Dresden: Seevorstadt - Prager Straße

  • Mikroapartments Wiener Strasse 38-42

    Update (zuletzt

    :(




  • Home Base Studentenapartments

    Gleich daneben können "Rendite-Apartments" erworben werden. Klingt irgendwie nicht nach Baukultur ;)




  • Die Sanierung erscheint gewohnt hochwertig.
    Schade ist es jedoch um das vordem vorhandene "Balkonraster", das der Hochhausfassade eine stärkere Tiefe gab, die die "Blockhaftigkeit" des Baukörpers wohlutend durchbrach und ihm so bei aller Schwere eine gewisse Leichtigkeit verlieh.

  • ^ In der Tat, wobei ich es durchaus auch mal gutheisse, wenn man Balkone schließt. Es muss aber danach gut ausschauen, was auch hier eigentlich der Fall ist.
    Ich lehne es persönlich aber ab, dass bei Studentenhochhäusern seit Jahren immer so vorgegangen wurde.
    Irgendwie pragt für mich an jedem solchen Ex-Balkon quasi ein Schild: "Bologna-Reform" - Straffung der Nutzqualitäten des Humankapitals.
    Es ist sicher kein Zufall, dass es so ist wie es heutzutage gemacht wird.

  • Sidonienstraße 18

    Obzwar es bereits im sprichwörtlichen Blätterwald gerauscht hatte, konnte man bisher kaum an ernsthafte Planungen für die Grundstücke an der Ostseite des Wiener Platzes glauben. Jedoch scheint man sich bereits vor geraumer Zeit (2009) Gedanken über eine Entwicklung der Flächen gemacht zu haben. Diese dürften jedoch aufgrund der ungeklärten Flächenlage versandet sein.


    Die verlinkte "Studie" sieht einen Abriss des leerstehenden Bürogebäudes Sidonienstraße 18 (Telefunkenhaus) aus der Vorkiegszeit vor. Folgen soll augenscheinlich ein Gewerbebau mit oberirdischen Parkdecks, die die Tunneleinfahrten Wiener Platz teils überbauen dürften.


    https://stranskyprojekt.de/ref…%BCcksentwicklung-dresden

  • Spitzenidee, einen der an der Hand abzuzählenden Altbauten in der Seevorstadt abzureißen. Als nächstes die Reichsbahn bitte, dann dürften wir alle haben.

  • Wiener Platz Ost

    Passend zum Vorbeitrag hat die Stadt Dresden gemeinsam mit der VEM GmbH und dem Bundeseisenbahnvermögen ein Werkstattverfahren initiiert, das sich explizit mit der Ostseite des Wiener Platzes beschäftigt.


    Hier der Beitrag der Rohdecan-Architekten:


    http://www.rohdecan.de/de/02-PROJEKTE//181212-DD55


    Diese planen ein großstädtisch dimensioniertes Wohn- und Gewerbequartier, das sich mit einem Hochpunkt eindrucksvoll in die Petersburger Straße drängt und den Wiener Platz endlich auch nach Osten hin sinnvoll abschließt. Ein guter Entwurf!

  • Sehe das wie Saxonia. Aber wenn schon ein Werkstattverfahren angeleiert wurde, kann man sich den Erhalt der Vorkriegsgebäude wohl in die Haare schmieren.
    Ein Hochhaus würde auf die Ecke trotzdem prinzipiell passen, kommt halt stark auf den tatsächlichen Entwurf an.

  • Hast du dir den Beitrag von Rohdecan/Querfeldeins angesehen? Dort ist doch das Telefunken- und Reichsbahngebäude erhalten. Nur die durchaus qualitätvollen Erweiterungsbauten der Reichsbahnverwaltung aus den späten 50ern müssten weichen.
    Interessant dürften die anderen Teilnehmer des Werkstattverfahrens sein. Und natürlich etwaige Realisierungschancen.

  • Ich hab erst jetzt gesehen, dass das Telefunkenhaus wohl irgendwie umbaut werden soll. Im Text stand davon nichts. Oder ich hab das zwischen den ganzen Phrasen überlesen.

  • ^Danke, und herzlich willkommen!


    Dieses Projekt war mir zumindest bislang noch unbekannt. Ich gestehe, die Hochhausplanung finde ich an dieser Stelle durchaus attraktiv. Der sehr lange Wiener Platz wurde ja vor der Zerstörung östlich durch das Direktionsgebäude der Staatseisenbahn begrenzt, davor befand sich der Busbahnhof der Städtischen Straßenbahn bzw. der KVG Sachsen.


    Genau auf diesem erhebt sich der Hochhauskörper. So erhielte der städtebaulich unterentwickelte, um nicht zu sagen völlig desaströse Bereich rechts und links des östlichen Gleisvorfeldes erstmals seit 1945 wieder eine städtebauliche Fassung, die so sogar stimmig wirken könnte, sieht man die THW südlich der Bahn als quasi historisches Pendant. Aufgrund der Weite der Verkehrswege und des Fehlens nahezu jedweder maßstabsgebender Bebauung von Qualität (die ehem. Verkehrshochschule kan man fast als den einzigen derartigen Baukörper rund um Strehlener und Wiener Straße ansehen) ist für mich die südliche See- und nördliche Südvorstadt der einzige Bereich der Innenstadt, wo ich mir ein "Hochhauscluster" in maßvoller Höhe durchaus vorstellen kann. Zumal ja auch schon "Vorarbeit" geleistet wurde: man nehme die Hochhäuser am Wiener Platz, an der Gellertstraße, am Strehlener Platz (incl. Ingenieurshochschule), an der Strehlener Straße und natürlich nicht zu vergessen die heutige THW.


    Zumal für die Streifen entlang der Hochgleisanlage nach heutigen Maßstäben wohl sowieso in erster Linie Bürobauten in Frage kommen dürften...


    Schön auch, wie maßvoll mit den letzten Vorkriegsbauten an der Sidonienstraße verfahren werden soll.

  • Wiener Platz Ost

    Herzlichen Dank für den interessanten Fund.


    Ehrlich gesagt kann ich mit dem Beitrag relativ wenig anfangen. Zwar ist es eine interessante Variante, das Hochhaus direkt an der Kopfseite des überlangen Wiener Platzes zu platzieren, aber insgesamt wirkt der Entwurf zu isoliert und gegenüber der Reststadt gleichsam abgeschottet. Es werden nur wenige Bezüge zur Umgebung aufgebaut. Die Abstandsflächen wirken unmotiviert und die Bebauung an der Bahntrasse zu stark konzentriert.
    Hier empfinde ich den Beitrag der Rohdecan-Architekten als durchaus ausgewogener und insgesamt durchdachter.

  • Städtebaulich finde ich den Entwurf von Rodecan ganz ausgezeichnet. Er schafft es tatsächlich, an einem der wohl totesten Ecken DDs ein Stück Stadt zu bauen. Mir gefallen die Wegebeziehungen zum Platz sowie über die Brücke in Richtung Norden und die beiden Blöcke an der St. Petersburger Straße, die gemeinsam mit der Tortenecke am Wienerplatz dort wieder eine Verdichtung schafft, der Bestand aber trotzdem erhalten bleibt. Sehr schön :daumen:


    Schellenberg-Bäumler ist mir etwa zu verbaut und schafft einige Ecken, die das Potential haben - vor allem in diesem Teil der Stadt - schnell zu Angsträumen zu verkommen. Ist für die kleine Fläche auch ein bisschen zu eng und dicht. Außerdem fehlen mir die Beziehungen mit der angrenzenden Gebieten. Die Tunneleinfahrt bleibt hier eine Barriere, die nicht angefasst wird. Auch der Bestand wird nicht eingebunden. Ein bisschen 70er die Planung, finde ich...
    Das Hochhaus hingegen gefällt mir auch gut. Ein kleines Cluster könnte ich mir hier auch gut vorstellen.

  • Seevorstädtische Impressionen - 12.11.

    Wir betreiben etwas Stadtarchäologie im Grenzgebiet zwischen Wilsdruffer und Seevorstadt.


    Größere Rudimente des historischen Straßennetzes haben sich hier bis heute erhalten, zum Teil noch mit originalem Pflasterbelag und Granitplattenfußwegen. Die Bebauung der 1960er Jahre rückt dabei meist von den überlieferten Straßenrändern zurück. Während die meist sehr schmalen und ehemals mit meist niedrigen Häusern randständig bebauten Fahrbahnen der historischen Gassen also erhalten geblieben sind, wirkt der Straßenquerschnitt insgesamt heute mit den begleitenden Grünanlagen weitaus großzügiger. Dies war beim Wiederaufbau durchaus so beabsichtigt, sorgt heute aber für das fast völlige Fehlen jedweden urbanen Gefühls in dieser einst von überquellendem proletarischem Leben nur so pulsierenden Ecke.



    Am See, Blick zurück zur Annenstraße.




    Die Liliengasse zeigt sehr anschaulich das oben beschriebene Phänomen. Der frisch fertig gestellte Neubau im Hintergrund rückt hingegen wieder an den Fußweg heran. Die versetzte Kreuzung von Seiler-, Röhrhofs- und Liliengasse ist noch original.




    Röhrhofsgasse. Links ist selbst die abgeschnittene Ecke des zerstörten Eckhauses noch am Verlauf von Fußweg und Begleitrasen abzulesen.




    Als Fremdkörper wirkt der Neubau Liliengasse/Weinligstraße.




    Blick durch den Hof zwischen den Wohnzeilen zur Annenkirche.




    Originaler Granitplattenfußweg der Liliengasse mit ausgemauertem Gaslaternenfundament.




    Liliengasse, Blick zur Josephinenstraße.




    Neubau Liliengasse von der Josephinenstraße gesehen. In Höhe des grünen Straßenschildes bzw. der Straßenlaterne links mündete bis zur Überbauung in den 1960er Jahren die Humboldtstraße ein.


  • Sehr interessant. Ist schon makaber wie wir heute noch über die Gehwegplatten gehen können, obschon alles angrenzende unwiederruflich zerstört wurde.:nono:

  • würfliger Neubaureigen Wiener Strasse - update vom 8.11.
    zuletzt #182 und #183
    Blicke beginnend vom Richard-Strauss-Platz



    Umgegend der gelben Villa Baron





    ^ Blick rücklings vom Bahndamm