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Alt 15.08.19, 12:19   #166
Odysseus
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Odysseus kann im DAF auf vieles stolz seinOdysseus kann im DAF auf vieles stolz seinOdysseus kann im DAF auf vieles stolz seinOdysseus kann im DAF auf vieles stolz seinOdysseus kann im DAF auf vieles stolz seinOdysseus kann im DAF auf vieles stolz seinOdysseus kann im DAF auf vieles stolz seinOdysseus kann im DAF auf vieles stolz seinOdysseus kann im DAF auf vieles stolz seinOdysseus kann im DAF auf vieles stolz seinOdysseus kann im DAF auf vieles stolz sein
WAS FÜR EINE VERPASSTE CHANCE.

Das ist das erste, was mir zu den Bildern einfällt. Das sieht so blöd aus. Wie einige Vorredner schon ansprachen, stimmt hier nichts. Die Dachausbildung ist eine Katastrophe, die Farbwahl ein Desaster, die angedeuteten Gesimse wirken völlig unmotiviert an der Fassade platziert, wie aufgeklebt. Was wurde aus der Idee des blauen Erkers, der ist alles, aber nicht wirklich blau.

Und dann noch dieses gesamte Experiment direkt neben dem wichtigsten Bürgerhaus der Stadt, dem Goethehaus. Mir tut der Bau so leid, weil er jetzt wie eine Karikatur wirkt. Mich erinnert der Neubau an einen umgenutzen Bunker. In einigen deutschen Großstädten findet man heute solche Fälle der Umnutzung. Es ist so abweisend und durch die Farbgestaltung derart infantil, dass es mich graut.

Ja, auch in der neuen Altstadt ist nicht alles gelungen, aber bei dem, was hier veranstaltet wurde, wünscht man sich, man hätte das Altstadtkonzept auf diese Straße übertragen.

Geändert von Odysseus (15.08.19 um 13:41 Uhr)
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Alt 15.08.19, 12:41   #167
Regent
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Regent hat eine wundervolle ZukunftRegent hat eine wundervolle ZukunftRegent hat eine wundervolle ZukunftRegent hat eine wundervolle ZukunftRegent hat eine wundervolle ZukunftRegent hat eine wundervolle ZukunftRegent hat eine wundervolle ZukunftRegent hat eine wundervolle ZukunftRegent hat eine wundervolle ZukunftRegent hat eine wundervolle ZukunftRegent hat eine wundervolle Zukunft
Da werden Erinnerungen an die schlimmsten Auswüchse der Postmoderne wach – back to the future sozusagen. Ich empfinde das Ergebniss als kitschig und geradezu grotesk. Mir gefällt eigentlich nichts an dem Gebäude, es wirkt wie eine völlig beliebig zusammengewürfelte Collage. Insgesamt hat man eher den Eindruck das es sich hier um die Rückseite einer Themenpark-Attraktion handelt. Fehlt eigentlich nur noch die Laderampe.
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Alt 15.08.19, 14:31   #168
marty-ffm
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Ich kann die eher negativen Äußerungen hier schon verstehen. So stimmig sieht das Ganze auf den Bildern in der Tat wirklich nicht aus. Wir sollten allerdings erstmal das Gesamtergebnis abwarten bevor wir derart auf das jetzt schon Sichtbare eindreschen. Die Fassade ist schließlich noch nicht ganz fertig und es kommen noch ein paar Details hinzu.

Ferner dürfen wir nicht vergessen, dass es sich nunmal um einen Museumsneubau und kein Wohnhaus handelt. Die kostbaren Ausstellungsstücke vertragen kein Licht, so dass man nicht einfach ein „normales“ Altstadthaus mit regelmäßigen Fenstern hätte bauen können. Wir können froh sein, hier überhaupt ein paar Fenster zu haben, da Mäcker hinter die Fensteröffnungen die Treppe platziert hat, damit kein natürliches Licht in die Ausstellungsräume gelangen kann. Die anderen Wettbewerbsentwürfe sahen dementsprechend noch abweisendere Fassaden vor (siehe #17).

Diese grundsätzliche „Hürde“: Museumsbau in Wohn- bzw. Geschäftsstraße wurde daher in meinen Augen gar nicht so schlecht gelöst. Insbesondere die angedeutete Kleinteiligkeit des Baus mit drei visuell voneinder getrennten Bauteilen finde ich gelungen. Auch die Tatsache, dass die Fassade abwechslungsreich gestaltet wird und dem Auge mehrere Orientierungspunkte bietet, ist sehr positiv. Natürlich kommen Erinnerungen an die Postmoderne hoch, aber Anleihen an die 60er- oder 70er Jahre wären an dieser Stelle noch weniger angekommen. Und wo passt eine Art Postmoderne besser hin als neben ein spätbarockes Gebäude? Hier ist ein Architekt endlich einmal, wie hier im Forum oftmals gefordert, auf die unmittelbare Umgebung eingegangen und hat nicht einfach nur einen Solitär entworfen. Ob die gewählten Farben jetzt so gelungen sind ist eine andere Frage. Aber die bleichen bekanntlich auch aus.
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Alt 15.08.19, 14:53   #169
Odysseus
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Zitat:
Ferner dürfen wir nicht vergessen, dass es sich nunmal um einen Museumsneubau und kein Wohnhaus handelt. Die kostbaren Ausstellungsstücke vertragen kein Licht, so dass man nicht einfach ein „normales“ Altstadthaus mit regelmäßigen Fenstern hätte bauen können.
Klar kann man Fenster in einen Museumsbau einbauen. Man schaue auf das neu eröffnete Palais Barberini, ein Museum der Spitzenklasse, in dem die teuersten Werke dieses Planeten ausgestellt werden. Würden die besten Museen der Welt ihre Bilder hierher verleihen, wenn sie Angst haben müssten, dass sie beschädigt werden?

Es gibt heute so viele intelligente Möglichkeiten, wie man ein nach außen offenes Museum mit den konservatorischen Aspekten in Einklang bringen kann, wenn man es denn will. Aber hier wollte man nicht. Ich finde es auch immer bedauerlch, dass Herr Mäckler sehr oft sehr richtige Dinge sagt, wenn es um die aktuellen Fehlleistungen im Architekturbetrieb geht, er dann aber solche Ergbnisse abliefert.

Man hätte, wenn man ein Museum in einer Altstadtgasse baut, viel mehr auf die Erfordernisse an die Umgebung achten müssen. Eine Betonwand, die sich über den ganzen Block zieht und nur durch winzige Gucklochfenster aufgebrochen wird, ist jedenfalls keine gute Idee gewesen.

Zitat:
Insbesondere die angedeutete Kleinteiligkeit des Baus mit drei visuell voneinder getrennten Bauteilen finde ich gelungen
Ich finde genau das Gegenteil ist der Fall. Das Ganze wirkt so gewollt auf kleinteilig gemacht, dass es so unglaubhaft und bemüht wirkt, dass man es lieber ganz gelassen hätte. Auf mich wirkt der gesamte Kompelx nicht wie neu gebaut und auf die Situation bezogen, sondern eher wie ein Großblock, den man im Nachhinein an die Gassensituation angepasst hat.

Zitat:
Und wo passt eine Art Postmoderne besser hin als neben ein spätbarockes Gebäude? Hier ist ein Architekt endlich einmal, wie hier im Forum oftmals gefordert, auf die unmittelbare Umgebung eingegangen und hat nicht einfach nur einen Solitär entworfen.
Dieser Einschätzung kann ich gar nicht folgen. Wo passt ein postmodernes Gebäude besser hin als an einen barocken Bestandsbau? Wirklich? Diese Betonwand erschlägt das Goethehaus. Das Goethehaus erscheint als absoluter Fremdkörper, als reiner Kulissenbau. Während man in der neuen Altstadt sehr viel Arbeit darein investiert hat, eben moderne Bauten so zu gestalten, dass sie mit den Rekos ein harmonsiches Bild abgeben und es eben nicht wie Disneyland wirkt, hat man hier den völlig anderen Effekt. Das Goethehaus wirkt wie ein gelandetes Ufo.

Es mag kein Solitär im klassischen Sinne sein, aber der Neubau macht das Gothehaus in schlechtester Weise zu einem solitären Fremdkörper in der gesamten Straßenabwicklung. Ich würde das Gothehaus jetzt am liebsten abbauen lassen und in die neue Altstadt versetzen. So leid tut mir der Bau.

Und ferner muss ich sagen, dass der Neubau einfach auch keine gute moderne Architektur ist. Es ist eine Mischung aus Retroarchitektur und einem sehr unbeholfenem Versuch, Kleinteiligkeit und historische Elemente (Gesimse, Erker) auf neue Weise zu interpretieren. Für mich leider eine der größten Fehlleistungen der vergangenen Jahre!

Geändert von Odysseus (15.08.19 um 15:27 Uhr)
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Alt 15.08.19, 15:58   #170
tomcat
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tomcat sorgt für eine nette Atmosphäretomcat sorgt für eine nette Atmosphäretomcat sorgt für eine nette Atmosphäre
Also eine "Romantik-Museum" in so einem unromantischen Bau unter zu bringen ist schon etwas skurril.

Sagen wir es mal so, man hätte das besser lösen gekonnt ich finde es nun aber "vorerst" auch nicht so... schlimm, wie das Ganze nach ein paar Jahren neben dem wunderschönen Altbau wirkt ist eine andere Frage.
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Alt 17.08.19, 18:32   #171
Beggi
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Die Farbgebung der drei Fassadenbereiche bleibt auch nach der Gerüstentfernung bis ganz unten gewöhnungsbedürftig. Die Gestaltung ist eigenwillig und fällt auf. Als Blickfang für ein Museum ist das ganz nützlich für die Besucherzahlen. Aber als "romantisch" und in diesem Sinne passend zu den späteren Exponaten in der Ausstellung lässt sich hier nichts einstufen.

Die Riffelfassaden von Mäckler können als eines seiner Markenzeichen bezeichnet werden. Die Kombination mit den Gelbtönen bewirkt optische Täuschungseffekte, nicht nur auf den Fotos.

So sehen die freigeleten Fassaden heute aus:









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Alt 17.08.19, 22:28   #172
Mainolo
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^Danke für die Bilder Beggi,

bevor ich für mich abschließend urteile, möchte ich einmal selbst davor gestanden habe. Aber schon Europäers Fotos ließen nicht viel Gutes vermuten und je länger ich auf Beggis Bilder gucke, desto weniger Lust habe ich dort vorbeizuschauen.

Die Gelbtöne finde ich nicht mal schlimm. Und die könnte man in ein paar Jahren ja einfach überstreichen...
Die Fassaden wirken so abweisend (auf mich)! Nach den ersten Bildern vor ein paar Tagen konnte ich gar nicht fassen, was da entstanden sein sollte.
Diese willkürliche Anordnung der Fenster, die unterschiedlichen Formen der Faschen, die gewollt wirkenden Gesimse...
Meine erste Assoziation war auch ein umgenutzer Hochbunker, wie Odysseus weiter oben schon schrieb.
Auch passen die Fassaden m.E.n. leider überhaupt nicht zum Goethehaus.

Ich zog, wie einige Vorredner, ganz automatisch Parallelen zur neuen Altstadt und dachte, dass hier wohl eine Chance vertan wurde...
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Alt 17.08.19, 23:57   #173
thomasfra
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Kurz meine Meinung: Was da auf die Frankfurter und den Rest der Welt zukommt, wissen wir spätestens seit Beitrag 75 von vor über 4 Jahren. Daher verstehe ich die erstaunten Reaktionen in den Vorbeiträgen nicht so ganz. Neu ist vielleicht die Farbgebung, die ich verglichen mit dem „Bauschild“ hier, eher positiv sehe. Dass der Stil (auch wieder meine Meinung) einem umgebauten Bunker ähnelt, müsste uns allen klar gewesen sein. Viel Wand, wenig Fenster kennen wir ja auch vom MMK und dem kommenden Jüdischen Museum, nur dass da kein Goethehaus neben steht. Den Touristen wird es nicht auffallen und den meisten Frankfurtern auch nicht, da kommt dann höchstens mal ein „oh, guck mal, frisch gestrichen“ über die Lippen und gegenüber dem Vorgängerbau ist es eine Verbesserung, ist auch nicht immer so in Frankfurt.
thomasfra ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.08.19, 15:55   #174
Odysseus
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Je mehr man sieht umso schlimmer wird es. Das letzte Foto von Beggi ist eine städtebauliche Bankrotterklärung. Ich sehe da keinen Vorteil zur Vorbebauung, im Gegenteil. Diese riesige Betonwand, die man mit einer grässlichen Farbwahl versucht zu kaschieren.... unfassbar. Ich hatte das vor Jahren auf den Visus schon kritisiert. Real ist es aber noch schlimmer geworden.

Und was das alles mit Romantik zu tun haben soll? Was ist unromantischer als eine kahle Betonwand mit Schießschartenfenstern? Es ist eher eine satirische Veräppelung der romantischen Idee.
Odysseus ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.08.19, 17:53   #175
main1a
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Das Bauschild zeigt nur die Neubauten ohne im Kontext mit den Nachbargebäuden. Ebenfalls ist die Sicht aus einer idealen erhöhten Perspektive und nicht aus Straßenperspektive. Diese haben noch nicht mal die Nachbarn in den oberen Stockwerken von der gegenüberliegenden Straßenseite. Dies ist m.E. die Ursache für die Diskrepanz und hier geäußerte Enttäuschung.

Auf den Bildern ist von den Satteldächern der drei Gebäude nichts zu sehen. Sind diese vom gegenüberliegenden Bürgersteig oder die Straße hinunter zu sehen? Wahrscheinlich nicht, jedenfalls zeigt sich unvermutete ein Fenster oberhalb der Traufe und ein unbedarfte Betrachter nimmt weder die (Flachdach-)Gaube noch die Dachüberstände als solche war sondern vermutet ehr ein Flachdach denn ein Satteldach. M.E. wären steilere und dadurch höhere Satteldächer mit etwas größeren Dachüberständen besser gewesen, nebenbei dieses Stilelement ist typisch Mäckler, da von der Straßenperspektive dann Satteldächer mit Gauben zu sehen gewesen wären. Mansarddächer wären auch eine Möglichkeit gewesen wenn die Dachfirste nicht zu hoch sein dürfen. Auch ein Zwerchhaus mit Kreuzdach, vgl. Goethehaus, wäre eine Option um die Dachlandschaften und die Gebäudestrukturen sichtbar zu machen.

Die Wandflächen wirken aus Straßenperspektive mehr und flächiger als in der idealen Perspektive auf dem Bauschild. Insofern bin ich bei thomasfra, dass die großen Wandflächen keine Überraschung sind. Aber aus zuvor genannten Gründen weckte diese Perspektive ggf. Erwartungen an die zukünftige Realität bei der Mehrzahl der Betrachter, die sie so jetzt nicht wahrnehmen.

@ Beggi und Europäer: Danke für die Bilder!
main1a ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.08.19, 13:21   #176
Barackenpapst
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Barackenpapst ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt
Also ich find das ja ziemlich gut. Ich bin auch ein Verfechter des KISS-Prinzips in allen Lebenslagen :-DD
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