Dresden WEST: Projekte in Löbtau, Cotta, Gorbitz und Briesnitz

  • So böse wars nicht gemeint. Mich hat nur Jahre lang der halbsanierte Zustand gestört. Ich finde das Gebäude eigentlich recht interessant mit den ganzen unterschiedlichen Zutaten von Erkern und Bogenfenstern, etc. Es ist halt im Laufe der Zeit unter unterschiedlichen Eigentümern immer weiter gewachsen.
    Das die Fensterrahmen in den oberen Etagen unterschiedlich sind, liegt wohl daran dass es sich hier um mehrere Eigentumswohnungen handeln wird.
    2 Häuser weiter läuft es ja bei der Schillingstraße 19 genauso. Aller paar Jahre wird immer mal eine Seite des Gebäudes saniert.



    Zu 1.
    Wenn die Gärten dort irgendwann mal aufgegeben werden, könnte man davon träumen, dass diese Bebauung fortgeführt wird und die Colmnitzer Straße bis zur Burgkstraße durchgebunden wird.


    Zu 2.
    Wenn die 3 Würfel da entstehen wächst hier die Chance, dass die Grumbacher Straße am anderem Ende wiederhergestellt wird.

  • ^^
    Meine Anmerkung bezüglich des "nicht-Passens" bezog sich gar nicht mal vordergründig auf die Sanierung, sondern bereits auf den Ausgangszustand.


    Den Hinweis von Chris1988, dass das durch die Um-und Anbauten diverser Eigentümer gekommen sein könnte, halte ich für möglich, aber nicht unbedingt für völlig schlüssig.
    Die Erker sind z.B. von ihrem Ausschnitt und der Ornamentik sehr ähnlich - aber nach unten hin dann wieder völlig unterschiedlich. Was mich aber am meisten irritiert, ist die Ecke. Am ehesten könnte ich mir vorstellen, dass man da nachträglich Blindfenster draus gemacht hat - aber:


    1. auf einer Ecke?
    2. und dann so?

  • Da muss ich auch einmal meinen Senf qus stadtgeschichtlicher Sicht dazugeben: Man sollte unbedingt die städtebauliche Umgebung am Dreikaiserhof zur Erbauungszeit um 1910 vor Augen haben!


    Das Eckhaus dürfte noch weitestgehend dem Erbauungszustand (kurz vor dem Ersten Weltkrieg) entsprechen, ohne nachträgliche Zutaten oder Veränderungen. Die heute merkwürdig anmutende Dachausbildung ergibt sich aus seiner ehemaligen und nicht mehr nachvollziehbaren Funktion: der Vermittlung zwischen den älteren "Kaffeemühlen" in der Schillingstraße (diesen entspricht die Traufe nebst angedeutetem Mansarddach) und der ebenfalls bereits vorher vorhandenen, leider kriegsverlustigen, hohen repräsentativen Bebauung an der Tharandter Straße gegenüber dem Löbtauer Rathaus, inklusive des Dreikaiserhofs.


    Zur Verdeutlichung zwei historische Aufnahmen, beide um 1910: Blick aus der Schilingstraße zum Rathaus. In Bildmitte unser Eckhaus.




    Blick von der Kreuzung in Höhe Weißeritzübergang in die Tharandter Straße mit dem Löbtauer Rathaus. Genau in Bildmitte die Einmündung der Schillingstraße, bereits mit dem besagten Eckhaus. Hier wird der Anschluss an das nicht mehr vorhandene hohe Nachbargebäude Tharandter Straße 6 deutlich, erfolgend durch die Durchziehung des Dachgeschosses bis zur Brandmauer desselben.




    Es handelt sich also um bewusst zwei verschiedene Fassadenausprägungen mit Bezug auf die jeweilige Nachbarbebauung, inklusive der verschiedenen Ausführung der Balkone. Die Formensprache im "Heimatstil" der Zeit unmittelbar vor dem Ersten Weltkrieg, geprägt durch bekannte Architekten wie Erlwein, Lossow, Kühne oder Viehweger, war damals im Dresdner Bauwesen vorherrschend.


    Die heute etwas missglückt wirkenden Proportionen ergeben sich somit aus der Notwendigkeit, zwischen der völlig verschiedenen älteren Randbebauung der Schilling- und der Tharandter Straße zu vermitteln. In dieser Hinsicht ist der Bau also weniger missglückt, als man dies heute empfinden mag, im Gegenteil: Seiner Aufgabe wurde er vollumfänglich gerecht und sorgte für einen ansprechenden Abschluss der bis dahin noch unvollendeten Häuserzeile am Dreikaiserhof. Siehe auch das folgende letzte Bild: In gleicher Perspektive wie Bild 2 zeigt sich die Ecke zur Schillingstraße noch leer - Aufnahme vor 1906.




    Ich hoffe, zur Klärung beigetragen zu haben...

  • Das Grundstück an der Ecke Hirschfelder Freiberger Straße im Gewerbegebiet Freiberger Straße wird von einem Fernmeldeunternehmen bebaut.
    Siehe Vorlage zum Verkauf:
    http://ratsinfo.dresden.de/vo0…kvonr=14615&voselect=7720

    Unternehmensgegenstand des Käufers ist die Errichtung, Service und Vermietung von Fernmel- de- und Kommunikationseinrichtungen sowie entsprechende Tiefbauarbeiten. Der Käufer beab- sichtigt, auf dem Grundstück ein Büro- und Lagergebäude mit einem Mindestinvestitionsvolu- men von 1.600.000 Euro zu errichten.

  • Vielen Dank erst mal für Deine erhellende Einordnung, der ich aber (von den sichtbaren Ergebnissen her) nicht ganz zustimmen kann/möchte.



    Also, aus meiner Sicht ist da eine Vermittlung zu den "Kaffemühlen" nicht wirklich erkennbar. Die einzelne Mansarde tritt gegen das durchlaufende "Restband" des Geschosses weitgehend zurück und ist auch auf dem Foto kaum zu erkennen. Wenn das der Vermittlung dienen sollte, funktioniert es zumindest für mich nicht.



    Es handelt sich also um bewusst zwei verschiedene Fassadenausprägungen mit Bezug auf die jeweilige Nachbarbebauung, inklusive der verschiedenen Ausführung der Balkone. Die Formensprache im "Heimatstil" der Zeit unmittelbar vor dem Ersten Weltkrieg, geprägt durch bekannte Architekten wie Erlwein, Lossow, Kühne oder Viehweger, war damals im Dresdner Bauwesen vorherrschend.


    Ja, aber: Die Gebäude in der Schillingstr. hatten gar keine Balkone; und die Balkone in der Tharandter Str. sahen auch ganz anders aus. Warum dann die unterschiedliche Gestaltung - und nur im Sockelbereich?





    Und was mich immer noch umtreibt, ist die Eckausbildung:



    Das "Schlitzfenster" im Dachgeschoss, die übergroße Gaube darüber, die "Blindfenster" auf der Ecke selbst mit ihrer merkwürdigen Aufteilung...

  • An der Ecke lag bestimmt mal das Treppenhaus könnte ich mir denken.


    Das eigentliche Treppenhaus ist und war im Hof in der Ecke (typischer "Treppenturm"); ich bezweifle, dass da vorne ein zweites war.
    Ich glaube auch nicht, dass der Platz in dieser Ecke für ein Treppenhaus gereicht hätte.

  • Nachsanierung / Ertüchtigung Rathaus Cotta
    Invest 3,6 Mio, Bauzeit geplant 3.Q 2019 - 3.Q 2020, Schuppen im Hof abzureissen
    Ratsinfo V2721/18
    Im Grunde gehts um Barrierefreiheit, Brandschutz / Rettungswege gemäß heutiger Normen, paar Reparaturen und Leitungserneuerungen.
    Ersteres wird v.a. mittels eines Anbautreppenhauses erreicht, in welchem sich ein Lift befindet. Dadurch wird allerdings ein Giebel zum Hof verbaut - Luftbild.

    ^ Quelle: Hochbauamt LHD, Vorlage Anlage i

  • Dreikaiserhof Kesselsdorfer Strasse (Löbtau)


    Die SäZ exclusiv berichtet, daß der Bau seit etwa Mitte 2018 leergezogen wird. Etliche Mieter sind schon raus. Der Eigentümer plant noch, äussert sich derzeit nur spärlich. Es wird innere Verbesserungen des ungünstigen 90er-Baus geben, es bleibt reines Gewerbeobjekt.
    Kurz gesagt: es soll also saniert werden. Stark zu hoffen ist, daß v.a. auch die Fassade erneuert wird - am Besten grundsätzlich und die optische Fadheit abstellend. Daankeee!

  • Eine Generalrenovierung während an der Zentralhaltestelle gebaut wird, ist das beste was ein Eigentümer tun kann. Danach kann man frisch starten.

  • Eine Generalrenovierung während an der Zentralhaltestelle gebaut wird, ist das beste was ein Eigentümer tun kann. Danach kann man frisch starten.


    Hoffentlich bleibt die Regelung mit der Tiefgarage: erste 30 Minuten kostenlos...

  • Da hatte ich wohl den "Grins" vergessen, denn diese Regelung war sehr angenehm für kurze Besorgungen in diesem Bereich der Kesselsdorfer Str.

  • Wenn das Grinse-Smiley dann hätte Ironie darstellen sollen, okay. Ansonsten fände ich es bedenklich, wenn diese Regelung für dich das einzige Interesse an diesem Gebäude darstellt (noch dazu in einem Architekturforum ;))

  • Altlöbtau 3a

    Also, man hatte ja schon angenommen, die Treu(wo)bau baut nunja, wie soll ich es sagen, eher deutlichst unterschnittlich aussehende Kisten, oder sollte ich sagen Styroporbomber...aber was die VSC GmbH Dresden hier an den Altbau an der Nr. 3a Altlöbtau anbaut, ist.... naja, seht selbst...



    Quelle: https://www.v-s-c.net/aktuelle…kresidenz-altloebtau.html


    Sorry, aber für meine Begriffe ist das der Nullpunkt an Baukultur. Und das Ganze schimpft sich auch noch Parkresidenz Altlöbtau. :nono:

  • Den Altbau haben die ja gleich miterworben. Immerhin wird der nicht auch noch verunstaltet.
    Der hässliche terrassenförmige Anbau passt sich dann wohl eher an diese deplatzierte Eigenheimsiedlung daneben an.

  • Löbtau-Nord



    Sanierung Altlöbtau 11


    An der ^^Neubaufläche Altlöbtau 3a tut sich noch nichts.
    Auch am größeren Projekt Lübecker Strasse 29-31 ist noch nix.


    Nachtrag: Neubau Bramschstrasse 3 - längst fertig, Baugemeinschaft mittels Bauforum DD

    abweisende Optik - v.a. zur Strasse, Negierung der Dachformen drumrum, kein Einfügegrundsatz erfüllt. Erstaunlich die hier häufigen Balkone der anderen Häuser zur Strasse:


    Neubau Pennricher Strasse 35 / Ecke Hölderlinstrasse - update
    zuletzt #509 - Bild 10ff

    ^ hinten rechts die vor Jahren zu Wohnen umgebaute Pianofabrik.


    Rennersdorfer Strasse 5 - Nachsanierung fertig, nun kühle Farbtöne
    zuletzt #485 - Bild 7, jeder ist nun aufgerufen, sich seinen eigenen Balkon-Sichtschutzkrempel ans Gitter zu heften. :D


    Sanierung Kita "Zu den Glücksraben", Grumbacher Strasse 29 - bald fertig
    zuletzt #509 - Bild 1
    Ein bombastisches und riesiges Aussengelände, welches derzeit gestaltet wird. Da wird man doch glatt zum Glücksraben!


    Nachsanierung Stollestrasse 29 - fertig, im Bild hinten hinter dem linken Baum :D
    zuletzt #485 - Bild 8



    folgend noch fotografische Boni:
    Emil-Ueberall-Strasse-Ost, Blick von Rudolf-Renner-Strasse


    Emil-Ueberall-Strasse - West


    Rudolf-Renner-Strasse von Emil-Ue aus: