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Alt 06.01.11, 14:07   #91
mescha
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Zitat:
Zitat von Backstein Beitrag anzeigen
In sofern ist die von dir angesprochene Visualisierung längst veraltet.
Bist du dir da sicher? Langfristig soll doch die M4 über Mühlendamm/ Gertraudenstraße/ Leipziger Straße zum Potsdamer Platz bzw. nach Steglitz verlängert werden. Der logischste Verlauf einer solchen Verlängerung wäre ja über die Rathausstraße und wenn ich mich richtig erinnere, habe ich solche Planungen auch schonmal gesehen. Die dazu veröffentlichte TU-Studie (die zwar keine offizielle Planung ist) sieht diesen Verlauf jedenfalls vor.
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Alt 06.01.11, 15:09   #92
Novaearion
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mescha hat vollkommen Recht. Die Straßenbahntrasse ist nach wie vor dort geplant, die Visualisierungen zeigen die geplante Strecke also korrekt.

Ursprünglich war geplant, die derzeit noch stumpf vor dem Bahnhof / Dircksenstraße endende Strecke der M2 bis vor das Cubix zu ziehen, was jedoch verworfen wurde. Ein Weiterbau wird auf jeden Fall auf der Rathausstraße verlaufen, nur wann, das ist die liebe Frage. Bei dem Bau des U-Bhf Rathaus wird jedoch genauso die Straßenbahn berücksichtigt wie bei dem Umbau des Mühlendamms und der dortigen Kreuzungen.
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Alt 06.01.11, 17:31   #93
Backstein
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Backstein genießt höchstes AnsehenBackstein genießt höchstes AnsehenBackstein genießt höchstes AnsehenBackstein genießt höchstes AnsehenBackstein genießt höchstes AnsehenBackstein genießt höchstes AnsehenBackstein genießt höchstes AnsehenBackstein genießt höchstes AnsehenBackstein genießt höchstes AnsehenBackstein genießt höchstes AnsehenBackstein genießt höchstes Ansehen
Zitat:
Zitat von mescha Beitrag anzeigen
Bist du dir da sicher?
Ich bin mir sicher, dass die Streckenführung zum Hackeschen Markt zunächst am Roten Rathaus vorbei gewünscht/geplant war und dies aus besagten Gründen nicht realisiert wurde. Wenn eine zukünftige Linie dann doch dort entlang führt, würde mich das freuen - ich persönlich sehe die Straßenbahn und ihre Oberleitungen nicht als störend an.
__________________
Für von mir eingestellte Bilder gilt: ©Backstein
Sehr alte Bilder sind z. T. nicht mehr verfügbar.

Geändert von Backstein (13.12.11 um 15:39 Uhr)
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Alt 06.01.11, 19:55   #94
kauziger Preuß
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kauziger Preuß befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Zitat:
Ich mag ja schöne alte Häuser aber diese seltsame Geschichtsbesessenheit mit der man längst vergangenen Bauten und Straßen nachtrauert verstehe ich nicht.
Jede europäische Millionenstadt hat eine zumindest rudimentäre Altstadt, auf die der ganze Rest ausgerichtet ist. Sonst könnte sie leicht zum amorphen Zersiedlungsbrei wie das Ruhrgebiet mutieren. Warum Kassel zum Vorbild nehmen und nicht Warschau, wo die Altstadt im Krieg komplett zerstört und danach vollständig wiederaufgebaut wurde? In Berlin geht es nicht mehr, man muss Kompromisse eingehen, die jedoch auf das Notwendige beschränkt werden sollten. Eine kleine Änderung des Grundrisses im Südwesten entlang der alten Bauflucht, womöglich im Norden wieder ausgeglichene, kostet nicht viel und macht den Neubau unverwechselbarer. Rechteckig ist nämlich fast jedes Gebäude der Umgebung. Wenn man das durch abgerundete Ecken aufweicht, kann man gleich einen Grundriss wählen, für den es historische Handhabe gibt.

Zitat:
Die damaligen Strassengrundrisse können nicht mehr Grundlage für eine moderne Metropole seien.Die Stadt,die Einwohnerzahl,die Verkehrsmittel,alles hat sich grundlegend geändert.
Damals waren die meisten Menschen Fußgänger. Das Planungsgebiet wurde weitgehend als Fußgängerzone ausgewiesen. Es passt. In jeder deutschen Großstadt gibt es eine Fußgängerzone in der Altstadt. Niemand sagt, dass nach dem gleichen Prinzip die ganze Stadt bebaut werden soll, hier geht es um den Alex und seine Umgebung.
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Alt 06.01.11, 21:08   #95
Chandler
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Chandler kann im DAF auf vieles stolz seinChandler kann im DAF auf vieles stolz seinChandler kann im DAF auf vieles stolz seinChandler kann im DAF auf vieles stolz seinChandler kann im DAF auf vieles stolz seinChandler kann im DAF auf vieles stolz seinChandler kann im DAF auf vieles stolz seinChandler kann im DAF auf vieles stolz seinChandler kann im DAF auf vieles stolz seinChandler kann im DAF auf vieles stolz seinChandler kann im DAF auf vieles stolz sein
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Ich sehe irgendwie keinen sachlichen Grund sich durch den Rückgriff auf ehemalige Bebauungen eines Geländes selbst zu beschränken. Das wirkt so wie "früher haben wir das aber anders gemacht", "das haben wir immer schon so gemacht", "wo kämen wir hin, wenn ....".

Man kann dann nur versuchen mit der psychologischen Wirkung auf Passanten und Benutzer der Gebäude zu argumentieren. Das ist aber auch schwierig. Außerdem wollen sich viele Menschen stilistisch von ihren Vorfahren emanzipieren.

In einigen Postings klang Kritik am ökonomisch kapitalistischen Denken der heutigen Entscheider an. Das ist auch ein zwiespältiges Thema. Besonders prachtvolle Bauten entstehen in der Regel wenn der Unterschied in Macht, Vermögen und Einkommen zwischen Bauherren und Bauarbeitern besonders groß ist. Aktuell etwa in den Emiraten am persischen Golf zu sehen.

Bei uns ist es zwar auch so, dass solche Innenstadtprojekte in der Regel von Millionenerben initiiert werden. Also in den Händen einer kleinen Schicht der reichsten Familien des Landes liegen. Im vorliegenden Fall C&A Dynastie.

Da aber der Großteil der Investitionssumme doch von Banken oder Immobilienfonds beigesteuert wird wird dann renditeorientiert geplant. Auch der Mindestlohn für Bauarbeiter trägt wohl zu einer nüchtern rationalen Bauplanung bei.

Bei staatlichen Projekten verlangen die Wähler in einer Demokratie heutzutage auch sparsame nutzenorientierte Bauplanungen.

Hmm, jetzt hab ich beim Philosophieren vergessen worauf ich eigentlich hinaus wollte. Naja.

Geändert von Chandler (06.01.11 um 21:25 Uhr)
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Alt 06.01.11, 21:19   #96
Jai-C
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Zitat:
Zitat von kauziger Preuß Beitrag anzeigen
Eine kleine Änderung des Grundrisses im Südwesten entlang der alten Bauflucht, womöglich im Norden wieder ausgeglichene, kostet nicht viel und macht den Neubau unverwechselbarer. Rechteckig ist nämlich fast jedes Gebäude der Umgebung. Wenn man das durch abgerundete Ecken aufweicht, kann man gleich einen Grundriss wählen, für den es historische Handhabe gibt.
Angenommen man würde es so machen, was wäre dann gewonnen? Außer ein paar Eingeweihten würde doch kein Mensch merken, dass das Gebäude einem historischen Grundriss folgt... von der umliegenden Bebauung, die sich ebenfalls nicht um den historischen Standgrundriss kümmert, ganz zu schweigen.
Sinn würde das ganze evtl. machen, wenn es einen übergeordneten Masterplan mit einer klaren Zielvorgabe gäbe - aber nicht bei einem einzelnen, isolierten Bauvorhaben.
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Alt 07.01.11, 03:58   #97
Hausschwamm
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Hausschwamm ist einfach richtig nettHausschwamm ist einfach richtig nettHausschwamm ist einfach richtig nettHausschwamm ist einfach richtig nettHausschwamm ist einfach richtig nett
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Wahre Worte. Bei der Schlossattrappe sehe ich es ein, da gibt es eine EXISTIERENDE Blickachse die wieder repariert wird, der nur ein einziges Element fehlt. Im direkten Umfeld des Alex ist es aber vollkommen egal, da ist nie etwas fertig geworden, das einzige woran man sich hier zu orientieren hätte wären Alexander- und Berolinahaus. Kaufhof und eingeschränkt sogar "Die Mitte" haben das meiner Meinung nach geschafft. Südlich der Bahngleise dominiert sowieso so ein merkwürdiges lustiges 368 Meter hohes Ding, da ist es lächerlich sich an der Vergangenheit zu orientieren. Die einzige Vergangenheit die dort zur Zeit noch Präsenz zeigt ist die DDR und das sieht alles gelinde gesagt zum Kotzen aus. Da ist mir dieser vor Werbung strotzende Entwurf, der sich dem Cubix anpasst lieber als jeder Retroversuch - denn der ist vor allem eins: authentisch und ehrlich, denn er spiegelt UNSERE Zeit wieder. Daran wird er später gemessen werden. Sind wir weniger Wert als die Vergangenheit? Oder mehr als die Vergangenheit wenn wir sie künstlich pflegen?
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Alt 07.01.11, 18:56   #98
Kent
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Kent braucht man einfachKent braucht man einfachKent braucht man einfachKent braucht man einfachKent braucht man einfachKent braucht man einfach
^^
Dem vorherigen Beitrag möchte ich entschieden widersprechen. Berlin ist nicht wie London eine Investorenwüste, wo Investoren nach Gutdünken sich nach ihren Renditevorstellungen etwas hinklatschen dürfen. Dieser Bau hat doch eine ganz andere Funktion, es ist die späte Rache an Hans Stimmann.
Hier wird bewußt der Kontext negiert, und das ist traurig. Es geht nicht darum, was für ein Gebäude hier entsteht, wer der Bauherr ist, was die architektonische Mode oder das politisch gewünschte Ziel ist. Es geht darum, dass der Bau an Profanität ein Denkmal der Schande ist. Selbt die Bauten der DDR, die Rathauspassagen reflektieren Ort und Umfeld. Das Alea 101 ist hingegen ein Ausdruck der Arroganz und des Versagens von Architektur. Wo ist der Aufschrei der Bevölkerung bei diesem Projekt? Denn eins ist klar, dieses Mahnmal der Schande ist schlimmer als Stuttgart 21.
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Der Schrei nach dem Turmhaus
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Alt 07.01.11, 18:58   #99
Richard Neutra
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Zitat:
Zitat von Kent Beitrag anzeigen
Das Alea 101 ist hingegen ein Ausdruck der Arroganz und des Versagens von Architektur. Wo ist der Aufschrei der Bevölkerung bei diesem Projekt? Denn eins ist klar, dieses Mahnmal der Schande ist schlimmer als Stuttgart 21.
Ach ja, nicht gleich der Untergang des Abendlandes? Finde du übertreibst ein wenig.
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Gute Architektur hat einen gelungenen Bezug zur Umgebung, erfüllt ihren Zweck und versucht vor allem nicht Architektur zu sein.
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Alt 07.01.11, 19:07   #100
Konstantin
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Na, Recht hat er aber damit, daß das Ding schlimmer ist als alles was die DDR in den 60ern und 70ern dort hingestellt hat, inklusive der Platten an der KLS.
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Alt 07.01.11, 20:05   #101
kauziger Preuß
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Zitat:
Zitat von Jai-C Beitrag anzeigen
Angenommen man würde es so machen, was wäre dann gewonnen? Außer ein paar Eingeweihten würde doch kein Mensch merken, dass das Gebäude einem historischen Grundriss folgt...
Doch, man kann den alten Verlauf der Straße mit passendem Bodenbelag markieren. Man sollte es sogar auf jeden Fall tun, egal welcher Grundriss des Neubaus am Ende gewählt wird. Solche Markierungen der alten Straßen, Stadtmauer, Stadttoren usw. habe ich in unzähligen Städten gesehen.

Zitat:
Sinn würde das ganze evtl. machen, wenn es einen übergeordneten Masterplan mit einer klaren Zielvorgabe gäbe - aber nicht bei einem einzelnen, isolierten Bauvorhaben.
Vielleicht werden wir in der Zukunft, in Jahrzehnten womöglich, den dann baufälligen Fernsehturm beseitigen und eine getreuere Altstadt wiederherstellen wollen? Diese Option sollte man nicht leichtsinnig verbauen.

Zitat:
Da ist mir dieser vor Werbung strotzende Entwurf, der sich dem Cubix anpasst lieber als jeder Retroversuch - denn der ist vor allem eins: authentisch und ehrlich
Ich schrieb nicht über Retro, sondern über eine authentische anstatt beliebiger Grundrissform. Ohne Acht auf die alten Straßen kann man auf dem Reißbrett ganz beliebige Rechtecke zeichnen, wie es in der DDR getan wurde. Reißbrettstadt ist ein Synonim für ungeliebte und abweisende Stadtplanung. Die wurde hier wie folgt beschrieben:

Zitat:
Die einzige Vergangenheit die dort zur Zeit noch Präsenz zeigt ist die DDR und das sieht alles gelinde gesagt zum Kotzen aus.
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Alt 07.01.11, 20:29   #102
indemann
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Zitat:
Zitat von kauziger Preuß Beitrag anzeigen
Doch, man kann den alten Verlauf der Straße mit passendem Bodenbelag markieren. Man sollte es sogar auf jeden Fall tun, egal welcher Grundriss des Neubaus am Ende gewählt wird. Solche Markierungen der alten Straßen, Stadtmauer, Stadttoren usw. habe ich in unzähligen Städten gesehen.
Sehr gute Idee. Ein neuer Bodenbelag ist in diesem Bereich sowieso mal fällig. Die Verbundsteine die jetzt dort liegen sind doch absolut peinlich.
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Alt 07.01.11, 20:44   #103
Konstantin
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Ihr werdet Euch alle noch wundern, was da im Frühjahr neu gestaltet wird. Die Grünanlage wird DDR-Stadtzentrum light.
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Alt 07.02.11, 09:47   #104
Der_Geograph
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Ein Bekannter von mir, der täglich den Platz quert, berichtete von vor wenigen Tagen begonnen Vermessungs- und Markierungsarbeiten auf dem Baugrundstück.
Vielleicht kann es ja sein, dass die Berliner Wasserbetriebe vor dem Bau noch irgendwelche Verlegungsarbeiten durchführen müssen?!
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Der Geograph:
Er sieht den Berg von unten, die Kirche von außen und die Wirtschaft von innen.
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Alt 07.02.11, 12:35   #105
Konstantin
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Ja, das kann ich mir auch vorstellen. Denn der Bebauungsplan für das Alea muß erst noch festgesetzt werden. Das steht noch aus...
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