U-Bahn: Verlängerung U5 bis Europaviertel / Römerhof

  • Keine Panik, so wird's nicht kommen.


    Boulevard Ost - Verlegung des Verkehrs


    Derzeit verläuft die Einfahrt der Tiefgarage Skyline Plaza parallel zur Fahrbahn auf der Südseite. Da aber im Bereich der Einfahrt ebenfalls Bodenverbesserungsarbeiten stattfinden müssen, wird diese ab Anfang der kommenden Woche erneut über das Baufeld von Norden erfolgen. Damit die Arbeiten im inneren des Baufelds ungestört weiterlaufen können, wird bereits ab Höhe der Madrider Straße die Querung der Baustelle erfolgen. Die Ausfahrt aus der Tiefgarage bleibt unverändert. Sobald die notwendigen Arbeiten im Bereich der Zufahrt erfolgt sind, wird diese wieder parallel zur Fahrbahn auf der Südseite verlaufen (Voraussichtlich im September 2018).


    Seit letzter Woche laufen auch wieder sukzessive Schlitzwandarbeiten. Diese sind für den Bereich des Tunnels in offener Bauweise und der Rampe notwendig.



    Q: SBEV v. 12.7.2018

  • Die U-Bahnbaustelle zeigt sich aktuell in belebtem Zustand. Im östlichen Bereich, an der Einfahrt zur TG des Skyline Plaza laufen aktuell Arbeiten zur Bodenverbesserung hinter der Dichtwand, das ist der Bereich in dem die Tunnelvortriebsmaschine ansetzen wird. Man sieht, dass dem Boden durch zahlreiche Bohrungen eine Flüssigkeit injiziert wird. In diesem Bereich sind die Schlitzwände für die Baugrubenumfassung fertig.



    Im westlichen Bereich, etwa dort, wo die Rampe das Straßenniveau erreichen soll, werden die letzten Schlitzwände der Startbaugrube aktuell hergestellt. Auf der Südseite wurden große Mengen Beton versenkt, auf der Nordseite ist der Schlitzwandbagger zugange und es werden die letzten Schlitzwandschablonen gegossen.






    Zwischendrin auf kleineren Baufeldern sind immer noch die Kampfmittelräumer unterwegs (das Wort "Lebensgefahr" auf ihren Bauschildern haben sie überklebt); ab September dürfte dann großflächig mit dem Aushub der Startbaugrube begonnen werden.



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    2 Mal editiert, zuletzt von tunnelklick () aus folgendem Grund: zwei Worte eingefügt

  • Wir haben uns schon öfter gefragt, ob sich die Hochhausbaustellen und der U-Bahnbau am Güterplatz nicht ins Gehege kommen. Damit das nicht passiert, beginnt jetzt neben der Baugrube von SPIN und EDEN der Baugrubenverbau für den U-Bahn-Abgang, der später in den benachbarten Neubau integriert wird. Auf dem nachstehenden Foto lässt sich das enge Nebeneinander der Bauvorhaben gut erkennen:



    Foto: SBEV


    Aus dem Bautagebuch der U-Bahn-Bauer:


    Q


    Die dicht nebeneinander liegenden, kleinen, runden Erdhügelchen, die in Reih und Glied um das Baufeld herum zu sehen sind, stammen von den Sondierungsbohrungen der Kampfmittelräumer, die mit einer Bohrschnecke die Felder für Schlitz- und Bohrpfahlwände einige Meter tief sondiert haben; die Häufchen sind das von der Bohrschnecke nach oben geförderte Material aus dem Bohrloch.

  • Verlängerung der U5-Verlängerung

    Die Verlängerung der U5 über das bisher geplante am Ende der Europaallee hinaus nimmt Gestalt an. Bekanntlich werden demnächst die Stadtverordneten die Aufstellung des Bebauungsplans B 919 „Römerhof“ beschließen, der umfangreiche Wohnbebauung vom VGF-Betriebshof Rebstock bis zu den Sportplätzen im Westen des Rebstockgeländes vorsieht; darüber wurde hier berichtet. Während in diesem Beitrag die U5-Verlängerung noch im Konjunktiv angesprochen wurde, ist es jetzt sozusagen amtlich:


    Zusammen mit der Aufstellung des B-Plans werden sie eine Vorkaufssatzung beschließen, die ein städtisches Vorkaufsrecht für zwei große Grundstücke begründet, das TÜV-Gelände und das Gelände des Gebrauchtwagenhänders in der Rebstockkurve.



    Grafik: Stadtplanungsamt Frankfurt am Main


    Zur Begründung für die Vorkaufssatzung heißt es:


    Die Erschließung des Quartiers durch den motorisierten Individualverkehr und den ÖPNV erfordert hierbei eine Anpassung der Straße Am Römerhof sowie die Verlängerung der Stadtbahnlinie U 5 nach Westen. Zur Umsetzung dieser Ziele kann es notwendig sein, bebaute und unbebaute Grundstücke zu erwerben, um sie im Sinne der definierten städtebaulichen Zielvorstellungen einer geordneten städtebaulichen Entwicklung zuzuführen. Q


    Es ist das erste offizielle Dokument, das die Verlängerung der U5-Verlängerung erwähnt und zugleich das voraussichtliche Ende der Verlängerungsstrecke bezeichnet. Durch die Bezeichnung des Vorkaufszwecks wird klargestellt, dass der Vorkauf nur für die Stadtbahnverlängerung erfolgt, nicht für andere Zwecke. Ein oder zwei am östlichen Ende des Gebrauchtwagengeländes befindliche Gebäude sind kürzlich vom Eisenbahnbundesamt von Bahnbetriebszwecken freigestellt worden, was Voraussetzung für Erwerb und Abriss dieser Gebäude ist. Der gültige B-Plan B 683 aus den 90er Jahren weist das gesamte Gelände auf zwischen Straße und Bahndamm, also im Wesentlichen das Gebrauchtwagengelände bereits als Bahnanlage aus, was eine Umwidmung erspart und die Verlängerung der U5 erheblich vereinfacht.

  • Stationslage

    Toll, dass man dieses Mal wohl endlich Tram bzw. Stadtbahn gleich mitplant. Was mich allerdings verwundert ist die Lage der zukünftigen Station. Würde es nicht mehr Sinn ergeben, diese auf dem Bahndamm über der Schmidtstraße zu errichten? Das böte eine unkomplizierte Möglichkeit zur Verlängerng nach Höchst, wäre unabhängig vom IV und ermöglichte einen bequemen Umstieg zum Bus. Außerdem wäre dieser Halt zentraler im neuen Quartier gelegen.

  • Langsam gewinnt auch die Baugrube in der Europaallee an Tiefe, bis jetzt +- 3 m; allerdings kann man nicht einfach ausbaggern, sondern muss den Baugrubenverbau sukzessive im Erdreich unter der Straße verankern. Wo die Kampfmittelräumer Erdreich abgefahren haben, wird mit Recyclingmaterial teilweise wieder aufgefüllt, damit die Baufahrzeuge nicht einsinken.






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  • Verschiebung der Inbetriebnahme auf 2024

    Laut einer Stellungnahme des Magistrats vom 01.10. zum Thema "Verkehrsplanung Neubaugebiet Am Römerhof" verschiebt sich die Inbetriebnahme der U5 deutlich.
    Aufgrund der Kampfmittelräumung sei mit der Inbetriebnahme erst im Laufe des Jahres 2024 zu rechnen.



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    Mod-Service: Link

  • Fünf Jahre Verzug bei diesem Baustand sind schon ordentlich. Ich bin mal gespannt, wann die Inbetriebnahme tatsächlich stattfinden wird.

  • In einem nur gegen Bezahlung vollständig lesbaren Artikel schreibt nun auch die FAZ über die neuerliche Verzögerung um gleich zwei Jahre. Unter Berufung auf einen Architekten, der damals bei der Erschließung des Europaviertels dabei war, heißt es, dass sich gar keine Blindgänger in der nun so gründlich untersuchten Erde befinden können, weil diese erst beim Bau der Straße dorthin geschafft worden sei. Da die Stadt die gegebenen Auflagen erfüllen müsse, werde nun eben geschürft und nicht lediglich auf Probebohrungen gesetzt. Das dauere eben seine Zeit.


    Je nun. Interessanter dürften die Ausführungen zur möglichen Verlängerung der Ausbaustrecke ins geplante Neubaugebiet am Römerhof sein. Weil die frühere Gleisfläche des Hauptgüterbahnhofs als ökologische Ausgleichsfläche gilt (mehr) und daher nicht zur Verfügung steht, ist eine Trasse in der Mitte der Straße Am Römerhof geplant. Zwei weitere Stationen sind vorgesehen. Eine Haltestelle soll am Kreisverkehr am nördlichen Ende der Schmidtstraße entstehen, die andere an der geplanten Schule.


    Das Verkehrsdezernat rechnet mit Kosten von 20 bis 25 Millionen Euro pro Kilometer. Dezernent Oesterling ist überzeugt, dass die Verlängerung kommen wird. Im Artikel wird er zitiert mit: "Das kommt mit Sicherheit. Wenn der Wohnungsbau kommt, dann steht auch der Erschließung nichts im Weg." Und weiter: "Wir wollen die Erschließung vor dem Wohnungsbau fertigstellen". Um Zeit zu sparen und ein aufwendiges Planfeststellungsverfahren zu umgehen, will die Stadt die U-Bahn-Linie in den Bebauungsplan integrieren.


    Als wesentlich schwieriger wird indessen eine Weiterführung der U5 nach Höchst beurteilt. Auch dies wird geprüft, heißt es im Artikel. Doch die Hürden sind hier erheblich höher, weil neben neben der vorhandenen Eisenbahntrasse zwei zusätzliche Gleise gebaut werden müssten.


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    Anmerkung: Zur Weiterführung in Richtung Höchst bitte hier entlang!

  • Also Moment mal. Damit ich das richtig verstehe: es gibt bereits eine völlig freie Fläche, auf der bis vor kurzem Gleise verliefen, und die sich direkt an die bisherige (zukünftige) Endstation am Wohnpark anschließt. Diese führt in Hochlage kreuzungsfrei über die Schmidtstraße und könnte zukünftig problemlos weiter über die bereits vorhandene Eisenbahnbrücke führen, die die A5 überquert. Stattdessen plant man einen neuen Streckenverlauf in der Straße Am Römerhof, mit entsprechenden Kreuzungen mit dem Individualverkehr und gegenseitigen Behinderungen, weil die frühere Gleisfläche eine Ausgleichsfläche ist? Für Eidechsen? Nur in Deutschland.


    Dann muss es eben eine Ausgleichsfläche für die Ausgleichsfläche geben. Oder muss diese Ausgleichsfläche für alle Ewigkeit bestehen bleiben? D.h., einmal Ausgleichsfläche, immer Ausgleichsfläche, die für immer freizuhalten ist? Ein schlechter Witz.

  • Aushub der Startbaugrube ab Januar...


    Nun man wird sehn.


    Bautagebuch schreibt hier


  • Die blauen Silos, der Kampfmittelräumdienst und die meisten großen Baumaschinen sind vom Areal verschwunden und haben einer noch größeren Maschine Platz gemacht. Wie schon weiter oben berichtet, haben die Arbeiten an der Startbaugrube für die Tunnelvortriebsmaschine begonnen. Direkt vor der Rampe zur Tiefgarage des Skyline Plaza geht es schon in die Tiefe (Foto 3).




  • U5 Europaviertel

    Das wird dann wohl die letzte Tunnelstrecke gewesen sein die in Frankfurt gebaut wird. Laut HR-online werden sich die Gesamtkosten auf sage und schreibe 373,5 Millionen Euro (statt kalkulierter 281,4 Millionen Euro) belaufen.


    Allgemeine Preissteigerung: + 17 Mio Euro
    Geringere Förderung des Projekts durch Bund und Land: + 9 Mio Euro
    Kampfmittelsondierung: + 10 Mio Euro
    Schlechter Baugrund: + 2 Mio Euro
    Schadstoffbelasteter Boden und Wasser: + 2 Mio Euro
    Baunebenkosten (durch verspätetete Inbetriebnahme): + 34,5 Mio Euro

  • Das wird dann wohl die letzte Tunnelstrecke gewesen sein, die in Frankfurt gebaut wird.


    Der Sender zitiert den Verkehrsdzernenten mit dem Satz: "Wir werden künftig, wo es möglich ist, zu oberirdischen Lösungen kommen". Tunnel solle es nur noch dort geben, wo es unumgänglich ist.


    Ich kann mir z.B. den Lückenschluss zwischen Ginnheim und Bockenheimer Warte (Ginnheimer Kurve) ohne Tunnel nicht vorstellen, dürfte sozusagen unumgänglich sein. Aber richtig ist natürlich, die Baukosten sind schon extrem für die paar Meter.

  • ^^, ^
    Kann mir jemand erklären, warum der Tunnelbau selbst für so kurze Strecken so teuer (geworden?) ist?


    Die Tunnelstrecken in der Innenstadt wären heute wohl unbezahlbar wenn selbst das kleine Tunnelstück der U5 langsam in die Nähe der 400 Million Euro wandert.

  • Wenn alternative technische Lösungen gefunden werden können, die ebenfalls kreuzungsfrei sind, soll es mir recht sein. Da fällt mir aber nicht viel ein, außer Hochbahnen. Vielleicht gibt es ja zukünftig durch neue Materialien und Leichtbau auch mal elegante und kostengünstige Lösungen, die sich optisch gut in eine europäische Großstadt integrieren lassen und eben über der Straße verlaufen statt darunter. Einfach mal frei denken. Ich vermute, dass Seilbahnen und Flugtaxis eher Insellösungen bzw. punktuelle Ergänzungen sein werden, aber eben Schienenverbindungen nicht ersetzen können. Und Schienen müssen kreuzungsfrei sein!


    Solange es keine echten kreuzungsfreien Alternativen gibt, müssen weitere Tunnel her. Frankfurts "U-Bahn-Netz" ist ein Witz, es erreicht noch nicht mal durchgehend Stadtbahn-Standard, geschweige denn Metro-Standard. Von den vielen weißen Flecken im gesamten Stadtgebiet gar nicht zu sprechen. Es wird schlicht und einfach einer wachsenden Metropole nicht mal annähernd gerecht.


    Was die Kosten angeht: ich frage mich, wie es andere Länder schaffen, gigantische U-Bahn-Netze zu bauen, die durchgehend kreuzungsfrei sind und auch noch automatisch funktionieren. Auch das undenkbar in Frankfurt, wo alles wild durcheinander fährt. Ob der Herr Verkehrsdezernent schon mal was von Grand Paris Express gehört hat? Paris baut gerade vier komplett neue Linien und erweitert zwei bestehende, alles kreuzungsfrei und mit automatischen Bahnen. 71 neue Stationen, insgesamt 200 Kilometer Länge. DAS ist mal ein U-Bahn-Projekt! Es ist wirklich erbärmlich, was in Frankfurt da diskutiert wird. Zum Glück ist bereits vergessen, dass auch Petra Roth einst behauptet hat, dass nach der U4 zur Messe nie wieder Tunnel gebaut werden. Ich frage mich, wie die Stadt heute dastehen würde, wenn Verkehrsplaner in der Vergangenheit auch alles oberirdisch gebaut hätten? Wir leben heute von der Substanz, die vor 30-50 Jahren gebaut wurde. Danach kam nicht mehr viel, und das rächt sich jetzt.


    Abgesehen davon, konkret zur Verlängerung der U5:


    • Allgemeine Preissteigerung: + 17 Mio Euro --> was hat das mit dem Tunnel zu tun? Die gäbe es auch bei oberirdischen Strecken. Und warum wurden diese nicht bei der Budgetkalkulation bzw. den Verträgen mit den Baufirmen berücksichtigt?
    • Geringere Förderung des Projekts durch Bund und Land: + 9 Mio Euro --> was hat das mit dem Tunnel zu tun?
    • Kampfmittelsondierung: + 10 Mio Euro --> gut, dass das mal gemacht wird. Es wird auch Zeit, 74 Jahre nach Kriegsende
    • Schlechter Baugrund: + 2 Mio Euro --> die Summe ist wohl zu vernachlässigen
    • Schadstoffbelasteter Boden und Wasser: + 2 Mio Euro --> auch hier: gut, dass es mal gemacht wird
    • Baunebenkosten (durch verspätetete Inbetriebnahme): + 34,5 Mio Euro --> da würde mich mal interessieren, wie diese Kosten zustande kommen, bzw. was da alles eingerechnet wird.


    Wenn man besser planen würde, könnte man auch diese Zusatzkosten durch verspätete Inbetriebnahme vermeiden oder mindern. Es wundert mich allerdings nicht, ich bin nur erstaunt über die Inkompetenz in Deutschland. Wir können keine U-Bahnen mehr, keine Flughäfen, keine Bahnhöfe, und Opernhäuser bestenfalls zum vielfachen Preis und einige Jahre später als geplant. Was ist bloß los? Und jetzt kommt mir keiner mit verschärften Umweltauflagen, Sicherheitsvorschriften oder hohen Arbeitskosten. Die gibt es in Frankreich ganz genauso. Bonjour tristesse !

  • Kostensteigerungen

    Der Ausbau der U-Bahnlinie 5 wird viel teurer als ursprünglich geplant. Als Gründe werden in einem Zeitungsbericht folgende Faktoren aufgezählt:


    - Kampfmittelräumung,
    - inflationsbedingte Preissteigerung,
    - Schadstoffe in Boden und Wasser,
    - schlechte Qualität des Baugrundes,
    - Grundwassermanagement,
    - Einlagerung der Tunnelvortriebsmaschine und
    - Änderungen in technischen Regelwerken.


    Am heftigtsten schlug die Entfernung von Bombenresten und die daraus resultierende Bauzeitverzögerung zu Buche. Knapp 45 Millionen Euro Mehrkosten kamen dadurch zusammen. Statt Ende 2022 soll nun erst 2024 der Betrieb aufgenommen werden.