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Alt 12.02.17, 20:56   #151
Elli Kny
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Danke für die Infos. Es müsste folglich zur Erschließung des Bereichs Porzellanerfindung (unklar offene Gewölbe unter Belvedere) ab "potentieller Zugang Porzellanerfindung" ein Zugangstunnel hergestellt werden, welcher durch Erdreichverfüllung zu treiben wäre.
Nun, ich glaube die "Berlinde" ist gerade in Stutti21 unterwegs, und hier wärs ja auch noch paar Jährchen hin und sicher auch abhängig von künftig erzielter Besucherresonanz, aber dann her mit Berlinde.
Spaß bei Seite. Der jetzige Schritt ist einzig aufgrund Fluthilfetopf denkbar geworden, dies fiele bei Weiterem sicher aus. Eine offene Gängeherstellung dürfte kaum bejubelt sein, bliebe also Untertageverbau. Wäre doch gelacht, angesichts der großen sächsischen Bergwerkstradition. Doch gibts diese Kompetenzen noch im Ländle, egal, holn mer se eben aus der Schweiz.
Frage wäre, ob auch ein zweiter "Rundum"stollen ab der Böttgerhornzsche möglich wäre, v.a. hinsichtlich dessen Anschluß an heutige Kasematten/Tonnen?
Ein denkbarer Marketingslogan "Stollentour" bekäme in bekannter "Stollenstadt" einen weiteren Bedeutungshintergrund.
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Alt 12.02.17, 21:31   #152
Arwed
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Stimmt, allzu realistisch ist das eher nicht. Aufregend fände ich aber auch nicht so sehr die Gewölbe, als den Bau des fünften Belvederes. Nur im Zuge dessen Baus wären auch die Tiefbauarbeiten (offen) denkbar.
Das Belvedere ist eine ganz besondere Bauaufgabe. Im Lauf vom 16. bis zum 19. Jahrhundert wurden insgesamt 4 jeweils ganz besondere Gebäude errichtet und leider auch (bis auf das Dritte) auf dramatische Weise zerstört.
Ich gebe zu, dass ich mich als Architekt dieser Aufgabe nicht gewachsen sehen würde. Trotz der unbestreitbaren Qualitäten des letzten Belvederes würde ich eine Rekonstruktion in Anbetracht der Vorgeschichte dieses Bauplatzes aber als Bankrotterklärung betrachten.
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Alt 12.02.17, 22:53   #153
Elli Kny
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^ Die Überlegungen in alle Richtungen sind natürlich interessant. ME würden Großteile besagter Zugänge/Stollen von und ab Porzellanerfindungsstube (siehe dein heutiges Plänchen) im "Erdreich" verlaufen und nur zum kleineren Teil unter etwaigen Belvedere-Unterbauten. Vielleicht sind solch Untertageverbaue auch gar nicht so kostenaufwendig, die "Rundum"-Rückröhre könnte zudem nahe der Festungswand am Terrassenufer entlangführen und statische Gegebenheiten mitnutzen. Seis drum, das SIB wird das Möglichkeitsspektrum im Auge haben, sollte und wird aber hoffentlich die Prioritäten eher auf die beiden Palais (Japanisches, Großer Garten) lenken, sofern neue Milliönchen in Aussicht kommen.

Die zwingende Kopplung eines Belvederebaus an umfangreiche Untergrundsachlagen deutet klar auf eine rein staatliche Bauaufgabe hin, 1. weil das kein Privater mitstemmen würde (=unrentabel), 2. weils ohnehin Flureigentum des Staates ist und 3. eine "öffentliche Nutzung" vorgeschrieben bleibt.
Ich halte eine Offenhaltung samt heutiger Parkgestaltung des Standorts für akzeptabel und verträglich. Eine Renaissance des Belvedere scheint ob schwieriger Melange zahlreicher Unwägbarkeiten als arg unwahrscheinlich. Ein architektonisches Scheitern infolge eines adaptiven Neubauentwurfs zu riskieren, macht es noch kritischer. Zudem muß man nutzungstechnisch nunmal heutige gesellschaftliche Bedingungen beachten, die selbst eine gastronomisch-kulturelle Nutzung nicht mehr per se als Selbstläufer darstellen können. Dresden funktioniert mikrolagetechnisch sehr sensibel, wie Nutzungen fürs Café Prag, Ratskeller oder Herzogin Orangerie aufzeigten - ergo: kurz neben der Hauptlaufspur, und bei ausreichenden Alternativen, wirds kompliziert, weil Achsen prägen - jedoch kein funktionell-vernetztes Gefüge vorliegt. Dieser Punkt gilt allgemein und soll hier nicht nur aufs Belvedere bezogen sein. Oft wird diese Problematik ausgeblendet, andererseits muß man natürlich mal irgendwo anfangen.
Man sollte folglich das Belvedere ausblenden, wenns um eine Erschließung der Böttgerstube ginge. Der Freistaat müßte lediglich "aufbaufähig" planen.
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Alt 17.02.17, 00:44   #154
Elli Kny
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Dresdner Zwinger - Die Rückkehr der Orangen - 19. Mai bis Sept. 2017

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Orangen-Quiz und mehr bei Schlösserland Sachsen

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Die etwaige Angst vor Blickbeeinträchtigungen auf oder im höfischen Festplatze mag ich mir nicht zueigen zu machen, handelt es sich doch noch um Baumkinderlein von 60cm Krönchen auf 2,5m Stämmchen sowie um "nur" 80 an der Zahl, was im riesigen Hof wohl kaum zur Verdeckung des Ensembles führen wird.
Ich bin gespannt, ob der Veranstaltungsbereich vor dem Wallpavillon frei bleibt, denn es wollen doch sicher weiterhin Konzerte oder Aufführungen stattfinden. Was ist eigentlich aus Wedels Zwingerfestspielen geworden - müssen sie wegen der Bäumchen pausieren?
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Alt 17.02.17, 08:19   #155
Elli Kny
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Aktuelle Bilderreihe vom Dresdner Schloss
Teil 1

Grosser Hof







^ Nordostwendel // v Südwestwendel





^ Schmuckdetails am Wendel Nordost // Detail Wendelhaube Südost



Hinein über die Englische Treppe - aufwärts gesehen


^ Schmuckdetails und Leuchter im 2.OG // v geflügelte Deckenschönheit beim Kronen verteilen



genauere Leuchterbetrachtung:
Eingang Engl. Treppe 1.OG zur Fürstengalerie sowie in der FüGal.:





Ausblicke vom Georgenbau auf die Schloßstraße




nochmal: Kleiner Ballsaal mit neuer Kamera




neu implementiertes Treppenhaus des Georgenbaus mit Lift und Foyerräumen




Georgenbau 1.OG: neu: Dauerausstellung "Weltsicht und Wissen um 1600" wiki W&W mit den Themenräumen




^ mit Ausstellungsdetail rechts
v im Folgenden ein Raum mit Stücken aus der Sophienkapelle des Schlosses


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Alt 17.02.17, 08:21   #156
Elli Kny
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Dresdner Schloss aktuell - Teil 2

Ausblicke






Georgenbau 2.OG: Münzkabinett

Hier fehlen derzeit Großteile der Münzstücke. Die klimatischen Bedingungen in den Vitrinen sind mangelhaft. Es heißt waage, sie seien (mikroskopisch) undicht, weil sie unter Terminstress vor Eröffnung nicht qualitätvoll zusammengesetzt wurden. Offenbar stellten die Museologen kleineste Oxidationen nach rund 1 Jahr Neupräsentation an manch Münzen fest. Nun kann wohl der Baumangel kaum behoben werden - dies würde m.E. die Komplettzerlegung der gesamten Museumseinrichtung bedeuten. Denn zunächst wird man zahllose Münzen und Stücke mit einem quasi-unsichtbaren Schutzbelag überziehen (Spray?) - erste Münzen kehrten wieder in die Vitrinen zurück. Für die Vitrinenklimatisierung versucht man verbesserte Einstellungen zu erreichen.
Also in Summe eine unklare Sache hier. Die Medien wissen offensichtlich noch nüscht. Vorm Betreten des Teilmuseums gibts keine Infos über derzeitig massive Ausstände im Münzkabinett. Hauptärgernis wäre aber: immer diese Endspurthetze auf Baustellen - da wird mir Angst und Bange, wenn man da an anderes denkt (Kulti, Gem.gal.).


Wechsel zum Westflügel - Ausblicke




Probetafeln am Foyer zum Neuen Grünen Gewölbe für die Reko des Alten Grünen Gewölbes



Neues Grünes Gewölbe - Schatzkammermuseum - Pretiosendetails (ohne Titel)






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Alt 17.02.17, 10:26   #157
BautzenFan
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Vielen herzlichen Dank Elli für die tollen Fotos und die integrierten Informationen. Eine Aufnahme hat mich regelrecht "elektrisiert":



Was entsteht denn dort an der Anschlussecke Georgenbau/Nordflügel???

Reine Spekulation meinerseits, aber ich kann mir nur einen Grund vorstellen, warum man an dieser Stelle einen Treppenzugang in das Kellergeschoss baut. Es wird die Zuwegung in den zweiten Bereich (mit dem ersten meine ich die Kemenate), in dem sich romanische Bausubstanz erhalten hat. Hier ist noch einmal der Grundrissausschnitt für das Kellergeschoss aus den DDR-Planungen:



Gemäß der Konzeption aus der DDR-Ära sollte ja der Kellerbereich im östlichen Nordflügel für Besucher erschlossen werden - mit Zugang aus dem drüber liegenden EG-Räumen. Aufgrund der geänderten Nutzung für den zugehörigen EG-Bereich (Stichwort: Gastronomie) ist das aber nun nicht mehr möglich.
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Alt 17.02.17, 10:28   #158
Arwed
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Die Sache mit dem Münzkabinett ist wirklich sehr ärgerlich. Der Schutzanstrich auf den Münzen klingt für mich etwas abenteuerlich und kann ja tatsächlich nur eine aus der Not geborene Lösung sein. Naja, die Profis werden schon wissen was sie tun. Wobei die Münzen teilweise bis zu 2500 Jahre ohne klimatisierte Vitrinen auskamen ;-)

Ein interessantes Detail zeigt das letzte Foto der Chiaverigasse (Nordseite des Schlosses). Hier wird offenbar gerade ein Zugang in die ehemaligen Weinkeller des Schlosses gebaut. Das geschieht scheinbar auch nicht in maximal unscheinbarer Form, sondern in ordentlicher Breite und wohl sogar mit einer Überdachung (die auf Sandsteinsäulen ruht?).
Das bedeutet dann ja wohl, dass auch die Keller gastronomisch genutzt werden sollen und nicht nur die darüber liegenden Räume der Hofkellerei. Eventuell werden das auch zwei getrennte gastronomische Einrichtungen, denn für einen reinen Fluchtweg aus dem Keller wäre die Treppe etwas übertrieben gestaltet.
Auf jeden Fall wusste ich von dieser zusätzlichen Baumaßnahme bisher absolut nichts!

Edit: Hallo BautzenFan, da war ich wohl zu langsam!

Geändert von Arwed (17.02.17 um 10:31 Uhr) Grund: s.o.
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Alt 17.02.17, 11:43   #159
Saxonia
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Wenn die Ungründlichkeiten beim Münzkabinett mal nicht mit dem Besuch der G-7 Finanzminister seinerzeit zusammenhängen.... Wär nicht das erste mal, dass zum Wahren eines schönen Scheins für hohen Besuch die Qualität auf der Strecke bleibt.
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Alt 18.02.17, 13:25   #160
BautzenFan
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Hallo Arwed – in Bezug auf Deinen letzten Beitrag konstatiere ich, dass wir beide hier (praktisch zeitgleich) die zwei denkbaren Nutzungsvarianten des „Zielortes“ der neuen Treppe benannt haben – Gastronomie oder musealer Ausstellungsbereich.
Um das zu erklären, muss ich den Planungsprozess der DDR-Konzeption in Erinnerung rufen. Der Beginn der Detail-Planungen erfolgte ab Ende der 1970er Jahre. Dazu ein kurzes Zitat aus einem Artikel, den ich mal für ein Jahrbuch von Stadtbild Deutschland verfasst hatte:

Zitat:
Am 31. Januar 1978 erfolgte die Beschlussfassung des SED-Politbüros über den (Zitat) *weiteren Wiederaufbau der kulturhistorischen Bauten der Stadt Dresden*, darunter auch des Residenzschlosses. Es war das so lang ersehnte „Okay von ganz oben“. Die terminliche Einordnung des Schlossprojekts – mit Festschreibung des Baubeginns in das folgende Planjahrfünft - wurde den lokalen Gremien dann am 13. Februar 1981 bekannt gegeben, aufgrund der Geschehnisse des 13. Februar 1945 wohl kein zufälliges Datum.
Die ersten Ergebnisse wurden (wohl nur intern) im Jahr 1982 verlautbart. Für den Kellerbereich im östlichen Nordflügel war demnach eine gastronomische Nutzung angedacht. Die Verfasser hatten sicher die gleichen Gedankengänge wie Arwed: ehemalige Weinkeller des Schlosses – tolle Gewölbe – wie gemacht für ein stimmungsvolles romantisches Kellerrestaurant. Die zugehörigen Grundrissdarstellungen habe ich nachfolgend verlinkt (im 2. Dokument ist sogar schon die angedachte Möblierung ersichtlich).
http://fotothek.slub-dresden.de/foto...og_0251810.jpg
http://fotothek.slub-dresden.de/foto...og_0251809.jpg

Im Jahr 1982 begannen dann umfangreiche Grabungen und bauarchäologische Untersuchungen im gesamten Schlosskomplex. Dies führte sukzessive zu etlichen neuen Erkenntnissen über die Baugeschichte des Schlosses. So wurde zum Beispiel die „Kemenate“ entdeckt (deren Existenz bis dahin völlig unbekannt war) und romanische Bausubstanz im Keller des östlichen Nordflügels. Das wiederum hatte diverse Umplanungen zur Folge. In den Plänen von 1982 sieht man, dass der Große Schloßhof vollständig unterkellert werden sollte (für die Aufnahme des Besucherfoyers im westlichen Teil des Hofes und eines Depots im östlichen Teil). Davon nahm man in der anschließenden Planungsphase Abstand, weil die Kemenate für Besucher zugänglich gemacht werden sollte. Der folgende, in der 2. Hälfte der 1980er Jahre entstandene Grundriss belegt, dass nunmehr nur der westliche Hofbereich für das Foyer unterkellert dargestellt ist. Für den Keller im östlichen Nordflügel wiederum wird eine museale Nutzung angezeigt (um die hier entdeckten romanischen Bauteile öffentlich zugänglich zu machen).



Wie die aktuellen Planungen aussehen, ist mir leider völlig unbekannt – denkbar sind beide Nutzungsvarianten.
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Alt 18.02.17, 13:46   #161
Arwed
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BautzenFan, ich spekuliere zwar nur, aber ich tippe schon auf Gastronomie in den Kellern. Die museale Nutzung würde ich definitiv mit einer innenliegenden Treppe erschließen. Dazu müsste sicher auch ein Aufzug für die Barrierefreiheit mit entstehen. Eine Ausstellung der Räume um ihrer selbst Willen wäre eventuell auch nicht reizvoll genug. Wertvolle Exponate wären aber bei Hochwasser gefährdet. Nein, ich bin mir relativ sicher, dass es ein Restaurant wird, welches frei von außen zugänglich sein wird.
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Alt 20.02.17, 20:25   #162
BautzenFan
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Peter Kulka (als federführender Architekt des betreffenden Ausbausektors) hat freundlicherweise einige Fotos von dem neuen Ausstellungsbereich im 1. OG des Ostflügels/Nordostflügels veröffentlicht. Thematisch handelt es sich um 2 Ausstellungen (*Auf dem Weg zur Kurfürstenmacht* und *Kurfürstliche Garderobe*). Beide sollen am 9. April 2017 eröffnet werden.
Hier ist der Link zur Bildergalerie:
http://www.peterkulka.de/likecms.php...ma=list&pid=64
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Alt 21.02.17, 13:10   #163
Whywolf_Larry
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Solche Krankenhausdecken dort reinzupfeffern, darauf kann nur unserer Sparkassen-Architekt Kulka kommen. Die Farbgebung ist ja auch ziemlich durchmischt, aber noch an der Schmerzgrenze. Wann geht dieser Versager endlich in Rente? Wahrscheinlich würde das auch nicht viel ändern, da er in seinem Büro schon hunderte andere Architekten infiziert hat mit der Architektonischen Sparkassus Dominatus Krankheit.
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Alt 21.02.17, 20:07   #164
Arwed
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Eine wirklich sachlich fundierte Architekturkritik Whywolf! Könnte man in Textform Rülpsen, würde das wohl so ähnlich klingen.

Mir gefallen die Räume ganz gut. Man hat einen recht zurückhaltenden Stil gewählt, der den farbenfrohen Renaissance- Kostümen viel Raum zum Wirken lässt. Auffällig finde ich die Unterschiede in der Gestaltung der Räume im Nord- gegenüber denen im Ostflügel. Im Norden sind die Räume komplett verputzt und haben weiße Decken mit sehr zurückhaltend integrierten Spots. In einem Raum gibt es auch die aus dem Riesensaal bekannten Wandvitrinen. Der Raum im Ostflügel stellt dagegen die Geschichtsspuren an den Wänden heraus durch die Rohbelassung. Ich bin gespannt, wie der nahtlose Übergang zu den teilrekonstruierten Wänden des einstigen Gardesaales wirken wird. Hier finde ich auch den Wechsel der Bodenbelagsstrukturen eine schöne Idee. Im "Gardesaal" liegt der Theumaer Naturstein als Erinnerung an das einstige Parkett in einer Fischgrätstruktur. In allen anderen Bereichen und Räumen liegt er in großen Platten.
Die Decke im Ostflügel erinnert mich an eine historische Balkendecke, wobei ich mir nicht sicher bin, ob das nicht aus der Not geboren wurde, weil die vorhandenen Stahlbalken der Decke gar nichts anderes erlaubten.
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Alt 21.02.17, 20:58   #165
antonstädter
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antonstädter ist essentiellantonstädter ist essentiellantonstädter ist essentiellantonstädter ist essentiellantonstädter ist essentiellantonstädter ist essentiellantonstädter ist essentiellantonstädter ist essentiellantonstädter ist essentiell
^Auch ich finde Kulkas Innenarchitektur sehr gelungen. Die historischen Raumfolgen sind klar erkennbar, die Ausstellungsstücke werden durch die zurückhaltende und doch sehr qualitätvolle Gestaltung wunderbar in Szene gesetzt.

Ist eigentlich endgültig geklärt, wie man mit den gotischen Gewölben in der Erdgeschosshalle des Ostflügels zu verfahren gedenkt? Werden diese verputzt oder verbleiben sie in der Rohfassung (vor allem der rekonstruierte Part in der einstigen Kranbresche)?

Auf die Ausstellung zur Schlossgeschichte freue ich mich übrigens ganz besonders. Da kommen Kindheitserinnerungen an die wendezeitliche Schau im Grünen Gewölbe hoch, in der ich Dauergast war...
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