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Alt 08.05.15, 11:26   #151
RianMa
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Sanierung Besserstraße 1

Gegenüber der Stadtvilla ist die Sanierung des Gebäudes in der Besserstraße 1 bereits zum Abschluss gebracht worden (zuletzt in #125). Hier lohnt sich ein separater Beitrag, denn das Endergebnis kann sich wirklich sehen lassen. Auf der folgenden Aufnahme ist es das auffällige, ziegelrote Gebäude am Ende des Gehwegs.



Die Sanierung lief seit November 2014. Der Bauherr ist ein Verein zur Förderung religös motivierter Kunst, der seit 2004 eine Galerie in dem Gebäude betreibt. Dank Fördermitteln aber auch der finanziellen Unterstützung durch Sponsoren konnte das Projekt gestemmt werden. Dabei wurde viel Wert auf die Details gelegt. Im Inneren wurde mit der Sanierung begonnen und Türen und Holzböden nach historischen Vorlagen wiederhergestellt.
Aber auch bei der Fassade hat man alte Fotografien zu Rate gezogen und diese nach historischem Vorbild gestaltet. Zuvor waren nur noch die runden Medaillons und ein umlaufendes Putzband erhalten. Mit der fertigen Sanierung ergibt sich jetzt ein tolles, stimmiges Bild durch eine umfangreiche Neubestuckung. Es wurden Sohlbankgesimse, Fensterfaschen und Fensterverdachungen sowei weitere kleine Details hinzugefügt. Hervorragend ist das auf den folgenden Vergleichsbildern zu sehen:





Das folgende Foto ist Anfang März 2015 aufgenommen, das zweite März 2011. Sogar auf der Hofseite hat man die Wiederbestuckung konsequent weitergeführt. Das abschließende Gesims wurde komplettiert und die Fassade in gleicher Gestalt wie auf den anderen Seiten verändert.





Das Gebäude ist nun nicht mehr die graue Maus in der Ernst-Thälmann-Straße, sondern ein weiterer Blickfang in den westlichen Wallanlagen der Stadt.
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Alt 08.05.15, 13:55   #152
RianMa
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Zum Abschluss dieser Fotorunde soll es aktuelle Aufnahmen vom Areal des nördlich der Innenstadt gelegenen Stahlhofs geben (zuletzt in #135).
Hier hat sich in den letzten Wochen und Monaten optisch doch vieles verändert. Nachdem der Abriss der baulichen Anlagen immer wieder verschoben werden musste, war Ende Februar endlich der Startschuss gefallen. Der durch die Stadt Güstrow in Auftrag gegebene Abriss begann im Bereich der östlichen Eisenbahnstraße zwischen dem Kino und dem ehemaligen Reichsbahnamt, das mittelfristig erhalten und saniert werden soll. Hier standen bis vor Kurzem noch Gebäude eines Konsum-Fleischverarbeitungsbetriebes sowie der alte Produktionsbetrieb der Spirituosenfabrik Winkelhausen. Beides ist mittlerweile Geschichte. Anfang März habe ich Fotos des Abrisses gemacht, mit denen ich beginnen möchte.



Die hölzernen Innentüren hat man am Absperrzaum gelagert und hoffentlich später noch ins Türendepot verfrachtet. Eines der Gebäude hatte noch eine schlichte Jugendstiltür, soweit ich mich erinnere.









Mittlerweile hat man an dieser Stelle einen Interimsparkplatz errichtet. Hier sieht es aktuell folgendermaßen aus:







In den Wochen danach dehnte sich der Abriss auf die restlichen Flächen des Stahlhofs aus. Die großen Hallen und kleinere Gebäude an der Grabenstraße sind bereits verschwunden. Zwischendurch hatte es wiederum Verzögerungen gegeben. Das Landesamt für Gesundheit und Umwelt dürfe die Genehmigung für den weiteren Abriss erst erteilen, wenn alle vorhandenen Schadstoffe vom Gelände entfernt worden sind. Das betrifft zum einen die restlichen Dachflächen, aber auch Unmengen an Teerpappe, die noch unterhalb der Erdoberfläche vergraben worden sind. Aus diesem Grund musste bereits ein Großteil des Bodens komplett ausgetauscht werden.

Auch im Falle des DDR-Plattenbaus, dem größten Schandfleck des Stahlhofes, kann noch nicht genau gesagt werden, wann der Abriss erfolgt. Dieser hängt von der Genehmigung der Naturschutzbehörde ab, die noch untersuchen muss, ob sich brütende Vögel in dem Gebäude eingenistet haben. Sollte dies der Fall sein, könnte das Gebäude erst im September den Baggern zum Opfer fallen. Ich würde sagen, besser spät als nie.







Bis Ende April hatten sechs Planungsbüros und drei Universitäten zudem Zeit, Konzepte und Vorschläge für eine zukünftige Entwicklung des Stahlhof-Areals zu entwickeln. Der ursprüngliche Abgabetermin am 27. Februar wurde zugunsten der Teilnehmer und aufgrund der besonderen Aufgabenstellung zuvor um zwei Monate verlängert. In Kürze wird die Stadt die Arbeiten einsehen und bewerten. Ich bin gespannt, zu welchen Ergebnissen die teilnehmenden Büros und Studenten gekommen sind.
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Alt 03.01.16, 15:33   #153
RianMa
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Neubebauung Gleviner Straße 16/Lange Straße 26

Das Jahr 2016 ist angebrochen und ich habe der Güstrower Innenstadt endlich einmal wieder einen Besuch abstatten können. Das letzte Update ist bereits mehr als ein halbes Jahr her und viele Projekte sind ordentlich vorangekommen oder neue begonnen worden. Los geht's.
Starten möchte ich gleich mit einem besonders städtebaulich bedeutenden Projekt an der Ecke Lange Straße/Gleviner Straße, das zuletzt in Post #140 Thema war. Im letzten Beitrag (Mai 2015) sind die Bauarbeiten gerade erst gestartet worden. Das sah dieser Tage schon ganz anders aus (und auch auf den aktuellen GoogleMaps-Aufnahmen gut zu erkennen).



Ende Oktober wurde auf der Baustelle durch die Wohnungsgesellschaft Güstrow Richtfest gefeiert. Im kommenden Sommer sollen dann die ersten Mieter in die zwei neuen Gebäude ziehen. Das Eckgebäude wird zukünftig mit der gegenüberliegenden Heilig-Geist-Kirche einen besonders für Güstrow-Besucher wichtigen Eingangsbereich in die Innenstadt bilden. Auf der Ostseite des Hauses werden Balkone angeordnet. Ich vermute, hier werden drei Wohnungen und im Erdgeschoss eine Ladeneinheit eingerichtet.



Positiv erwähnt werden sollte auch die realisierte Kubatur an dieser Stelle. Der vor einigen Jahren abgebrochene Bestandsbau besaß nur zwei Vollgeschosse und ermöglichte dadurch den Blick auf die etwas unschöne Brandwand des Nachbarhauses. Durch das nun größere Gebäude wird diese gut verdeckt. Zudem passt das Objekt dadurch viel besser in das Bild der Gleviner Straße.



Ein Blick auf die angenehm gestaltete Dachzone:



In der Langen Straße entsteht der zweite Neubau mit insgesamt vier Wohnungen. Der Entwurf kommt vom Güstrower Architekturbüro Kruse und Fliege. Die Errichtung beider Gebäude samt Außenanlagen wird vorraussichtlich 1,4 Millionen Euro kosten.



Hier finde ich es ein wenig gewöhnungsbedüftig, dass man den Fahrstuhl direkt an die Straße gesetzt hat, was vielleicht grundrisstechnisch nicht anders zu lösen war. Auf die Fassadengestaltung bin ich jedenfalls sehr gespannt. Der Blick von Osten auf das Projekt der WGG:



Rechts im Bild (hinter der Backsteinwand) blickt man übrigens auf den zweiten Bauabschnitt dieser Gesamtmaßnahme, welche sich dieses bzw. nächstes Jahr anschließen wird. Ein Blick direkt aus der Gleviner Straße zeigt die zu bebauenden Baulücken:



Hier befindet sich seit etlichen Jahren bereits eine Baulücke (Nummer 14). In der Presse wurde aber in den letzten Monaten an einigen Stellen erwähnt, dass die WGG zur besseren Entwicklung des Areals auch das benachbarte Gebäude Gleviner Straße Nummer 13 gekauft hat und dessen Abriss plant. Ich war der Ansicht, dass sich dieser Abriss nur auf die rückwertige Bebauung bezieht. Doch leider ist es genau anders gekommen. Auf dem Hof ist die fragwürdige Bebauung geblieben, wohingegen das traufseitige Haus an der Straße abgebrochen worden ist. Damit hat sich nun eine ziemlich breite Lücke ergeben, die hoffentlich a) mit zwei eigenständigen Gebäuden bebaut wird und b) eine passable Erdgeschosshöhe aufweist, die dem Straßenbild angemessen ist.

Der Abriss ist wirklich schade. Meiner Meinung nach werden hier und auch bei anderen Projekten den Wohnungsbaugesellschaften zu viele Zugeständnisse gemacht und Abrissen zu schnell zugestimmt. Ich möchte nur an den Sonnenhof in der Armesünderstraße errinern, wo für die Neubebauung ganze fünf historische und teils denkmalgeschützte Gebäude abgerissen worden sind. In diesem Fall ist es ähnlich. In der Presse wird dabei lediglich erwähnt, dass das Haus nicht mehr zu retten war, was zumeist totaler Humbug ist. Hier ein Bild des abgerissenen Gebäudes:



Der aktuelle Zustand:



An diesem Bestand muss einiges getan werden, damit dieser in das spätere Gesamtbild passt.



Zunächst soll aber der erste Bauabschnitt fertiggestellt werden, ehe man mit dem zweiten beginnt.
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Alt 03.01.16, 16:14   #154
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Sanierung Gleviner Straße 10/Grepelstraße 17

In der Gleviner Straße läuft aktuell aber noch ein weiteres, wichtiges Projekt. Auch hierbei handelt es sich um ein Eckgrundstück. In diesem Fall wird aber ein denkmalgeschütztes Gebäudes umfassend saniert (zuletzt in #141). An der Ecke Gleviner Straße/Grepelstraße ist man seit dem letzten Sommer dabei, das fast 400 Jahre alte, ehemalige Bethlehem-Stift mit seiner neogotisch überformten Fassaden zu neuem Leben zu erwecken. Und hierbei hat man zu meiner Überraschung besonders bei den Gebäuden in der Grepelstraße schon sichtbare Fortschritte gemacht.



Ein etwas erschwerter Blick auf die Fassade zeigt, dass im Bereich des 1. Obergeschosses fast der gesamte Putz entfernt worden ist.



Das Gegenlicht war leider nicht wirklich hilfreich. Der Blick aus nördlicher Richtung auf das historische Haus (im Hintergrund die Baulücken des oben erwähnten Projektes):



Das Bauschild zeigt die Fassaden mit ihrer zukünftigen Farbgebung. Was vorher grau in grau war, soll Ende dieses Jahres, wenn alles fertig ist, beim Hauptgebäude in hellem Beige und beim Anbau in dunklem Ockergelb erstrahlen.



Auch in der Grepelstraße hat man den Putz entfernt, sodass die schönen Backsteinfassaden zum Vorschein kommen.





Beim kleinen Anbau wurde bereits die Dachzone neu errichtet und eine Gaube aufgesetzt. Es ist deutlich zu erkennen, dass man die historischen Holzbalken statisch mit neuen Balkon unterstützen muss.





Dass dieses Objekt endlich gerettet wird, ist hervorragend. In den letzten Jahren gab es immer wieder Pläne anderer Besitzer, aber die Lage und die Größe des Gebäudes war einigen doch zu riskant.

Noch ein Blick in die komplett durchsanierte Grepelstraße.

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Alt 03.01.16, 17:14   #155
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Sanierung Hollstraße 7, 8 und 9

Ein Sanierungsprojekt aus der Hollstraße ist bisher noch nicht in diesem Strang vorgekommen, obwohl diese Straße in den letzten Jahren eine interessante Entwicklung gemacht hat. Die ursprünglich historisch bebaute Südseite ist bereits zur DDR-Zeit komplett abgerissen worden, weil eine Sanierung des Gebäudebestands nicht möglich war. Ersetzt wurde sie durch völlig deplatzierte Plattenbauten, die zum Glück wenige Jahre später ebenfalls wieder abgebrochen worden sind. Es blieb über Jahre eine Baulücke, die schließlich durch das DRK geschlossen wurde. Diese Bebauung mit seinen Klinkerfassaden stellt hier in Güstrow meines Erachtens nach ein tolles Beispiel für gelungene Stadtreparatur dar. Zur Veranschaulichung der östliche Komplex:



Auch die Nordseite der Hollstraße weist einige Baulücken auf, bietet dadurch aber Potenzial für eine weitere bauliche Verdichtung und macht dennoch einen angenehmen Eindruck. Dazu trägt auch eine Sanierung bei, die in den letzten Monaten durchgeführt worden ist. Dies betrifft drei benachbarte, kleine Häuser, die wohl einem Eigentümer gehören und bisher aufgrund ihrer äußerlich sehr tristen Gestalt komplett unscheinbar ihr Dasein fristeten. Der Zustand bis zum letzten Sommer:



Für die ganze Straße hat diese Sanierung nun eine wesentliche Aufwertung gebracht. Man hat hier, obwohl die Gebäude doch wirklich klein sind, tolles geleistet. Das Ergebnis:



Und der Vergleich aus östlicher Richtung:





Das Dach hat eine rote Ziegeleindeckung bekommen und die Fassaden einen freundlichen Anstrich, der durch seine Mittelbetonung ein wenig eine Symmetrie aufbaut, die mir ganz gut gefällt. Auch die Fenster sind komplett ausgetauscht worden und bei den Türen hat man zwei aufgearbeitet, während eine ersetzt worden ist.
Weitere Eindrücke der Straße aus beiden Richtungen:



Die große Baulücke rechts bietet Platz für drei moderne Altstadthäuser.



Im giebelständigen Fachwerkhaus ist übrigens 1785 der bekannte Maler Georg Friedrich Kersting geboren.



Der Blick von Westen. Linkerhand befinden sich auch noch zwei Sanierungskandidaten.

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Alt 03.01.16, 17:34   #156
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Umnutzung Lange Straße 37

Man muss es so sagen, aber der Bauboom in der Langen Straße in Güstrow geht unaufhaltsam voran. Am südlichen Ende baut die WGG ihre neuen Wohngebäude (bereits weiter oben erwähnt) und im mittleren Bereich sind drei weitere Projekte in vollem Gange, die wohl noch in diesem Jahr durch zwei weitere Projekte weiteren Zulauf bekommen. Und wenn ich mich nicht irre, ist nach Abschluss all dieser Arbeiten die gesamte Lange Straße und ihre angrenzende Bebauung komplettsaniert. Das wäre vor zehn Jahren noch undenkbar gewesen.

Starten wir bei der Nummer Lange Straße 37 (zuletzt in Post #146). Die Bauarbeiten in dieser Baulücke, wo zuvor ein kleines DDR-Haus stand, lassen noch immer keinen Entschluss zu, was hier eigentlich passieren soll.





Ich vermute stark, dass der Eigentümer auch der Besitzer des benachbarten Eckgebäudes ist. Dieses Haus hatte zuvor noch keinen privaten Außenraum, der jetzt dort, wo auch die neue Holzlattung errichtet worden ist, angelegt wird. Die Schalungselemente deuten irgendwie auf zwei Garagentore hin, was ich nicht hoffe. Zumal man recht massige Stützen errichtet hat. Vielleicht wird es ein Neubau, der aber nur recht schmal ausfällt. Mal schauen. Die Lückenschließung ist in jedem Fall sehr positiv.

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Alt 03.01.16, 17:54   #157
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Sanierung Lange Straße 12

Ich musste gerade einige Seiten zurückblättern, denn bereits vor zwei Jahren (Post #65) wurde in der Presse berichtet, dass das historische Gebäude Lange Straße 12 saniert werden soll. Nun sind doch noch einige Monate ins Land gegangen, bis im letzten Herbst der Startschuss gefallen ist. Bauherr ist die Schelfbauhütte Schwerin, die in den letzten Jahren schon andere Häuser in der Langen Straße und in der Mühlenstraße vorbildlich saniert hat. Die Beispiele machen zuversichtlich, dass auch dieser Schandfleck in ein paar Monaten wieder hervorragend aussehen wird. Aktuell sieht man jedoch nur Planen:





Das Dach wird gerade neu errichtet bzw. demnächst scheint bereits die Eindeckung vorgenommen zu werden.



Noch ein Blick auf den Kemladen, bei dem ich damals noch die Information hatte, dass dieser nicht erhalten werden kann. Umso schöner, dass er nun mit inbegriffen ist. Die Neubauten vorne betreffen das Projekt im folgenden Artikel.

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Alt 04.01.16, 14:08   #158
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Zitat:
Zitat von RianMa Beitrag anzeigen
Auf die Fassadengestaltung bin ich jedenfalls sehr gespannt. Der Blick von Osten auf das Projekt der WGG:
Es wird wohl dieser Entwurf werden.


(C) WGG Güstrow

Hier noch mal in groß aus der anderen Richtung
Keine wirkliche Schönheit, der Giebelbau geht aber in Ordnung. Auf jeden Fall deutlich besser als das, was vor einem Jahr noch an Visualisierungen kursierte.
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Alt 10.01.16, 18:36   #159
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Neubauvorhaben Lange Straße 10 und Kattrepel 4 und 5

Danke für den Link. Ich kannte bisher die zweite Perspektive noch gar nicht. Mir gefällt das Eckgebäude auch besser, was hier vor allem an der Ausbildung des Satteldaches liegt. Beide Gebäude hätten durchaus eine stärkere Gestaltung vertragen können.

Ein Projekt in ähnlicher Größenordnung realisiert die zweite Güstrower Wohnungsgesellschaft AWG zur Zeit in der Innenstadt und der Standort liegt ebenfalls in der Langen Straße. Es handelt sich um insgesamt drei Gebäude, die eine jahrelang bestehende Baulücke schließen werden. Es geht um das Eckgrundstück Lange Straße/Kettrepel sowie im rückwertigen Bereich um das sich anschließende Eckgrundstück Kattrepel/Gleviner Mauer. Hier wurde die historische Bestandsbebauung nach Brand und Verfall schon in den 90er Jahren abgebrochen. Die Lücke bestand also gute 20 Jahre.



Ein kurzer Blick nach rechts zeigt die weitere Bebauung des südlichen Teils der Langen Straße. Hier ist auch das Sanierungsobjekt Nummer 12 aus Beitrag 157 zu sehen.



Das Bauschild zeigt, dass beide Eckhäuser in ähnlicher Gestaltung realisiert werden und durch eine gelbe Klinkermauer verbunden werden, die sich als Gestaltungselement noch jeweils einige Meter weiter auf beide Fassaden ausweiten. Beide Gebäude erhalten Satteldächer, wobei hier im Gegensatz zum oben erwähnten Projekt die Hauptseiten symmetrisch ausgeführt werden.



Zwei Eindrücke im Bereich Kattrepel. Der Straßenname weist der urspünglichen Bedeutung nach auf einen düsteren, feuchten und schmuddeligen Ort hin.





Zu diesem Zwillingsbau gesellt sich an der Straße Gleviner Mauer noch ein weiterer Bau hinzu, der durch das benachbarte Treppenhaus erschlossen wird und dadurch mit dem Nachbar auch als ein Gebäude bezeichnet werden könnte. Die Fassadengestaltung ähnelt sehr stark dem Neubau, den Saxonia oben angesprochen hat. Die Entwürfe stammen zufälligerweise aus der gleichen Feder. Der angenehme Vorteil besteht hier jedoch in der Klinkerverkleidung, die der Neubau erhalten wird. Die an einigen Stellen auftauchenden Grün- und Gelbtöne sind wohl ein Verweis auf die Farben im AWG-Logo.



Das Projekt kann meines Erachtens recht ansehnlich werden. Ende 2016 ist die Fertigstellung geplant. Dann sollen in allen drei oder zwei (wie man es nimmt) Gebäuden acht Wohnungen bezugsfertig sein. Es wird vier Zweizimmer-, eine Dreizimmer- und drei Vierzimmerwohnungen geben.
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Alt 10.01.16, 20:00   #160
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Neubauvorhaben Mühlenstraße 46

Das Wohngebäude in der Mühlenstraße hat im Laufe des letzten Jahres seine konstruktive Struktur und auch ein Dach bekommen (zuletzt in Post #143). Es geht gefühlt etwas langsam voran, aber in diesem Jahr, davon gehe ich jetzt aus, wird man dieses Projekt zum Abschluss bringen.



Es geht bei diesem Vorhaben wohl auch deshalb sehr behutsam voran, weil man teilweise die alten, vom Vorgängerbau stammenden Holzbalken wiederverwendet hat. Das ist auf den folgenden Fotos sehr gut zu erkennen. In meinen Augen ist dies ein hervorragendes Projekt, bei dem der Bauherr keine Kosten und Mühen scheut, um die Fassade originalgetreu wiederherzustellen.





Ende des letzten Jahres konnten in der Mühlenstraße auch die umfangreichen Sanierungsmaßnahmen am Straßenbaukörper beendet werden. Das Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen. Vor dem Derz'schen Haus hat man die Straße geschmälert und angehoben, um einerseits den Individualverkehr auszubremsen und andererseits das besondere Backsteingebäude zu betonen (auf dem folgenden Bild zu sehen).



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Alt 10.01.16, 20:17   #161
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Bauvorhaben Tiefe Tal 11

Das folgende Projekt in Tiefe Tal 11 ist ein gutes (und dadurch schlechtes) Beispiel dafür, wie stark man den Charakter eines Gebäudes zum Negativen verändern kann, wenn Wohnflächenmaximierung für den Bauherren höchste Priorität hat.

Anfang des letzten Jahres (zu sehen in Post #144) zeigte die Fassade des Gebäudes noch seine historisch angenehmen Proportionen. Dann hat man das Gebäude entkernt, neue Decken und Wände eingezogen und dementsprechend auch die Fassade verändert.



Jeglicher Altbaucharme ist hier nun verloren gegangen. Eine einfache Sanierung hätte hier vollkommen ausgereicht. Schade drum.



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Alt 10.01.16, 20:51   #162
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Bauvorhaben Hageböcker Straße 12

Es geht weiter mit dem einzigen aktuellen Bauvorhaben in der Hageböcker Straße im westlichen Teil der Innenstadt, das zuletzt in #145 Thema war. In diesem Fall geht man etwas rücksichtsvoller mit dem Bestand um. Das Gebäude nimmt straßenseitig wenig Raum ein, erstreckt sich dafür aber recht weit in das Quartier hinein.



Die westliche Außenwand scheint komplett neu aufgemauert worden zu sein. Auf dieser Seite sind auch in Gänze neue Fensteröffnungen entstanden. Die Dachzone ist bereits fertiggestellt.





Auch auf der Ostseite sind neue Fensteröffnungen hinzugekommen. Das betrifft auch das Hauptgebäude, was darauf schließen lässt, dass die angrenzende Baulücke wohl nicht mehr geschlossen wird. Entscheidend wird jetzt noch die Aufarbeitung der Straßenfassade sein, die bisher noch nicht angefasst worden ist.

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Alt 10.01.16, 21:17   #163
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Sanierung Domstraße 21

Kommen wir zu den beiden Sanierungsprojekten in der Domstraße. Ich möchte anfangen mit dem Eckgebäude Domstraße 21, das sich nun fast vollkommen entrüstet präsentiert (zuletzt in Post #148).



Das Gebäude hat nun rundum einen eierschalengelben Ton verpasst bekommen, der sich gut zurücknimmt und so die dezenten Details aus der Zeit der neuen Sachlichkeit hervorhebt. Auch die tollen Sprossenfenster kommen sehr gut zur Geltung. Was jetzt noch fehlt, ist die Ladeneinheit im Eckbereich, die noch genauso schmuddelig aussieht wie vor dem Sanierungsstart. Es wird Zeit, dass jetzt auch dieser letzte Bereich überarbeitet wird.



Das gegenüberliegende Eckgrundstück, auf dem 2014 das historisch wertvolle Gebäude in Flammen aufging (zuletzt in #149), ermöglicht aktuell einen besseren Blick auf den mächtigen Giebel und die Erker des Sanierungsprojektes im Abschnitt des Grünen Winkels.



Die Südseite des Grünen Winkels macht mittlerweile einen sehr schicken Eindruck. Jetzt muss man als nächstes die Entwicklungen auf dem Brandgrundstück abwarten.

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Alt 10.01.16, 22:40   #164
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Sanierung Domstraße 6

Mit der Sanierung der Domstraße 6 ist Ende 2015 einer der größten Brocken der letzten Zeit im Bereich der Stadtsanierung geschafft! Meinen ersten ausführlichen Bericht zu diesem Vorhaben gab es schon Ende 2013 in Post #60 und zuletzt in #147. Das Gebäude sieht erstklassig aus und stellt eine enorme Aufwertung für die gesamte Domstraße, die Burgstraße und die Kerstingstraße dar. Gucken wir zunächst auf die Nordseite zur Burgstraße. Durch das leichte Hervortreten kann man den schönen Giebel des Haupthauses sogar noch vom Pferdemarkt aus sehen. Das großherzogliche Landeswappen von Mecklenburg-Schwerin fällt als einziger Farbtupfer auf dieser Seite besonders auf. Es wurde im Jahr 1866 an die Fassade angebracht, als die Post in das Gebäude eingezogen war. Die einzelnen Wappenfelder symbolisieren dabei die Herrschaftsbereiche, aus denen schließlich Mecklenburg hervorging.



Bevor ich den Blick noch etwas stärker auf den Giebel lenke, kommt zunächst vergleichend ein Bild vom unsanierten Zustand vor der Sanierung.





Das Weiß harmoniert sehr gut mit den dunkel gehaltenen Fenstern und Türen. Die Fassaden wirken dadurch sehr edel. Wunderbar finde ich auch die Verwendung von Doppelkastenfenstern. Ich selbst habe in meiner Berliner Wohnung Doppelkastenfenster und finde, dass diese viel häufiger bei Sanierungen von Altbauten wiederverwendet werden sollten, weil sie ein tolles Raumgefühl hervorrufen. Der Gebäudeteil in der Burgstraße hat Gauben erhalten, um die Dachebene für eine Wohnnutzung herzurichten.



An der Burgstraße befinden sich zukünftig auch die beiden Haupteingänge in den Komplex.



An dieser Stelle bietet sich wieder ein Vergleich zum Vorzustand an:



Der östliche der beiden Hauseingänge bietet den Durchblick bis in den Hofbereich. In diesem Gebäude wurde aus Brandschutzgründen ein komplett neues Treppenhaus samt Fahrstuhl eingebaut.



Wir bewegen uns um die Ecke in die Domstraße und haben hier einen Überblick über den ganzen rückwertigen Bereich. Auch hier dürfen vergleichende Aufnahmen nicht fehlen.





Auf dieser Seite gibt es doch einige gravierende Unterschiede. Auf der Straßenseite möchte ich zunächst auf den Dreiecksgiebel aufmerksam machen, an deren Stelle sich zuvor eine recht hässliche Gaube befand. Von dieser Fassade sollte ich beim nächsten Besuch nochmal eine genauere Aufnahme machen. Der rückwertige Giebel sieht im Vergleich zu vorher schon anders aus. Zunächst ist eine Stufe entfernt worden. Fenster verschwanden, wobei andere dazukamen. Das Gesamtbild ist aber stimmig. Rechts davon grenzte vor dem Baustart noch ein Verbindungsbau an. Dieser wurde gleich zu Beginn der Sanierungsmaßnahme abgebrochen, um den kleinen Innenhof zu vergrößern und für ausrechend Licht zu sorgen. Dort, wo der Bau ursprünglich angrenzte, hat man die neu entstandenen Fassaden in einem matten Rot gestrichen. Die anderen Bereiche wurden hochwertig aufgearbeitet und ergänzt.



Das noch stehende Bauschild zeigt, dass in diesem Objekt äußerst große Wohnungen vermietet werden, die in Güstrow immer attraktiver zu werden scheinen. Wenn ich mir alleine die Wohnung 1 ansehe: 3 Zimmer und eine Größe von 125 m². Die Wohnungen werden mit ihren "herrschaftlichen" Wohngrundrissen beworben. Anfang dieses Jahres ziehen bereits die ersten Mieter ein.



Da die Außenanlagen zwischen den Jahren noch nicht ganz fertig waren, werden diese wohl noch einmal Thema sein. Mein Fazit: Tolles Projekt!
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Alt 10.01.16, 23:14   #165
RianMa
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Sanierung Domplatz 15

Auch am Domplatz stand dieser Tage ein Baugerüst und verdeckte die Fassade des Gebäudes Domplatz 15.



Durch die Planen kann man teilweise bereits den neuen weißen Anstrich erkennen. Putzabplatzungen wurden an vielen Stellen ausgebessert.



Spannend wird es in der Kerstingstraße. Hier befindet sich ein Anbau, der vor langer, langer Zeit regelrecht verunstaltet wurde, im Inneren aber ein Fachwerkbau ist, was man auch an den kleinen Fenstern gut erkennen kann. Dieser wirkt wie leergezogen. Vielleicht kommt das Haus ja für eine baldige Sanierung in Frage, jetzt wo auch der große Nachbar generalüberholt wird.



Interessant ist auch der Blick auf die hofseitigen Fassaden. Die beiden Giebel gehören zu dem aktuell in Sanierung befindlichen Gebäude. Rechts schließt sich dann das kleine Fachwerkhaus an, welches von dieser Seite auch eindeutig als solches erkennbar ist.

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