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Alt 08.01.13, 07:34   #16
DerZentrumsnahe
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Die Planung für das Viertel wirft bei mir eine Frage ans Forum auf: Wie verträgt sich der reizvolle Entwurf für das Quartier an der Parthe (und fast autofrei) mit der Zukunftsplanung für die Berliner Straße, die nördlich auf eine Modernisierung (Ausbau) wartet. Dort gibt es ja eventuell auch Varianten, die über das Zoll-Quartier laufen. In dem Viertel nördlich der Parthe, dass unter der vielbefahrenen Straße leidet, gibt es schließlich viel Dringlicheres zu entwickeln, zumal dort schon einige Wohnhäuser stehen.
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Alt 08.01.13, 17:25   #17
DaseBLN
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^ Also m.W. ist die Trassenführung des Tangentenvierecks östlich der Kurt-Schumacher-Strasse auf die Berliner Strasse festgelegt. Die verlinkten Dokumente zeigen ja recht eindeutig, was dort geplant ist. Strittig ist nur der Abschnitt zwischen Kurt-Schumacher-Strasse und Nordstrasse, insofern stellt sich die Frage so gar nicht. Zur Illustration der ausgebaute Knoten Berliner Strasse im auf der vorherigen Seite verlinkten städtebaulichen Konzept:

Quelle: städtebauliches Konzept Hauptbahnhof Westseite
__________________
Alle Bilder, soweit nicht anders angegeben, von mir.

Fotos im DAF: Moskau
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Alt 09.01.13, 01:43   #18
DerZentrumsnahe
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DerZentrumsnahe sitzt schon auf dem ersten Ast
Stimmt. Mit diesem Entwurf wird der Verlauf der Berliner Straße auf den alten Standort festgelegt. Ich dachte, es gab mal einen für Bürger offenen Diskussionsprozess mit unterschiedlichen Varianten.
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Alt 11.01.13, 00:00   #19
LE Mon. hist.
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LVZ, 11.01.2013
"Am alten Zoll" wird nicht autofrei
Neues Quartier am Hauptbahnhof soll aber viel Verkehr vermeiden

Dem hier bereits vorgestellen Vorschlag des Umweltbundes Ökolöwen für ein autofreies Quartier erteilte der Chef des Stadtplanungsamtes Jochem Lunebach bei dem gestrigen Bürgerforum im Neuen Rathaus eine Absage. "Da ein Großteil der künftigen Nutzungen auf Gewerbe entfällt, wäre das illusorisch." Autofreie Quartiere gebe es durchaus schon in Wohngebieten, doch "für Mischgebiete ist mir europaweit noch keins bekannt", so Lunebach. Es sei jedoch ein autoarmen Quartier geplant, in dem das Parken beispielsweise dadurch verringert werden soll, dass die Stellflächen eher versteckt liegen. Tino Supplies vom Ökolöwen sowie Alexander John vom ADFC sagten, das sie dieses Konzept akzeptieren könnten. Sie schlugen erneut vor, die Zufahrtsstraße hinter dem Hauptbahnhof zu sperren wegen der schwierigen Verkehrsanbindung am Hauptbahnhof und um Durchgangsverkehr zu verhindern. Autofahrer_innen würden dann nur von Norden in das Viertel gelangen können. "Amtsleiter Lunebach fand diese Idee toll, sie soll nun geprüft werden."

Der nunmehr fertiggestellte Vorentwurf des Bebauungsplanes sehe keine Ausweisung abgeschlossener Wohngebiete vor, um ein möglichst vielfältiges Leben auf den derzeit noch brachliegenden Flächen zu erreichen. "Das wäre eine Premiere für Leipzig. Ich bin gespannt, ob wir damit bei Politik und Investor durchkommen. Denn natürlich würde dazu auch gehören, dass die Bewohner vor Ort höhere Lärmgrenzen akzeptieren müssten." Ein großer Vorteil läge darin, dass sich das geplante Quartier dann ähnlich bunt und dicht entfalten könne wie die unmittelbar angrenzende Leipziger Innenstadt.

Aurelis-Projektentwickler Michael Schaf verwies auf ein weiteres Novum, das ebenfalls der besonderen Lage geschuldet sei. Einerseits gebe es in der Stadt aktuell kein zweites Entwicklungsgebiet, in dem eine so hohe Bebauungsdichte angestrebt wird wie neben dem Hauptbahnhof. Andererseits solle das Quartier besonders grün werden und "die Kriterien der Nachhaltigkeit erfüllen". Vorgesehen seien zum Beispiel ein 1,1 Hektar großer Parthepark neben dem Flusslauf, Dachbegrünungen, jede Menge Bäume auf diversen Stadtplätzen, wasserdurchlässige Straßen und Stellplätze sowie der Einsatz erneuerbarer Energien. Aurelis würde für die etwa 200 Wohnungen schon mit mehreren Interessenten verhandeln, die diese gern errichten würden, wohingegen die Nachfrage für Gewerbeflächen noch recht verhalten sei.
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Alt 11.01.13, 01:23   #20
LE Mon. hist.
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PM aurelis Real Estate GmbH & Co. KG, 10.01.2013
http://www.aurelis-real-estate.com/n...ash=4057a5e095

Zitat:
Areal „Am Alten Zoll“ wird zum grünen Stadtquartier
Bebauungsplan folgt Kriterien einer nachhaltigen Entwicklung

Das Areal „Am Alten Zoll“ an der Westseite des Leipziger Hauptbahnhofs soll zu einem citynahen grünen Stadtquartier werden. Die Grundstückseigentümerin aurelis Real Estate GmbH & Co. KG plant eine Umnutzung und Umstrukturierung des ehemaligen Bahngeländes. [...]

Kernstück des Konzepts ist der neue Parthepark mit einer Fläche von rund 11.300 m2. Davon werden 50 Prozent als naturnahe Anlage entlang der Parthe gestaltet, so dient er gleichzeitig als Hochwasserschutz und als Frischluftschneise. In dem gemischt genutzten Quartier sollen Wohnungen, Büroflächen, ein Hotel und ein städtisches Gymnasium entstehen. Der Planungsansatz für dieses Gelände folgt dem Prinzip der „Stadt der kurzen Wege“. Zusätzlich zu der verkehrsgünstigen Ausgangslage unmittelbar am Hauptbahnhof und seinen zentralen Umsteigepunkten des ÖPNV erfolgt die Einbindung in das Leipziger Fuß- und Radwegenetz. Die Haupterschließungsstraße wird über eine eigene Fahrradspur verfügen und zukünftig die Innenstadt über den Knotenpunkt Berliner Brücke mit Gohlis verbinden. Eine parallel angelegte Trasse erschließt das Gebiet als alleiniger Fuß- und Radweg. Am neuen Partheuferweg ist eine Fußgänger- und Radfahrbrücke zur Berliner Straße geplant.

Aurelis setzt bei der Entwicklung des Areals auf moderne Urbanität. Michael Schaf, zuständiger Projektmanager, betont: „Dabei ist es uns wichtig, dass unsere Stadtquartiere auch die Kriterien einer nachhaltigen Stadtentwicklung erfüllen.“ Um dies zu gewährleisten, sind umfangreiche ökologische Maßnahmen wie Dachbegrünung, Anpflanzung von Bäumen sowie das Anlegen von wasserdurchlässigen Straßen und Stellplätzen vorgesehen. Die geplanten Grünflächen und Baumpflanzungen verbessern das innerstädtische Klima und verringern das Aufheizen von Flächen. Ein Energiekonzept prüft unter anderem einen möglichen Einsatz erneuerbarer Energien und eine Unterschreitung der Energieeinsparverordnung (EnEV). Die lokale Versickerung von Regenwasser sowie der Hochwasserschutz sind ebenfalls wichtige Elemente der Planung.

Nach Abschluss der Öffentlichkeitsbeteiligung streben die Stadt Leipzig und Aurelis einen zügigen Fortgang mit einzelnen maßnahmenbezogenen Bebauungsplänen an. Erstes Baurecht für konkrete Investorenvorhaben soll dann schon Ende 2013 möglich sein. Gespräche mit interessierten Investoren führt Aurelis bereits.

Das Gebiet an der Hauptbahnhof-Westseite stellt mit ca.111.800 m2 Bruttobauland die größte noch verfügbare Entwicklungsfläche am Leipziger Innenstadtring dar. Es bietet Investoren und Entwicklern in mehreren Etappen Potenzial für ca. 96.000 m² BGF (Bruttogeschossfläche – gesamt mögliche Fläche aller Geschosse) für Wohnbau, Handel, Hotel, Büros und Gewerbeflächen.
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Alt 31.01.13, 14:09   #21
LE Mon. hist.
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Donnerstag, 31. Januar 2013 11:15
Bauvorhaben an der Westseite des Hauptbahnhofs: Erstes Gebäude übergeben
http://www.leipzig-fernsehen.de/defa...owNews=1207562

Im Gebiet "Am Alten Zoll" wurde das erste Gebäude an die Deutsche Bahn als Mieterin übergeben. Mit der Hallenerweiterung vergrößerte die DB ihr Logistikgebäude. Von dem circa 1.000 Quadratmeter umfassenden Gelände sollen zukünftig die Bordrestaurants in den Fernverkehrszügen beliefert werden. Es entstanden drei neue Kühlräume, ein neuer Ladehof, Hubbühnen und ein neuer Zugang für E-Transporter.

Für das gesamte Areal, das sich bekanntlich im Bebauungsplanverfahren befindet, laufen bereits Gespräche mit Interessenten. Baurecht für erste konkrete Investorenvorhaben im Süden des Geländes wird Ende 2013 erwartet. Das Gymnasium im Norden soll dagegen voraussichtlich nicht vor 2020 errichtet werden.
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Alt 01.02.13, 05:56   #22
LE Mon. hist.
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In der

Immobilien-Zeitung, 31.01.2013
http://www.immobilien-zeitung.de/119540/am-alten-zoll

erschien eine ausführliche Vorstellung des Bauprojektes:

STADTQUARTIER AM HAUPTBAHNHOF LEIPZIG
Am Alten Zoll
Von Gerda Gericke

- Grundstückseigentümer aurelis: 2002 als Tochter der Deutschen Bahn gegründet und 2007 an ein Konsortium aus dem Essener Baukonzern Hochtief und dem Finanzinvestor Redwood Grove verkauft
- aurelis-Projektleiter Michael Schaf
- Größe des geplanten Stadtteils "Am Alten Zoll": 111.800 m²
- 96.000 m² Bruttogrundfläche (BGF) für Wohnungen, Läden, Büros, ein Hotel und Raum für kleine Gewerbetreibende.
- 200 Wohnungen auf zusammen 24.600 m² Nettobauwohnland (eingangs war von 250 Wohnungen die Rede; LMH)
- Ein Haus mit 4.600 m² BGF auf 3.900 m² Grund an der Westecke ist dem "Sonderwohnen" wahlweise für Senioren oder Studentinnen vorbehalten.
- Bereich "Büro, Dienstleistungen und Gewerbe", darunter ein Hotel nahe dem Hauptbahnhof: 42.500 m² BGF auf 25.400 m²
- Das ehemalige Zollgebäude mit 600 m² BGF und auf einem 1.600 m2 großen Areal, einige Mauern und das Eingangstor zum Bahngelände stehen unter Denkmalschutz und werden nicht abgerissen.
- neues Gymnasium: 10.900 m² BGF auf 16.700 m²
- Als erstes sollen Townhäuser und Stadtvillen realisiert werden. Schaf: "Das ist schon 2014 möglich."
- Geplant sind grüne Dächer, viele Bäume und der Einsatz von erneuerbaren Energien mit dem Ziel, die aktuellen Werte der gültigen Energieeinsparverordnung (EnEV) zu unterschreiten.
- 11.300 m² großer grünen Korridor entlang des seit Jahren kaum zugänglichen Flüsschens Parthe mit Terrassen, einer Uferpromenade, einem Radweg und Brücken
- Gesucht werden derzeit Investoren für den Wohnungsbau, das Sonderwohnen und für die Büro- und Dienstleistungswürfel.
- Schaf: "Vielleicht bauen wir ein Stückchen der neuen Stadt aber auch selber."

Neben der ausführlichen Projektverstellung versucht sich Gerda Gericke an einer Einschätzung des Vorhabens:

- Wohnungsbau in Leipzig ist kein Selbstläufer
- Dem Projekt "in die Hände spielt ... die sich immer weiter öffnende Schere am Leipziger Markt."
- rund 10% Leerstand bei Wohnungen (vor 25 Monaten; LMH)
- Miete von 4,20 Euro/m² in einfachen Lagen (in Teilen von Grünau und in Volkmarsdorf; LMH)
- Top-Angebote in der City bis zu 11,50 Euro/m²
- Eigentumswohnung kostet dem IVD zufolge bis zu 3.950 Euro/m²
- Verweis auf die beiden anderen neuen einzige citynahen Wohngebiete am Bayerischen Bahnhof (40 ha großes Areal) und am Wilhelm-Leuschner-Platz (drei neue Karrees) sowie auf
- den Lindenauer Hafen, 4,5 km vom Zentrum entfernt, "den die Stadt derzeit mit Macht in den Markt drückt, weil sie ihre kommunalen Grundstücke verkaufen will und muss."
- Einschätzung des Büromarktes von Ende 2012: 15,6% Leerstand, Durchschnittsmiete in der Innenstadt liegt bei 8,50 Euro/m², Spitzenmiete bei 11,50 Euro/m².
- Zum Schluß des Absatzes spendet sie einen "kleinen Trost: Da derzeit kaum spekulativ gebaut werde, gehen Experten von einer Markterholung aus."
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Alt 03.07.14, 22:54   #23
LE Mon. hist.
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LVZ, 3.7.2014
Viele Baustellen für die Baubürgermeisterin

Laut der LVZ sind die hochfliegenden Pläne für die elf Hektar große Fläche "Schnee von gestern". Der Eigentümer Aurelis hat das Bauprojekt auf unbestimmte Zeit verschoben und denkt aktuell über einen Verkauf der Fläche nach.

Leipzigs Baubürgermeisterin Dorothee Dubrau (parteilos) sieht dies gelassen: "Wenn sich eine Stadt gesund entwickeln soll, darf man gar nicht zulassen, dass alles gleichzeitig gemacht wird." In diesem Falle seit sie durchaus froh darüber, dass die Eigentümer der riesigen Brache westlich des Hauptbahnhofs jetzt erst mal von ihren Plänen ablassen. "Dort müssen erst noch eine neue Straße und Brücke gebaut werden, wofür die Stadt derzeit kein Geld hat. Das Gelände ist extrem schwierig zu entwickeln. Wahrscheinlich ist der Markt dafür erst in etwa zehn Jahren reif."
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Alt 04.01.15, 12:00   #24
LE Mon. hist.
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Wie schon beim Wilhelm-Leuschner-Platz ( http://www.deutsches-architektur-for...d.php?p=459438 ) möchte ich gern die Arbeitsergebnisse des koopstadt-Workshops vom 9. bis 10. Juli 2014 zur Erarbeitung eines "Strategiekonzeptes erweiterte Innenstadt" detailliert vorstellen. Sie dazu auch http://www.deutsches-architektur-for...d.php?p=459437.

Kurzbericht
https://ratsinfo.leipzig.de/bi/___tm...ipzig_2014.pdf

In den vier Kleingruppen spielte hier "Freiladebahnhof West" genannte Fläche nur eine geringe Rolle.

Phase 2 - Ergebnisse der Arbeit in vier Kleingruppen

Kleingruppe Handel
- Kein Handelsstandort, aufgrund fehlendem Zusammenhang zur City, für frequentierten Handel ist verkehrliche Anbindung ohnehin unzureichend
- Großimmobilie für Sport- und Freizeit (z.B. Eishalle)

Kleingruppe Dienstleistung, Büronutzung, Hotel/ Gastronomie
- Büro/ Dienstleistung und kleinteilige gewerbliche Nutzung mittel- bis langfristig möglich; muss qualitativ hochwertig sein; nur im Zusammenhang mit der Entwicklung des
Gesamtareals zu sehen; behutsam von den Rändern her entwickeln
- zusammen mit Hotel Astoria auf Priorität 4 von 4 gesetzt

Kleingruppe Wohnen
- Dem Standort werden insgesamt schlechte Bedingungen für das Wohnen attestiert: Die Umgebung weist eine industrielle Prägung auf. Ein ansprechendes Wohnumfeld fehlt. Einzig mit dem Verlauf der Parthe und ihren im nördlichen Bereich unverbauten Ufern werden Anknüpfungspunkte für eine Freiraumqualifizierung verbunden.
- Es bedarf eines hohen Aufwandes, um das Gelände aktiv zu einem Wohnstandort zu machen. Langfristig ist eine solche Entwicklung bei einem entsprechenden gesamtstädtischen Nachfragedruck auf verfügbare Wohnbauflächen denkbar, zur Zeit
hat das Areal aber keine Priorität als Wohnstandort.
- Das Gelände würde auch nach einer möglichen Entwicklung zu einem Wohnquartier noch immer eine Insellage darstellen.
- Eine Zwischennutzung von Flächen und Gebäuden durch die Leipziger Kreativszene wird angeregt.

Kleingruppe Wissenschaft, Bildung, Kultur
- Standort wäre geeignet für weiterführende Schule, sonstige Nutzungen wie bspw. Wohnen sind an diesem Standort derzeit schwer zu vermarkten. Entwicklung setzt Gesamtkonzept und verkehrliche Erschließung voraus. Fazit: Zeit lassen! Entwicklungsspielraum für künftige Nutzungen lassen. Temporäre Nutzungen ermöglichen, bspw. werden (Frei-)Räume für elektronische Musik gesucht.

Zwar wird dringend ein zentraler Standort für ein Gymnasium gebraucht, aufgrund des großen Flächenbedarfs für einen Schulstandort bzw. Entwicklungshemmnissen bspw. beim Freiladebahnhof West, konnte kein Standort in der City/ dem Cityrand für
eine Schulnutzung empfohlen werden.

Phase 3 - Zusammenführung
Die Brachfläche des ehemaligen Freiladebahnhofs wurde über alle Arbeitsgruppen hinweg als Reservefläche eingeordnet. Liegenlassen und abwarten waren die Empfehlungen. Möglicherweise könnte es sich lohnen, Zwischennutzungen zuzulassen. Auch mittel- und
langfristig wird hier Wohnen weniger gesehen, eher schon Freizeitnutzungen.

Phase 4 - Ausblick und Kommentar
Herr Lunebach bedankte sich dafür, dass die Stadt Leipzig in diesem Workshop Empfehlungen bekommen habe, an welchen Orten sie Prioritäten setzen könne und wo eher Liegenlassen angesagt sei. So gehöre z.B. der „Freiladebahnhof West“ eher zur Kategorie Liegenlassen, an der womöglich temporär befristete Nutzungen – Zwischennutzungen – überlegt werden könnten. Die Einschätzung der Workshop-Teilnehmer zum „Freiladebahnhof West“ würden sich im Übrigen mit denen des Investors decken.
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Alt 04.01.15, 14:36   #25
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Hinsichtlich der vorgeschlagenen Nutzung für Sport- und Freizeit bzw. Kultur sollte auch an das benachbarte Areal des Heizkraftwerkes Nord bzw. "Gasometers Nord" erinnert werden. Hierzu hieß es zuletzt 2012 in der BILD: Büros widersprächen wohl den Planungen der Stadt, die seit Jahren eine eher kulturelle bzw. Freizeitnutzung anstrebt. "Auf dem Gelände laufen aktuell Untersuchungen zu grundsätzlichen Entwicklungsmöglichkeiten des Standortes."

http://www.deutsches-architektur-for...d.php?p=352911

http://www.dafmap.de/d/lhal.html?id=1285&mt=4&zoom=15
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Alt 06.02.16, 12:15   #26
Birte
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Laut LVZ scheint nun wieder Bewegung in das Projekt zu kommen. Demnach wurde das Gelände wieder verkauft und die Aktualisierung der Planungen läuft.
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Alt 06.02.16, 12:58   #27
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Ich schlage vor, diesen Thread um das künftige Bauareal des Eutritzscher Freiladebahnhofs bzw. alten Magdeburger Bahnhofs zu erweitern. Das 30 Hektar große Gelände wird von der Roscher-, Eutritzscher-, Delitzscher und Theresienstraße umschlossen.

Wahrscheinlich sollte man auch gleich noch das Stadtwerke-Gelände bzw. das Areal "Heizkraftwerk Nord" oder "Gasometer Nord" mit dazu nehmen. Planungen für Umbau in Büros wurden im September 2012 von der Stadt gestoppt. Angestrebt wird eine eher kulturelle bzw. Freizeitnutzung. Auf dem Gelände laufen aktuell Untersuchungen zu grundsätzlichen Entwicklungsmöglichkeiten des Standortes.
http://www.dafmap.de/d/lhal.html?id=1285&mt=4&zoom=15

LVZ, 06. Februar 2016
Neue Stadtviertel in Leipzig-Nord – keine Fortschritte am Bayrischen Bahnhof
http://www.lvz.de/Leipzig/Lokales/Ne...ischen-Bahnhof

Zum elf Hektar großen Areal des früheren Thüringer Bahnhofs westlich des Hbf.:
Auf Anfrage der LVZ teile die ehemalige Bahntocher Aurelis mit, dass das Gelände an eine GmbH verkauft wurde, hinter der die Immobilienfirmen Buhlmann und Imotegra aus Bremen stehen. Die neuen Besitzer seien voller Elan, so Bürgermeisterin Dubrau. „Die Aktualisierung der Planungen läuft auf Hochtouren.“


Zum Eutritzscher Freiladebahnhof:
Das 30 Hektar große Gelände wird von der Roscher-, Eutritzscher-, Delitzscher und Theresienstraße umschlossen. Als Reaktion auf einen gemeinsamen Antrag der CDU- und SPD-Fraktion wird das Baudezernat im März in der Ratsversammlung einen Aufstellungsbeschluss für den notwendigen Bebauungsplan einbringen.

„Im Grunde bedeutet das, einen ganzen Stadtteil neu zu entwickeln“, erläutert Baubürgermeisterin Dorothee Dubrau (parteilos).„Leipzig kann sich glücklich schätzen, über solche innerstädtischen Potenziale für ein weiteres Einwohnerwachstum zu verfügen“, so Dubrau. „Allerdings darf man auch keine falschen Erwartungen wecken.“ Bauprojekte dieser Größenordnung dauerten bis zur Fertigstellung der letzten Häuser in aller Regel zehn, 15 oder gar 20 Jahre.

Die riesigen Fläche, die nach der Wende fast nur noch in ihren Randlagen genutzt wurde, war nach LVZ-Informationen lange Zeit im Besitz der VVBI Capital AG mit Sitz in Berlin. Im Dezember 2015 schloß die in Eutritzsch ansässige CG-Gruppe AG einen Kaufvertrag für das Gewerbe-Areal ab. Die bestätigte der Vorstandsvorsitzender Christoph Gröner dem Blatt: „Die Abwicklungsprozedur ist noch im vollen Gange.“

Kernidee der vorgesehenen Projektentwicklung sei eine vielfältige Nutzungsmischung auf einem landschaftlich anspruchsvoll gestalteten Grundstück. Eine ersten Schätzung zufolge könnten hier zwischen 290 .000 und 350. 000 Quadratmeter Wohn- und Gewerbeflächen entstehen. Auch öffentliche und soziale Einrichtungen wie Kindergärten und Schulen benötige der neue Stadtteil, erläutert Gröner. Nach LVZ-Berechnungen geht es außer dem „nicht störenden Gewerbe“ um mehrere Tausend Wohnungen. Die CG-Gruppe AG will angeblich der Stadt anbieten, etwa ein Viertel davon zu besonders günstigen Mietkonditionen bereitzustellen. Der Baustart der ersten Häuser könne frühestens Ende 2017 erfolgen.
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Alt 06.02.16, 13:21   #28
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Vorlage - VI-A-02299
https://ratsinfo.leipzig.de/bi/vo020...OLFDNR=1003464

Betreff: Aufstellung eines Bebauungsplanes für den Bereich Eutritzscher Straße, Delitzscher Straße, Bahnanlagen und Roscherstraße
Status: öffentlich (Vorlage freigegeben)
Vorlage-Art: Antrag
Einreicher: 1. SPD-Fraktion, 2. CDU-Fraktion

Beschlussvorschlag:
Der Oberbürgermeister wird beauftragt, dem Stadtrat für den Bereich Eutritzscher Straße, Delitzscher Straße, Bahnanlagen und Roscherstraße einen Aufstellungsbeschluss für einen Bebauungsplan vorzulegen.

Begründung:
Leipzig verzeichnet seit nun 15 Jahren ein anhaltendes Bevölkerungswachstum. Seit 2009 beträgt die jährliche Einwohnerzunahme 10.000 Menschen und mehr. Im Jahr 2015 betrug die Zunahme sogar über 16.000 Menschen. Gleichzeitig verfolgt die Stadtentwicklung erfolgreich das Leitbild der Innenentwicklung. Vor diesem Hintergrund müssen insbesondere große innerstädtische Brachflächen sowie ungenutzte Bereiche im Hinblick auf ihre Nutzungszuweisung für die "Wachsende Stadt" überprüft werden.

Auf der Fläche zwischen Eutritzscher Straße, Delitzscher Straße, Bahnanlagen und Roscherstraße bestehen derzeit lediglich im jeweiligen Randbereich der Straßen gewerbliche Nutzungen, der Innenbereich liegt weitgehend brach. Notwendig sind deshalb eine Überprüfung der Nutzungsvorstellungen sowie eine städtebauliche Gesamtplanung. In diesem Zusammenhang ist auch zu untersuchen, ob in bestimmten Bereichen Bestandsnutzungen ggf. verlagert werden können, wenn hierdurch eine effektive Nutzungszonierung und Nutzungsgliederung möglich wird.

Ein künftig gemischt genutztes Quartier in der entsprechenden Größe im städtischen Gefüge soll eine eigenständige "stadtgestalterische Adresse" entwickeln.

Die Antragsteller beauftragen deshalb den Oberbürgermeister, für den genannten Stadtbereich einen Aufstellungsbeschluss für einen Bebauungsplan vorzulegen.
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Alt 06.02.16, 14:32   #29
hedges
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Es ist sicher etwas mühselig nun schon über Gestaltungsansätze zu sprechen, aber ich hoffe man wird hier kein Stadthaus-Feuerwerk abrennen. Höhendominanten und eine gewisse Dichte der Bebauung mit grünen Inseln und Alleen sollten die innerstädtische Fläche aber bestimmen. Es braucht einen Bezug zu den angrenzenden Gebäudehöhen in der Eutritzscher-, und Delitzscher Straße. Eine Entflechtung einer wachsenden Stadt wäre der absolut falsche Ansatz. Das gilt für beide Stadtbereiche.

Bzgl. der Begrenzung, sehe ich das richtig, dass die Gebäude in der Roscherstraße dazugehören?
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Alt 06.02.16, 14:52   #30
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Ich gehe davon aus, dass das Gelände, das die CG-Gruppe erworben hat, nicht identisch ist mit dem Gebiet, für das der B-Plan aufgestellt werden soll. Die Grundstücke entlang der Roscherstraße, Delitzscher Straße und Theresienstraße werden überwiegend andere Eigentümer haben, aber dennoch mit überplant werden.

Die Stadthaus-Ära ist bis auf die letzten Nachzügler vorbei. Hier werden meines Erachtens überwiegend bwz. nahezu ausschließlich Mehrgeschosser errichtet. Wie das aussehen kann, dass etwa ein Viertel der Mietwohnungen zu besonders günstigen Mietkonditionen angeboten werden soll, bleibt abzuwarten.

Es werden weiße Investorenträume errichtet wie auf fast allen ehemaligen Bahnflächen in deutschen Groß- bzw. "Schwarmstädten" wie etwa Berlin, München (u.a. 33 Hektar großes Planungsgebiet zwischen Paul-Gerhardt-Allee, Bärmannstraße und den beiden Bahntrassen in Pasing-Obermenzing), Stuttgart, Frankfurt ("Europaviertel" mit 90 ha) oder Heidelberg ("Bahnstadt": http://heidelberg-bahnstadt.de/) und andere mehr.

Geändert von LE Mon. hist. (06.02.16 um 15:10 Uhr)
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