regenwasser, eine tragende Rolle spielen. Zudem sollte ein möglichst breites Spektrum unterschiedlicher, auch gemeinschaftlicher Wohnformen bedacht werden. Ein nachhaltiges Mobilitätskonzept und der sparsame Umgang mit Grund und Boden waren weitere Anforderungen. Die Arbeitsgemeinschaft Schulz und Schulz Architekten I Bayer Uhrig Architekten I Franz Reschke Landschaftsarchitektur überzeugte die Jury schließlich unter anderem mit der Inszenierung der Bestandsgebäude. So soll etwa das denkmalgeschützte Turmhaus im Sinne historischer Planungen baulich erweitert und die eingeschossigen ehemaligen Abfüllhallen in Teilen aufgestockt werden.

Die eingebundenen Gutachter empfehlen nun eine zeitnahe Überarbeitung des siegreichen Entwurfs in einigen Details. Das Konzept soll dann eine Grundlage für die Entwicklung des Bebauungsplans Nr. 445 sein. Alle Entwürfe sind bis zum 22. März in der vierten Etage des Neuen Rathauses auf der Ausstellungsfläche neben dem Stadtmodell zu sehen. Am Montag, den 25. März, findet um 17.30 Uhr in der Feuerwache Lützschena eine Informationsveranstaltung zu den erzielten Ergebnissen und zum Bebauungsplan „Wohnquartier Zur Alten Brauerei“ statt.
Quelle: PM Stadt Leipzig


Grafik: Arbeitsgemeinschaft Schulz und Schulz Architekten | Bayer Uhrig Architekten |Franz Reschke Landschaftsarchitektur


Grafik: Arbeitsgemeinschaft Schulz und Schulz Architekten | Bayer Uhrig Architekten | Franz Reschke Landschaftsarchitektur
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Alt 21.03.19, 18:42   #5
hedges
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^ Das sieht auf den ersten Bildern nach einer richtigen Qualität aus. Vor allem, weil es nicht gerade der beste Standort in Leipzig ist. Diese Qualität hätte man auch gerne bei der Naumannschen Brauerei in Plagwitz gesehen.
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Alt 25.03.19, 17:31   #6
Cowboy
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Ich habe das Projekt mal ausgegliedert. Alle wichtigen Informationen dazu in Kurzform:
  • Es entstehen in 3 Bauabschnitten etwa 350 neue 2 bis 5 Zimmer große Wohnungen
  • Die Wohnungen in den zwei denkmalgeschützten Häusern sollen verkauft, jene in den Neubauten vermietet werden
  • 30 Prozent der neuen Wohnungen entstehen als sog. Sozialwohnungen mit Mietpreisbindung
  • Eine Kita ist ebenso geplant und auch eine kleine Gaststätte
  • Der 1. BA soll im Frühjahr 2020 starten und schon Ende 2021 fertig sein
  • Investoren sind Hildebrand & Jürgens, die Architektur kommt vom Leipziger Büro Schulz & Schulz
  • Die Baukosten beziffert der Investor mit einem niedrigen dreistelligen Millionenbetrag: "Vorne steht eine 1"
  • Am 25.03. um 17:30 (äh, also irgendwie jetzt) werden die Pläne in der Feuerwache Lützschena vorgestellt

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Alt 08.09.19, 19:38   #7
LEonline
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Aktuelle Bilder von der Sternburg Brauerei in Lützschena. 2020 soll es dann mit der Umwandlung zu einem Wohnquartier losgehen.







Sternburg-Villa (Architekt Julius Zeißig) im neogotischen Stil


Bonus: Hainkirche St. Vinzenz

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