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Alt 26.11.18, 22:36   #16
Baukörper
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Baukörper braucht man einfachBaukörper braucht man einfachBaukörper braucht man einfachBaukörper braucht man einfachBaukörper braucht man einfachBaukörper braucht man einfach
^^ Interessanter Ansatz.
Allerdings finde ich die in den letzten Jahren entstandenen Hochhäuser am Potsdamer Platz und am Breitscheidplatz durchaus gelungen und das Stadtbild positiv prägend. Viel problematischer sehe ich die früher im Westen aber auch im Osten entstandenen Hochhäuser unter 100 Meter, die vielleicht auch das Stadtbild prägen, aber in erster Linie beliebig in der Gegend rumstehen, zum Beispiel das Ku’damm-Karree-Hochhaus oder das Postbank-Hochhaus. Diese Gebäude markieren weder ein Stadt(teil)zentrum noch sind sie heute erkennbarer Teil eines städtebaulichen Plans.

Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass der Hochhauscluster mit drei Gebäuden über 120 Meter so kommt wie in der B.Z. dargestellt. Da haben wir wieder den Konflikt vor uns, der seit Jahren um Hochhäuser schwelt. Manche sehen darin aber die Lösung aller Probleme.
Die Bestrebungen, diese Entwicklung zu lenken und im Zaum zu halten, damit nicht überall wild nach den Vorstellungen möglicher Investoren Hochhäuser entstehen werden stark kritisiert. Man sollte sich aber auch nicht vor den Karren von Spekulanten spannen lassen.

Ich befürchte, dass zuviele Hochhäuser, genau wie von rallekoffskaja beschrieben, auch unharmonisch in der Berliner Stadtlandschaft rumstehen könnten.

Es ist ein ziemlich schwieriges Unterfangen, zwischen Senatsverwaltung und Investoreninteresse zu vermitteln und neue Hochhäuser so in die Stadt einzuplanen, dass sie den Bestand bzw. die Siluette der Stadt harmonisch und sinnvoll ergänzen und das Stadtbild nicht irgendwann wie zufällig hingeworfen aussieht.

Das ist in Berlin aufgrund der unterschiedlichen Nachkriegsplanung und Entwicklung schon schwer genug aber es muss vermeiden werden, dass wieder Strukturen entstehen, die in ein paar Jahrzehnten erneut repariert werden müssen.
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Alt 27.11.18, 08:02   #17
cardiac
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cardiac ist ein Lichtblickcardiac ist ein Lichtblickcardiac ist ein Lichtblickcardiac ist ein Lichtblickcardiac ist ein Lichtblickcardiac ist ein Lichtblick
Zitat:
Zitat von rallekoffskaja Beitrag anzeigen
Niedrige Häuser mögen für sich genommen nicht zwingend „geil“ sein. Aber wenn sie eine gewisse einheitliche Höhe (ich halte die Häuser an dieser Stelle auch nicht für niedrig) aufweisen, bieten sie die Chance, sich harmonisch aufeinander abzustimmen. Das ist etwas, das in der City West bislang eigentlich ganz gut funktioniert hat.
Ähm bitte? Also die City West zeichnet sich ja durch einiges aus, aber garantiert keine einheitliche Höhe der Bebauung. Es gibt tatsächlich eher wenige Stellen in Berlin, die so stark von einer eben nicht vorhandenen Traufhöhe geprägt werden wie diese Ecke um Breitscheidplatz/Bf Zoo.

Du hast Recht, Hochhäuser sollte man nie generell "geil" finden, nur weil es Hochhäuser sind. Aber das denkt auch fast niemand. Zum Beispiel stimme ich zu, dass Berlin den Wildwuchs eindämmen/verhindern sollte, um nicht am Ende wie Sao Paolo oder so auszusehen. Aber der Bau von mehreren Hochhäusern an bestimmten Orten, in Berlin wohl City West, Potsdamer Platz, Alex und Mediaspree, die allesamt auch große Verkehrsknotenpunkte und Subzentren Berlins sind, ist absolut in Ordnung, hilft gegen den steigenden Büroflächenmangel und ggf. auch Wohnungsmangel, selbst wenn nur hochpreisige Wohnungen entstehen (senkt Gentrifizierungsdruck besser als jede erdenkliche Spielerei die sich Politiker so ausdenken um Milieuschutz zu betreiben), kurz gesagt, macht städtebaulich Sinn. Und wenn die Architektur stimmt, kann das ganze auch noch gut aussehen.
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Alt 27.11.18, 08:53   #18
Ben
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Ben ist essentiellBen ist essentiellBen ist essentiellBen ist essentiellBen ist essentiellBen ist essentiellBen ist essentiellBen ist essentiell
Soll man sich doch an dieser Kreuzung, wo eh nun schon einiges steht und es sich vielleicht auch lohnt, austoben. Und Hochhäuser (oder ehe hohe Häuser) gibt es am Kudamm auch nicht erst seit dem Zoffenster, sondern seit 50 Jahren (Europacenter, Kranzlereck, Allianzhaus, Kudammkarree, der Turm Ecke Bleibtreu, ehem. Deutsche Bank am Olli, das Scheibenhaus am Adenauerplatz).

Vermutlich wird es eh nichts, weil Senat und Investor sich nicht einigen können. Ich glaube erst, dass was passiert, wenn der Grundstein gelegt wurde. Mache mir eher sorgen, dass die Türme dann wieder typisch deutsch quadratisch praktisch werden.
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Für alle von mir gezeigten Bilder gilt-soweit nicht anders angegeben-"©Ben".

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Alt 27.11.18, 09:54   #19
Theseus532
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Ich denke, der Ansatz einen Hochhausrahmenplan mit den dazu festgelegten Standorten zu entwickeln ist richtig. Der muss aber auch zügig kommen und den weiteren Handlungsrahmen bestimmen. Ansonsten besteht die Gefahr, dass jeder, der ein Grundstück hat, jetzt einen Turm bauen will und das kann es ja auch nicht sein.

London ist für mich das abschreckenste Beispiel. Da wurde queerbeet überall gebaut wo ein Investor gerade wollte. Das sollte Berlin erspart bleiben.
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Alt 27.11.18, 11:03   #20
Camondo
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^ Das hatten wir hier schonmal, London hat sehr wohl einen Sichtachsen und Clusterplan für Hochhausbebauung, undzwar einen sehr strikten. Es liegt wohl eher daran dass das Londoner Strassenraster ein mittelaterliches ist mit vielen Bögen und Schwüngen, dass bei dir der Eindruck eines Chaos entsteht.
Wenn nicht jeder ein Hochhaus auf seinem Grundstück bauen darf wie er möchte haben wir ja schon zur Genüge schmerzlich erfahren. In Erinnerung ist mir noch das Friedrichstrassendreieck wo es auch 240 m sein sollten wenn es nach dem Investor gegangen wäre, der Einspruch und Verweigerung der Stadt und Bezirksverantwortlichen haben zu der kleinen dunklen Scheusslichkeit geführt, die dort jetzt steht.

http://www.deutsches-architektur-for...&postcount=357

Wenn schon Bauboom dann bitte richtig, meine Meinung.

Hiernochmal für dich die Londoner Situation:

https://www.theguardian.com/artandde...ow-interactive
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Alt 28.11.18, 07:20   #21
Bousset
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Zitat:
Zitat von cardiac Beitrag anzeigen
... Potsdamer Platz, Alex und Mediaspree, die allesamt auch große Verkehrsknotenpunkte und Subzentren Berlins sind, ist absolut in Ordnung, hilft gegen den steigenden Büroflächenmangel und ggf. auch Wohnungsmangel...
Das ist das Stichwort für den Hochhausrahmenplan, gemäß dem alten Motto: Lage, Lage und nochmals Lage. Hochhäuser an Verkehrsknotenpunkten optimieren die Arbeitswege der dort Beschäftigten. Deshalb ist das auch ökologisch im Sinne der Stadtverträglichkeit sinnvoll.

Die Alternative wäre, dass in den Außenbezirken Bürocluster entstehen, so wie es in Spandau, Britz oder Pankow in den 1990ern geschah. Die sind dann nur mit dem Auto erreichbar und was dort entstand ist an Mittelmäßigkeit nicht zu überbieten. Derzeit sieht man, dass einzelne Start-Ups aufgrund hoher Mieten aus Mitte wegziehen. Der Druck ist also da, wobei die absolute Höhe der Hochhäuser meiner Ansicht nach unerheblich ist. Der Hochhausrahmenplan müsste sich eigentlich auf Gebäude jenseits der 60 m beziehen, ist das so?

Bei den Verkehrsknotenpunkten wage ich die Prognose, dass bei künftig notwendigen Dienstleistungszentren wieder die alte Idee derer Anlage an den Kreuzungsstellen der Ringbahn mit anderen Schnellbahnachsen wiederbelebt wird. Dort könnten auch Hochhäuser integriert werden.
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Alt 03.12.18, 21:39   #22
Camondo
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Baukollegium entscheidet gegen neue Hochhäuser.

Laut rbb und verschiedener Hauptstadtmedien ist das Projekt so wie vorgestellt durchgefallen. Senatsbaudirektorin Lüscher wünscht eine Orientierung an der Berliner Traufhöhe am Ku'damm und Respekt vor der Höhe der Kaiser Wilhelm ”Gedenkkirche“

https://www.rbb24.de/wirtschaft/beit...-karstadt.html

https://www.morgenpost.de/berlin/art...tuemer-ab.html
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Geändert von Camondo (03.12.18 um 21:55 Uhr)
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Alt 03.12.18, 22:26   #23
Rotes Rathaus
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Richtig so!

Hochhäuser gehören erstmal an den Alexanderplatz. Auch um die Urania kann ich mir welche vorstellen, eventuell Ernst Reuter Platz. Nicht jedoch am Kudamm. Da hat Lüscher absolut recht. Pluspunkt für sie.
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Alle dargestellten Abbildungen - falls nicht anders angegeben - stammen von mir (© Rotes Rathaus).
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Alt 03.12.18, 22:50   #24
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^ Zwei Hochhäuser um die 120 Meter hätte ich mir dort schon vorstellen können. Insofern schade. Womit Lüscher aber recht hat, ist ihre Kritik am Nutzungskonzept: 50.000 Quadratmeter Einzelhandel zusätzlich hätten der Ladenstruktur in der City West schwer zugesetzt. Das wäre fast so viel Fläche wie im Alexa – für den Kudamm und sein eher kleinteiliges Umfeld kaum geeignet. Zumal neu eröffnete Malls bekanntlich schon jetzt Probleme haben, ihre Flächen zu vermieten. Stichwort Überkapazität.
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Alt 03.12.18, 23:20   #25
Kleist
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... Hochhäuser vermisse ich an diesem Ort eher nicht. Gegen die bis zu 50.000 m² Handelsflächen hätte ich aber nichts. Die Malls nehmen Druck aus dem Markt für Einzelhandelsflächen. Dadurch bleiben Flächen ausserhalb der Malls für andere, oftmals alternative Geschäftszweige oder kulturell / nachbarschaftliche Einrichtungen erhalten. Nie zuvor hatten wir diese Vielfalt von Läden in den Straßen von Berlin.
Der Inhaber geführter Einzelhandel ist der internationalen Gastronomie, Kultur /Galerien, kreativen Nischennutzungen gewichen. All das gäbe es in viel geringerem Umfang, wenn Einzelhandelsketten noch in größerem Ausmaß ausserhalb der Malls angesiedelt wären.
Ob die Malls ausgelastet sind oder ob es Überkapazitäten gibt, ist doch deren Problem.
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Alt 03.12.18, 23:37   #26
TwistedRoad
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Der Inhaber geführte Einzelhandel kann die geforderten Mieten nicht mehr bezahlen!! Da nützen die Malls gar nichts...

An dem Hochhausmasterplan wird nun schon 1 1/2 Jahre gewerkelt und es
zieht offenbar nochmal ein ganzes Jahr ins Land bis ein Ergebnis abzusehen ist. Solange wird es wohl jede Woche neue Planspiele geben, wo man in die City West noch Hochhäuser platzieren will...
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Alt 03.12.18, 23:40   #27
Baukörper
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Ich kann mir vorstellen, dass dort schließlich nur ein Hochhaus errichtet wird, denn zu Ende ist die Diskussion darum ja noch nicht. Und dieses eine Hochhaus, mit vielleicht 120 bis 130 Metern Höhe (mein Tipp) und anspruchsvoller Fassade würde dort auch gut hinpassen und die bestehenden Hochhäuser ergänzen.

Ansonsten stimme ich RotesRathaus zu, es sollen doch bitte erst mal die geplanten Hochhäuser am Alexanderplatz gebaut werden, bevor man sich weiter verzettelt.

Auf den Hochhausentwicklungsplan müssen wir wohl noch ein Jahr warten, wie in der Morgenpost auch steht.
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Alt 03.12.18, 23:58   #28
TwistedRoad
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Zitat:
Zitat von Baukörper Beitrag anzeigen
es sollen doch bitte erst mal die geplanten Hochhäuser am Alexanderplatz gebaut werden, bevor man sich weiter verzettelt.
Wieso eigentlich? Warum soll die weitere Entwicklung der City West ausgebremst werden, nur weil man am Alex nicht voran kommt.

Mir scheint, die Begehrlichkeiten sind in der City West derzeit einfach größer als am Alex...

Mir gefällt dieses 3 Türme Projekt zwar nicht, aber ansonsten immer her mit einem spektakulären neuen Hochhausprojekt...
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Alt 04.12.18, 10:53   #29
Camondo
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Ich finde die Entscheidung und Begründung des Baukollegiums nicht nachvollziehbar.
Die Türme hätten sich ja nicht an der Strrassenseite zum Ku'damm hin befunden sondern wären aus dem Innern des doch recht tiefen Blocks herausgewachsen. Somit beinträchtigen sie die gewünschte Traufhöhe zu den umfassenden Strassen garnicht. Ähnlich wie beim Block der Kudamm Komödien, hier kann man das Hochhaus im Kern des Blocks auch nur von Ferne aus sehen, niemals von der Strasse aus. Was die Beinträchtigung der Gedächtniskirche betrifft, da ist nicht mehr viel zu beeinträchtigen da das Upper West und Waldorf die Kirche sowieso um Einiges überragen und vom Wittenbergplatz gesehen ist der Kirchturm als Silhouette nicht meht warnehmbar.

Der Investor hätte auch etwas geschickter agieren können indem er mindestens einen Turm als Wohnturm projektiert.

Fazit, Nichts Neues im Westen!
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Alt 04.12.18, 12:21   #30
Fids89
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Sitzung Baukollegium

Also von vorne rein möchte ich sagen, dass ich kein Muttersprachler bin. Also entschuldige ich mich im Voraus für die zahlreichen Schreibfehler. Ich weiß, dass Viele von Euch doch sehr darauf achten...

Ich war gestern vor Ort und die Begründung, die ich schlüssiger finde, ist die Tatsache, dass der aktuelle Hochhaus-Bestand eine Torsituation bildet, indem beide Hochhäuser direkt an der Straßenkante stehen und sich zum Platz hin verjüngen. Diese Städtebauliche Figur hat eine Klarheit, die durch diese neue Figur im Nachbar-Block zerstört wird. Der Architekt, der übrigens selber zum Baukollegium gehört, wollte eigentlich, dass diese Hochhäuser miteinander kommunizieren und es keine "autistische" Architektur entsteht. Das ist aber leider genau der Fall gewesen, denn außer an der Höhe, gibt es keinerlei Bezugspunkte: Den LA-Platz würden sie gerne neu bespielen, aber über den Kudamm haben weder der Architekt noch der Bauherr ein Wort verloren. Der Architekt hat darauf bestanden, dass die Position der Hochhäuser nicht fest sei; für eine Studie wirkten die Türme aber doch ziemlich willkürlich.

Die Begründung vom Baukollegium hat damit angefangen, dass natürlich könnte man die City-West neu interpretieren und dafür eine neue Lesart entwickelt. Dafür bräuchte man aber, sich das ganze Gebiet anzuschauen. Darauf hin haben sie dann alle Varianten vom Architekten um einen Kreis um die Gedächtnis-Kirche in das Model gesetzt und gesagt, wenn man weg vom Tor hin zum Hochhaus-Cluster wollte, müsste das dann so aussehen. Dies liegt aber nicht in dem Aufgabenbereich vom Baukollegium sondern sei eine "fast ausschließlich" politische Entscheidung.

Wenn ich der Bauherr wäre, würde ich mich mit den anderen Bauherren zusammensetzen, die auch Hochhäuser bauen wollen (z.B. vom Europa Center, Hardenberg Platz) und würde eine neue Setzung für das Gebiet fordern. Darüber hinaus würde ich -wie schon hier erwähnt wurde- Wohnen mit ins Konzept aufnehmen. (Das kommt sowieso immer gut an)

Ich finde selber das Wort "Tradition" oder "traditionellerweise" -wie sich das Baukollegium auf die Traufhöhe des Kudamms bezog- eher schwierig, denn diese Blockrandbebauung wird an mehreren Stellen durch Hochhäuser unterbrochen. Auch vom intakten Block kann kaum die Rede sein! Durch die neuen Hochhäuser am Breitscheidplatz hat sich der Maßstab stark verschoben.

Ich persönlich finde, das Gebiet könnte auf jeden Fall mehr Hochhäuser vertragen und plädiere auch dafür. Denn dieser Begriff der Torsituation kann ich -ehrlich gesagt- nicht mehr hören! (Als ob in Berlin dies der einzige, annehmbare, städtebauliche Einsatz wäre! wie einfallslos!) Aber so wie der Bauherr das Projekt vorgestellt hat, war das wirklich nur ein sehr vager Versuch.
Fids89 ist offline   Mit Zitat antworten
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