Neubau Campus Deutz der TH Köln

  • Fachhochschul-Neubau

    Laut Kölner-Stadt-Anzeiger hat sich NRW-Forschungsminister Pinkwart zusammen mit Finanzminister Linsen für einen neuen Campus der Fachhochschule Köln in der Südstadt ausgesprochen und will diesen auch finanzieren. Der KSTA berichtet von ca. 500 Millionen Euro die insgesamt benötigt werden. Bis 2012 sollen demnach Gebäude für rund 500 Studenten in der Südstadt entstehen.
    Im nächsten Jahr soll ein Realisierungswettbewerb gestartet werden.


    Umziehen würden demnach die Ingenieurswissenschaften von ihrem bisherigen Campus in Kalk. Diese Gebäude sind zum größten Teil extrem Baufällig, so dass schnell für Ersatz gesorgt werden soll. Eine Modernisierung wäre bei laufendem Betrieb zu umständlich.
    Auf das Gebiet des dann nicht mehr benötigten Campus soll nach ersten Vorstellungen eine (neue) Landes oder Bundesbehörde um- oder einziehen. ahrscheinlich wird aber auf für diese Nachnutzung ein kompletter Neubau der Gebäude von Nöten sein.
    Neu ist der Vorschlag das Justizzentrum auf das Gelände zu verlegen. Der bisherige Standort an der Lumxemburger Straße würde zum Teil zum erweiterten, bis zum neuen Campus der FH und zum Rhein reichenden Teil des inneren Grüngürtels werden.


    http://www.ksta.de/html/artikel/1228404095663.shtml
    http://www.rundschau-online.de…tikel/1228406933534.shtml


    Mir/es ist bisher unklar welches Ausmaß der Campus haben soll. Gesprochen wird vom Großmarktreal (der dann früher umziehen muss) bis hin zu den bestehenden Gebäuden nördlich der Bahntrasse.
    Die Entwicklung könnte auch dem weiteren Ausbau der Infrastruktur in diesem Bereich helfen (S-Bahn-West- und Südring; 3.Baustufe NSS), aber das wird sich ja noch im Laufe des Verfahrens zeigen.

    Einmal editiert, zuletzt von Salzufler ()

  • In der heutigen Printausgabe des KStA (online habe ich den Artikel nicht gefunden) wird berichtet, dass seitens der FH der Wunsch besteht, mit allen Fachbereichen von Deutz auf das Gelände der ehemaligen Dom-Brauerei in einen sog. FH-Campus zu ziehen. Man geht sogar noch einen Schritt weiter. Es wird daran gedacht, u.U. auch die heute genutzten Gebäude in der Südstadt aufzugeben (u. a. die repräsentativenb Bauten am Ubierring und am Rheinufer) und ausnahmslos alle Fachbereiche auf einem neuen Camusgelände zu konzentrieren.

  • Umzug der FH an Bedingungen geknüpft

    Die "rot-grüne" Koalition hat in ihrem Vertrag festgehalten, dass ein Umzug des ingenieurwissenschaftlichen Zentrums der FH von Deutz in die Südstadt nur dann erfolgen wird, wenn zugleich verbindliche Regelungen zu Gunsten des bisherigen FH-Deutz-Areals getroffen werden. Wichtig ist, dass der positive Strukturwandel in den Stadtteilen Deutz und Kalk nicht gefährdet wird. (Seite 16 im Koalitionsvertrag)

  • Das Präsidium der Fachhochschule Köln, der Hochschulrat und das komplette Kuratorium unter Vorsitz von Oberbürgermeister Jürgen Roters haben sich jetzt einstimmig für einen Neubau des Ingenieurwissenschaftlichen Zentrums (IWZ) in der Südstadt ausgesprochen.


    http://www.rundschau-online.de…tikel/1266504510789.shtml


    Eine Entscheidung des Landes steht allerdings noch aus, der Bau und Liegenschaftsbetrieb NRW prüft hierzu gerade zwei vorliegende Gutachten. Von einer möglichen Nachnutzung der alten FH bzw. Ausgleichsmaßnahmen für den Stadtteil Deutz ist nichts zu lesen.
    Trotzdem eine gute Nachricht, dass wieder mehr Bewegung in die Geschichte kommt. Der Kommentar in der Rundschau mahnt ebenfalls an, dass eine Entscheidung die Hängepartie möglichst bald beenden muss. Der neue FH-Campus würde gleichzeitig die große Möglichkeit bieten die Vorschläge des Masterplans für den Grüngürtel umzusetzen.

  • Die Stadt Köln beabsichtigt, das Gebiet rund um den Eifelwall bis über den jetztigen Großmarkt hin zum Gelände der alten Dom-Brauerei zu einem Sanierungsgebiet zu erklären.


    Die Erweiterung des inneren Grüngürtels soll damit gesichert werden, weil die Immobilienbesitzer keine Veränderungen mehr auf Ihren Gründstücken vornehmen dürfen. Damit will die Stadt Bodenspekulationen verhindern. Außerdem ließen sich so Fördergelder des Landes beantragen.


    Paul Bauwens-Adenauer, hiesiger Bauunternehmer und IHK-Präsident hatte da übrigens einen ganz schlauen Vorschlag. Die Stadt solle doch einfach alle Grundstücke kaufen, dann könne Sie auch entscheiden was darauf gebaut wird.


    Super Vorschlag Herr Bauwens-Adenauer!:nono: Als hätte die Stadt keine anderen Sorgen!:Nieder:


    http://www.rundschau-online.de…tikel/1272460090617.shtml

  • Ich finde es absolut richtig dass die Stadt auf die Instrumente des besonderen Städtebaurechts setzt. So kann die Stadt bei der Umsetzung eine Menge Geld sparen und verhindert gleichzeitig mögliche negative Veränderungen der Grundstücke bzw. der Eigentümerstruktur. Der Weg den die Stadt geht ist also schon richtig! Möglicherweise besitzt Herr Bauwens, in eventuell spekulativer Absicht, Grundstücke in den betreffenden Zonen.

  • Das Land will erneut ein Gutachten in Auftrag geben, um zu prüfen, wie hoch der Sanierungs-/Modernisierungsbedarf für die FH in Deutz ist. Auf Grundlage dieses Gutachtens soll dann entschieden werden, ob eine Sanierung, bzw. Modernisierung in Deutz in Frage kommt - oder auf dem, vom Liegenschaftsamt des Landes bereits erworbenen Grundstück in der Südstadt neu gebaut wird.


    Die FH Köln spricht sich nach wie vor für einen Neubau aus - auch die Stadt ist an einer Verwirklichung der Neubaupläne interessiert.
    Politikvertreter aus dem Rechtsrheinischen würden lieber einen Verbleib der FH in Deutz sehen.


    http://www.rundschau-online.de…tikel/1288741295710.shtml

  • Laut neu vorgestelltem Gutachten ist die Sanierung des ingenieurwissenschaftlichen Zentrums im laufenden Betrieb nur schwer zu empfehlen:
    http://www.rundschau-online.de…tikel/1304633532338.shtml


    Hierbei wurden ausschließlich die Aspekte von Sanierung und Modernisierung in drei Varianten (von Sanierung über Modernisierung bis Neubaustandard) berücksichtigt. Die Kosten würden sich auf 250 bis 310 Mio. Euro belaufen. Damit bewegen sie sich im Bereich eines Komplettneubaus. Die Maßnahmen im laufenden Betrieb könnten bis ins Jahr 2027 andauern. Für FH-Präsident Joachim Metzner ist somit die Frage nach Sanierung oder Neubau beantwortet. Er befürchtet eine erhebliche Belastung für die Studierenden so wie für die Qualität der Ausbildung und das über einen sehr langen Zeitraum.


    Überraschenderweise wird jetzt plötzlich noch eine dritte Variante ins Spiel gebracht: Abriss des Hochhauses in Deutz + Neubauten unter Einbeziehung eines städtischen Betriebsgeländes an der Gießener Straße. Diese Variante wurde offenbar schon länger im Hintergrund diskutiert - Ohne Wissen der FH. Metzner hält diese Art der Kommunikationspolitik denn auch für "sehr bedauerlich". Grundsätzlich würde man sich aber auch an Gesprächen für Neubauplanungen in Deutz beteiligen. Dazu bedarf es allerdings Planungssicherheit bezüglich der städtischen Grundstücke.


    Mein Fazit: Das kann ja wieder heiter werden. Eines der wichtigsten städtebaulichen Projekte dieser Stadt ist scheinbar endgültig angekommen in den Mühlen der kommunalen Politik. Mal schauen, wie viele Gutachten und Varianten uns hier in den kommenden Jahren noch um die Ohren fliegen...

  • Ich fände diese dritte Lösung am Reizvollsten. Damit kann Deutz nochmal enorm aufgewertet werden, was zur derzeitigen Entwicklung gut passt. Der Kölner Süden dagegen hat bereits seine Qualitäten. Zudem würde die Verlagerung in den Süden die Wohnungssituation dort nochmal verschlimmern.

  • Einerseits sehe ich ja auch die Vorteile (kürzere Wege, bessere Verbindung der Institute, geringerer Aufwand i.A.), die eine Verlegung der FH nach Bayenthal mit sich bringen würde.
    Andererseits denke ich mir: Warum sollen fast alle wichtigen Einrichtungen immer nur im Linksrheinischen konzentriert werden? Wenn es wirklich eines der Ziele der Stadt ist, die rechtsrheinischen Bezirke aufzuwerten und sie vielleicht sogar irgendwann mal mit der linksrechtsrheinischen Stadthälfte auf Augenhöhe zu bringen, dann würde ein Wegzug der FH ja wohl klar kontraproduktiv sein!
    Gerade kulturell hat sich z.B. Kalk zu einem Klein-Ehrenfeld gemausert, was meines Erachtens vor allem auch auf die immer zahlreicher werdenden Studenten zurückzuführen ist, die Kalk als günstigen und immer attraktiver werdenden Stadtteil ansehen und sich daher hier einmieten. Natürlich werden nicht alle Studenten von der FH kommen, aber der Anteil der FH-Studenten wird gerade wegen der räumlichen Nähe zu Deutz bestimmt ziemlich groß sein.
    Die positive Auswirkung der Hochschule auf Kalk und auf das Rechtsrheinische i.A. ist also ein klares Argument für den Verbleib in Deutz!
    Ein weiterer und für die Politik wahrscheinlich entscheidenderer Grund für den Neubau im Rechtsrheinischen ist aber gerade auch der nach „groben Schätzungen“ um 50-100 Millionen günstigere Preis: http://www.ksta.de/html/artikel/1307782591138.shtml

  • Ich sehe im Verbleib der FH am Standort Deutz auch einen großen Vorteil für die weitere Entwicklung der Stadtteile Deutz und Kalk. Die Stadt hätte die einmalige Chance den ganz großen Wurf zu wagen. Durch die Neuausrichtung der Gebäude und des gesamten Areals, könnte ihr das zusammenwachsen der beiden Stadtteile Deutz und Kalk gelingen. Dazu müsste man aber weiträumiger denken. Das wichtigeste in diesem Zusammenhang wäre meines Erachtens, der Rückbau der östlichen Zubringerstraße bis zum Deutzer Ring und den Rückbau des Deutzer Rings in eine normale Stadtstraße mit Kreuzungsmöglichkeiten. So könnte die trennende Wirkung dieser Straßen rückgängig gemacht und innerstädtischer Raum hinzugewonnen werden.


    Allerdings bezweifele ich bei den heute regierenden Parteien und unserer städtischen Verwaltung, das diese in der Lage sind einen so weitreichenden Entwurf zu meistern. Die verlieren sich dann lieber wieder im klein, klein und einigen sich auf den kleinsten gemeinsamen Nenner.

  • ^ Die neue Variante eröffnet tatsächlich ganz neue Perspektiven. Was den Rückbau oder die Verkleinerung der Verkehrswege in der Umgebung angeht, so etwas könnte natürlich alles mit dranhängen, da bräuchte man eigentlich schon einen Masterplan für das Rechtsrheinische.


    Wie ksta berichtet, gibt es im Rathaus durchaus Befürworter für einen Verbleib in Deutz
    http://www.ksta.de/html/artikel/1307782592083.shtml
    Dagegen hieß es in der Rundschau gestern, die Parteien hätten sich noch auf keinen Standpunkt festgelegt. Wahrscheinlich schaut man gerade auf die Reaktionen und richtet die Fähnchen entsprechend neu aus :lach:

  • @RainerCGN
    Wenn ich mir das so auf der Karte ansehe, dann habe ich eher den Eindruck, dass nicht der Deutzer Ring, sondern die "Östliche Zubringerstraße" das trennende Element ist - zumindest nach Deutz hin. Der Deutzer Ring verläuft ja teilweise entlang einer Bahnlinie und zwischen der FH und Gremberg, während die "ÖZS" wirklich einen unüberwindbaren Schnitt zwischen Deutz und der FH macht. Ich würde sagen, wenn man die "ÖZS" einstampfen würde und dafür den Deutzer Ring in seiner jetzigen Form belässt, hätte man mehr gewonnen.
    Wie auch immer: Dieses dichte Netz an großen Straßen macht angesichts des Verlustes der Industrie wirklich keinen Sinn mehr, und ich kann nur hoffen, dass die Politik mutig genug ist, eine der Straßen deutlich einzuschränken.

  • Die Leitung der FH Deutz fordert nochmal mit Nachdruck, in der Standortfrage möglichst bald für Planungssicherheit zu sorgen. Nach wie vor gibt es noch keine verbindlichen Aussagen seitens der Stadt bezüglich Verfügbarkeit der Nachbargrundstücke am Deutzer Campus. Man bemüht sich wohl, dies bis August hinzubekommen.
    http://www.rundschau-online.de…tikel/1310466228091.shtml


    Wie schon bekannt werden momentan drei Varianten geprüft: Neubau in der Südstadt, Komplettsanierung oder Teilsanierung mit Neubauten in Deutz.
    http://www.rundschau-online.de…tikel/1308323350361.shtml
    Ganz interessant die Aussage in diesem Artikel, dass die Stadt auch prüft, ob die angrenzenden Parkplätze so wie der Sportplatz mit in die Bebauung einbezogen werden könnten. Auch das bietet wieder vollkommen neue Vernetzungsmöglichkeiten mit dem Stadtteil Deutz. Je mehr man das alles durchdenkt, desto mehr kommt man zu dem Schluss (so geht's mir zumindest), dass Deutz und Kalk und eigentlich das ganze Rechtsrheinische den Neubau dringender gebrauchen könnten, als die ohnehin verwöhnte linke Rheinseite.


    Was mich nur ärgert (allgemein): Der Umgang mit den öffentlichen Gebäuden, sei es die Fachhochschule, sei es die Oper oder die Museen. Man schiebt den Sanierungsbedarf immer weiter in die Zukunft, bis alles so marode und veraltet ist, dass man gleich auch abreißen kann. Das ist doch irgendwie Irrsinn und absolut unnachhaltig. Mal so gefragt: Selbst wenn man jetzt einen tollen neuen FH-Campus baut, ist der dann in 30 bis 40 Jahren vielleicht wieder zum Abriss freigegeben?

  • Fachhochschul-Neubau in Deutz

    Aus für den FH-Campus in der Südstadt. Das Ingenieurwissenschaftliche Zentrum (IWZ) wird in Deutz neu gebaut.


    http://www.ksta.de/html/artikel/1311335449545.shtml
    http://www.ksta.de/html/artikel/1311335449610.shtml


    Dies wird die nordrhein-westfälische Wissenschaftsministerin am kommenden Dienstag offiziell bekannt geben. Obwohl der NRW-Bau- und Liegenschaftsbetrieb bereits Grundstücke im Kölner Süden - auf dem ehemaligen Dom-Brauerei Geläne - für 80 Mio. € gekaufts hatte, fiel die Entscheidung auf den Deutzer Standort. Dort soll unter Einbeziehung benachbarter Grundstücke neu gebaut werden. Anzunehmen ist, dass auch politische Gründe eine Rolle bei der Entscheidung gespielt haben, da die Staatsanwaltschaft Wuppertal wegen evtl. Unregelmäßigkeiten bei den Grunstücksgeschäften des BLB in Köln ermittelt.


    Die an die FH in Deutz angrenzenden Flächen der AWB und der Feuerwehr sollen für die Erweiterung des FH-Geländes an das Land verkauft werden. Die Stadt will gegenüber dem Land darauf drängen, dass das Haupgebäude abgerissen und ein städtebaulicher Wettbewerb durchgeführt wird.


    Das IWZ (Hauptgebäude) der FH
    http://www.bilderbuch-koeln.de/Fotos/78847


    Die Fachhochschule soll besser an Kalk und Deutz angebunden werden. Zun diesem Zweck soll das Land ein Grundstück an der Ecke Deutzer Ring/Gießener Str. mit einbeziehen, dass jetzt noch im Besitz der städtischen Wohnbetriebe ist.


    http://maps.google.de/maps?q=5…51&num=1&t=h&z=16&iwloc=A


    Die Kosten für das Deutzer Neubauprokekt werden mit 250 Mio. € kalkuliert, 100 Mio. weniger als ein kompletter Neubau in der Südstadt gekostet hätte.

    Einmal editiert, zuletzt von Citysurfer ()

  • Eine sehr gute Entscheidung für die Stadt, finde ich. Und auch nicht nur die zweitbeste Lösung, wie der Zeitungsartikel im KSTA schreibt. Deutz wird die Chance durch einen Teilneubau sehr gut gebrauchen können - weit mehr als die Südstadt. Schön wenn eine wesentlich stärkere Verbindung mit dem Stadtteil Deutz entstehen würde, so daß die FH eben keine reine Campus-Hochschule mehr wäre und Deutz ein lebendiges Studentenviertel wird. Leider ist das ja bisher nicht der Fall.

  • Kalk könnte eine stärkere Präsenz von Studierenden noch besser gebrauchen können als Deutz.
    Ich denke jedoch, dass es schwierig wird, den "Inselcharakter" des FH-Geländes aufzubrechen, da das Areal nach Kalk hin durch den 'Deutzer Ring' - nach Deutz durch die 'Östliche Zubringerstraße' stark abgeschottet wird.
    Jeder Versuch, hieran etwas zu verändern, ist jedoch zu begrüßen.


    http://maps.google.de/maps?q=G…464217,43.286133&t=h&z=16

  • @ klausfeisel


    zunächst mal viele Schmetterlingsträuche :lach: Ich könnte mir sehr gut einen OBI o.ä. vorstellen.



    Bild von mir 23.07.2011