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Alt 25.08.09, 17:09   #31
Beggi
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Habe mal ein bisschen gestöbert und noch ein paar Fotos von der Bestandsbebauung aus dem Jahr 2007 gefunden. Bis heute dürfte sich an dem Zustand wenig verändert haben. Man erkennt, dass es vor dem Krieg eine sehr schöne Villa gewesen sein muss. Leider sind nur noch wenige ursprüngliche Fragmente erhalten geblieben. Für den Rest fällt mir nur der Begriff "Nachkriegsverbrechen" ein.

Der gezeigte Entwurf ist natürlich eine enorme Verbesserung des Ist-Zustandes, unter harmonischem Einfügen in den Straßenzug verstehe ich jedoch etwas anderes. Auf mich wirkt das wie ein Fremdkörper. Zu den in der Computersimulation gezeigten Häusern (Blickrichtung Ost) passt der geplante Neubau nicht, links daneben das "Intercontinental Frankfurt" mit dem er ebenso kein harmonisches Bild ergibt. Naja, vielleicht könnte der Entwurf als "optischer Vermittler" zwischen beiden aufgefasst werden.

Fotos von der Bestandsbebauung:





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Alt 26.08.09, 02:49   #32
RobertKWF
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Ganz selbstverständlich muss an dieser Stelle das Stadtbild der traditionellen Uferbebauung Vorrang vor allen anderen Faktoren haben. Dabei setze ich ganz fest auf den Willen und die Durchsetzungskraft des Planungsdezernats. Sofern unter allen Umständen keine Rekonstruktion zumindest der Fassade möglich sein sollte (?), so muss ja zumindest eine entsprechende Gestaltung gefunden werden, die sich zu 100 Prozent in das gesamte historische "Ufer-Ensemble" einfügt. Die Bausünden hier, Richtung Main-abwärts, dürfen keinesfalls ausgedehnt werden. Das würde eine weitere Zerstörung des Frankfurt-typischen Ufer-Panoramas und damit des historischen Stadtbildes gerade im Kernbereich der Stadt, bedeuten. Jeder der das anders sieht sollte sich doch mal eine Rundfahrt mit einem der Ausflugsdampfer vom Eisernen Steg aus gönnen.

Wenn sich auch hier wieder die Investoren durchsetzen sollten, dann bedeutet dies das Ende jeder wirksamen Gestaltungsplanung in Frankfurt. Das müsste dann auch wirklich zu entsprechenden politischen Konsequenzen führen.
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Alt 18.09.09, 16:41   #33
RMA
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Das Gebäude Untermainkai 44 wurde nach Vogts Standardwerk "Frankfurter Bürgerhäuser des 19. Jahrhunderts" 1837 oder kurz danach erbaut, Goethe hat das Gebäude also wohl nicht mehr gesehen. Trotzdem wäre es schlichtweg Barbarei, eines der ganz wenigen verbliebenen Beispiele der hochklassizistischen Villenarchitektur in Frankfurt abzureißen. Schließlich sollte man sich vor Augen führen, dass Bürgerhäuser des Klassizismus nach der Zäsur des Krieges so mit das älteste sind, was es im Bereich der profanen Architektur dieser Stadt noch gibt!

Zu Untermainkai 34 ist zunächst mal festzuhalten, dass der Wert für die Frankfurter Kunstgeschicht – im Gegensatz zur Nr. 44 – ein sehr geringer ist. Eine Rekonstruktion als Ding der Unmöglichkeit darzustellen, halte ich allerdings für verwegen, es gibt genug Beispiele z.B. in Leipzig, wo man das Gegenteil mit einer modernen Nutzung verbunden hat. Es ist nur eine Frage des Willens. Und man sollte sich bei einer Abbruchgenehmigung halt auch versichert haben, was danach kommt.

Geändert von RMA (18.09.09 um 17:00 Uhr) Grund: Falsch gelesen.
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Alt 18.09.09, 16:48   #34
Schmittchen
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Wie kommst du denn auf einen Abriss des Gebäudes Untermainkai 44? Das steht doch gar nicht zur Debatte. Zumal hier, anders als bei den Resten der Helfmann-Villa, Denkmalschutz bestehen dürfte.
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Alt 18.09.09, 16:58   #35
RMA
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Ich hatte deinen Beitrag so verstanden. Naja, jetzt ist wenigstens geklärt, dass Goethe das Gebäude nicht mehr gesehen hat.
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Alt 09.01.10, 11:25   #36
Schmittchen
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Baubeginn für das "Ensemble am Untermainkai" in diesem Jahr?

Die FNP hat mit Ali Selmi über sein Projekt "Ensemble am Untermainkai" gesprochen. Selmi rechnet demnächst mit der Baugenehmigung und möchte noch in diesem Jahr mit den Bauarbeiten beginnen. Tatsächlich soll der Entwurf des Büros Happ Architecture umgesetzt werden. Neu ist in dem Artikel noch die Information, dass rund 55 Prozent der Flächen für Büros und 45 Prozent für Wohnungen vorgesehen sind. Alles weitere findet sich weiter oben.
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Alt 09.01.10, 20:23   #37
Project
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Project sorgt für eine eindrucksvolle AtmosphäreProject sorgt für eine eindrucksvolle AtmosphäreProject sorgt für eine eindrucksvolle Atmosphäre
Das Gebäude passt hervorragend an den Mainkai!

Vom klassischen Stil früherer Hochbauten in New York sowie dem verwendeten Material (warmer, heller Stein nach Opernturm-Vorbild) darf in Frankfurt gern mehr entstehen! Und die Anzahl und Höhe der Geschosse muss nicht zwingend unter den Vorgaben eines Hochhauses bleiben. Hoffentlich folgen weitere Projekte!
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Alt 11.01.10, 14:14   #38
Wikos
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Wikos befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
@Project: Dieser Stil ist doch nichts besonderes. Die "klassische Moderne" zu zitieren und dabei helle Werkstoffe zu verwenden ist bundeweit derzeit Trend. Ich finde es austauschbar. Roter Sandstein dagegen hat in Frankfurt zu einem unverwechselbaren Stadtbild beigetragen. Ich hätte mir, gerade an einer solch Prominenten Stelle am Main eine deutliche Rezeption des historischen Stadtgefüges gewünscht.
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Alt 11.01.10, 15:16   #39
Fachwerkhaus
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Fachwerkhaus braucht man einfachFachwerkhaus braucht man einfachFachwerkhaus braucht man einfachFachwerkhaus braucht man einfachFachwerkhaus braucht man einfachFachwerkhaus braucht man einfach
Direkt am Main ist roter Sandstein allerdings deplatziert, das nördliche Mainufer ist seit Jahrhunderten einheitlich weiß gewesen. Was aber nicht heißt, dass ein Haus in rotem Mainsandstein andernorts nicht gut wirken würde.

~~~~~~~

Edit: Angesichts einer nicht wirklich nachvollziehbaren negativen Bewertung dieses Beitrages mit dem Kommentar "Meinst Du das gleiche Weiß wie am Haus rechts daneben? ;-)" sei folgende Erläuterung gestattet:

Die Mainfront war seit dem Klassizismus einheitlich mit weißen Gebäuden ausgestattet, in Ansichten vor 1944 ist das zweifelsfrei überliefert. Und selbst nach dem Krieg hat man es geschafft, diesen Eindruck weitestgehend beizubehalten. Ja, das Haus zur rechten ist dahingehend ein Stilbruch, aber das hat die Gründerzeit gerne und häufig geleistet - und das sehe ich nicht weniger kritisch als heutige "Kontraste". Das Haus zur linken dagegen ist ein Musterbeispiel des Klassizismus - und blütenweiß!

Und jetzt bitte zurück zum glücklicherweise hellen Neubau.

Geändert von Fachwerkhaus (11.01.10 um 18:44 Uhr)
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Alt 12.01.10, 02:43   #40
main1a
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main1a ist essentiellmain1a ist essentiellmain1a ist essentiellmain1a ist essentiellmain1a ist essentiellmain1a ist essentiellmain1a ist essentiellmain1a ist essentiellmain1a ist essentiellmain1a ist essentiell
Prinzipiell ist es löblich das das Quartier an dieser Stelle durch das geplante Projekt und insbesondere das Mainufer mit dem Neubau Mainhaus aufzuwerten.
Schöner wäre m.E. jedoch wenn die Villa Helfmann, oder zumindest das was noch davon übrig ist, im Neubau des Mainhaus integriert würde weil einfach in der Vergangenheit - und auch gegenwärtig - zu leichtfertigt Gebäude mit dieser Art Ausstrahlung unwiederbringlich zerstört wurden.
Anderseits würde der aktuelle Entwurf dadurch seiner Symetrie beraubt und die Nutzfläche, mit der der Investor schließlich Geld verdienen muß, ggf. unter die wirtschaftliche Gewinnschwelle rutschen. Somit würde das Gesamtprojekt in Frage gestellt und ob – wie ursprünglich vom aktuellen Investor geplant – hier ein Hochhaus die bessere Option ist sei dahin gestellt.
Die Symetrie des Mainhaus halte ich wie gesagt für seine Stärke. Es strahlt dadurch ein große Ruhe und Kraft aus. Durch die Wahl des Fassadenmaterials (heller Naturstein) in Verbindung mit den braunen Fenstern (evtl. Holz ?) sowie den braunen Fensterleibungen im EG und 1. OG werden diese noch gesteigert. In der Summe hätte dieses Gebäude dann eine große Eleganz was dem Ort angemessen wäre.
Einziger Wermutstropfen sind die anscheinend großzügig geplanten Fensterfronten in den Wohnungen im 6. OG und Staffelgeschoß um den zukünftigen Bewohnern einen "herrlichen Mainblick" zu verschaffen. Diese stören für mein Empfinden die symetrische und elegante Wirkung und machen das Gebäude “kopflastig“. Hier sollte der Investor den Entschluß fassen und diesen Gebäudebereich mit schaleren Fenstern bestücken lassen (analog zu den Fenstern auf der Gebäudeseite im 1. Bild dieses Beitrages). Die Bewohner hätten trotz dieser Maßnahme sicherlich noch ein schönen Blick.

Hier mal eine Gegenüberstellung: Vorher (= aktuelle Planung) - nachher (= kleine Änderung, große Wirkung)

Bilder: Jens Jakob Happ | Bearbeitung: main1a

Im Gegensatz zu Wikos sehe ich es nicht kritisch, daß am Mainufer ein moderner Klassiker entsteht. Aber - und da bin ich bei Wikos - täte es dem Mainufer in seiner gesamtheitlichen Wirkung nicht gut wenn zuviele “moderne Klassiker“ in einem kurzen Uferabschnitt errichtet würden (siehe die geplanten Maintor Palazzi auf dem Degussa-Areal oder das bereits errichtete Bürogebäude Metzler in der Obermainanlage 1).
Mit Fachwerkhaus teile ich die Meinung, das roter Mainsandstein nicht das stilbildende Element für das nördliche Mainufer ist. Jedoch wirkt auch der rote Sandstein beim rechten Nachbar besser wenn bei diesem dank weißer Farbe das verdreckte Schweinchenrosa verschwindet.
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Alt 12.01.10, 10:45   #41
mahlzeit
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mahlzeit braucht man einfachmahlzeit braucht man einfachmahlzeit braucht man einfachmahlzeit braucht man einfachmahlzeit braucht man einfachmahlzeit braucht man einfach
Die Reste der "Villa Helfmann" sind tatsächlich derart kläglich, dass ich angesichts der gezeigten Planung einen Abriss für vertretbar halte - wenn man sich das Gemäuer vor Ort anschaut, wird man, wie ich, wohl zwangsläufig zu diesem traurigen Schluss kommen.

Eine Frage in die Runde: Laut Schmittchens Posting und Emporis heißt das klassizistische Schmuckstückchen nebenan "Villa Bonn" - gibt es derer wirklich zwei in Frankfurt: Villa Bonn der Frankfurter Gesellschaft (Siesmayerstraße)?
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Alt 12.01.10, 13:13   #42
MainSurfer
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Laut Denkmaltopographie heißen beide Villa Bonn
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Alt 13.01.10, 14:24   #43
Schmittchen
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Die Familie Bonn war dieser Quelle zufolge alteingessen und weitverzweigt. Als Bankiers zudem vermögend, so dass wohl mehrere Häuser für diese Familie gebaut wurden.

Hier noch eine Visualisierung des "Gartenhaus" genannten Gebäudes im Blockinneren, dürfte Blickrichtung Nordwest (Plan) sein:


Bild: Happ Architecture / B.C. Horvath

Außerdem interessant, dass sich auf der Website des Büros, welches offenbar die Renderings gefertigt hat, eine andere Ansicht von Dribbdebach findet als die in #22. Abgesehen von etwas schmaleren Fenstertüren im Staffelgeschoss sieht diese aus wie die von main1a. Das scheint auch die spätere Arbeit zu sein, so dass man die übergroßen Fenster an dieser Stelle wohl nicht zu sehen bekommen wird.
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Alt 21.09.10, 11:29   #44
Schmittchen
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Es geht offenbar voran. Eine Bank ist an dem Neubau am Untermainkai interessiert. Auch eine bisher fehlende Zustimmung einer Nachbarin liegt nun vor. Anders als bisher geplant, sollen noch erhaltene Teile der Originalfassade der Villa Helfmann in den Neubau am Untermainkai integriert werden. In zweiter Reihe sind weiterhin Wohnungen in einem weiteren Gebäude mit fünf Geschossen geplant (wohl der oben "Gartenhaus" genannte Bau). Dies teilte Architekt Jens Jakob Happ gestern dem Planungsausschuss mit, wie aus diesem FNP-Artikel hervorgeht.

Nachtrag: Auch die Rundschau berichtet von der Ausschuss-Sitzung. Erwähnt wurde demnach, dass der geplante Neubau "zum Teil ein Giebeldach" haben solle. Also wurde auch insofern umgeplant, da die bisherigen Entwürfe dies nicht erkennen lassen. Meiner Vermutung nach wegen der Gestaltungssatzung für das Bahnhofsviertel von 1981, nach deren § 4 die "vorgeschriebene Dachform ist das Mansarddach" ist, "sofern die benachbarten Gebäude Mansarddächer haben". Dazu auch oben #28ff.

Erwartungsgemäß soll die Helfmann-Villa vollständig abgerissen werden. Teile der alten Sandsteinfassade und das Portal der Villa sollen später in den Neubau integriert werden. Selmi möchte den Bauantrag noch in diesem Jahr stellen.

Die interessierte "internationale Bank" möchte nicht nur in den geplanten Neubau, sondern auch in die Villa Bonn einziehen (zu dem klassizistischen Gebäude Untermainkai 44 weiter oben im Strang). Die derzeit dort auf 330 m² untergebrachte Kindertagesstätte soll in die Windmühlstraße 9 umziehen. In diesem auch Selmi gehörenden Gründerzeitgebäude an der Ecke zur Wilhelm-Leuschner-Straße befindet sich zur Zeit auf fast 1.000 m² der Weißfrauenkindergarten der evangelischen Hoffnungsgemeinde. Dieser zieht wiederum an den Westhafen in das zur Zeit in Bau befindliche KiTa-Gebäude an der Hafenstraße (Beitrag).
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Alt 22.09.10, 02:31   #45
RobertKWF
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Projekt "Ensemble am Untermainkai" (geplant)

Eigentlich müsste es zu denken geben, dass man damals die Fragmente des Vorkriegsbaues hier nicht gleich abgerissen hat sondern irgendwie noch zu integrieren versuchte? Das hässliche zumauern der Erdgeschoßfenster erfolgte ja dann erst viel später.

Wenn der Architekt nun das Bauvorhaben „Ein Stück Stadtreparatur“ nennt, sollte ein maßvoller Entwurf mit historischen Bezügen vorgelegt werden, der auch das typische Bild der Frankfurter Uferfront erhält und betont. Eigentlich gehört die komplette Uferregion in das Innenstadtkonzept mit aufgenommen und bräuchte eine eigene Gestaltungssatzung.

Vermutlich werden nun aber, wie schon im Artikel angedeutet, sogar mehrere "Befreiungen von geltenden Vorschriften" stattfinden. Es wird spannend sein, wie sich das Planungsamt positioniert und wie der neue Entwurf aussehen wird. Sieben Geschosse (ohne (zum Teil) Giebeldach) währen aber schon mal zu viel. Wenn es dann auch noch ein reines Bürogebäude wird, dann werden im Erdgeschossbereich wieder keine Möglichkeiten für Urbanität entstehen.

Die Gestaltung, oder wenigstens der Erhalt einer einigermaßen historisch passenden Uferfront im Innenstadtbereich (und ich zähle die gesamte Uferfront dazu) hätte dann gegebenenfalls im Römer keine sehr gute Lobby.

Dass die Stadt bei der bestehenden Vorschriften- und Gesetzeslage hier wieder nichts machen könne, möchte ich nicht wieder hören. Genau da liegen ja die Probleme. Es fehlen eben dann die griffigen Vorschriften und Gestaltungssatzungen für wichtige Stadtgebiete, die dann auch konsequent durchgesetzt werden müssen. Wenn aktuell ein Bauvorhaben ansteht, kann es für zusätzliche Vorgaben natürlich zu spät sein.

Wenn allerdings im Magistrat und unter den gewählten Stadtverordneten nicht genügend Interesse daran bestehen sollte, dann kann der Bürger dem derzeit munteren Baugeschehen mal wieder nur interessiert zuschauen.
.

Geändert von RobertKWF (22.09.10 um 03:35 Uhr) Grund: Ergänzung
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