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Alt 22.07.15, 23:47   #76
Klarenbach
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Das Problem ist nur, dass der Verfall derzeit schneller voranschreitet als die Sanierung. 2007 betrug der Sanierungsbedarf der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg noch 735 Millionen Euro, heute beträgt er knapp eine Milliarde Euro. Der Zustand der Schlösser ist nicht besser geworden, sondern er hat sich verschlechtert, und das um rund 25 Prozent. Diese Zahlen sind einfach dramatisch.

Vor diesem Hintergrund finde ich schon, dass die Lage alarmierend ist. Zumindest sollte doch erreicht werden, dass der Zustand der Schlösser allmählich besser wird.
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Alt 23.07.15, 02:54   #77
Tarsis
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Nun ja - man kann nunmal nicht innernhalb von 10 - 20 Jahren ungeschehen und wieder gut machen, was in der Nachkriegszeit und den Jahren der DDR völlig versäumt wurde und schlichtweg nicht stattgefunden hat : Sanierung und Erhalt des baulichen Erbes von Potsdam !

Wären nicht 5 Dekaden an Verfall aufzuholen und nur ein Bruchteil dessen was in den letzten 20 Jahren investiert wurde in den Jahren der DDR an Erhalt und Sanierung verwendet worden dann hätten wir dieses Problem heutzutage nicht wirklich !
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Alt 23.07.15, 09:16   #78
Architektenkind
 
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@ Klarenbach: Wenn es so ist, hast Du recht. Ich gebe aber zu bedenken, dass man mit solchen Zahlen auch Politik machen kann. Vielleicht lautet die Rechnung schlicht, je höher wir den Bedarf angeben, desto mehr schlagen wir heraus. Was ich im übrigen keineswegs verwerflich fände: Charlottenhof, die Friedenskirche, die Römischen Bäder, Teile des Orangerie-Schlosses, auch die Fassade von Sanssouci selbst - all diese Gebäude haben eine Sanierung bitter nötig, und je schneller das klappt, desto besser ist es natürlich. Auch weil es, wie Du zurecht feststellst, immer teurer wird, je länger man wartet.

@ Tarsis: Da ist schon was dran, aber ganz so einfach ist es nicht. In der DDR waren die Mittel für solche Aufgaben noch knapper als heutzutage, das heißt aber nicht, dass das ganze Ensemble einfach dem Verfall überlassen worden wäre. Dann wäre der Zustand 1990 noch wesentlich schlimmer gewesen. Gleichzeitig ist eines der größten Sanierungsfälle der Stiftung derzeit das Schloss Charlottenburg, und das stand bekanntlich nie in der DDR, sondern im reichen West-Berlin - es befand sich trotzdem in einem erbarmungswürdigen Zustand.
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Alt 23.07.15, 09:18   #79
abrissbirne
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@Klarenbach: was ist denn das für eine Milchmädchenrechnung? In dem Artikel steht zum einen, dass sich eben die allgemeinen Baukosten seit 2007 deutlich erhöht haben. Allein das würde sicherlich ausreichen, um die Kostensteigerung zu erklären. Zum anderen seien eben die Schäden an den noch nicht restaurierten Schlössern größer geworden (zB Römische Bäder, Schloss auf der pfaueninsel) - ja wen wundert's? Immerhin muss man auch den Qualitätsanspruch der SPSG bedenken, die Sanierungen eben auch sehr gründlich und nachhaltig durchführen lässt. Und: wenn man erst einmal etwas genauer hinsieht, fallen einem natürlich auch viel mehr Schäden ins Auge. Man darf auch nicht vergessen, dass die meisten Potsdamer Schlösser seit ihrer Erbauung überhaupt noch nie durchgreifend saniert worden sind.
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Alt 23.07.15, 16:22   #80
Klarenbach
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Also ich kann die Lockerheit, mit der hier einige den Verfall im Welterbebereich kommentieren, nicht nachvollziehen. Ich bin der Meinung, dass der UNESCO-Welterbebereich ein herausragendes Bau- und Gartendenkmal ist und dass dieses unbedingt vor dem Verfall bewahrt werden muss. Daher müssen die Anstrengungen für einen Erhalt dieses Erbes unbedingt verstärkt werden. Ich hoffe sehr, dass diese neuen Zahlen als eine Art "Weckruf" wirken und dass endlich mehr für die Rettung des Welterbes getan wird.

Weiterhin bin ich der Meinung, dass wir eine größere Aufmerksamkeit für den Welterbereich brauchen. Viele Jahre war der Sanierungsbedarf in den Welterbestätten doch kaum ein Thema. In der Stadtgesellschaft und der Potsdamer Politik gab es jahrelang die Vorstellung, nach der die Schlösserstiftung die Probleme schon irgendwie lösen würde. Die Warnungen vor den unzureichenden Sanierungsmitteln spielten kaum eine Rolle. Derweil machte sich der Verfall breit, und die Schlösserstiftung war weder personell noch finanziell zu den nötigen Sanierungsmaßnahmen in der Lage. 2008 kam dann der erste Masterplan mit seinen 155 Millionen Euro, aber auch dieses Geld reichte nicht aus, um einen Abbau des Sanierungsstaus zu erreichen.

Auch die Stadt Potsdam wird mehr für den Erhalt ihrer Denkmäler tun müssen. Die Stadt hat erst 2013 nach langen Querelen beschlossen, wenigstens 1 Million Euro pro Jahre für die Pflege des Welterbebereiches auszugegeben. Diese Summe steht aber in keinem Verhältnis zu dem Umfang und der Bedeutung dieses Denkmals. Diese Summe wird daher unbedingt aufgestockt werden müssen. Sicher kann man einwenden, dass die Schlösserstiftung auch nicht immer glücklich agiert hat, die Querelen um den Pfingsberg sind das jüngste Beispiel. Dennoch sollten diese Streitigkeiten nicht dazu führen, dass man die Schlösserstiftung als eine feindliche Macht betrachtet, die ihre Anlagen doch allein sanieren soll. Vielleicht wäre eine Regelung sinnvoll, nach der die Stadt Potsdam mehr Geld für die Schlösserstiftung gibt und dafür im Gegenzug mehr Mitsprache enthält.

Weiterhin sollte die Werbung um private Spender unbedingt verstärkt werden. Sinnvoll wäre eine große, deutschlandweite Spendenkampagne mit prominenten Unterstützern, vielleicht unter Schirmherrschaft des Bundespräsidenten. Derzeit wissen viele potenzielle Spender doch überhaupt nicht, wie ernst die Lage im Potsdamer Welterbebereich ist. Das müsste viel stärker publiziert werden.

P.S. Dass einige Nutzer selbst bei diesem Thema nicht anders können, als ideologische Schlachten zu schlagen, dazu fällt mir nichts mehr ein.
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Alt 23.07.15, 17:40   #81
Architektator
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Wenn man sich einmal vor Augen führt, wie mit Mäzenen (z. B. Hasso Plattner, Günther Jauch oder Mathias Döpfner) in Potsdam teilweise umgegangen wird, dann verwundert es nicht, dass die Spendenbereitschaft so gering ist.
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Alt 23.07.15, 18:28   #82
Saxonia
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Zitat:
Zitat von Klarenbach Beitrag anzeigen
Auch die Stadt Potsdam wird mehr für den Erhalt ihrer Denkmäler tun müssen. Die Stadt hat erst 2013 nach langen Querelen beschlossen, wenigstens 1 Million Euro pro Jahre für die Pflege des Welterbebereiches auszugegeben. Diese Summe steht aber in keinem Verhältnis zu dem Umfang und der Bedeutung dieses Denkmals. Diese Summe wird daher unbedingt aufgestockt werden müssen.
Ich halte es für völlig illusorisch, dass Potsdam eine Stadt von 140.000 Menschen, oder auch Brandenburg mit einem BIP von grad mal 60 Milliarden auf Dauer den Erhalt der Potsdamer Schlösserlandschaft stemmen können. Hier sollte sich der Bund schon erheblich beteiligen.
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Alt 23.07.15, 18:39   #83
Pumpernickel
 
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Das hat mich auch immer befremdet. Wer damit kokettiert, "euer Geld haben wir nicht nötig, davon lassen wir uns schon lange nicht beeindrucken...", der ist ganz offensichtlich nicht so locker wie er tut. Ich kann auch die Haltung nicht verstehen, einerseits eine möglichst große Zwangsbesteuerung von Wohlhabenden zu befürworten, andererseits aber freiwilliges Mäzenentum, das ohne "Abgabenpflicht" ausgeübt wird, so kritisch zu beäugen. Obwohl es letztlich aus dem selben Geldbeutel kommt (es gab bestimmt auch keine Protestschreiben an das zuständige Finanzamt, von Person XY keine Steuern mehr zu erheben, wie man das bei einzelnen Spendern in Potsdam erlebt hat, die offen abgelehnt werden).

Vielleicht kommt es einfach daher, dass man dann mal verdruckst "Danke" zu Leuten sagen müsste, die man sonst eher gewohnt ist zu kritisieren und als Teil einer "gegnerischen Klasse" zu betrachten. Und nein, ich will hier keine Ost/West Klischees aufwärmen, aber mir kann keiner erzählen, dass 40 Jahre DDR Indoktrination keine Spuren in der Mentalität einer Bürgerschaft hinterlassen. In Berlin ist es doch das selbe; wir könnten schon längst Schinkels Bauakademie wieder haben, wenn sich die Politik in Berlin damals nicht so brüsk und - ja, das Wort kann man ruhig mal verwenden - undankbar gegen Herrn Wall verhalten hätte, der 20 Mio. € dafür ausgeben wollte - man war so frei das abzulehnen, mit dem Duktus des pikierten "das haben wir nicht nötig!". Offenbar hat man es aber doch nötig, denn bis heute gibt es keine taugliche Ersatzfinanzierung dafür.

Irgendwann haben die Reichen dann halt einfach kein Bock mehr was von ihrem Schotter abzugeben und bleiben darauf sitzen, so wie es dem Klischee vieler "Klassenkämpfer" entspricht.
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Alt 23.07.15, 18:48   #84
Pumpernickel
 
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Zitat:
Zitat von Saxonia Beitrag anzeigen
Ich halte es für völlig illusorisch, dass Potsdam eine Stadt von 140.000 Menschen, oder auch Brandenburg mit einem BIP von grad mal 60 Milliarden auf Dauer den Erhalt der Potsdamer Schlösserlandschaft stemmen können. Hier sollte sich der Bund schon erheblich beteiligen.
Jain. Brandenburg hat insgesamt auch nicht auffällig mehr obsolete aber erhaltungswürdige Baudenkmäler als jedes andere Flächenland. Kultur ist Länderaufgabe. Eine Bundesfinanzierung nur ausnahmsweise gestattet.
Und die anderen Länder würden natürlich keine Extrawurst für Brandenburg dulden.

Wer A sagt muss auch B sagen, wer sich zu fein ist, Mäzenen auch mal den Hof zu machen, der muss dann eben schauen wie er sowas selbst finanziert. Wäre die öffentliche Stimmung nicht von solch einer Arroganz gegenüber Mäzenen geprägt, dann wäre das, was bisher schon so an Millionensummen gespendet wurde, sicher nur der Anfang. Man sah ja zB an der Frauenkirche, wenn auch im Detail ein ganz anderes Projekt, welche Spendenbereitschaft ein von der Öffentlichkeit konstruktiv begleitetes Projekt auslöst. Wenn ich in Potsdam was vorschlage und dann nur hochgezogene Augenbrauen und verschränkte Arme sehe, ja dann lass ich es halt gleich bleiben.

So kann man sich selbst schaden. Denn ja: Potsdam hätte Mäzenen bitterst nötig! Saxonia hat recht, alleine vom Land Brandenburg/der Stadt Potsdam ist das auf Dauer nicht zu erhalten.
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Alt 23.07.15, 22:02   #85
Saxonia
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Zitat:
Zitat von Pumpernickel Beitrag anzeigen
Jain. Brandenburg hat insgesamt auch nicht auffällig mehr obsolete aber erhaltungswürdige Baudenkmäler als jedes andere Flächenland. Kultur ist Länderaufgabe. Eine Bundesfinanzierung nur ausnahmsweise gestattet.
Und die anderen Länder würden natürlich keine Extrawurst für Brandenburg dulden.
Über die erste Aussage möchte ich nicht wirklich streiten würde zu weit führen. Es sei aber an die 45 Jahre lang nur punktuell durchgeführten Erhaltungsmaßnahmen für Kulturdenkmale erinnert. (die Potsdamer Schlösser waren da schon priveligiert). Da gilt es auch nach 25 Jahren noch einiges nachzuholen. Mancherorts sind nicht mal Kriegsschäden beseitigt worden. In Zerbst sieht es aus wie im Oblast Kaliningrad. Auch nicht zu verachten ist die Enteignung und Vertreibung des alteingessenen Adels. Die Schlösser haben jetzt die Kommunen an der Backe. Häufig sorgten Einnahmen aus den umgebenen Ländereien für den Erhalt der Güter. Dank Enteignung und Bodenreform ist das heute meist nicht mehr möglich. Ein Problem, das man im Westen fast gar nicht kennt.

Entscheidend ist aber die Ungleichverteilung der Wirtschaftskraft (auch hier grüßen 45 Jahre sozialistisches Dauersiegen) und irgendwo muss das Geld ja herkommen.


Zitat:
Und die anderen Länder würden natürlich keine Extrawurst für Brandenburg dulden.
Sollten sie aber, wenn sie als Deutsche Interesse am Erhalt dieser Denkmale haben. Ich denke der Entstehungskontext der preußischen Schlösser ist wohl bekannt, auch was mit Preußen passiert ist. Ein Rumpfstaat wie Brandenburg ist damit schlichtweg überfordert. Gleiches gilt für Sachsen-Anhalt. M.E. beispiellose (noch) erhaltene Denkmallandschaften und Einzeldenkmale aber mit dem Erhalt finanziell auf Dauer völlig überfordert.
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Alt 24.07.15, 02:07   #86
Tarsis
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Zitat:
Zitat von Architektenkind Beitrag anzeigen
@ Tarsis: Gleichzeitig ist eines der größten Sanierungsfälle der Stiftung derzeit das Schloss Charlottenburg, und das stand bekanntlich nie in der DDR, sondern im reichen West-Berlin - es befand sich trotzdem in einem erbarmungswürdigen Zustand.
Sicherlich ist das völlig korrekt das Schloss Charlottenbrug betreffend - jedoch sind die Fälle nur indirekt vergleichbar !

Das Schloss Charlottenburg wurde im Krieg schwer zerstört und nur mit einfachen Mitteln wieder aufgebaut nach dem Kriege ! Vieles rührt also daher, dass die Kriegszerstörungen nicht korrekt oder nur mit den damals zur Verfügung stehenden mitteln und sicher auch nicht immer sachgerecht repariert werden konnten.

Diese Sachlage gibt es in Potsdam so nicht. Ändert aber nichts an der Grundlage, dass das Schloss Charlottenburg eben auch sanierungsbedürftig ist - nur eben auf anderer Grundlage.
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Alt 24.07.15, 19:35   #87
Architektator
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Vor drei Tagen berichtete der RBB über die Wiedereröffnung des Grottensaals im Neuen Palais: http://www.rbb-online.de/kultur/beit...stauriert.html
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Alt 24.07.15, 21:25   #88
Snirtje Bra
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Zitat:
Zitat von Pumpernickel Beitrag anzeigen
[...]Ich kann auch die Haltung nicht verstehen, einerseits eine möglichst große Zwangsbesteuerung von Wohlhabenden zu befürworten, andererseits aber freiwilliges Mäzenentum, das ohne "Abgabenpflicht" ausgeübt wird, so kritisch zu beäugen[...]
Mäzenatentum (besonders durch Leute mit richtig viel Zaster) bedeutet, daß ebendiese Spender ihre eigenen kulturellen, politischen oder sonstigen Interessen verfolgen, ohne daß die Politik groß was davon hätte. Wird das gleiche Geld über Steuern oder sonstige Abgaben enteignet, können die eigenen Bedürfnisse bzw. die der wichtigen Klientelen wesentlich besser bedient werden. Lassen sich potentielle Großspender in dieses System einbinden, wirds plötzlich sehr viel leichter.
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Alt 24.07.15, 23:28   #89
Konstantin
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Also Klarenbach hat natürlich mal wieder das sprichwörtliche Kind mit dem berühmten Bade ausgekippt.

Erstens handelt es sich beim Potsdamer Welterbebereich um zwei betroffene Bundesländer. Hier ist auch Berlin gefragt in seinem Bereich keinen völligen Unsinn zu betreiben wie z. B. Tautsche Eingangsportale von Jagdschlössern in Styropor rekonstruieren zu lassen, sondern das wenige verfügbare Geld auch in sinnvolle Projekte zu stecken.

Darüber hinaus ist die Stadt Potsdam für Schlösser und Gärten gar nicht zuständig, sondern die SPSG, die von allen Bundesländern getragen wird und z. Zt. größte Mühe hat ihr vom Bund zugesagtes Investitions-Sonderprogramm überhaupt abzuarbeiten und in bauliche Maßnahmen umzusetzen. Natürlich kann man immer mehr ausgeben, aber Ziel kann es eigentlich nur sein, dieses Sonderprogramm nochmals zu verlängern.

Die Stadt Potsdam, die inzwischen etwa 165.000 Einwohner hat, darunter mehr als 60 % nach 1990 Zugezogene, muss sich im Wesentlichen um die Welterbe-Pufferzonen kümmern und einige ausgewählte eigene Bereiche. Das ist auf der Karte gut erkennbar.
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Alt 29.07.15, 11:42   #90
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Rüdiger Seyffer braucht man einfachRüdiger Seyffer braucht man einfachRüdiger Seyffer braucht man einfachRüdiger Seyffer braucht man einfachRüdiger Seyffer braucht man einfachRüdiger Seyffer braucht man einfach
Baustelle an der Meierei des Park Charlottenhof im Park Sanssouci am 17. 07. 2015.










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