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Alt 23.06.10, 19:17   #1
Umladestelle
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Umladestelle befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Rhein-Neckar-Raum: Abzug der Amerikaner

Heute wurde nun bekannt gegeben, dass sich die Amerikaner in drei Stufen, bis 2015 zurückziehen werden.
Nach meinen Erkenntnissen, wird in den ersten beiden Schritten(bis 2014), als erstes hauptsächlich der Mannheimer Raum betroffen sein und bis 2015 werden dann noch die komletten Heidelberger Liegenschaften übergeben.
http://www.rnflink.de/ABLAUF_TRUPPENANDERUNG.pdf

Nun sind die genauen Pläne raus, obwohl sich die Bürgermeister der betroffenen Städte noch Hoffnungen machten, dass die Amerikaner von Ihren Abzugsplänen zumindest teilweise ablassen. Aber das war wohl nichts.

Was am Ende noch in der Region von Amerikanischen Einrichtungen übrig bleibt, sind:
-Heidelberg AFN Relay Facility
-Germersheim Army Depot
-AAFES Grünstadt Facility

Betroffen sind rd. 1000 "ortsansässigen" Arbeitnehmer (nicht US-Zivilbeschäftigte) Ich schätze die Zahlen aber als deutlich höher ein!
und 6500 US-Soldaten, Familienangehörige, US-Zivilbeschäftigte und einige hundert ortsansässige Arbeitnehmer (die Einheiten oder Einrichtungen angehören und an andere Standorte verlegt werden).

Als besonders kritisch sehe ich nicht mal die wegfallenden Arbeitsplätze und den Kaufkraftverlust. Sondern ehr die riesigen frei werdenden Flächen. Diese Entwicklung, wird die Verantwortlichen, vor ungeahnte Herausforderungen stellen!
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Alt 23.06.10, 22:52   #2
fehlplaner
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fehlplaner braucht man einfachfehlplaner braucht man einfachfehlplaner braucht man einfachfehlplaner braucht man einfachfehlplaner braucht man einfachfehlplaner braucht man einfach
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Sondern ehr die riesigen frei werdenden Flächen. Diese Entwicklung, wird die Verantwortlichen, vor ungeahnte Herausforderungen stellen!

Wie man macht isses nicht recht. Andere Städte maulen ständig das sie keine Flächen mehr haben. Und jetzt wird gemault das man sich entwickeln kann.

Das Arbeitsplätze usw. wegfallen ist zwar nicht schön, aber die Entwicklungschancen die sich ergeben sollten doch genug neue Arbeitsplätze ergeben.

Und wenn den Städten halt nichts einfällt kann man immernoch die Kasernen ihren Schicksal überlassen und einen schönen Urwald entstehen lassen (mit den man dann wieder Touristen locken kann)
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Alt 24.06.10, 01:02   #3
kato2k8
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Zitat:
Zitat von Umladestelle Beitrag anzeigen
Betroffen sind rd. 1000 "ortsansässigen" Arbeitnehmer (nicht US-Zivilbeschäftigte) Ich schätze die Zahlen aber als deutlich höher ein!
Die 1.045 genannten "local nationals" mit deutschem Pass sind das Saldo, das übrig bleibt, wenn in Wiesbaden und an anderen Standorten entsprechende neue Arbeitsplätze aufgebaut worden sind.
Insgesamt sinds um die 2.500 Deutsche, die im Rhein-Neckar-Gebiet für die US Army arbeiten, ca 1.000 in HD und 1.500 in MA.

Verbleibende Standorte:

-Heidelberg AFN Relay Facility

Das ist der Sendeturm in Eppelheim. Viel Facility ist da aber net, ich wär mir nicht mal sicher ob der nicht im Regelfall unbemannt läuft.

-Germersheim Army Depot

Sollte eher bekannt sein. Eines der drei verbleibenden Hauptdepots der US Army in Europa, von daher war da eine Schließung eh nicht angesagt. Gehört eh zur USAG Kaiserslautern, nicht HD/MA.

-AAFES Grünstadt Facility

Ist ein Lebensmittelproduzent, der die AAFES-Eigenmarken herstellt oder umverpackt (m.W. der einzige verbleibende in Europa, wenn Gießen dicht macht). Hauptsächlich Großbäckerei, beliefert AAFES in ganz Europa.

Zitat:
Zitat von Umladestelle Beitrag anzeigen
Sondern ehr die riesigen frei werdenden Flächen.
Die Heidelberger Flächen sind quasi als Fehlbedarf schon jetzt im Flächennutzungsplan drin. Gegenüber dem vor 10 Jahren festgelegten Soll fehlen bis 2020 rund 3250 Wohnungen in der Planung - wieviel Wohnungen bieten wohl MTV und PHV?

Das CSC ist bereits überplant (Bahnstadt), die Patton Barracks und ISK bieten sich dort als Ergänzung der Bahnstadt an (primär Kleingewerbeflächen, evtl. auch ein Logistiker), bei der Nachrichtenkaserne (Hospital) war irgendwann letztens was von ner möglichen Nachnutzung als Studentenwohnheim die Rede, und die Campbell Barracks lassen sich verteilen auf eine Erweiterung des Gewerbegebiets Bosseldorn sowie irgendeine Single-User-Nutzung des Hauptblocks (Schule, Campus, Studenten, irgend so was). Heidelberg AAF wird renaturiert, den Rest kann man für irgendwelches Gewerbe nutzen.

Die Schwetzinger Flächen (Tompkins Bks, Kilbourne Bks) liegen relativ günstig zwischen den geplanten S-Bahn-Halten Schwetzingen Nord und Schwetzingen-Hirschacker und haben eine sehr direkte Anbindung zur B535. Da kann man recht gut rund 200-250 Wohnungen unterbringen, sowie etwas Gewerbe ansiedeln. Schwetzingen-Nord ist eh praktisch zugebaut.
Der Schwetzinger Teil vom Dossenwald (Schwetzingen Training Area) ist eh ... Wald. Und schon seit längerem nicht mehr genutzt, der war nur nicht formell übergeben.

Bei den Mannheimer Flächen wirds schon schwieriger. Hammonds Bks wird zu Wohnungen, das ist klar (wurde schon immer so gesagt). Taylor Bks ist vorgemerkt zur Erweiterung des Gewerbegebiets Vogelstang. Die beiden Flächen sollen ja auch schon diesen Sommer zurückgegeben werden, ist auch schon länger geplant. Die großen, komplexen Brocken sind da hingegen:
- der Block Sullivan Bks / Funari Bks / Benjamin-Franklin-Village (ab 2014) : kriegt man noch locker voll wenn die Bevölkerungsprognose im Flächennutzungsplan in Richtung "maximale Variante" geht.
- das Coleman AAF (ab 2015) : tja, der Flughafen halt. Weiternutzen oder renaturieren ist da wohl die große Frage. Wird ein Politikum werden.
- die Spinelli Bks (ab 2015) : Riesenfläche, aber überwiegend einfach nur Beton soweit das Auge reicht. Vielleicht sind ja Bombardier, Alstom oder ABB interessiert, sich da irgendwie zu erweitern.

Zitat:
Zitat von Umladestelle Beitrag anzeigen
Diese Entwicklung, wird die Verantwortlichen, vor ungeahnte Herausforderungen stellen!
Dass der große Wurf kommen würde, war ja eigentlich allen klar. Wobei man sich eher noch beschweren könnte, das 2015 doch bei einigen Flächen ganz schön spät sein wird.

Es ist vorgesehen bei Eintreten des Rückzugsfalles den kompletten Flächennutzungsplan zu überarbeiten. Sowohl Mannheim als auch Heidelberg haben einiges an eingeplanten Flächen, die auf die US-Flächen umgelegt werden können - in Heidelberg dürfte z.B. die eh ungewollte geplante Gewerbefläche Marienhöfe/Landschadhöfe westlich des Heidelberger Kreuzes dabei drauf gehen. Alle drei betroffenen Kommunen sind Teil des Nachbarschaftsverbands HD-MA, so daß die Koordination der Planung eh selbstverständlich ist.

Geändert von kato2k8 (24.06.10 um 11:02 Uhr)
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Alt 24.06.10, 01:11   #4
kato2k8
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Zitat:
Zitat von fehlplaner Beitrag anzeigen
Wie man macht isses nicht recht. Andere Städte maulen ständig das sie keine Flächen mehr haben. Und jetzt wird gemault das man sich entwickeln kann.
Wir reden hier im Falle Mannheims von fünf Quadratkilometern überwiegend bebauter Fläche, darunter eine komplette Siedlung mit rund 5.000 Wohnungen.
Zum Vergleich: die Konversion von KA-Neureut war etwa 10% davon.
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Alt 24.06.10, 12:55   #5
kato2k8
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Konkrete Bilanz der Flächen im Nachbarschaftsverband Heidelberg-Mannheim:

Paket 2010:

Hammonds Barracks
ehemaliger Name: Loretto-Kaserne, Baujahr 1937
Rückgabe: bis September 2010
Fläche: 9 Hektar
Ort: Mannheim-Seckenheim
Bebauung: 10 Gebäude
Überplanung: Konversion in Wohngebäude
Vorhandene Anbindung: Straßenbahnlinie 5, 200m Entfernung

Taylor Barracks
Rückgabe: bis September 2010
Fläche: 46 Hektar
ehemaliger Name: Scheinwerfer-Kaserne, Baujahr 1939
Ort: Mannheim-Vogelstang
Bebauung: 99 Gebäude, hauptsächlich Kleingewerbe-typisch
Überplanung: Erweiterung Gewerbegebiet Vogelstang
Vorhandene Anbindung: Buslinie; B38/A6/A67 über Viernheimer Dreieck

Mannheim Class III Point
Rückgabe: bis September 2010
Fläche: 12 Hektar
Ort: Mannheim-Blumenau
Bebauung: 12 Gebäude, Tanklager
Überplanung: (nicht vorhanden)
Vorhandene Anbindung: (keine); Gütergleisanschluß

Schwetzingen Training Area
Rückgabe: bis September 2010
Fläche: 112 Hektar
Ort: Landschaftsschutzgebiet Dossenwald, Schwetzinger Anteil
Bebauung: 1 Gebäude, Rest Wald
Überplanung: (nicht vorhanden)
Anbindung: Nähe geplanter S-Bahn-Halt Schwetzingen-Hirschacker, Nähe B535/B36/A6

Paket 2014:

Benjamin-Franklin-Village
Rückgabe: bis 2014
Fläche: 88 Hektar
Ort: Mannheim-Käfertal
Bebauung: 220 Gebäude, Wohngebiet
Überplanung: (nicht vorhanden)
Vorhandene Anbindung: 2 Straßenbahnhaltestellen (querend); B38/A6/A67 über Viernheimer Dreieck

Funari Barracks
Rückgabe: bis 2014
Fläche: 11 Hektar
Ort: Mannheim-Käfertal (angrenzend Benjamin-Franklin-Village)
Bebauung: 25 Gebäude, Kaserne
Überplanung: (nicht vorhanden)
Vorhandene Anbindung: siehe BFV

Sullivan Barracks
ehemaliger Name: Flak-Kaserne, Baujahr Ende 30er
Rückgabe: bis 2014
Fläche: 44 Hektar
Ort: Mannheim-Käfertal (angrenzend Benjamin-Franklin-Village)
Bebauung: 77 Gebäude
Überplanung: (nicht vorhanden)
Vorhandene Anbindung: siehe BFV

Paket 2015:

Spinelli Barracks
Rückgabe: bis 2015
Fläche: 82 Hektar
Ort: Mannheim-Feudenheim
Bebauung: 105 Gebäude; überwiegend Lagergebäude
Überplanung: (nicht vorhanden)
Vorhandene Anbindung: Straßenbahnlinie 7, 100m Entfernung; Gütergleisanschluß, Nähe B38, B38a

Coleman Barracks
ehemaliger Name: Fliegerhorst-Kaserne, Baujahr Ende 30er
Rückgabe: bis 2015
Fläche: 216 Hektar
Ort: Mannheim-Blumenau/Scharhof
Bebauung: 218 Gebäude; Flughafen, Gefängnis, AFN-Hauptgebäude
Überplanung: (nicht vorhanden)
Vorhandene Anbindung: Buslinie, Gütergleisanschluß, Nähe B44/A6

Campbell Barracks
ehemaliger Name: Großdeutschland-Kaserne, Baujahr 1937
Rückgabe: bis 2015
Fläche:
Ort: Heidelberg-Südstadt-West
Bebauung: 52 Gebäude, Kaserne
Überplanung: (nicht vorhanden)
Vorhandene Anbindung: Buslinie

Nachrichten Kaserne (US Army Hospital Heidelberg)
Rückgabe: bis 2015
Fläche: 9,4 Hektar
Ort: Heidelberg-Rohrbach Hasenleiser
Bebauung: 34 Gebäude, Krankenhaus
Überplanung: (nicht vorhanden)
Vorhandene Anbindung: Straßenbahnlinie, Buslinie; B3

Mark-Twain-Village
Rückgabe: bis 2015
Fläche: 25 Hektar
Ort: Heidelberg-Südstadt-West
Bebauung: 70 Gebäude, Wohngebäude
Überplanung: mögliche Konversion Wohngebiet (angedacht)
Vorhandene Anbindung: Buslinie

Patrick-Henry-Village
Rückgabe: bis 2015
Fläche: 101 Hektar
Ort: Heidelberg-Kirchheimer Flur
Bebauung: 244 Gebäude, primär Wohngebäude und Nahversorgung
Überplanung: mögliche Konversion Wohngebiet (angedacht)
Vorhandene Anbindung: Buslinie; B535/A5

Community Service Center
Rückgabe: bis 2015
Fläche: 11 Hektar
Ort: Heidelberg-Weststadt Bahninsel
Bebauung: 37 Gebäude
Überplanung: Überbauung Bahnstadt
Vorhandene Anbindung: angrenzend Hauptbahnhof; Buslinie

Patton Barracks
Rückgabe: bis 2015
Fläche: 15 Hektar
Ort: Heidelberg-Kirchheim Nord
Bebauung: 56 Gebäude
Überplanung: Konversion Wohngebiet
Vorhandene Anbindung: Straßenbahnlinie 26, Buslinien; B535/A5 über L600a

Kilbourne Kaserne
Rückgabe: bis 2015
Fläche: 5,4 Hektar
Ort: Schwetzingen-Nord
Bebauung: 25 Gebäude
Überplanung: (nicht vorhanden)
Vorhandene Anbindung: Nähe geplanter S-Bahn-Halt Schwetzingen-Hirschacker, Nähe B535/B36/A6

Tompkins Barracks
Rückgabe: bis 2015
Fläche: 36 Hektar
Ort: Schwetzingen-Nord, angrenzend Kilbourne Barracks
Bebauung: 60 Gebäude
Überplanung: (nicht vorhanden)
Vorhandene Anbindung: Nähe geplanter S-Bahn-Halt Schwetzingen-Hirschacker, Nähe B535/B36/A6

Heidelberg Army Heliport
Rückgabe: bis 2015
Fläche: 18 Hektar
Ort: Heidelberg-Kirchheimer Flur
Bebauung: 20 Gebäude, kastrierter Flugplatz
Überplanung: (nicht vorhanden)
Vorhandene Anbindung: B535/A5 über L600a

Oftersheim Small Arms Range / Heidelberg Rod & Gun Club
Rückgabe: bis 2015
Fläche: 14 Hektar
Ort: Oftersheim-Aschfeld
Bebauung: 8 Gebäude, Schützenverein mit Schießanlagen
Überplanung: (nicht vorhanden)
Vorhandene Anbindung: (nicht vorhanden)

Heidelberg Golf Course
Rückgabe: bis 2015
Fläche: 51 Hektar
Ort: Oftersheim-Aschfeld
Bebauung: 9 Gebäude, Golfplatz
Überplanung: (nicht vorhanden)
Vorhandene Anbindung: (nicht vorhanden)

Verbleibende Flächen:

Heidelberg AFN Relay Facility
Rückgabe: (nicht geplant)
Fläche: 1600 m²
Ort: Eppelheim
Bebauung: 1 Gebäude, Sendemast
Überplanung: (nicht vorhanden)
Vorhandene Anbindung: (nicht vorhanden)

Außerhalb des Nachbarschaftsverbands befinden sich die gerade mal 4800m² große Edigheim Beacon Site (in Ludwigshafen) und die 17 km² große Lampertheim Training Area im Wald zwischen Viernheim und Lampertheim.
kato2k8 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.06.10, 13:47   #6
madben
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madben befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Erfolg nach Abzug

Zitat:
Zitat von fehlplaner Beitrag anzeigen
...
Und wenn den Städten halt nichts einfällt kann man immernoch die Kasernen ihren Schicksal überlassen und einen schönen Urwald entstehen lassen (mit den man dann wieder Touristen locken kann)
Dass nennt man dann wohl ökologisch verträgliche Entmilitarisierung
Ich bin mir sicher, dass den Verantwortlichen schon ziemlich
schnell was einfallen wird, wie man die frei gewordenen Flächen
zukünftig noch besser nutzbar machen kann. Und dann wird auch diese
Regione wie viele andere zuvor aufblühen, nachdem das Militär
ersteinmal weg ist. Im Grunde ist diese Nchricht deshalb eher als

http://slideshine.de/browser/uploads...%20Endgeil.jpg
aus http://slideshine.de/32403

denn als beunruhigend einzustufen. Aber das ist nur meine
bescheidene Meinung dazu
madben ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.06.10, 14:01   #7
kato2k8
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Die BFV wird auf jeden Fall den Mannheimer Wohnungsmarkt noch mehr nach unten drücken. Das kann man schon als problematisch einstufen.

Der Bürgermeister von Schwetzingen hat heute schon gleich mal quasi sich die Hände reibend angekündigt, dass die Stadt die Flächen dort aufkaufen und entwickeln wird. Sollen Wohnungen drauf entstehen. Schwetzingen hat eh das Problem, daß man sich wegen dem Landschaftsschutz kaum noch nach außen entwickeln kann - der Großteil der verbleibenden Schwetzinger Flächen ist Wald und/oder Naturschutzgebiet.

Weiß jemand, wann die Mannheimer Pressekonferenz stattfindet? (dpa meldet nur "heute mittag")
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Alt 24.06.10, 16:35   #8
kato2k8
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Mannheim hat auf der Pressekonferenz anscheinend erst mal nur die (fertigen) Pläne für Hammonds Bks und Taylor Bks vorgestellt. Wohngebiet bzw. Industriegebiet. Zur BFV wurde erwähnt, daß die Wohngebäude darauf "die falschen" für Mannheim sind, es also zu einer Neubebauung kommen könnte.

Außerdem wird ein Projektteam gebildet, das sich des Themas annehmen soll, inklusive Koordination mit Bund und Land und Beteiligung eines Vertreters der US Army.
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Alt 25.06.10, 08:56   #9
HarryMannem
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HarryMannem befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Noch eine Berichtigung: bei der AFN Relay Facility handelt es sich nicht um den Sendemast bei Eppelheim, der Sendemast bei Eppelheim versorgt Pattrick-Henry-Village mit AFN-TV (Abschaltungstermin für alle TV-Sender in HD/MA ist übrigens geplant im August 2010). Es handelt sich um den AFN-Radio Sendemast in Heidelberg-Wieblingen (UKW und MW-Sender). Dieser wird nicht abgeschaltet und soll über das Jahr 2015 hinaus die in Heidelberg verbleibenden NATO-Headquarter US-Einheiten weiterversorgen. Da sich das verbleibende NATO-HQ hinter den Campbell-Barracks in einem Neubau befindet könnte zukünftig eine räumliche Abgrenzung mit eigener Zufahrt ermöglicht werden. Überhaupt wäre aber denkbar, dass die NATO an den Campbell-Barracks generell festhält und eine Übergabe an den Bund so nicht stattfinden wird, zudem die NATO weiterhin eine Kaserne benötigen wird für ihre Soldaten. Ebenso werden für die NATO-Angehörigen evtl. Einkaufsmöglichkeiten erhalten bleiben oder neu geschaffen werden müssen (AAFES stores, PX). Die Schließungen betreffen ja nur Einheiten, die direkt der US-Army unterstellt sind, nicht aber das NATO-HQ. Insofern bleibt zumindest in Heidelberg noch ein kleiner Rest der US-Army erhalten, unter dem Dach des NATO-HQ.

Geändert von HarryMannem (25.06.10 um 09:19 Uhr)
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Alt 25.06.10, 09:05   #10
HarryMannem
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Zitat: Germersheim Army Depot

Sollte eher bekannt sein. Eines der drei verbleibenden Hauptdepots der US Army in Europa, von daher war da eine Schließung eh nicht angesagt. Gehört eh zur USAG Kaiserslautern, nicht HD/MA.


Falsch, gehört im Moment zur USAG Heidelberg, das US-Depot gehörte ursprünglich zur US-Army Karlsruhe, nach Schließung aller Karlsruher Einrichtungen wurde es Heidelberg angegliedert. Das Depot ist als strategisch sehr wichtig einzustufen und wird nach 2015 als die einzige operative militärische Einrichtung der US-Army im Rhein-Neckar Raum erhalten bleiben. Wer hätte das gedacht, es gab oft Gerüchte, das das Depot geschlossen werden könnte, jetzt wird es sogar weiter ausgebaut und Personal hinzugezogen.
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Alt 25.06.10, 10:19   #11
kato2k8
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Zitat:
Zitat von HarryMannem Beitrag anzeigen
Da sich das verbleibende NATO-HQ hinter den Campbell-Barracks in einem Neubau befindet könnte zukünftig eine räumliche Abgrenzung mit eigener Zufahrt ermöglicht werden.
Das NATO-HQ-Gebäude ist das südlich des Eingangsgebäudes auf dem ehemaligen Parkplatz, keine 20 Meter von der Römerstraße. Nicht "hinter den Campbell Barracks".
Dem HQ FC Heidelberg (aka CC-LAND) kanns aber durchaus eh schnell an den Kragen gehen. Im wesentlichen hängt die derzeit nur noch an ISAF, und da gibt es ja Gerüchte in Richtung Rückzug der Amerikaner...

Zitat:
Zitat von HarryMannem Beitrag anzeigen
Ebenso werden für die NATO-Angehörigen evtl. Einkaufsmöglichkeiten erhalten bleiben oder neu geschaffen werden müssen (AAFES stores, PX).
Für die Nicht-Amerikaner? Ganz sicher nicht. Die leben doch jetzt schon "on the economy", und dürfen zum Großteil auch gar nicht bei den Amis shoppen. Der US-Anteil am HQFC HD (ex-CC-LAND) liegt bei etwa 200 Mann (etwas größer als der deutsche), das ist subkritisch.

Zitat:
Zitat von HarryMannem Beitrag anzeigen
Wer hätte das gedacht, es gab oft Gerüchte, das das Depot geschlossen werden könnte, jetzt wird es sogar weiter ausgebaut und Personal hinzugezogen.
Daß das Depot Germersheim geschlossen werden könnte war nie wirklich drin. Zumindest solange irgendwas von der USAREUR noch irgendwo in Europa verbleibt.
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Alt 25.06.10, 10:33   #12
Umladestelle
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Hallo,

man muß aber auch bedenken, dass die Städte in einem "Finanzfiasko" stecken.
Und du sagst, es wäre für Mannheim problematisch? Ich denke in Heidelberg wird es auch nicht besser!

Soweit ich weiß, sind viele Wohnblöcke stark sanierungsbedürftig und die Energiebilanz, ist nicht auf der Zeit. Ich halte die Bürgermeister, eh nur für Schwätzer. Als wenn sie nicht wüßten, was wirklich los ist.

Eine weitere Gewerbegebietschwämme, wäre unvorteilhaft. Sollen sie doch erstmal Namen nennen, welche Firmen sich ansiedeln wollen. Und danach, warum es gleich ein Neubau sein muß und Gründe warum sie nicht in die vorhanden leerstehenden Büros ziehen können?
Und der Standort der US- Wohnblöcke(wzb.MT,PH), ist meiner Meinung auch unvorteilhaft. Sollten sich dort einmal Horden von Unterschichten und armen Mittelschichten ansiedeln, hätte es die Stadt geschaft ein neues Ghetto zu bilden. Die Leute würden aus dem Umland wieder in die Stadt ziehen, weil die Mieten dort erschwinglich sind und es Wohnraum on mass gibt.
Aber in Rohrbach sollen es ja eh Studentenwohnungen werden.

Also ich würde 50% der Wohnungen abreißen und den Rest renaturiesieren! Dazu noch einen See und Urwald!

Geändert von Umladestelle (25.06.10 um 10:50 Uhr)
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Alt 25.06.10, 10:52   #13
kato2k8
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man muß aber auch bedenken, dass die Städte in einem "Finanzfiasko" stecken

Und wieso sollten Heidelberg bzw. Mannheim da was finanzieren müssen? Konversion findet heutzutage im PPP-Rahmen statt.

Soweit ich weiß, sind viele Wohnblöcke stark sanierungsbedürftig und die Energiebilanz, ist nicht auf der Zeit.

Die Heidelberger US-Wohnungen wurden überwiegend gerade vor 6-7 Jahren saniert, inklusive Wärmedämmung etc.

Beim Gewerbe ist klipp und klar zu sagen: Heidelberg hat ein vorgesehenes Gewerbegebiet draußen in den Feldern von über 50 Hektar. Unmittelbar nördlich von Eppelheim. Solche Flächen werden schlicht in der Planung auf die US-Flächen umgelegt.

Und danach, warum es gleich ein Neubau sein muß und Gründe warum sie nicht in die vorhanden leerstehenden Büros ziehen können?

Das Thema hatten wir doch schon, das ist in dem anderen Thread ganz gut aufgehoben. Wir haben keine "Gewerbegebietsschwemme", Punkt Aus.

der Standort der US- Wohnblöcke, ist meiner Meinung auch unvorteilhaft

Kommt drauf an welche? Die Mark-Twain-Village liegt sehr innenstadtnah, ist hervorragend erschlossen, und war bis 2003 (Zaunbau) praktisch Teil der Südstadt. Die Patrick-Henry-Village ist da ein anderes Thema. Das wird der Billigbau.

Die Leute würden aus dem Umland, wieder in die Stadt ziehen, weil die Mieten dort erschwinglich sind und es Wohnraum on mass gibt.

Erschwingliche Mieten und Wohnraum en masse in Heidelberg? Der war gut. Heidelberg hat selbst mit den ganzen US-Wohnungen und sämtlichen geplanten Neuausweisungen und Neubauten bis 2020 noch einen Fehlbestand von etwa 1000 Wohnungen. Beim Mietpreis würde ich die US-Wohnungen übrigens schon im Bereich von Südstadt oder Kirchheim ansetzen. Also €7-8/m² für Neuvermietung minimum, für die Offizierswohnungen kann da auch mehr drin sein. Und nur um die Perspektive zu bewahren, das ist weder billig noch Ghetto.
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Alt 25.06.10, 11:30   #14
HarryMannem
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HarryMannem befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Anbei mal ein Auszug, was die Aufgaben des NATO-HQ in Heidelberg sind:

Mission Statement

Headquarters Allied Force Command Heidelberg
(HQ FC Heidelberg)

Provides trained and ready “Deployable Joint Staff Elements” (DJSE) to the Allied Joint Force Commands (JFC) in Brunssum, Naples and Lisbon
Will be prepared to support the JFC’s planning, conduct and sustainment of the full range of military operations
Will provide, when directed, a core Land Component Command HQ for MJO (+) size military campaign
Will be the focus for all land-specific functional tasks regarding both the NATO Command Structure and the NATO Force Structure
Conducts other activities, including land advocacy, within means and capabilities, as directed by SACEUR
On Mar 1, 2010, an interim working structure (IWS) was implemented by the HQ in order to carry out its new mission. Final transition to a new default peace establishment is anticipated for the end of 2010.



Dass da nur ISAF bedient wird kann ja nicht sein.
Zum Thema Einkaufsmöglichkeiten AAFES und PX: selbst an so kleinen reinen NATO-Standorten wie in Geilenkirchen oder Kleine Brogel (Belgien), Schinnen (NL) gibt es PX und AAFES-Shops, u.a. auch Burger King, Anthonys Pizza usw.
Das NATO-HQ kann nicht einfach so verlegt werden, da haben wir Deutsche auch noch ein Wörtchen mitzureden. Grundsätzlich ist festzustellen, dass es viele NATO-Standorte in Europa gibt, wo auch keine US-Army vor Ort ist.
(z.B. Schinnen, Mons, Brunssum, Moenchengladbach, Ulm, Kleine Brogel und noch viele andere)
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Alt 25.06.10, 12:03   #15
Jaro_E
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Jaro_E wird schon bald berühmt werdenJaro_E wird schon bald berühmt werden
Mögliche Entwicklungsachse Bahnstadt - Rohrbach

Hallo zusammen,

ich hatte mir schon länger mal überlegt, dass man Bahnstadt und Konversionsflächen in Rohrbach langfristig über das Gewerbegebiet östlich der Bahnstadt und dem Wirrwarr nördlich von Kirchheim miteinander verbinden könnte. Diese Achse könnte man dann punktuell mit variabel bespielbaren Brücken mit den bestehenden Stadtteilen vernähen.

Prinzipiell wäre - als nächster städtebaulicher Entwicklungsschritt - eine städtebauliche und landschaftsplanerische Neuordnung des ganzen Areals zw. Bahnstadt, Pfaffengrund, Südstadt, Kirchheim und Rohrbach denkbar.
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